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Kritik von Kinofilmen

Erstellt von waschbaer, 18.04.2004, 17:09 Uhr · 429 Antworten · 40.493 Aufrufe

  1. #161
    Benutzerbild von ihkawimsns

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    @ Torsten

    Kann die Kritik der TV Spielfilm nicht nachvollziehen. Sicher kommt es zu Gewaltszenen, aber weil schon vor der Eskalation klar ist, dass viele Charaktere gnadenlos überspitzt daher kommen, passt das genau ins Schema.

  2.  
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  3. #162
    Benutzerbild von waschbaer

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    Der Kaufmann von Venedig

    Ich habe mir mittlerweile die Shakespeare-Verfilmung angeschaut. Nun, sicherlich ist Shakespeare erst einmal Geschmackssache, aber für einen ehemaligen Anglistikstudenten ist das einfach mal ein Muss.

    Die Geschichte ist schnell erzählt. Ein reicher venezianischer Kaufmann möchte einem guten Freund durch Geld helfen, sich Zugang zu seiner großen Liebe zu verschaffen. Hierzu muss er sich allerdings bei einem jüdischen Geldleiher verschulden. Er leiht sich 3000 Dukaten auf drei Monate aus. Sollte er diese nicht firstgerecht zurückzahlen können, so hat der jüdische Geldverleiher Anrecht auf 500g menschliches Fleisch nach Wahl von diesem Kaufmann.

    Klingt jetzt sicherlich recht abstrakt, heißt aber auf gut Deutsch nichts anderes, als dass dem Zahlungsunfähigen das Herz herausgeschnitten werden soll.

    Dieses Drama wurde im Laufe der Geschichte immer wieder als besonders antisemtisch bezeichnet, zumal der jüdische Geldverleiher (gespielt von Al Pacino) auch in der Verfilmung als äußerst hartherzig und skrupellos porträtiert wird. Trotzdem schafft es Pacino durch seine Art, auch Mitleid für diesen verbitterten Mann (der Beschimpfungen, Anspucken und weiteren Hass gegen Juden ertragen muss) zu erzeugen. Auch die weiteren Hauptrollen sind mit Jeremy Irons und Joseph Fiennes erstklassig besetzt.

    An die Sprache muss man sich sicherlich gewöhnen, aber nach spätestens fünf bis zehn Minuten hat man sich eingehört. Sehr schön sind auch die Kostüme (für Gaffer sind sicherlich auch die Kleider der Prostituierten der damaligen Zeit mehr als sehenswert).

    Fazit: Auch wenn man nur sehr schwer Zugang zu diesem Stück findet, so ist diese Verfilmung meines Erachtens äußerst sehenswert.

  4. #163
    Benutzerbild von prescott

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    waschbaer postete
    Der Kaufmann von Venedig
    Den hab ich auch gesehen und fand ihn total blöd.

  5. #164
    Benutzerbild von ihkawimsns

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    Garden State

    Genre: Tragikomödie

    Seit einem geheimnisumwitterten Vorfall in der Vergangenheit verbringt Andrew seinen Alltag unter Medikamenteneinfluss. Diese hat ihm sein Psychiater, der nebenbei sein eigener Vater ist, verschrieben. Als seine Mutter stirbt, ruft Andrews Vater ihn zurück ins Heimatstädtchen in New Jersey. Das erste Mal seit neun Jahren wieder an dem Ort, an dem er aufgewachsen ist, setzt er auf eigene Faust seine Medikamente ab und beginnt, sich seiner Umwelt zu öffnen. Dabei stößt er schnell auf zahlreiche Charaktere, die skurril, teilweise geradezu debil erscheinen. So begegnen ihm dauerbreite Schulfreunde, der Erfinder des lautlosen Klettverschlusses, den seine Innovation zum Millionär gemacht hat; notgeile Dobermänner oder Hamster, denen das Laufrad nicht sonderlich gut bekommt. Gerade die erste Hälfte des Filmes ist daher regelrecht komödienhaft. Mehr und mehr aber beginnt Andrew, sich mit dem Grund auseinanderzusetzen, warum er unter Medikamenten stand. In diesem Zusammenhang bekommt man Einblick in einen Vater-Sohn-Konflikt, zunehmend rückt die Tragik in den Vordergrund. Mein Fazit: Ein sehr schöner und ungewöhnlicher Film, der leider nicht in allen Kinos läuft.

    Ansonsten freue ich mich darauf, dass "I Heart Huckabees" endlich auch in Dortmund anläuft ("leider" auch nur in kleinen Kinos), denn danach bricht wohl erst einmal eine lange Brachezeit an. Das Sommerloch steht bevor.

  6. #165
    Benutzerbild von ihkawimsns

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    I Heart Huckabees

    Ein großartiger Film, der leider mal wieder völlig am Massengeschmack vorbei geht. In Dortmund ist er nur einem kleinen Programmkino zu sehen (glücklichweise ganz in meiner Nähe), mit fünf Wochen Verspätung und nur eine Woche lang, obendrein erst abends um elf. So haben sich am heutigen Kinotag gerade mal zwölf Leute (inklusive mir) in den Film verirrt, und lange Zeit stand es auf der Kippe, ob ich überhaupt in den Genuss komme, denn Filme zeigt man dort erst ab drei Zuschauern. Und bis fünf Minuten vor Beginn der Werbung war ich der einzige...

    Worum geht's? Albert Makovski (Jason Schwartzman, "hauptberuflich" Schlagzeuger bei Phantom Planet) hat zwei große Probleme: Zunächst begegnet er in kurzem Abstand drei Mal einem unbekannten Afrikaner, wundert sich darüber und beauftragt schließlich die Esoterik-Detektive Bernhard und Vivian Jaffe (Dustin Hoffman, Lily Tomlin), herauszufinden, was sich dahinter verbirgt. Diese sehen genauso verboten aus wie sich die philosophischen Theorien anhören, die sie verbreiten. Um Alberts "Problemen" näher zu kommen, spionieren die Jaffes ihn und sein Umfeld auf plumpste Art und Weise aus und belabern immer neue Leute mit ihren Theorien.

    Zu diesen gehört auch Brad Stand (Jude Law), womit wir bei Alberts zweitem Problem angelangt sind: Er ist ehrenamtlich für eine Umweltschutz-Initiative tätig, die ein kleines Wald- und Sumpfgebiet retten will. Brad, ein gelackter Unsympath, konkurriert mit Albert um den Vorsitz in dieser Initiative. Nebenbei arbeiten sie beide bei der Warenhauskette "Huckabees", die sich mit Hilfe der Initiative das Image aufbessern will. Brads Freundin Dawn (Naomi Watts) wiederum ist als Model für Huckabees tätig und wird natürlich auch noch mit den Jaffeschen Theorien konfrontiert. Und dann sind da noch der Feuerwehrmann Tommy (Mark Wahlberg) und die Philosophin Catherine (Isabelle Huppert), die Albert bei seiner Selbstfindung unterstützen...

    Das klingt wahrscheinlich reichlich verworren und ist es auch. Es dauert ca. 15-20 Minuten, bis man in dem Film drin ist, aber danach ist es einfach nur herrlich. Die Charaktere, die sichtlich Spaß am Dreh haben, jagen sich von einer irrwitzigen Szene in die nächste. Der Film ist letztlich genauso politisch unkorrekt wie schwachsinnig, aber das auf hohem Niveau. Nebenbei bietet der Film noch Slapstick vom Feinsten, insbesondere wenn die Jaffes auftreten.

    Falls Interesse geweckt wurde: Im Kino wird der Film, wenn überhaupt, nicht mehr lange sein, um ihn noch zu sehen. Daher ein ganz heißer DVD-Tipp. Wer auf 106 Minuten pure Unterhaltung nicht verzichten will, kommt an dem Film nicht vorbei.

  7. #166
    Benutzerbild von waschbaer

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    Kürzlich auf DVD gesehen

    Miracle - Das Wunder von Lake Placid

    Eine Zeit, in der es noch keine NHL-Stars bei den Olympischen Spielen gab. 1980 sollte eine Truppe junger College-Spieler gegen die damaligen Superstars im Eishockey, die Spieler der UdSSR, einen bis dato nicht für möglich gehaltenen Sieg erringen.

    Ich fand den Film sicherlich im Ansatz ganz gut gemacht und man hat sich bemüht, sogar die Schlägerhaltung der Originalspieler so gut es geht zu imitieren. Aber irgendwann wurde mir der amerikanische Patriotismus in dem Film einfach zu viel. Ich konnte dieses Schwarz-Weiß-Gemale (Sowjetunion-Spieler = böse; USA-Spieler = gut) nahezu nicht mehr ertragen. Darüber hinaus sind einfach viele Fehler in dem Film, die den Film dann doch phasenweise lächerlich wirken lassen (z.B. wird die BRD-Eishockey-Nationalmannschaft als GDR bezeichnet). Ein wenig mehr Recherche und weniger Patriotismus hätten dem Film gut getan.

  8. #167
    Benutzerbild von waschbaer

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    Kürzlich auf DVD gesehen

    Hidalgo - 3000 Meilen zum Ruhm


    Hat mir ganz gut gefallen. Sehr schöne schauspielerische Leistungen (u.a. Omar Sharif als Scheich) und auch wunderbare Landschaftsaufnahmen. Zwar ist der siegreiche Amerikaner wieder "ultracool" gegenüber den Wüstensöhnen, aber das ist eben Hollywood. Ansonsten durchaus sehenswert.

  9. #168
    Benutzerbild von ihkawimsns

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    Hab' ich auch mal eher unfreiwillig geschehen. Wenn man sein Hirn ausschaltet und somit nicht auf die vielen Klischees und Fehler achtet, ganz in Ordnung.

  10. #169
    Benutzerbild von waschbaer

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    musicola postete
    Die Vergessenen

    Was wäre, wenn man Ihnen sagte, dass jeder Moment, den Sie bisher erlebt und jede liebevolle Erinnerung, die Sie sich bewahrt haben, nie passiert ist?
    Telly Paretta (JULIANNE MOORE) wird von den Erinnerungen an ihren neunjährigen Sohn Sam gequält, der 14 Monate zuvor bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen ist. Zumindest ist sie davon überzeugt. Ihr Psychiater Dr. Munce (GARY SINISE) und sogar ihr Ehemann Jim (ANTHONY EDWARDS) hingegen versuchen ihr weiszumachen, dass sie an einer Wahnvorstellung leidet und dass ihr Sohn nie gelebt hat. Als nach und nach sämtliche Beweise für Sams Existenz und alle greifbaren Erinnerungsstücke verschwinden, scheint Telly wirklich verrückt zu werden...


    Meine Wertung: 10 von 10 Erinnerungen.

    Fazit: Unbedingt ansehen!!
    Habe diesen Film u.a. wegen deiner Einschätzung aus der Videothek ausgeliehen und mich sehr drauf gefreut. Oh Mann, was hätte man aus diesem Film alles machen können? Die Story an sich ist eigentlich genial.


    Das sog. Experiment, welches durchgeführt zeigte eine solch üble - fast schon menschenverachtende Haltung - und trotzdem könnte ich mir vorstellen, dass es gewisse totalitäre Staaten gibt, die solche Daten gerne sammeln würden. Aber dann kommt die Auflösung, dass Aliens dieses Experiment durchgeführt haben und einfach noch mehr Zeit brauchen, um weiter daran zu forschen. Und plopp, schießt sich der seltsame Alien per Schleudersitz durch die Decke eines Hauses in den Himmel. Ne, was für ´ne Kacke. Ich muss nicht immer gleich alles völlig unrealistisch erscheinen lassen, nur um der special effect Willen. Da hätte man wesentlich mehr draus machen können.

    Bestenfalls 3 oder 4 Sterne (von 10).

    Ebenfalls ausgeliehen hatte ich mir "The Butterfly Effect" und den fand ich wirklich sehr gut. Auch mit der Altersfreigabe ab 16 war ich einverstanden (da bin ich meistens sehr penibel und wäre wesentlich härter bei den meisten Filmen).

    @alle anderen

    Schade, dass dieser Thread hier gerade ein bisschen am Einschlafen ist. Es gibt doch viele aktuelle Filme (z.B. Krieg der Welten, Madagaskar, Das Schweigermonster), die sicherlich irgendjemand hier gesehen hat. Schreibt es doch in der entsprechenden Kürze rein.

  11. #170
    Benutzerbild von Torsten

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    waschbaer postete
    Es gibt doch viele aktuelle Filme (z.B. Krieg der Welten, Madagaskar, Das Schweigermonster),
    Tja. Vor allem von den beiden erstgenannten Streifen weiß ich schon, ohne sie gesehen zu haben, was einen erwartet: Völlig überschätzter Mumpitz. Beim Kinotrailer von "Madagascar" habe ich nur ein einziges Mal gelacht (die Pinguine), das war's - und wurde mir auch aus meinem Umfeld von denjenigen bestätigt, die ihn gesehen haben. Im "IOFF" finden sich zudem ähnliche Reaktionen; "Krieg der Welten" wird dort vielfach regelrecht in Stücke gerissen, sodass ich da nur noch dankend abwinke.

    Dass mir ein Film entgegen der gesammelten Fremd-Eindrücke gefällt, habe ich schon lange nicht mehr erlebt. Hat man irgendwann seine Quellen, die weithin den gleichen Geschmack teilen, kann man sich da so manche Enttäuschung ersparen.

    Ich muss leider feststellen, dass es im Laufe der letzten Jahre immer weniger Filme gibt, für die es sich nach meinem Ermessen lohnt, ins Kino zu gehen. Und für anspruchsvolle(re) Titel, die in erster Linie von einem guten Drehbuch und gelungenen Dialogen leben, zahle ich mit Sicherheit nicht die Apothekerpreise, wie sie mittlerweile üblich sind. Ein gemütlicher DVD-Abend tut's in solchen Fällen auch.

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