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Kritik von Kinofilmen

Erstellt von waschbaer, 18.04.2004, 17:09 Uhr · 429 Antworten · 40.513 Aufrufe

  1. #331
    Benutzerbild von McFly

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    AW: Kritik von Kinofilmen

    Gestern gesehen:

    Operation Walküre

    Mir ist nicht klar, wieso um diesen Film so ein Aufriss gemacht wurde. Geschichtlich sicher überwiegend korrekt (wobei dennoch Fehler gemacht wurden, so wurde Stauffenberg im Film von einem Major Frey bei der Fertigstellung der Bomben gestört, in Wahrheit handelte es sich um Oberfeldwebel Vogel) aber ansonsten einfach nur lasch. Keine Spannung, müde und lustlos wirkende Darsteller.
    Zu gute halten kann man nur, dass auf Hollywood-übliche Klischees (Einbau eines Liebesdramas, unnötige Action-Sequenzen) wie sie z. B. in Pearl Habor eingebaut wurden, verzichtet wurde.

    Insgesamt ein langweiliger, bestenfalls noch informativer Film, der nicht im Geringsten an die Stauffenberg-Verfilmung von Jo Baier aus dem Jahr 2004 ranreicht. Schade.

  2.  
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  3. #332
    Benutzerbild von compagnies

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    Lächeln AW: Kritik von Kinofilmen

    Ich liebe die "taz" :-)
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  4. #333
    Benutzerbild von Torsten

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    AW: Kritik von Kinofilmen

    Hab mir gestern "Gran Torino" angesehen und bekommen, was ich mir von ihm gewünscht hatte: Einen herrlich knorrigen Clint Eastwood, der seine Zeitgenossen mit genauso herrlicher political incorrectness ständig durchbeleidigt und selbst seine Zuneigung in derbe Sprüche packt. Durch diese amüsante und selbstironische Note bestand nie die Gefahr, dass "Gran Torino" in pathetischer Rührseligkeit versinkt.

    Für den Anspruch ist in diesem Film natürlich in erster Linie das Thema Toleranz zuständig - nix Neues, aber hier sehr bodenständig in Szene gesetzt. Die Einstufung als echtes Meisterwerk wird für meinen Geschmack leider durch eine mangelnde Glaubwürdigkeit verhindert, die den guten Eindruck etwas trübt: Walts Wandlung vom hasserfüllten Rassisten zum hilfsbereiten Nachbarn geht dann doch zu schnell, um wirklich nachvollziehbar zu sein. Gleiches gilt für Thao, der anfangs völlig stumm und verschüchtert durch die Gegend schlunzt, um nur wenig später ein ähnlich flottes Mundwerk wie seine Schwester zu entwickeln. Da gibt's dann ein paar Momente, die mir nicht stimmig genug sind.

    Und auch, wenn ich an Eastwoods grimmigen Blicken immer noch meinen Spaß habe - an manchen Stellen geht das schon über die Grenze zum Overacting hinaus, weniger wäre da mehr gewesen. Außerdem war mir die Geschichte um die merkbefreite, raffgierige Familie des Sohnes etwas zu klischeehaft, auch wenn sie sich gut in den Plot integrierte.

    Ansonsten aber ein unterhaltsamer Film mit vielen witzigen und einigen bewegenden Momenten, der seine nachdenkliche Botschaft erfreulicherweise nicht mit einem klassischen Happy End zukleistert.

    Muss mir den Film aber nochma im Original anschauen, an einigen Stellen wirkte die deutsche Synchro doch arg aufgesetzt.

  5. #334
    Benutzerbild von ihkawimsns

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    AW: Kritik von Kinofilmen

    Drei Filme in acht Tagen war zuletzt mein Motto:


    The Wrestler

    Ein in die Jahre gekommener Wrestlerm, der zunehmend in der Vergangenheit lebt, muss nach einem Herzinfarkt versuchen, sich im "normalen" Leben zurechtzufinden - was sich als alles andere als einfach erweist.

    Fazit: Ganz netter Film mit einem gut aufgelegten Mickey Rourke, aber auch nichts, wofür man zwingend ins Kino müsste. Bemerkenswert vor allem stilistisch durch die Nähe der Kamera zum Hauptdarsteller - es gibt keine einzige Szene ohne Mickey Rourke, man schaut ihm quasi permanent über die Schulter, was teilweise wie eine (Pseudo-) Doku wirkt. Ansonsten fiel mal wieder auf, wie hirnrissig Wrestling doch eigentlich ist. Die entsprechenden Szenen entfalten deshalb auch einen leicht trashigen Charme...


    Milk

    Der Film stellt die letzten acht Jahre des schwulen Bürgerrechtlers Harvey Milk nach, der Ende der 70er als erster offen schwul lebender Mann in ein öffentliches Amt gewählt wurde und nach knapp einem Jahr Dienstzeit von einem Ex-Stadtratskollegen erschossen wurde.

    Fazit: Hervorzuheben ist zum einen Sean Penn als Hauptdarsteller - der Oscar geht von mir aus voll und ganz in Ordnung - und zum anderen die Maske, der es gelang, die wichtigsten Figuren fast originalgetreu auferstehen zu lassen. Davon konnte man sich im Abspann überzeugen, in dem auch Bilder der entsprechenden Leute aus der damaligen Zeit gezeigt wurden. Daneben würde mich mal interessieren, ob Harvey Millk auch charakterlich ganz gut getroffen wurde. Wenn ja, glaub ich nämlich, dass ich privat mit ihm manchmal meine Probleme gehabt hätte, zumindest im Film hatte er speziell in seinen Beziehungen eine etwas merkwürdige Art an sich.


    Gran Torino

    Wenn man Clint Eastwood glauben kann, ist es sein letzter Film als Schauspieler: Es geht um einen Korea-Kriegs-Veteran, der sich mental immer noch in den 50ern befindet, aber feststellen muss, dass seine Nachbarschaft zunehmend von Asiaten, Schwarzen, Mexikanern etc. bevölkert wird, was dem alten Chauvi natürlich überhaupt nicht passt. Nachdem der Nachbarsjunge im Rahmen eines (unfreiwilligen) Aufnahmerituals in eine asiatische Straßengang versucht hat, seinen 1972er Ford Gran Torino zu klauen, entwickelt sich ein intensiverer Kontakt zu seinen Nachbarn, insbesondere zum potenziellen Autodieb, bei dem er versucht, ihn zum "Mann" zu erziehen. Nebenbei stellt er fest, dass ihn mit seinen Nachbarn mehr verbindet als mit seiner eigenen Familie...

    Fazit: Ein charmanter und sehenswerter Abschluss einer großartigen Schauspielerkarriere. In der Hauptfigur lassen sich viele von Herrn Ostholz' Paraderollen wiederfinden. U.a. ist sie genauso maulfaul wie in den Leone-Filmen, speziell zu Beginn, auf der anderen Seite aber auch genauso zynisch wie Dirty Harry. So knallt er einer asiatischen Gang zum Beispiel ohne viel Federlesens vor den Kopf, dass sie in Korea Schlitzaugen wie sie zwei Meter hoch gestapelt und als Sandsäcke benutzt hätten.


    EDIT: Hast deinen Beitrag etwas schneller geschrieben, Torsten.

    Das Problem mit dem Overacting hab ich nicht so gesehen, fällt für mich auch unter Selbstironie. Der gute Clint hatte einfach Spaß an seiner Rolle, finde ich.

  6. #335
    Benutzerbild von Chris P.

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    AW: Kritik von Kinofilmen

    Ich bin ja kein besonders großer Freund aktuellen Filmschaffens (die meisten meiner Lieblingsfilme sind in der Tat von vor 1980), dies also bitte bei meinen subjektiven Kritiken mit einkalkulieren.

    Eine kleine Kritik von mir zum Transformers-Kinofilm bzw. zum generellen Filmschaffen von Michael Bay. Eigentlich für eine andere Stelle geschrieben, aber ich denke es wird auch hier Interesse finden.

    Mein Lieblingsfeindbild unter den aktuellen Blockbuster-Regisseuren – Mr. Michael Bay – hat sich ja nun 2007 am „Transformers“-Film versucht. Und da ich gerne auch mal auf dem Laufenden über aktuelle Entwicklungen im Filmbereich bin (es erleichtert gewisse Ablehnungen und gibt ihnen eine objektivere Basis), habe ich mir den Film nun vor einigen Wochen tatsächlich mal angesehen.

    Vorausschauend sollte man sich prinzipiell fragen, was man denn von einem Blockbuster überhaupt erwarten sollte. Hat diese Kategorie von Film einen Freibrief für Quark, Plotlöcher und mangelnden Respekt für den Zuschauer? Ich glaube nicht. Auch bei einem Blockbuster sollten Ideen, Szenen, Dialoge, Wirkungen etc. dauerhafte Eindrücke hinterlassen und nicht nur popkulturelles CGI-Wischiwaschi sein. Beispiele wie klassisches Star Wars, Indiana Jones oder (semi-aktuell) zumindest das erste Abenteuer von Captain Jack Sparrow zeigen, dass es möglich ist und erwartet werden kann – zumindest bei so manch anderem Regisseur.

    Es gibt IMO stets vier deutliche Indizien, dass man sich gerade einen aktuellen Bay-Film ansieht. Dies ist oftmals der Fall, wenn man nicht so recht weiß, ob man:

    a.) von dem Effektgewitter Kopfweh bekommen,
    b.) die im product placement beworbenen Produkte kaufen,
    c.) dem militärischen Machismo salutieren,
    d.) oder den Film schlicht in die Tonne treten soll

    Und auch die „Transformers“ passen recht gut in dieses Indiziensystem.

    Viel ist (z.B. auf imdb) über die immensen Plotlöcher geschrieben wurden, die nun alles andere als Respekt für den Zuschauer zeigen. Warum fahren die Helden noch mal den obskuren McGuffin aus der Wüste ausgerechnet in eine dicht bevölkerte Großstadt, obwohl sie dabei mit 100%iger Sicherheit von den bösen Robotern verfolgt werden? Die Großstadt darf übrigens nicht Los Angeles sein (was es ist), denn das wäre doch auffallend weit vom Hoover-Damm entfernt. Warum bringen die Helden den McGuffin ausgerechnet zu einem Hubschrauber, wo doch mehrere der Roboschurken fliegen können? Dies nur als Auswahl.

    Ein eher selten erwähntes Beispiel für ein Plotloch, dass aber gut eine versäumte Chance aufzeigt: an einer Stelle wird erwähnt, dass alle moderne Technologie rein durch reverse engineering an Oberschurke Megatron entstanden ist. Nur wie zum diddly betreibt man reverse engineering an einem intakten Eiszapfen? Hat man ihn in seine Einzelteile zerlegt, wieder zusammengebaut und neu eingefroren? Näh.

    Der interessante Punkt wäre hier gewesen, dass alle irdische Technologie inhärent böse wäre (wenn vom Allspark zum Leben erweckt), da sie eben auf dem bösen Megatron aufbaut. Nur leider traut sich der Film diesen kritischen Punkt unter seinem technikbegeisterten Regisseur nicht wirklich zu und streift ihn bestenfalls am Rande. Daß er nebenbei auf obigem Filmfehler bzw. Fehlverständnis von reverse engineering aufbaut, stört hier natürlich zusätzlich.

    Die Dialoge von sowohl CGI-Robotern (die Bay nicht wirklich ernstnimmt, sondern eher als Effektclowns und Stereotype inszeniert), als auch menschlichen Darstellern sind teilweise arg schrecklich. Auch auf biologischer Seite bedient Bay natürlich die üblichen Stereotype: kewle Helden, die für ihre Nation eintreten. All-American-Kids, die Heldenmut und Ehre lernen. US-freudige Araber. Lustige Inder. Dicke Neger, die kreischend durch Scheiben springen.

    Was dem Film auch etwas seine Unschuld (?) als belangloser Quark nimmt, ist die häufige Atmosphäre eines Pentagon-Werbespots (wie Bay auch im eigenlobenden Audiokommentar freudig betont: "I have a phone number at the pentagon...") und die Parolendrescherei: "You are a SOLDIER now...", "Losing is no option for these guys (<= US-Militär)", das mehrfach wiederholte "No sacrifice, no victory..." und so einiges mehr. Subtilität war zum Glück noch nie Bays Stärke, daher sind diese militaristischen Strömungen doch auffallend plump und erkennbar. Mir ging eigentlich nur noch eine Szene ab, in der die guten Roboter am Ende vor einer US-Flagge salutieren. Aber zumindest metaphorisch wird dies durchaus gemacht.

    Was man dem Film natürlich als Erfolgsprodukt zugute halten muss: der Regisseur weiß als alter "Werbehase", wie er auf der Klaviatur eines vorzugsweise pubertären Publikums zu spielen hat – und das auf mehreren Ebenen. Ein guter Film wird deswegen aber nicht daraus.

    Es gibt unter all den ziemlich schrecklichen Dialogen eine Szene, die den Stil des Films vielleicht besonders gut exemplarisch definiert. Wir haben im Vorfeld der Szene so etwa zehnmal gehört, dass der Eiszapfen den Namen Megatron trägt. Und was ist der erste Satz, den unser Freund spricht? "I am Megatron...". Hey. Also da wäre ich nie drauf gekommen ;-).

    Dies gesagt, stellt sich eine andere Frage: wie hätte denn ein guter Film aussehen sollen, der auf einer Cartoonserie zu einer Modellreihe von 80er-Jahre-Kinderspielzeug basiert und eine derart absurde Grundidee hat? Hat das Thema nicht genau die Sorte von Film bekommen, die es verdient? Also worüber beschwere ich mich eigentlich mit so vielen Worten?

    Nun muss ich zugeben, dass ich die ursprüngliche 80er Cartoonserie nicht kenne. Was aber IMO auch nicht nötig ist, um den Film als misslungen zu erkennen. Kenner und Transformer-Geeks im Web erklären zumindest, dass selbst der klassische Kiddie-Cartoon vielschichtigere und komplexere Charaktere und Zusammenhänge hatte, als der Bay-Film. So ist etwa (und ich schreibe nun rein vom Hörensagen) der gute Transformer/Autobot Bumblebee im Cartoon ein gelber VW Käfer (daher der Name) und damit der Kleinste und Schwächste der Roboter. Er muss von seinen "Kollegen" beschützt werden und stellt damit ein Bindeglied zwischen den Super-Robotern und den noch verletzlicheren Menschen dar. Ein im Prinzip durchaus interessanter Ansatz.

    Im Bayschen Weltbild dürfte dafür kein Platz sein. Bezeichnenderweise ist Bumblebee im Film denn auch zumeist ein geschniegelter, hyperaktueller All-American-Sportwagen oder Popsong- babbelnder Robo-Haudrauf. Das ist nur ein Detail, aber ein Aufschlussreiches.

    Wie hätte man nun einen solchen Film machen können? Gibt es überhaupt Potential in all diesem ganzen Plastik-Spielzeug-Background? Vielleicht hätte man etwas machen sollen, dass niemand von diesem Material ausgehend erwartet hätte.

    Eine Reflektion über eine uralte Maschinenzivilisation und ihren Ursprung jenseits von Klischeephrasen der Marke "Before time began..."? Ihre Moral und Ethik? Die Gründe für überlegene Maschinen, die Menschen beschützen zu wollen? Auch die Frage, warum eine Sorte von Robotern die Erde in eine Technokratie verwandeln wollen, eine andere Sorte von Robotern aber dagegen kämpft, obwohl sie selbst Maschinen sind? Nähere Einsichten zum Thema, dass die Menschheit nicht selbst in der Lage war, Hochtechnologie zu entwickeln, sondern alles durch reverse engineering aus einer inhärent "bösen" Quelle kopiert wurde.

    Gerne durchaus mit Humor und Action, aber gerne mit irgendwas dazwischen. Und irgendwie wäre alles besser gewesen, als der slapstick-garnierte Pentagon-Werbespot mit allen typischen Zutaten eines generischen Bay-Werkes. Vielleicht hätte man das Material Tim Burton geben sollen und sehen, was er daraus gemacht hätte. Das Resultat hätte dann zwar wohl weder den Transformer-Geeks, noch den Blockbuster-Fans, gefallen. Aber interessant wäre es gewesen.

  7. #336
    LastNinja
    Benutzerbild von LastNinja

    AW: Kritik von Kinofilmen

    Tropic Thunder:
    (ansonsten halt wieder mal ein typischer Ben Stiller Film)

    ABER:

    Schöner Cameo-Auftritt von Tom Cruise--
    hab mich ja schön bepisst vor lachen...
    Beste Rolle seit Ewigkeiten...

  8. #337
    Benutzerbild von ihkawimsns

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    AW: Kritik von Kinofilmen

    Habe Slumdog Millionaire mittlerweile auch gesehen und kann mich Torsten weitgehend anschließen. Schöner Film, aber acht Oscars? Da gab's doch noch mehr diese Saison...

  9. #338
    Benutzerbild von waschbaer

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    AW: Kritik von Kinofilmen

    Slumdog millionaire habe ich auch gesehen. Bezüglich der Originalfassung kann ich meinen Vorrednern nur beipflichten. Teilweise hart an der Grenze des Verständlichen.

    Ganz ehrlich, mir hat der Film nicht so sonderlich gut gefallen und ich finde andere Filme von Danny Boyle wesentlich besser (z.B. Trainspotting oder Kleine Morde unter Freunden).

    Die Liebesgeschichte war mir viel zu schmalzig, die Schlussszene à la Bollywood-Tanzstil für mich ein Grund sofort noch vor dem Abspann das Kino zu verlassen und die Fragen wurden (mit Ausnahme der Kricketfrage) nach hinten hinaus immer einfacher. Selbst für indische Verhältnisse (wenn die 20 Mille-Frage eigentlich schon in einer Grundschule eigentlich "gelehrt" wird) ist diese Frage lächerlich. Darüber hinaus fand ich die Kameraführung oftmals viel zu hektisch.

    Die Schilderung des Slum-Lebens fand ich oftmals recht gelungen.

    Lange Rede, kurzer Sinn. Es ist nicht so, dass mir der Film überhaupt nicht gefallen hätte, aber mit acht Oscars empfinde ich ihn als absolut überbewertet. Schon alleine den Oscar für den besten Film hätte ich viel lieber bei "Frist/Nixon" gesehen. Und in vielen anderen Kategorien hätte ich ebenfalls eher eine andere Wahl getroffen.

  10. #339
    Benutzerbild von McFly

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    AW: Kritik von Kinofilmen

    Inzwischen auf DVD gesehen:

    The Happening

    Eine Art Endzeit-Öko-Psycho-Thriller mit einem Hauch Familiendrama. M. Night Shyamalan, bekannt mit Filmen wie "The Sixth Sense", "Signs" oder "The Village" versucht hier eindeutig zu viel in einen Film zu packen. Herauskam eine haarstreubend unglaubwürdige Story von Bäumen und Gräsern (der "Natur") die versuchen, die Menschheit zu vernichten. Flora, die plötzlich Nervengas entwickeln und versprühen, die den Selbsterhaltungstrieb des Menschen außer Kraft setzt und ihn zum Selbstmord treibt?? So ein Humbug. Und als ob das alles nicht schon schlimm genug wäre, wird das ganze mit Mark Wahlberg und Zooey Deschanel besetzt, die ihre Charaktere so schlecht spielen, dass sie bereits nach kürzester Zeit einem gewaltig auf die Nerven gehen.
    Es kommt natürlich wie es kommen muss: Die Hauptcharaktere (die beiden genannten plus obligatorische, überflüssige Göre) überleben, alle anderen gehen drauf. Warum die Pflanzen plötzlich nicht mehr Amok laufen, wird kurz und bündig natürlich mit eine bisschen "Die-Natur-wehrt-sich-halt-und-das-war-die-erste-Warnung"-Ökogeschwafel erklärt.
    Einzig die gute Kameraarbeit und der für Shyamlan typische Einsatz moderner digitalen Medien im Film lassen ein Lob zu. Leider rettet das den Film nicht.

    He Was A Quiet Man


    Frank Capello hat hier ein interessantes Psychogramm eines potenziellen Amokläufers geschaffen. Christian Slater brilliert in der Hauptrolle als graue Maus eines Großraumbüros, der durch ständige Hänseleien seiner Mitarbeiter eine Weile einen Amoklauf plant. "Dummerweise" kommt ihm ein anderer Außenseiter zuvor. Der zum Held gewordene Protagonist kommt nicht nur mit seiner neuen Heldenrolle sondern auch mit der in diesem Zusammenhang entstehenden Beziehung zu seiner lange Angebeteten nicht zurecht. Das gipfelt in einem m. M. n. interessanten Finale, das ich hier mal lieber nicht verraten möchte.
    Negativ fällt hier nur die miese Arbeit der wenigen Special-Effects auf (phantasierte Explosion des Bürogebäudes): jedes aktuelle PC-Spiel ist das realistischer. Dagegen ist die Kamera wirklich perfekt, besonders der häufige Einsatz der Fischaugentechnik überzeugt.

    Straightheads

    Gillian Anderson, bekannt als Scully bei Akte X, spielt eine Geschäftsfrau die mit ihrem neuen Freund nachts auf einem Feldweg von einer Gruppe überfallen wird. Der Mann wird brutal zusammengeschlagen, die Frau vergewaltigt. Beide können später einen der Angreifer identifizieren und sinnen auf Rache.
    Die Story ist einfach gehalten, ohne Tiefgang oder überraschende Wendungen. Eine Low-Budget-Produktion, die bestenfalls mittelmäßige Popcorn-Unterhaltung bietet.

  11. #340
    Benutzerbild von waschbaer

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    AW: Kritik von Kinofilmen

    Knowing

    1959 wird an der William Dawes Elementary School in Lexington, auf Anregung von Lucindra Embry, eine Zeitkapsel vergraben, in der die Schüler ihre Wünsche, Visionen und Ideen für die Zukunft einschließen sollen, die sie in Form von Bildern gemalt haben. Als die Zeitkapsel im Jahre 2009 wieder geöffnet wird, werden die Bilder unter den heutigen Schülern der Schule verteilt. Lucindas Aufzeichnungen erhält der jungen Caleb Koestler, der sich jedoch statt einem Bild einem Blatt mit endlosen Zahlenreihen gegenüber sieht. Dessen Vater John (gespielt von Nicolas Cage), ein Astrophysiker, kann nach einiger Zeit die Seiten entschlüsseln und findet heraus, dass er Aufzeichnungen über alle großen Katastrophen auf der Erde der letzten 50 Jahre in den Händen hält. Einzig und allein 3 davon sind noch nicht eingetreten, doch die letzte soll den ganzen Planeten bedrohen.

    Das Thema klingt an sich durchaus spannend. Allerdings fand ich den Film oftmals unfreiwillig komisch, v.a. immer dann wenn "Außerirdische" als sog. Flüstermenschen auftreten. Man merkt, dass 9/11 mittlerweile schon lange her ist, denn solche eine Zerstörung der Welt wurde schon lange nicht mehr im Film gezeigt. Trotzdem: Hätte ich nicht sehen müssen.

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