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Kritik von Kinofilmen

Erstellt von waschbaer, 18.04.2004, 17:09 Uhr · 429 Antworten · 40.427 Aufrufe

  1. #421
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    AW: Kritik von Kinofilmen

    Zitat Zitat von PostMortem Beitrag anzeigen
    Deshalb: Ist Dir was aufgefallen (also sah der Film "komisch" aus?) und weisst Du ob Du den Film in 3D-HFR gesehen hast (es sind wohl mehrere Versionen im Umlauf: 2D, 3D, 3D HFR....).
    Ich habe den Film in einem UfA-Kino gesehen und kann nicht sagen, dass es ungewöhnlich gewirkt hätte. Gehe also davon aus, dass ich die HFR-Version nicht gesehen habe. Wenn man sich mal die Kommentare dazu im Internet anschaut, sind die Unterschiede ja wohl mehr als deutlich.
    Ich würd das aber auch nicht von vornherein verteufeln, ohne es gesehen zu haben. Das ist wahrscheinlich eine Gewöhnungsfrage wie so vieles andere auch. Und wenn man sich die Kritiken durchliest, scheinen ja mindestens die Hälfte der Kinogänger die neue Qualität positiv aufgenommen zu haben. Also schau's Dir einfach selbst an, denn ob Dir der Effekt gefällt, kannst Du ohnehin nur selbst beurteilen.

    Zitat Zitat von PostMortem Beitrag anzeigen
    Der Hobbit ist nicht so mein Genre... vielleicht liegts auch einfach nur an meiner rebellischen Natur und daran, dass ich Massen-Phänomenen eher aus dem Weg gehe (habe bis heute noch nicht die James-Cameron-Verfilmung von Titanic gesehen, keinen HdR und auch nicht Harry Potter... ).
    Kann ich gut nachvollziehen, ich bin bei den Blockbustern auch immer skeptisch. 'Der Hobbit' ist genau wie HdR pure Unterhaltungskunst. Wenn man jetzt nicht mit der Erwartung ins Kino geht, Kafka präsentiert zu bekommen, wird man für heutige Verhältnisse sehr phantasievoll bedient. Ich bin jetzt auch kein Fantasy-Nerd, der sich was aus den ganzen seltsamen Orten und deren Namen macht, aber das muss man m.M.n. auch gar nicht sein, um sich zu amüsieren. Das Wichtigste: Die Darsteller sind mit Witz & Freude dabei, v.a. Gollum und Bilbo spielen hervorragend. Cate Blanchett ist auch wieder ein Hingucker. Ganz zu schweigen von der neuseeländischen Natur. Alles andere, wie z.B. die Effekte, ist Dreingabe. Ich jedenfalls habe mein Geld schon bei deutlich schlechteren Filmen verschwendet.

  2.  
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  3. #422
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    AW: Kritik von Kinofilmen

    Zitat Zitat von lautlos Beitrag anzeigen
    Ich habe den Film in einem UfA-Kino gesehen und kann nicht sagen, dass es ungewöhnlich gewirkt hätte. Gehe also davon aus, dass ich die HFR-Version nicht gesehen habe. Wenn man sich mal die Kommentare dazu im Internet anschaut, sind die Unterschiede ja wohl mehr als deutlich.
    Ich würd das aber auch nicht von vornherein verteufeln, ohne es gesehen zu haben. Das ist wahrscheinlich eine Gewöhnungsfrage wie so vieles andere auch. Und wenn man sich die Kritiken durchliest, scheinen ja mindestens die Hälfte der Kinogänger die neue Qualität positiv aufgenommen zu haben. Also schau's Dir einfach selbst an, denn ob Dir der Effekt gefällt, kannst Du ohnehin nur selbst beurteilen.
    Mal sehen... Meine Freundin will den Hobbit ja unbedingt sehen. Die HdR-Filmbox habe ich sogar zu Hause - falls ich sie doch mal sehen will Vielleicht ist Weihnachten ja eine gute Gelegenheit und dann will ich ja viiiieeelleicht auch den Hobbit sehen. Ansonsten warte ich auf den ersten HFR-Film meiner Wahl. Ich bin ja sonst für jeden neuen Schnickschnack gerne zu haben und zahle für Mehrwert auch gerne etwas mehr Geld. In jüngster Zeit gibt es aber immer mehr Ausnahmen: Technische Neuerungen, die zwangsweise gängelnde Einschränkungen Huckepack tragen (z. B. HD+ und Vorspulsperre, Aufzeichnungshindernisse, Timeshift-Begrenzung etc.) und Schein-Innovationen. Bei 3D finde ich es eine Geschmacksfrage. Mir ist die imposante, brillante Bildwirkung eines 2D-Großbild bei den meisten Filmen lieber als das bebrillte Gucken auf ein räumliches, aber irgendwie doch ansonsten optisch und für den 3D-Effekt beeinträchtigtes Bild. Aber bei HFR wundere ich mich schon. 24p hat das Kino immer sehr unterscheidbar vom Fernsehen gemacht und ihm einen unverwechselbaren Filmlook gegeben. Hochwertige Serien haben sich diesem Look angepasst. Millionen Kinofans weltweit haben viel Wert darauf gelegt ihre Heimkinos dem Kino immer weiter anzupassen. Und nun tut das Kino Dinge, die es in der Bildwirkung aussehen lassen wie schnöde TV-Produktionen... Uiuiui!

  4. #423
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    AW: Kritik von Kinofilmen

    Cloud Atlas

    Es ist schon eine ganze Weile her, dass ich den Trailer zu Cloud Atlas im Kino gesehen habe. Im Rahmen des Wetten Dass...?-Auftritts von Tom Hanks und Halle Berry habe ich den Film wiedererkannt und bin dann auch brav mit einem Kollegen ins Kino gegangen.

    Viel hatte man im Vorfeld darüber gehört und es klang nach intelligenter ScienceFiction. Satte 172 Minuten lang, ist das Werk dann auch alles andere als ein leicht verdaubares Popcorn-Kino-Häppchen. Vielleicht liegt es auch daran, dass der Film in Deutschland nicht so besonders gelaufen ist.

    Nach der mittlerweile endlos lang erscheinenden Kino-Werbung (immer analog der Filmlänge?) war man dann auch schon mittendrin im angekündigten nebenher, vor und zurück in den Zeiten und Welten. Die einen oder anderen Akteure erkannte man gleich, bei anderen habe ich erst im Abspann erfahren um welchen Schauspieler es sich bei welcher Figur eigentlich handelte - phantastische Masken!

    Ich habe die ersten 20 Minuten auf etwas Orientierung gehofft, eine kleine Aufklärung warum wir immer hin und herspringen und warum alles zusammenhängen soll. Die stellte sich nicht ein. Nachgeholt wird das am Ende. Nach so viel epischem "Vorgeplänkel", vor der Auflösung des Großen Ganzen, war es mir an dieser Stelle zu lapidar, zu vordergründig philosophisch und zu knapp. Ich hätte mir gewünscht, dass der Zusammenhang im Verlauf des Filmes viel deutlicher wird und dabei sozusagen auch den "Kit" zwischen den Sprüngen bildet. So war mir das alles etwas zusammenhanglos und wild, die große Klammer um alles blieb zu nebulös. Gleichzeitig war der Film ein nicht ganz einfach zu verpackender Genremix. SciFi, LoveStory, Drama, Thriller, Action... Ich will nicht sagen, dass weniger mehr gewesen wäre. Auch weil ich nicht weiss welchen Teil man hätte dafür zurücknehmen sollen. Aber trotz 172 Minuten Länge wirkten die Stories so recht beladen. Immerhin gibt es so keine Längen - auch angenehm, wenn sich langsam die Blase meldet.

    So gesehen fand ich Cloud Atlas dann tatsächlich etwas enttäuschend. Denn so intelligent wie getan wird, ist der Film auf diese Weise in Wahrheit nicht geworden und so mancher elementare Aspekt der verschiedenen Stories wirkt plump geklaut (z. B. aus "Soylent Green" und "Das fünfte Element")). Wer im Trailer die Grundidee verstanden hat, hatte eigentlich auch bereits den Film verstanden und nicht entscheidend viel mehr erfahren. So hat Cloud Atlas sicherlich einen hohen Anspruch, wird ihm aber in der Umsetzung nicht ganz gerecht. Gemessen am durchschnittlichen Kinoprogramm dieses Jahres war Cloud Atlas natürlich trotzdem harter Tobak für den Neokortex - aber eben nur relativ betrachtet.

    Was bleibt? Eine sehr gute Schauspielleistung von allerlei bekannten Filmgrößen, eine reizende Halle Berry, phantastische Bilder und oscarverdächtige Masken (für ein in Deutschland so noch nie dagewesenes Budget). Man merkt dem Film an, dass er eigentlich ein ganz, ganz großer Film werden wollte und sollte. Er wird manchen zum Denken angeregt haben. Aber in gewisser Weise ist Cloud Atlas für mich leider nur Mittelmaß geblieben. Er hat viel versucht, aber abseits von Cast und Effekten nicht aussergewöhnlich viel erreicht. Ich werde ihn mir sicherlich nochmal auf BluRay anschauen, denn vielleicht lag die leichte Enttäuschung (die mein Kollege teilte) ja auch an meiner Tagesform. Aber Inception beispielsweise hat mich mit seinem vergleichbaren Ansatz weitaus mehr beeindruckt als Cloud Atlas.

  5. #424
    Benutzerbild von Torsten

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    Zitat Zitat von PostMortem Beitrag anzeigen
    So gesehen fand ich Cloud Atlas dann tatsächlich etwas enttäuschend. Denn so intelligent wie getan wird, ist der Film auf diese Weise in Wahrheit nicht geworden und so mancher elementare Aspekt der verschiedenen Stories wirkt plump geklaut (z. B. aus "Soylent Green" und "Das fünfte Element")).
    Um mich mal selbst aus einem ioff-Beitrag von Anfang Oktober zu zitieren:

    Der Name "Wachowski" und die Trailer lassen vermuten, dass das mal wieder so 'ne Blendgranate à la "Matrix" oder "Inception" wird - pseudotiefsinnige, pathetisch aufgeplusterte Geschichte, verpackt in schnieke Bilder. Zuschauerverarsche als Kassenschlager.
    Da ich mittlerweile diverse Kommentare wie dein zitiertes Fazit vernommen habe, scheint meine Vorahnung nicht so falsch zu sein. "Prometheus", für den ich im Gegensatz zu "Cloud Atlas" immerhin im Kino war, schlägt für mich übrigens in dieselbe Kerbe - was kaum verwundert, wenn mit Damon Lindelof einer der beiden Verantwortlichen des "Lost"-Zinnobers beteiligt war. Den Zuschauern mit philosophischen Appetithäppchen auf Glückskeksniveau Tiefgründigkeit vorzugaukeln, hat ja spätestens seit "Matrix" eine gewisse Konjunktur, kann den inhaltlichen Niedergang des Mainstream-Kinos aber auch nicht verschleiern.

  6. #425
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    Zitat Zitat von Torsten Beitrag anzeigen
    Da ich mittlerweile diverse Kommentare wie dein zitiertes Fazit vernommen habe, scheint meine Vorahnung nicht so falsch zu sein. "Prometheus", für den ich im Gegensatz zu "Cloud Atlas" immerhin im Kino war, schlägt für mich übrigens in dieselbe Kerbe - was kaum verwundert, wenn mit Damon Lindelof einer der beiden Verantwortlichen des "Lost"-Zinnobers beteiligt war. Den Zuschauern mit philosophischen Appetithäppchen auf Glückskeksniveau Tiefgründigkeit vorzugaukeln, hat ja spätestens seit "Matrix" eine gewisse Konjunktur, kann den inhaltlichen Niedergang des Mainstream-Kinos aber auch nicht verschleiern.
    "Lost-Zinnober" Ohne das dämliche, übersinnliche Finale würde ich Lost jetzt verteidigen. Aber so hat Damon Lindelof sich leider selbst ins Knie geschossen und dann ja auch noch "Cowboys vs. Aliens" verbrochen. Prometheus hat mir allerdings gut gefallen. Das ist für einen SciFi-Streifen allerdings auch gar nicht so schwer, ist man als Fan dieses Genres im Kino doch lange Zeit ziemlich vernachlässigt worden. Wenn es öfters SciFi-Filme der Güte von Prometheus oder auch Avatar im Kino geben würde, wäre ich ganz glücklich mit dem Angebot.

    Was die Einschätzung / Kritik von bzw. an Kinofilmen angeht, bin ich mittlerweile allerdings wohl etwas dejustiert. So fand ich den von der Kritik im Vorfeld eher geschmähten und in den Kinos wohl auch ziemlich untergegangenen Looper intelligenter und unterhaltsamer als den gefeierten Cloud Atlas. Einige Leute scheinen den Film dann auch zu lahm zu finden. Mag sein... Ich bin diesen etwas ruhigen Erzählstil allerdings noch gewohnt und würde das nicht mit fehlender Action oder gar langweiligen Längen verwechseln. Im Grunde ist Looper ja sogar ziemlich brutal, aber eben dabei etwas tiefgründiger als ein x-beliebiger Killer-Film. Letztendlich ist das Thema Zeitreise im Kino auch nicht so besonders häufig und da kann ich schonmal ein Auge zudrücken, wenn man an einigen Stellen den letzten Schliff leider verpasst hat. Immerhin hat man es allerdings im Vergleich zu Cloud Atlas dann aber auch eher mit einem recht gut besetzten B-Movie zu tun (naja, 30 Mio. $ Produktionskosten sind immer noch eine Menge Geld, aber in der heutigen Zeit kein großes Budget mehr). Beiden Filmen ist gemein, dass Sie keine Fortsetzung, kein SpinOff, kein Prequel und kein Remake von irgendwas sind. Im Kinojahr 2012 war das auch schon etwas wert.

    So gesehen: Ja, dass Mainstream-Kino wird flacher. Ich sehe das auch als einen der Hauptgründe dafür an, dass manche Filme schon im Vorfeld als bedeutender Meilenstein der Filmgeschichte abgefeiert werden, weil sie neben Stars und Effekten überhaupt eine überlegenswerte Story haben. Es ist nicht unbedingt ihre Güte, es ist ihre Konkurrenzlosigkeit aufgrund der Schwächen der meisten anderen Filme. Resident Evil 26 ist eben die Regel im Kino und da ist es leicht Tiefe und Intelligenz zu zeigen. Dabei habe ich überhaupt kein Problem mit hirnlosem Action-Geballer. Nur gehe ich dafür bei den heutigen Preisen normalerweise nicht mehr ins Kino, sondern bescheide mich mit einer Leih-DVD/BR oder der digitalen Ausgabe aus der Online-Videothek. Fürs Kino möchte ich große Bilder die die große Leinwand brauchen, aber eben auch eine interessante Story für die sie geschaffen wurden.

    Insgesamt bin ich mit dem Kino heute aber immer noch deutlich zufriedener als Mitte der 1990er, als Filme wie Air Force One und Independence Day liefen.... obwohl... Casino, Fargo und Forrest Gump stammen auch aus dieser Zeit (Pulp Fiction zählt bei mir nicht(s) ;-). Es war also wohl schon immer mehr eine Frage was man im Kino guckt (Casino ging damals irgendwie an mir vorbei) und es stellt sich manchmal erst rückblickend heraus, welche guten Filme es gab.

  7. #426
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    AW: Kritik von Kinofilmen

    Ich bin 2013 so selten ins Kino gegangen wie kaum in einem Jahr, meist aus dem Grund, dass mir immer weniger Filmproduktionen zusagen. Aber in den letzten vier Wochen bin urlaubsbedingt wieder öfters ins Kino gegangen.

    Mr Morgans Last Love

    Reizender Film über die (platonische) Liebe eines alternden Witwers zu einer jungen französischen Tanzlehrerin mit einem hervorragend spielenden Michael Caine. Bis auf den Schluss meines Erachtens recht ordentlich.

    Elysium

    Was hätte man aus dem Film alles machen können? Die Grundidee finde ich wirklich gut, aber statt diese weiter auszubauen und auf den Gegensatz Erde <-> Elysium zu bauen, verkommt der ganze Film zu "High-Tech-Brutalitäten" gepaart mit einer schmalzig-faden wieder auflodernden Jugendliebesgeschichte. Enttäuschend.

    We are the Millers

    Den fand ich überraschend lustig, wenn auch phasenweise wieder mal arg übertrieben. Man merkt daran, dass es eine US-amerikansiche Produktion ist, weil Jennifer Aniston als Stripperin immer recht brav und bieder dargestellt wird, während die männlichen Geschlechtsteile, die durch einen Spinnenbiss immens anschwellen deutlich gezeigt werden und in etwa so widerlich sind wie die eingeklemmten H o d e n (auch dieses Wort darf man hier nicht zusammenschreiben, weil es sost zensiert wird) in "Verrückt nach Mary".

    The look of love

    Biopic über den P O R N Okönig (wegen der Schreibweise siehe vorhergehender Film) von Soho/London, der es in den späten 60ern / frühen 70ern schaffte zum reichsten Mann im UK zu avanchieren. Phasenweise manchmal etwas langatmig.


    Lost place

    Wurde im Internet und v.a. auf filmstarts.de ja immer wieder als eine deutscher Genrefilm angekündigt, der auf Grund seiner 3D-Technik das deutsche Filmereignis des Jahres sein soll. Heute in der Sneak Preview im Cinemaxx gesehen und ich fand ihn einen der schlechtesten Filme, die ich je im Kino gesehen habe. Gut, ich mag das Genre "Horror" sowieso nicht sonderlich, aber der Film zeigt alle ausgelutschten Klischees eines Horrorfilms. Wie üblich verlieren sich zwei Päarchen im Wald (dieses Mal weil sie Geochaching betreiben) und dort handeln sie immer so, wie es kein vernünftiger Erwachsener, der auch nur einen IQ von 85 aufwärts hat, handeln würde. Darüber hinaus sprechen nahezu alle Ereignisse gegen physikalische Grundideen und das zum Teil noch, obwohl sie wenige Szenen vorher für die Leute, die beispielsweise nicht wissen, was ein Faradayischer Käfig ist, durch einen der Hauptdarsteller erklärt werden.

    Die 3D-Effekte sind selbst mit viel gutem Willen nicht der Rede wert und eine haarsträubende Story (wobei die Grundidee durchaus ausbaufähig wäre), ein grottenschlechter Soundtrack (v.a. der Deutschrap im Abspann war das gruseligste an dem ganzen Kackfilm) sowie schlechte Masken und eine bestenfalls mittelmäßige schauspielerische Leistung, ließen diesen Film für mich eher zu einer Qual, als zu einem interessanten cineastischen Highlight werden. Mir ein absolutes Rätsel, warum beispielsweise Josefine Preuß sich für solch einen Schmarrn hergibt.

    Echt viele Leute gingen aus dem Film raus und schimpften, wie schlecht der denn sei und direkt am Ausgang zum Film standen mehrere Leute vom Cinemaxx-Personal und haben die schimpfenden Kunden richtig ausgelacht (Ja, ja, selber schuld, wer so was anschaut).

    Ansonsten sind die einzigen beiden Filme, die mich in der nächsten Zeit interessieren noch "Der Fall Wilhelm Reich" und "R.E.D. 2". Hat sonst in der letzten Zeit irgendjemand etwas gesehen?

  8. #427
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    Portugal, mon amour

    Auf filmstarts.de wird der Inhalt folgendermaßen beschrieben: "Das portugiesische Pärchen Maria (Rita Blanco) und José (Joaquim de Almeida) lebt in eher einfachen Verhältnissen in Paris. Ihr ruhiges, bescheidenes Leben erarbeiten sie sich hart: Maria arbeitet als Putzfrau in den Häusern der Reichen, während José als Mitarbeiter eines Bauunternehmens schuftet. Da die beiden sehr freundlich und zuvorkommend sind, sind sie auch bei ihren Bekannten sehr beliebt, die sie regelmäßig um Gefallen bitten. Doch alles ändert sich, als Josés reicher Bruder plötzlich verstirbt und das Paar ein schönes Haus in einer malerischen Gegend in Portugal erbt. Als die Nachbarschaft von den Plänen des Paares erfährt, wieder nach Portugal zu ziehen, versuchen alle, den beiden diese Idee auszureden und den Abschied so schwer wie möglich zu machen. Schließlich wollen sie die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft des Paares um keinen Preis verlieren."

    Ich fand den Film recht nett gemacht, zumal er einen gewissen Unterhaltungswert hat und mal wieder eine Komödie zum Nachdenken und zum Schmunzeln ist.

  9. #428
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    AW: Kritik von Kinofilmen

    Diana

    Ich hatte zwei Freikarten für den Diana-Film gewonnen und habe diesen am Wochenende mit meiner Freundin angeschaut. Leider kann man diesen nur als enttäuschend bezeichnen. So dumm es klingt, die Schnitte sind furchtbar, die Handlung nicht gerade immer strengent und dann sieht Naomi Watts eben "nur" wie Naomi Watts und eben nicht wie die Princess of Wales aus. So gesehen konnte ich die schlechten Kritiken echt verstehen.


    Der Medicus

    Sicherlich kein schlechter Film und dafür, dass es eine Litarturverfilmung aus deutscher Produktion ist, bemerkenswert, aber stellenweise fand ich den Film sehr langatmig und finde, dass man ihn locker hätte kürzen können, ohne dass handlungstragende Elemente verloren gegangen wären.

  10. #429
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    AW: Kritik von Kinofilmen

    Ich war vor ein paar Tagen im zuletzt doch ziemlich hochgejubelten "Interstellar", dem neuen Film von Chris Nolan (Batman, Inception).

    Grundsätzlich hat er mir eigentlich recht gut gefallen. Die Effekte sind eine pure Augenweide, die Inszenierung ist stimmig und das Ganze besitzt auch eine schön unheilvolle Atmosphäre. Dass es trotzdem nicht zu einem rundherum gelungenen Kinoabend reicht, wie ich ihn zuletzt mit dem thematisch verwandten "Gravity" hatte, liegt u.a. daran, dass der Film sich nicht entscheiden kann, ob er lieber Familien-, Actiondrama oder Science Fiction sein möchte. So versucht sich die Story über 3 Std. an sämtlichen Genreklischees, ohne dabei etwas wirklich Neues zu kreieren. McConaughey ist der strahlende Weltenretter, Farmer und treusorgender Familienvater zugleich. Ach ja, und Top-Nasa-Pilot, der sich in Rekordzeit entscheidet Haus, Hof und Familie für eine undurchsichtige Weltraum-Mission zu verlassen, die im Geheimen geplant wurde, obwohl sie Mrd. von Dollar gekostet haben muss. Warum sich die Nasa mittlerweile versteckt und man ihr nicht mal mehr die Mondmission glaubt (plumper Aufmacher, um die Cooper-Familie als super aufgeklärt darzustellen), wird verständlich, wenn klar wird, dass sie bereits 11 Missionen + Crews einem Wurmloch geopfert hat, von dem keiner weiß, woher es überhaupt kommt! Von diesem blassen Haufen macht lediglich Michael Caine eine gute Figur.

    Streckenweise wirds arg philosophisch, da muss dann auch die Liebe als größte Kraft des Universums herhalten (wiedermal) und wir dürfen alles in Allem schon froh sein, dass uns wenigstens Liebesbeziehungen zwischen den Hauptdarstellern erspart wurden. Dafür wird dann aber für meinen Geschmack zu oft auf die Tränendrüse gedrückt und blöderweise auch viel geheult. Echt unnötig.
    Gegen das viele Gravitations- und Zeitgeschwafel habe ich im Grunde nichts, schließlich wählt man so einen Film ohne gewisses Grundinteresse an Physik und Astronomie sowieso nicht aus. Leider vergisst Nolan, dies geschickt in die Handlung zu integrieren und so ist man gezwungen, minutenlangen Dialogen wie aus einem VHS-Grundkurs zu lauschen. Ob es jetzt hanebüchen ist, wenn Raumschiff und Besatzung beim Eintritt in ein schwarzes Loch unverletzt bleiben, lasse ich jetzt mal außen vor, schließlich hat man angeblich einen Experten zu Rate gezogen. Allerdings muss ich zugeben, dass die Grundidee, Zeit zum übergreifenden Faktor für alle Parteien zu machen, spannend und auch gut umgesetzt war.

    Alles in Allem leider keine totale Offenbarung und auf keinen Fall ein zweites 2001. Mit einer weniger umständlichen Vorgeschichte wäre der Film mindestens 1 Std. kürzer geworden und hätte ein bißchen mehr Raum für ein ernsthaftes Abenteuer gelassen. Richtig spannend wirds nämlich genau dann, wenn es an das Entdecken der unbekannten neuen Welten und das Schicksal der vorangegangenen Missionen geht. Und Zimmers aufdringlicher Soundtrack gerade mal nicht nervt. Vielleicht in einer Fortsetzung, ich bin da optimistisch.

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