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Kurzgeschichte "Ruthless" gesucht

Erstellt von waschbaer, 30.03.2009, 19:09 Uhr · 3 Antworten · 7.090 Aufrufe

  1. #1
    Benutzerbild von waschbaer

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    Kurzgeschichte "Ruthless" gesucht

    Mal schauen, ob mir hier jemand helfen kann.

    Ich habe vor geraumer Zeit mal eine Kurzgeschichte in englischer Sprache gelesen, die meines Wissens "Ruthless" hieß. Es ging um einen Mann namens Judson Webb (so glaube ich mich zu erinnern), der mit seiner Frau in eine Berghütte fährt und merkt, dass dort während seiner Abwesenheit sein Eigentum (v.a. seine Alkoholika) gestohlen wurden.

    Leider weiß ich nicht mehr genau, von wem diese Geschichte geschrieben wurde und ich suche sie nun. Vielleicht ist sie irgendwo im Netz abgelegt.

    Meine Google-Künste haben leider bislang noch nicht sonderlich viel zu Tage gebracht, allerdings haben hier einige Forumsmitglieder deutlich bessere Googlekenntnisse. Kann mir irgendjemand helfen?

  2.  
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  3. #2
    Benutzerbild von J.B.

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    AW: Kurzgeschichte "Ruthless" gesucht

    Meinst Du folgende Geschichte?


    RUTHLESS

    W. de Mille

    Judson was an American businessman. He had a comfortable flat in New York but in summer he used to leave the dusty city and go to the country. There he had a cottage which consisted of three rooms, a bathroom and a kitchen. In one of the rooms there was a big closet. He liked his cottage very much, especially his closet where he kept his guns, fishing - rods, wine and other things. It was his own closet and even his wife was not allowed to have a key, for Judson Webb loved his personal possession and got very angry when anybody else touched them.
    It was autumn now and Judson was packing his things for the winter. In a few minutes he would be driving back to civilization - to New York.
    As he looked at the shelf on which the whiskey stood his face was serious. All the bottles were unopened except one. It was placed invitingly in front with a whiskey - glass by its side. The bottle was less than half full. As he took it from the shelf, Helen, his wife, spoke from the next room: “I've packed everything. Hasn't Alec come to run the water of and get the keys?” Alec lived near - by and acted as a care - taker. “He' s at the lake taking the boats out of the water. He said he'd be back in half an hour!”
    Helen came into the room carrying her suit - case. She stopped and looked in surprise as she saw the bottle in her husband's hands. “Judson”, she exclaimed, “your are not taking a drink at ten in the morning, are you?
    “No, my dear. I'm not taking anything out of this bottle. I am just putting something into it”. He took two small white tablets out of his pocket and put them on the table. Then he opened the bottle.
    “The person who broke into my closet last winter and stole my whiskey will probably try to do it again while we are away”, he went on, “only this time he'll be very sorry if he comes”.
    Then one by one he dropped the tablets into the bottle. His wife looked at him in horror. “What are they?” she asked him at last. “Will they make the man sick?
    “Not only sick. They will kill him”, he answered with satisfaction.
    He closed the bottle and put it back on the shelf near the little whiskey - glass. He said: “Now, Mr. Thief, when you break in, drink as much as you wish”. Helen's face was pale. “Don't do it, Judson”, she cried. “It's horrible, it's a murder. The law does not punish burglary by death, what right have you?”
    “When it comes to protecting my property, I make my own laws”. He was now like a big dog which was afraid that somebody would take away his bone. “But all they did was to steal a little whiskey”, she said. “They did not do any real damage”. She made one more effort: “We won't be here again till next spring. I shall worry all the time if I know that bottle full or poison is here. Suppose something happens to us and nobody knows … ”.
    He laughed at her earnestness. “We'll risk it”, he said, “I've made my money by taking risks”. She knew it was useless to argue. He had always been ruthless in business. She went to the door with a sigh of defeat. “I'll walk down the road and say good-bye at the farmhouse”, she said quietly. She had made up her mind to tell the caretaker's wife about it. Someone had to know.
    “All right, my dear, he smiled, “and don't worry about your poor little burglar. No one is going to be hurt unless he breaks in”.
    Helen went down the road and Judson started to close the closet door. He suddenly remembered that he had not packed his hunting boots drying outside on the heavy table in the garden. So, leaving the door open, he went to fetch them. But when he wanted to reach for his boots he suddenly slipped on a stone and his head struck the massive table as he fell.
    Several minutes later he felt a strong arm round him and Alec's voice was saying: “It's all right, Mr. Webb, it was not bad fall. Take this it'll make you feel better”.
    A small whiskey – glass was pressed to his lips. Half conscious he drank.
    ************************************************** *****


    Und hier dazu eine Übersetzung ins Deutsche:

    Ruthless

    Draußen lagen die Bäume im klaren licht der Oktobersonne, die Herbstsonne war voll von dem scharfen, aufregenden Geruch vom feuchtem Boden. Innen grinste ein Mann unfreundlich, als er vom Badezimmerschrank das Stammzimmer seines „Mountain Camps“ betrat und quer zu einem Wandschrank schreitete. Es war ein spezieller Schrank, der sich automatisch schließt. Darin verstaut er Pistolen, Munition, Angeln und Likör. Noch nicht einmal seine Frau durfte den Schlüssel für seinen persönlichen Besitz haben, denn er wird wütend, wenn jemand Anderes seine Wertsachen anfasst. Die Tür des Wandschrankes war geöffnet und er hatte die Sachen für den Winter schon weggetan, denn in ein paar Minuten wird er zur Zivilisation fahren. Als er auf die Ablage des Schrankes schaute, auf dem der Likör stand, guckte er nicht sehr attraktiv. Alle Flaschen waren ungeöffnet, bis auf den Bourbon, der sehr verlockend auf der vorderen Seite der Ablage, neben einem kleinen Whiskeyglas stand. Als er sich die Flasche nahm, sprach seine Frau aus dem Schlafzimmer, das alles gepackt sei und ob Alec noch nicht dagewesen wäre, um das Wasser und die Schlüssel abzuholen. Alec ist Hausmeister für die Bewohner in der Stadt, die für eine Weile nicht zu Hause sind. Er wohnt etwa eine Meile von ihnen entfernt. „Er ist unten am See und holt die Boote aus dem Wasser. Er sagte, er käme in einer halben Stunde zurück.“ Mabel, die Frau von Judson Webb kam mit den Koffern in sein Zimmer, wo sie überraschend sah, dass ihr Mann eine Whiskeyflasche in der Hand hielt. „Judson!, du kannst doch nicht um 10.00 Uhr Morgens Alkohol trinken.“ Du vertust dich, Liebling. Ich nehme Nichts aus der Flasche; ich fülle nur ewas hinein. Seine Hand öffnete sich und er legte zwei winzige, weiße Tabletten auf den Tisch. Er öffnete die Flasche und Seine Augen engten sich ein, als er seine Frau anguckte. Wenn er diesen fürchtenden Ton hatte, wusste sie, sie sollte besser Respekt vor ihm haben, denn den hatte er nur, wenn er etwas plante. „ Wer auch immer meinen Schrank letzten Winter geöffnet hat, wird es wahrscheinlich wieder tun, wenn wir nicht da sind. Aber dieses Mal wird er sich wünschen, er hätte es nicht gemacht“. Mabel’s Atem hielt an, Judson steckte die beiden Tabletten in die Flasche und schaute ihnen beim Auflösen zu. „Was sind das für welche?“, fragte sie, Wird man davon krank?“ „Und wie!“, sagte er, so fasziniert er über den Wechsel vom Likör zum Todestrank war.“Sollte keiner ein Gegengift finden, ist es das Ende!“ Er schloss die Flasche und stellte sie zurück. „ Jetzt ist alles schön und gut, lieber Einbrecher, guten Durst und ich missgönne ihnen dieses Mal nicht. Mabel’s Gesicht war blass. „Tu es nicht!“, sagte sie. Es ist mörderisch!“ „Das Gesetz nennt mich nicht Mörder, wenn ich jemanden aus Notwehr erschieße, also wenn jemand gewaltsam in mein Haus einbricht. Deshalb ist die Vergiftung mit Rattengift nicht verboten“, sagte Judson. „ Mach es bitte nicht!, bettelte sie, der Richter bestraft den Verbrecher nicht mit dem Tod. Also, was hast du?“ „ Wenn es darum geht mein Grundbesetz zu schützen, mache ich meine eigenen Gesetze. Seine tiefe Stimme klang wie das Knurren eines großen Hundes im Angesicht des Verlustes seines Knochens. „ Sie haben aber doch nur einen Likör gestohlen, sie haben ja nicht wirklich etwas kaputt gemacht.“
    „Das ist nicht der Punkt!, sagte er. Ob jemand mir fünf oder 100 Dollars raubt, macht keinen Unterschied. Es ist genauso schlimm. Ein Räuber ist ein Räuber.“ Sie machte einen allerletzten Versuch. „ Wir werden vor dem nächsten Frühling nicht mehr hier sein. Ich halte es nicht aus die ganze Zeit auf den Einbrecher zu warten. Stell dir vor, uns passiert etwas und niemand weiß es!“ Er grinste und sagte: „ Wir wagen es. Ich habe Erfahrungen mit sowas. Wenn ich sterben sollte, kannst du den ganzen Kram haben.“ Es war sinnlos mit ihm zu diskutieren, wusste sie. Er war immer schon rücksichtslos im Beruf, egal was auf ihn zukam. Alles wird so gemacht wie er es will. Sie ging zur Tür und seufzte. Ich werde nun runtergehen und mich vom Farmhaus verabschieden. Du kannst mich dort abholen. Sie wollte es der Frau von Alec erzählen, damit es dort jemand weiß. „Okay, Liebling, grinste er, mach dir keine Sorgen über den armen, kleinen Einbrecher. Keiner wird verletzt, wenn auch keiner zu ihm kommt.“ Als sie losging, schloss er die Türe seines Wandschrankes zu. Doch in diesen Moment fiel ihm ein, dass seine Jagdschuhe, die noch draußen in der Vorhalle stehen, auch noch in den Schrank müssen. Er ließ den Schrank offen und holte die Schuhe die auf dem hohen Tisch standen. Alec kam vom See zurück und schrie von weitem, dass dort ein Eichhörnchen sei. Judson versuchte auszuweichen und fiel dabei unglücklich auf den Kopf und eine kindische Stimme sagte, dass der Sturz nicht schlimm war und gab ihm ein kleines Glas mit Whiskey. „Hier nimm das!“, sagte sie Stimme und drückte es gegen seine Lippen. Benommen und nicht bei vollem Bewusstsein trank er.
    ************************************************** *****



    Gruß

    J.B.



    EDIT: Käuflich zu Erwerben gibt es die Geschichte hier: http://www.amazon.de/Five-Short-Shor...8435787&sr=8-1

  4. #3
    Benutzerbild von waschbaer

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    AW: Kurzgeschichte "Ruthless" gesucht

    Die ist es. Vielen Dank. Ich hatte sie zwar als etwas länger in Erinnerung, aber vielleicht bilde ich mir das auch nur ein.

    Wo hast du die denn gefunden?

  5. #4
    Benutzerbild von J.B.

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    AW: Kurzgeschichte "Ruthless" gesucht

    Zitat Zitat von waschbaer Beitrag anzeigen
    Die ist es. Vielen Dank. Ich hatte sie zwar als etwas länger in Erinnerung, aber vielleicht bilde ich mir das auch nur ein.

    Wo hast du die denn gefunden?
    Im Netz!

    Google Suchbegriffe: Ruthless & "Short Story"

    Die englische Version habe ich einer russischen Seite entnommen, die deutsche einem Hausaufgaben-Forum. Auf der russischen Seite war noch der Nachname des Autors angegeben, was mich wiederum zum Buch bei Amazon geführt hat.

    Gruß

    J.B.

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