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Mindestens zehn Tote bei Amoklauf in Realschule

Erstellt von Heiko, 11.03.2009, 12:58 Uhr · 55 Antworten · 3.542 Aufrufe

  1. #21
    Benutzerbild von Muggi

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    AW: Mindestens zehn Tote bei Amoklauf in Realschule

    Zitat Zitat von chris74 Beitrag anzeigen
    Da wünsche ich mir doch, ich lebte in einem Land wie Schweden. Soweit ich weiß, wird dort wesentlich mehr in die Bildung investiert, und das ganze Völkchen hält insgesamt wesentlich besser zusammen.
    Ob's nur wirklich daran liegt? Selbst PISA-Primus Finnland hatte 2007/2008 innerhalb von nur 10 Monaten gleich zwei derartige Amokläufe mit insgesamt 18 Toten. Insgesamt schein mir das mittlerweile eine Variante der Warholschen "15 Minuten Ruhm", gekoppelt mit einem bizarren Wettbewerb um die höchstmögliche Zahl an getöteten Opfern zu sein.

  2.  
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  3. #22
    Benutzerbild von compagnies

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    Beitrag AW: Mindestens zehn Tote bei Amoklauf in Realschule

    Was mir überhaupt nicht in den hohlen Schädel will, ist die Antwort auf die Frage: "Warum passieren solche Sachen so häufig in den Schulen oder bisweilen auch in den ehemaligen Schulen der Täter?"

    Hier werden bspw. einige Beispiele aus den USA und D in Erinnerung gerufen.

    ---

    Mal abgesehen davon: Wisst ihr, wie schwer es ist, mit einer Baretta (das ist eine Pistole) ein Ziel zu treffen?
    Für einen 17 (!) jährigen, der normalerweise höchstens drei Jahre Training an einer Waffe haben dürfte?

    Offenbar gilt für die Waffenhaltung im Prinzip ähnliches, wie es hier bereits für die Indizierung von "Killerspielen" beschrieben wurde: EIGENTLICH gibt es in D dafür vergleichsweise gute und weitreichende Gesetze und Vorschriften.

    In der Umsetzung scheitert es gerade bei den Waffen allerdings häufig an der laxen Haltung der Besitzer, die funktionsfähige Schusswaffen nicht dauernd unter Verschluss halten und auch Munition "mal eben kurz" offen oder gar im WAFFENschrank unterstellen.

    Das Wort "Ego-Shooter" war mir bisher nicht bekannt; vemute darunter die sogenannten "Killerspiele"!?
    Zumindest bei zwei Tätern (war es in Littleton?) behauptet die Ermittlung, das die Reflexartigkeit, in der die Täter auf ihre Opfer schossen, sehr wohl dem Automatisierungsprozeß geschuldet war, der in solchen Spielen trainiert wird!

    ---

    In einem Radiointerview wurde die Forderung laut, durch Schülerpatenschaften das Solidargefühl der Mitschüler zu stärken, um solche Rasereien für die Zukunft auszuschliessen ...

    Da habe ich mir spontan die Frage gestellt, ob ein solches Patenschaftssystem nicht viel Sinnstiftender wäre, wenn es von betagteren Leuten zu Gunsten der Schüler betreut würde?!?!

    Volkswirtschaftlich gesehen wäre so eine Ballerei in einem Altersheim ...

  4. #23
    LastNinja
    Benutzerbild von LastNinja

    AW: Mindestens zehn Tote bei Amoklauf in Realschule

    Zitat Zitat von compagnies Beitrag anzeigen
    Was mir überhaupt nicht in den hohlen Schädel will, ist die Antwort auf die Frage: "Warum passieren solche Sachen so häufig in den Schulen oder bisweilen auch in den ehemaligen Schulen der Täter?"
    Wo sollen sie deiner Meinung nach sonst passieren?
    Im Kaufhaus?
    Sie passieren da, wo der jeweilige AMOK-Typ seinen meisten "Frust" erlebt hat.
    Ok, es gibt auch Amokläufer, die gehen von daheim los...oder bleiben gleich da...
    Aber den Typen in Erfurt, Emsdetten, Winnenden und den Staaten ging es immer um den erlebten Frust in der Schule.
    Wo soll ein (Ex-)Schüler sonst Frust aufbauen.....
    Tendenziell bleibt da ja nur die Schule...
    Bei Erwachsenen sieht das ja prozentual anders aus...


    Mal abgesehen davon: Wisst ihr, wie schwer es ist, mit einer Baretta (das ist eine Pistole) ein Ziel zu treffen?
    Für einen 17 (!) jährigen, der normalerweise höchstens drei Jahre Training an einer Waffe haben dürfte?
    Ich habe das richtige Ballern mit 16 gelernt.
    Hatte davor höchtens mal auf dem Schützenfest geschossen...und das eher schlecht.
    War selber erstaunt, wie lernfähig ich an richtigen Waffen (Pistole, MP, Gewehr) in diesem Alter bereits war.
    Dabei habe ich nie gerne geschossen ....eher als notwendige Übel angesehen..
    Anyway...



    Offenbar gilt für die Waffenhaltung im Prinzip ähnliches, wie es hier bereits für die Indizierung von "Killerspielen" beschrieben wurde: EIGENTLICH gibt es in D dafür vergleichsweise gute und weitreichende Gesetze und Vorschriften.

    In der Umsetzung scheitert es gerade bei den Waffen allerdings häufig an der laxen Haltung der Besitzer, die funktionsfähige Schusswaffen nicht dauernd unter Verschluss halten und auch Munition "mal eben kurz" offen oder gar im WAFFENschrank unterstellen.
    Eben...die Gesetze sind mehr als ausreichend...
    (nach der letzten Änderung des Waffenrecht erst recht, wissen wahrscheinlich auch nur die Wenigsten)


    Das Wort "Ego-Shooter" war mir bisher nicht bekannt; vemute darunter die sogenannten "Killerspiele"!?
    muss ich ja schmunzeln...
    die lezten jahre geschlafen?

    Zumindest bei zwei Tätern (war es in Littleton?) behauptet die Ermittlung, das die Reflexartigkeit, in der die Täter auf ihre Opfer schossen, sehr wohl dem Automatisierungsprozeß geschuldet war, der in solchen Spielen trainiert wird!
    Bezweifel ich...
    Das eine ist Reflex mit der Maus, das andere ist REAL LIFE..
    bin ich wieder bestes Beispiel:
    Im Realen kann ich das, mit der Maus bin ich ne Oberpfeife...
    Zum anderen ist das mit der virtuell Welt gar nicht vergleichbar (das Abdrücken und die Waffenhandhabung).

    In einem Radiointerview wurde die Forderung laut, durch Schülerpatenschaften das Solidargefühl der Mitschüler zu stärken, um solche Rasereien für die Zukunft auszuschliessen ...

    Da habe ich mir spontan die Frage gestellt, ob ein solches Patenschaftssystem nicht viel Sinnstiftender wäre, wenn es von betagteren Leuten zu Gunsten der Schüler betreut würde?!?!
    Patenschaften laufen ja auch mit der Polizei....
    Da bekommt halt ein Sachbearbeiter eine Patenschaft mit einem "Problembär"...
    jetzt frag ich dich, wenn du ein Problemkind wärst, würdest du da auf einen Erwachsenen hören?
    Wohl weniger....man rebelliert doch weiter....
    Mitschüler können da schon eher "helfen"...
    (meine Meinung)....
    Allerdings müssen das die jeweiligen Paten auch wollen..

    Zu der Killerspiel-Therorie:

    Gerade eben im Radio:

    "Die Poilzei sucht fieberhaft nach einem Motiv des 17jährigen. Man hat jetzt den Laptop des Schülers untersucht und mehrere sogenannte "Killerspiele" gefunden, die als Auslöser in Frage kommen...."

    und auf RTL:

    Motiv gefunden:
    Amokläufer "übte" am PC

    Boaahh...sag ich doch...
    Ach ja....gestern wurde ja von irgendeinem verkappten Mittelschulabsolvent mitgeteilt:
    "Ja, und der hat auch Horrorfilme geguckt"..

    Sind das jetzt "Killerfilme".....??

    Gesetze haben wir genug...
    Aber was nützen die in der heutigen Zeit?
    FSK 18 Spiele läßt man durch einen Bekannten kaufen...
    und FSK 18 Filme gibt es an jeder Datenkreuzung im Internet....wer will sogar im Live-Stream...und das können auch Jugendliche aufrufen.....
    So what?

    Werde meinen Kindern ersma die Tischtennisplatte abbauen....
    "Tischtennis geht gar nicht"

  5. #24
    Benutzerbild von PostMortem

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    AW: Mindestens zehn Tote bei Amoklauf in Realschule

    Zitat Zitat von LastNinja Beitrag anzeigen
    "Die Poilzei sucht fieberhaft nach einem Motiv des 17jährigen. Man hat jetzt den Laptop des Schülers untersucht und mehrere sogenannte "Killerspiele" gefunden, die als Auslöser in Frage kommen...."
    Der junge Herr Schulsprecher bei "Hart aber Fair" hat gestern ja diesbezüglich erzählt, dass er und von 16 seiner männlichen Mitschüler 16 sowie diverse Schülerinnen Counterstrike gespielt haben, teilweise auf LAN-Parties 10 Stunden am Stück. Man könnte also auch sagen, dass man wohl bei jedem Nicht-Amokläufer und Amok-Läufer eine hohe Wahrscheinlichkeit hat ein Ballerspiel zu finden oder eben auch Nutella, Duplos, Tempos oder eine Fernsehzeitung. Das der Täter an diesen Spielen seinen Frust ausgelassen hat darf man hingegen natürlich als wahrscheinlich ansehen. Das er sich dabei Dinge vorgestellt haben könnte und ihn das befriedigt haben dürfte ist auch klar (wer sein Hassobjekt mal auf eine Dartscheibe spannen würde und mit dem einen oder anderen Pfeil aufspießt erlebt das wahrscheinlich auch). Das ein Täter ohne "Killerspiele" nie Amok gelaufen wäre ist hingegen nicht sehr wahrscheinlich, denn Amokläufe haben nunmal eine weitaus längere "Tradition" auf diesem Planeten als "Killerspiele". Die Täter werden "lediglich" jünger, allerdings ist das ein durchgängiges Phänomen, nicht nur Gewalttaten finden in jüngerem Lebensalter statt als früher.

    Jedenfalls waren gestern sogar der Herr Bosbach von der CDU und der killerspiel-scharfmacher Pfeiffer mit seinem "kriminologischen Institut" zu diesem Thema mal ganz handzahm und generös ("gefestigte Persönlichkeiten werden durch solche Spiele natürlich nicht zu Amokläufern, das ist auch nicht die Ursache". Es mag daran gelegen haben, dass ungewohnt viele jüngere Leute mit Eigenerfahrung in der Materie in die Diskussion involviert waren und die 100. Sündenbock-Debatte so nicht funktioniert hätte. Und so war es doch tatsächlich mal möglich auch über eine Gesellschaft zu diskutieren die anfällige und sozial auffällige "Loser" und "Opfer" produziert und nichts dagegen unternimmt, statt eine Stunde einseitig nur über "Killerspiele" zu lärmen, über die keiner der Diskussionsteilnehmer in Abwesenheit von Teilnehmern <40 Jahre ausser "Hörensagen" wirklich etwas sagen kann.

    Nichtsdestotrotz tauchen heute natürlich wieder die ersten Stimmen auf, die ein "Totalverbot von gewalthaltigen Spielen" fordern (muss man nur die Spiegel-Zusammenfassungen lesen) oder den Täter auf die Wirkung (Einzelgänger, Softair-Waffen, exzessives Spielen von Ego-Shootern) reduzieren (erste Ermittler-Aussagen) und nicht auf die Ursachen (was trieb ihn dazu mit der Zeit immer mehr auszuticken?). Man konnte danach eben einfach die Uhr stellen.

    PM

  6. #25
    Benutzerbild von Torsten

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    AW: Mindestens zehn Tote bei Amoklauf in Realschule

    Zitat Zitat von PostMortem Beitrag anzeigen
    Man könnte also auch sagen, dass man wohl bei jedem Nicht-Amokläufer und Amok-Läufer eine hohe Wahrscheinlichkeit hat ein Ballerspiel zu finden (...).
    Und je mehr Leute in solchen virtuellen Welten versinken, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein paar davon in ihrem Sozialverhalten beeinflusst werden. Nicht unbedingt als Auslöser für Amokläufe, aber als eine weitere Zutat für ein immer mehr vom wahren Leben abgekoppelten Außenseiterdasein. Die heutigen Computermedien wie Videospiele oder Internet sind doch ein Paradies für Stubenhocker und Einzelgänger - mit der fatalen Wirkung, dass diese sich subjektiv wohler fühlen, aber in Wahrheit immer weiter vereinsamen.

    Zitat Zitat von PostMortem Beitrag anzeigen
    statt eine Stunde einseitig nur über "Killerspiele" zu lärmen, über die keiner der Diskussionsteilnehmer in Abwesenheit von Teilnehmern <40 Jahre ausser "Hörensagen" wirklich etwas sagen kann.
    Ich bin wahrlich kein Freund von Bosbach, aber der Spruch mit dem Baum im Regenwald war der richtige Konter zur richtigen Zeit. Wenn ich den einfältigen Schwachsinn all der merkbefreiten Gamer und Nerds höre, die sich allen Ernstes einbilden, in ihrer virtuellen Welt was ach so Besonderes zu erleben und deshalb eine Beurteilungshoheit über diesen Driss zu haben, weiß ich nie, ob ich lachen oder weinen soll. Allein der hochnotpeinliche Dünkel, mit dem solche Zeitgenossen ihre liebste Freizeitbeschäftigung als anspruchsvolles Kulturgut verstehen, gibt ein erschreckendes Zeugnis dieser Kaste ab.

  7. #26
    Benutzerbild von Muggi

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    AW: Mindestens zehn Tote bei Amoklauf in Realschule

    Zitat Zitat von Torsten Beitrag anzeigen
    Allein der hochnotpeinliche Dünkel, mit dem solche Zeitgenossen ihre liebste Freizeitbeschäftigung als anspruchsvolles Kulturgut verstehen, gibt ein erschreckendes Zeugnis dieser Kaste ab.
    Du hast "Schulung der Hand-Auge-Koordination" vergessen...

  8. #27
    Benutzerbild von Torsten

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    AW: Mindestens zehn Tote bei Amoklauf in Realschule

    Zitat Zitat von Muggi Beitrag anzeigen
    Du hast "Schulung der Hand-Auge-Koordination" vergessen...
    Stimmt. Und das Training von organisatorischen und strategischen Fähigkeiten natürlich auch. Schande über mich.

  9. #28
    Benutzerbild von PostMortem

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    AW: Mindestens zehn Tote bei Amoklauf in Realschule

    Zitat Zitat von Torsten Beitrag anzeigen
    Und je mehr Leute in solchen virtuellen Welten versinken, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein paar davon in ihrem Sozialverhalten beeinflusst werden. Nicht unbedingt als Auslöser für Amokläufe, aber als eine weitere Zutat für ein immer mehr vom wahren Leben abgekoppelten Außenseiterdasein.
    Eigentlich habe ich gar keine Lust drauf, dass immer nur die Computerspiele zu solchen Anlässen heiss diskutiert werden und alles andere nur am Rande... aber man wird ja dazu gezwungen, auf 1live hat man heute wie vorhergesehen auch fast nichts anderes zum Thema gehört. Und auch Du verkehrst was dieses Thema angeht zu einem Großteil wiedermal Ursache und Wirkung ins absurde. In zu hoher Dosis ist alles schädlich, auch 5ex, Alkohol, ja selbst Wasser usw. Wer in die 5exsucht, Alkoholsucht oder auch Computerspielsucht abdrifet hatte aber offenbar insbesondere vorher(!) ein Problem, so wie der Amokläufer offenbar psychische Probleme hatte und deshalb schon stationär behandelt worden ist. Daran ändert man aber nichts durch Verdammung eines Teils des Medienkonsums. Verdammst Du die Spiele für die "Gesunden", dann sucht sich die Sehnsucht des Kranken nach Machtgefühl und Gewalt eben ein anderes Ventil, früher wurden von späteren Tätern in einer Vorstufe Tiere zu Tode gequält und Beine ausgerissen usw. Was hast Du dann mit Verboten erreicht, die jeder Gesund und Kranke ohnehin durchs Internet umgehen wird, wodurch also Millionen sog. "unbescholtener Bürger" in die Kriminalität gezwungen werden, wenn sie sich vom Zensurstaat nicht vorschreiben lassen wollen was sie als Erwachsene spielen dürfen?

    Und warum wird denn nicht jedes Mal nachdem ein Mensch im Suff einen anderen getötet hat ein Total-Alkoholvberbot gefordert, sondern Bier immer noch für den Inbegriff deutscher Gemütlichkeit und Geselligkeit gehalten? Es dürften in Deutschland ein vielfaches an Menschen unter Alkoholeinfluss getötet worden sein, warum diskutieren wir also über Computerspiele und nicht darüber, was Menschen zum krankhaften Umgang mit so ziemlich ALLEM treibt was sie in ihrem abnormalen Wahn pusht? Warum soll ich mich jetzt komisch angucken lassen wenn ich als gewaltfrei lebender, erwachsener Mensch Bioshock spiele und die Komasäufer sind die Helden?

    Ich lebe in einer Welt wo viele Teenies im wahren Leben 3,4 Jahre bevor sie ihn sich auf DVD anschauen(!) dürfen ihren ersten Gang Bang hatten. Und Du machst Dir Sorgen vom Abkoppeln vor diesem wahren Leben, statt zu erkennen, dass das wahre Leben für viele anscheinend nur noch zum Abkoppeln zu sein scheint? Wie gesagt, Ursache und Wirkung brauchen die richtige Reihenfolge, damit man die wirksamen Schlüsse zieht.

    Wenn ich den einfältigen Schwachsinn all der merkbefreiten Gamer und Nerds höre, die sich allen Ernstes einbilden, in ihrer virtuellen Welt was ach so Besonderes zu erleben und deshalb eine Beurteilungshoheit über diesen Driss
    Wenn man seine Meinung mit Argumenten vernünftig darstellen kann, sollte man es nicht nötig haben die Leute über die man da urteilt verbal so abzukanzeln. Die Zusammenhänge die Du herstellst triefen vor Klischees und werden a) den 99,999% friedlichen spielenden Menschen nicht gerecht und b) wird dieses intellektuelle Gesülze über die ach so schlimmen Spiele keinen zukünftigen Fall verhindern. Das ist das besonders traurige daran. Adolf H. und seine Schergen haben kein Counterstrike gebraucht und wer mal etwas weiter zu Amokläufen recherchiert landet schnell in einer Zeit wo noch kein Mensch PCs sein eigen nannte. Und wo wir gerade dabei sind gibst Du Deine "Kulturfilmsammlung" dann aber auch langsam besser mal zurück (die machen dann auch einsam, halten die Konsumenten nur davon ab sich mit echten Frauen zu beschäftigen => Ursache und Wirkung?), denn wie die Mehrheit der Frauen in den gängigen heutigen US-Produktionen "gebügelt" werden ist das sicherlich auch ein ganz schlechtes Vorbild und in hohem Maße schädlicher Driss der sich aufs Sozialverhalten auswirkt (auf dem Computer des Täters wurde ja auch entsprechendes Material gefunden.... und oh, der hat ja bevorzugt Frauen gekillt...). Da würde Dir der nette und kompetente Herr Bosbach bestimmt auch ein paar Takte zu sagen, der ja nicht Baum im Regenwald sein muss. Der muss bestimmt auch nicht Koch sein um zu beurteilen wie ein Essen schmeckt. Nur verstehen tut er davon trotzdem nichts und die Politik kann wohl kaum behaupten, dass die zahlreichen von Fachkenntnis unbefleckten Entscheidungen die sie trifft in den letzten Jahren so das Wahre waren.

    PM

  10. #29
    Waves
    Benutzerbild von Waves

    AW: Mindestens zehn Tote bei Amoklauf in Realschule

    @Torsten, sehr gut beschrieben. Bin genau der gleichen Meinung! Es ist doch wohl so dass
    hier mehrere Dinge immer gleichzeitig zusammentreffen müssen. Allein das gamen ist doch
    wohl kaum ein Einzelgrund für einen Massenmord.
    Ich bin aber der Meinung dass die Killerspiele die Lage der verstörten, seelisch vereinsamten
    und angeschlagenen, spontan aggressiven potenziellen School-Shooter dramatisieren können.
    Muss nicht, aber je nach Verfassung und geprägtem Wesen kann das schon schon ausreichen
    um auszurasten.

    Denn es kommt sehr oft noch ein weiterer Punkt dazu: Internetforen, Chats usw.
    Eben Plattformen in denen sich Gleichgesinnte gegenseitig hochschaukeln,
    aber meist nur mit Ihren Killersprüchen angeben und prahlen.
    Auf diesen Seiten befinden sich aber auch wenige Kids bei denen der Sektkorken
    schon Überdruck hat.
    Diese Kids, die "gefährlichen", bekommen dort Ihre Rechtfertigung.
    Von einer "Gesellschaft" die nur darauf wartet dass Zeichen gesetzt werden.
    Wenn dann wirklich wieder einmal einer Amok läuft, jubilieren sie und feiern
    ihn posthum als Märtyrer.
    Das ist jetzt nicht von mir erfunden...
    Und wirklich, ich glaube auch dass es durch diese ganzen Umstände mittlerweile auch ein
    streben nach der höchstem Opferzahl weltweit gibt.

    Der Computer und das Internet haben vieles verändert, nicht immer im positiven:

    Wir haben "Joke-Seiten" in denen Bilder gezeigt werden von auf dem elektrischen Stuhl hingerichteten.
    Wir reden Heute von Kinderporno-Ringen, weltweit vernetzt.
    Auch ist die Rede von 5exualstraftätern die sich ihre Opfer mit lieben Sprüchen im Netz suchen.
    Islamisten rufen zum heiligen Krieg, welch Wiedersinn!!!
    Es gibt eine weltweit vernetzte Rechte Szene.
    Es gibt Selbsmörderforen in denen nicht nur geschrieben wird, sondern auch gestorben.

    Noch was über die US-Armee die schon wissenschaftliche Klarheit hat über die Lösung von Hemmschwellen
    bei Gewaltspielen. Man mag es kaum glauben, hier alter Bericht aus 2002 von http://www.solidaritaet.com/:

    US-Army bringt eigenes Schießspiel heraus
    Nachdem die US-Armee schon seit Jahren Computersimulationen zum Schießtraining für ihre Soldaten verwendet, benutzt sie nun offen entsprechende Computerspiele, um neue Rekruten zu werben und gewissermaßen "vorzutrainieren". Das zu diesem Zweck vom Modeling Virtual Environments and Simulation Institute der Naval Postgraduate School in Kalifornien entwickelte Spiel heißt America's Army, seine Herstellung kostete acht Millionen Dollar. Obwohl das Spiel ein Ego-Shooter ist und die Soldatenausbildung sogar an genau den gleichen Waffentypen,
    wie sie auch tatsächlich in der US-Armee verwendet werden, realistisch simuliert wird, ist es auch für Teenager erlaubt. Begründung: In dem Spiel sei kein rotes Blut zu sehen. Es scheint überhaupt keine Alterseinschränkung zu geben, denn America's Army wird kostenlos über das Internet, als Beilage in Computerspiel-Zeitschriften und über die Rekrutierungsbüros der US-Armee verteilt.
    Das Spiel besteht aus einem zweidimensionalen Rollenspiel namens Soldiers, in dem man eine Soldatenkarriere durchlaufen kann, und dem Ego-Shooter Operation. In Operations stehen sich US-Soldaten und Terroristen gegenüber.
    Das Ganze ist so eingerichtet, daß man nur auf Seiten der US-Soldaten kämpfen kann, nicht aber - wie bei Counterstrike - auf Seiten der Terroristen. Soldiers ist Vorbedingung für Operations. Der Spieler muß z.B. erst virtuell die Ausbildung zum Scharfschützen durchlaufen, bevor er dann online in Operations die Rolle des Scharfschützen übernehmen darf.
    Die US-Army hat für die Online-Spiele 140 Server zur Verfügung gestellt, die von Administratoren überwacht werden, um Mogeleien und schlechtes Verhalten zu unterbinden. Auch sind Sicherungen gegen willkürliches Schießen z.B. auf die eigenen Kameraden eingebaut. Wer das tut, kommt in eine "Cyber-Zelle".

    Einer der Entwickler von America's Army, Commander Brian Osborne, sagt ganz unverblümt, mit diesem Spiel wolle die US-Armee neue Wege bei der Werbung von Rekruten gehen und insbesondere 17-24jährige junge Männer ansprechen, um sie für die Armee zu gewinnen.

    Damit schließt sich der Kreis. Tötungs-Computersimulatoren wurden zunächst von der US-Armee entwickelt, um bei den Soldaten die Treffsicherheit beim Schießen auf Menschen zu erhöhen, was mit dem Abbau der Tötungshemmung beim Schützen einhergeht. Anschließend wurden die Computersimulationen als Spiele kommerziell genutzt und vermarktet.
    Und jetzt werden sie offen zur Werbung und Ausbildung von Söldnern genutzt. Die Brutalisierung der Bevölkerungsgruppen, die sich von diesen Spielen ansprechen lassen und davon fasziniert sind, geht damit uneingeschränkt weiter und läßt Böses ahnen.


    Quellen: Washington Post und heise-online-news

  11. #30
    Waves
    Benutzerbild von Waves

    AW: Mindestens zehn Tote bei Amoklauf in Realschule

    Wenn es nur nach mir ginge: Alle Killerspiele verbieten! Das wäre das allerwenigste was man machen könnte, wenn es auch sicher nicht sehr viel bringt.
    Was haben wir für eine versaute Welt, müssen wir unseren Kindern das antun?

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