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Mindestens zehn Tote bei Amoklauf in Realschule

Erstellt von Heiko, 11.03.2009, 12:58 Uhr · 55 Antworten · 3.548 Aufrufe

  1. #41
    Waves
    Benutzerbild von Waves

    AW: Mindestens zehn Tote bei Amoklauf in Realschule

    Hallo zusammen, ohne einen Kommentar meinerseits dazu zu geben möchte ich hier den offenen Brief einkopieren der auf der Titelseite der Winnender Zeitung vom Samstag erschienen ist:

    http://www.winnender-zeitung.de/inde...347&artikel=82

    Es ist ein offener Brief der Familien von fünf getöteten Schülerinnen an Bundespräsident Horst Köhler, Bundeskanzlerin Angela Merkel und Ministerpräsident Günther Oettinger.

    Der dokumentierte Brief im Wortlaut:

    --------------------------------------------------------------------------
    Offener Brief

    Sehr geehrter Herr Bundespräsident Köhler,
    sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Merkel,
    sehr geehrter Herr Ministerpräsident Oettinger,

    die Trauer und die Verzweiflung nach dem Verlust geliebter Kinder, Frauen und Männer sind noch überall gegenwärtig. Insbesondere bei uns, den Angehörigen. Der Gedanke, warum es ausgerechnet unsere Liebsten getroffen hat, und wie es überhaupt zu dieser Tat kommen konnte, wird uns unser Leben lang begleiten. In unserem Schmerz, in unserer Hilflosigkeit und in unserer Wut wollen wir aber nicht untätig bleiben. Deshalb wenden wir - die Familien von fünf getöteten Schülerinnen – uns an die Öffentlichkeit.
    Wir wollen, dass sich etwas ändert in dieser Gesellschaft, und wir wollen mithelfen, damit es kein zweites Winnenden mehr geben kann.

    Schusswaffen und Sport

    Wir wollen, dass der Zugang junger Menschen zu Waffen eingeschränkt wird. Die derzeitige gesetzliche Regelung ermöglicht die Ausbildung an einer großkalibrigen Pistole bereits ab dem 14. Lebensjahr. Bedenkt man, dass ein junger Mensch gerade in dieser Zeit durch die Pubertät mit sich selbst beschäftigt und häufig im Unreinen ist, so ist die Heraufsetzung der Altersgrenze auf 21 Jahre unerlässlich.

    Grundsätzlich muss die Frage erlaubt sein, ob der Schießsport nicht gänzlich auf groß-kalibrige Waffen verzichten kann. Bis in die achtziger Jahre hinein genügten unseres Wissens nach den Sportschützen kleinkalibrige Waffen. Bis heute sind die olympischen Wettkämpfe auf Luftdruck- und Kleinkaliberwaffen beschränkt.

    Sollte aus Gründen, die wir nicht kennen, der Verzicht auf großkalibrige Waffen nicht möglich sein, so muss die Schusskapazität verringert werden. Bei der Jagd sind die Magazine der automatischen Waffen auf maximal 2 Schuss begrenzt. Warum nicht auch beim Sport?

    Der Gesetzgeber hat die Vergabe von Waffenbesitzkarten und die daraus entstehenden Verpflichtungen, wie z. B. die Aufbewahrung von Waffen und Munition, vollständig geregelt.
    Die zu erwartenden Strafen bei Verstoß gegen die entsprechenden Gesetze erfüllen aber nicht ihren Zweck. Eine Ordnungswidrigkeit wird eher wie ein Kavaliersdelikt betrachtet. Der Gesetzgeber muss Verstöße gegen das geltende Waffenrecht deutlicher und stärker ahnden.

    Medien: Fernsehen

    Wir wollen weniger Gewalt im Fernsehen. Das Fernsehen, als noch wichtigste Informations- und Unterhaltungsplattform, hat einen sehr großen Einfluss auf die Denk- und Gefühlswelt unserer Mitbürger. Das Fernsehen setzt heute die ethischen und moralischen Standards. Wenn wir es zulassen, dass unseren Mitbürgern weiterhin täglich Mord und Totschlag serviert werden, ist abzusehen, dass die Realität langsam, aber stetig dem Medienvorbild folgen wird. Von den Sendern muss verlangt werden, dass sie ein ausgewogenes Programm anbieten und die Zurschaustellung von Gewalt reduziert wird. Eine „Gewaltquote“, der Anteil von Sendungen mit Gewalt in Relation zur Gesamtsendezeit pro Sender, sollte eingeführt werden.

    Die Zeiten, in denen Kinder und Jugendliche fernsehen, sollten generell gewaltfrei sein.

    Medien: Computerspiele

    Wir wollen, dass Killerspiele verboten werden. Spiele, ob über Internet oder auf dem PC, die zum Ziel haben, möglichst viele Menschen umzubringen, gehören verboten. Gleiches gilt für alle Gewalt verherrlichenden Spiele, deren Aufbau und Darstellung sehr realistisch sind und bei denen viel Blut fließt.


    Medien: Chatrooms und Foren

    Wir wollen mehr Jugendschutz im Internet. In der virtuellen Welt werden heute anonym und gefahrlos Gedankengänge artikuliert und diskutiert, die eine Bedrohung für unsere Gesellschaft darstellen. Wie diese Aktivitäten eingedämmt werden können, wissen wir nicht. Es darf aber nicht sein, dass sich junge Menschen anonym gegenseitig aufhetzen und zu Gewalteskalationen auffordern.

    Berichte über Gewalttaten

    Wir wollen, dass der Name des Amokläufers nicht mehr genannt und seine Bilder nicht mehr gezeigt werden. Am aktuellen Beispiel von Winnenden zeigt sich, dass die derzeitige Berichterstattung durch unsere Medien nicht dazu geeignet ist, zukünftige Gewalttaten zu verhindern. Auf nahezu jeder Titelseite finden wir Namen und Bild des Attentäters. Diese werden Einzug finden in unzählige Chatrooms und Internet-Foren. Eine Heroisierung des Täters ist die Folge.

    Bei Gewaltexzessen wie in Winnenden müssen die Medien dazu verpflichtet werden, den Täter zu anonymisieren. Dies ist eine zentrale Komponente zur Verhinderung von Nachahmungstaten.

    Aufarbeitung der Vorgänge in Winnenden und Wendlingen

    Wir wollen, dass die Tat aufgeklärt und aufgearbeitet wird. Das Warum der Tat wird sicher nie vollständig geklärt werden können. Wichtiger für die Angehörigen und unser aller Zukunft ist die Frage: Wie konnte es geschehen? Wir wollen wissen, an welchen Stellen unsere ethisch-moralischen und gesetzlichen Sicherungen versagt haben. Dazu gehören auch das Aufzeigen der persönlichen Verantwortung und die daraus folgenden – auch juristischen - Konsequenzen.

    Familie Kleisch
    Familie Marx
    Familie Minasenko
    Familie Nalepa
    Familie Schober
    Familie Schweitzer

    -------------------------------------------------------------------------

    waves

  2.  
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  3. #42
    Benutzerbild von PostMortem

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    AW: Mindestens zehn Tote bei Amoklauf in Realschule

    Die Trauer der Familien kann wohl jeder verstehen und nachvollziehen. Doch der Rundumschutz den sie aus ihrer Betroffenheit heraus fordern führt in einen Überwachungs- und Zensurstaat, der sich einem lebenslangen Gefängnis annähern wird, wenn man diesen Weg einmal beschritten hat. Was über die Internetsperren in Australien z. Zt. bekannt wird zeigt was passiert, wenn man diesen Weg einmal beschritten hat. Auch wird mir das menschliche Wesen in diesen Tagen zu sehr entemotionalisiert. Es gilt nur noch das vermeintlich typisch weibliche Wesen mit hoher sozialer Kompetenz zu idealisieren. Das wird in Gleichberechtigungsdebatten genauso propagiert, wie in Analysen die bemerkenswert scharfsinnig erkennen, dass Amokläufer fast immer männlich sind. So wird die reine Emotion der Aggressivität zum vermeintlichen Auslaufmodel der Evolution. Dabei wird einem jeder Psychologe über die Gefahren aufklären können die damit verbunden sind natürliche Emotionen zu unterdrücken, wir sind eben keine Vulkanier. Doch das Aggressivität als völlig normale Emotion auch zum menschlichen Wesen gehört scheint langsam etwas anrüchiges zu sein und deshalb soll alles ausgemerzt werden was auch nur entfernt mit menschlicher Aggressivität in Verbindung gebracht werden kann. Es käme wohl niemand auf die Idee die Darstellung von Angst abzuschaffen damit Menschen mutiger werden. Doch die Abschaffung der Aggresivität und eine medial in Watte gepackte Menschheit soll eine friedlichere sein. Niemand kommt auf die Idee, dass der Mensch die Aggressivität heute bemerkenswert domestiziert und auch virtualisiert hat. Er lebt sie im Sport aus, vielleicht auch medial. In der Regel geht man sich heute aber nicht mehr an die Gurgel und erlegt als Normalbürger auch keine Tiere mehr. Die Menschheit in den entwickelten Zivilisationen war selten so friedlich wie heute. Die gewalttätigsten und grausamsten Zeiten liegen lange vor der Erfindung und Verbreitung der heutigen Medien. Muss man erst jede Freiheit beschnitten haben um das zu erkennen? Wenn es heute einige kranke Seelen geben sollte, die Gewaltspiele und Gewaltfilme konsumieren um ihre Aggressionen auszuleben, was würden die denn tun wenn man ihnen diesen Konsum erfolgreich verbieten würde? Sie würden wohl kaum zum Malen nach Zahlen übergehen, sondern sich andere Ventile suchen, vermutlich realere, die nicht aus Pixeln bestehen. Die Vorstellungen was man mit Verboten erreichen kann sind deshalb nicht nur rein technisch naiv.

    Ich möchte nicht in einem Rundum-Zensurstaat leben in dem jeder Aufruf "unerwünschter" Internetseiten geblockt und mitprotokoliert wird, das Fernsehen nur noch aus verblödenden Liebesschnulzen und Kinderfilmen besteht, auch Erwachsene nicht mehr entscheiden können welche Medien sie konsumieren und jeder Verkehrsrechtsverstoß automatisch per On Bord Unit nach Flensburg übermittelt wird. Jugendschutz ließe sich auch technisch intelligenter durchsetzen, über Alterskontrollsysteme an den Endgeräten. Doch es wird sich erweisen, dass alle Zensur nichts bringt, wenn eine geschundene Seele irgendwann krank wird und nur noch ein Ventil für seine Perspektiv- und Hoffnungslosigkeit sieht. Es liegt sicher nicht an Brutalo-Medien, wenn schon Kinder im Kindergarten heute die Ellenbogen auspacken und Schwächere zu Boden getreten werden weil sie aus dem Raster unserer auf Erfolg getrimmten Gesellschaft fallen. Da können sich fast alle an die eigene Nase fassen, die diesen Druck selbst mit ausüben.

    PM

  4. #43
    Waves
    Benutzerbild von Waves

    AW: Mindestens zehn Tote bei Amoklauf in Realschule

    @PostMortem

    1.) Niemand (!) hat einen Rundumschutz gefordert.
    Bitte belege deinen Kommentar bzw. zitiere die entsprechenden Beiträge.

    2.) Glaubst Du den Inhalt des offenen Briefes wirklich verstanden zu haben? Um was geht es den
    betroffenen Familien deiner Meinung nach?

    waves

  5. #44
    Benutzerbild von ihkawimsns

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    AW: Mindestens zehn Tote bei Amoklauf in Realschule

    Zumindest liest es sich so, als ob bei Erfüllung ihrer Forderungen nichts mehr passieren könne. Das halte ich aber mehr oder weniger für Wunschdenken. Auch wenn mir der eine oder andere Vorschlag sinnvoll erscheint.

  6. #45
    Benutzerbild von PostMortem

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    AW: Mindestens zehn Tote bei Amoklauf in Realschule

    Zitat Zitat von Waves Beitrag anzeigen
    @PostMortem

    1.) Niemand (!) hat einen Rundumschutz gefordert.
    Bitte belege deinen Kommentar bzw. zitiere die entsprechenden Beiträge.
    Es geht um die Tendenz und den Grundgedanken: Zensiere das Netz, zensiere das Fernsehen, verbiete dieses, verbiete jenes, dann wird der Mensch ein friedliches Wesen. Das ist aber nicht der Fall und ebnet den Weg in eine Welt in der unter Freiheit nur noch das fällt was die Mehrheit für ethisch vertretbar hält bzw. wird veboten und zensiert was die Mehrheit für verzichtbar hält oder nicht versteht. Was sich fast demokratisch anhört ist eine Diktatur. Ansonsten bin ich hier nicht vor Gericht, Herr Staatsanwalt(?), sondern darf auch über die Gedanken und Grundideen spekulieren, die Opferfamilien zu diesen Forderungen getrieben hat bzw. wohin dieser Weg führen wird wenn man ihn jetzt beschreitet. Objektiv und voller Sachverstand sind diese Forderungen jedenfalls nicht, müssen sie aber auch nicht wenn man die nicht einfach für bare Münze nimmt, "nur" weil sie von Opfer-Angehörigen kommen. Konsequenzen müssen aus sich heraus richtig sein und nicht mit einem erlittenen Verlust oder der Schrecklichkeit einer Tat belegt werden. Dennoch ist das natürlich freie Meinungsäußerung, wie sie jedem zusteht. Das Gefährliche ist, dass sich die Politik so etwas für eigene Zwecke zu Eigen macht und das ist dann Populismus pur.

    2.) Glaubst Du den Inhalt des offenen Briefes wirklich verstanden zu haben? Um was geht es den
    betroffenen Familien deiner Meinung nach?
    "Verstanden"? Zeifelst Du an meinem Intellekt?! Es geht ihnen als Betroffene darum etwas zu ändern. Aber das heisst nicht, dass sie als Betroffene deshalb auch den Sachverstand haben das Richtige zu schlussfolgern und zu tun. Es geht ihnen m. E. um einfache Lösungen, die es in solchen Fällen aber nicht gibt. Es geht um einfache Erklärungen dafür warum ein junger Mann zum Amokläufer wird. Einen Teil davon haben sie m. E. genau von den Medien aufgeschnappt die sie da kritisieren, d. h. sie sind geprägt von den einfachen Erklärungen die Politiker seit Jahren in die Welt setzen um vermeintliche Handlungsfähigkeit zu demonstrieren. Irgendwann werden wir dann vielleicht die ersten DVD-Verbrennungen erleben wenn sich diese Denke durchsetzt, die eigentlich nur eine nutzlose Imitation auf ein "Macht kaputt was Euch kaputt macht" werden kann. Die vielen kranken Entwicklungen der "Leistungsgesellschaft" werden nichtmal ansatzweise angerissen oder als Ursache identifiziert. Wer erinnert sich denn noch daran, dass ein Robert S. nach 13 Schuljahren wegen unsäglich schlechter Landesschulgesetze und der unprofessionellen Bildungspolitik hierzulande ganz ohne Schulabschluss in die Welt entlassen wurde, nur weil er das Abitur nicht geschafft hatte? Wer denkt daran wenn in diesen Tagen häufig, zumeist aber leider allein auf das Medienangebot gemünzt, die pathetische Frage gestellt wird "Was tun wir unseren Kindern an?". Aber das er Counterstrike gespielt hatte, daran erinnert sich noch jeder. Wäre kein Problem, würde sich durch diese unsachliche Meinungsfärbung nicht die Wahrnehmung der Kausalitäten und Prioritäten verschieben. Nur so ist es auch zu erklären, dass Verbote von Gewaltdarstellungen gefordert werden, die nach StGb längst verboten sind. Der Irrtum liegt nur darin, dass ein von der BPjM niemals beanstandetes USK16-Spiel von keinem Jugendschutz- und Indizierungs-Experten der Kategorie gewaltverherrlichender oder gar strafrechtlich relevanter Medien zugeordnet werden würde. Und das liegt zuletzt daran, dass der Jugendschutz ausgerechnet in Deutschland zu weich wäre.

    PM

  7. #46
    Waves
    Benutzerbild von Waves

    AW: Mindestens zehn Tote bei Amoklauf in Realschule

    ...nichts mehr passieren könne.

    Dies steht aber nicht drin. Hier werden Forderungen an die Regierung gestellt vor dem
    Hintergrund des Massenmordes an ihren Kindern. Die Eltern sind aber, meiner Meinung
    nach, auf keinen Fall so naiv zu glauben dass es nach der Erfüllung
    ihrer Forderungen nie mehr zu derartigen Katastrophen (wie in Winnenden) kommem kann.

    Wer könnte noch so naiv sein, am wenigsten die Eltern die Ihre Kinder verloren haben.
    Das Geschehene geht doch nie mehr aus deren Köpfen raus, selbst nach der Erfüllung
    könnten die Eltern es sich immer wieder vorstellen dass vergleichbare Taten geschehen könnten.

    -----------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    P.S., OT: Die Gewaltspirale wird sich noch weiter drehen. Sehen wir doch mal nach
    Frankreich, Griechenland und jetzt auch wieder nach Berlin.

    Ich sag's mal so, es gibt in dieser harten Krisen-Zeit immer mehr hilflose Menschen.
    Und es wird immer mehr Verlierer (Menschen) unseres globalen Wirtschaftssystems
    geben die diese gefühlte Hilflosigkeit mit Agression und Gewalt in die Öffentlichkeit
    tragen werden.

    Wir haben ein Problem mit zunehmend hilfslosen Menschen, bleiben wir nur mal bei
    uns in Deutschland:

    Die Klimakatastrophe, mittlerweile unvermeidbar und vom Menschen verursacht
    Hungerlöhne/Entlassungen/Arbeitslosigkeit
    Schulden die nicht mehr bezahlt werden können/Insolvenz
    Vergessene (alte) Menschen
    Sozial vereinsamte und seelisch verletzte Menschen die aus dem Raster fallen, einfach
    nicht stark genug sind

    Es gibt X Gründe warum manche Menschen agressiv werden, meist sind es mehrere
    Gründe gleichzeitig.

    In diesem Zusammenhang ein kommender Act, Griechenland rückt etwas näher an Deuschland:
    -----------------------------------------------------------------------------------------------------------------
    28. März 2009, Attac:

    Wir zahlen nicht für eure Krise!

    Die Wirtschaftskrise rollt und zeitigt dramatische Folgen. Doch unsere Regierung und die
    Wirtschaftsmächte der G20 wehren sich gegen den nötigen Wandel. Wir protestieren mit
    einer Aktionswoche gegen Krieg und Krise: Die Profiteure sollen zahlen!

    -----------------------------------------------------------------------------------------------------------------
    waves

  8. #47
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    AW: Mindestens zehn Tote bei Amoklauf in Realschule

    Und mit ein paar Verboten kommt man dagegen an?

  9. #48
    Waves
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    Langsam verstehe ich, es geht nur darum dass man nichts zusätzlich verbieten sollte. Mit Verboten ist niemanden geholfen, Verbote bringen
    nichts und niemand wird nur mit Verboten von einer Straftat abgehalten.

    Wie Klug, eine ganz neue Erkenntnis, Verbrecher gehen nicht erst zur Polizei bevor sie eine Bank ausrauben.

    Ihr seht also, Verallgemeinern geht so einfach.

    Alles so lassen wie es ist, das wollt ihr?

    Was wollt ihr ändern damit die Wahrscheinlichkeit geringer wird für diese Taten?

    Wir haben eine Chance, die heist: Alles so hinnehmen wie es ist!
    Man kann nichts Sinnvolles mehr tun!

    Grönemeyer hätte aber gesagt: "Bleibt alles anders", denn die Veränderung ist das Prinzip!!

    Den Kindern selber überlassen was gut für sie ist. Kinder an die Macht, hier wird in Grund und Boden gelacht....

    Gewalt in den Medien ist Kindern in jedem Falle zuzumuten. Hey, das Stunden lange blutige massakrieren von virtuellen Menschen (Pixel) kann sich NICHT auf die schon voll ausgeprägten Charaktere der Kinder auswirken. Ihr Unterbewusstsein kann diesbezüglich also NIEMALS Schaden nehmen, deshalb kann es auch KEINE AUSWIRKUNGEN nach aussen geben da VOR ALLEM LABILE KINDER NIEMALS REALITÄT MIT FANTASIE mischen können. Nein, ES IST ERWIESEN DASS GERADE KINDER EINEN STARKEN UND AUSGEGLICHEN GEPRÄGTEN CHARAKTER HABEN.

    Wie stark und massiv dieser feste, schon von der Natur mitgegebene Charakter ist, zeigt schon ein Klassenbesuch des Deutschen Spielfilms "Die Brücke" in der Aula. Die Jungs im Film waren ja schlieslich von Natur aus schon als Nazis geboren worden. Dass ein überlebender Junge am Schluss des Films (auf der Brücke), ziemlich schlecht aussehend, weinen musste, war bekanntermasen ein Regiefehler. Feste "Rechte" Charktere weinen nicht, schon gar keine Deutschen.

    Killerspiele bzw. Medien und Propaganda haben noch nie in der Geschichte ein Menschenleben gekostet. Das ist erwiesen...
    --------------------------------------------------------------------------
    Ab hier noch etwas "Ehrliches":

    Gäbe es keine Killerspiele würden die Menschen dennoch Selbstmorde und Morde begehen. Da aber ein negativer aggressiver Einfluss auf LABILE JUNGE MENSCHEN nachgewiesen ist, würde ich, wenn ich in Verantwortung wäre, alles versuchen die Medien zu entschärfen. Du würdest die Medien nicht entschärfen, sondern alles so lassen wie es ist.

    Das heist:
    Würden Fachleute in Übereinstimmung sagen man kann die Lage verbessern, den jungen Menschen zu helfen, die Opferzahlen zu verringern, würde ich Änderungen mit Ihnen gemeinsam versuchen zu realisieren. Und wenn ich damit bestimmte Dinge auf den Index stelle ist mir das gerade recht.
    Jugendvertreter würden mit eingebunden werden, nur eine einstimmige Lösung würde von mir akzeptiert werden.

    Du würdest alles so lassen wie es ist, auch wenn die Fachwelt sagt, tut was?
    Die Jugend braucht auch die Unterstützung vom Staat. Vielleicht denke ich hier altmodisch.

    Dass es noch viel mehr agressive Tatsachen in unserer lieben Welt gibt die uns kapuppmachen habe ich oben schon beschrieben.
    -------------------------------------------------------------------------
    Und ich frage euch nochmals: Wer hat hier von einfachen Lösungen gesprochen? Unterschiedliche Taten, unterscheidliche Ursachen, unterschiedliche Charaktere der Menschen, unterscheidliche Leben!!!

    Ich frage mich was würde ein Familieminister "PostMortem" tun?

    Was würdest Du den Eltern persönlich sagen?
    Was würdest Du als Politiker in der Öffentlichkeit sagen?
    Würdest Du etwas ändern, und wenn ja, was genau?
    Was würdest Du deinen Kindern sagen? Ist halt so, selber Schuld,
    ein Kind braucht halt gute Bedingungen dann macht es sowas nicht?

    Wie schauen bei Dir die guten Bedingungen aus, wie schaut deine Erziehung aus. Was verbiete ich meinen Kindern, wo lasse ich sie alleine, was kontrolliere ich?

    waves

    Zum Mitschreiben: Es gibt keine 100% Sicherheit bei diesem Thema, nur das Bemühen es in Zukunft besser (für den Menschen) zu machen. Aggression gehört auf den Sportplatz (nicht auf den Schiessplatz).

    waves

  10. #49
    Benutzerbild von ihkawimsns

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    AW: Mindestens zehn Tote bei Amoklauf in Realschule

    Zitat Zitat von Waves Beitrag anzeigen
    Alles so lassen wie es ist, das wollt ihr?
    Was wesentliche gesetzliche Rahmenbedingungen betrifft: Ja. Natürlich kann man sich über eine andere Bildungs- und Sozialpolitik unterhalten, aber mit dem Strafgesetzbuch zu winken, halte ich für sinnlos, in bestimmten Bereichen sogar für gefährlich.
    Was wollt ihr ändern damit die Wahrscheinlichkeit geringer wird für diese Taten?

    Wir haben eine Chance, die heist: Alles so hinnehmen wie es ist!
    Man kann nichts Sinnvolles mehr tun!
    Ich glaube tatsächlich, dass bestimmte Dinge einfach passieren und dass man sie hinnehmen und ertragen muss. Serien- und Massenmorde sind ja nun keine Erfindung des 21. Jahrhunderts. In ähnlicher Form hat es so was schon immer gegeben.

    Der nächste Teil geht an meinem Einwand weitgehend vorbei. Ich habe nichts dagegen, dass sich Eltern ab und zu mal mit ihren Setzlingen beschäftigen, im Gegenteil...

    --------------------------------------------------------------------------
    Ab hier noch etwas "Ehrliches":

    Gäbe es keine Killerspiele würden die Menschen dennoch Selbstmorde und Morde begehen. Da aber ein negativer aggressiver Einfluss auf LABILE JUNGE MENSCHEN nachgewiesen ist, würde ich, wenn ich in Verantwortung wäre, alles versuchen die Medien zu entschärfen. Du würdest die Medien nicht entschärfen, sondern alles so lassen wie es ist.

    Das heist:
    Würden Fachleute in Übereinstimmung sagen man kann die Lage verbessern, den jungen Menschen zu helfen, die Opferzahlen zu verringern, würde ich Änderungen mit Ihnen gemeinsam versuchen zu realisieren. Und wenn ich damit bestimmte Dinge auf den Index stelle ist mir das gerade recht.
    Jugendvertreter würden mit eingebunden werden, nur eine einstimmige Lösung würde von mir akzeptiert werden.
    Ist sich die Fachwelt denn da einig? Ich habe eher den Eindruck, dass man bei solch schwammigen Problemen genauso viele Meinungen wie Experten bekommt...

    -------------------------------------------------------------------------
    Und ich frage euch nochmals: Wer hat hier von einfachen Lösungen gesprochen? Unterschiedliche Taten, unterscheidliche Ursachen, unterschiedliche Charaktere der Menschen, unterscheidliche Leben!!!
    Unter anderem die Eltern der Opfer in ihrem offenen Brief.

  11. #50
    Benutzerbild von PostMortem

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    AW: Mindestens zehn Tote bei Amoklauf in Realschule

    Zitat Zitat von Waves Beitrag anzeigen
    Wie Klug, eine ganz neue Erkenntnis, Verbrecher gehen nicht erst zur Polizei bevor sie eine Bank ausrauben.

    Ihr seht also, Verallgemeinern geht so einfach.
    Das ist Deine Interpretation. Tatsache ist, dass die Jugendschutz- und Waffengesetze seit Jahren in Deutschland verschärft werden und schon immer weit oberhalb des Standards der Nachbarn liegen. Was lernst Du daraus? Brachten noch mehr Verbote einfach nichts oder muss man einfach noch mehr verbieten?

    Alles so lassen wie es ist, das wollt ihr?
    Wie schon gesagt, schon seit Jahren ist nichts so geblieben wie es war. Jugendlichen ist heute schon der Zugang zu gewaltverherrlichenden Medien verboten, es gibt weitreichende Vertriebseinschränkungen und Werbeverbote.

    Ich empfehle mal das Studium von http://de.wikipedia.org/wiki/Gewaltd...usz.C3.BCge.29

    Versuch doch mal einen noch nichtmal indizierten USK18-Titel bei amazon.de zu bestellen, das geht nur gegen Kostenpauschale und eigenhändige Abholung. Was passt Dir an diesen Regelungen denn nicht? Wer gewaltverharmlosende oder -verherrlichende Medien in Umlauf bringt dem droht bis zu 1 Jahr Knast nach §131 StGb, was passt Dir daran nicht? Sicherer für die Jugend gehts nicht, es sei denn Du willst den totalen Verbotsstaat in dem niemand mehr Verantwortung übernehmen muss und die reine Darstellung von Gewalt schon verboten ist. Es wird Symbolpolitik betrieben und es wird unter falschen Tatsachen und aus ganz anderen Motiven der Zensur- und Überwachungsstaat vorangetrieben. Hat es etwas geändert, ausser das Otto-Normalbürger immer mehr überwacht und kriminalisiert wird? Das Erwachsene in den ohnehin schon engen deutschen Grenzen (vieles was in Österreich offen im Regal steht erscheint hierzulande doch eh schon nicht mehr) selbst bestimmen welche Medien sie konsumieren sollte m. E. allerdings tatsächlich so bleiben wie es ist. Da muss man einfach mal abwägen: Während der jugendliche oder erwachsene Urheberrechtsverletzer ohne Probleme weiter an seine Medien kommen wird (es sei denn man sperrt alle Filehoster und P2P-Netze usw.), wird der ehrliche Konsument dann beim Eigenimport (z. B. aus Österreich, Niederlanden etc.) an der Grenze festgesetzt oder vom Zoll wegen Einfuhr und Besitz von "Horrorfilmen" oder "Killerspielen" verknackt. Und diese Kriminalisierung und Bevormundung von Millionen erwachsenen Menschen verhindert dann exklusiv in Deutschland Amokläufe und die Massen der anderen Länder die uns umgeben und die nicht der Meinung sind, dass solche Maßnahmen etwas daran ändern, dass alle paar Jahre ein Amoklauf geschieht, handeln dann unverantwortlich? Du hast Dich selbst des Nazivergleichs bedient und hier soll die Welt dann malwieder am deutschen Wesen genesen, ja, nur der Deutsche hat den Durchblick?

    Was wollt ihr ändern damit die Wahrscheinlichkeit geringer wird für diese Taten?
    Wir haben eine Chance, die heist: Alles so hinnehmen wie es ist!
    Man kann nichts Sinnvolles mehr tun!
    Das wurde hier schon sehr oft erwähnt und beschrieben. Daran merkt man malwieder wie fixiert manche auf ihre Sündenböcke sind, nehmen andere Aspekte schon nicht mehr wahr.

    Gewalt in den Medien ist Kindern in jedem Falle zuzumuten. Hey, das Stunden lange blutige massakrieren von virtuellen Menschen (Pixel) kann sich NICHT auf die schon voll ausgeprägten Charaktere der Kinder auswirken. Ihr Unterbewusstsein kann diesbezüglich also NIEMALS Schaden nehmen, deshalb kann es auch KEINE AUSWIRKUNGEN nach aussen geben da VOR ALLEM LABILE KINDER NIEMALS REALITÄT MIT FANTASIE mischen können. Nein, ES IST ERWIESEN DASS GERADE KINDER EINEN STARKEN UND AUSGEGLICHEN GEPRÄGTEN CHARAKTER HABEN.
    Wer so viel groß schreibt schreit und wer schreit hat Recht oder wie? Dabei glänzt dieser Absatz vor Unkenntnis. Deutschland hat einen sehr strikten Jugendschutz. Der Gesetzgeber ist es garantiert nicht der die Kinder mit den Medien allein lässt. Es gibt fast nirgendwo einen härteren Jugendmedienschutz als in Deutschland. Kein FSK16-Inhalt läuft vor 22 Uhr, PayTV-Angebote haben Jugendsperren usw. usf. Wenn die Kids trotzdem an jugendgefährdende Medien kommen, dann liegt das nicht an den Gesetzen. Es liegt u. a. auch an Menschen die Kinder selbst noch davor schützen wollten den Ordnungsämtern bei Testkäufen in Geschäften zu helfen. Es liegt an Eltern die keine Verantwortung für ihren Nachwuchs übernehmen, sondern immer nach dem Staat rufen. Früher ächtete man noch Eltern die ihre Kinder vom Fernseher oder Computer erziehen lassen. Heute brüllt man einfach danach (auch virtuell in Großschrift), dass im Fernsehen einfach nix "schlimmes" mehr zu kommen hat, damit man seine Kinder davor abladen kann, ohne Angst davor haben zu müssen mal Amokläufer-Eltern zu werden (wenn das wirklich die Hauptsorge ist, oh mein Gott!). Und wenn Eltern mal schauen würden was ihr Sprössling da so am PC feiert, wäre auch mehr geholfen als wenn Erwachsene nur noch Mario Kart mit Tempolimit spielen dürfen.

    Würden Fachleute in Übereinstimmung sagen man kann die Lage verbessern, den jungen Menschen zu helfen, die Opferzahlen zu verringern, würde ich Änderungen mit Ihnen gemeinsam versuchen zu realisieren. Und wenn ich damit bestimmte Dinge auf den Index stelle ist mir das gerade recht.
    Jugendvertreter würden mit eingebunden werden, nur eine einstimmige Lösung würde von mir akzeptiert werden.
    Du würdest alles so lassen wie es ist, auch wenn die Fachwelt sagt, tut was?
    Die Jugend braucht auch die Unterstützung vom Staat. Vielleicht denke ich hier altmodisch.
    Du beschreibst hier gerade die Arbeit der BPjM, die existiert schon und schaufelt fleissig Medienangebote auf den Index. Noch gar nicht mitbekommen? Ich empfehle nochmal das Studium von http://de.wikipedia.org/wiki/Gewaltd...usz.C3.BCge.29

    Ich frage mich was würde ein Familieminister "PostMortem" tun?

    Was würdest Du den Eltern persönlich sagen?
    Was würdest Du als Politiker in der Öffentlichkeit sagen?
    Würdest Du etwas ändern, und wenn ja, was genau?
    Was würdest Du deinen Kindern sagen? Ist halt so, selber Schuld,
    ein Kind braucht halt gute Bedingungen dann macht es sowas nicht?

    Wie schauen bei Dir die guten Bedingungen aus, wie schaut deine Erziehung aus. Was verbiete ich meinen Kindern, wo lasse ich sie alleine, was kontrolliere ich?
    Wenn Du mal von Deiner Kanzel runterkommen würdest würde ich mir ja die Mühe machen Dir da auch nochmal drauf zu antworten. Ich glaube ich habe hier in diesem Thread auch zu einigen anderen Aspekten schon was geschrieben. Es ist aber wohl kein Zufall, dass z. B. Post #36 Dich nicht interessiert, aber jeder Satz zu Filmen und Spielen Dich schäumend auf die Kanzel treibt.

    PM

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