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Minimalismus, Postwachstumsökonomie, weniger ist mehr

Erstellt von Stingray, 28.01.2015, 11:59 Uhr · 53 Antworten · 2.787 Aufrufe

  1. #1
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    Minimalismus, Postwachstumsökonomie, weniger ist mehr

    Hi Zusammen,

    ich möchte in diesem Forum mal ein neues Thema ansprechen und sehen, was Ihr dazu zu sagen habt.

    Schon seit Jahren beschäftige ich mich so nebenbei mit Themen wie dem globalen Finanzmarkt, der Veränderung unserer Gesellschaft, das uns die Rohstoffe zur Neige gehen und wohin wir uns entwickeln, aber eben auch damit, was es für Alternativen gibt und was man konkret machen kann.
    Sicher geht es uns, als ältere Generation oft so (das ist hier im Forum auch zu spüren), das wir mit der modernen Gesellschaft so unsere Probleme haben. Sei es nun, das wir mit der Technik einfach nicht mehr klarkommen, das wir der allgemeinen Anforderung immer schneller, höher, weiter nicht gerecht werden können oder uns dabei ertappen, das wir der Meinung sind, das dass frühere, (subjektiv gesehen) einfachere Leben gehaltvoller erscheint als heute, wo uns vermeintlich alle Möglichkeiten der Gestaltung unserer (Frei-)Zeit offen stehen.
    Ich möchte jetzt gar nicht über das typische Meckern der alten Generation gegen die neue Generation reden, von wegen Sittenverfall usw. sondern, das unsere gesamte Gesellschaft, egal ob jung oder alt, an einem Punkt angelangt ist, wo es praktisch keine Steigerung mehr geben kann. Und zwar keine Steigerung mehr der Freizeitgestaltung, der Produktivität oder des persönlichen Wohlstandes.
    Tagtäglich hämmern uns Politik und Medien um die Ohren, das wir Wachstum brauchen. Wachstum der Wirtschaft, Wachstum der Produktivität, der Leistung und am besten auch des Wohlstandes. Dabei wissen doch die meisten von uns längst, das die geforderten Steigerungen kaum noch Möglich sind, alleine schon, weil uns auf dieser Erde die Rohstoffe ausgehen oder aber, weil wir durch die Verwendung der Rohstoffe (z.B. Öl) unsere Erde, bzw. unser Klima so immens schädigen, das wir auf diesem Planeten bald nicht mehr so leben können, wir bisher.

    Jeder hat das Recht auf seine eigene Meinung, bzw. seinen Weg, mit den Problemen umzugehen und wer sich sagt: 'Ist nicht mein Problem, soll sich Politik/Witschaft/Sonstwer drum kümmern, ich hab 5 Kinder zu ernähren', den kann ich gut verstehen.
    Aber vielleicht ergeben sich in diesem Thema Denkanstösse, die den einen oder anderen dazu bringen, hier und da umzudenken. Oder es zeigt sich, das viele von Euch schon länger etwas tun.

    Wie seht Ihr denn so unsere moderne Wachstums- und Leistungsgesellschafft und wie geht Ihr damit um? Seid Ihr in der glücklichen Lage, Euren persönlichen Wohlstand so weit gemehrt zu haben, das Ihr ein angenehmes Leben führen könnt, ohne zu viel Stress auf der Arbeit? Oder seid Ihr noch dabei, die Karriereleiter weiter zu erklimmen um eines Tages endlich den erarbeiteten Wohlstand genießen zu können? Vielleicht ist Euch aber auch etwas andere wichtig, als rein materieller Wohlstand?
    Oder wie ist es mit Eurem Konsumverhalten? Macht Ihr Euch schon Gedanken darüber, was Ihr wirklich braucht und kauft nur das nötigste oder macht Euch ein Tag erst so richtig Spass, wenn Ihr nach Feierabend noch einen schönen neu gekauften Artikel mit nach Hause nehmen könnt?

    Mich würde wirklich interessieren, was Ihr so macht und denkt und hoffe, das wir hier eine schöne Diskussionsrunde einrichten, die ohne Streit oder Vorwürfe auskommt. Da hier im Forum nicht mehr ganz so viele Leute schreiben, wie mir scheint und diese Leute gut miteinander umzugehen wissen, denke ich, das es zu 'Ausschreitungen' gar nicht erst kommt.

    Und als ersten Denkanstoss gebe ich schonmal einen Youtube Link an Euch weiter, und zwar über Niko Paech, der viele Interessante Dinge zu erzählen hat. Wer etwas Zeit aufbringt, um sich mal einen Vortrag von ihm anzuhören, wird es sicher nicht bereuen.
    https://www.youtube.com/results?search_query=niko+paech

  2.  
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  3. #2
    Benutzerbild von musikmichel

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    AW: Minimalismus, Postwachstumsökonomie, weniger ist mehr

    Interessantes Thema!

    Natürlich macht man sich so seine Gedanken über die Welt, die Umwelt, deren Schutz, Ökonomie und Ökologie. Wie sagt man: "Wir haben uns die Erde nur von unseren Kindern geliehen". Wenn alle das beherzigen würden, bräuchte sich niemand Gedanken machen. Schluss, Aus, Micky Maus.

    Leider sind wir unglaublich weit davon entfernt.
    Ich denke, die Globalisierung läuft zu eingleisig, nicht alle KÖNNEN (bzw. wollen) da unbedingt Schritthalten. Zur Versinnbildlichung mal ein (fiktives, aber nicht unrealistisches) Beispiel: Mal angenommen, wir hier in good old Germany erfüllen alle egal wie strengen Umweltauflagen, die man sich nur denken kann; Filter in jedem Kamin, Autos stoßen reinere Luft als Abgas aus, als sie ansaugen, die Bauern setzen nicht ein einziges Tröpfchen mehr Gülle ein als für den Boden gut ist, unser Müll wird in 17 verschiedenen Mülltonnen getrennt und entsprechend weiterverarbeitet und/oder genutzt usw. etc. pp. dann wäre Deutschland tatsächlich nicht nur sauber, sondern rein! Wir könnten uns auf die eigene Schulter ob unserer Vorzeige- und Vorreiterrolle klopfen. Könnten!!!!! Wenn aber nur eines der um uns liegenden Länder sich nicht an die Spielregeln hält und KEINE Filter in Kaminen und saubere Autos produziert bzw. nutzt, dann haben wir uns redlich gemüht, aber stinken wird auch unsere Luft, trotz aller Bemühungen, trotzdem.

    Dieses Abschweifen in die Ökologie habe ich genommen, weil sich dadurch viele Zusammenhänge wesentlich nachvollziehbarer verdeutlichen lassen.

    In der Ökonomie verhält es sich doch sehr ähnlich! Ich bin Kaufmann und das Erste, was ich zum Thema Umsatz gelernt habe (und auch bis Heute unverändert praktiziere), war: Stillstand ist Rückstand! Und genau so funktioniert Wirtschaft und Industrie nun mal.
    Und der Mensch ist IMMER nur Mittel zum Zweck und nichts ist leichter austauschbar oder zu ersetzen als ein nicht so wie gewollt funktionierender Mitarbeiter. Anders gesagt: Nichts als ein Kostenfaktor.
    Deine Gedanken über Sinn und Notwendigkeit der Arbeit, der Zuwächse, den Stress, das Konsumverhalten und die Freizeitgestaltung laufen so gesehen ein kleines bisschen ins Leere. So wie du das ge- bzw. beschrieben hast, hat es mir persönlich zuviel Beigeschmack von unterschwelligem Sozialismus. Und der hat bekanntlich noch nie funktioniert.

    Andererseits muss auch ich zugestehen, dass ich selbstverständlich auch von weniger Arbeit, mehr Geld, ein zweites Mopped und ein schnelleres Auto, tollen Urlauben und feinstem Geschmeide für mein Weib und feinster Elktronik in edelstem Gemäuer träume und schwärme...

    Von deinem Herrn Paech habe ich nur den kurzen, knapp 10 Minütigen Beitrag von ARTE angeschaut. Einige Parallelen in der Denkweise stelle ich fest, aber wenn er darüber schwallert, weniger Arbeiten und die dadurch entstehende Freizeit in Ackerbau und Viehzucht zu investieren, der macht grobe Denkfehler und das als Akademiker, was mich sehr befremdet.

    Bitte bedenkt, ich will niemanden missionieren, niemandem unnötig auf die Füße treten!

    Alles nur

  4. #3
    Benutzerbild von Kuddel Daddeldu

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    AW: Minimalismus, Postwachstumsökonomie, weniger ist mehr

    ich gehöre nicht zu den Menschen,die sofort in den nächsten Laden rennen,weil es wieder einen Artikel gibt,der neuer ist und mehr Technologie hat als mein im Besitz befindlicher Artikel.
    gegen Werbung bin ich resistent,ich nutze Werbeunterbrechungen im TV,um dann andere Dinge zu erledigen,wie Abwasch erledigen,essen oder den Müll rausbringen.
    jedes Jahr neue Klamotten kaufen ?
    wozu ?
    ich trag´erstmal die alten Sachen auf-und ich hab´heute noch Pullover aus den 80gern,die ich noch trage.
    bei Elektroartikeln ist´s dasselbe-einen neuen Fernseher habe ich mir erst gekauft,nachdem der alte seinen Geist aufgab.
    mein PC hat noch Windows XP und die Wohnungseinrichtung wie Sofas,Sessel und Schränke sind auch noch allesamt Baujahr 1989.
    ach ja,Kühlschrank und Herd ebenfalls Baujahr 1989 -und funktionieren noch einwandfrei.
    meine erste Stereoanlage aus dem Jahr 1981 exisistiert ebenfalls noch mit Ausnahme des Kassettenrecorders,der nach knapp 20 Jahren den Geist aufgab.
    ich brauch´keinen Luxus,um Spaß am Leben zu haben-meinen Urlaub verbringe ich auf einer kleinen nordfriesischen Hallig und bin dort auch telefonisch nicht erreichbar-herrlich !!
    ein Karrieretyp bin ich auch nicht-ich arbeite,um zu leben-Geld ist nicht alles und auch nicht an erster Stelle,das ist die Gesundheit-Du hast nur ein Leben und keine Continues wie bei Super Mario.
    Streß´mach ich mir auch keinen,was ich heute nicht schaffe,mach´ich eben morgen weiter-ich hab´keinen Bock,mit ´nem Herzinfarkt umzukippen,heißt aber nicht,daß ich auf der Arbeit rumgammele.

  5. #4
    Benutzerbild von Stingray

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    AW: Minimalismus, Postwachstumsökonomie, weniger ist mehr

    Mir ging es in meinem Geschreibsel nicht darum, einen Hauch von Soziallismus oder einen anderen Ismus rüber zu bringen, auch wollte ich nicht den Eindruck erwecken, ich sei ein Wir-werden-alle-Vegetarier-und-retten-die-Welt Typ.Mir geht's auch nicht um eine globale Gesamtlösung, wie wir die Welt verbessern, sondern eher darum, ob Ihr Euch Gedanken um die Anforderungen der modernen Welt und an einen ja durchaus drohenden Mangel an wichtigen Rohstoffen und natürlich auch den Umweltschutz macht. Aber Gedanken darüber macht sich sicherlich jeder, deswegen interessiert mich am meisten, wie Ihr damit umgeht und ob Ihr z.B. Euer Verhalten ändert oder ändern wollt. Ob Ihr Tipps habt oder Möglichkeiten seht, wie man Alltägliches verändern kann um einerseits die Umwelt zu schonen und dabei am besten noch die Lebensqualität verbessern kann. Oder ist gar einer unter uns, der sich einen Teil seiner Nahrung selber anbaut, oder das gerne möchte?Ich z.B. bin in den letzten Jahren (teils auch einfach aus Geldmangel) zu einem schlechteren Konsumenten geworden. Mittlerweile verzichte ich aber ganz von selbst auf das Kaufen von unnützen Dingen oder überlege mir immer, wenn ich etwas neues haben möchte: 'Brauche ich das wirklich?'. Ich habe sogar, ganz im Gegenteil, viel entrümpelt, wie z.B. meine ehemals umfangreiche DVD Sammlung. Wenn ich mir dann aber wirklich mal was 'gönne', freue ich mich wieder um so mehr darauf (Vorfreude) und darüber, wenn ich's gekauft habe.Also, ich kann sagen, weniger kaufen kann tatsächlich glücklicher machen. Auch aufgegebene Sammelleidenschaften sind irgendwie befreiend.Das ist halt nur mal ein Denkanstoss von meiner Seite und es gibt ja noch so viel mehr.Und was den Niko Paech betrifft, so finde ich den ersten Teil seiner Vorträge immer sehr gut, weil er aufzeigt, auf was wir zukünftig eventuell verzichten müssen. Im zweiten Teil informiert er dann über seinen Lösungsvorschlag, wie wir leben könnten/sollten/müssen, wenn's vieles nicht mehr gibt.Einiges davon finde ich sehr gut, wie gemeinschaftliches nutzen von teuren Gegenständen oder auch das Reparieren von kaputten Dingen und damit gibt er wieder Tipps, die man heute schon umsetzen kann. Mit dem Rest seiner Utopie, bzw. generell solcher Utopien kann ich dann nicht mehr viel mit anfangen und halte ich auch für unrealistisch.

  6. #5
    Benutzerbild von Stingray

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    AW: Minimalismus, Postwachstumsökonomie, weniger ist mehr

    Sorry, aber irgendwie frisst der Editor sämtliche meiner Absätze, auch nach einer Bearbeitung. Deswegen ist mein oberer Beitrag nicht so gut zu lesen.

  7. #6
    Benutzerbild von musikmichel

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    AW: Minimalismus, Postwachstumsökonomie, weniger ist mehr

    @ Stingray:
    Falls ich mit meinem Posting bei dir den Eindruck erweckt habe (wie es mir scheint), ich wolle dich angehen, so möchte ich mich entschuldigen, DAS habe ich nicht gewollt!

    Dann mal auf deinen Nachtrag eingehend. Du spielst eher so auf den Faktor Lebensalter (was ja immer auch einiges an Lebenserfahrung mitbringen sollte) an. Richtig?

    Ja, ich mache mir auch so meine Gedanken, was wirklich sein muss, was der Umwelt schadet und wo ich einen kleinen Schritt tun kann. Ich trenne meinen Müll gewissenhaft (auch mit dem Wissen, dass das von einigen Unternehmen der Abfallwirtschaft nicht mit derselben Konsequenz weitergeführt wird), achte speziell beim Erwerb neuer Gerätschaften z.B. auf Energieeffizienz (auch mit dem Wissen, dass ich der eingebauten Obsoleszenz der Hersteller nicht entrinnen kann), fahre keine unnötigen Stecken um auch so Ressourcen zu schonen und die Umwelt nicht unnötig zu belasten (hier eine kleine Einschränkung: Ja, ich gestehe, mit dem Mopped, das sind reine Lustfahrten wo eigentlich der Sprit unnütz verbrannt wird. Aber es macht höllischen Spaß).
    Mit anderen Worten: Ich habe nur ein Leben und das ist verdammt kurz, also möchte ich nicht wirklich asketisch leben aber trotzdem nicht völlig den Aspekt des praktizierbaren Umweltschutzes aus den Augen verlieren.
    Wünsche: Die machen nur so lange richtig Spaß, wie es Vorfreude ist. Habe ich dann diesen Wunschgegenstand, so ist er in der Regel sehr schnell normalität und verliert, wenn auch nicht seinen Nutzen, so doch bestimmt etwas von seinem Reiz.
    Ja, Obst und Gemüse aus Schwiegermutters Garten esse ich sehr gern, käme aber für mich niemals auf die Idee, zur Selbstversorgung gezielt was anzubauen.
    Ausräumen / Ausmisten: Meine Frau ist eine leidenschaftliche Sammlerin. Irgendwie von allem. Das ich da gelegentlich die Entledigung von vielen Dingen anrege und tatkräftig unterstütze, ist einfach nur angewandter Pragmatismus. Würde ich sie gewähren lassen, würden wir wohl in einem Edel-Messie-Haushalt leben.

    Paech: Da bin ich stur und bleibe bei meiner Theorie, dass der da mehr Sozialismus als Wirtschaftswissenschaft propagiert. Hört sich auf den ersten Blick zunächst "interessant" an, ist aber in meinen Augen einfach nicht möglich. Man kann nicht zuerst Wirtschaft, Industrie und Handel aufblühen lassen und forcieren, nur um dann das alles wieder einzustampfen. Die vielen Existenzen, die auf diese Weise bedroht sind bzw. werden, kann man nicht mehr sich selbst überlassen.

  8. #7
    Benutzerbild von Kuddel Daddeldu

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    AW: Minimalismus, Postwachstumsökonomie, weniger ist mehr

    ich zitiere mal an dieser Stelle etwas von Herbert Grönemeyer,was meine Sicht der Dinge am besten wiedergibt:

    "Momentan ist richtig,momentan ist gut"


    meine Fußball-Sammelbilder und Fußball-Sonderhefte würde ich nie wegschmeißen,das ist ein Teil eines meiner Hobbies,genauso wie das Besuchen von Sportplätzen.
    eine gewisse Lebensqualität sollte schon sein,dafür gehe ich ja arbeiten,um mir Dinge leisten zu können,die mir gefallen.

    ich hätte keine Lust,in so einer Lehmhütte ohne Wasser und Strom zu hausen so wie einst die Urmenschen-das wäre mir eindeutig zu minimal.
    aber eine "Villa Medici" mit 2.000qm und 10 Badezimmern wäre das andere Extrem-das brauche ich genauso wenig wie teure Uhren oder ´nen Luxus-Schlitten.

    so wie jetzt aktuell paßt schon

  9. #8
    Benutzerbild von Lexi

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    AW: Minimalismus, Postwachstumsökonomie, weniger ist mehr

    Zitat Zitat von Stingray Beitrag anzeigen
    Sei es nun, das wir mit der Technik einfach nicht mehr klarkommen,
    Welche Technik bereitet Dir da Probleme?!

  10. #9
    Benutzerbild von Torsten

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    AW: Minimalismus, Postwachstumsökonomie, weniger ist mehr

    Zitat Zitat von Kuddel Daddeldu Beitrag anzeigen
    aber eine "Villa Medici" mit 2.000qm und 10 Badezimmern wäre das andere Extrem-das brauche ich genauso wenig wie teure Uhren oder ´nen Luxus-Schlitten.
    Was dieses Thema betrifft, empfehle ich mal eine der besten Dokus der letzten Jahre. Hab den Film mittlerweile an diverse Freunde/Verwandte/Kollegen verteilt, weil er auf seine Weise ziemlich außergewöhnlich ist und reichlich Gesprächsstoff bietet - einige Szenen daraus sind bei uns quasi schon zu Running Gags geworden. Wobei einem das Lachen auch teilweise im Halse stecken bleibt - und man ständig zwischen Faszination, Fassungslosigkeit, Kopfschütteln und Betroffenheit schwankt ob solcher absurden Auswüchse von Konsum und Reichtum ...

    Hier drei treffende Artikel dazu:

    ?Die Königin von Versailles?: US-Milliardäre, die gefühlt auf Hartz-IV-Niveau leben - FOCUS-Fernsehclub - FOCUS Online - Nachrichten

    TV-Tipp: Die Königin von Versailles

    American Dream: Wie eine Luxus-Villa des US-Milliardärs David Siegel zum Millionengrab wurde - Medien - Tagesspiegel

    Hier kann man sich den Dokufilm in zwei Teilen anschauen:

    Die Königin von Versailles / The Queen of Versailles - Dailymotion-Video

    Die Königin von Versailles /Teil 2 - Dailymotion-Video

    "Mama, was machen die ganzen Leute in unserem Flugzeug?"

  11. #10
    Benutzerbild von LtdBoomer

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    AW: Minimalismus, Postwachstumsökonomie, weniger ist mehr

    Interessantes,aber auch schwieriges Thema.Zumindest ist es nicht so leicht den Einstieg zu finden,weil es viel zu sagen gäbe....
    Ich fang mal so an:
    Während alle um mich herum immer schneller werden,hab Ich das Gefühl zu stehen und nicht Vorwärts zu kommen.Ja,so könnte man es beschreiben.
    Ich gebe zu,die Leistungsgesellschaft mit ihrer Botschaft schneller,weiter,höher und vor allem reicher geht mir tierisch auf die Nüsse.Ich pack dieses Tempo nicht und Ich will auch nicht.Merkels Schrei und betteln nach Wachstum,natürlich gerne auch mit möglichst viel Personal aus dem Ausland,egal ob hier nur jeder 13. Jugendliche ein Ausbildungsplatz bekommt oder nicht,hat für mich bereits was von Ohnsorg-Theater.
    Aber um Politik will Ich es jetzt hier nicht gehen lassen.
    Ich finde es erschreckend,wie abhängig man sich machen lässt von Werbung,Mobiltelefon und Internet.Jetzt aktuell zu sehen beim Blackout vom "Gesichtsbuch".Kaum geht mal ne Stunde nichts,drehen alle durch und wissen nichts mehr mit sich anzufangen.
    Gott,Ich liebe die 80er....Da wusste man noch wie es geht,es sich selber zu machen!
    Schlimm ist auch ,wie schnell man heute aufs Abstellgleis kommt und vergessen wird.Menschlich und finanziell.
    An die 50 und Job verloren?Erschießen ist das beste.Alles andere geht an die Substanz und Menschenwürde.

    Ich würde mir ein etwas besinnlicheres Tempo wünschen.Klar,geht nicht und kommt auch nicht.Logisch.
    Aber wenn Wir nicht mal etwas langsamer werden und uns umsehen,könnten Wir eines Tages stolpern und kräftig auf die Nase fliegen.
    Wir,die Menschheit,so isses!

    Achja,was Ich von so Leuten wie in den oben genannten..Ähmm..Dokus... halte,verbietet mein Anstand hier zu schreiben.
    Jau,auch Ich habe Anstalt..Ähhh..Anstand.

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