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Minimalismus, Postwachstumsökonomie, weniger ist mehr

Erstellt von Stingray, 28.01.2015, 11:59 Uhr · 53 Antworten · 2.786 Aufrufe

  1. #31
    Benutzerbild von musikmichel

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    AW: Minimalismus, Postwachstumsökonomie, weniger ist mehr

    Zitat Zitat von Cinderella Beitrag anzeigen
    ...youtube ist super. Und ich denke auch, was brauche ich noch CDs. Aber - wie ist die Internet-Prognose? Glaubt ihr, das bleibt alles so wie es gerade ist, dass man Texte lesen, sich informieren kann und über youtube super Musik hören und Vorträge hören und Filme sehen kann?...
    Vermutlich wird sich das I-net im Laufe der Zeit noch deutlich verändern. Technisch bin ich viel zu unbedarft, um abschätzen zu können, wohin da die Reise mal gehen wird. Genau wie du auch liebe und schätze ich youtube sehr. Für mich ein wahres Füllhorn im Bereich Musik. Was ich da schon so alles gefunden bzw. wiedergefunden habe, das hätte ich vor einigen Jahren nicht für möglich gehalten. Aber trotzdem würde ich niemals auch nur eine einzige meiner CDs dafür hergeben. Allein schon die Ton- bzw. Klangqualität, die mir diese Form von Minimalismus bietet, reicht nicht wirklich aus, um mich zumindest in diesem Bereich zufriedenzustellen. Auch was man dort an Filmen, Berichten usw. findet ist der Wahnsinn. Jedoch auch hier meine Eingrenzung: Um den großen TV und den Player auszumustern oder gar abzuschaffen reicht es nicht. Wie ständig in diesem Trööt: Ein permanentes Für und Wider.

  2.  
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  3. #32
    Benutzerbild von Cinderella

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    AW: Minimalismus, Postwachstumsökonomie, weniger ist mehr

    @ musikmichel: ja, das mit den CDs stimmt. Schade, dass ich viele weg habe

  4. #33
    Benutzerbild von musikmichel

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    AW: Minimalismus, Postwachstumsökonomie, weniger ist mehr

    Zitat Zitat von Cinderella Beitrag anzeigen
    @ musikmichel: ja, das mit den CDs stimmt. Schade, dass ich viele weg habe
    Komm Cinderella, ich tröste dich!
    Diesen Fehler habe ich auch mal begangen. Als ich von Vinyl auf CD umstellte, habe ich sehr, sehr viele Platten verschenkt, auch die, die ich noch nicht auf CD hatte (da es die noch gar nicht gab!). So einige, speziell Maxi Singles, weine ich heute hinterher. Es ist zwar eigentlich wieder alles besorgt, etliches aber nur als mp3, was nicht wirklich meinen hohen Ansprüchen an die Klangqualität entspricht.

  5. #34
    Benutzerbild von Cinderella

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    AW: Minimalismus, Postwachstumsökonomie, weniger ist mehr

    Komm Cinderella, ich tröste dich!
    Diesen Fehler habe ich auch mal begangen.


    genau ab diesem Punkt finde ich Minimalismus bedenklich. Und frage mich, ob das auch Konsumterror von einer anderen Seite ist. Denn, was weg ist, muss unter Umständen irgendwann einmal wieder nachgekauft werden

  6. #35
    Benutzerbild von Stingray

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    AW: Minimalismus, Postwachstumsökonomie, weniger ist mehr

    Zitat Zitat von Cinderella Beitrag anzeigen
    @ Stingray: drei Monate glücklich sein oder drei Tage ist doch auch schon was. Wieso soll alles für immer sein?
    Guter Gedanke! Warum nicht 3 Monate Glück oder nur ein paar Tage... Aber was kostet mich dieses kurze Glück? Ok, bleiben wir dabei, das ich 5 Millionen gewonnen hätte und so ein Sportwagen, sagen wir mal 100.000 Euro kostet. Gut 100.000 Euro tun nicht weh, wenn man 5 Millionen besitzt, aber mir erscheint das doch sehr dekadent. Trotzdem, leisten könnte ich es mir dann.
    Aber solches Glück ist eben nicht von Dauer und schon viele Lotto-Millionäre haben schmerzhaft erfahren müssen, wie schnell der Reichtum schwindet, wenn man den glücklichen Moment immer wieder kosten will.
    Was wäre denn, wenn ich die 100.000 Euro nicht in den Sportwagen investieren würde, sondern z.B. den örtlichen Tafeln spenden würde? Und um doch noch mal den glücklichen Moment des fahrens eines Sportwagens zu empfinden, mir für ein paar hundert Euro den Wagen für ein paar Tage leihe? Zumindest für mich klingt das besser. Mit dem Wagen hätte ich doch nur Ärger, wenn er langweilig wird, kostet er mir unnötig viel Sprit, Reparaturen sind teuer und irgendwann ist er alt und kaum noch was wert.

    Gegen Reichtum und Konsum ist nichts einzuwenden. Auch ich wäre gerne Millionär. Viel Geld zu besitzen, macht unabhängiger und sicherer, aber meinen Lebensstil müsste ich nicht ändern. Anstatt das Geld zu verprassen würde ich es lieber beiseite legen, sinnvoll investieren und spenden. Und wenn ich dann mal wirklich etwas haben möchte, dann kann ich es mir leisten und freue mich drüber.
    Ich behaupte, das Glück, das man durch Geld erkaufen kann, ist kein wirkliches Glück. Sein wahres Glück findet man in sich selbst und durch den guten Umgang mit anderen. Das klingt seeehr pathetisch, aber das ist meine Überzeugung.

    Aber nun soll man doch um Himmels Willen nicht sein Hab und Gut weggeben, um asketisch sein Leben zu fristen. Ich finde nur, es muss nicht immer höher, schneller, weiter gehen. Wer seine CDs/LPs sammelt und liebt, hat damit etwas wertvollen. Denn es ist nicht der monetäre Wert der Musikträger, der sie für den Sammler wertvoll macht, sondern die schönen Erinnerungen und Emotionen, die er mit ihnen verknüpft. Dinge, die einem gut tun sollte man nicht weggeben. Aber mir z.B. hat meine DVD Sammlung früher mal etwas bedeutet, heute tut sie das nicht mehr. Sie ist für mich wertlos geworden und somit kann ich gut, bzw. besser ohne sie leben. Und ich bin mir sicher, das ich das auch niemals bereuen werde.

  7. #36
    Benutzerbild von Heiko2609

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    AW: Minimalismus, Postwachstumsökonomie, weniger ist mehr

    In meinem Besitzstand erhalte und pflege ich nach wie vor eine reihe älterer Gegenstände, teils aus wirtschaftlichen Gründen.
    Moderne Autos sind schon irgendwie schreckliche Dinger.
    Und übrigens viele kurze Strecke kann man mit dem Fahrrad fahren, aber sagt das mal manchen in Ortschaften unter 10.000 Einwohnern, da gilt die Benzinkutsche als das einzige wahre und gültige Verkehrsmittel.
    Zwischen Samstag 12.00 Uhr und Sonntagabend sind hier ÖPNV-mäßig sehr magere Zeiten, da muss man ohne Auto 4 Kilometer zum nächsten Kleinstadtbahnhof laufen oder radeln und das ist dann für manche schon verdammt schwer.
    Siehe auch hier meine eigene Diskussion:
    Wer nutzt noch welche technische Geräte/Gegenstände aus den 80ern?

    Der Monitor in den ich schaue ist ein Peacock 17 Zoll von 1998, der sich in den ersten Minuten rosa tönt.
    Aber solange es nur so bleibt, wird er noch nicht ersetzt.
    Und wenn es nicht mehr geht, bestelle ich mir von einer gemeinnützigen Einrichtung aus der weiteren Region, die Langzeitarbeitslosen, Beschäftigungsmöglichkeiten bzw. berufliche Erfahrungsmöglichkeiten gibt, einen flachen 19 Zoll Monitor(oft die gehobenen Büromonitore von NEC, Dell oder Fujitsu-Siemens für um die 40 - 50 €, der dann Werkstattgeprüft ist mit Garantie statt eines neuen Budgetmonitors von Acer oder Samsung für 99 €.

    Es geht bei dem allen hier sicher außerdem noch um maßvollen Konsum.
    Ist ja auch ein Thema der nächsten Mittwoch beginnenden Fastenzeit, bei der die gläubigen Christen heute weniger auf das Essen achten, sondern stattdessen bzw. auch weniger Konsum von z.B Fernsehen oder Internetgebrauch.

  8. #37
    Benutzerbild von LtdBoomer

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    AW: Minimalismus, Postwachstumsökonomie, weniger ist mehr

    Zitat Zitat von Stingray Beitrag anzeigen

    Anstatt das Geld zu verprassen würde ich es lieber beiseite legen, sinnvoll investieren und spenden.
    Ein ehrbarer Vorsatz,mein Respekt dafür!
    Aber bei allen guten Vorsätzen,besonders was Lottogewinne bzw.Millionenschwerer Reichtum angeht:

    Ne,beim besten Willen würde Ich niemals daran denken auch nur einen Kack-Euro zu sparen,anzulegen oder zu spenden.So langsam gehts auf eine sowieso mehr als bescheidene Rente zu,mein ganzes Leben hab Ich auf Baustellen malocht für Peanuts und um mir anhören zu müssen,das Ich eh für alles zu alt bin und was Ich jemals gelernt habe heute eh nicht mehr relevant ist.
    Oh nein,bei einem Lottogewinn würde Ich alles auf den Kopf donnern,mir Segelboote in Miami kaufen aber niemals zum Segeln hinfliegen,
    goldene Wasserhähne und Villen in ganz Europa verstreut mit 10 Frauen in jeder von diesen Villen,selbst wenn auch die bezahlt worden sind!
    Ich würde prassen ohne Ende bis alle Kröten weg sind kurz bevor Ich in die Kiste muss,was eh in ca.25 Jahre soweit sein wird,weil in meiner Familie ist noch nie einer älter geworden.Zumindest bleibt nix für die poplige Verwandschaft,soviel ist klar.
    Bei allem Minimalismus:
    Ich kann leider nicht zweimal Leben,also muss jeglicher Spaß schon noch in diesem Leben stattfinden.

  9. #38
    Benutzerbild von Cinderella

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    AW: Minimalismus, Postwachstumsökonomie, weniger ist mehr

    @ Stingray: ja, da kann ich erst einmal nichts mehr zu erwähnen oder ergänzen

    @ Heiko2609: danke für das Erinnern an den Thread. Schon toll - wer noch Sachen aus den Achtzigern hat , finde ich toll. Wegwerfgesellschaft - das muss doch echt nicht für alle gelten und die, die da nicht mitmachen, tun gut daran, finde ich. Weil in allem Geschichte und persönliche Erfahrungen stecken.

    @ Laschek:
    mein ganzes Leben hab Ich auf Baustellen malocht für Peanuts und um mir anhören zu müssen,das Ich eh für alles zu alt bin und was Ich jemals gelernt habe heute eh nicht mehr relevant ist.

    schon übel. Ab 35 ist man doch heutzutage schon zu alt - zum ko*

    Evtl. interessantes Video "Von allem zuviel" - mit Konsumforscher 9:29 im Film


  10. #39
    Benutzerbild von Cinderella

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    AW: Minimalismus, Postwachstumsökonomie, weniger ist mehr

    außerdem google ich mich schon länger durch Themen wie "Leben ohne Geld" Raphael Fellmer und Ähnliche (Foodsharing.de u.ä.), Leben ohne Arbeit und ohne Staat usw.

    Gerade muss ich aber lachen

    deshalb, weil ich denke, bei dem was Christoph Fasching erzählt, sind andere am kochen, putzen, waschen, arbeitend im Betrieb usw. - naja, andere auch nicht



    habe in den Film hineingeschaut - na ja, spricht das Thema leben ohne Geld an und den Zustand der derzeitigen globalen Situation, der Titel war der Grund, warum ich es aufrief aber insgesamt ist es spirituell angehaucht. Schlecht ist es denke ich auf eine Art nicht, vielleicht sind nur die gebrauchten Worte dafür ungewohnt.

    Stimmt ja, Burnout, Depressionen usw. - Psychologen haben alle Hände voll zu tun usw.

    ach herrje, böse, böse Bilderbergerwelt ^^

  11. #40
    Benutzerbild von Laschek

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    AW: Minimalismus, Postwachstumsökonomie, weniger ist mehr

    @Cinderella: du hast mir da oben das Baustellenzitat untergejubelt, ich hab aber in meinem Leben noch nicht auf einer Baustelle gearbeitet!

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