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Mohammed-Karikaturen

Erstellt von brandbrief, 06.02.2006, 18:49 Uhr · 78 Antworten · 4.946 Aufrufe

  1. #1
    Benutzerbild von brandbrief

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    Seit Tagen toben wütende Muslime, da sie sich durch Mohammed-Karikaturen in einer dänischen Zeitung beleidigt fühlen. Die aufgebrachten Demonstranten lassen ihren Unmut an Botschaften aus und verbrennen Staatsflaggen.
    Nun folgte eine offizielle Entschuldigung seitens der dänischen Zeitung.
    Auf der SPIEGEL-Seite wird dazu die interessante Frage gestellt, ob diese Entschuldigung richtig sei.
    Dort fand ich eine Meinung, der ich voll und ganz zustimmen kann:

    Die Entschuldigung war völlig falsch. Für Nicht-Muslime ist es völlig irrelevant, ob es für Muslime verboten ist, Bilder des sogenannten Propheten zu veröffentlichen. Diese Campagne der muslimischen Staaten ist ein Versuch, Schritt für Schritt die Ver-und Gebotspraxis der Scharia auch in Europa durchzusetzen. Der erste Schritt ist gelungen.
    Genau so sehe ich das auch. Wenn es sich aus religiösen Gründen bspw. für einen Moslem nicht gehört, Schweinefleisch zu sich zu nehmen, kann er das gerne machen. Deshalb lasse ich mir mein Schnitzel trotzdem schmecken.
    Es existieren mit Sicherheit auch Karikaturen über Gott. Die Katholiken scheinen da zum Glück aber wohl nicht so sensibel zu reagieren.
    Ich denke, dass radikale Muslime dieses wieder als Provokation ansehen, um ihrem Hass gegen die westliche Welt erneut Ausdruck zu verleihen.

    Wie denkt ihr darüber?

    (Ich erwarte wieder ausführliche Posts von PostMortem )

  2.  
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  3. #2
    Benutzerbild von Torsten

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    Ich finde dieses Einknicken vor den radikalen Islamisten auch zum Kotzen. Es ist offensichtlich, dass hier ein nichtiger Anlass genutzt wird, um sich aufzuspielen und Hasstiraden zu schüren.

    Die Gutmenschen der westlichen Welt faseln ständig was von "Diplomatie", "Fingerspitzengefühl" und "Toleranz" und merken gar nicht, dass die Gegenseite über solche Begriffe verächtlich lacht. Denn wie bemerkt mein Spezi Norbert Bolz im "Konsumistischen Manifest" völlig zurecht:
    Religion, die es ernst meint, ist nicht tolerant. Deshalb kann sie von der Religion der Toleranz, also dem Liberalismus, nicht toleriert werden. Man sollte sich hier nicht von der humanistischen Seminar-Erfahrung der Religionswissenschaftler und der politischen Korrektheit der Politiker irreführen lassen, die uns heute unisono einreden wollen, der Islam sei eine Religion des Friedens.

    Eine Religion predigt Toleranz, solange und wo sie nicht an der Macht ist. Und umgekehrt ist Macht immer ein Maß dafür, wie weit man sich nicht anpassen muss. Ich bin immer dann tolerant, wenn meine tiefsten Überzeugungen nicht berührt werden, und ich bin immer dann kompromissbereit, wenn ein Sieg unwahrscheinlich ist.

    (…)

    Der Fundamentalismus konfrontiert den Liberalismus mit Konflikten, die nicht auf Interessenskonflikte reduzierbar sind. Wer fromm ist, hat kein Interesse am Marktplatz der Ideen. Er hat die Wahrheit - und deshalb kein Interesse an einer anderen Wahrheit. Man kann es auch so sagen: Religion, die sich ernst nimmt, ist dogmatisch. Und im Dogma haben wir den eigentlichen Gegensatz zum liberalen Dialog. Es codifiziert die Wahrheit des rechten Glaubens und kann deshalb in unseren westlichen Spitzenwerten wie "Offenheit" und "othering" nur gottlose Verirrung sehen. Für den Frommen sind die westlichen Werte schon deshalb unattraktiv, weil sie sich, inhaltlich völlig unbestimmt wie sie sind, bei näherem Hinsehen ganz in Verfahrensfragen auflösen: Variabilität, Offenheit, Andersheit, Dialog. Diese Neutralität unserer Spitzenwerte ist der Preis, den wir für unsere universalistischen Ansprüche zahlen müssen.
    Im Übrigen kann man von all den Moslems, die mit dem radikalen Islamismus angeblich nichts zu tun haben wollen und sich kritische Äußerungen bequem leisten könnten, erwarten, dass sie dies auch öffentlich mit aller Schärfe zum Ausdruck bringen und somit Druck auf die Fanatiker ausüben. Diese Meinung vertreten auch Moslems, die in der Lage sind, ihre eigene Kultur mit kritischer Distanz zu betrachten. Angesichts ihrer Untätigkeit habe ich für die Jammerei vieler Muslime, sie würden ständig über einen Kamm geschoren werden, mittlerweile zunehmend weniger Verständnis.

    Den Deutschen wurde nach dem Krieg zurecht vorgeworfen, sich nicht gegen ein Unrechtsregime gestemmt zu haben. In die gleiche Verantwortung sind nun all die friedliebenden Muslime zu nehmen, wenn ihre radikalen "Glaubensgenossen" mal wieder etliche Menschen in den Tod gebombt haben.

    Ich erlebe auch keine empörten Aufschreie der islamischen Welt, wenn iranische Politiker mal wieder ihre Hasstiraden Richtung Israel und die westliche Welt abfeuern. Wo bleiben denn die bedeutenden islamischen Führer, die sich energisch gegen diesen Wahnsinn positionieren?

  4. #3
    Benutzerbild von Babooshka

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    Die Dänen hätten es wirklich sein lassen können/sollen mit der Karikatur. Sie hätten es einfach WISSEN müssen, dass Moslems das nicht so einfach hinnehmen würden. Sie hätten WISSEN müssen, dass es "Moslems" gibt, die eigentlich keine sind, weil sie sich lediglich hinter dem Bollwerk Religion verschanzen, um Terror zu machen.

    Selbst ich als nicht sonderlich Religiöse finde es aber schon recht heftig, einen Propheten sozusagen als Terroristen darzustellen. Das Verletzen religiöser Gefühle macht man einfach nicht, ganz egal, um welche Religion es sich handelt. Denn neben den gewaltbereiten Pseudo-Moslems gibt es auch eine ganze Menge friedlicher Gläubiger, die in ihren Gefühlen verletzt wurden, das darf man nicht vergessen.

  5. #4
    Kinderfresser
    Benutzerbild von Kinderfresser
    Prinzipiell stimme ich Euch da zu. Mit Sicherheit ist es nicht in Ordnung was da in vielen islamischen Ländern momentan passiert.

    Allerdings sollte man auch bedenken, daß die Christen da auch nicht unbedingt besser sind. Erinnert sich noch jemand daran was nach "Die letzte Versuchung Christi" los war? Richtig. In Paris brannte ein Kino bis auf die Grundmauern ab. Angesteckt von christlichen Fundamentalisten. 13 Schwerverletzte. In anderen Ländern bspw. der Schweiz oder den USA gab es auch massive Proteste. Und Monty Python hatten 1979 diverse Klagen wg. Gotteslästerung am Hals!

    Das rechtfertigt natürlich nicht, was bspw. im Iran oder dem Libanon passiert, zeigt aber, daß es meistens kleine Gruppen sind, die den Ruf einer Gesamtheit ruinieren. Und daß es nunmal nicht alle Moslems sind, zeigt doch auch, daß in Ägypten oder der Türkei noch nichts passiert ist.

  6. #5
    Benutzerbild von Muggi

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    Zu diesem Thema wogt im DM-Forum schon seit einiger Zeit ein heftiger Streit hin und her, der sich inzwischen über eine zweistellige Seitenanzahl hinzieht. Ich war anfangs hin- und hergerissen, tendiere aber nach den Ausschreitungen der letzten Tage eher zur "So nicht!"-Fraktion. Hier mal ein längeres Posting von mir zum Thema, Auslöser war die Aussage eines Forumskollegen, dass diese Zeichnungen gar nicht an die Muslime gerichtet waren.

    @blackcat:
    Wenn man sich in deren Sphären und Ländern aufhält sollte man als Westlicher NATÜRLICH deren Werte und Gefühle nicht missachten.
    Das sehe ich als selbstverständlich an.

    Diese Karikaturen wurden aber in Dänemark für dänische Leser gemacht.
    Das geht den Moslems in Arabien oder sonstwo einen Scheißdreck an.
    Weil diese Karikaturen in unseren Sphären und Ländern entstanden sind und unseren Werten entsprechen.
    Eines dieser Werte ist nunmal die Pressefreiheit.
    Mit Verlaub, das ist für mich nun überhaupt kein Argument. Ich möchte das einmal näher anhand des Umkehrschlusses erklären.

    Fools, sowohl Du als auch ich werden (so nehme ich an) Menschen sein, die nicht so schnell aus der Ruhe zu bringen oder zu beleidigen/verletzen sein werden. Wenn uns einer einen Vollarsch nennt, zucken wir mit den Schultern und gehen weiter. Aber (und da wirst Du mir sicherlich zustimmen) es gibt Menschen, die aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu einer Minderheit, Volks- oder Religionsgruppe anders denken. Das macht selbst vor westlichen Zivilisationen nicht halt. Australier können beispielsweise sehr unangenehm werden, wenn man sie auf ihre Historie als ehemalige Strafkolonie hinweist (und ihnen somit zu verstehen gibt, Nachkommen von Knackis zu sein). Konstruieren wir also mal den (unwahrscheinlichen, ich erwähnte ja, mit was will man uns beleidigen?) Fall, dass in einer Zeitung, in sagen wir einmal Papua-Neuguinea, ein Artikel oder eine Karikatur erscheint, die uns als Deutsche, Europäer, Weiße, Männer oder was weiß ich zutiefst beleidigt. Wir sagen uns also: ist doch okay, war ja eh nicht für uns und unseren Kulturkreis geschrieben...nee, also das klingt dann wirklich zu blöd!

    Wenn ich also eine bestimmte Gruppe gar nicht explizit anspreche, kann ich dank der Pressefreiheit tun und lassen, was ich will, sofern nicht §130 StGB berührt ist?

    Noch zwei Beispiele aus der Historie. Die Mannschaft der Bundesrepublik schied bei der Fußball-WM 1958 in Schweden im Halbfinale gegen den Gastgeber aus. Nach dem Spiel beschwerten sich Spieler und Medien unisono über die aufgeputschte Atmosphäre im Göteborger Stadion. In der Folge wurden schwedische Touristen in Deutschland verprügelt oder in Restaurants nicht bedient, Reifen schwedischer Autos in Hamburg zerstochen und die "Schwedenplatte" verschwand von den Speisekarten. Ist lange her, ich weiß.

    In den 70er oder 80er Jahren veröffentlichte der SPIEGEL eine Titelgeschichte über die ausufernde Kriminalität in Italien, auch gegen Touristen. Titelbild war damals eine in einen Teller Pasta drapierte Pistole. Das führte zu diplomatischen Verstimmungen und ebenfalls zu Schwierigkeiten deutscher Urlauber in Italien. Eben weil sich ein ganzes Volk als Mafiosi diffamiert sah.

    Nur damit wir uns verstehen: Ich heiße weder Flaggenverbrennungen, Boykottaufrufe oder sonstigen nationalistischen/fundamentalistischen Müll gut. Aber etwas anderes als die übliche Schwarz-Weiß-Malerei darf es durchaus sein. Ich habe das Problem, dass ich von beiden hier vertretenen Meinungen Teile in meiner eigenen Ansicht wiederfinde.

  7. #6
    Benutzerbild von Torsten

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    Kinderfresser postete
    Das rechtfertigt natürlich nicht, was bspw. im Iran oder dem Libanon passiert, zeigt aber, daß es meistens kleine Gruppen sind, die den Ruf einer Gesamtheit ruinieren. Und daß es nunmal nicht alle Moslems sind, zeigt doch auch, daß in Ägypten oder der Türkei noch nichts passiert ist.
    Wenn das eine Minderheit ist - wo bleibt dann die Mehrheit, die sie zurechtweist? Bis auf harmlose Lippenbekenntnisse vernehme ich da nix.

  8. #7
    Benutzerbild von brandbrief

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    Es sind ständig ausreichend Karikaturen von Politikern in Tageszeitungen zu finden. Hat deshalb schon einmal ein Abgeordneter das Auto eines Journalisten angezündet?
    Dies Duckmäuserei halte ich für völlig falsch.
    Der eine reagiert mehr, der andere weniger sensibel.
    Erinnert ihr euch noch an Harald Schmidt als er uns allabendlich Polen- und Ossi-Witze präsentierte?
    Ich fühlte mich dadurch in keinster Weise beleidigt und konnte ebenfalls herzhaft drüber lachen. Wenn einige Ossis das als Beleidigung ansehen, so ist das ganz allein ihr Problem. Wenn durch diese Minderheiten die Pressefreiheit außer Gefecht gesetzt werden soll, so ist das wohl ein Schritt in die verkehrte Richtung.
    Es sind hier eindeutig Überreaktionen, die bewusst genutzt werden, um den Hass weiter zu schüren. Dazu wird anscheinend jede noch so kleine Gelegenheit genutzt.

  9. #8
    Benutzerbild von Muggi

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    Und außerdem sollten bestimmte islamische Medien die Füße hübsch stillhalten:

    http://www.tomgrossmedia.com/ArabCartoons.htm

  10. #9
    Benutzerbild von PostMortem

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    brandbrief postete
    Genau so sehe ich das auch. Wenn es sich aus religiösen Gründen bspw. für einen Moslem nicht gehört, Schweinefleisch zu sich zu nehmen, kann er das gerne machen. Deshalb lasse ich mir mein Schnitzel trotzdem schmecken.
    Es existieren mit Sicherheit auch Karikaturen über Gott. Die Katholiken scheinen da zum Glück aber wohl nicht so sensibel zu reagieren.
    Ich denke, dass radikale Muslime dieses wieder als Provokation ansehen, um ihrem Hass gegen die westliche Welt erneut Ausdruck zu verleihen.

    Wie denkt ihr darüber?

    (Ich erwarte wieder ausführliche Posts von PostMortem )
    Dann möchte ich Dich nicht enttäuschen

    Aber um es zunächst kurz zu machen: Ich sehe das genauso wie Du und SPON.

    Es kann doch nicht ernsthaft jemand meinen, dass wir in den europäischen Medien, die sich an Europäer richten, jegliche religiösen und staatlichen Verbote beherzigen, weil gewisse Darstellungen irgendwo auf der Welt als anstößig empfunden werden könnten. Zu allererst wid eine dänische Zeitung jawohl für dänische Leser und deren dänisches Empfinden produziert. Diese Leser können die Zeichnungen dann geschmacklos finden oder nicht, aber legal sind sie auf jeden Fall. Es ist deshalb nicht nur dumm, sondern auch noch absolut überflüssig, wenn sich ein Staat für die Taten eines Redakteurs bzw. einer dänischen Zeitung entschuldigt. Es ist sogar schädlich, weil die Muslime in den derzeit besonders brutal protestierenden Ländern, so im Irrglauben bleiben können, dänische Medien und der dänische Staat wären gleichgeschaltet und deshalb gleichzusetzen.

    Das zu den diesbezüglichen Islamverstehern selbst George W. Bush und natürlich der Vatikan zählen war klar, da sie sich solche Karikaturen als Ultrachristen natürlich auch verbeten.

    Das schöne ist eben, dass in unseren Gefilden Staat und Religion getrennt sind. Leider hat es sich bis zu den Muslimen wohl noch nicht rumgesprochen, dass in Europa nicht nur Medien und Staat getrennt sind, sondern auch Religion und Staat. Wir sind da m. E. einfach schon etwas weiter entwickelt. Wir hatten die Reformation und wir haben mittlerweile einen hohen Bevölkerungsanteil, für den irgendwelche religiösen Vorschriften im täglichen Leben keine Rolle mehr spielen. Selbst die Kirchen haben sich damit arrangiert, dass es heute kaum noch jemand einsieht, vor dem ersten 5ex jemanden zu ehelichen...

    Letztendlich ist es jedenfalls unserer freien, aufgeklärten Lebensweise zu verdanken, dass wir im Juni 2006, wenn die mit deftigen Karikaturen gewürzte WM-Berichterstattung britischer Boulevardblätter (der übliche zu erwartende 2.WK-, Nazi- und Panzermist über den "hässlichen Deutschen" eben) wieder losgeht, keine britischen Botschaften anzünden, keine Briten entführen und auch sonst niemand irgendwie zu Schaden kommt (ausgenommen natürlich malwieder die Hooligans, aber die wollen sich ja immerhin alle gegenseitig die Zähne ausschlagen...).

    Ansonsten habe ich das starke Gefühl, dass diese Karikaturen von den dortigen Diktaturen und (Hass)Predigern lediglich vorgeschoben wurden, um zeitlich passend zum Irankonflikt nochmal für ordentlich antiwestliche Stimmung im Volk zu sorgen. Die Karikaturen sind immerhin schon vier Monate alt. Da ist es doch einigermaßen verwunderlich, warum das Theater ausgerechnet jetzt losgeht.

    Wie dem auch sei... für jegliche Argumentationen, die dahin gehen, dass wir uns in Europa in irgendeiner Form selbst zu beschränken hätten, habe ich wenig Verständnis. Unsere Freiheit wurde durch die Taten oder mit Hinweis auf die Taten von islamistischen Irren schon zu Genüge beschnitten. Wenn wir jetzt noch unsere Meinungs- und Pressefreiheit an einer fremdländischen Religion ausrichten, geraten wir m. E. aufs falsche Gleis und schaffen ein Europa, dass mit dem 1989 entstandenen freien Kontinent nicht mehr viel zu tun hat. Ich halte Aufklärung für viel wichtiger. Vieles was unter dem Deckmantel des Islam so alles verpackt wird, gibt der Koran gar nicht her. So ist selbst das Paradebeispiel "Verbot des Genusses von Schweinefleisch" nicht in Stein gemeisselt. In Zeiten des Kühlschranks erlaubt der Koran den Genuss im Grunde. Doch so etwas setzt sich nicht durch, es gibt niemanden der sich traut so etwas anzusprechen, geschweige denn zu reformieren. Es kann nicht Sinn der Sache sein, so eine rückwärtsgewandte Religion in ihrer Rückwärtsgewandtheit noch zu unterstützen. Es herrscht ein Geist des "das haben wir schon immer so gemacht" und gleichzeitig ein gefährlicher Anspruch, dass der Islam das einzig wahre, das absolute und überall gültige zu sein hat.

    Die Damen und Herren brauchen einen Luther und bis dahin eine klare Ansage, dass wir uns hier auf unserem Boden nicht werden erpressen oder reinreden lassen. Auf der anderen Seite müssten unsere nordamerikanischen "Freunde" endlich mal aufhören überall auf der Welt Diktatoren erst zu unterstützen, dann zu stürzen und sich zu wundern, dass die unterjochte Bevölkerung die Amis satt hat. Dieser Hass färbt eben auch auf uns ab und trifft den ganzen Westen. Unsere europäischen Luschen-Politiker haben ja leider auch kein bisschen Selbstbewusstsein um sich von den USA klar abzugrenzen...

    PM

  11. #10
    Benutzerbild von Elek.-maxe

    Registriert seit
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    Wer irgendetwas in "religiöser" Motivation unternimmt, bei dem andere ums Leben kommen können, sollte mal nachschauen, ob nicht genau dies gegen eines der eigenen Religion höchsten Gesetze verstößt:
    Auf jeden Fall!
    Wenn es dieser "Wer" dann doch tut, handelt er gegen seine eigene Religion. So "religiöse" dieser "Wer" also sein muß, hilft fast nur noch:
    Selbstmord.

    Nix dagegen, wenn dabei nicht wieder gegen eines der eigenen höchsten religiösen Gesetze verstoßen wird, und jemand weiteres dabei ums Leben kommen kann. (Selbstmord ist meines Wissens auch für Katholiken nicht verboten, zumindest nicht begründet/ursprünglich, das wird lediglich doktriniert.)

    Also bitte, lieber Fanatiker, etwas mehr Konsequenz!

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