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Mohammed-Karikaturen

Erstellt von brandbrief, 06.02.2006, 18:49 Uhr · 78 Antworten · 4.945 Aufrufe

  1. #41
    Benutzerbild von brandbrief

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    Mumie postete
    Für mich gibt es schon einen Unterschied beim Begriff -herziehen und kritisieren-(mit Fingerspitzengefühl).
    ...und wo genau willst du da die Grenze ziehen? Soll vorher bspw. bei Erstellung von Karikaturen gefragt werden, ob derjenige sich in irgendeiner Art und Weise verletzt oder angegriffen fühlt?
    Politiker werden nicht gerade wenig in diversen Tageszeitungen karikiert. Glaubst du, denen gefällt dies ausnahmslos? Sie reagieren eben nicht so fanatisch, wie manch andere Gruppen.
    Wenn vor jeder Karikatur-Veröffentlichung alle eventuellen Reaktionen der dargestellten Personen in Erwägung gezogen werden müssen, wird bald keine Kritik etc. mehr existieren.

  2.  
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  3. #42
    Benutzerbild von sturzflug69

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    *political correctness off*

    Mit Schweineschmalz einreiben und in ein Colafass werfen

    *political correctness on*

  4. #43
    LastNinja
    Benutzerbild von LastNinja
    Sind die Dänen jetzt eine von den Dänen mit denen man alles machen kann?


    Mhh....ich weiß nicht, ich kann diese ganze Aufregung der Muslime und Co mal wieder nicht nachvollziehen.
    Aber das konnte ich ja noch nie...
    Mein Gott....´nen Dshiad auszurufen wegen ein paar Bilder.....
    Meine Fresse, bin ja froh, dass Musicola nicht ein Muslime ist...
    Vor allem, weil diese Mohammed-Karikaturen doch schon etwas länger existieren
    Na ja....man suche sich ein Feindbild...

    Sich aber da so hineinzusteigern???
    Mir sind die janzen Völker da unten immer schon suspekt gewesen..
    Nicht nur bei religiösen Sachen, sondern schon bei banalen Dinge, wo es um die "Familienehre" geht...

    Als Ordnungshüter erlebt man da so manche Situationen....wo man sich immer wieder fragt: In welchem Land lebe ich eigentlich?? Das sind Situationen, die kann man manchmal gar nicht wiedergeben....
    Ok, das schrammt haarscharf am Thema vorbei....

    Dennoch: Aufregung wegen nichts...
    Mir gehts dieser ganze religiöse Wahn verdammt gegen den Strich.....und auch mir hängt dieses Einknicken vor den radikalen Islamisten auch zum Halse raus.
    Null Verständnis und null Toleranz...

    Jede Kultur sein Steckenpferd......aber deswegen Menschen töten?
    Sorry.....aber das ist Bullshit...

  5. #44
    raabi2000
    Benutzerbild von raabi2000
    Zum einen finde ich die Karikaturen nicht sonderlich schlimm, zum anderen hat sich ein bei uns arbeitender Exil-Iraner köstlich über sie amüsiert.

    Ich denke auch, dass es die Pressefreiheit erlaubt solche Karikaturen zu zeigen. Auf der anderen Seite zeigen auch arabische Zeitungen (meist staatlich gesteuert) Karikaturen über das Christentum und das Judentum, welche auch so manchem Christen bzw. Juden die Schamesröte ins Gesicht jagen würden.

    Von daher finde ich die Reaktionen in diversen muslimischen Ländern (wobei im Libanon 50% der Einwohner Christen sind) als völlig überzogen und sie zeigt aus meiner Sicht, wie weit diese Länder noch von Meinungsfreiheit und Toleranz gegenüber der westlichen Welt entfernt sind. Wer Toleranz fordert, sollte auch selber mit gutem Beispiel voran gehen.

  6. #45
    Benutzerbild von ihkawimsns

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    Mumie postete
    Der Unterschied ist blos,dass vielen Menschen ihre Religion,sehr tief geht und man den Glauben anderer Mitbürger(bzw.Menschen)respektieren und nicht darüber herziehen sollte,egal wie komisch man ihn findet.Dass sollte einen schon der Anstand sagen.Kritik ja aber mit Fingerspitzengefühl.Frage wie fändest du,wenn du -Ateihst-wärst(bist?)und man immer wieder darüber herziehen würde(und du nicht die Möglichkeit hättest,dich direkt zu wehren)?Fändest du das Lustig,auf Dauer?Ich glaube du wärst ein schlechter Diplomat.
    Natürlich akzeptiere ich keine Gewalt,als Antwort(sagt mir schon alleine meine Religion bzw.mein gesunder Menschenverstand.)!
    Religionen haben auf unserem Planeten schon so viel Leid angerichtet, dass ich sie nicht respektieren kann. Ausnahmen sind vielleicht noch solche, die ohne einen Gott auskommen (z.B. Buddhismus). Von mir aus soll jeder glauben, was er will, so lange er die anderen in Frieden lässt. Was mich am Glauben am meisten stört, ist das aufdringliche Sendungsbewusstsein, welches damit häufig einhergeht.

  7. #46
    Mumie
    Benutzerbild von Mumie
    ihkawimsns postete
    Mumie postete
    Der Unterschied ist blos,dass vielen Menschen ihre Religion,sehr tief geht und man den Glauben anderer Mitbürger(bzw.Menschen)respektieren und nicht darüber herziehen sollte,egal wie komisch man ihn findet.Dass sollte einen schon der Anstand sagen.Kritik ja aber mit Fingerspitzengefühl.Frage wie fändest du,wenn du -Ateihst-wärst(bist?)und man immer wieder darüber herziehen würde(und du nicht die Möglichkeit hättest,dich direkt zu wehren)?Fändest du das Lustig,auf Dauer?Ich glaube du wärst ein schlechter Diplomat.
    Natürlich akzeptiere ich keine Gewalt,als Antwort(sagt mir schon alleine meine Religion bzw.mein gesunder Menschenverstand.)!
    Religionen haben auf unserem Planeten schon so viel Leid angerichtet, dass ich sie nicht respektieren kann. Ausnahmen sind vielleicht noch solche, die ohne einen Gott auskommen (z.B. Buddhismus). Von mir aus soll jeder glauben, was er will, so lange er die anderen in Frieden lässt. Was mich am Glauben am meisten stört, ist das aufdringliche Sendungsbewusstsein, welches damit häufig einhergeht.
    Da stimme ich dir zu(das schon viel Leid im Namen der Religion,passiert ist).Das hat aber nichts mit der Aussage der (zumindest) der christlichen Religion zu tun(mit den anderen Religionenkenne ich mich zu wenig aus).
    Aber schau dir z.b den Kern(Bergpredigt) der christlichen Religion an,was ist dagegen zu sagen und das ist(!)die Religion(man sollte schon Kirche und Religion trennen können(obwohl ich der Meinung bin,das die Kirche wichtig aber reformbedürftig ist).
    Zum Sendungsbewusstsein ist meine Meinung dass (unaufdringlich)nichts dagegen spricht ,zu versuchen anderen Menschen von seinem Glauben zu erzählen.

  8. #47
    Mumie
    Benutzerbild von Mumie
    brandbrief postete
    Mumie postete
    Für mich gibt es schon einen Unterschied beim Begriff -herziehen und kritisieren-(mit Fingerspitzengefühl).
    ...und wo genau willst du da die Grenze ziehen? Soll vorher bspw. bei Erstellung von Karikaturen gefragt werden, ob derjenige sich in irgendeiner Art und Weise verletzt oder angegriffen fühlt?
    Politiker werden nicht gerade wenig in diversen Tageszeitungen karikiert. Glaubst du, denen gefällt dies ausnahmslos? Sie reagieren eben nicht so fanatisch, wie manch andere Gruppen.
    Wenn vor jeder Karikatur-Veröffentlichung alle eventuellen Reaktionen der dargestellten Personen in Erwägung gezogen werden müssen, wird bald keine Kritik etc. mehr existieren.
    Da hast du Recht,es ist schwierig(wenn nicht unmöglich).Ich bin aber trotzdem der Meinung das man manchmal(besonders wenn es so ein sensibles Thema wie Religion und unter anderen auch so eine große sensible Menschenmenge betrifft sollte man ein wenig sensibler sein).Da gibt es auch andere Wege um vieleicht besser an sein Ziel zu kommen.

  9. #48
    Benutzerbild von PostMortem

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    Mumie postete
    @PM
    Der Unterschied ist blos,dass vielen Menschen ihre Religion,sehr tief geht und man den Glauben anderer Mitbürger(bzw.Menschen)respektieren und nicht darüber herziehen sollte
    Man könnte das jetzt aus verschiedenen Richtungen in Frage stellen, z. B. im Hinblick auf einen sehr tiefen Glauben an Satan, Sektenkulte usw... da wird es dann schnell heissen, dass es da natürlich klar sei, dass das nicht unters Thema Respekt fällt, sondern die Leute aus diesen Gruppen herausgeholt werden müssen.

    Und ich gehöre zu denen, die in den meisten heute akzeptierten Religionen auch nichts anderes als riesige gezähmte Sekten sehen, die es zufällig geschafft haben tausende Jahre zu überleben und in dieser Zeit Millionen Mitglieder und eine Menge Einfluss zu (er)werben. Diese Meinung wird man mir wohl oder übel lassen müssen und zu dieser Meinung incl. entsprechender Meinungsfreiheit gehört es, dass die Infragestellung der Existenzberechtigung und der herausgehobenen Stellung der "Welteligionen" gar nicht vollzogen werden kann, ohne dass das von sich als unantastbar selbstverstehenden Religionsvertretern bereits als Respektlosigkeit verstanden werden muss. Das ist doch völlig klar.

    Aber das kann nicht der Maßstab sein. Deshalb sehe ich auch nicht ein, warum ausgerechnet die äußerst streitbaren Religionen, die erst seit wenigend tausend Jahren existieren (und damit nicht zu den naturgebenenen Dingen wie Hautfarbe, 5exuelle Orientierung etc. gehören) und die sich künstlich auferlegt wurden, besonderen Schutz vor Kritik und Satire genießen sollen. Dafür haben Religionen schon zu viel Unheil angerichtet und dafür wird im Namen von Religionen zu viel getan, ohne dass sich davon in ausreichendem Maße distanziert wird.

    Frage wie fändest du,wenn du -Ateihst-wärst(bist?)und man immer wieder darüber herziehen würde(und du nicht die Möglichkeit hättest,dich direkt zu wehren)?
    Kritik hat für mich nicht etwas mit "herziehen" zu tun, nur weil sie in Form einer Karikatur daher kommt oder weil sie jemanden trifft, der absolute Ansprüche auf die Richtigkeit seiner Ansichten hat und sich für unantastbar (Islam) oder unfehlbar (Papst usw.) hält. Nehmen wir wieder den Mohammed mit dem Bombenturban. Wie verschieden dieses Bild bereits gedeuetet wurde, belegt, dass man dem Zeichner eigentlich keine beleidigenden Absichten unterstellen kann, denn es geht allein aus dem Bild keine Beleidigung sondern 100 und 1 Deutungen hervor. Beleidigt fühlen, kann man sich dann von einer eigenen boshaften Interpretation dieses Cartoons. Da diese Interpretation aber nicht der Intention des Autors entsprechen muss, kann auch deshalb keine selbstverständlich beleidigende Absicht unterstellt werden. Für mich sagt dieses Bildnis aus, dass Mohammed so sicherlich nicht gesehen werden wollte, die lautesten und tatkräftigsten Vertreter des Islam aber seit Jahren dabei sind, dieses Bild des Islams zu erschaffen und die gemäßigten Muslime setzen dem zu wenig entgegen.... Diese Kritik ist berechtigt, sie ist schlichtweg wahr und seit langem überfällig!

    Das Kriterium der Rechtmäßigkeit solcher Kritik ist also der journalistische Handlungsdruck (die Presse gilt in der Demokratie nicht ohne Grund als 4. Macht im Staat und eben nicht etwa die Kirche) und die Richtigkeit der Kritik (natürlich immer im gesetzlich zulässigen Rahmen).

    Du hast natürlich Recht: Wer findet es schon lustig in der Kritik zu stehen, ob zu Recht oder zu Unrecht? Ich bestimmt auch nicht. Aber deshalb sollte man es tunlichst unterlassen mich von berechtigter Kritik zu verschonen.

    Fändest du das Lustig,auf Dauer?
    Niemand der in der Kritik steht findet das lustig. Wenn die Kritik aber berechtigt ist, kann es einfach kein Grund sein Kritik zu unterlassen, nur weil der Adressat sie nicht lustig findet. Unberechtigte Kritik wird hierzulande schnell zum Schweigen gebracht, auch die Medien sind ja nicht gleichgeschaltet. Wenn aber beispielsweise einem Putin seit Jahren nachgesagt wird, dass er der demokratischen Entwicklung in Russland seit Jahren erheblichen Schaden zufügt und das Rad teilweise zurückdreht, dann ist das richtig obwohl er das natürlich nicht lustig findet. Soll ers korrigieren was man international kritisiert, dann braucht er sich auch nicht mehr grämen...

    Ich glaube du wärst ein schlechter Diplomat.
    Jede Rolle zu richtigen Zeit an der richtigen Stelle und dem richtigen Zweck. Journalisten sind m. E. sowieso besser skupellose Aufklärer und Anheizer mit einer gehörigen Portion Hunger auf die nächste große Enthüllungsstory - ohne Rücksicht auf Empfindlichkeiten. Bremsen kann ihn dann noch der Chefredakteur, aber auch der sollte tunlichst kein Diplomat sein. Also, so wie Diplomaten schlechte Journalisten wären, wären Journalisten sicherlich schlechte Diplomaten. Aber deshalb machen sie ja auch ihren Job und nicht den des jeweils anderen.

    PM

  10. #49
    Benutzerbild von ihkawimsns

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    Beim nochmaligem Durchlesen ist mir dieser Beitrag aufgefallen:
    Torsten postete
    Kinderfresser postete
    Das rechtfertigt natürlich nicht, was bspw. im Iran oder dem Libanon passiert, zeigt aber, daß es meistens kleine Gruppen sind, die den Ruf einer Gesamtheit ruinieren. Und daß es nunmal nicht alle Moslems sind, zeigt doch auch, daß in Ägypten oder der Türkei noch nichts passiert ist.
    Wenn das eine Minderheit ist - wo bleibt dann die Mehrheit, die sie zurechtweist? Bis auf harmlose Lippenbekenntnisse vernehme ich da nix.
    Die Antwort lautet: Weil es nicht bloß "Ja" und "Nein" gibt, sondern noch eine dritte Option, die "Klappe halten" lautet. Aus Angst vor Konsequenzen werden sich die wenigsten Moslems öffentlich gegen die Stimmungsmache richten. Und Leute, die die Klappe halten, verkaufen sich nicht. Daher sind sie auch nicht in den Medien präsent. Andererseits muss "Klappe halten" auch nicht gleich Zustimmung bedeuten.

  11. #50
    Benutzerbild von Torsten

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    05.10.2001
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    TV-Tipp zum Thema:

    "Berliner Phoenix-Runde" mit folgenden Gästen:

    - Henryk M. Broder (Publizist)
    - Seyran Ates (Rechtsanwältin und Publizistin)
    - Bascha Mika (taz)
    - Ali Kizilkaya (Vorsitzender Islamrat)
    - Aktham Suliman (Al Dschasira)

    Die erste Ausgabe von 21:00 Uhr ist zwar schon vorbei, aber die Sendung wird von 00:00 - 00:45, 02:15 - 03:00, 04:00 - 04:45, 05:45 - 06:30 und 09:15 - 10:00 Uhr wiederholt.