Seite 2 von 5 ErsteErste 12345 LetzteLetzte
Zeige Ergebnis 11 bis 20 von 47

Montagsdemonstrationen

Erstellt von ihkawimsns, 08.08.2004, 22:20 Uhr · 46 Antworten · 2.384 Aufrufe

  1. #11
    Benutzerbild von Torsten

    Registriert seit
    05.10.2001
    Beiträge
    6.613
    Pallas postete
    Die Massen werden sich in Bewegung setzen - mit Sicherheit.
    ... und damit leider wenig bis nichts erreichen.

    Solange kein globas Umdenken stattfindet, wird Politik und Wirtschaft eines einzelnen Landes künftig kaum noch Möglichkeiten haben, an den Missständen entscheidend etwas zu ändern. Da können Deutsche noch so sehr auf die Straße gehen - an den komplexen Zusammenhängen internationaler Ökonomie werden sie nicht rütteln können. Traurig, aber wahr.

    Ich komm' mir selbst ein wenig bescheuert vor, wenn ich derlei pathetisches Gedankengut äußere, aber: Ohne eine weltweite Revolution sehe ich keine Aussicht, aus dem Teufelskreis von bedrohlich falscher Kapitalverteilung und Frustpotenzial der Ausgeschlossenen herauszukommen.

    Die Zeitbombe tickt...

  2.  
    Anzeige
  3. #12
    Benutzerbild von bubu

    Registriert seit
    29.05.2002
    Beiträge
    1.632
    Ich verweise hier nochmals auf den Buchtipp, den ich kürzlich gepostet habe: "Meine Sonntage mit Sabine Christiansen".

    Nach dem ersten Drittel lesen, wird mir erst so richtig klar, was für eine gewaltige kollektive Volksverarschung da von Seiten der Wirtschaft betrieben wird, die sich der Politik und letztlich leider auch der Medien als ihre ausführenden Organe zum permanenten Einimpfen angeblicher Wahrheiten bedient.

    Deutschland hat jahrelang über seine Verhältnisse gelebt? Ohne Wirtschaftswachstum keine Arbeitsplätze? Angebliche Wahrheiten, die immer und immer wieder vorgetragen werden, die keiner mal wirklich hinterfragt und die zynischerweise meistens von Leuten vorgetragen werden, die sich solche Aussagen locker leisten können.

    Zum hundertsten Mal kann man z.B. heute wieder schön auf "Spiegel-Online" das Glaubensbekenntnis eines großen Wirtschaftsmagnaten lesen: der Adidas-Chef darf nun auch nochmal wiederholen, was die von Pierers, Henkels und Rogowskis schon tausendmal von sich gegeben haben. (http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,312120,00.html)

    Wenn die Wirtschaft wächst, gibt's mehr Arbeit? Warum stieg dann die Zahl der Arbeitslosen in den 90ern stetig an, wo doch die Wirtschaft brummte?

    Wo ist eigentlich das ganze Geld des Wirtschaftswachstums der 90er geblieben (viele hunderte Milliarden DM)?

    Eine klare Wahrheit wird man im Buch finden: wenn es der Wirtschaft gut geht, geht es Deutschland noch lange nicht gut.

    Ich kann nur jedem raten, das Buch zu lesen. Aber ich warne auch gleichzeitig: es wird jeden, der noch einigermaßen klar denken kann, sehr sehr wütend machen.

    Man kommt sich fast schon so vor, wie der Typ aus dem 80er-Splatter "Sie leben!", als er das erste Mal die Spezial-Brille aufzog und die ganzen versteckten suggestiven Befehle und die wahren Gesichter der Aliens sah...

  4. #13
    Benutzerbild von
    Torsten postete
    Pallas postete
    Die Massen werden sich in Bewegung setzen - mit Sicherheit.
    ... und damit leider wenig bis nichts erreichen.

    Solange kein globas Umdenken stattfindet, wird Politik und Wirtschaft eines einzelnen Landes künftig kaum noch Möglichkeiten haben, an den Missständen entscheidend etwas zu ändern. Da können Deutsche noch so sehr auf die Straße gehen - an den komplexen Zusammenhängen internationaler Ökonomie werden sie nicht rütteln können. Traurig, aber wahr.
    Teilweise stimme ich Dir da zu. Teilweise aber auch nicht. Andere Länder sind weitaus weniger zimperlich um ihrer heimischen Wirtschaft Vorteile zu verschaffen. Nehmen wir die Strafzölle, die die USA lange Zeit relativ unbehelligt auf Stahlimporte verhängt haben. Während die deutsche Stahlindustrie sich über Jahrzehnte schlank gemacht hat und konkurrenzfähig anbieten konnte, machte man sie über die Strafzölle einfach künstlich teuer. Die inländische Industrie wurde gestärkt. Heute brummt Stahl wieder. In Deutschland kann momentan gar nicht so viel produziert werden wie man absetzen könnte. Wir Europäer zieren uns mit solch drastischen Maßnahmen immer sehr, lassen eigene Industrien lieber den Bach runtergehen als jemanden in der Welt zu verprellen. Ganz im Gegenteil, heute sind wir die größten Fürsprecher davon, sämtliche Marktbeschränkungen für 3. Welt Länder einzureissen. Klar, das klingt erstmal gut und gerecht. Nur um die Folgen die das für uns hat kümmert sich kein Mensch. Deshalb bin ich seit langem anderer Ansicht. Auch wenn die Steinkohle ein blödes, verbranntes und vorurteilsbehaftetes Beispiel ist: Ich kann nicht auf der einen Seite in Deutschland immer ethisch und moralisch korrekt rumlamentieren, dass ein Menschenleben unbezahlbar ist, kaufe auf der anderen Seite aber billige Kohle aus Ländern wo jedes Jahr 10.000 Menschen im Bergbau verrecken und erkläre dann, die deutsche Kohle (wo es schon schlimm ist, wenn in einem Jahr mal ein Mensch auf einer Zeche gestorben ist) sei international nicht konkurrenzfähig. Gleiches gilt für die deutsche Chemie- und textilindustrie, die nicht Inder in krebserregende Pisse stellt um Klamotten zu färben und dabei das ganze Umland gleich mit. Solange solche ungleichen Verhältnisse herrschen würde ich meine Märkte zwar nicht unbedingt abschotten. Aber statt über Klimaprotokolle zu lamentieren, würde ich Produkte die unter solchen Bedingungen produziert werden, so lange mit Strafzöllen belegen (und damit den Produktionspreisvorteil zunichte machen), bis in anständige Produktionsmethoden investiert wird. Das wäre zum Schutz der Länder die bereits ein erstrebenswertes Level an Arbeitssicherheit und Umweltschutz erreicht haben (und von dem man auch keinen Deut zurückweichen sollte) und zum Wohle der heutigen Lohndumper.

    Wie Frankreich es handhaben will und auch weiter wird, haben wir ja bei SANOFI - AVENTIS gesehen. Wo die Arbeitsplätze nach dieser Fusion abgebaut werden, kann man sich denken. Zumindest gibt es fast kein Beispiel für einen nennenswerten Arbeitsplatzabbau im Land des Unternehmens, dass ein ausländisches übernommen hat. Der französische Staat hat hier massiv interveniert um Arbeitsplätze im eigenen Land zu sichern - koste es die anderen was es wolle.

    Es geht also schon was. Deutschland möchte das Spiel nur so nicht spielen. Es führt nur dann leider kaum ein Weg dran vorbei, dass wir am Ende der Dumme sind.

    Dave

  5. #14
    Benutzerbild von Torsten

    Registriert seit
    05.10.2001
    Beiträge
    6.613
    bubu postete
    Ich verweise hier nochmals auf den Buchtipp, den ich kürzlich gepostet habe: "Meine Sonntage mit Sabine Christiansen".
    Gut, dass du nochma dran erinnerst - hatte es mir bestellt und am Samstag den Anuf erhalten, es abholen zu können. Die erste Auflage war ja bereits ausverkauft.

    Mal sehen, ob ich mich bei dieser verdammten Hitze heute noch aus dem Haus bewege...

  6. #15
    Benutzerbild von frasier

    Registriert seit
    11.03.2004
    Beiträge
    1.112
    Torsten postete

    Hinzu kommt noch das, was Soziologen und Philosophen bereits in den 50ern voraussahen: die fatale Entwicklung der Arbeitsgesellschaft, die sich zunehmend den eigenen Ast absägt, auf dem sie sitzt. Wenn ein guter Teil der noch arbeitenden Bevölkerung damit beschäftigt ist, zukünftig noch mehr Arbeit abzuschaffen, wird irgendwann kaum noch Beschäftigung vorhanden sein. Aber wer soll dann noch konsumieren, was angeboten wird? Und wenn nicht konsumiert wird - wer kann dann noch anbieten? Der Big Bang scheint vorprogrammiert...
    Das stimmt nicht.


    Diese Aussage unterstellt, dass die Steigerung der Produktivität (technischer Fortschritt) langfristig zur Verarmung der Gesellschaft führt.

    Vergleicht man aber die heutige Situation mit der vor hundert Jahren, ist seitdem die Produktivität um das x-fache gestiegen und der Lebensstandart auch.

    Wenn die Behauptung stimmen würde, wäre die Armut heutzutage x-fach höher, sie ist aber x-fach niedriger (natürlich nicht null).


    Da mache ich mir wegen der Überalterung schon mehr Sorgen, aber auch dafür kann es Lösungen (viel höheres Kindergeld, Kinderbetreuungsstätten, längere Lebensarbeitszeit) geben.

    Das größte Problem der Zukunft wird wohl in der Energieversorgung liegen, wenn wir es nicht schaffen, rechtzeitig vom Öl wegzukommen, könnte es wirklich einen Big Bang geben.

  7. #16
    raabi2000
    Benutzerbild von raabi2000
    Deutschland ist als Modell eines Sozialstaates erbaut worden. Die Bürger können sich auf den Staat verlassen und der Staat sorgt für seine Bürger. Das hat Jahrzehnte auch prima funktioniert.
    Heute geht es allerdings nicht mehr oder besser eigentlich schon seit 15 - 20 Jahren. Das will allerdings niemand wahrhaben. Heute sorgen die Bürger für den Staat.
    Die Industrie hat sich von der ehemaligen Solidargemeinschaft seit Anfang der 80er Jahre verabschiedet, der Staat hat alle jemals gebildeten Reserven fast völlig aufgebraucht, nur die Bürger unseres Staates haben dies noch nicht verstanden. Der Staat wird niemandem mehr auch nur annähernd soviel helfen wie es nötig wäre. Die Renten werden in 20 -30 Jahren bei unter 350 Euro liegen. De Kaufkraft für diese Summe wird wahrscheinlich bei unter 200 Euro heutiger Kaufkraft liegen. Ich persönlich rechne mit einer Rente von 0 Euro. All das eingezahlte Geld wird verbraucht sein, mich und meine Generation sowie alle folgenden Generationen wird niemand mehr unterstützen. Da bleibt es nicht aus, dass immer mehr Menschen sich von der ehemaligen Solidargemeinschaft verabschieden, und alles unternehmen, um sich selber und ihre Familien zu schützen vor der Raffgier des Staates.

    Viele Aspekte wurden hier schon genannt, aber alle sind nur dann durchführbar, wenn Europa an einem Strang zieht. Strafzölle gegen Länder wie Indien nützen nur dann etwas, wenn auch Frankreich, England, Estland, Litauen, ... mitziehen. Sonst verlagern die hiesigen Unternehmen ihren Sitz dorthin. Alles in allem machen die USA es uns vor, wie man seine eigene Wirtschaft stärkt.

    Dave hat mit Sanofi ein gutes Beispiel genannt, wie auch unsere Nachbarn innerhalb der EU solche Dinge regeln. Nur der dumme Deutsche ist zu blöd, mal aggressiv nach vorne zu gehen. Wie kann es sein, das ein Zwerg wie Vodafone eine Weltunternehmen wie Mannesmann schluckt? Umgekehrt hätte die britische Regierung alles unternommen, um dies zu verhindern. In Deutschland hingegen verarscht der heutige Gigant die Steuerbehörden, wie es ihm beliebt.

    Nur eine starke EU mit starken, geeinten Partnern wie Frankreich, Deutschland und England ist in der Lage, solchen Druck aufzubauen, wie wir ihn im Kampf gegen die Übermacht USA brauchen. Denn der „Gegner“ ist nicht Asien oder Afrika, sondern unser sogenannter Partner tief im Westen. Die haben schon lange verstanden, dass man nur mit Druck auf alle anderen Länder weiterkommt. Und den üben sie jederzeit, in beliebiger Stärke aus.

    Aus meiner heutigen persönlichen Sicht wird ein geeintes Europa nicht eintreffen, und eine Revolution, wie sie schon von Torsten beschrieben wurde, wird die logische Konsequenz sein. Betrachtet die Geschichte, und ihr werdet feststellen, dass die Mechanismen der aktuellen Wirtschafts- und Politiklage ein sehr guter Nährboden für eine Revolution sind.

    Um aber zum Thema zurückzukehren, ich bin froh, dass endlich wieder Menschen auf die Straße gehen um ihren Unmut zu zeigen. Ich weiß noch, wie ich als junger Spund an der Besetzung der Brücke der Solidarität in Duisburg mitgewirkt habe, einen Schulverweis riskiert habe und trotzdem das Gefühl hatte, das Richtige zu tun.

    Wie die aktuellen Demonstrationen genannt werden, ist mir völlig egal. Ob nun Montags-, Feierabends- oder Ich-Hab-Nix-Zu-Essen-Demo, wichtig ist, dass in diesem Land, welches kurz vor dem Ruin steht, endlich wieder was passiert. Und de Reaktion der Politiker zeigt, dass die Veranstalter in ein Wespennest gestochen haben. Alle Politiker, egal welcher Partei, haben Angst davor, dass das Volk sich wieder mit Politik beschäftigt und sein Recht einfordert. Denn dann ist es vorbei mit der Selbstherrlichkeit unserer Politiker, die anscheinend noch nicht verstanden haben, dass sie sich so weit vom Volk entfernt haben, dass selbst die NASA solche Entfernungen noch nicht messen kann.

  8. #17
    Benutzerbild von röschmich

    Registriert seit
    22.08.2003
    Beiträge
    1.764
    Die DDR ist damals untergegangen weil die DDR-Führung die Beziehung zur Realität verloren hatte. Alte, reaktionär denkende Leute.
    Und was gibt es heute?
    Ich errinnere mal nur an einige Diskussionen in der letzten Zeit, die von ÜBERKLUGEN Politikern geschürt werden:
    Weniger Urlaub
    Mehr Arbeitszeit in der Woche
    längere Lebensarbeitszeit
    man könnte doch mal einen Tag im Jahr umsonst arbeiten
    zu viel Urlaub, zu viele Feiertage

    Da könte man das Kotzen kriegen, wenn man über 50 ist und arbeitslos ist
    Da weiß man gar nicht wovon die Typen eigentlich sprechen. Ich bin zwar noch etwas jünger, habe aber auch irgendwo keine große Illusion mehr.
    Schwere Arbeit wird schlecht bezahlt, führende Politiker und Wirtschaftsmanager halten ihre Bezüge für zu niedrig.
    Da bekommt man noch vorgeworfen, man spart zuviel, weil man Angst um die Zukunft hat, anstatt durch Geldausgabe die Wirtschaft anzukurbeln.
    Dabei leben die meisten Leute die ich kenne von der Hand in den Mund oder vom großgezügig eingeräumten Dispokredit. Da soll man flexibel sein und die Heimat verlassen. Ja hauptsache ein Arbeitsloser weniger, dafür einen teuren Mietezahler im Westen mehr. Dass im Osten dem Bäcker, dem Friseur und der Kneipe die Leute weglaufen, spielt ja keine Rolle. Die Kultur im Osten geht auch den Bach runter. Die im Westen glauben noch, es geht denen noch besser, aber so langsam kommt eine gewisse Ahnung auf ...
    Ich ahne auch, es wird alles noch schlimmer als es sich jetzt darstellt.
    Aber es muss sich grundsätzlich was ändern und nicht immer nur Schönreden.
    Unglücklicherweise gibt es zur jetzigen Regierung keine ernstzunehmende Alternative, die es wirlich besser machen würde.
    Auf die Gefahr hin, dass man sich mit solchen Äußerungen unbeliebt macht, muss es mal gesagt werden.
    Irgendwann gibt auch mal gewiss die Notwendigkeit seinen Internetanschluss kündigen zu müssen.

  9. #18
    Benutzerbild von Torsten

    Registriert seit
    05.10.2001
    Beiträge
    6.613
    röschmich postete
    Unglücklicherweise gibt es zur jetzigen Regierung keine ernstzunehmende Alternative, die es wirlich besser machen würde.
    Sie können es nicht - oder kaum - besser machen, weil sie zu sehr Mechanismen ausgeliefert sind, auf die sie keinen Einfluss haben. Wie mein Liebling Norbert Bolz es mal sagte: Jeder, der daherkommt und glaubt, Patentrezepte zu haben, ist ein Scharlatan - wir haben es mit einem Problem zu tun, das höchstwahrscheinlich gar nicht gelöst werden kann. Kapitalistisches Wirtschaften - und eine andere Gesellschaftsform erscheint mir nicht realistisch - wird immer gewisse Folgelasten produzieren, die die Politik eindämmen muss. Wie Bolz sagt: Es wird auf die Kunst des "Sich-Durchwurschtelns" ankommen, auf ein "osmotisches Verhältnis" zwischen Politik und Wirtschaft.

    Idealistische Vorstellungen einer besseren Welt werden wohl ewiglich an der menschlichen Natur scheitern - es sei denn, es gelänge, den "neuen Menschen" zu installieren. Das würde dann auf eine Gesellschaftsform hinauslaufen, die ähnlich wie die der "Star Trek"-Welt funktioniert - das Streben nach materiellem Besitz ist nicht mehr existent und das Ziel eines jeden Individuums die geistige Entwicklung.

    Oh Mann, um diese Uhrzeit noch philosophische Ansätze...

  10. #19
    Benutzerbild von Pallas

    Registriert seit
    12.03.2004
    Beiträge
    937
    Unser "Nachkriegsbonus" ist nun endgültig aufgebraucht, zudem hat sich die wirtschaftspolitische Weltlage so verändert, daß unsere Probleme hierzulande - wie Torsten sagt - gar nicht so einfach gelöst werden können.

    Deutschland hatte nach dem verlorenen Krieg einige Jahrzehnte, in denen es immer nur aufwärts ging, in denen immer nur Wachstum zu verzeichnen war. In diese Zeiten wurden wir hineingeboren, wir erlebten sie als Kinder. In den 80ern verebbte dieses Wachstum schon langsam, es kamen einige Jahre, in denen wir die Früchte auch noch genießen konnten - doch dann taten sich die ersten Probleme auf, denn das Wachstum stagnierte, erste Rückläufigkeiten zeichneten sich ab.

    Niemand ist mehr eine Insel. Längst ist nicht mehr egal, was in anderen Teilen der Welt passiert. Einschneidende Ereignisse in anderen Ländern wirken sich direkt auf den Weltmarkt aus. Beispielsweise China, ein Land, dessen Wirtschaft expandiert. Der hohe Bedarf an Treibstoff dort treibt den Mineralölpreis in die Höhe - so daß auch bei uns der Sprit teurer wird. Die Problematik ist also sehr komplex.

    Ich habe den Eindruck, unser Land versucht gerade einen Spagat hinzubekommen zwischen dem, was die neuen, globalisierten Zeiten erfordern und dem Halten dessen, was wir hierzulande mittlerweile als Lebensstandard gewohnt sind. Und das wird immer schwieriger.

    Raabi2000 hat recht, wenn er sagt, daß die Mechanismen, die zu einer Revolution führen, erkennbar sind. Ich habe da auch schon oft dran gedacht. Das, gegen das wir uns jetzt wehren (Sozialabbau z. B.), ist in anderen Industrieländern längst gang und gäbe (USA). Ich weiß, das ist idealistisch gedacht, aber warum muß man sich eigentlich immer nach unten (Sozialabbau) orientieren? Ich will mich damit nicht abfinden.

    Und deshalb bin auch ich froh, daß die Leute wieder auf die Straße gehen und zeigen, daß sie damit nicht einverstanden sind, was hier mit ihnen gemacht werden soll! Au

  11. #20
    Benutzerbild von Mikesch1

    Registriert seit
    14.04.2004
    Beiträge
    193
    ich hätte da einen ganz simplen Vorschlag: Ein Jahr REFORMSELBSTTEST für die Politiker, damit sie wissen, was sie von anderen verlangen! Und weil es mich selber mit betreffen wird, bin ich selbstredend Montag auch wieder dabei.
    Hab nur mal nachgerechnet, dass mich die neue KFZ Steuererhöhung mit 30% auch wieder treffen wird, und somit in dann 7 Jahren Schröder Regierung, sich die fast verdreifacht haben wird und wie sich ein Arbeitsloser die E5 Norm leisten soll, sagt der Schröder nämlich nicht, aber 70 km eine Strecke sind zumutbar in übrigen schalten auch die E5 Normkats bei über 120 einfach ab

    Der Mikesch1

Seite 2 von 5 ErsteErste 12345 LetzteLetzte