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Napster Flatrate

Erstellt von 80sgirl, 25.04.2006, 17:08 Uhr · 16 Antworten · 2.245 Aufrufe

  1. #1
    Benutzerbild von 80sgirl

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    Kennt sich jemand mit der Napster Flatrate aus? Ist sie legal? Kann ich mir unbegrenzt Titel downloaden? Kann ich mir diese Titel dann auch - weil ich sie ja gekauft habe - brennen und somit immer wieder anhören? Wer kann mir das mal ausdeutschen?

    http://www.napster.de/more_about_napster/index.html

  2.  
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  3. #2
    Benutzerbild von brandbrief

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    Also ich würde von der Napster-Flatrate abraten!
    Im TV-Computermagazin (ich glaube "Chip") wurde das Thema vor einiger Zeit mal behandelt:

    Wenn du die Titel auf deinen MP3-Player gezogen hast, dann ist es notwendig zu prüfen, ob die Lizenz noch gültig ist, d.h. der MP3-Player muss dann in einem gewissen Zyklus mit Napster online verbunden werden. Besteht keine Lizenz mehr, da z.B. die Flatrate gekündigt wurde und demzufolge keine monatlichen Beträge mehr gezahlt werden, werden die bereits heruntergeladenen Titel unbrauchbar.
    Außerdem benötigt man einen MP3-Player der die Eigenschaft besitzt, diese Lizenzprüfung mit Napster-Servern durchzuführen.


    Von diesem ganzen Geschäftsmodell halte ich absolut NICHTS.

    Legal ist diese Flatrate aber auf alle Fälle .

  4. #3
    Benutzerbild von Torsten

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    brandbrief postete
    Von diesem ganzen Geschäftsmodell halte ich absolut NICHTS.
    Eben, und deshalb: Wehret den Anfängen! Niemand sollte die Etablierung dieses Modells unterstützen, bei dem die Konsumenten mit zeitlich limitierten Lizenzen an die Kandare genommen werden sollen.

  5. #4
    Benutzerbild von brandbrief

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    Es lohnt sich, den
    § 5 Nutzung von Service, Software, Musikstücken und Material
    der AGBs zu studieren.

    Danach möchte man gar keine Napster-Flatrate haben.

    Was ich nicht ganz verstehe: Wie sollen die bereits auf CD gebrannten Musiktitel der lizenzmäßigen Intervallprüfung unterzogen werden?
    In den AGBs ist auch nur immer die Rede von "auf CD brennen". Ja, als was denn? Ist z.B. die Erstellung einer Audio-CD nach Redbook-Standard möglich?

  6. #5
    Benutzerbild von PostMortem

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    Ich weiss nicht was dieser Glaubenskrieg immer soll... Napster ist erstmal ein ganz normaler Online-Shop wie iTunes auch (das heisst dann "Napster Light"). Ich kann dort Titel kaufen und diese brennen. Diese gebrannten Titel laufen lizenzmäßig auch nicht ab. Ich KANN für 10 Euro ein Abo abschließen (das heisst "Napster"), dass mir den Zugang zum gesamten Archiv ermöglicht (~ 1 Mio Songs).

    Ich kann diese Titel jederzeit in voller(!) Qualität streamen (das versuchen andere auch langsam anzubieten) UND ich kann diese Alben/Titel runterladen (das bietet bisher sonst keiner an). Mir kommt das schon sehr entgegen, ist man so schließlich in der Lage sich allabendlich sein eigenes Top-Musikprogramm zusammenzustellen. Da es aber wohl kein Label mitmachen würde, theoretisch 1 Mio Songs für 10 Euro zu verkaufen, laufen die Lizenzen jeden Monat ab und man kann diese Files nicht einfach so brennen (ABER... siehe unten). Am PC merkt man das (nach Anfangsschwierigkeiten) nicht mehr, einen Player muss man monatlich updaten (das heisst "Napster to go" und kostet 15 Euro).

    Eins der Paradeargumente der alten illegalen P2P- und jeder Raubkopiererszene zuvor war stets: "Ach, ich teste das hier bei Kaazaa & Co. nur mal an und wenns was taugt kaufe ich mir die Sachen ja auch". Mit Napster ganz legal kein Problem, kostet eben 10 Euro im Monat, spart CD-Vielkäufern aber ggf. Geld. Und den aktuellen Ohrwurm, von dem man als wahrer Musikfan niemandem berichten würde, dass man ihn den ganzen Tag summt, kann man sich dann auch gleich noch so lange anhören bis er einen aus den Ohren rauskommt.

    Dann gibts noch Leute, die wollen gar keine CDs mehr. Ein Kollege von mir stöpselt nur noch seinen 20GB Player dort an, wo er gerade ist: Im Auto, im Wohnzimmer, im Bett...... Warum sollen Leute mit diesen Ansprüchen sich gegen ein legales 15 Euro Angebot wehren, wenn sie sonst ohne Ende CDs kaufen und diese erst mühsamst rippen müssten?

    Und ansonsten - und auch wenn Napster und die Musiklabels das nicht gerne hören oder zugeben - die Analogkopie bedeutet kein Umgehen eines Kopierschutzes und ist deshalb in Deutschland immer noch erlaubt. Es ist ziemlich einfach von jeglichen DRM-Files der Onlineanbieter ohne hörbaren Qualitätsverlust 168k MP3s zu ziehen. Es gibt Software dafür sogar völlig offiziell in Deutschland zu kaufen. Wer nicht gerade das absolute Gehör hat (und das ist eben immer noch die erdrückende Mehrheit), hat so erstklassige Musikqualität für kleines Geld.

    Ich mag diesen Spaß nicht boykottieren, dafür ist unter den 1 Mio Songs zu viel was ich mir sehr gerne und ohne Probleme für nen' schmalen Euro im Auto anhöre. Ganz im Gegenteil, ich hoffe, dass Napster früher oder später so ein Erfolg wird, dass sich auch die bockige deutsche EMI endlich dazu gezwungen sieht mitzumachen und bei diesem Modell endlich mitzuziehen.

    PM

  7. #6
    Benutzerbild von brandbrief

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    Was mich nervt sind immer diese Vorgaben des Anbieters, was ich mit meinem erworbenen Musiktitel zu machen habe bzw. machen darf (3x brennen, 2x kopieren).
    Kauft jemand ein Auto, welches nur bestimtme Straßen benutzen darf oder nur linksrum fährt?
    Jeder Käufer einer CD würde dem Verkäufer einen Vogel zeigen, wenn der verlauten würde: "Also dieses Album kannst du nur an Wochentagen zwischen 08:00 und 19:00 Uhr hören. Du kannst natürlich noch eine Wochenendlizenz erwerben, die jedoch nicht für Feiertage gilt."

    Dieses ganze Aufdiktieren von Vorgaben für eine erworbene Sache an den Konsumenten unter dem Deckmantel von Urheberrechtseinhaltung ist in meinen Augen schlichtweg eine Frechheit.

  8. #7
    Benutzerbild von 80sgirl

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    Ich sehe das ähnlich wie brandbrief. Wenn ich das Teil legal käuflich erworben habe, dann soll ich doch damit anstellen können, was ich für richtig halte und es hören können, wo und wann ich möchte.

    Ich finde die Sache mit der Vielzahl von Songs erst einmal richtig spannend. Das würde mich reizen, denn so würde ich sicherlich zu dem Flatrate-Preis mir auch Songs in meine Sammlung stellen, die ich mir sonst nicht kaufen würde. Aber wenn ich diese nicht brennen kann, dann würde mir das beispielsweise für meine Fahrt im Auto nichts bringen, weil ich nicht eine Festplatte ans Auto anschließe.

    PostMortem, hast du Erfahrung mit dem Napster System? Weil ganz ehrlich: Knapp zwanzig Euro gebe ich vielleicht im SChnitt auch im Monat für herkömmliche CDs aus. Das ist eine aktuelle CD (bei mir zuletzt die aktuelle CD von Rosenstolz) und eine CD aus dem verbilligten Segment. Da klingt die Napster-Flatrate sehr interessant.

    Ich formuliere es mal so: Wenn ich mir die Titel legal aus dem Netzt laden kann und dann auf CD brennen kann und sie mir so immer wieder anhören kann, dann ist mir das das Geld für die Napster-Flatrate echt wert, aber geht das wirklich? Und das ist meine Frage.

  9. #8
    Benutzerbild von PostMortem

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    80sgirl postete
    PostMortem, hast du Erfahrung mit dem Napster System? Weil ganz ehrlich: Knapp zwanzig Euro gebe ich vielleicht im SChnitt auch im Monat für herkömmliche CDs aus. Das ist eine aktuelle CD (bei mir zuletzt die aktuelle CD von Rosenstolz) und eine CD aus dem verbilligten Segment. Da klingt die Napster-Flatrate sehr interessant.

    Ich formuliere es mal so: Wenn ich mir die Titel legal aus dem Netzt laden kann und dann auf CD brennen kann und sie mir so immer wieder anhören kann, dann ist mir das das Geld für die Napster-Flatrate echt wert, aber geht das wirklich? Und das ist meine Frage.
    Ja, ich nutze Napster seit Ende letzten Jahres, also eigentlich von Anfang an. Ich habe auch die ersten nervigen Wochen ohne Murren ertragen (damals gabs noch richtige Probleme mit dem ganzen DRM - was für sich zugegebenermaßen einfach Mist ist, das will ich gar nicht wegdiskutieren, aber welches Label würde ohne wohl bei diesem Geschäftsmodell mitmachen?)

    Ich habe mich in meinem Posting etwas vorsichtig ausgedrückt, weil es hier im Forum ja schon häufiger Theater wegen so etwas gab.... Wie dem auch sei, ich denke ein Link auf Amazon (immerhin momentan einer der Sponsoren dieser Seiten...) ist nichts verwerfliches und dürfte wohl nicht illegal sein. Also, ich denke das hier kann Deine Frage gut beantworten:

    http://www.amazon.de/exec/obidos/ASI...373104-7137809

    Ich hoffe, Du kommst so weiter... das Tool funktioniert wunderbar (der Amazon-Verkaufsrang spricht vielleicht auch für sich...). Übrigens bekommt man mit einem PlugIn die Files in 4facher Geschwindigkeit bearbeitet (ähnlich dem guten alten HiSpeed Dubbing) Ich gebe die so erzeugten CDs eben nicht weiter und wer meine neue Musikvielfalt so toll findet, dem empfehle ich ein eigenes Abo (und das hat bisher keiner bereut). Die erste Woche Napster ist übrigens kostenlos (= Probieren geht über Studieren... ;-) und kündigen kann man monatlich.

    Das Angebot hat seine Löcher (Robbie Williams fehlt z. B....), aber dafür findet man auch andererseits oft ganz unverhofft Perlen der 80er (wie z. B. Freur und natürlich viele bekannte 80er Stars wie Fleetwood Mac, Duran Duran, Howard Jones, Guns n' Roses, Heaven 17..... und wie sie alle heissen) und auch immer mehr deutsche oder Independent Sachen (wie z. B. das aktuelle Album von meinem absoluten Lieblingsvertreter letzterer "Szene": Hugo Race ;-).

    Ich habe noch NIE so viel Musik gehört und war noch nie so im Bilde, weil ich einfach noch nie aus so einem riesigen Fundus heraus einfach mal in alles reinhören konnte was ich mal verpasst habe oder einfach noch nicht kannte.

    PM

  10. #9
    Benutzerbild von Torsten

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    PostMortem schrieb
    Ich weiss nicht was dieser Glaubenskrieg immer soll...
    Mein "Glaubenskrieg" bezieht sich lediglich auf die schon länger in den Schubladen der Industrie liegenden Pläne, Musik eines Tages nur noch mit zeitlich limitierten Lizenzen zu vertreiben.

    Wer für einen Song Geld ausgibt - völlig wurscht, ob als CD oder aus dem Netz -, der soll ihn auch fortan so lange und zu jeder Zeit nutzen können, wie es ihm beliebt - ohne dafür jemals wieder von der vertreibenden Firma in irgendeiner Form behelligt zu werden.

    Solange diese Voraussetzung erfüllt ist, habe ich nix gegen den Online-Erwerb von Musik. Wer aber Vertriebsmodelle unterstützt, die letztlich nix anderes als eine Vermietung darstellen, spielt einer Industrie in die Hände, die durch die Folgen der digitalen Revolution offenbar derart unter Schock steht, dass für sie der Begriff "Kundenfreundlichkeit" zunehmend zum Schimpfwort wird.

  11. #10
    Benutzerbild von PostMortem

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    Torsten postete
    Wer für einen Song Geld ausgibt - völlig wurscht, ob als CD oder aus dem Netz -, der soll ihn auch fortan so lange und zu jeder Zeit nutzen können, wie es ihm beliebt
    Sorry, aber dann dürftest Du ja kein Problem mit Napster haben. Schließlich ist es gerade das Modell der Napster Flatrate nicht mehr für SONGS, sondern für den Zugriff auf ein riesiges Musikarchiv einen geringen Obulus zu zahlen. Das ganze funktioniert im Grunde nach dem Prinzip einer Stadtbibliothek, nur das man alles so lang ausleihen kann wie man will. Solange dieses Prinzip auf Bücher angewendet wurde (ohne Zweifel genauso wichtige oder gar wichtigere Kulturgüter als Musikstücke), hielt das komischerweise jeder für eine klasse Idee. Da kam keiner auf die Idee drauf zu pochen, dass man jedes Buch gefälligst zu Kaufen habe (was auch Blödsinn wäre, da nicht jeder so viel Platz, Bock und Geld hat alles für immer bei sich zu Hause aufzubewahren und zu entstauben).

    Kaum schafft es eine Firma wie Napster die Musiklabels für so ein Modell zu begeistern und kaum ist der Büchereiausweis auf einmal digital, wird nur noch Stimmung gegen so ein Modell gemacht.... Ich finde das eben komisch und bin froh mir mit solcher Ideologie nicht dieses geniale Musikerlebnis (immerhin sind auch ALLE Files in Ordnung und es gibt weder Fakes noch Viren, das war zu Piratenzeiten ja nun nicht immer an der Tagesordnung) vorzuenthalten.

    Ich bin auch froh, dass es dieses Modell überhaupt nach Europa geschafft hat. Die Labels sind ja nun auch nicht gerade Feuer und Flamme dafür gewesen. Von daher finde ich es sowieso komisch, dass ausgerechnet Napster als Unterwerfung der Kunden hingestellt wird.

    PM

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