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Neu in 2005

Erstellt von waschbaer, 03.01.2005, 23:28 Uhr · 10 Antworten · 1.219 Aufrufe

  1. #1
    Benutzerbild von waschbaer

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    Diese Infos habe ich der Homepage von Bayern 3 entnommen:

    Mit dem Bankgeheimnis ist es de facto ab kommenden Jahr vorbei, schlimmer noch: Behörden wie das Finanzamt oder - für Hartz IV-Empfänger interessant - das Arbeitsamt können ohne das Wissen der Bank oder des Kunden Informationen über Kontostände abrufen. Neugieriger werden auch die Strafermittler: Sie dürfen künftig Ihre Nase auch in unsere E-Mail-Postfächer stecken, allerdings nur unter einigen Bedingungen. Die echten Verlierer sind dabei die Provider, denn Sie müssen das "Spionage-Equipment" zur Verfügung stellen. Was Sie außerdem beispielsweise im Versandhandel beachten müssen und auf welche Paket- und Päckchenpreise wir uns einstellen müssen, haben wir im Kasten links zusammengestellt.
    Weiß jemand, was die genauen Bedingungen sind, dass in e-mail-Postfächern beispielsweise geschnüffelt werden darf. Nicht, dass ich etwas zu verbergen hätte, aber das empfinde ich doch als einen gravierenden Einschnitt in das Post- und Fernmeldegeheimnis und das würde mir gegen mein Verständnis von freiheitlichen Grundrechten gehen. Und noch eine Frage: Wenn man zu den "Ausspionierten" gehört, wird man danach benachrichtigt oder ist man dann für den Rest seines Lebens "verdächtig"?

  2.  
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  3. #2
    Benutzerbild von McFly

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    Also ehrlich, das mit dem Schnüffeln in den Email-Postfächern ist schon eine Schweinerei. Ich habe auch nichts zu verbergen, aber was gehen die meine privaten Schreiben was an?!
    Bleibt als Trotzreaktion nur eins: Spamschutz deaktivieren, das Postfach mit Spam volllaufen lassen und die wirklich wichtigen Nachrichten ausdrucken und dann löschen. Viel Spaß, liebe Strafermittler

    Gruß
    McFly

  4. #3
    Benutzerbild von Muggi

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    E-Mails werden ohnehin weltweit von Geheimdiensten wie beispielsweise der amerikanischen NSA eingesehen...

  5. #4
    Benutzerbild von Heiko

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    Ja, das mit den E-Mails ist eventuell in Deutschland neu, aber wie Muggi schon schrieb, ist es für amerikansiche und englische Behörden schon laaaange möglich E-Mails zu verfolgen und zu lesen.

    Meines Wissens gibt es in England irgednwo sogar einen Rechner, bzw eine Kontrollesystem, dass weltweit auf sogenannte keywords in alle E-Mails die über bekannte knotenpunkte laufen analysiert.

    Aber das mit dem Bankgeheimnis finde ich den Hammer. Dürfen dei da wirklich Kontostände abrufen? Die Auskunft "er ist flüssig oder nicht" würde ich mir notfalls noch gefallen lassen, aber Kontostände abfragen und das ohne das Wissen des Inhabers und der Bank, das geht in Richtung Glasmensch! Das ist echt der hammer!

  6. #5
    Benutzerbild von Mikesch1

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    Muggi postete
    E-Mails werden ohnehin weltweit von Geheimdiensten wie beispielsweise der amerikanischen NSA eingesehen...
    das gilt generell für alles, was wir für Privatsphäre halten, es ist alles möglich, in den meisten Fällen merken wir es nicht mal, es sei denn man ist wirklich in einen Strafsache verwickelt

    Mikesch1

  7. #6
    Benutzerbild von RIO DER 2

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    Wenn das so weiter geht,reisen wir in der Zeit zurück.Anno 1939,alle Arbeitslosen u.s.w.kriegen ein kleines Emblem auf den Jacken,müßen alle in eine Vorbestimte Stadt ziehen,naja und der Zaun darf auch nicht fehlen.
    Dann haben sie uns alle in einen Topf.Der Gläsernde Endmündigten Bürger.
    PS:ist ja schön wenn meine Nachbarin beim Amt Arbeitet,und schneller über meine Kontostände bescheid weis wie ich selber.

  8. #7
    Benutzerbild von röschmich

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    Vor allen Dingen, es stehen ja manchmal Daten auf den Kontoauszügen, wie z.B. Titel von CDs. Ich sehe schon eines Tages, dass man sich rechtfertigen muss das man sich eine Cd von einem gewissen Interpreten gekauft hat.

  9. #8
    Benutzerbild von PostMortem

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    Ich glaube mancher macht sich von dieser "neuen" Regelung falsche Vorstellungen ("neu" in Anführungsstrichen, weil sie schon seit 2003 gilt, aber für eMail erst mit einer Frist bis zum 1.1.05 umgesetzt werden musste)....

    Die Newsdienste und andere Medien tragen dazu ja auch wieder ihren Teil bei, indem sie nur reisserisch die Meldung von einer neuen Überwachung in die Welt posaunen, aber nicht sagen wie und wann diese eigentlich stattfindet!

    Eine Überwachung von eMail-Verkehr durch die Ermittlungsbehörden erfolgt analog der Überwachung von bereits bestehender Telekommunikationsüberwachung nur auf richterliche Anordnung (mir persönlich reicht diese Sicherung auch, schließlich müssen Ermittlungsbehörden auch in diesem Bereich in der Lage sein aufgrund wichtiger Gründe und entsprechender Anordnung vom Gericht zu ermitteln). Damit leben wir alle im Bereich der mobilen und der Festnetz-Telefonie schon lange, ohne das sich Otto-Normal-Bürger vermutlich irgendwelche Telefonate verkneift.

    Das diese Überwachung möglich ist, ist übrigens gar nicht neu. Neu ist nur - und das galt bisher schon für alle Anbieter von Telefonanschlüssen -, dass die Internet-Provider die technischen Voraussetzungen zur Überwachung schaffen und bezahlen müssen. Dazu wurden sie nun auch zum Stichtag verdonnert, da die Emittlungsbehörden in der Vergangenheit große Schwierigkeiten hatten, auf andere Art und Weise überhaupt eMails zu überwachen.

    Das dies möglich sein muss, ist doch nur zu leicht einzusehen. Das Internet ist kein rechtsfreier Raum und es kann ja nun nicht das Wahre sein, dass alle dunklen Gestalten dieser Welt ihre gesamte Kommunikation unbehelligt auf elektronische Post umstellen können und den Ermittlern und Terrorbekämpfern eine lange Nase ziehen. Es gibt ja nun einige Dinge die im Internet getauscht und abgewickelt werden, die wir alle mehr als ekelig und verachtenswert finden... Da muss auch ermittelt werden können, so wie es in der nicht digitalen Welt auch möglich ist jemanden zu observieren.

    Und ansonsten: Das eMails und selbst Faxe oder andere Datenverkehr vornehmlich zur Wirtschaftsspionage von anderen Geheimdiensten abgefangen werden (vor allem die USA sind hier im Grunde durch einige europäischen Unternehmen abgejagte Aufträge überführt) ist sicherlich der Fall. Die ganzen Darstellungen, nach denen US-Geheimdienste den gesamten weltweiten Daten- und Sprachverkehr nach Stichworten filtern und überwachen (diese wahren Wunderfähigkeiten werden ja meistens dem Abhörnetz namens "ECHELON" zugeschrieben) sind ganz nüchtern betrachtet einfach nur in den Bereich der groben Übertreibung zu verweisen. So etwas ist bis zum heutigen Tage rein technisch nicht zu bewältigen - jedenfalls nicht für alle Erdenbürger auf Vorrat um anschließend interessantes auszufiltern, ganz gezielte Aktionen auf Einzelpersonen, Regierungsstellen, Botschaften oder Firmennetze sind hingegen sicherlich möglich und finden offensichtlich statt - da schenken sich die Länder aber oft nichts und bespitzeln sich gegenseitig.

    Wer auf Nummer sicher gehen will, verschlüsselt seine eMails eben mit einem entsprechenden Tool (möglichst Nicht-US-Tool, da man davon ausgehen kann, dass hierfür mittlerweile "Nachschlüssel" existieren) und muss dann "nur noch" seinen Bekanntenkreis dazu bewegen das gleiche zu tun. Da die Gefahr viel größer ist beim Ausplaudern intimer Details, Zugangsinformationen oder nicht für die Öffentlichkeit bestimmter Bilder von irgendeinem Script-Kiddie abgehört zu werden, besteht beim einen oder anderen evtl. sowieso aus ganz anderen Gründen in diesem Bereich Handlungsbedarf - bei den meisten Firmen besteht der sowieso, da man die Gefahr elektronisch ausgehorcht zu werden viel zu sehr unterschätzt und viel zu sorglos Verträge und Angebote unverschlüsselt per eMail durch die Weltgeschichte jagt. Wer mal ein größeres Firmennetz auf Sniffer-Tools untersucht hat, weiss wie leichtsinnig das ist... und mittlerweile kanns jeden Privat-PC treffen. Ein kleines Online-Spielchen oder eine Preisgabe der IP auf anderem Wege, ein PC der wie die meisten offen wie ein Scheunentor im Netz steht und schon liest man wie in einem offenen Buch, die MP3-Sammlung, die Urlaubsbildchen, die Freundin in eindeutigen Posen...... dazu brauchts keine eMail-Überwachung, nur die übliche Dateifreigabe, die ganz sorglos die Mehrheit der User immer noch aktiviert hat. Da habe ich durch die o. g. Meldung eigentlich (zumindest momentan) noch weitaus weniger Sorge vorm Überwachungsstaat als vor sorglosen Usern....

    PM

  10. #9
    Benutzerbild von rockfan

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    @postmortem

    dann gib mal ´nen tip, wie man seinen pc schützen kann so das solche wie von die beschriebenen szenarien nicht passieren. welches programm wäre hilfreich?

  11. #10
    Benutzerbild von PostMortem

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    rockfan postete
    @postmortem

    dann gib mal ´nen tip, wie man seinen pc schützen kann so das solche wie von die beschriebenen szenarien nicht passieren. welches programm wäre hilfreich?
    Das hängt generell davon ab welches Betriebssystem man verwendet und was für ein Sicherheitsbedürfnis man hat. Wer (wie ich) Windows nutzt, sollte schonmal eine Version wählen, deren Sicherheitslücken noch gepatcht werden (Win2000, XP) und immer die neuesten Patches und ServicePacks ziehen und einsetzen (soweit die benötigte Software mit diesen noch läuft, SP2 für XP ist da ja leider noch nicht ganz unproblematisch)

    Je nach eingesetzter Windows Version und Installation, gibt Windows teilweise Laufwerke frei, ohne das es dem Anwender bewusst ist. Hierauf sollte man seine Laufwerke einfach mal im Explorer mit der rechten Maustaste (Freigaben und Sicherheit) untersuchen und die Freigabe ggf. deaktivieren.
    Wer Fileshareing-Dienste nutzt, sollte evtl. mal drauf achten, welche Ordner er so alles freigegeben hat (nicht selten sind ganze Laufwerke freigegeben). Es gibt schon ganze Sammelcommunities im Netz, wo die Fundstücke von viel zu großzügig freigegebenen Rechnern ausgestellt werden (teilweise schon peinliche Fotos...).

    Zur Abwehr von Adware und Spionagetools empfehle ich - so wie die meisten hier - Spybot Search and Destroy und AdAware in den jeweils aktuellen Versionen parallel einzusetzen.

    Als Browser empfehle ich Firefox oder Mozilla in den jeweils aktuellsten Versionen und als eMail Client Thunderbird. Dies hat gar keine ideologischen Gründe und ich glaube auch nicht, dass diese Software per se weniger Sicherheitslücken hat - sie ist als Angriffsziel aufgrund der noch geringeren Verbreitung nur einfach weniger attraktiv um sich als Schädlingsautor einen Namen in der Szene zu machen.

    Auf jedem Rechner sollte ein aktueller Virenscanner vorhanden sein. Ich empfehle hier die Produkte, die auf die Kaspersky Engine setzen. Der Original KAV kostet zwar rund 40 Euro, ist in diversen Versionen aber in größeren Supermarktketten oft günstiger zu haben. Einfach mal genau auf die Packungsscreenshots gucken und vorher schauen, wie ein Kaspersky aussieht. So habe ich für meine Freundin im Kaufland schon für sagenhafte 7.99 Euro einen als "NoName" verkauften Kaspersky mit 15 Monaten Update Service ganz legal erstanden.

    Bei der Verschlüsselung von eMails gibts ganz unterschiedliche Ansichten. Da ich persönlich eher weniger Gefahr für mich in amerikanischen Regierungsstellen sehe, hatte ich kein Problem damit das gute alte PGP zu benutzen (und benutze es in der Firma immer noch in Verbindung mit Outlook)

    Privat habe ich eigentlich relativ wenig Bedarf für Verschlüsselung und halte mir für ganz seltene Fälle aus Urzeiten das Tool "Crypt-o-Text" bereit. Es hat mir seinerzeit gut gefallen, da es sich NICHT in irgendwelche Programme integrieren muss (was ich damals zwingend benötigte, da ich 1997 noch den proprietären Client von AOL nutzte) und man jeden beliebigen Text für jeden beliebigen Zweck einfach per Copy&Paste verschlüsseln kann. "Crypt-o-Text" ist heute noch recht einfach über eine Google Suche zu finden.

    Wer eine Komplett-Alternative zu PGP sucht, wird vermutlich bei GnuPG fündig.
    Leider ist das ganze ein ganz typisches OpenSource-Projekt und damit nicht sehr windows- und anfängerfreundlich. Für die Windows-Installation müssen die Sourcen erst durch ein spezielles Tool gejagt werden und es ist ein bisschen Gefummel nötig.

    Wer es ganz einfach will und eMail vornehmlich online verschickt, kann sich mal bei web.de umschauen. Dort ist schon eine Verschlüsselungsmöglichkeit integriert!

    Wenn auf Privatrechnern sensible Daten rumliegen und diese Rechner ans Internet angeschlossen sein müssen, sollte man über eine Verschlüsselung dieser Daten nachdenken. Hierfür gibt es diverse gute Produkte, wie z. B. Archicrypt Live oder die Steganos Security Suite. Hierbei werden meistens Ordner verschlüsselt und als verschlüsselte Laufwerke zur Verfügung gestellt. Die derart behandelten Daten lassen sich auch als verschlüsselte Dateianhänge per eMail verschicken. Die o. g. Tools kosten in den aktuellen Vollversionen ein paar Euro. Man wird allerdings jeden Monat auf den Heft-CDs und DVDs der PC Zeitschriften mit kostenlosen Vorgängerversionen geradezu erschlagen, die es genauso tun.

    Wer über DSL und häufig ins Netz geht, wird den Komfort eines Routers relativ schnell zu schätzen wissen (bei irgendeinem Aufruf ins Netz wird sofort die Verbindung zum Provider aufgebaut, keine Eingabe von LogIns mehr nötig). Eine solche Investition lohnt sich also schon aus reinen Komfortgründen. Darüber hinaus ist in einem Router ein Switch integriert, über den mehrere PCs oder Geräte (z. B. autonome Webcams) angeschlossen werden können. Man hat also gleichzeitig die Möglichkeit ein Heimnetzwerk aufzubauen. Darüber hinaus bieten viele Modelle aber auch Firewall-Funktionen. Allein aufgrund dieser Features, die eigentlich alle Router mitbringen, bleiben die meisten typischen Script-Kiddies schonmal am Router hängen und dringen bei Angriffen gar nicht bis zum eigentlichen Internet-PC vor. Solche Router gibts mittlerweile für 30 Euro bei ebay, Atelco & Co.

    Zusätzlich nutze ich die üblichen Softwarefirewalls. Momentan ist es wieder Zonealarm, davor wars Sygate... da kann man im Grunde aus dem bekannten Fundus schöpfen. An diesen Tools schätze ich, dass man auch einfach mal mitbekommt, welche Tools so alles nach Hause telefonieren möchten. Am Fehlen der üblichen (abschaltbaren) Angriffsmeldungen sehe ich, dass meine Hardwarefirewall das tut was sie soll.

    Wer das alles auf einen Schlag nachholen will, hat sicherlich einiges zu tun - und ist damit im Grunde noch lange nicht fertig (es gibt für Sicherheitsbelange SO viel zu konfigurieren, z. B, allein am Browser, vor allem wenn es der IE ist).

    100%ige Sicherheit wird es nie geben, dafür müssten wir die PCs wieder vom Netz abstöpseln. Aber man kann das Risiko drastisch verringern.

    PostMortem

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