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Nix geht über die 80er (80er Quizshow bei RTL)

Erstellt von FRANK 71er, 04.04.2002, 17:33 Uhr · 70 Antworten · 8.779 Aufrufe

  1. #61
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    @ Qbert:

    Da ich jetzt mehr Zeit als gestern habe, gehe ich mal etwas näher auf dein Posting Nummero 53 ein. Ist leider viel zu lang geworden, aber wat mut, dat mut...

    Wenn man sich so weit aus dem Fenster lehnt, wie ich es mit meiner stellenweise sehr harschen Kritik getan habe, muss man natürlich auch immer damit rechnen, die Ohren langgezogen zu bekommen. Da ich nicht nur austeilen, sondern auch ganz gut einstecken kann, bin ich durchaus in der Lage, bei berechtigten Vorwürfen auch mal einen Rückzieher zu machen und mich eines Besseren belehren zu lassen. Leider kann mich allerdings dein Antwort-Posting nicht zur Selbstkritik inspirieren, da es zum größten Teil auf völlig haltlosen Unterstellungen zu meiner Person basiert. Das finde ich nicht nur enttäuschend, sondern vor allem auch verwunderlich; schließlich bist du es ja gewesen, der sich im Thread „Ausländerhass“ – bei dem ich dich sogar unterstützt habe – völlig zurecht bei den Äußerungen von Masterchief darüber beklagt hat, dass da mal wieder mit offensichtlich willkürlichem Missverstehen gegengehalten wurde (Zitat: „Etwas unbedingt falsch verstehen zu wollen, kann auch ich niemandem verbieten..... Geschrieben habe ich DAS aber sicherlich nicht.“). Aber bevor mir noch vorgeworfen wird, mich hier in allgemeinen Floskeln zu verlieren, kommen wir mal zu den Einzelheiten:

    1. „Nimm‘s mir nicht übel, aber du erinnerst mich heute ein bisschen an Pippi Langstrumpf. Die hat sich die Welt auch einfach so gemacht, wie sie ihr gefällt.“ – Nö, nehme ich dir nicht übel. Pippi Langstrumpf war ja eine sehr sympathische Person, deshalb kann ich mit diesem Vorwurf ganz gut leben. Aber das ich mir die Welt so mache, wie sie mir gefällt – Gott, ich wünschte, ich könnte es! Denn dann würden manche Dinge (aber längst nicht alle!) wahrlich anders laufen in unserer Gesellschaft...

    2. „Die Argumente, auf die ich meine Meinung begründete, werden kurzerhand zu "Scheinargumenten" erklärt, schwupps hast Du den Baum gefällt, denn meiner Meinung ist ja nun der argumentative Teppich unter den Füßen weggezogen worden.“ – Richtig, darauf beruht ja schließlich auch das Widerlegen eines Argumentes! „Scheinargumente“ war vielleicht etwas unglücklich ausgedrückt; das ändert aber nix daran, dass der Verweis auf Massentauglichkeit der Sendung für mich echter Humbug ist. Ein Sender, der sich nachgewiesenermaßen mit den Telefon- und Werbeeinnahmen von „Wer wird Millionär“ (das ich sogar richtig gut finde, ob du’s glaubst oder nicht!) pro Sendung locker einen Millionen-Gewinner leisten könnte, dürfte wohl kaum am Hungertuch nagen, wenn er eine richtig gute Sendung auf die Beine stellen würde, die dafür vielleicht weniger Publikum erreicht. Bestes Beispiel dafür ist die „Harald-Schmidt-Show“ (eine der wenigen ECHTEN Kultsendungen im deutschen TV!) auf SAT 1 – seit Jahren ein Quoten- und betriebswirtschaftliches Desaster, aber so unangefochten gut, dass SAT 1 den Teufel tun würde, die Sendung abzusetzen. Mit anderen Worten: Mit ein bisschen Willen und kompetenten Leuten im Hintergrund wären echte Qualitätsformate auch bei RTL durchzusetzen, ohne ständig auf die Quoten zu schielen. Schließlich erwirbt man mit hochwertigen Produkten auch ein gewisses Image, das langfristig gesehen wesentlich einträglicher ist als ein Flop nach dem anderen...

    3. „Die Kritikerin der WAZ (die nicht gerade im Ruf steht, besonders stümperhaft oder populistisch zu sein), wird kurzerhand zur Stümperin erklärt.“ – Erstens: Wenn du noch mal genau nachliest, handelt es sich hierbei um eine Dame der WZ, nicht der WAZ (die meines Wissens nach vor allem im Ruhrgebiet erscheint, ich aber komme aus Krefeld am Niederrhein). Die von dir erwähnte Kritikerin der WAZ kann ich nicht beurteilen, sehr wohl aber das Geschreibsel „unserer“ Protagonistin. Zweitens: Das Wort „Stümper“ bezieht sich hauptsächlich auf die Form der Kritik und erst in zweiter Linie auf den Inhalt (sprich ihre Meinung). Der Kommentar enthielt kaum nennenswerte Informationen; jemand, der die Sendung nicht gesehen hat und dies liest, bekommt einen ziemlich falschen Eindruck der Show (wo war z. B. ein Kommentar zum größten Aufreger – nämlich der Auftritt von Nena?). Und das ist ein Punkt, den schon Schüler im Deutschunterricht vermittelt bekommen... Abgesehen davon schildert sie die Sendung ansonsten zum größten Teil (außer dem Gesülze von Geissen und Pflaume) dermaßen schönfärberisch, das man sich fragt, ob sie eigentlich dasselbe gesehen hat wie wir. Mir ist es wurscht, ob nun die Mehr- oder die Minderheit hier von uns gleicher Meinung ist wie ich – fast alle haben ihre Argumente sehr differenziert vorgetragen, und das ist es, was ich meinte, als ich schrieb: „Jede(r) Einzelne von uns hätte mit Sicherheit eine bessere Kritik abgeliefert als diese“. Aber diese Trulla verdient damit ihr Geld, und da sollte man eigentlich eine gewisse Beherrschung des grundlegendsten Handwerkzeugs erwarten können. Diese „überbezahlten Stümper“ sind es, die mich mittlerweile so ankotzen; Näheres dazu werde ich wohl in den nächsten Tagen in meinem zweiten „Absurdistan“-Beitrag schreiben. Denn wir wollen diesen Thread hier ja nicht völlig verfremden (bzw. „off-topic“ machen, wie es ein Großteil solcher Blender wohl nennen würde – pruust...)...

    4. „Also können alle anderen nur keine Ahnung haben und sitzen damit an einem Arbeitsplatz, an dem man sich sich selbst viel besser vorstellen könnte.“ – Von „allen anderen“ habe ich nirgendwo gesprochen, ich rede von einem gewissen Anteil an Leuten, die völlig talentfrei und inkompetent in entscheidenden Positionen hocken und da auch noch die dicke Kohle abgreifen. Und ja, an manchen Stellen könnte ich mich tatsächlich viel besser vorstellen – im Gegensatz zu diesen realitätsfernen Pseudos kenne ich nämlich meine Stärken und meine Schwächen – und stehe auch dazu! So habe ich z. B. Schwierigkeiten mit räumlichem und technischem Verständnis (was mich als Mann besonders nervt!) und würde mich daher niemals für einen Arbeitsplatz bewerben, an dem genau solche Fähigkeiten gefragt sind. Es ist für mich eine ganz besondere Stärke, genau zu wissen, was man NICHT kann – und das geht vielen Leuten heutzutage völlig ab. Selbstbewusstsein wird immer öfter mit bloßer Selbstüberschätzung verwechselt; kein Wunder, dass manche Promis von einer Peinlichkeit in die nächste stolpern...

    5. „Im Übrigen halte ich RTL nicht für den Untergang des Abendlandes. Sendungen wie „RTL aktuell“, „Wer wird Millionär“, „Spiegel TV“, „Stern TV“, „7 Tage - 7 Köpfe“, „RTL-Nachtjournal“ usw. usf. haben mich sicherlich in meinem Leben weitaus weniger verblödet, als die Sendungen vermeintlich anspruchsvoller Sender („Lindenstraße?“ „Brisant?“ ...).“ – Die von dir genannten, an zwei Händen abzählbaren Ausnahmen können über den allgemeinen Eindruck nicht hinwegtäuschen. Übrigens wäre ich vorsichtig mit der Bewertung der RTL-Nachrichten: Anfang der 90er habe ich auch noch gedacht: „Gott sei Dank gibt’s noch was anderes als die knochentrockene „Tagesschau!“. Mittlerweile bin ich froh, dass die Nachrichtensendungen von ARD und ZDF die Fahne der Seriösität hochhalten: Im Laufe der Jahre fiel mir nämlich auf, wie u. a. die RTL-Moderatoren oftmals mit Mimik, Gestik, Tonfall und der Wortwahl immer manipulistischer und subjektiver über wichtige Geschehnisse berichten (so hat z. B. der RTL-Amerika-Korrespondent einen unerträglichen Hang zur Übertreibung). Der Hammer ist allerdings die Sport-Ecke in den 18.45 Uhr-Nachrichten: Unfassbar, mit welcher Arroganz RTL da fast nur über die Sportarten berichtet, an denen sie auch die Übertragungsrechte haben! Als die deutsche Fußball-Nationalelf letztes Jahr in Wembley gegen England das Spiel des Jahres hatte, war das den RTL-Leuten nur eine kurze Ergebnismeldung wert – nachdem man vorher ausführlich darüber berichtet hatte, wie oft Michael Schumacher an diesem Tag denn auf’m Klo war (überspitzt formuliert!)... Ich für meinen Teil schaue mir deren Nachrichten nur noch wegen einer der erotischsten Frauen im deutschen Fernsehen an: Die Wetterfee Maxi Biewer ist wahrlich ein Highlight... Und dann noch zu dem Beispiel „Lindenstraße“: Diese Serie ist auch nicht mein Ding. Aber eines is ma sicher: Wenn man das mal mit den ganzen ultra-dämlichen Soaps vergleicht (die es auf ARD und ZDF leider auch gibt, aber natürlich von den Privaten „geschaffen“ wurden), die nichts weiter sind als eine völlig abstruse Dauer-Werbesendung, dann gebe ich mir aber hundermal lieber Mutter Beimer und Else Kling als die ganze Truppe hölzerner Standard-Püppchen aus „GZSZ“ und Konsorten. Man muss sich ja nur mal einen Bericht über die Casting-Methoden für solche „Talente“ anschauen, schon weiß man, wo der Hase langläuft...

    Dies war Teil 1, da sonst der Text für einen einzelnen Beitrag zu lang ist, folgt der 2. Teil auf dem Fuße unten...

  2.  
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  3. #62
    Benutzerbild von Torsten

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    Teil 2 von Posting 060:

    6. „Doch nur, weil etwas bei der breiten Masse Erfolg hat, muss es noch lange nicht qualitativ minderwertig oder in irgendeiner Form für geistige Tiefflieger konzipiert sein.“ – Dieser Satz ist so richtig, dass ich nur mit großen Begeisterungsstürmen zustimmen kann. Allerdings kann ich mich auch nicht entsinnen, jemals das Gegenteil behauptet zu haben!?! „Wer wird Millionär“ ist ja der beste Beweis für diese These – wobei diese Sendung mittlerweile sicher von ihrem Moderator lebt. Ohne Günther Jauch hätte die Sendung auf Dauer mit Sicherheit nicht diese Quoten, womit wir wieder einen Beweis dafür hätten, was echte Könner ihres Fachs, die zudem noch Charisma haben, bewirken können...

    7. „Aber der Vorwurf, dass die heutige Zeit schlecht ist und der schnell hergestellte Bezug zu den Millionen Fliegen, die Schei.... fressen, ist eben "in".“ – Nee, mein Junge, ich sag dir, was „in“ ist: Nämlich genau dieses zu behaupten, dass die ständige Meckerei „in“ sei. Wenn dem so wäre, würden ja viele Millionen Menschen so denken, und dann hätten wir sicher nicht mehr so vielen geistigen Dünnpfiff im TV...

    8. „Man will sich abgrenzen, man steht intellektuell selbst natürlich viel höher und hat nichts übrig für solchen massenkompatiblen Schwachsinn. Nein, nein, so einfach ist man nicht gestrickt!“ – Tja, dieser Vorwurf hat in der Tat was für sich – da muss man sich eben von Zeit zu Zeit selbst kritisch überprüfen. Dazu fallen mir zwei Zitate ein: „Es ist ein törichtes Vorurteil der Intellektuellen, wenn sie glauben, ihr Wissen sei das Einzige, was zählt!“ (W. S. Maugham). Und: „Die Arroganz der Intelligenten ist noch größer als die der Reichen!“ (Autor ist mir unbekannt). Herzenswärme hat für mich mittlerweile einen wesentlich höheren Stellenwert als Intelligenz – Film-Tipp zu diesem Thema: der amerikanische TV-Streifen „Kampf einer Mutter“. Jedenfalls habe ich mir diese Denkweise verinnerlicht, was mich aber nicht davon abhält, die Dinge beim Namen zu nennen, die mich trotzdem stören. Wie gesagt: Mir ist es sowas von schnurz, ob eine gewisse Ansicht gerade opportun ist oder nicht – et kütt, wie et kütt!

    9. „Aber machen wir uns mal nichts vor: Deutschland ist ein Land der Meckerer und seit viele von uns einen kleinen Kalkofe oder Mittermeier in sich entdeckt haben, macht das ganze doch nochmal so viel Spaß.“ – Stimmt – Meckern ist des Deutschen liebstes Kind! Genauso schlimm allerdings die zweite Volkskrankheit: Vor lauter aufgesetzter Coolness bloß nicht mal die Begeisterung für die schönen Dinge des Lebens äußern! Da gewinnt man mittlerweile den Eindruck, dass emotionale Verkrüppelung die weitverbreiteste Behinderung ist und man sich einen Zacken aus der Krone bricht, wenn man sich mal an den schönen Dingen des Lebens erfreut. Aber diesen Schuh zieh ich mir schon gar nicht an; jedenfalls habe ich in diesem Forum oft genug andere Teilnehmer für diverse Postings gelobt. Wenn mir etwas gefällt, dann kann ich das auch ganz klar artikulieren – genauso wie meine Nöhlerei! Ach ja: Auf den guten Oliver Kalkofe lasse ich mal gar nix kommen – was können wir froh sein, dass er, „Meister“ Schmidt und wenige andere gewisse Missstände regelmäßig an den Pranger stellen. Michael Mittermeier kann ich übrigens wie so einige andere Comedy-Figuren kaum noch sehen, denn sie nutzen sich zu schnell ab und nerven auf Dauer nur noch. Da spielt der Kalkofe wahrlich in einer anderen Liga – schon allein deswegen, weil er die Öffentlichkeit nicht mit ständiger Präsenz nervt!

    10.“Ich warte auf den Tag, an dem wir vielleicht mal einen Positiv-Kalkofe im TV entdecken dürfen. Einer, der die völlig neue und noch nie dagewesene Kunst des "witzig verpackten Lobens und Optimismus" einführt. Leider werde ich darauf wohl bis zu meinem Ableben warten.“ – Hm, da frage ich mich schon, wie das gehen soll. Wenn dich das aber so interessiert, warum versuchst du es dann nicht mal selber? Schreiben kannste ja, also immer los... Ich würde mir durchaus auch gerne witzig verpackte Lobeshymnen reinziehen – sie müssen nur berechtigt und unterhaltsam verpackt sein!


    Soviel zu den Einzelheiten. Ich bleibe bei meiner Generalkritk an der 80er-Show und einigen gesellschaftlichen Entwicklungen, da mache in keinen Rückzieher. In die Reihe der ewig nörgelnden Nihilisten lasse ich mich aber nicht einreihen, dafür steckt zu viel Lebensfreude in mir...

    Gruß Torsten

  4. #63
    Benutzerbild von supermaus

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    Hallo,

    ich muss nun auch mal meinen senf dazugeben.

    1. Jeder hat einen Knopf am fernseher wo man ihn ausschalten kann !

    2. Das Nena nicht mehr sooo an die 80er erinnert werden mag, kann evtl. mit dem Tod ihres Kindes zusammenhängen. Kann aber auch andere Gründe haben nicht mehr in die Vergangenheit zu blicken. Auch ich gehöre zu den leuten die sich nicht ständig an vergangenes erinnern wollen.

    Allerdings bin ich auch der meinung das das Medley besser hätte sein können. Hätte die Lieder im Original singen können.

    No Angels ?

    Ich denke viele von denen die sich hier über deren Anwesenheit bzw. meinung/erinnerung aufgeregt haben, sind nicht viel älter ( ich war 20 in den 80ern ).

    Oliver Geissen:

    Ich finde gerade seine fehler ( LP und hält ne Single hoch) machen ihn symphatisch ( auch die meinung meines Ehegatten, was mich selbst wundert).

    Mein erster gedanken war aber ebenfalls entweder den Link dieser Seiten mal an RTL weiterzuleiten oder aber alle die sich hier aufregen über das Format der Sendung zum Casting als Moderator zu schicken.

    Machts erst selbst und dazu dann auch besser :-)

    Werde die sendung weiterhin verfolgen ( hoffe es kommen noch die restlichen 9 ) einfach um Unterhaltung zu haben und entspannen zu können.


    Gruß Maus

  5. #64
    Benutzerbild von obsession

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    supermaus postete
    1. Jeder hat einen Knopf am fernseher wo man ihn ausschalten kann
    Na, das ist ja ´ne Einstellung Wenn ich während der Sendung ausgeschaltet hätte, hättest Du bestimmt geschrieben, daß ich mir die Sendung ganz hätte ansehen sollen, bevor ich losmeckere.

    zu Nena: Auch ich gehöre zu den leuten die sich nicht ständig an vergangenes erinnern wollen.
    Hmm... Bist Du dann nicht falsch hier in diesem Forum? Ach nee - hab's vergessen - Du hast ja einen Knopf, "wo" man ausschalten kann, gelle?
    Nena hat ihren Fans einiges zu verdanken (vor allem Geld ) und
    wenn sie sagt, sie wolle nichts mehr von dieser Zeit wissen, ist das den Fans gegenüber, die die Zeit und die Nenas Musik aus dieser Zeit mögen, nicht sonderlich ehrlich, oder? Im Gegensatz dazu hat sie aber gesagt, die 80er wären wie ein "Rausch" gewesen - und das klingt ja eher positiv oder nicht?

    No Angels ?
    Ich denke viele von denen die sich hier über deren Anwesenheit bzw. meinung/erinnerung aufgeregt haben, sind nicht viel älter ( ich war 20 in den 80ern ).
    Stimmt - ich bin 24. Gibt's da eine Altersgrenze, wann man sich aufregen darf Außerdem wirkte die gute Vanessa nicht sonderlich motiviert (hat ja nur in ihrer Illu geblättert). Wenn wenigstens alle mitgemacht hätten, aber so war's eher peinlich...

    Oliver Geissen:
    Ich finde gerade seine fehler ( LP und hält ne Single hoch) machen ihn symphatisch
    Hmm... Mach das mal Deinem Chef/Vorgesetzten klar, wenn Du Mist gebaut hast, daß dieser das sympathisch finden soll - und der gute Olli verdient bestimmt pro Sendung mehr als wir alle zusammen... Da kann man bei einem solchen Sujet (war's eigentlich eine Aufzeichnung? ich denke mal schon) doch
    ein wenig mehr Kompetenz in Sachen Musik erwarten, oder?

    alle die sich hier aufregen über das Format der Sendung zum Casting als Moderator zu schicken.
    Leider kenne ich niemanden bei RTL und sehe auch nicht nach Modelltyp aus.
    Und dies sind bekanntlich die Hauptkriterien für solche Castings (ich sag' nur: Soaps - da scheint schauspielerisches Talent ja auch nebensache zu sein.). Anders kann ich mir diverse Moderatoren-Knalltüten nicht erklären (erst beim Glücksrad Buchstaben umdrehen und dann 'ne eigene Show - oder bei Big Brother mitmachen und dann gleich 'ne Platte und 'nen Moderatorenvertrag).
    Olli Geissen nehme ich hierbei mal in Schutz (!), da er ja vom Radio kommt...

    Machts erst selbst und dazu dann auch besser
    Wie gesagt - würden sicherlich einige gerne machen... (Und könnten es sicherlich auch besser...) Know-how ist definitiv vorhanden (habe z.B. selbst 5 Jahre Theater gespielt, 2 Jahre lang in einer festen Sendung bei unserem ehemaligen Schulradio moderiert, usw.) und die Kritiken (auch die in den Zeitungen) waren mehr als zufriedenstellend für mich Außerdem sind Kritiken ja auch als Verbesserungsvorschläge gedacht - nicht als grundloses Niedermachen.
    9 Folgen hat Herr Geissen ja auch noch. Obwohl ich ja befürchte, daß es sich um eine vorproduzierte Geschichte handelt...

    Also - ich wiederhole mich nochmal:
    Die Sendung war NICHT hoffnungslos verloren. Die Einspieler à la "Pop 2000" (mit Günni Jauch, Hape Kerkeling & Gottschalk) waren sehr unterhaltsam und haben die Sendung gerettet. Ich werde mir definitiv alle weiteren Folgen anschauen, da man die Gelegenheit nutzen sollte, um alles mitzunehmen, was zu unserer favorisierten Dekade geboten wird. Unterhaltsam war es auf alle Fälle. Ich bleibe aber dabei zu sagen, daß Olli Geissen für diese Sendung nicht kompetent genug ist. Er leitet von Beitrag zu Betreig über - mehr kann er einfach nicht. Alles andere, was er versucht, um witzig zu sein, geht daneben. Das haben auch seine Gäste gemerkt... Ein Moderator trägt nun einmal mehr oder weniger eine solche Sendung (siehe Harald Schmidt/Günther Jauch/Thommy Gottschalk - die können's besser und wurden damals sicherlich nach anderen Kriterien gecastet als heute).

    CU obsession

  6. #65
    Benutzerbild von Veja

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    @ Supermaus
    Ich denke auch, daß es nicht unbedingt nur was mit dem Alter der No Angels zu tun hat (ich bin ja selber nur 22, falle also genau in deren Altersklasse), das Problem ist eher, daß sie wahrscheinlich nicht einmal 80er-Fans sind, sondern nur des Ruhmes, Bekanntheitsgrades oder Geldes wegen in der Sendung aufgetaucht sind (oder, weil die Produzenten von den No Angels es gerne so wollten)
    Übrigens, ist mir gerade mal so eingefallen, wäre doch eine lustige Vorstellung, wenn irgendwelche ganz jungen Teenies die Sendung gesehen haben, die sich für die 80er sonst gar nicht interessieren und dann die No Angels gesehen haben, wie sie Relax und andere Klassiker singen - und dann vielleicht gedacht haben - "Toll, was die No Angels schon alles für Hits gehabt haben"
    Aber das nur mal so als kleiner Scherz am Rande. Ansonsten, wie gesagt, kann die Sendung ja eigentlich nur besser werden (oder sie bleibt so, wie sie ist, und das wäre schlecht).
    Man könnte Olli Geissen ja durch Hugo Egon Balder austauschen. Oder Karl Dall

  7. #66
    Benutzerbild von Torsten

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    @ QBert:

    Mir ist im Zuge unserer Diskussion ein Song eingefallen, der mir so in den Sinn kam, als ich deine wiederholte Kritik bezüglich der ständigen Meckerei las. Er stammt vom holländischen Liedermacher Robert Long, der sich immer durch wunderbar ironisch-sarkastische Texte auszeichnete und in der ersten Hälfte der 80er-Jahre auch ein paar Alben in deutscher Sprache veröffentlichte. Lies dir den Text mal gut durch, denn der Mann hat ja sowas von Recht...

    Songtitel: „Tolerant“

    (Sprechgesang):

    Niemand ist perfekt,
    und es sind alle Menschen gleich.
    Das sagt man so dahin,
    doch danach handeln ist nicht leicht.
    Da schielt man hin
    zur Nachbarin
    mit ihrem neuen Hut,
    und sagt: „Mein Gott, dass so ’ne alte Ziege sich sowas auf die Rübe tut!“

    Da mustert man
    genau und lang
    die kleine Kellnerin,
    und denkt: „Die Sorte kenn‘ ich, die treibt es oft und schlimm!“

    Ich schließ mich da nicht aus,
    ich habe leider auch
    ein arges Lästermaul.
    Doch ich verspreche euch,
    dass ich mich jetzt bessern will
    und vor der eig’nen Türe kehre.

    Immer wieder, Freunde, werde ich gefragt:
    „Warum bist du bloß so kritisch?
    Man muss doch leben und leben lassen.“
    Und dann gehe ich in mich und sag zu mir:
    „Robert“, sag ich, „du musst toleranter werden!“
    Aber das fällt mir verdammt schwer, Freunde,
    und ich weiß,
    vielen von euch geht es grade so wie mir.

    Und darum:
    Bevor sie zu Ende geht, diese wunderbare Langspielplatte,
    - die ihr hoffentlich nicht nur bei Freunden hört,
    sondern auch selbst kauft -
    am Ende dieses Albums will ich euch um etwas bitten.
    Lasst uns einander etwas versprechen:

    (Gesang):

    Wenn unser Fernsehabend endet
    und wir schlafen geh’n,
    dann sagen wir zu uns selber,
    ehe wir das Licht ausdreh’n:

    (Refrain):

    Morgen sind wir tolerant,
    tolerant,
    tolerant,
    und finden selbst die größten Idioten interessant,
    wir reichen jedem Arsch die Hand,
    und was und stört in diesem Land,
    das wird ab morgen nicht mehr eine Schweinerei genannt.
    Ab morgen sind wir positiv
    und nicht mehr so auf dem qui-vive,
    wir rücken nichts mehr grade,
    nein, wir lassen alles schief.
    Na, klar!

    Fortan glauben wir an Lügen, weil sie in der Zeitung steh’n,
    greifen nichts mehr mit Kritik an,
    was geht uns die Politik an?
    Haben wir uns nicht schon oft genug
    die Finger dran verbrannt?
    Das wird anders,
    morgen sind wir tolerant!

    (Sprechgesang):

    Vielleicht, Freunde, ist das Böse zu kritisieren
    ein Laster - wie Zigarettenrauchen oder Schokoladenaschen.
    Es ist so schwer, damit aufzuhören.
    Ich kann halt manchmal meinen Mund nicht halten.
    Aber, es is ja bekannt,
    dass eine Entwöhnungskur leichter durchzuhalten ist,
    wenn andere dabei mitmachen.
    Und deshalb meine herzliche Bitte:
    Entsagt wie ich dem Laster!
    Hebt die Arme,
    ballt die Fäuste,
    holt tief Luft
    und singt alle mit:

    Morgen sind wir tolerant... (Refrain)


    Tja, bei Interesse kann ich dir das ja mal aufnehmen...

  8. #67
    Benutzerbild von
    @ Torsten

    Herr Robert Long hat in diesem Lied m. E. ungewollt ein weit verbreitetes Problem an den Tag gebracht: Es gibt nur schwarz (Alle sind schei**e) oder weiss (Toleranz gegenüber Ar***löchern). Das klingt wenig differenziert ;-)

    @ obsession

    Ich konnte Nena noch nie wirklich leiden, deswegen hat mich ihr Auftritt in der Show auch nicht so wahnsinng überrascht. Vor zig Jahren hat sie schonmal bei der deutschen GP-Vorausscheidung mit moderiert und dabei den Eindruck einer hyperaktiven, albernen Bekifften bei mir hinterlassen. Vor ein paar Wochen wurde dieser Auftritt bei der Wochenshow nochmal durch den Kakao gezogen, als man das aktuelle GP-Vorausscheidungstheater satirisch darstellen wollte. Nena muss also wirklich bleibenden Eindruck hinterlassen haben damals... Ihre "echten" Fans schreckt das nicht ab, sie halten ihrem Idol die Treue. Das ist ja auch ok. Ich will das gar nicht kritisieren. Es sieht eben nur so aus, als hätte Nena sich weiter entwickelt. Das haben viele aus den 80s, z. B. auch Nik Kershaw oder die nach wie vor aktiven Depeche Mode. Von denen gibts auch nix mehr aus den 80s und sie sehen ihre frühen erfolgreichen Werke heute auch nicht mehr so positiv. Niemand will immer nur über die vergangenen Leistungen definiert werden, egal ob er damals erfolgreicher war als heute. Denn das stimmt ja vielleicht gar nicht, wie erfolgreich Nena hinter den Kulissen ist bekommen wir ja z. B. nicht mit (diese Sicht des "in der Versenkung veschwunden" hat sie ja auch an Geissen kritisiert und damit hat sie auch ein bisschen Recht, die Stars der 80s leben schließlich noch und machen vielleicht abseits der Öffentlichkeit phantastische Dinge). Das Problem das ich hier oft sehe ist folgendes: Musiker sind Idole, keine Frage. Doch scheinen manche zu glauben, mit dem Kauf der Platte kauft man auch ein Stück des Künstlers und ein Anrecht auf irgendein Verhalten. Das ist doch aber nicht so und nur weil Nena heute so denkt wie sie denkt, wird aus dem was sie in den 80s gemacht (und auch verkauft) hat noch lange keine Lüge. Sich selbst und ihre Ansichten hatte sie schließlich nie verkauft. Und Ansichten ändern sich, dass ist keine Undankbarkeit.

    Q*Bert

  9. #68
    Benutzerbild von Torsten

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    @ QBert:

    Ob du's wahrhaben willst oder nicht, es gibt eben auch gewisse Dinge zwischen Himmel und Erde, die TATSÄCHLICH nur schwarz oder weiß sind. Mann muss eben einfach nur in der Lage sein, zu wissen, wann das der Fall ist und wann gewisse Grautöne berechtigterweise existieren... Im Übrigen kann man zwischen den Zeilen des Songtextes wunderbar herauslesen, dass er sich selbst auch etwas auf die Schippe nimmt - was ihn von vielen Kritikern abhebt...

    Zu Nena: Das mit ihrem Auftritt damals als Moderatorin vom Grand Prix habe ich auch noch in Erinnerung, das war mit der peinlichste Auftritt eines Promis im TV, den ich bisher gesehen habe. Allerdings war Nena für mich schon immer "naturstoned", man hat bei ihren Interviews IMMER das Gefühl gehabt, dass sie sich gerade 'ne fette Tüte reingezogen hat... Und natürlich hat jeder das Recht, seine Meinung und Einstellung zu gewissen Dingen zu ändern - nur sollte man dann auch so konsequent sein und einer solchen Themen-Sendung fern bleiben. Wenn ich an den 80ern nur herumzunörgeln oder gar keinen Bezug mehr dazu hätte, würde ich mich schließlich auch nicht in DIESEM Forum herumtreiben!!!

  10. #69
    Benutzerbild von
    Torsten postete
    @ QBert:
    nur sollte man dann auch so konsequent sein und einer solchen Themen-Sendung fern bleiben.
    Warum? ;-) Ich verstehe schon, aber manchmal kann es nicht schaden, wenn ein paar Leute da sind, die den verklärten Blick etwas aufklären und zeigen: Die 80s sind nicht für alle heute noch das Größte. Sowas gehört zu einem Rückblick vielleicht auch dazu und kann doch auch ein Grund sein in so eine Sendung *trotzdem* zu gehen. Allerdings glaube ich im Fall Nena nicht, dass es so war. Das wird wohl eher Sachzwang gewesen sein. Die Sendung wollte sie, ihr Management fands ne tolle Sache, hat den Termin gemacht und schwupp war Nena da. Aber ich glaube, da kann man Rückgrat haben wie man will, wenn man als Künstler Erfolg haben will, muss man dieses Spielchen mitspielen. Manchmal bringt man sein Missfallen eben durch zicken zum Ausdruck. Das ist dann zwar unprofessionell, aber irgendwie auch schonwieder ehrlich und ja auch sehr menschlich. Wie kleine Kinder, die zu Oma müssen obwohl sie gar nicht wollen ;-)

    Q*Bert

  11. #70
    Benutzerbild von BlitzKid

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    Ich stimme teils teils mit den postings hier überein, ja, man hätte es viel bessser machen können und es hätte ausführlicher sein können, zB Hitparaden, Rückblicke usw, aber trotzdem würde ich die Sendung nicht als absolut langweiligen Mist bezeichnen, denn ich bin ja die Stunde vorm Fernseher gesessen und habe gespannt darauf gewartet, was als Nächstes kommt und wie es aufgezogen wird.

    Da ich nicht alles wiederholen möchte, was sowieso schon hier gepostet wurde, werfe ich nur 2 Gedanken in die Runde, die mir beim Zusehen eingefallen sind.

    Erstens, alle in der Sendung lachen über die Mode der 80er und da sitzt Nena und ist sehr 80s-like aufgestylt, mit Netzhemd und Strähnchen in den Haaren....

    Und zweitens, die Idee, daß die meisten hier gut gefunden haben, nämlich Einblendungen und Kommentare und Erinnerungen dazu von Leuten wie Hella von Sinnen und anderen, stammt eigentlich von einer 10-teiligen BBC Dokumentation mit dem Namen "I Love 198x". Sehr empfehlenswert, die haben das ganz super aufgezogen und jede Menge Information mit Erinnerungen gepaart in einer Stunde untergebracht, da hätte sich RTL noch mehr abschauen können...

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