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Olympische Spiele Peking 2008

Erstellt von waschbaer, 17.03.2008, 18:44 Uhr · 58 Antworten · 4.068 Aufrufe

  1. #11
    Benutzerbild von okinawa

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    AW: Olympische Spiele Peking 2008

    Ich finde diese Aktion auch sehr gut - so geht es wirklich nicht + ein Boykott ist die einzige Möglichkeit! Das Wort Menschenrechte scheint im Gastgeberland leider wirklich absolut unbekannt zu sein + die Form der ständigen Zensur sind absolut nicht tragbar.

  2.  
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  3. #12
    Benutzerbild von Muggi

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    AW: Olympische Spiele Peking 2008

    Seltsamerweise wird bei den ganzen Pro- oder Contra-Diskussionen ein Faktor komplett ausgeblendet - die Sportler. Was es für einen Athleten, der sich 4 Jahre lang den A... aufgerissen hat bedeutet, kurz vor dem möglicherweise wichtigstem Wettkampf seiner Sportkarriere aus politischen Gründen geopfert zu werden, scheint wohl gar keine Rolle zu spielen. Aus eigener Erinnerung: Der DDR-Marathonläufer Waldemar Czierpinski gewann 1976 in Montreal und wiederholte den Sieg 1980 in Moskau, wo bereits einige Länder fehlten. 1984 in LA wollte er mit dem dritten Sieg in Folge Sportgeschichte schreiben und trat nach dem Boykott des Ostblocks verbittert zurück. Wem hat es genutzt und wievielen geschadet?

    Ein Boykott ist ohnehin sinnlos, solange weiter beste Wirtschaftsbeziehungen mit China bestehen bleiben. Oder um es mit einem Sprichwort auszudrücken: Man schlägt den Sack und meint den Esel.

    Von daher: Gegen einen Boykott!

  4. #13
    Benutzerbild von PostMortem

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    AW: Olympische Spiele Peking 2008

    Zitat Zitat von Muggi Beitrag anzeigen
    Ein Boykott ist ohnehin sinnlos, solange weiter beste Wirtschaftsbeziehungen mit China bestehen bleiben. Oder um es mit einem Sprichwort auszudrücken: Man schlägt den Sack und meint den Esel.

    Von daher: Gegen einen Boykott!
    Das sehe ich genauso wie Du. Die Olympischen Spiele sind eine unpolitische Veranstaltung. Für politische Sanktionen und weitere Maßnahmen haben wir die UNO. Sollte die UNO einmal Sanktionen und Maßnahmen ergreifen, aufgrund derer es unmöglich wäre an den Olympischen Spielen teilzunehmen, wäre es etwas anderes. Aber wir alle wissen, dass die UNO niemals gegen ihr ständiges Mitglied China vorgehen wird, genauso wie sämtliche großen Industrienationen niemals ernsthaft gegen die gewaltigen Menschenrechtsverletzungen, unhaltbare Arbeitsbedingungen oder auch nur die groteske Umweltverseuchung ("verschmutzung" kann man das nicht mehr nennen) vorgehen werden. Solange wir solche "Selbstverständlichkeiten" hinnehmen, brauchen wir die Olympischen Spiele jetzt nicht politisch zu instrumentalisieren. Da gehen nur die Lebensträume von Unbeteiligten und Unschuldigen für drauf, nutzen wird es nichts.

    Wer möchte wirklich so vielen Menschen Jahre ihres Lebens, all ihr Schaffen zunichte machen? Man kann sicherlich auch im Rahmen von Olympischen Spielen Zeichen setzen und nicht nur durch einen kompletten Boykott. Bilder bewegen Leute! Es sind Bilder und Gesten die Geschichte geschrieben haben. Denkt mal dran, was es auf der Welt auslösen würde, wenn im Rahmen der Sportveranstaltungen oder gar im Rahmen einer Zeremonie jemand im Schutz der Medienaufmerksamkeit ein Zeichen gegen Chinas Menschenrechtsverletzungen und Politik in die Welt sendet. So viel Symbolkraft kann kein Boykott entwickeln.

    Ausserdem sorgen gerade jetzt die Spiele für noch höhere Medienaufmerksamkeit in Richtung China. Es verlangt ja niemand die größten Jubelspiele aller Zeiten auszutragen. Aber man hat die Spiele jetzt eben an ein Land vergeben, dass schon lange jederzeit einen Krieg gegen andere "innerchinesische" Konfliktherde anzetteln würde (z. B. auch Taiwan). Es passiert jetzt nichts, womit man nicht jederzeit rechnen konnte. Da muss man jetzt also durch und kann nicht so vielen Menschen alles kaputtmachen, nur weil man ein (am Ende nunmal sehr sicher wirkungsloses) Symbol in einem Boykott zu sehen meint. China würde Tibet auch nach einer Boykott-Entscheidung niedermetzeln, wenn ihnen das in den Sinn kommt. Da braucht man sich nun wirklich keine Illusionen machen. Die Spiele sind wichtig für China, aber noch wichtiger ist ihnen ihr Territorium und Einflussbereich. Es ist nunmal so, dass "der Westen" (ulkig, dass man dieses Wort nach Ende des kalten Krieges nochmal verwenden kann?) solchem Gebaren gegenüber relativ hilflos dasteht. Uns würde irgendeine Art von internationalem Boykott völlig erschüttern. Die Chinesen nicht, zumal man sich dann wohl als erpressbar ansehen würde. Es ohne Aussicht auf Erfolg trotzdem zu versuchen wäre für mich nur Ausdruck dieser Hilflosigkeit.

    PM

  5. #14
    Benutzerbild von brandbrief

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    AW: Olympische Spiele Peking 2008

    Zitat Zitat von PostMortem Beitrag anzeigen
    Die Olympischen Spiele sind eine unpolitische Veranstaltung.
    Genau! Es ist aber schon an der Tagesordnung, dass solche Veranstaltung zu einem Politikum missbraucht werden (siehe bspw. 1980 und 1984).

  6. #15
    Benutzerbild von J.B.

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    AW: Olympische Spiele Peking 2008

    @ Muggi, PM & BB

    Dito!

    Einzige Alternative, die ich unterstützen würde, wäre eine kurzfristige Verlegung der Spiele an einen Ort, der von einer vergangenene Olympiade noch entsprechend ausgestattet ist, aber das wäre wohl deutlich zu kurzfristig.

    Gruß

    J.B.

  7. #16
    Benutzerbild von waschbaer

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    AW: Olympische Spiele Peking 2008

    Ich habe ja bereits in meiner ersten Zeile darauf hingewiesen, dass die Sportler die Leidtragenden sind und bin daher auch gegen einen Boycott. Allerdings sollte das IOC wirklich mal überdenken, wo sie die Spiele in Zukunft hingeben. Ich habe mich damals schon bei der Bekanntgabe der Vergabe riesig darüber aufgefregt. Mit Toronto, Paris und Osaka hätte es sicherlich weitere Kandidaten gegeben, deren Länder die Menschenrechte deutlich besser achten als China es tut. Über eine Vergabe nach Istanbul hätte ich mich ebenfalls geärgert (siehe Marco-Thread).

  8. #17
    Mumie
    Benutzerbild von Mumie

    AW: Olympische Spiele Peking 2008

    Aufgrund des Argumentes der Nachteile für die Sportler und der chinesischen Bevölkerung(die sich ja sehr darauf freuen,vermute ich jetzt mal so),schliesse ich mich fast eurer Meinung an.Ich fände,es aber trotzdem gut ein Zeichen zu setzten.Deswegen fände ich es gut wenn die Sportler(oder Länder),die wollen bei der Eröffnungsfeier nicht mit einlaufen würden!

  9. #18
    Benutzerbild von PostMortem

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    AW: Olympische Spiele Peking 2008

    Zitat Zitat von Mumie Beitrag anzeigen
    Aufgrund des Argumentes der Nachteile für die Sportler und der chinesischen Bevölkerung(die sich ja sehr darauf freuen,vermute ich jetzt mal so),schliesse ich mich fast eurer Meinung an.Ich fände,es aber trotzdem gut ein Zeichen zu setzten.Deswegen fände ich es gut wenn die Sportler(oder Länder),die wollen bei der Eröffnungsfeier nicht mit einlaufen würden!
    Ja sowas, fände ich auch gut. Man muss Chinas Führung bis an die höchstmögliche Schmerzgrenze bloßstellen bei dieser Gelegenheit. Es wird lange nicht mehr so gut geschützt möglich sein solche Signale aus China heraus in die Welt senden zu können. Es geht ja nicht gegen das chinesische Volk, es geht gegen das chinesische Unterdrücker-System und diese Chance sollte natürlich jeder Sportler bzw. Deligation nutzen, dem/der das ein Anliegen ist. Politiker oder Wirtschaftslenker die daraufhin allerdings Kritik an diesem Vorgehen äußern sollten, sollte man sich für einen Boykott vormerken. Denn sie sind es eigentlich die politisch heute nicht adäquat handeln und solche couragierten Aktionen erst notwendig machen.

    PM

  10. #19
    Benutzerbild von musicola

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    AW: Olympische Spiele Peking 2008

    So boykottieren Sie Peking!

    Sie finden, die Olympischen Spiele in China müßten boykottiert werden (wg. Tibet), aber die Regierung handelt nicht? So organisieren Sie Ihren eigenen China-Boykott:


    -Im China-Restaurant einen Tisch reservieren und dann nicht aufkreuzen
    -In Gegenwart von Chinesen bewußt auf Sport verzichten (Karate, Judo,
    Frühlingsrolle)
    -Den Pekinesen an der Tankstelle aussetzen, Tibetkatze kaufen
    -Chinesen subtil beleidigen ("Ich find das toll, diese Paralympics in Peking! Wo
    kriegen Sie nur all die vielen Sportler mit Down-Syndrom her?")
    -Keine Mandarins essen

    Quelle: http://www.titanic-magazin.de/newsti...tml?&tx_ttnews[pointer]=1&cHash=337de42b25



  11. #20
    Benutzerbild von djrene

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    AW: Olympische Spiele Peking 2008

    Morgen wird die Flamme den Platz des Himmlischen Frieden erreichen. Da man auch dort mit Protesten rechnet wurden ausländische Journalisten ausgeladen. Angeblich wegen Sicherheitsbedenken. Bin mal gespannt wie das während den Spielen wird. Ich bleibe dabei: Da man es versäumt hat China vertraglich zu zwingen komplette Pressefreiheit und die Achtung der Menschenrechte abzuringen, hätten die Spiele NIEMALS nach Peking vergeben werden dürfen. Dann muß eben jetzt etwas passieren. Minimum Boykott der Eröffnung und weiterhin massive Willensbekundungen während der Spiele. Ich wette das läßt sich China nicht lange bieten und dann tritt die Fratze des Bösen hervor. Dann kann man guten Gewissens abreisen.

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