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Papst greift Feminismus an :D

Erstellt von SonnyB., 31.07.2004, 14:30 Uhr · 28 Antworten · 2.403 Aufrufe

  1. #11
    Benutzerbild von Torsten

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    Als bekennender Atheist haben die Aussagen des Papstes für mich die Bedeutung von chinesischen Reissäcken.

    Aber Kritik am Feminismus - oh ja, die ist durchaus angebracht!

    Warum scheint es ein Problem zu sein, dass Menschen unterschiedlich sind? Der Feminismus ("Der kleine Unterschied", so ein Buchtitel) hat sich bemüht, den Unterschied zwischen Mann und Frau kleinzureden. Mit dem Erfolg, dass Männer zu sensitiven Weicheiern verelendeten und Frauen mit Gegröl und Gemotze den hässlichen Teil des Machotums übernahmen. Spannung, Erotik, stimulierende Differenz? Zum Teufel ist es gegangen...

    Was als Bewegung mit vernünftigen Zielen begann, ist im Laufe der Zeit in eine absurde Gleichmacherei ausgeartet, die das seit jeher so prickelnde Spielchen zwischen Männlein und Weiblein immer uninteressanter werden lässt. Dass dieses aber nur durch die markanten Unterschiede zwischen den Geschlechtern funktioniert, scheint einigen Damen (und Herren!) bis heute nicht zu dämmern...

  2.  
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  3. #12
    Benutzerbild von Pallas

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    Torsten postete
    Als bekennender Atheist haben die Aussagen des Papstes für mich die Bedeutung von chinesischen Reissäcken.
    Sicherlich, für mich auch.
    Das Problem ist nur, daß für eine riesige Zahl Menschen auf dieser Welt - viele davon in Schwellenländern u. ä. lebend - die Aussagen des Papstes leider keine chinesischen Reissäcke sind.

    Aber Kritik am Feminismus - oh ja, die ist durchaus angebracht!
    Daß Frauen sich emanzipieren müssen, ist unbestritten und notwendig.
    Es kommt aber immer auf das "Wie" an.

  4. #13
    Benutzerbild von Torsten

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    Pallas postete
    Sicherlich, für mich auch.
    Das Problem ist nur, daß für eine riesige Zahl Menschen auf dieser Welt - viele davon in Schwellenländern u. ä. lebend - die Aussagen des Papstes leider keine chinesischen Reissäcke sind.
    Meine Bemerkung sollte lediglich darlegen, dass meine Kritik am Feminismus ganz weltlicher Natur und nicht vom Papst abhängig ist.

    Daß Frauen sich emanzipieren müssen, ist unbestritten und notwendig.
    Es kommt aber immer auf das "Wie" an.
    Nichts anderes habe ich kritisiert. Soziale, berufliche, 5exuelle Gleichstellung und Ähnliches sind hehre Ziele, wenngleich für mich sowieso selbstverständlich. Meine Kritik galt den Ausuferungen dieser Bewegung, die die Gräben zwischen den Geschlechtern langfristig vertiefen und nicht zuschütten werden.

  5. #14
    Benutzerbild von waschbaer

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    Torsten postete
    Als bekennender Atheist haben die Aussagen des Papstes für mich die Bedeutung von chinesischen Reissäcken.

    Aber Kritik am Feminismus - oh ja, die ist durchaus angebracht!

    Warum scheint es ein Problem zu sein, dass Menschen unterschiedlich sind? Der Feminismus ("Der kleine Unterschied", so ein Buchtitel) hat sich bemüht, den Unterschied zwischen Mann und Frau kleinzureden. Mit dem Erfolg, dass Männer zu sensitiven Weicheiern verelendeten und Frauen mit Gegröl und Gemotze den hässlichen Teil des Machotums übernahmen. Spannung, Erotik, stimulierende Differenz? Zum Teufel ist es gegangen...

    Was als Bewegung mit vernünftigen Zielen begann, ist im Laufe der Zeit in eine absurde Gleichmacherei ausgeartet, die das seit jeher so prickelnde Spielchen zwischen Männlein und Weiblein immer uninteressanter werden lässt. Dass dieses aber nur durch die markanten Unterschiede zwischen den Geschlechtern funktioniert, scheint einigen Damen (und Herren!) bis heute nicht zu dämmern...
    Torsten, dieser Aussage kann ich voll und ganz zustimmen. Das Gleichberechtigung nicht gleich Gleichmachung ist, sollte mittlerweile auch die letzte Frauenrechtlerin kapiert haben.

    Das Ganze treibt für mich mittlerweile schon recht seltsame Auswüchse, die mittlerweile auch eher schon Männer benachteiligt. Beispiel gefällig? Vor einigen Jahren musste ein bis dato reines Jungengymnasium in Bayern Mädchen aufnehmen, weil ein Vater dort seine Tochter anmelden wollte und erfolgreich geklagt hat (Begründung: Das Mädchen würde ja benachteiligt werden, weil es nicht die gleiche gute Erziehung wie die Jungs erhält). Das gleiche Prinzip in umgekehrt funktionierte nicht. Ein Vater, der klagte, dass sein Sohn auf ein bis dato reines Mädchengymnasium gehen dürfte bekam nicht recht (Begründung: Dort wird speziell das spezifisch weibliche gefördert und das sollte für Jungen nicht zugänglich sein). Das ist mir dann wirklich nicht ganz einsichtig.

    Momentan habe ich eh beispielsweise auch in der Werbung das Gefühl, dass es salonfähig ist, "leicht männerfeindliche" Werbung zu machen (Beispiel: Die putzende Hausfrau, die dann ihren Ehemann wie Dreck verschwinden lässt). Wehe, so etwas würde anders heraus gemacht werden. Es gäbe sicherlich einen - wenn auch nicht mehr sonderlich lauten - Aufschrei der Frauenbewegung.

    Bei der ganze Emazipationswelle haben leider - wie Torsten schon richtig festgestellt hat - die Geschlechter nicht unbedingt die positiven Seiten der jeweils anderen übernommen, sondern eher das umgekehrte.

    So haben wir also weichgespülte Weicheier (ein schönes Wortspiel, oder?) à la Pflaume und Geißen und Machoweiber, die beide einfach nur noch nervig sind.

    Ansonsten bin ich ja auch nicht gerade immer ein großer Freund dessen, was so alles aus Rom kommt, aber in diesem Fall frage ich mich ernsthaft, ob die Leute, die hier am lautesten schreien (und damit kann man Personen innerhalb wie außerhalb des Forums meinen - bitte nict falsch verstehen) sich überhaupt mal die Mühe gemacht haben, das Dokument zu lesen, ehe sie drüber urteilen.

    Auch wenn es Engel07 in seinem Posting sicherlich nicht unbedingt positiv gemeint hat, in dem neuen Dokument ist auch auf die veränderte Frauenrolle eingegangen worden. Die früher vielgelobte und vor allem vielgeforderete (um nicht zu sagen ausschließlich geforderte) Mutterrolle wird nun nicht mehr als das alleinige Ideal angesehen.

    Die Kritik des Papstes in diesem Dokument ist nicht schlimmer oder "konservativer", als sie in Büchern wie "Männer sind anders - Frauen auch" von John Gray oder "Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken" von Alan und Barbara Pease ebenfalls angesprochen wird. Nur da ist es in Ordnung, oder? In allen Schriften (sowohl der neuen Schrift des Vatikans, als auch in den genannten Büchern), wird darauf verwiesen, dass Männer und Frauen unterschiedlich sind und eine reine "Gleichmacherei" (wie es feministische Tendenzen sicherlich forderten) beiden Geschlechtern nicht gerecht werden würde.

    Wenn es an diesem Dokument wirklich was zu kritisieren gibt, dann für mich eher die Einstellung, dass Frauen in der katholischen Kirche zwar "als wichtig angesehen werden, aber für Führungsaufgaben nicht vorgesehen sind". Das ist nicht meine Meinung, sondern ein sinngemäßes Zitat des Dokuments.

    Um es kurz zusammenzufassen: Ich habe mehrere Dokumente des Vatikans gelesen und da sind mir im Laufe der Zeit deutlich schlimmere und konservativere Dokumente in die Finger gekommen (z.B. Aussagen zur Familienplanung) . Ganz ehrlich. Nur weil auch in den Medien das Ganze stark verkürzt dargestellt wird, heißt es noch lange nicht, dass das ganze Dokument hirnrissig ist. Oder mal ganz ehrlich: Wer hat mehr als einen bestenfalls 20-zeiligen ARtikel aus der Presse oder aus dem Internet zu diesem Thema gelesen?

  6. #15
    Benutzerbild von waschbaer

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    Doppelposting. Sorry!

  7. #16
    Engel_07
    Benutzerbild von Engel_07
    waschbaer postete
    Oder mal ganz ehrlich: Wer hat mehr als einen bestenfalls 20-zeiligen ARtikel aus der Presse oder aus dem Internet zu diesem Thema gelesen?
    Habe ich tatsächlich nicht! Deshalb kann ich diesen Brief natürlich auch nicht wirklich kritisieren. Allerdings weiß ich nicht, ob ich lachen oder weinen soll, wenn ich in der Zeitung lese, dass dem Papst mittlerweile auch schon aufgefallen ist, dass eine Frau nicht nur zum Kinderkriegen vom lieben Gott erschaffen wurde! Allein das wollte ich anmerken! Grundsätzlich finde ich es natürlich gut, wenn solche Schritte gemacht werden.


    Übrigens gibt es auch noch genügend evangelische Kirchengemeinden, in denen biblisch-fundamentalistische Ansichten das Gemeindeleben bestimmen!


    Da fällt mir auch noch ein "nettes" Zitat unseres früheren (evangelischen!)Pastors ein:"Wenn der Teufel nicht mehr weiter weiß, dann schickt er ein Weib!"

  8. #17
    Benutzerbild von Pallas

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    Was mir auch ziemlich auf den Geist geht, ist diese "Frauenliteratur" a la Gaby Hauptmann (z. B. "Nur ein toter Mann ist ein guter Mann"). Echt peinlich, diese Bücher mit pseudo-emanzipatorischem Inhalt. Meiner Meinung nach bewirken Bücher wie diese eher, daß die Kluft zwischen Männern und Frauen größer wird anstatt kleiner. Und sie zeigen mir eher, wie wenig emanzipiert Frauen sich heute noch fühlen müssen. Sicher, es gibt noch genug Nachholbedarf im alltäglichen Leben. Vielleicht nehme ich solche "Werke" jetzt auch zu ernst - aber diese Bücher werden von sehr vielen Frauen hierzulande gelesen, so daß das durchaus ernstzunehmen ist.

    Waschbär, das Beispiel mit der Schule war sehr bezeichnend... "Was soll denn der Scheiß?", fragte ich mich so beim Lesen. Warum muß dieser Vater seine Tochter denn wegen angeblich "guter Ausbildung" unbedingt bei einer reinen Jungenschule anmelden? Sind gemischte bzw. Mädchenschulen ausbildungsqualitativ so schlecht? Mir kommt das eher so vor, als wenn sich da einer als der große Normenaufbrecher profilieren wollte, indem er mit der Schulanmeldung seiner Tochter das Reglement dieser Jungenschule aufmischt.

  9. #18
    Benutzerbild von waschbaer

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    @Engel07

    Übrigens gibt es auch noch genügend evangelische Kirchengemeinden, in denen biblisch-fundamentalistische Ansichten das Gemeindeleben bestimmen!
    Vollste Zustimmung. Es gibt leider in beiden großen Kofessionen hüben wie drüben extrem konservative Auslegungen, nur dass sie bei der katholischen Kirche halt einen höheren Bekanntheitsgrad haben.

    @Pallas

    Was mir auch ziemlich auf den Geist geht, ist diese "Frauenliteratur" a la Gaby Hauptmann (z. B. "Nur ein toter Mann ist ein guter Mann"). Echt peinlich, diese Bücher mit pseudo-emanzipatorischem Inhalt. Meiner Meinung nach bewirken Bücher wie diese eher, daß die Kluft zwischen Männern und Frauen größer wird anstatt kleiner. Und sie zeigen mir eher, wie wenig emanzipiert Frauen sich heute noch fühlen müssen. Sicher, es gibt noch genug Nachholbedarf im alltäglichen Leben. Vielleicht nehme ich solche "Werke" jetzt auch zu ernst - aber diese Bücher werden von sehr vielen Frauen hierzulande gelesen, so daß das durchaus ernstzunehmen ist.
    Ebenfalls vollste Zustimmung. Solche reine platte Frauenliteratur ist einfach nur noch peinlich und macht die Gräben - die eigentlich gar nicht mehr existieren sollten - nur noch tiefer. Ich hatte mal eine Partnerin, die Bücher von Amelie Fried, Kerstin Gier und Gaby Hauptmann regelrecht verschlungen hat und um mitreden zu können, habe ich mich dann - im wahrsten Sinne des Wortes - durch zumindest eines der Bücher von jeder Autorin gequält. Ich stelle mir gerade vor, wie die Frauenbewegung reagieren würde, wenn Titel wie "Nur eine tote Frau ist eine gute Frau" oder "Frauen und andere Peinlichkeiten" erscheinen würden. Dann wäre man doch gleich wieder der Über-Macho und das dementsprechende Hassobjekt.

    Genauso peinlich finde ich manche Frauen, die einfach "Sprachvergewaltigung" betreiben. Eine ehemalige Studienkollegin von mir spricht grundsätzlich nur von der "Anrufbeantworterin" oder der "Druckerin" oder von mir aus auch von der "Fernseherin". Das ist einfach nur noch lächerlich und stupide. (Sie ist darüber hinaus auch noch militante Vegetarierin - ob das ein Zusammenhang besteht - oops, das war jetzt politisch bestimmt nicht ganz korrekt).

    Und wenn dich das mit der Schule weiter interessiert, dann einfach per pm an mich schreiben, dann kann ich dir das weiter erzählen.

  10. #19
    Benutzerbild von Babooshka

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    waschbaer postete
    Genauso peinlich finde ich manche Frauen, die einfach "Sprachvergewaltigung" betreiben. Eine ehemalige Studienkollegin von mir spricht grundsätzlich nur von der "Anrufbeantworterin" oder der "Druckerin" oder von mir aus auch von der "Fernseherin". Das ist einfach nur noch lächerlich und stupide. (Sie ist darüber hinaus auch noch militante Vegetarierin - ob das ein Zusammenhang besteht - oops, das war jetzt politisch bestimmt nicht ganz korrekt).

    Im kanadischen Französisch wiederum sind die meisten Haushaltsgeräte weiblich. Ein Staubsauger wird zur Staubsaugerin (balayeuse), eine Waschmaschine wird zur Wäscherin (machine à laver --> laveuse), ein Geschirrspüler ist ebenfalls eine Geschirrspülerin... was deine Bekannte wohl dazu sagen würde?

    Militante Frauenbücher finde ich auch langweilig. Die Hauptmann habe ich mir gar nicht erst angetan. Die Fried finde ich jetzt nicht unbedingt militant. Ansonsten lese ich so genannte Frauenliteratur nur in homöopathischen Dosen; die meisten dieser Werke gefallen mir einfach nicht ("Julia ist jung, schön und erfolgreich"... blablabla...). Das Schlimmste, was ich in der Richtung mal gelesen habe, war ein Buch einer gewissen Helen Zahavi. Dort ging es um eine zunächst schüchterne Frau, die von einem Mann schwer belästigt wird, dann ihren Mut zusammennimmt und diesen schließlich umbringt und anschließend, da sie Blut geleckt hat, in einer Nacht eine ganze brutale Mordserie an Männern begeht. E-kel-haft, kann ich nur sagen. Da frage ich mich, wie SO was überhaupt einen Verlag finden konnte (und nein, es war kein einschlägiger Emanzenbuchverlag, sondern ein ganz normaler Taschenbuchverlag). Wie verbittert muss Frau sein, um sowas zu schreiben!

  11. #20
    Benutzerbild von waschbaer

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    Babooshka postete
    Das Schlimmste, was ich in der Richtung mal gelesen habe, war ein Buch einer gewissen Helen Zahavi. Dort ging es um eine zunächst schüchterne Frau, die von einem Mann schwer belästigt wird, dann ihren Mut zusammennimmt und diesen schließlich umbringt und anschließend, da sie Blut geleckt hat, in einer Nacht eine ganze brutale Mordserie an Männern begeht. E-kel-haft, kann ich nur sagen. Da frage ich mich, wie SO was überhaupt einen Verlag finden konnte (und nein, es war kein einschlägiger Emanzenbuchverlag, sondern ein ganz normaler Taschenbuchverlag). Wie verbittert muss Frau sein, um sowas zu schreiben!
    Ich hoffe, ich bekomme das jetzt nicht von meinem Therapeuthen
    wollte schreiben meinen Online-Therapeuthinnen hier im Forum - als Pflichtlektüre verschrieben.

    Besonders schlimm habe ich noch ein Buch in Erinnerung, welches "Suche Hose, biete Rock" heißt. Die Autorin weiß ich nicht mehr, aber der Inhalt war einfach . Dann doch lieber einen Shakespeare. Da habe ich auch noch nicht alle Dramen gelesen.

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