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pc grotesk: Radiosender streichen "Die perfekte Welle"

Erstellt von Torsten, 28.12.2004, 17:50 Uhr · 132 Antworten · 10.301 Aufrufe

  1. #21
    Benutzerbild von waschbaer

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    SonnyB. postete
    Fakt ist: Die Menschen da unten haben Hilfe verdient...es ist schlimm genug was da passiert ist (oder nicht passiert ist...es hätte gewarnt werden können) und denen ist es mit Sicherheit Sch..ß egal, was für eine Musik in unseren Radios läuft.

  2.  
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  3. #22
    Benutzerbild von 666meng666

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    SonnyB. postete
    Fakt ist: Die Menschen da unten haben Hilfe verdient...es ist schlimm genug was da passiert ist (oder nicht passiert ist...es hätte gewarnt werden können) und denen ist es mit Sicherheit Sch..ß egal, was für eine Musik in unseren Radios läuft.
    Das ist wirklich wahr.

  4. #23
    Benutzerbild von falkenberg

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    SonnyB. postete
    Irgendwer hat hier das Beispiel Golf Krieg und Karneval gebracht. Da ging es aber vorrangig um befürchtete Terroranschläge auf Rosenmontagszüge (die angekündigt worden sein sollten) und Krawalle die befürchtet wurden. Also eine etwas andere Problematik.
    Mag sein, dass die Sicherheitsargumente auch eine Rolle gespielt haben, entscheidend waren sie nicht. Maßgeblich waren wirklich die sentimentalen Argumente.

  5. #24
    Benutzerbild von röschmich

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    Wird jetzt in der Bibel die Geschichte von der Sintflut herausgestrichen?
    Werden morgen Bibeln verbrannt?
    Wohin soll denn das alles führen?

  6. #25
    Benutzerbild von McFly

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    Generell halte ich, ebenso wie viele von euch, die Variante das komplette Programm umzustellen auch für eine bessere. Dennoch macht das finde ich die Reaktion "Die Perfekte Welle" aus dem Programm zu nehmen nicht unbedingt falsch. Sicherlich mögen die Texter nie daran gedacht haben, dass es mal zu einer Katastrophe makaber uminterpretiert werden könnte (warum sollten sie auch?). Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass es einfach ziemlich (unbeabsichtigt!) geschmachlos wäre, im 30 Minuten-Takt von den aktuellen Geschehnissen in Südost-Asien zu berichten und im Anschluss irgendwann dieses Lied zu spielen.

    Als vor zwei Jahren das große Elbe/Mulde-Hochwasser auch meine Stadt enorm bedrohte, gab es eine ähnliche Situation: Auf unserem Flugplatz wurde eine THW-Zentrum errichtet sowie ein Sandplatz, an dem Freiwillige Sandsäcke füllten. Als ich am ersten Tag dort anfing, bauten eine Techniker eine Beschallungsanlage auf um die "Schippenden" mit Musik zu versorgen. Uns so ziemlich ALLE der vielen Tausend Helfer fanden es damals nicht besonders komisch, dass Lieder wie "Lust am Leben", "Knallrotes Gummiboot" oder "Die Flut" gespielt wurden. Da gab es massenhaft Proteste und das Programm wurde umgestellt.
    Sicher, von der Dimension der Katastrophe ist das nicht mit der derzeitigen Situation zu vergleichen, das Prinzip bleibt aber dasselbe.

    @ bubu:

    Es hat nichts, aber auch gar nichts mehr mit allgemeiner Gutmenschlichkeit oder "political correctness" zu tun, wenn Menschen ernsthaft Mitgefühl, Betroffenheit und Entsetzen zeigen. Das hat was zu tun mit Menschlichkeit. Ich hoffe dieser Begriff ist dir nicht fremd.

    @ DeeTee



    @ frasier:

    Ich meinte mit meiner Aussage, dass ich die Streichung von "Geile Zeit" nicht verstehen kann nicht unbedingt die Schwierigkeit eine Grenze zu ziehen. Vielmehr sehe ich den Sinnzusammenhang nicht. Das Lied würde ich nicht fehlinterpretieren können, daher denke ich, dass die Streichung dieses Titels doch eine Übertreibung ist.

    @ waschbaer:

    Zu deinem Punkt b) : Wo würdest du denn die Grenze ziehen? Ab wann ist ein Song zum Zeitpunkt einer Naturkatastrophe (oder einem Terroranschlag) so extrem Fehl am Platze, dass man ihn streichen sollte?

    @ Torsten:

    Gibt es denn da wirklich etwas zum hinterfragen? Ich glaube nämlich nicht, dass die Medien das Empfinden der Menschen so radikal beeinflussen. Fersehen und Zeitung sind doch nur die Informationsquellen. Und da es hier um eine Naturkatastrophe und nicht um Politik oder Weltwitschaft geht, kann Berichterstattung wohl kaum einseitig oder selektiv sein. Oder was meintest du mit "selektiver Berichterstattung"?

    @ Sonny:

    Auch wenn ich, was die "Problematik" zu "Die Perfekte Welle" wir nicht ganz dergleichen Meinung sind, so stimme ich dir in deinem letzten Absatz voll und ganz zu! Ich hoffe inständig, dass ALLE Betroffenen die Hilfe, die benötigt wird, so schnell wie möglich bekommen! Direkt kann man den Menschen im Moment sicher nicht helfen, aber indirekt schon, in dem man vielleicht etwas auf eines der zahlreichen Spendenkonten überweist. Ich und viele meiner Freunde haben das getan, und wir hoffen, dass es noch viele weitere Menschen gibt, die dazu bereit sind.

    Gruß
    McFly

  7. #26
    Benutzerbild von Torsten

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    SonnyB. postete
    Fakt ist: Die Menschen da unten haben Hilfe verdient...es ist schlimm genug was da passiert ist (oder nicht passiert ist...es hätte gewarnt werden können) und denen ist es mit Sicherheit Sch..ß egal, was für eine Musik in unseren Radios läuft.
    So ist es. Und man darf vermuten, dass die meisten Betroffenen von ihren Mitmenschen konkrete Hilfe erwarten und nicht, dass diese in der nächsten Zeit nur noch mit ernster Miene ihre angebliche Betroffenheit demonstrieren.

    Letzeres kann man wesentlich sinnvoller und wahrhaftiger zum Ausdruck bringen, indem man nun z. B. auf Silvesterknaller verzichtet und das Geld in Spenden investiert. Damit macht man zwar erneut einen Unterschied zwischen dem aktuellen Leid und solchem, das kein Gehör findet; aber immerhin hätte das Ganze dann einen greifbaren Effekt, der den Betroffenen wirklich hilft. Das ist in der Tat ein Punkt, bei dem auch ich einen Kloß im Hals bekomme: Zu sehen, wie am 01.01.05 ab 00:00 Uhr Millionen in den Himmel geballert werden, während das Geld an anderer Stelle bekanntermaßen wesentlich dringender gebraucht wird. Angesichts des Ausmaßes der Katastrophe sollte man zum kommenden Jahreswechsel eigentlich keinen einzigen Böller zu Gehör bekommen...

    Was nun aber auch nicht bedeutet, auf eine Silvesterparty zu verzichten, denn das wäre wiederum unnötige Heuchelei. Ein kurzzeitiges Feuerwerk für einen nun wirklich unbedeutenden Jahreswechsel kann man hingegen ohne weiteres auslassen - ein kleiner Beitrag, der bei vielzähliger Beteiligung einiges bewirken kann.

    Abschließend noch ein Einwurf: Was war denn das Konzept des "Live Aid"-Konzertes? Richtig: Tausende von Menschen hatten Spaß, um damit anderen Tausenden, denen es dreckig ging, ein wenig unter die Arme zu greifen. Wie betonte Bob Geldof damals immer wieder: Das einzige, was den Hungernden hilft, ist Geld - Geld, Geld und nochmals Geld. Und nicht Mitleid, Betroffenheitsbekundungen oder eine Umstellung des Radio-Programms...

    Und für die ausländischen Touristen und deren Angehörigen/Freunde, die bei der aktuellen Katastrophe zu Tode oder Schaden kamen, bedeutet konkrete Hilfe in erster Linie psychologische Betreuung. Auf eine emotionale Selbstkasteiung ihrer Mitmenschen können diese Betroffenen mit Sicherheit gut verzichten.

  8. #27
    Benutzerbild von Torsten

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    McFly schrieb
    Gibt es denn da wirklich etwas zum hinterfragen? Ich glaube nämlich nicht, dass die Medien das Empfinden der Menschen so radikal beeinflussen. Fersehen und Zeitung sind doch nur die Informationsquellen. Und da es hier um eine Naturkatastrophe und nicht um Politik oder Weltwitschaft geht, kann Berichterstattung wohl kaum einseitig oder selektiv sein. Oder was meintest du mit "selektiver Berichterstattung"?
    Kurz und knackig auf den Punkt gebracht: Nachrichten - egal welcher Art, egal an welchem Ort - berichten nicht, was passiert, sondern was sie für berichtenswert halten. "News value" nennt sich das im Fachjargon, und dies ist das Prinzip eines jeden Massenmediums, mit dem quasi eine Realität in der Realität erzeugt wird.

    Das ist damit gemeint, wenn man von "selektiver Berichterstattung" spricht. Im Übrigen gibt es kaum ein spannenderes und interessanteres Thema als die Auswirkung der Massenmedien auf die Individuuen einer Gesellschaft.

    Ach ja: Demonstrativ dargebotene Betroffenheit hat nix mit "Menschlichkeit" zu tun. Und umgekehrt bedeutet die Kritik an heuchlerischem Handeln und absurden Zuständen nicht gleichzeitig die Abwesenheit von Menschlichkeit bei denjenigen, die sie äußern. Dies zu unterstellen, ist nicht nur einfältig, sondern schlicht beleidigend.

  9. #28
    Benutzerbild von musicola

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    Reaktionen aus einem weiteren Forum:

    - Platz 1: Sweetest Poison (Nu Pagadi, wegen der versuchten Vergiftung des Präsidentschaftskandidaten in der Ukraine)

    - Platz 3: Schnappi, das kleine Krokodil (Schnappi, das kleine Krokodil, weil sich kleine Krokodile besonders gut zu Handtaschen verarbeiten lassen)

    - Platz 4: Call on me, (Eryc Prydz, weil das als eine Anspielung auf die kurzzeitig überlasteten Handynetze nach der Katastrophe verstanden werden könnte)

    - Platz 8: Lose my breath (Destinys Child, weil ja soo viele arme Menschen ertrunken sind und keine Luft mehr bekommen haben)

    - Platz 9: Numb (Linkin Park, weil durch den Aufprall der ersten Welle die Opfer größtenteils betäubt wurden; numb = betäubt)
    Im Moment "Tsunami" von den Manics zu spielen ist in etwa so, wie am 12.09.2001 "Learn to fly" von den Foo Fighters. Die Lieder haben natürlich nichts mit den Katastrophen zu tun, aber ein bisschen Berufsbetroffenheit gehört halt immer dazu. Muss halt jeder für sich selbst entscheiden, ob er solche Lieder zur Zeit hören will.
    Es hilft aber keinem (am allerwenigsten den Opfern dieser Katastrophe), wenn jetzt wieder so eine hirnlose Debatte vom Zaun gebrochen wird im Stil von "darf man sowas jetzt spielen?"
    Lustig auch: Bei Spiegel Online lese gerade ich einen Artikel über die Katastrophe und direkt am Anfang ist eine Anzeige - "Angebote für ihren Traumurlaub". Eine der Auswahlmöglichkeiten: "Asien-Thailand-Maledieven".
    Sehen wir den Tatsachen ins Auge:

    die Katastrophe wird vermarktet und das betroffene Getue ist ein Teil davon, meiner Meinung nach ein besonders perverser.

    Auf RTL ist die Rede von der "Todesflut" - ein weiterer Sender sprach von einem "Terrorakt der Natur".

    Ein "Terrorakt der Natur" also, so weit sind wir also schon. Osama bin Flutwelle hat zugeschlagen und George W. Betroffenheit organisiert nun den Gegenangriff auf...ja, worauf eigentlich?

    Kopflosigkeit macht sich breit, klar, denn auch ich bin bewegt, wenn ich die Bilder sehe. Aber was um Himmels willen bringt es, die Natur als Terrorist darzustellen oder ein Lied aus dem Radioprogramm zu verbannen? Da geht es nur darum, sich auf besonders perverse Art wichtig zu machen, um möglichst Kohle abzuzocken.

  10. #29
    Benutzerbild von stoni

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    Gestern Abend lief bei RTL eine Reportage aus Thailand.
    Dort lagen am Unglücksstrand schon wieder einige deutsche Touris
    und regten sich auf,das die Strassen immer noch nicht gesäubert sind (!!!)
    Außerdem leben doch die Leute quasi von Ihnen und sollen sich mal ein bischen zusammenreißen.
    Als ich das hörte wurde mir

  11. #30
    Benutzerbild von Zokarr

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    Ja, dieses Ehepaar habe ich in den Nachrichten auch am Strand gesehen - wirklich nicht zu fassen.

    Die verstehen nicht, warum "so eine Panik" gemacht wird und die Strände nicht gereinigt werden. Die Touristen würden ja schließlich das Geld reinbringen. Und weil sich die Einheimischen nicht so um sie kümmern, könnte "die Urlaubsstimmung besser sein".

    Also echt, zu solchen Leuten fällt mir nichts mehr ein. Andere Touristen beteiligen sich bei der Bergung und pfeifen auf den Urlaub, der ist sowieso gelaufen. Viele sind ja froh, wenigstens mit dem Leben davongekommen zu sein

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