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Pendlerpauschale

Erstellt von LastNinja, 09.12.2008, 20:18 Uhr · 29 Antworten · 2.016 Aufrufe

  1. #1
    LastNinja
    Benutzerbild von LastNinja

    Pendlerpauschale

    Wer sagt´s denn...
    Die alte Pendlerpauschale ist wieder da...


    Die Kürzung der Pendlerpauschale zum 1. Januar 2007 ist laut Bundesverfassungsgericht nicht verfassungsgemäß. Das hat Konsequenzen für viele Pendler - sie bekommen Geld vom Fiskus zurück. Darüber hinaus kündigte das Bundesfinanzministerium an, dass vom 1. Januar 2009 an die Fahrtkosten zum Arbeitsplatz wieder ab dem ersten Kilometer absetzbar sein werden.

    Vorerst gilt die alte Pauschale weiter, und das sogar rückwirkend. Das heißt: Pendler können für die Jahre 2007 und 2008 Fahrtkosten von 30 Cent pro Kilometer steuerlich absetzen, und zwar ab dem ersten Kilometer der Strecke zwischen Wohnort und Arbeitsplatz. Berücksichtigt werden wie zuvor nur die vollen Kilometer der einfachen Entfernung. Damit sind Hin- und Rückfahrt abgegolten.
    quelle:

    Ich finde das guuuut...

    Benzin ist auch wieder schön billig (im Verhältnis)...heut mal für 1,07 €/Super den Hobel vollgetankt...
    da macht Tanken auch wieder mehr Spaß

  2.  
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  3. #2
    Benutzerbild von PostMortem

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    AW: Pendlerpauschale

    Zitat Zitat von LastNinja Beitrag anzeigen
    Wer sagt´s denn...
    Die alte Pendlerpauschale ist wieder da...

    Ich finde das guuuut...
    Irgendwie finde ich es eigentlich eher doof

    Ich habe so einige Kollegen, die in den vergangenen Jahren weiter vom Arbeitgeber weggezogen sind um sich eine große Wohnung zu mieten oder irgendwo "billig" zu bauen. Das natürlich damals auch noch schön gefördert. So ein Irrsin hat sich nur gerechnet, weil der Staat die Kohle schön umverteilt hat. Ich habe immer teuer in der Stadt gewohnt, weil kurze Arbeitswege in vielerlei Hinsicht Sinn machen. Die stadtflüchtigen Kollegen sind kinderlos, Ehegattensplitting gibts trotzdem auch noch oben drauf. Mir ist das etwas zu viel des Guten, denn ich blöder Stadt-Single darf das alles bezahlen. Solche sinnlosen Subventionen finde ich aber unnötig, solange Schulen wegen fehlender Mittel verfallen. Wer ein schönes Haus auf dem Land haben will, der muss es auch allein, incl. aller Folgekosten, bezahlen können oder dort auch arbeiten. Subventionen machen Sinn um wichtige Dinge zu stützen, die nach rein marktwirtschaftlichen Gesichtspunkten wegfallen würden. Auch für kostenlose KiTa-Plätze würde ichs ja noch einsehen. Aber nur damit Kollegen mir aus ihren prunkvollen Hütten auf'm Land ne' lange Nase zeigen, weil ich in der Stadt eben teurer und weniger großzügig wohne?

    Förderung von Flexibilität ist sicherlich wichtig. Für eine Übergangszeit sollte man für längere Anfahrtswege Unterstützung vom Staat bekommen. Aber Menschen die aus privaten Gründen aufs Land "fliehen", sollen ihre Mehrkosten bitte selbst tragen. Oben drauf kommt dann ja noch, dass die Leute sich dann beklagen, dass es dort nur DSL1000 gibt und dann muss die Infrastruktur dort auch noch teuer ausgebaut werden, sechsspuriger Ausbau der für sowas nie ausgelegten und deshalb verstopften Autobahnen nicht zu vergessen. Dabei liegt die Zukunft sowieso in den Städten. Alle Prognosen zeigen auf, dass die Menschheit sich weltweit und in Deutschland langfristig in den Städten ansammeln wird und muss. Es macht also in mehrfacher Hinsicht keinen Sinn die Stadtflucht noch zu subventionieren. DIe Pendlerpauschale ist so eine ungerechte Subvention. Eine generelle Senkung der Steuer für alle und ein Ende dieser riesigen Steuererklärungs-Papierberge wäre die bessere Wahl.

    PM

  4. #3
    Benutzerbild von brandbrief

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    AW: Pendlerpauschale

    Zitat Zitat von PostMortem Beitrag anzeigen
    Aber Menschen die aus privaten Gründen aufs Land "fliehen", sollen ihre Mehrkosten bitte selbst tragen.
    Diese, langsam phrasenartige, Argumentation gegen eine Pendlerpauschale finde ich haarsträubend. Das mag in Einzelfällen vielleicht zutreffen.
    Aber ist den Gegnern dieser Vergünstigung mal aufgefallen, dass überwiegend die Arbeit von den Menschen wegzieht und nicht umgekehrt, wie ständig prognostiziert wird?

  5. #4
    Benutzerbild von PostMortem

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    AW: Pendlerpauschale

    Zitat Zitat von brandbrief Beitrag anzeigen
    Diese, langsam phrasenartige, Argumentation gegen eine Pendlerpauschale finde ich haarsträubend. Das mag in Einzelfällen vielleicht zutreffen.
    Haarsträubend ist ein Steuersystem in dem man zum Preis hoher Verwaltungskosten permanent ein bisschen Geld hin und her schiebt und sich einzelne Bevölkerungsgruppen dann noch um die Krümel streiten die man ihnen zurück vor die Füße wirft. Die ganze Kohle durch niedrigere Steuersätze gar nicht erst abzuziehen wäre sicherlich sinnvoller als sie einmal verlustreich durch den Staatsapparat zu spülen. Subventionen sollte es nur geben wo marktwirtschaftlich nicht überlebensfähige Dinge aus strategischen Gründen erhalten werden (u. a. gibts deshalb Agrarsubventionen, damit wir hier nicht mal ohne was zu Essen dastehen) oder Entwicklungen gezielt gesteuert werden sollen. Dazu gehört die Kfz-Steuer-Befreiung umweltfreundlicher Autos usw. Für alle anderen Dinge muss man nicht erst Geld durch die Staatskasse pumpen, sondern durch die Bank die Abgaben senken. Dann kann jeder selbst entscheiden was er mit dem "Mehr-Netto" macht und niemand braucht sich ärgern, dass er für irgendwen was mitbezahlen soll.

    Das Gericht hat übrigens der kompletten Abschaffung oder der Kürzung der Pendlerpauschale ebenso einen Freibrief erteilt. Spiegel Online fomuliert den Grund so:

    "Dafür lässt sich laut Gericht die Faustformel verwenden: Je geringer die Entfernung zum Arbeitsplatz, um so eher sind die Kosten für den Weg als "unausweichlich beruflich bedingter Aufwand zu werten". Was aber auch umgekehrt heißt: Je weiter die Wege, desto eher ist das Privatvergnügen. Dass nicht jeder freiwillig einen weiten Weg zur Arbeit auf sich nimmt, entkräftet diese Regel nicht. Denn der Gesetzgeber darf generalisieren."

    PM

  6. #5
    Benutzerbild von Sammy-Jooo

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    AW: Pendlerpauschale

    Tja, so hat eben alles seine zwei Seiten. Der eine freut sich und der andere eben nicht. Die Mehrheit der "Zwangspendler" sind aber auf eine Entlastung wirklich angewiesen, denn "der Staat" verlangt doch eine gewisse Mobilität und niemand bekommt den Anfahrtsweg vom Chef bezahlt. Wenn ich noch Lohnsteuer zahlen würde dann wäre ich auf der Seite derjenigen die sich freuen, aber nun bringt mir das trotz Anfahrtweg zur Arbeit eben nichts. Aber soll ich mich deswegen ärgern?

  7. #6
    justmusic
    Benutzerbild von justmusic

    AW: Pendlerpauschale

    Ich finds gut. Als die Spritpreise vor einigen Wochen so hoch waren, hab ichs echt gemerkt im Portemonnaie.
    Mein Arbeitgeber setzt mich bundesweit ein und erwartet von mir Flexibilität. Zur Zeit fahr ich nur 5km, optimal also, aber ich bin jetzt über 2 Jahre täglich 20km pro Strecke gefahren ... und das war lediglich einen Ort weiter. Also nix mit Flucht. Dafür aber ne ländliche Gegend.

    Sollen also Leute, die auf nem Hof leben, ihr ganzes Leben lang, meistens den Hof noch bewirtschaften, sollen die alles aufgeben, nur um vielleicht 20km näher am Arbeitsort zu sein? Das kann's doch auch nicht sein. Da die aber in der Regel von den Höfen nicht leben können, sind die auf die Arbeit angewiesen.

    Oder was ist mit denen, die eine Arbeit 50km entfernt finden, aber Lebenspartner und/oder Kind am Wohnort arbeiten oder zur Schule gehen? Sollen die nen zweiten Haushalt gründen, nur damit es nicht so weit zur Arbeit ist?

    Ich find's in Ordnung, dass dieser Mehraufwand bei der Steuer berücksichtigt wird.

  8. #7
    Benutzerbild von PostMortem

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    AW: Pendlerpauschale

    Zitat Zitat von justmusic Beitrag anzeigen
    Sollen also Leute, die auf nem Hof leben, ihr ganzes Leben lang, meistens den Hof noch bewirtschaften, sollen die alles aufgeben, nur um vielleicht 20km näher am Arbeitsort zu sein? Das kann's doch auch nicht sein. Da die aber in der Regel von den Höfen nicht leben können, sind die auf die Arbeit angewiesen.

    Oder was ist mit denen, die eine Arbeit 50km entfernt finden, aber Lebenspartner und/oder Kind am Wohnort arbeiten oder zur Schule gehen? Sollen die nen zweiten Haushalt gründen, nur damit es nicht so weit zur Arbeit ist?
    Aber das hängt doch jetzt nicht alles daran, dass 30 Millionen Arbeitnehmer jedes Jahr (immer gerne ein paar mehr als tatsächlich gefahren werden) Kilometer und Arbeitstage in Steuerformulare kritzeln. Es wäre doch jedem Arbeitnehmer geholfen, wenn einfach jeder einen geringeren Steuersatz zahlen bräuchte um das "Mehr-Netto" für seine individuellen Nachteile einzusetzen. Es gibt ja nun auch noch andere Dinge als weite Arbeitswege. Ich denke doch es kommt auf das Geld in der Tasche von jedem an und nicht so sehr darauf, dass man es als Steuerrückerstattung wg. Fahrtkosten zurücküberwiesen bekommen hat.

    PM

  9. #8
    justmusic
    Benutzerbild von justmusic

    AW: Pendlerpauschale

    Also ob jetzt jemand durch eine allgemeine Steuersenkung mehr Geld hat und das in den Tank steckt und dadurch wieder weniger hat, als jemand, der es nicht so weit hat, aber ebenfalls durch allgemeine Steuersenkung mehr Geld hat, oder ob diese Ungleichheit ohne Steuersenkungen erreicht wird, ist doch egal, der Effekt ist der gleiche, wer weit fahren muss, hat das Nachsehen.

    Durch die Pendlerpauschale wird diese Ungleichheit ausgeglichen, denn die Pauschale kommt eben denen mehr zu Gute, die weiter fahren müssen als denen, die zu Fuß gehen können.

  10. #9
    Benutzerbild von J.B.

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    AW: Pendlerpauschale

    Ich finde es gut! Sogar sehr gut!!

    In meinem Fall ist nämlich der Arbeitsplatz immer weiter weggezogen. Der ist nun auf dem Land und ich wohne in der Stadt (keine wirklich grosse, aber im Vergleich zum Dorf in dem mein Arbeitsplatz ist, eine Großstadt.)

    Darüber, dass unser Steuersystem ein einziges Chaos ist, braucht man nicht zu diskutieren.

    Gruß

    J.B.

  11. #10
    Benutzerbild von brandbrief

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    AW: Pendlerpauschale

    Zitat Zitat von justmusic Beitrag anzeigen
    Durch die Pendlerpauschale wird diese Ungleichheit ausgeglichen, denn die Pauschale kommt eben denen mehr zu Gute, die weiter fahren müssen als denen, die zu Fuß gehen können.
    Genau das wird ja immer kritisiert. Die Arbeitnehmer könnten ja alle zu Fuß gehen, wenn sie nicht ständig dem Reiz der niedrigen Grundstückspreise verfallen würden und aus der Stadt aussiedeln und durch den entstandenen längeren Arbeitsweg auch noch steuerlich bevorteilt werden.

    Zitat Zitat von J.B. Beitrag anzeigen
    In meinem Fall ist nämlich der Arbeitsplatz immer weiter weggezogen. Der ist nun auf dem Land und ich wohne in der Stadt...
    Dann bau dir gefälligst ein Häuschen im Grünen, nahe deinem Arbeitsplatz und lass dir nicht noch deine unflexible Denkweise und sture Sesshaftigkeit in einer Metropole subventionieren!

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