Zeige Ergebnis 1 bis 7 von 7

Pflege der Eltern / eines Elternteils

Erstellt von waschbaer, 28.12.2008, 17:42 Uhr · 6 Antworten · 940 Aufrufe

  1. #1
    Benutzerbild von waschbaer

    Registriert seit
    03.03.2002
    Beiträge
    8.370

    Pflege der Eltern / eines Elternteils

    Ich glaube nicht, dass wir über dieses Thema schon einen Thread haben. Und es ist sicherlich auch ein Thema, über das man nicht sonderlich gerne spricht. Ist irgendjemand schon betroffen, dass er / sie seine Eltern oder einen Elternteil in gewisser Art und Weise pflegen muss?

    Ich merke nun an meinem Dad, der dieses Jahr die 70 überschritten hat, dass es für ihn immer schwieriger wird, Treppen zu steigen bzw. Strecken zu laufen, die eine Entfernung von 500m überschreiten. Er gibt sich sicherlich Mühe und möchte auch etwas gegen den zunehmenden Rückgang der körperlichen Kräfte tun, aber trotz ärztlicher Betreuung ist dies einfach nicht aufzuhalten.

    In den letzten Wochen und Monaten habe ich ihn öfters irgendwo hinfahren müssen, wo er früher einfach noch zu Fuß hingegangen wäre. Auch wenn ich mit ihm aufs Eishockey gehe, fällt mir auf, dass er die ca. 300 Meter vom Parkplatz zum Stadion nicht mehr gehen möchte (an vielen Tagen einfach auch nicht mehr sonderlich gut kann, weil seine Beine total fest angeschwollen sind).

    Ich weiß immer nicht so ganz, wie ich mit der Situation umgehen soll. Auf der einen Seite verstehe ich, dass er sagt, dass es nicht mehr geht, auf der anderen Seite möchte ich ihn natürlich ermutigen, es doch zumindest noch zu probieren.

    Geistig ist er noch absolut fit und wäre - wenn ich Kadidat bei Jauch wäre - sicherlich einer meiner Telefonjoker.

    Haben andere hier aus dem Forum schon ähnliche Erfahrungen?

  2.  
    Anzeige
  3. #2
    Benutzerbild von Babooshka

    Registriert seit
    15.11.2002
    Beiträge
    7.585

    AW: Pflege der Eltern / eines Elternteils

    Tja, mein Vater ist 76, herzkrank und kann bereits bei einem harmlosen Schnupfen mal eben hohes Fieber bekommen, was ihn im Bad zusammenklappen lässt... Sein Gedächtnis lässt auch nach. Aber gottseidank ist er vom Pflegefall noch weit entfernt. Ich sehe es aber kommen, dass er nicht mehr lange Auto fahren wird. Schon jetzt fährt er nur noch die Strecken, wo das Auto sozusagen sowieso von alleine hinfindet, weil ihm alles andere Angst macht. Das Alt und Schwach werden passt ihm nicht die Bohne und deswegen ist er manchmal knatschig, sagt meine Mutter.

    Meine Mutter ist, wie ich bereits mal erwähnte, wie Churchill: No Sports, dafür Raucherin seit 50 Jahren. Um sie mache ich mir keine Sorgen. Hätte sie ernsthafte Probleme deshalb und würde der Arzt sie sozusagen dazu zwingen, mit dem Rauchen aufzuhören, würde sie das auch tun, schließlich will sie ja mal 100 werden

    Wie das wird, sollte einer von ihnen mal Pflege brauchen? Ich habe keine Ahnung. Meine Mutter hofft, dass sie nicht als erste gehen muss, weil sie um meinen Vater fürchtet. Ich habe ihr natürlich zugesagt, mich um ihn zu kümmern, sollte der Fall eintreten (man weiß ja nie), aber konkrete Gedanken darüber mache ich mir erst, wenn es soweit ist. Ich denke aber auch, meine beiden Eltern hätten nichts dagegen, sich in die Hände von kompetentem Personal zu begeben, denn sie sind nicht so starrsinnig, dass sie unbedingt zu Hause wohnen bleiben und von mir versorgt werden wollen würden (argh, was is'n das für'n Deutsch!).

    Waschbär was hat dein Vater denn mit den Beinen, dass er so schlecht laufen kann?

  4. #3
    Benutzerbild von waschbaer

    Registriert seit
    03.03.2002
    Beiträge
    8.370

    AW: Pflege der Eltern / eines Elternteils

    @Babooshka

    Das wenn die Ärzte wüssten. Und er hat wirklich schon mehrere konsultiert. Er hat einfach nach bereits ganz kurzzeitiger Belastung total angeschwollene Beine und so kann er kaum noch Laufstrecken zurücklegen.

    Das heißt für mich, dass ich mittlerweile öfters für ihn als "Taxi" fungiere und auch für meine Mutter, dass sie ihn einfach sehr viel chauffieren muss - und das nach Möglichkeit direkt vor den Ort, wo er hinwill, was oft gar nicht so einfach ist.

  5. #4
    Benutzerbild von PostMortem

    Registriert seit
    28.12.2004
    Beiträge
    1.997

    AW: Pflege der Eltern / eines Elternteils

    Zitat Zitat von waschbaer Beitrag anzeigen
    @Babooshka

    Das wenn die Ärzte wüssten. Und er hat wirklich schon mehrere konsultiert. Er hat einfach nach bereits ganz kurzzeitiger Belastung total angeschwollene Beine und so kann er kaum noch Laufstrecken zurücklegen.
    Wurde er denn mal in einer Fach/Uni-Klinik so richtig auf den Kopf gestellt? Ich frage das nur, weil ich mehrere jahrelange Krankheitskarrieren kenne, wo Menschen von Arzt zu Arzt gerannt sind und sich erst nach Jahren bei einer richtig gründlichen Untersuchung (CT, MRT etc.) herausgestellt hat, dass ein normaler Allgemein-Arzt oder niedergelassener Facharzt nie eine Chance hatte die etwas speziellere Erkrankung zu erkennen.

    Diese Leute wurden teilweise völlig sinnlos operiert und hatten lange Verdienstausfälle weil nie jemand auf die Idee kam sie mal richtig(!) gründlich unter Einsatz aller modernen Gerätschaften untersuchen zu lassen. Leider führt der Kostendruck im Gesundheitswesen wohl dazu, dass immer mehr Ärzte drauf setzen, dass sich die Patienten mit ihrem Leiden schon irgendwie arrangieren und abfinden oder sie wollen irgendeiner Medizinerehre folgend alles selbst therapieren, auch wenn sie nicht wissen was eigentlich wirklich los ist. Die Verbesserung der Situation Deines Vaters wäre aber doch eine erhebliche Steigerung der Lebensqualität und würde niemanden dazu zwingen sich Mangels Diagnose seiner Erkrankung damit "abzufinden", dass er Pflege braucht. Er ist ja keinesfalls in einem Alter wo man sich einfach damit abfinden muss nicht mehr laufen zu können. Und anschwellende Beine klingen ja jetzt erstmal nicht nach typischen Verschleisserscheinungen oder allgemein schlechter Konstitution. Der Mann kann ja gut und gerne noch 20 Jahre leben und das jetzt schon mit diesem Handicap, nur weil bisher keiner diagnostizieren konnte was er hat?

    PM

  6. #5
    Benutzerbild von Babooshka

    Registriert seit
    15.11.2002
    Beiträge
    7.585

    AW: Pflege der Eltern / eines Elternteils

    PM hat absolut Recht! Fahr mit deinem Vater am besten in eine Uniklinik, die sind im Allgemeinen am besten ausgestattet! Es muss schließlich einen Grund haben, warum deinem Vater die Beine so anschwellen und der muss herausgefunden werden und das sollte auch möglich sein. Mein Vater wurde vor Jahren, als das mit seinen Ohnmachtsanfällen aufkam, über mehrere Wochen in der Klinik detailliert untersucht. Es war schwierig, überhaupt was rauszufinden und man tappte eine Zeitlang im Dunkeln (die Diagnose hieß dann "Altersepilepsie"); in einer Arztpraxis wären all die Untersuchungen gar nicht möglich gewesen und wäre er nicht in der Klinik gewesen, wüssten wir bis heute nicht, woher die Anfälle überhaupt kommen. Also ich stimme jedem Wort in PMs Posting zu. Nehmt das doch nicht als gegeben hin! Außerdem ist es wichtig, eine Krankheit beim Namen nennen zu können, damit man weiß, woran man ist.

  7. #6
    justmusic
    Benutzerbild von justmusic

    AW: Pflege der Eltern / eines Elternteils

    @Waschbär: Fragt mal bei der Krankenkasse nach, ob die nicht Reha-Sport verschreiben können. Das ist speziell für Leute mit eingeschränkter Beweglichkeit / Mobilität, um eben diese zu erhalten oder zu verbessern.

  8. #7
    Benutzerbild von Minne

    Registriert seit
    03.10.2005
    Beiträge
    630

    AW: Pflege der Eltern / eines Elternteils

    Zitat Zitat von waschbaer Beitrag anzeigen

    Ich weiß immer nicht so ganz, wie ich mit der Situation umgehen soll. Auf der einen Seite verstehe ich, dass er sagt, dass es nicht mehr geht, auf der anderen Seite möchte ich ihn natürlich ermutigen, es doch zumindest noch zu probieren.

    Geistig ist er noch absolut fit und wäre - wenn ich Kadidat bei Jauch wäre - sicherlich einer meiner Telefonjoker.

    Haben andere hier aus dem Forum schon ähnliche Erfahrungen?
    @Waschbär

    Das ist doch eine ideale Vorraussetzung, um in einem vernünftigem Gespräch mit ihm, über deine Unsicherheit (Ängste) zu sprechen.
    Wenn irgendwann mal der Punkt kommt das eine eventuelle Pflege von Nöten ist, müsstet du ja ersteinmal klären ob du oder der Partner pflegen könnte und ob der Bedürftige die Pflege von den Kindern überhaupt möchte.

    Ich würde aber die Tipps meiner Vorschreiber unterschreiben und mit ihm gemeinsam zu einem Arzt gehen um eine Diagnose zu bekommen.

    Ich war vor etwas über einem Jahr auch in einer Reha-Maßnahme und u.a. klagten einige Patienten über die gleichen Symptome wie du sie von deinem Vater berichtest.
    Die Ärzte sprachen dort dann von der sogenannten Schaufensterkrankheit.
    (Häufiges stehenbleiben ausruhen, Schaufenster ansehen)

    Hier findest du einen Bericht.

    Dieses ist von mir ne Vermutung,wichtig ist ne Ärztliche Diagnose aber das weißt du ja selbst.

Ähnliche Themen

  1. HELP! LIEDSUCHE EINES KLASSIKERS !!
    Von Europe im Forum 80er / 80s - MUSIKSUCHE / SOUND SEARCH
    Antworten: 33
    Letzter Beitrag: 11.11.2015, 18:49
  2. Der Eltern-Thread
    Von Rosalie im Forum OT LABERFORUM / OT SMALL TALK
    Antworten: 41
    Letzter Beitrag: 19.02.2011, 18:41
  3. Name eines Films gesucht
    Von Veja im Forum 80er / 80s - FERNSEHEN & KINO / TV & CINEMA
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 17.10.2005, 15:56
  4. Hilfe von bereits Eltern Seienden gesucht
    Von waschbaer im Forum OT LABERFORUM / OT SMALL TALK
    Antworten: 10
    Letzter Beitrag: 05.07.2005, 22:53
  5. Kampf dem TV Frust für Kinder und Eltern
    Von ICHBINZACHI im Forum 80er / 80s - FERNSEHEN & KINO / TV & CINEMA
    Antworten: 29
    Letzter Beitrag: 19.01.2004, 19:53