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Political Correctness - Gestern vs. Heute

Erstellt von musicola, 16.01.2011, 20:11 Uhr · 250 Antworten · 31.329 Aufrufe

  1. #131
    Benutzerbild von Lutz

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    AW: Political Correctness - Gestern vs. Heute

    Zitat Zitat von Lexi Beitrag anzeigen
    Was soll an dem Artikel denn so herausragend sein? Ich glaube, es noch nicht erkannt zu haben.
    Tja Focus halt ;->

  2.  
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  3. #132
    Benutzerbild von musicola

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    AW: Political Correctness - Gestern vs. Heute

    Sehr schönes Zeitdokument...

    playmo.jpg



  4. #133
    Benutzerbild von Lexi

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    AW: Political Correctness - Gestern vs. Heute

    Zitat Zitat von musicola Beitrag anzeigen
    Sehr schönes Zeitdokument...
    Sehr schön! Für Playmobil war ich allerdings schon zu alt, habt ihr Erfahrungen damit und könnt ihr es empfehlen?

  5. #134
    Benutzerbild von PostMortem

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    AW: Political Correctness - Gestern vs. Heute

    Zitat Zitat von Lexi Beitrag anzeigen
    Kein „Mohr“, kein Tempo, kein Rauch: Die Tugend-Tyrannen erobern Deutschland - Fietz am Freitag - FOCUS Online - Nachrichten

    Was soll an dem Artikel denn so herausragend sein? Ich glaube, es noch nicht erkannt zu haben.
    Der Artikel ist auch an sich gar nicht so herausraugend, in manchen Punkten auch einfach nur sehr christlich-konservativ. Im Spiegel wäre er vielleicht herausragend oder beim Stern, auch beim WAZ-Konzern. So ist er im konservativen Nachrichtenmagazin Focus erschienen. Wenn man so einen Artikel heute noch erwarten darf, dann eben beim Focus. Alle anderen großen Nachrichtenmagazine blinken links und sind im politisch korrekten Mainstream mehr oder weniger gleichgeschaltet (uuuups, böses Wort!).

    So gesehen, ist der Artikel eben doch herausragend: Es kommt schlichtweg nicht mehr oft vor, dass jemand noch solche Positionen öffentlich und medienwirksam vertritt. Denn es drohen Shitstorms und öffentliche Empörung. Hätte die Frau noch irgendwas von Autobahn im Artikel geschrieben, wäre sie jetzt wahrscheinlich die zweite Eva Herman. In den heutigen Zeitgeist passen Rauch- und andere verbote, Facebook-Shitstorms, mehr Staat, mehr Steuern, Tempolimit, Ökologismus, Gendering und Political-Correctness, Technikskepsis, kulturelle Bereicherung durch mehr völlig ungesteuerte Zuwanderung, sturer Pazifismus um jeden Preis, Pro-Atomausstieg-sofort, aber Contra-Endlager-vor-der-Haustür, Wutbürgertum Pro-Wasch-mich-aber-mach-mich-nicht-nass usw. usf. Dabei feiert man sich noch als Vorbild, merkt nur immer noch nicht, dass unsere Nachbarn und die Welt nicht nur etwa zögern uns zu folgen, sondern längst die Stirn über die zahlreichen deutschen Irrfahrten und Alleingänge runzeln. Ausgerechnet beim Tempolimit heisst es dann aber, dass Deutschland da isoliert wäre und sich Europa anpassen müsse. Für die weitaus relevantere Gestaltung von Zuwanderung und eine Energiewende ohne wahnsinnige Prei5explosion und Verlagerung von hochwertigen Arbeitsplätzen und Industrien nach China, gilt das aber natürlich nicht. Ein Witz!

    Solche Artikel ragen aus diesem Zeitgeist heraus. Weite Teile der Gesellschaft haben sich trotz aller spürbarer Selbstverleugnung längst Sprech- und Denkverbote auferlegt, obwohl sie tief in ihrem inneren eigentlich anderer Meinung sind. Eine vermeintlich ethisch und moralisch überlegene Minderheit drückt der Mehrheit ihren Stempel auf - eigentlich ist das zutiefst undemokratisch. Ohne solche Artikel würde die schweigende Mehrheit vermutlich irgendwann sogar das noch vergessen und auch guten Gewissens und aus tiefster Überzeugung solchen doppelmoralischen Murks hier verzapfen. Und da dieser Artikel im Stern erschienen ist... Vielleicht besteht ja noch Hoffnung und es ist doch noch nicht alles gleichgeschaltet.

  6. #135
    Benutzerbild von Lutz

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    AW: Political Correctness - Gestern vs. Heute

    Zitat Zitat von PostMortem Beitrag anzeigen
    Der Artikel ist auch an sich gar nicht so herausraugend, in manchen Punkten auch einfach nur sehr christlich-konservativ.
    Tja Focus sieht sich ja selbst als Blatt für junge, bildungs- und karrierebewusste Menschen - dafür ein "Gutmensch" zu sein (was immer das genau sein soll) kann man sich ja nichts kaufen ;->

    Vielleicht sind damit solche weltfremden Gutmenschen Spinner wie daaaamals (TM) gemeint, die es wagten auf die potentiellen Gefahren der Kernenergie hinzuweisen, und dafür insbesondere von den "christlichen" Politikern ebenso verspottet wurden.

    Dafür sieht man heute XXL "Atomkraft? Nein Danke!"-Aufkleber auf fetten SUV-Spritschleudern (kein Witz - gesehen in Hamburg-Volksdorf (von Kohlen und Reibach)).

  7. #136
    Benutzerbild von Kuddel Daddeldu

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    AW: Political Correctness - Gestern vs. Heute

    in den 80gern war der Begriff "Gutmenschen" noch gar nicht erfunden,da ging man gegen die Atomkraftwerke auf die Straße.
    ich denke nicht,daß in diesem Zusammenhang der Begriff "Gutmensch" paßt-es ist schlicht und einfach die Erkenntnis gewesen,daß Atomkraft im wahrsten Sinne des Wortes "todsicher" ist.

    Tschernobyl und Harrisburg sollten auch heute noch Warnung genug sein-als Mensch hängt man an in der Regel an seinem Leben-das hat mit Gutmenschentum nix zu tun.

    ein Pazifist ist nicht anderes als ein Mensch,der erkannt hat,daß das führen von Kriegen sinnlos ist und die Lebenserwartung erheblich einschränkt.
    in Verdun und Stalingrad haben Millionen Menschen für die Interessen einiger Irrer,die seinerzeit an der Macht waren,ihren Kopf zwangsweise hinhalten dürfen,da sollte man eigentlich die richtige Schlußfolgerung gezogen haben und etwas besseres im Leben tun als aktiv an neuen Kriegsschauplätzen teilzunehmen-es sei denn,man ist Waffenlobbyist.

    das Wort "Gleichschaltung" läßt sich heutzutage sehr treffend durch das Wort "Neoliberalismus" ersetzen-die Parteiprogramme der "großen" Parteien sind mehr oder weniger inhaltlich austauschbar.

    "Bild Dir Deine Meinung" ist vollkommen in Ordnung,es sei denn,man benutzt die gleichnamige Gazette-das ist einfach nur Polemik.

    hmm,das Wort "Neger" darf man nicht mehr benutzen ?
    aber was ist dann mit dem ehemaligen Sänger Ernst Neger ?? (das ist der mit dem Humba,Humba,Tätärä)
    im Pott sagt man "Schwatter" dazu-und das ist nicht bös gemeint.

  8. #137
    Benutzerbild von Lexi

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    AW: Political Correctness - Gestern vs. Heute

    Zitat Zitat von PostMortem Beitrag anzeigen
    Der Artikel ist auch an sich gar nicht so herausraugend,
    ...sondern nur eine Ansammlung wirrer Gedanken.

    Die Frau beklagt sich über rotgrüne Freiheitseinschränkungen, um anschließend die große Einschränkung bei der Union, die Homo-Ehe zu loben. Das muss man doch sicher nicht verstehen.

    Und dann beklagt sie sich über "Zuhörerinnen und Zuhörer", die bei so gut wie jeder Unionsnase ebenso Standard sind. Und sie beklagt sich über eine Einkommensteuer-Höhe, die von Adenauer bis Kohl Standard war.

    P. S.: Das mit dem Tempolimit ist nur ein Werbegag, das kommt sowieso nicht.

  9. #138
    Benutzerbild von PostMortem

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    AW: Political Correctness - Gestern vs. Heute

    Zitat Zitat von Lutz Beitrag anzeigen
    Tja Focus sieht sich ja selbst als Blatt für junge, bildungs- und karrierebewusste Menschen - dafür ein "Gutmensch" zu sein (was immer das genau sein soll) kann man sich ja nichts kaufen ;->
    Nein, materielle Güter kaufen kann man sich dafür in der Tat nicht. Aber es gibt da ja diesen Witz. Ob er lustig ist oder nicht, darüber kann man streiten. Doch er trifft des Pudels Kern:



    Übertriebene Ethik und Moral werden in unserem Jahrtausend durchaus zur Ersatzbefriedigung missbraucht um sich ein Überlegenheitsgefühl zu verschaffen. Für manche scheint politische Korrektheit gar eine Ersatzreligion zu werden. Und dann wird missioniert... die Welt soll am eigenen Wesen genesen und wer nicht mitmacht wird als Unmensch dargestellt, Toleranz gilt da nichts mehr. Das hat mit den Protestbewegungen früherer Jahrzehnte längst nichts mehr zu tun. Es hat eher viel mit dem sektiererhaften Verhalten von Hardcore-Apple-Jüngern zu tun. Der angebissene Apfel am Auto oder die Anti-Atomsonne: Da ist heute oft kaum noch ein Unterschied in den Lifestyle-Mechanismen die da werkeln.

    Es geht ja auch für Greenpeace und Co. längst um Milliarden-Einnahmen und Posten. Das sind längst selbst Konzerne und sie verkaufen mittlerweile durchaus ein Image und Lebensgefühl. Oder nehmen wir Peta. Was ist das Bitte für ein Laden und wieso rennen denen noch so viele hinterher? Beschäftigt man sich näher mit dieser Organisation, kann man sich nur wundern, dass sich hierzulande noch eine Frau für die nackig macht. Das klappt nur, weil Political Correctness offenbar blind für Hintergründe und kritisches Hinterfragen macht.

    Auch haben viele gutsituierte Frührentner offenbar auch Gefallen daran gefunden sich eine Schäfchenherde zu suchen und eine Bürgerinitiative zu gründen. Da erlebt mancher seinen zweiten Frühling und gilt nochmal richtig was. Besonders im Kampf gegen den Bau neuer Stromtrassen zur Durchleitung der Windenergie von Nord nach Süd, scheint diese Spezies momentan öfter vorzukommen. Es dürfte jedenfalls zumindest nicht ganz selten vorkommen, dass es nicht immer zuerst um die vermeintlich gute Sache geht, sondern darum, dass sich jemand besser fühlt oder die unschönen, aber notwendigen Dinge doch bitte zumindest vor anderer Leute Garten gebaut werden (genau genommen auch eine Religion, ihr Schutzheiliger heisst Sankt Florian ).

    Vielleicht sind damit solche weltfremden Gutmenschen Spinner wie daaaamals (TM) gemeint, die es wagten auf die potentiellen Gefahren der Kernenergie hinzuweisen, und dafür insbesondere von den "christlichen" Politikern ebenso verspottet wurden.
    Atomkraft hat potenzielle Gefahren, bekannt als "Restrisiko". Oft wird das aber sehr unsachlich übertrieben, indem man Dinge vermischt, die nichts miteinander zu tun haben. Egal! Ich weiss nicht ob es weltfremd ist, aber zu glauben die Welt würde Deutschland in diesem Punkt als Vorbild nehmen, ist zumindest unrealistisch. Nichtmal Japan oder die Ukraine tun das. Es ist nur leider hierzulande total inkonsequent, wenn man gleichzeitig zum Atomausstieg glaubt, durch CO2-Reduktion den Klimawandel aufhalten zu können/müssen. Denn es würde bei einem Atomausstieg nach deutschem Vorbild weltweit so laufen wie bei uns: Nicht der komplette wegfallende Atomstrom kann in der Kürze der Zeit durch Windkraft und Sonnenenergie ersetzt werden und das auch sowieso nicht überall. Wenn China derzeit nicht fleissig Atommeiler bauen würde, gingen dort noch mehr Kohlekraftwerke ans Netz und der CO2-Ausstoß würde noch weitaus stärker explodieren, als er es sowieso tut. Dieses Problem hat auch seit Jahren der Greenpeace-Mitbegründer Patrick Moore erkannt und ruft längst das Gegenteil von früher, pro Atom. Aber das will heute natürlich keiner mehr hören. Lieber kämpft man dann auch gleich noch gegen Pumpspeicherkraftwerke, Konverter und Stromtrassen die die Energiewende so mit sich bringt.... Immer mit dabei: Die Grünen, BUND & Co. Lustigerweise steht die Vor-Ort-Organisation in der Region dann gegen ihren eigenen Bundesverband in der Demo. Ist das konsequent?! Ohne Speicher und Durchleitung wirds jedenfalls mit den Erneuerbaren auf Dauer nix und Kohle wird AKW ersetzen müssen => mehr CO2!

    Seit während der Hysterie der 80er Tschernobyl und der deutsche Thorium-Reaktor in Hamm-Uentrop in einen Topf geworfen wurden (ungefähr so vergleichbar wie ein Glas Gurken mit einem Sack Kartoffeln), gibt es keine konstruktive, sachliche Auseinandersetzung mehr mit dem Thema. Atomkraft ist Emotion pur, vielleicht noch mehr als Rauchverbot und es ist politisch korrekt dagegen zu sein. Aber das soll uns meinetwegen hierzulande auch alles nicht mehr jucken (wird es natürlich doch, durch die AKW unserer Nachbarn und die sich bald zum Exportschlager entwickelnde chinesische Billig-Atomtechnik). Mir will nur nicht in den Kopf, wie Anti-Atom-Aktivisten seit Jahren den sofortigen Atomausstieg fordern können, aber gleichzeitig gegen jedes denkbare Endlager sind. Ohne Endlager, können die deutschen AKW nicht rückgebaut werden. Irgendwo muss der strahlende Anteil daraus ja hin und das einigermaßen sicher. Alles dreht sich um die Asse, da wird den Menschen Panik gemacht ohne Ende (und teilweise ohne sachliche Grundlage, der NDR macht mit). Aber das heisst nicht, dass das erste offizielle, genehmigte Endlager Konrad unsicher ist. Die beiden Gruben sind im Grunde überhaupt gar nicht vergleichbar. Doch Aktivisten verbreiten in Salzgitter fast noch mehr Panik als an der Asse. Aber gut, von mir aus! Dann eben auch nicht Konrad. Und dann? Für mich kratzt dieses "Gegen Alles"-sein schon auch am "gutmenscheln". Denn irgendjemand wird ein Endlager vor der Haustür haben müssen und das sollten gerade die Anti-Atom-Kämpfer den Leuten die es vor Ort trifft dann auch konsequent sagen. Denn umso schneller der Ausstieg vollzogen wird, desto schneller muss auch umso mehr Atommüll eingelagert werden um das Kapitel tatsächlich beenden zu können.

    Dafür sieht man heute XXL "Atomkraft? Nein Danke!"-Aufkleber auf fetten SUV-Spritschleudern (kein Witz - gesehen in Hamburg-Volksdorf (von Kohlen und Reibach)).
    Ja, sowas gibts... Allerdings in allen Richtungen. Die Klimaretter fahren ja auch im 16L schluckenden 70er Jahre Bulli oder im krebsrußenden Diesel-Transit der 80er zur Anti-Braunkohle-Demo nach Grevenbroich.

    Inkonsequenz gibt es überall. Erst am Wochenende habe ich auch so ein Paradebeispiel in einem dieser Läden erlebt, in dem Produkte aus Indien, Pakistan & Co. an zumeist akademische / alternative Kundschaft in Wickelröcken und Sandalen vertickt wird (da wo die Räucherstäbchen, Perlen, Ziegenleder-Lampen, Saris und das ganze Gedöns verkauft werden). Am Eingang stand ein schönes Regal voller ethisch korrekter Schriften. Gegen Atomkraft, gegen Diskriminierung von Homo5exuellen und natürlich auch Aufrufe zur Beteiligung an Demos gegen Fremdenhass.

    Tja... dann waren zwei Kundinnen an der Kasse dran, die leicht als Roma zu identifizieren waren. Ich weiss nicht genau was los war, aber es sah so aus, als wenn die Damen wohl Falschgeld loswerden wollten. Sie versuchten wohl einen relativ kleinen zweistelligen Betrag mit 500 Euro (in kleinen Scheinen! ) zu bezahlen und in echtes Wechselgeld zu tauschen. Es gab daraufhin einen minutenlangen Tumult zwischen dem Personal und den Beiden und den zunehmend genervten anderen Kundinnen. Alle natürlich nix verstehen. Als die Beiden dann die Ware hinwarfen und hexenhafte Fluche ausstoßend den Laden verließen, traute ich meinen Ohren nicht. Die verbliebene, ausnahmslos weibliche, optisch alternativ angehauchte Kundschaft und das Personal fühlten sich kulturell offenbar so gar nicht bereichert und zeterten stattdessen ein braunes Klischee nach dem anderen über diese Volksgruppe raus. Ich musste den Laden dann kurz grinsend und lachend ohne meine Freundin verlassen. Das war echt ein irres Bild und für mich Gutmenschentum pur. Vorne liegen die Anti-Rassismus-Flyer, sämtliche Produkte und die komplette Deko im Laden entspringen entferntesten Ethnien und wenn die heile Multikulti-Welt dann mal mit der bitteren Realität konfrontiert wird, werden direkt die braunsten Zigeuner-Klischees rausgehauen.

    Offenbar ist es eben wirklich so: Nur solange man selbst in seinen behüteten Lebensumständen nicht von krassen Fehlentwicklungen betroffen ist und in höchsten Kulturkreisen nur mit wohlerzogenen Weltbürgern verkehrt, kann man besonnen und schlau reden. Aber wenn man dann mal selbst von Schattenseiten unkontrollierter Zuwanderung (oder im Fall der Energiewende eben von baulichen Veränderungen und Nachteilen vor der eigenen Haustür) betroffen ist, fällt die Maske dann allen durchgezogenen Gegen-Demos, Menschen- und Lichterketten zum Trotz plötzlich ganz schnell. Sowas kann ich nicht ernst nehmen. Sowas ist doch nun wirklich Doppelmoral und Gutmenschentum in reinster Form.

  10. #139
    Benutzerbild von SonnyB.

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    AW: Political Correctness - Gestern vs. Heute

    @PM

    *AMEN*


    Ich warte auch noch darauf, daß unsere Gutmenschelndenmultikultiprediger (im allgemeinen Sprachgebrauch auch Politiker genannt) ihre Vorgärten mit Zelten bestücken und "Armutsflüchtlinge" in Landessprache empfangen, deren Verpflegung übernehmen und nach Feierabend dann Integrationskurse mit Sprachlehrgang anbieten. Wer dann wo integriert wird und wer dann wessen Sprache lernen soll, ist dann natürlich Auslegungssache.
    Und natürlich wird diese Aktion nicht aus der Spesenkasse finanziert, sondern aus dem privaten Sparstrumpf.

    Mit gutem Beispiel voran gehen eben.

  11. #140
    Benutzerbild von Die Luftgitarre

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    AW: Political Correctness - Gestern vs. Heute

    Zitat Zitat von waschbaer Beitrag anzeigen
    Herrlicher Artikel über Gutmenschen und PC. Die Autorin spricht mir echt aus dem Herzen.

    Kein „Mohr“, kein Tempo, kein Rauch: Die Tugend-Tyrannen erobern Deutschland - Fietz am Freitag - FOCUS Online - Nachrichten
    Anmerkungen zum Thema Tugend-Tyrannei:

    1. Konservative mokieren sich über zuviel Tugendhaftigkeit und Moral erst seitdem es nicht mehr ihre Tugend- und Moralvorstellungen sind, die gesellschaftlich dominieren. Denken wir mal zurück: Als die vorherrschende Moral noch besagte, dass Homo5exuelle, Atheisten und Geschiedene in die Hölle kommen, als Kritiker der Wehrpflicht noch weithin als Vaterlandsverräter galten und Atomkraftgegner als Staatsfeinde, als die Zugehörigkeit zur deutschen Nation noch allgemein als Frage des Aussehens und der Abstammung gesehen wurde - da waren es die Konservativen, die als Hüter von Sitte & Moral auftraten.

    2. Es stimmt, in bestimmten Fragen haben Konservative die Deutungshoheit verloren und da sind dann die konsequenten Spießer alter Schule fast die neuen Outlaws. Dies betrifft im wesentlichen folgende Punkte: das traditionelle Familienmodel, die Definition Deutschland als kulturelle homogene Abstammungsgemeinschaft und der Themenbereich Ökologie. Die Vorstellung jedoch, dass gewissermaßen am Ende die 68er gesiegt und eine linke Meinungsdiktatur errichtet hätten, ist dennoch abweg. Schauen wir uns das genauer an:

    2.1. Dass man nach heute vorherrschender Meinung berufstätige Frauen nicht mehr als Rabenmütter und Homo5exuelle nicht mehr als abartig bezeichnen soll, liegt im wesentlichen nicht daran, dass die linksalternative Sozialpädagogen sowas blöd finden - sondern daran, dass die traditionelle Familie auch von den Eliten in Wirtschaft und Medien nicht mehr als Stütze der Gesellschaft, sondern eher als Wirtschaftshemmnis gesehen wird. Alle, Männer wie Frauen, sollen fortan als zumindest potentielle Arbeitskräfte zur Verfügung stehen. denn das sorgt für die optimale Ausnutzung von Talenten und für niedrige Löhne. Deshalb müssen Kitas und Ganztagsschulen her, deshalb soll das traditionelle Familienbild nicht mehr so im Mittelpunkt stehen.

    2.2. Dass man heutzutage Leuten mit dunklerer Haut oder fremden Akzenten nicht mehr pauschal die Eignung zum nützlichen deutschen Staatsbürger absprechen soll, ist nur zum geringsten Teil Erfolg von Sozialpädagogen und Gutmenschen. Es hat in erster Linie damit zu tun, dass die Wirtschaftslobby an grenzüberschreitenden Verkehr von Kapital, Arbeitskräften und Waren interessiert ist. Und die geforderte 'Offenheit' für ausländische IT-Spezialisten und aber auch einfache ausländische Dumpinglohnarbeiter (Baustellen, Versandlogistik ect.), verträgt sich anscheinend wunderbar der Abschiebung unnützer Asylbewerber, bzw. der Abschottung Europas am Mittelmeer.

    2.3. Die Sache mit der Ökologie: Nun, Deutschland steigt ja nicht wirklich aus der Atomkraft aus, sie wird jetzt einfach aus Frankreich importiert. Das erspart Deutschland viel innenpolitischen Stress und ermöglicht der CDU, auch für Leute wählbar zu werden, denen die Atomkraftwerke etwas unheimlich sind. Und die Sorge wegen des Klimawandels zielt ja eher auf die USA und China ab. Deren Wachstum gilt dem ökologisch verantwortungsbewußtem Deutschen als bedenklich - das hiesige Wirtschaftswachstum hingegen wird weiter einhellig als Exportmeisterschaft gefeiert.

    Fazit: Insgesamt ist es so, dass das vielbeschworene Gutmenschentum immer nur dann zum Zuge kommt, wenn es den momentanen Interessen der deutschen Wirtschaftseliten enspricht. Da wo es ein solches Zusammenspiel nicht gibt (etwa bei der Arbeitsmarktpolitik, der Finanzpolitik oder beim Thema "Innere Sicherheit"), setzen sich stattdessen dann die neokonservativen Vorstellungen durch.

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