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Politik - Was soll sich ändern?

Erstellt von SportGoofy, 10.09.2005, 12:35 Uhr · 5 Antworten · 686 Aufrufe

  1. #1
    Benutzerbild von SportGoofy

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    Hi !!!!

    Angeregt durch den Duell-Thread würde ich hier mal aufrufen Besserungsvorschläge zu machen
    was sich nach dem 18. ändern soll
    bzw. wie man die Probleme in den Griff kriegt.
    Oder auch worauf ihr verzichten würdet .

    Wobei mich auch interessieren würde,
    ob jemand von euch politisch in einer Partei aktiv ist.
    Man muß ja keine Namen nennen.

  2.  
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  3. #2
    Benutzerbild von sturzflug69

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    Mehr junge Köpfe in die Politik.Es haben zu viele jenseits der 65 Pattex am Arsch.

  4. #3
    Benutzerbild von stoni

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    Wir wär's mal mit richtiger Demokratie ?
    Von wegen Volksentscheiden z.b. zum Euro (leider zu spät) oder zur Europäischen Verfassung ?
    Für die Politiker sind wir doch nur Stimmvieh.Meiner Meinung nach leben wir in einer parlamentarischen Diktatur

  5. #4
    Benutzerbild von Mikesch1

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    nichts wird sich ändern, da der Staat finanziell keinen Handlungspieraum mehr hat, der Rest ist nur Verarschung sprich Modernes Kolloseum

    Im Spiegel wurde mal dargelegt, wie in den 70er Jahren jedes % BIP mehr an Wachstum nur durch mehr Staatsschulden erreicht wurde...

    LG
    Mikesch

  6. #5
    Benutzerbild von bubu

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    Ein Grundübel unseres Staates sehe ich in der starken föderalen Struktur. Diese elendige Kleinstaaterei ist sowas von schädlich und lähmend für unser Land, gerade in diesen Zeiten ist das einfach tödlich. Daher sehe ich die Föderalismusreform als eine Schlüsselaufgabe für eine effizientere und zentralistischere Politik. Deutschland ist kein besonders großes Land, wir hätten das gar nicht nötig. Der US-Bundesstaat Texas beispielsweise ist von der Fläche her doppelt so groß wir die Bundesrepublik, hat ein Viertel unserer Einwohnerzahl. Und wir? Wir haben 16 Bundesländer. Davon auch noch drei "Stadtländer". Das ist einfach nur lächerlich, schafft unnötige Bürokratie, kostet Geld und Effizienz.

    Daher sehe ich dringenden Handlungsbedarf bei der Zentralisierung einiger politischer Disziplinen. Ganz besonders wichtig ist dabei für mich die Bildungspolitik!

    Bildung muss Bundes- und nicht mehr Ländersache werden! Es kann einfach nicht sein, dass ein Schüler im Süden unseres Landes eine bessere Ausbildung bekommt als im Norden. Man schaue sich nur mal den peinlichen Hickhack und die Alleingänge in Sachen Rechtschreibreform an. Zudem ist die Bildung unsere politische und wirtschaftliche Zukunft. Daher sollte jeder Euro, den der Staat lockermachen kann, in Kindergärten, Kitas, Schulen, Universitäten und Forschung gepumpt werden.

    Unser Land muss kinderfreundlicher werden. Berufstätige Paare müssen so unterstützt werden, dass sie trotz beruflicher Karriere Kinder großziehen können. Daher: Kindergarten- und Kita-Plätze für alle. Viel (!) mehr Ganztagsschulen, gut ausgebildetes Lehrpersonal. Der Beruf Lehrer muss wieder das Ansehen erhalten, das er einstmals hatte. Schulklassen müssen kleiner werden. 30 Kinder in einer Klasse - das ist einfach Quatsch! Verpflichtende Vorschul-Deutschkurse für ausländische Kinder, damit Klassen mit hohem Ausländeranteil nicht ausgebremst werden. Verpflichtende Deutschkurse auch für die ausländischen Eltern, damit die Kinder auch zuhause Deutsch sprechen können (damit Hand in Hand muss überhaupt eine verbesserte Integrationspolitik gehen). Eventuell sogar verpflichtende Vorschulkurse für alle, damit Lehrer nicht zu Erziehern werden müssen, weil Eltern die Erziehung ihrer Kinder nicht auf die Reihe kriegen.

    Den Beamtenstatus abschaffen. Sofort! Allenfalls für Richter und Polizisten würde ich ihn beibehalten. Doch ansonsten muss wie überall auch das Leistungsprinzip gelten. Keiner darf sich auf seinem Hintern ausruhen dürfen und dabei so gut wie keine Konsequenzen fürchten müssen. Das gilt vor allem für Lehrer und Professoren.

    Lehrer und Professoren sollten -wie in den USA (an den Unis) - von ihren Schülern bzw. Studenten regelmäßig bewertet werden. Wer eine miese Lehre macht, muss Konsequenzen zu spüren bekommen. Oder besser andersrum: wer eine gute Lehre macht, der bekommt beispielsweise eine Aufstockung seines Sockelgehaltes oder mehr Mittel für Forschung, oder oder.... Für Professoren: wer miese Forschung macht oder nur noch seine Doktoranten und Diplomanten für sich schuften lässt, keinen Handschlag mehr macht und auf allen Veröffentlichungen als Hauptautor genannt wird, der muss ebenfalls Konsequenzen zu spüren bekommen.

    Unis: Aufnahmeprüfungen bzw. -gespräche statt Studiengebühren. Nur wer wirklich dieses Fach studieren will und sich Mühe gibt, sollte es studieren können. Sinnvoll wäre auch, Schnupperstudien anzubieten, am besten schon in der Schulzeit, damit sich die Schüler leichter für einen Studiengang entscheiden können. So viele Studenten sind jetzt schon auf Nebenjobs angewiesen um ihr Studium zu finanzieren. Durch Studiengebühren zieht sich die durchschnittliche Studiendauer nur noch mehr in die Länge, die Kosten für die Unis werden dadurch doch nur noch höher. Dann doch lieber die Studiengänge durch Aufnahmeprüfungen ausdünnen, statt BIldung zur käuflichen Ware werden zu lassen! Das würde auch die hohe Zahl der Studienabbrecher verringern.

    Das Abitur muss viel anspruchsvoller und schwieriger werden. Früher war ein Realschulabschluss angesehen, Hauptschule war keine Schande. Heute ist Abitur normal, mittlere Reife nichts mehr wert und mit einem Hauptschulabschluss ist man der letzte Dreck. Das kann einfach nicht sein.

    Alle Landtwagswahlen sollten auf einen einzigen Termin gelegt werden, damit die Bundesregierung endlich mal handlungsfähig wird und nicht permanent wegen irgendeiner Landtagswahl dem Volk aufs Maul schauen muss.

    Der Bundestag sollte mehr Gesetze ohne Bundesrat beschließen können.

    Noch mehr Geld sollte in die Entwicklung alternativer Energien investiert werden, damit wir uns aus der Abhängigkeit vom Öl und den horrenden Energiepreisen lösen (was wir jetzt erleben, ist doch nur der Anfang).

    Alle Subventionen auf den Prüfstand stellen und fragen, ob sie noch sinnvoll und vor allem zeitgemäß sind. Subventionen sind Staatszuschüsse, um gesellschaftliche Entwicklungen zu lenken. Leider wurden sie von Politikern auch gerne missbraucht, um sich Stimmen von bestimmten Bevölkerungsgruppen zu erkaufen. Über die Jahrzehnte hat sich eine lange lange Liste von Staatsgeschenken angesammelt, die heute oft gar keinen Sinn mehr machen und nur auf den Haushalt drücken.

    Steuersystem vereinfachen, Schlupflöcher schließen, mehr Gerechtigkeit einführen. Es darf nicht sein, dass jemand mit viel Geld sich um Steuern herumtricksen kann, nur weil er sich einen guten Steuerberater leisten kann. (überhaupt sollte es meiner Meinung nach diesen Pseudoberuf des Steuerberaters in Zukunft gar nicht mehr geben)

    Die schwierigste Aufgabe von allen, damit Politik überhaupt mal wieder Handlungsspielraum bekommt: das Lobby-Land Deutschland verändern. Für jeden Dreck gibt es Interessensverbände, die sich mit aller Macht gegen Beschränkungen wehren, oder die ihre Interessen und ihren Einfluss durch Spenden oder politische Verflechtungen geltend machen. Beispiel Gesundheitsreform: wie kann es sein, dass Politiker im letzten Moment doch wieder vor dem Kartell aus Bundesärztekammer, Pharmaindustrie und Apothekern einknicken?

    Thema Verflechtungen: ich der Meinung, mehr noch als Manager haben vor allem Politiker ALLE ihre Einkünfte und Beschäftigungsverhältnisse offenzulegen. Wer ein politisches Amt bekleidet, sollte nicht irgendwo noch in zehn Aufsichtsräten oder sonstwo sitzen (besonders bei FDP-Politikern gehört das ja zum guten Ton).

    Ich will auch keine "Politik der Vermittlungsausschüsse" mehr. Kompromisse um Gesetze sollen in den dafür vorgesehenen Organen ausgehandelt werden, nicht hinter verschlossenen Türen und auf Kosten der Steuerzahler.

    Ich will auch keine "Politik der Untersuchungsausschüsse" mehr, die mehr und mehr von den Parteien aus Wahlkampfkalkül zur Diskreditierung des politischen Gegners missbraucht wird. Wegen jedem Dreck wird heutzutage ein Untersuchungsausschuss eingesetzt. Das kostet alles unnötig Steuergelder.

    Außerdem würde ich als Steuerzahler gerne wissen, welche (millionenschweren) Aufträge staatliche Institutionen wie beispielsweise die Bundesagentur für Arbeit vergeben. Wieso kommt eine Wirtschaftsprüfer-Agentur wie McKinsey in eine staatliche Einrichtung? Was tut sie dort? Wieviel Geld bekommt sie dafür? Warum erhält eine Agentur aberwitzige Summen für die Erstellung einer EDV für die BA, die dann am Ende noch nicht mal richtig funktioniert? Wie kann es sein, dass Tonnen von Geld für ein Mautsystem rausgeschmissen werden, das nicht funktioniert? Wer überprüft das eigentlich alles, wer wie wo wann und in welcher Höhe die Aufträge vergeben werden?

  7. #6
    justmusic
    Benutzerbild von justmusic
    So manche Punkte bergen eine gewisse Ironie:

    Ganztagsschulen, einheitliche Bildung usw. .... gab es alle schon!

    Es gab da einen Landstrich in Deutschland, da gingen alle Schüler in eine gemeinsame Klasse, von der Einschulung bis zum Abschluss, nur wer Abitur gemacht hat, der ist ab der 9. Klasse auf die EOS gegangen!

    Bildung war einheitlich, man konnte in Karl-Marx-Stadt in die Schule gehen und mitten im Schuljahr vielleicht nach Rostock umsiedeln, der Lehrstoff war der gleiche, Anschlussprobleme nicht vorhanden.

    Es gab einheitliche Ferientermine, und nicht Ferien, die es in einem Bezirk gibt und im nächsten wieder gar nicht!

    Nach der Schule ging es weiter mit Arbeitsgemeinschaften oder auch Aktivitäten, die über die Pionierorganisation durchgeführt worden, z.B. Besuch der Patenbrigade.

    Kindergärten gab es für alle Kinder, und geöffnet hatten die von 6 bis 6, so dass auch auswärts Arbeitende ihre Kinder den ganzen Tag in den Kindergarten geben konnten.

    Es gab Polikliniken, da war die gesamte Gesundheitfürsorge an einem Ort abgesichert, ohne großartige Überweisungen usw., wenn man zum Spezialisten musste, ging man einfach ein Zimmer weiter oder ne Treppe höher!


    All das wurde vor 15 Jahren eingestampft, ohne vorher zu prüfen, ob das nicht vielleicht ne echte Alternative zum bestehenden eigenen System ist!
    Die Finnen zum Beispiel haben für ihr Schulsystem in der DDR abgeguckt, und die Finnen sind Spitzenreiter beim Pisa-Test!

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