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Popper!!GANZ DRINGEND!!!!

Erstellt von Chasey, 28.10.2003, 15:25 Uhr · 27 Antworten · 6.130 Aufrufe

  1. #1
    Benutzerbild von Chasey

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    Hallo!!Ich brauch ganz dringen eure Hilfe!!Wir haben in der Schule grade Thema Jugenkulturen der 80s und muss bis Montag ein Referat über Popper schreiben!!Ich bin voll am verzweifeln,ich such seid 4 Stunden das ganze Netz ab und hab bis jetzt fast nicht.Deswegen bin ich auch zufällig auf die Seite gestosen un hab mich schnell angemeldet.Bitte schreibt mir alles was ihr noch von damals über sie wisst(Aussehen.;Verhalten,Music,entstehung..)!!Ein fach alles oder schickt mir en paar links.Es wär einfach mega nett wenn ihr das machen könntet(da ihr hier ja auch Spezialisten auf dem Gebiet seit !!)*g*Ihr rettet echt mir das Leben !!Danke schon ma !Ciau Casey!!!!

  2.  
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  3. #2
    Benutzerbild von Lutz

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    Hi Chasey!

    In Deinem Referat sollten unbedingt zwei Dinge erwähnt werden:

    1. Popper überfährt man mit nem Chopper

    2. Liegt der Popper tot im Keller, war der Punker wieder schneller.

    Glückwunsch! Sollte Dein Lehrer heute so Mitte 30 sein, und damals nur halbwegs so drauf gewesen sein wie ich, hast Du nun schon gewonnen ! Falls nicht (Anhaltspunkte könnten ne Föntolle und ein Lacosthemd sein - trägt man jetzt ja wieder, oder auch ähnliches Aussehen wie die Onkel von Spandau Ballet), vergiß was ich oben geschrieben habe!

    Lutz

  4. #3
    Benutzerbild von compagnies

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    Sei nicht so unfair, Lutz.

    Der ideale Popper sah so aus wie die Onkels von Spandau Ballett, hörte darüber hinaus auch Depeche Mode, Heaven 17 usw. Die ideale Skizze (im wahrsten Sinne des Wortes) findest Du auf dem Cover der Band Hamburger Arroganz mit dem Titel Livin´ in Hamburg (Wolfgang Joop?).

    Eitel, weil auf sein Äußeres bedacht: Lutzen´s Fönwelle ob Lacoste (?) Polo-Shirts - bin ich mir nicht sicher.

    Popper waren unpolitisch und fanden Autos und cool sein top. Heute würden die zum American Football gehen. Popper waren auch unsportlich. Und fanden geschminkte Mädels toll. Cool Tanzen (nur den Oberkörper bewegen und die Haartolle durch das Gesicht schmeissen) und mußten sich häufig anhören "schwul" auszusehen.

    Burlington? - Sicher. Wachsjacken. Cocktails !

    Ansonsten hatten Popper keine einende Gruppenbindung, waren eher in Cliquen angesiedelt - das unterscheidet sie schon von anderen jugendlichen Subkulturen. Ob die einen anderen "Sprchschlüssel" hatten, das weiß ich nicht, würde mich aber mal interessieren.

  5. #4
    Benutzerbild von Chasey

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    Vielen Dank schon ma!Aber hat villeicht jemand en link??

  6. #5
    Benutzerbild von Lutz

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    compagnies postete
    Sei nicht so unfair, Lutz.
    Hey, das war noch fair

    Der ideale Popper (...) hörte (...) Heaven 17
    Shit – ich war (bin) ein Popper!

    Die ideale Skizze (im wahrsten Sinne des Wortes) findest Du auf dem Cover der Band Hamburger Arroganz mit dem Titel Livin´ in Hamburg (Wolfgang Joop?).
    Oh - das würde ich gern mal sehen! Hast Du zu dem Cover ein Link irgendwo im Netz?

    Grüße aus Hamburg

    Lutz

  7. #6
    Benutzerbild von compagnies

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    Ne, aber ich könnte es Dir zusenden, sonst drehe mal ´ne Runde bei dem Onlineshop mit den vier Buchstaben, da bietet es doch bestimmt jemand feil.

  8. #7
    Benutzerbild von Feenwelt

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    OK, hier mal ein kurzer soziologischer Versuch. (Alles natürlich nur meine Meinung.)

    Angepasst, erfolgsorientiert und positiv, das könnten die 3 wichtigsten Schlagworte sein, um Popper zu beschreiben.

    Die Popper-Bewegung war eine klare Gegenbewegung zu Gothics oder Punks. Sie hatte ihre Wurzeln zunächst nicht (wie andere) in der Musik, sondern war erstmal ein Modetrend, um sich abzugrenzen von den eher schlampigen, düsteren Klamotten der üblichen Subkulturen (Punks vor allem, aber auch "Grufties", also Gothics. Dann aber auch Hardrock- oder Heavy Metal-Leute, Mods, Psyches, Skins...)

    Dieser Modetrend sollte natürlich auch nur eine Geisteshaltung nach außen spiegeln: Eigentlich bedeutete "Popper" eine Retro-Welle, gedanklich gesehen. Denn die Punks waren als Gegenbewegung zur Glitzerwelt der 70er Jahre entstanden - und die Popper kamen wieder auf das "Schick-sein" zurück, diesmal eben als Gegensatz zu Punk. Wenn es überhaupt eine politische Aussage gab, dann war es eher etwas ähnliches wie "Wir schauen positiv in die Welt. Wir wollen erfolgreich sein - und das auch zeigen." (Also wieder das Gegenteil zum "No future" des Punk.)

    Ich kann keine genaue "Popperzeit" ausmachen. Ich persönlich würde sie ab etwa 1982 festlegen, bis ca. Ende der 80er. Aber das ist sehr vage. Auf jeden Fall kamen Popper sehr spät hinzu, eben erst als sich die anderen etabliert hatten.

    Die elitäre, luxusorientierte Einstellung spiegelte sich in den Klamotten und den Accessoires wieder - ein echter Popper lebte teuer. Lacoste ist wahrscheinlich das beste Beispiel. Andere Marken fallen mir leider nicht ein, es gab da noch diese sündhaft teuren Armbanduhren (Armani??? Keine Ahnung.) und so Scheiß. (Die alle Popper erstmal in gemeinsamen Ritual ablegten, um sie nicht zu beschädigen, wenn sie mich verprügelten. Ist mir 3x passiert.)

    Viele weiteren Punkte hat Compagnies schon genannt.
    In den Medien wurden Popper tatsächlich zu einer Subkultur hochstilisiert, aber es war wohl wirklich eher nur eine Angelegenheit verschiedener Cliquen. Es gab meines Wissens keine klassischen "Popper"-Discos, in denen "Popper-Musik" gespielt worden wäre. Das liegt eher daran, daß die klassischen Bands der Stilrichtung in den damals aufkommenden Großraum-Massen-Discos gespielt wurden, die irgendwie von allen benutzt wurden.

    "Popper-Treffpunkte" waren dagegen eher Caf?s und - wie bereits erwähnt - Cocktail-Bars. (Die auch erst ab Mitte der 80er "in" wurden, gerade durch die Popper. Vorher waren Eiscaf?s eher Treffpunkte, eines der wenigen Merkamle, die sich Popper abgeschaut hatten - nämlich aus den USA. wo die Eiscaf?s schon seit den 50ern der Jugendlichen-Treff schlechthin waren.)

    Gegen Depeche Mode als typische Popper-Band verwahre ich mich (höchstens die ersten 2 Platten), aber sicher sind gute Beispiele Style Council, Spandau Ballet, Heaven 17, Howard Jones, Double (Captain of her heart), Gino Vanelli. Eigentlich alles, was seichtere Popmusik war.

    Da es keine klassische Subkultur war, kann man auch schlecht ein "Ende der Popperzeit" ausmachen. Es ist eher so, daß die Gegenbilder (Punks etc.) mit der Zeit weniger wurden, sich totliefen. Dadurch gab es auch weniger Popper, es war ja kein Feindbild mehr da. Die meisten Menschen sahen Ende der 90er wieder einigermaßen "normal" aus, also nicht klar abzugrenzen - oder gingen in der HipHop-Bewegung der späten 80er / frühen 90er auf. Jemand mit typischem "Popper-Outfit" wäre zu der Zeit gar nicht mehr aufgefallen. Höchstens noch die Haare mit der typischen ins Gesicht geföhnten Tolle, aber die wurde eben irgendwann "out", weil sie nichts mehr aussagte.

    Es wurde generell auch wieder "in", erfolgreich sein zu wollen - der Begriff "Yuppies" traf den Nerv der Zeit. Die Einstellung der Popper wurde also eine "normale".

    Meine persönliche These ist, daß man einen sehr ähnlichen Trend in der Euphorie des Neuen Marktes wiederfindet. Auch hier lag die Betonung auf "Wir sind jung, sehen blendend aus, sind unglaublich erfolgreich und zeigen das auch." Als ich die ersten hochbezahlten 20-jährigen-IT-Milchbubis gesehen habe, mußte ich unwillkürlich an Popper denken. Und genau wie diese laberten die meisten IT'ler nur Schwachsinn. Der soziologische Begriff, den ich so sehr liebe, heißt: "leistungsunabhängiges Selbsbewußtsein". (Hat in irgend einem Thread mal jemand gesagt.) Wörtlich: "Große Klappe - nix dahinter." Das traf auf die Börsenkiddies vom Neuen Markt zu, auf die Yuppies, und auf die Popper.

  9. #8
    Benutzerbild von Babooshka

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    Feenwelt postete
    Ich kann keine genaue "Popperzeit" ausmachen. Ich persönlich würde sie ab etwa 1982 festlegen, bis ca. Ende der 80er. Aber das ist sehr vage. Auf jeden Fall kamen Popper sehr spät hinzu, eben erst als sich die anderen etabliert hatten.
    Verkehrt! Popper kamen bereits um 1980/81 auf. Das weiß ich ganz genau, weil es zu der Zeit einige davon in meiner Schule gab, die seeehr typisch aussahen und auch meine beste Freundin wurde 1981 zum Popper - sehr zu meinem Missfallen natürlich. Wie sie selber heute erzählt, hatte sie genausowenig eine Popper-Mentalität wie ich eine Alternativen-Mentalität hatte. Ja, cool wollte sie sein. Aber nicht brav und angepasst und leistungsorientiert und auch nicht elitär und luxusorientiert. Sie trug Popperklamotten, weil ihr die gefielen. So wie ich halt meine Indienkleider trug, weil ich sie schön fand.
    Zum Ende der 80-er gab es keine Popper im klassischen Sinne mehr, zwar noch solche, die schicke Markenklamotten trugen, aber die typische Föhnwelle war weitgehend verschwunden.

    ein echter Popper lebte teuer. Lacoste ist wahrscheinlich das beste Beispiel. Andere Marken fallen mir leider nicht ein
    Fiorucci! Benetton! Gab's Stefanel damals schon? Wenn ja, dann gehörte der auch dazu.

    Gegen Depeche Mode als typische Popper-Band verwahre ich mich (höchstens die ersten 2 Platten), aber sicher sind gute Beispiele Style Council, Spandau Ballet, Heaven 17, Howard Jones, Double (Captain of her heart), Gino Vanelli. Eigentlich alles, was seichtere Popmusik war.
    Ouh ouh ouh! Style Council und seichte Popmusik, ich weine! Und stelle fest, dass ich dann wohl in späteren Jahren doch ein Popper gewesen sein muss, denn ich liebte bekanntlich Style Council und die Double-LP "Blue" befindet sich ebenfalls in meinem Besitz (war allerdings ein bisschen ein Fehlkauf, sie ist ziemlich langweilig).

    Ansonsten fand ich deine Beschreibung sehr treffend und detailliert. Vielleicht hat ja jemand Fotos von Poppern, die er Chasey fürs Referat zur Verfügung stellen könnte. Chasey, guck auch mal ins Buch "Die glorreichen 80-er" von Dieter Rehnen, da steht auch was über Popper drin. Wenn du zufällig in Berlin wohnst - ich borg's dir auch!

  10. #9
    Benutzerbild von Lutz

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    @Feenwelt

    Also ich hätte, wie ich bereits oben andeutete, Heaven 17 bis zum heutigen Tage nicht als Popper-Band eingestuft. Depeche Mode (Stand ca. Mitte der 80er) hingegen schon, vielleicht weil ich ne Menge Leute kannte die poppermäßig drauf waren und letztere hörten. Nein, ich sage nicht das ich "recht" habe – es zeigt nur wie unterschiedlich sowas bewertet wird. Also Chasey paß beim Namedropping auf was Du in Deinem Aufsatz schreibst – immer schön vorsichtig formulieren...

    Ich hatte übrigens mal in Deutsch einen super progressiven Lehrer der eine Arbeit über New Wave schreiben ließ (ca. 1981-82). Da rieb ich mir natürlich die Hände – zu meiner großen Verwunderung bekam ich damals ne schlechte Note – allerdings auch die gesamte Klasse (Schnitt (!) ca. 4). Der Leerkörper hatte sich wohl etwas mit seinem Konzept vertan – wenn ich mich recht entsinne wurde die Arbeit nicht gewertet. Schade um die Idee....

    Doch zurück zum Topic:

    Den Vergleich IT-Milchbubis mit Poppern finde ich sehr treffend. BTW: Ich habe erstere Spezies noch nie persönlich kennengelernt – wäre bestimmt spaßig – solange man nicht mit denen arbeiten muß, btw

    Lutz

    P.S. Howard Jones poppermäßig? Hui - da bekomme ich jetzt aber die Krise...

  11. #10
    Benutzerbild von frickson

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    Ich oute mich hiermit auch als ehemaliger Popper und zwar von der Schweizer Fraktion. Eigentlich kann ich die meisten Sachen unterschreiben, will aber gerne noch ein paar Sachen anfügen:

    In Sachen Mode war bei uns ab 1984 die Farbe Neon absolut top. Ob Schal, Pullover oder Schlüsselanhänger - hauptsache es war neonfarben. Bei den Schuhen waren das meistens schwarze Schnürstiefel und zwar bei Mädels und Jungs. Ein weiteres Popper Accesoire war ein Geldbeutel aus Stoff Marke "Benetton"

    Die populärsten Männerparfüms waren Lacoste, Drakkar Noir und Azzaro. Das so nebenbei erwähnt, weil diese Marken nicht nur von Poppern benutzt wurden. In der Zeit gab es bei uns auch mal eine Phase, da schienen alle Frauen in der Schule nach Poison von Dior zu duften.

    Musikalisch war bei uns eigentlich alles erlaubt. Hauptsache kein Rock, Reggae, Funk oder Soul. Italodisco war also auch ok, aber auch Bands aus den Charts wie Alphaville und Real Life waren bei Poppern angesagt.

    Für Autos waren wir damals noch zu jung. Also musste ein Mofa her. Die bevorzugten Modelle waren der Ciao von Piaggio oder ein Puch Maxi.

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