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Quo Vadis, Deutschland?

Erstellt von bubu, 22.12.2004, 18:20 Uhr · 293 Antworten · 19.169 Aufrufe

  1. #121
    Benutzerbild von Tim45

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    Zitat Zitat von PostMortem Beitrag anzeigen
    Doch ist Logistik denn Branchenwandel?
    Ja.

    Aus Ruhrgebietskühen kommen für jeden Bundesbürger pro Jahr 20 Gläser Milch. Ich denke, dass ist nicht wenig... Aber was solls, Deine Antwort kann ich mir irgendwie schon denken: Ab mit den Ruhrgebietslandwirten in den Osten, Land ist ja genug da.
    Dort, wo Land bebaut wird, kann nun mal keine Landwirtschaft betrieben werden. Industrie benötigt stets Fläche, für Büros und Fabriken selber und für Infrastruktur wie Straßen. Deshalb findet man Landwirtschaft in den Städten recht selten, eher am Stadtrand bzw. den eingemeindeten Dörfern. Und auch nur solange, wie nicht das umliegende Ackerland als Neubau- oder Gewerbegebiet genutzt werden soll.

    Zweitens habe ich meinen Wohnort oft genug für Arbeitsstellen gewechselt und weiss was es für einen Menschen bedeutet sich immer wieder zu verpflanzen. Deshalb ist mir Deine rein wirtschaftszentrierte Sichtweise, die Menschen zu nicht mehr als Humankapital-Wanderzirkus degradiert, offen gesagt auch zuwider.
    Nun, was ist denn nun deine konkrete Lösung? Eine Lösung, die hier und jetzt und mit den gegebenen Fakten funktioniert? Ob Du mir eine vermeintlich "rein wirtschaftszentrierte Sichtweise" vorwirfst, oder Mobilität als "Humankapital-Wanderzirkus" bezeichnest, im hier und jetzt wird man stets der Arbeit hinterherziehen, oder sich durch Selbständigkeit einen eigenen Arbeitsplatz schaffen müssen.

    Hat AMD sich in Dresden am Ende nur verirrt und wollte eigentlich nach Kassel oder Taiwan?
    Die werden sich aus Dresden auch wieder entwirren, wenn die Subventionen und Steuervorteile gekürzt werden.

    Das kann man wohl nur so nüchtern sagen und betrachten, wenn man den Status Quo grundsätzlich immer als Fakt nimmt
    Er IST ein Fakt.

    So: Das Szenario in dem Staat A, B und C unter gleichen Bedingungen Handel miteinander betrieben und sich vielleicht mal ein paar % Marktanteil und Arbeitsplätze abnahmen war globaler Handel. In dem Moment wo Staat D unter ganz anderen Bedingungen eintrat, fand eine Globalisierung der Arbeit statt, die nicht etwa bedeutete, dass sich die Arbeit global verteilte, sondern das sie von vielen Ecken der Erde, aufgrund starker Wettbewerbsverzerrung an einem Ort aufgesogen wurde.
    Was nichts anderes bedeutet, daß Kühlschränke gehandelt werden. Bevorzugt werden diejenigen Kühlschränke gehandelt, die besser sind als die anderen, z.B. billiger. Die Fakten sind die gleichen, ob du das nun Handel nennst oder "Globalisierung der Arbeit".

    Ich habe den Master zwar gar nicht bewertet, aber "Im Ausland üblich" ist natürlich überhaupt kein schlagkräftiges Argument.
    Doch, ober glaubst du ernsthaft, die USA oder Japan wären mit schlecht qualifizierten Bachelors oder Mastern so innovativ? Glaubst du etwa, die Ausländer wären mit dem Klammerbeutel gepudert? Die Länder mit Bachelor- und Masterausbildung bilden ebenfalls hervorragende Wissenschaftler heran. Das heißt nicht, daß die Diplomausbildung schlechter als Masterprogramme ist, aber eben auch nicht zwangsläufig signifikant besser.

    Wenn Du es Kleinstaaterei nennen willst, dass sogar Deutsche zwar durchaus überall auf der Welt nach Arbeit suchen, sie aber nicht so ohne weiteres auch antreten dürfen, dann mach das. Also, Otto-Normal-Arbeitnehmer hat es durchaus schwer in so manches Land einzuwandern, egal ob er will oder nicht.
    Natürlich, nur die gesuchten Qualifizierten werden reingelassen.

    Warum soll man jetzt zuschauen und mit dem Markt argumentieren, wenn das schlimme Folgen für die Menschen hierzulande hat?
    Ob du mit dem Markt argumentierst oder nicht, ist doch wurschst, dem Markt ist's egal, er findet trotzdem statt.

    Das habe ich dir bereits geschrieben. Wenn Du von 16jährigen Ausbildungssuchenden bereits das volle Programm verlangst, dann mach sie
    Ich verlange gar nichts, ich frage nur nach deiner konkreten Lösung für diese konkrete Situation.

  2.  
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  3. #122
    Benutzerbild von PostMortem

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    Zitat Zitat von Tim45 Beitrag anzeigen
    Doch ist Logistik denn Branchenwandel?
    Ja.
    Genau, wenn man sie so verkürzt betrachtet... So macht es nur leider keinen Sinn und ist nicht zukunftsträchtig. Wenn Meister und Facharbeiter zu Kranführern und LKW-Fahrern werden, ist das als letztes die von Dir immer wieder geforderte Qualifizierung und Innovation. Aber lassen wir das, die Diskussion führt durch diese immer wieder eingebrachte Verflachung nun wirklich zu gar nichts.

    Aus Ruhrgebietskühen kommen für jeden Bundesbürger pro Jahr 20 Gläser Milch. Ich denke, dass ist nicht wenig... Aber was solls, Deine Antwort kann ich mir irgendwie schon denken: Ab mit den Ruhrgebietslandwirten in den Osten, Land ist ja genug da.

    Dort, wo Land bebaut wird, kann nun mal keine Landwirtschaft betrieben werden. Industrie benötigt stets Fläche, für Büros und Fabriken selber und für Infrastruktur wie Straßen. Deshalb findet man Landwirtschaft in den Städten recht selten, eher am Stadtrand bzw. den eingemeindeten Dörfern. Und auch nur solange, wie nicht das umliegende Ackerland als Neubau- oder Gewerbegebiet genutzt werden soll.
    Und das ist jetzt eine Lösung für genau welches gar nicht existierende Problem? Ich habe noch von keinem Bauern im Ruhrgebiet gehört, dass er hier nicht genügend Fläche für Landwirtschaft hätte. Gleichzeitig gibt es ein erdrückendes Überangebot an brachliegenden, vollständig erschlossenen Industrie- und Gewerbeflächen. Was bringt dieser "Morgentau"-Teil der Diskussion also eigentlich jetzt genau?

    Nun, was ist denn nun deine konkrete Lösung? Eine Lösung, die hier und jetzt und mit den gegebenen Fakten funktioniert? Ob Du mir eine vermeintlich "rein wirtschaftszentrierte Sichtweise" vorwirfst, oder Mobilität als "Humankapital-Wanderzirkus" bezeichnest, im hier und jetzt wird man stets der Arbeit hinterherziehen, oder sich durch Selbständigkeit einen eigenen Arbeitsplatz schaffen müssen.
    Es ist unglaublich intelligent nach Lösungen zu fragen. Das kommt an sich immer gut an. Aber was hat es für einen Sinn, wenn man einen Status Quo als Fakt hinstellt, bei dem nunmal 4.300.000 Bundesbürger arbeitslos sind und so viel hin und herziehen können wie sie wollen: Sie passen nunmal nicht in die 500.000 offenen Stellen. Ausser das Dortmunder Informatiker von einem bestehenden Abreitsplatz nach Berlin ziehen und Berliner Informatiker umgekehrt nach Dortmund, erreicht man mit dieser Form der Mobilität doch erstmal gar nichts. Das ist so zielführend, wie mit 4 Leuten und einem halben Stuhl "Reise nach Jerusalem" zu spielen und denen, die keinen Sitzplatz finden zu zu rufen, dass sie nur schneller um den halben Stuhl rennen müssten. Erklär Du mir also bitte einmal, wie Du überhaupt auf den Trichter kommst, dass Mobilität dieses Problem löst. Die Nebelkerze mit der Selbstständigkeit kannst Du dabei direkt stecken lassen, siehe das Scheitern der Ich-AGs. Es zeigt, dass die Selbstständigkeit für die meisten, oft nicht mit großem KnowHow und wenig Startkapital ausgestatteten Arbeitslosen keine Lösung ist. Der Markt braucht offensichtlich keine solchen Selbstständigen mit wenig Mitteln zu Innovation und die Arbeitslosen haben nunmal nicht mehr zu bieten - einfach auch nur so ein Fakt.


    Hat AMD sich in Dresden am Ende nur verirrt und wollte eigentlich nach Kassel oder Taiwan?
    Die werden sich aus Dresden auch wieder entwirren, wenn die Subventionen und Steuervorteile gekürzt werden.
    Und das ist Fakt?


    Das kann man wohl nur so nüchtern sagen und betrachten, wenn man den Status Quo grundsätzlich immer als Fakt nimmt
    Er IST ein Fakt.
    Aber nur wenn er sich gegen die bösen faulen Menschen richtet, die einfach nicht von Arbeitslosigkeit Ost in Arbeitslosigkeit West (4.300.000 : 500.000) umziehen wollen. Ansonsten ist jede schwammige Vermutung (AMD) Recht, nicht wahr?

    Also ist man dem aktuellen Status Quo immer machtlos ausgeliefert und muss auf seiner Basis in Aktionismus ausbrechen. Die Lösungen sind dann z. B. fünf Bundesländer platt zu machen oder das Ruhrgebiet von Bauern zu befreien um noch mehr Brachflächen zu schaffen? Andererseits gehst Du offenbar also davon aus, dass die praktizierte Wirtschaftspolitik sich nicht ändern lässt oder das eine Änderung nichts am Status Quo ändern würde? Warum dann immer die Frage nach Lösungen? Die Lösungen stehen übrigens schon vor X Postings in einer Liste, in die sich einige eingebracht haben.

    Was nichts anderes bedeutet, daß Kühlschränke gehandelt werden. Bevorzugt werden diejenigen Kühlschränke gehandelt, die besser sind als die anderen, z.B. billiger. Die Fakten sind die gleichen, ob du das nun Handel nennst oder "Globalisierung der Arbeit".
    "Nett" das auf eine Begriffsdefinition zu verkürzen. Es ging nur leider hauptsächlich darum, ob man eine politisch entstandene Marktverzerrung einfach so sich selbst überlassen und mit den Gesetzen des Marktes ausmerzen kann. Leute wie Du nennen es nüchtern "Branchenwandel" und wollen es eben geschehen lassen, wenn immer mehr Leute arbeitslos werden oder vom ehemals qualifizierten Facharbeiter mit gutem Einkommen zum Hilfs-Hafenarbeiter mit schlechtem Einkommen werden. Ich nenne es Kahlschlag und wundere mich, wie lange Leute wie Du noch ausblenden wollen, dass der Deutsche eben auf Dauer nicht nur als Kostenfaktor im Markt existiert, sondern auch als Konsument. Doch genau darauf achtet die rein betriebswirtschaftliche Einzelsicht eben nicht. Dafür das es an dieser Stelle nicht aus dem Ruder läuft, wäre eine volkswirtschaftliche Herangehensweise notwendig, aber dem versperrst Du Dich ja und argumentierst wiederum damit, dass Unternehmer betriebswirtschaftlich handeln müssen. Sicher, jeder Mensch handelt auch egoistisch. Trotzdem wärst Du der Erste der sich beschwert, wenn ich Dir für Deine Thesen ab sofort jeden Tag in den Garten kacke und einfach sage, dass es nun eben Fakt ist, dass mein Haufen da liegt und Du Dir eine Lösung überlegen musst (z. B. umziehen oder mehr Platz für meine Haufen machen).

    Wenn die Entwicklung so weiter geht und jeder Unternehmer weiterhin angeblich so unternehmerisch/betriebswirtschaftlich handelt und verlagert weil es die anderen auch machen und er Profite so maximiert weil es die anderen auch machen und die Aktionäre es wollen, dann bricht das Kartenhaus insgesamt nunmal am Ende in sich zusammen. Ein höherer Profit entsteht nunmal nur, wenn die zu geringeren Kosten produzierte Ware am Ende auch jemandem verkauft werden kann. Sind mangels Job und Kaufkraft am Ende zu wenig Nachfrager da, maximiert sich allerdings kein Profit mehr und es bleiben lediglich geringere Kosten, über die man sich dann bis zum zwangsläufigen Ende freuen kann. Und die Billiglöhner die zur Reduzierung der Kosten und der Maximierung der Profite überall in der Welt der Schwellen- und Entwicklungsländer angeheuert wurden, können leider auch nicht einspringen, weil sie noch nie genug verdient haben. Ich habe ja von Leuten gelesen, dass sich dieses Problem lösen ließe, wenn wir einfach wie wild in Deutschland hin- und herziehen, hin und her zu den wenigen Jobs für viele Arbeitslose. Aber ich habe noch keinen gesehen, der das dann auch fundiert begründen konnte. Ich vermute, dass das an Mathematik liegen könnte, sie den Leuten und ihrer Sicht der Dinge aber irgendwie nicht in den Kram passt. Aber ob Ignoranz wirklich eine Lösung ist?

    Doch, ober glaubst du ernsthaft, die USA oder Japan wären mit schlecht qualifizierten Bachelors oder Mastern so innovativ? Glaubst du etwa, die Ausländer wären mit dem Klammerbeutel gepudert? Die Länder mit Bachelor- und Masterausbildung bilden ebenfalls hervorragende Wissenschaftler heran. Das heißt nicht, daß die Diplomausbildung schlechter als Masterprogramme ist, aber eben auch nicht zwangsläufig signifikant besser.
    Nochmal: ICH habe den Master doch mit keiner Silbe erwähnt!!! Was bringt es mir weiterhin zu erklären, wie toll die Masterstudiengänge doch wären und mich zu fragen ob irgendwer mit dem Klammerbeutel gepudert ist? Ich habe irgendwie das Gefühl, dass Du öfters mal absichtlich daneben liest... Und das Länder mit Bachelor- und Masterausbildung "ebenfalls hervorragende Wissenschaftler heran bilden" steht auch nicht in Frage. Nur ist der Bachelor nach seinen 6 Semestern sicherlich eine ganze Menge, aber er ist nun mal gar kein Wissenschaftler. Was ich davon halte ist auch nicht so wichtig, wichtiger ist, dass jene die darüber urteilen können es so sehen. Siehe z. B. http://www.presse.uni-karlsruhe.de/6050.php

    Der Bachelor bleibt eine billige Möglichkeit mit wenig Aufwand die Zahl der Akademiker zu erhöhen, mehr nicht. D. h. nicht, dass die Leute nichts können. Im Idealfall sind sie solide für einen Berufsstart ausgebildet. Aber auf dem universellen, höher gebildeten Level eines vernünftig ausgebildeten Ingenieurs sind sie nicht. Das kann man eigentlich auch nicht bestreiten. Allerdings kann man auch nicht einfach so sagen "Bachelor USA = Bachelor Deutschland = Bachelor immer gut".

    Das habe ich dir bereits geschrieben. Wenn Du von 16jährigen Ausbildungssuchenden bereits das volle Programm verlangst, dann mach sie
    Ich verlange gar nichts, ich frage nur nach deiner konkreten Lösung für diese konkrete Situation.
    Klar, Du stellst die These auf das es eine Lösung ist wenn 16jährige durch ganz Deutschland tingeln, obwohl sich dadurch nur leider überhaupt nichts daran ändert, dass es zu wenig Ausbildungsstellen gibt und verlangst von anderen dann Lösungen wenn ihnen Deine gewagte These nicht gefällt. Das ist zwar reif für Sabine Christiansen, zieht bei mir aber nicht. Es gibt Grenzen und Stöckchen über die man nicht springt. 16jährige kreuz und quer durchs Land zu tauschen um sie wahllos auf immer noch zu wenige Lehrstellen zu prügeln, gehört eindeutig dazu. Zumal sie hinterher mit ihrer Ausbildung nichts anfangen können, da die von Dir als Azubi-Beherberger auserkorenen gutsituierten Großunternehmen heute schon über Bedarf ausbilden, da nunmal "Branchenwandel" stattfindet, der einfach "Fakt ist". Daran braucht man aber natürlich nicht zu rütteln, denn Markt findet eben statt. Nur dummerweise mit immer weniger zahlungskräftigen Konsumenten. Wenn die Entwicklung so weiter geht, bin ich gespannt auf Deine Argumentation zu den dann aufkommenden Problemen von Märkten die Mangels Arbeit und Kaufkraft ohne ausreichende Nachfrage funktionieren sollen. Aber auch das wird dann wohl eben einfach Fakt sein und andere , die die ganze Zeit dazu aufrufen diese Entwicklung nicht so weit kommen zu lassen, werden dann wieder geschickt nach Lösungen gefragt, um die Flachheit und Oberflächlichkeit der eigenen Thesen nicht weiter offenbaren zu müssen.

    PM

  4. #123
    Benutzerbild von bubu

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    Zitat Zitat von PostMortem Beitrag anzeigen
    Denn wie will man denn (wenn man sowas überhaupt wollte) in der Praxis kontrollieren, dass Eltern einen "Eltern-Führerschein" haben, "bevor Eltern Kinder bekommen"? Wenn die Kontrolle nicht, wie in meiner angeblichen "Polemik", vor der Zeugung stattfinden soll, wann dann? Willst Du erst bereits werdende Eltern dazu verpflichten, einen "Elternführerschein" zu machen? Und wenn sie sich dann weigern, wird dann Zwangsabgetrieben? Nein, natürlich nicht? Wo bliebe dann die Pflicht?
    PM
    Hast du Posting Nr. 108 gelesen?

    Nochmal zur Erläuterung: Werdende Eltern müssen noch während der Schwangerschaft Kurse belegen, in denen Grundlegendes zu Erziehung, Gesundheit und Ernährung von Kindern vermittelt wird. Sinnvoll wäre auch das Erlernen von Zeitmanagement, Vereinbarkeit von Beruf und Kind, Stressbewältigung etc.

    Sanktionen für Nichterscheinen oder ein (wiederholtes) Nichtbestehen der Prüfung oder für auffällig renitente Eltern könnten in regelmäßigen Hausbesuchen durch Sozialarbeiter während der ersten Kinderjahre oder wie's DeeTee vorgeschlagen hat, in einer Streichung des Kindergeldes bestehen.

    Wie will man das kontrollieren? Ganz einfach: Schwangere Mütter bzw werdende Eltern werden von den Hebammen/Ärzten an die Kurse verwiesen.

  5. #124
    Benutzerbild von frasier

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    Zitat Zitat von PostMortem Beitrag anzeigen
    Stellen wir uns mal eine Welt mit vier Staaten vor. Drei Staaten treiben Handel miteinander und Staat vier köchelt in seiner eigenen Suppe, weil das Staatsoberhaupt ein bisschen komisch ist. Die drei Staaten handeln z. B. mit Kühlschränken. Staat A ist ein bisschen größer und hat 40% Marktanteil, Staat B hat 30% Marktanteil und Staat C ist eigentlich recht klein, hat aber immerhin 20% Marktanteil. Staatsbürger aus Staat A kaufen ihre eigenen Kühlschränke, aber auch Importkühlschränke aus Staat B und C und die anderen Staaten kaufen auch bunt durch die Welt. Staat D importiert und exportiert nichts und nur wenige wissen überhaupt was ein Kühlschrank ist. Die leute hätten auch meistens sowieso keinen Strom und kein Geld für verderbliche Ware. Sie essen eigentlich sowieso nur Reis und der muss nicht in den Kühlschrank.

    Der komische Staatschef aus Staat D mokiert sich, weil die Staatschefs aus A, B und C alle in Saus und Braus leben und er nur heimlich einen ganz mickrigen Kühlschrank hat.

    Er denkt sich: "Ha! Ich lass mir zeigen wie man diese Kühlschränke baut und dann verkaufen wir diese Kühlschränke an Staat A, B und C. Aber rein lassen wir keine Kühlschränke".

    Gesagt getan, Staat D baut nach kurzer Zeit Kühlschränke in Massen, mit Massen von Menschen die für ihre Arbeit keinen eigenen Kühlschrank kaufen wollen und können, diese aber für Leute in Staat A, B und C bauen, die ihn sich leisten können.

    Es dauert nicht lange, da freuen sich die Menschen in Staat A, B und C, dass sie nun so viel Geld für andere Sachen ausgeben können, wenn sie einen billigen Kühlschrank aus Staat D kaufen können. Sie selbst dürfen zwar nicht nach Staat D verkaufen, aber das macht nichts, weil die Leute dort sowieso kaum Geld für Kühlschränke haben.

    Nach einiger Zeit gehen die Kühlschrankverkaufszahlen von Staat A, B und C stetig zurück und es müssen immer mehr Mitarbeiter entlassen werden. Die Marktanteile fallen auf die Hälfte. Staat C zieht sich als erster ganz aus der Kühlschrankproduktion zurück, weil er mit Staat D nicht mehr konkurrieren kann. Die Produktionsanlagen werden an Staat D verkauft. Da die Einwohner von Staat C einen hohen Lebensstandard haben, müssen sie trotzdem Kühlschränke bekommen, obwohl sie nicht arbeiten. Staat C verschuldet sich. Staat D hat jetzt 65% Marktanteil, nimmt selbst aber kaum als Nachfrager am Kühlschrank-Markt teil.

    So: Das Szenario in dem Staat A, B und C unter gleichen Bedingungen Handel miteinander betrieben und sich vielleicht mal ein paar % Marktanteil und Arbeitsplätze abnahmen war globaler Handel. In dem Moment wo Staat D unter ganz anderen Bedingungen eintrat, fand eine Globalisierung der Arbeit statt, die nicht etwa bedeutete, dass sich die Arbeit global verteilte, sondern das sie von vielen Ecken der Erde, aufgrund starker Wettbewerbsverzerrung an einem Ort aufgesogen wurde.
    Erstens sind in einem abgeschotteten, diktatorischen Staat (D) Produktivität und Produktivitätsfortschritte niedriger, da die Arbeitsmoral geringer ist. Die Länder A,B und C wären schon bald technisch wieder überlegen und werden dann sicher nicht nochmal ihre technischen Geheimnisse verraten.

    Zweitens würde bei einem solch extremen Handelsüberschuß ein enormer Aufwertungsdruck auf die D-Währung wirken, der im Falle der Aufwertung zur deutlichen Verteuerung der Kühlschränke führt oder bei Nichtaufwertung zu gallopierender Inflation und steigenden Zinsen führt.

    Staat D hat also nur kurzfristig einen Wettbewerbsvorteil.

  6. #125
    Benutzerbild von ihkawimsns

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    Kommt darauf an. PM schreibt ja, dass sich Staat D "zeigen lässt", wie man Kühlschränke baut. Dies werden dann wohl Firmen aus A, B oder C übernehmen, die ihre Produktion faktisch nach D verlagern; so sehr wäre D in Sachen Produktivität und Technik demnach gar nicht unterlegen.

    Und ob D einen so großen Handelsüberschuss erwirtschaftet, sei auch mal dahingestellt. Es gibt ja nicht nur Kühlschränke. Ich könnte mir zum Beispiel sehr gut vorstellen, dass sich D für die Kühlschrankdevisen mit Waffen eindeckt...

  7. #126
    Benutzerbild von PostMortem

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    Zitat Zitat von ihkawimsns Beitrag anzeigen
    Kommt darauf an. PM schreibt ja, dass sich Staat D "zeigen lässt", wie man Kühlschränke baut. Dies werden dann wohl Firmen aus A, B oder C übernehmen, die ihre Produktion faktisch nach D verlagern; so sehr wäre D in Sachen Produktivität und Technik demnach gar nicht unterlegen.
    Genau... Staat D nimmt und holt an Investitionen was er bekommen kann und kann es sich auch leisten die abgelegten Anlagen von Staat A, B und C dank billigster Arbeitskräfte und fehlender Umweltschutzauflagen kostengünstig zu betreiben.

    Ausserdem hat er praktischerweise quasi verboten das die Mitarbeiter aufmucken und so braucht er ihnen nicht jedes Jahr mehr Geld geben und sie arbeiten 70 Stunden die Woche ohne irgendeinen Arbeitsschutz.

    Die Staaten A,B und C haben sich aber auch einmal auf Regeln verständigt, die es jedem erlauben dort zu lernen und vom erworbenen KnowHow zu profitieren. Staat D macht sich das zu Nutze und schickt deshalb die Kinder der Priviligierten dieses Landes (die wenigen die Reichtum erlangt haben oder hoch in der Gunst des Staatsoberhaupts stehen) in diese Staaten und lässt sie ausbilden. Sie bilden das Fundament für den Start in ein eigenes hochentwickeltes Bildungssystem und wirken als Multiplikatoren. Und da Staat D so viele Einwohner hat wie Staat A, B und C zusammen, sind es eine ganze Menge Leute die von ihnen lernen. Staat D lernt deshalb sehr schnell.

    Allerdings ist Staat D auch der einzige Staat bei dem Wirtschaft und Staat noch eng miteinander verbunden sind und gezielt gesteuert werden. Staat A, B und C halten sich für so entwickelt, dass ihre Wirtschaft eigentlich staatenlos und chaotisch agiert - man nennt es auch "global" und "betriebswirtschaftlich". Die Unternehmen aus Staat A, B und C gewinnen deshalb auch, wenn die Wirtschaft in Staat D floriert und sind nicht darauf angewiesen, dass auch die Staaten A, B und C davon profitieren. Nur Staat D legt noch viel wert darauf, dass Wirtschaft und Staat von Staat D immer zusammen profitieren und erkennt deshalb viele Regeln des gemeinsamen Wirtschaftens nicht an. Die in den Staaten A, B und C geltende Bindung des Wirtschaftssystems (Marktwirtschaft) an das politische System (Demokratie) findet in Staat D nicht statt und wird auch nicht gefordert.

    Da die Unternehmen aus den Staaten A, B und C das aber gerade Recht kommt, üben sie Druck auf die Politik ihres Landes aus, diese Verstöße nicht zu eifrig zu ahnden und erklären ihnen, dass das alles doch eine gute Sache sei und es nun immerhin billige Kühlschränke für alle gibt. So können sie von den hohen Auflagen ihrer eigenen Staaten unbehelligt in Staat D Kühlschränke produzieren und setzen ihre eigenen teuren Mitarbeiter auf die Straße. Es reicht ihnen, diesen Menschen Kühlschränke zu verkaufen. Die Politiker der Staaten A, B und C werden dafür mit Aufsichtsratsposten versorgt und halten die Klappe.

    Und ob D einen so großen Handelsüberschuss erwirtschaftet, sei auch mal dahingestellt. Es gibt ja nicht nur Kühlschränke. Ich könnte mir zum Beispiel sehr gut vorstellen, dass sich D für die Kühlschrankdevisen mit Waffen eindeckt...
    Doch, Staat D hat einen großen Handelsüberschuss, da immer nur kurzzeitig etwas importiert wird. Und zwar so lange, bis man jemanden gefunden hat es mit einem chinesischen Partner im Inland zu produzieren - solange bis man es dann wenig später auch ohne den Partner aus A, B oder C kann.

    Gleichzeitig lernt man immer schneller selbst etwas zu entwickeln. Staat A, B und C hatten das eigentlich einmal selbst als Plan ausgeheckt. Wenige teure Mitarbeiter aus den Staaten A, B und C sollten Dinge entwickeln und von den vielen billigen Arbeitern aus Staat D produzieren lassen. Aber da Staat D seine Wirtschaft viel besser zentral koordinieren kann, hat er sich aufgemacht diese Aufgabe einfach selbst zu erledigen. Staat A, B und C haben das allerdings noch nicht gemerkt und schicken weiter KnowHow an Staat D. Staat D hat aber auch sonst einige Mittel und Wege, die sich die Staaten A, B und C in diversen Vereinbarungen einmal verboten haben. Und so hat die Währung von Staat D zwar einen immensen Aufwertungsdruck, aber dabei bleibt es auch, da die Lehrmeinung aus den Staaten A, B und C über die Gesetze des Marktes und des Wirtschaftens in Staat D nicht greifen. So hatte Staat D z. B. über die bisher größte Strecke seines Wirtschaftsaufstiegs seine Währung überhaupt nicht frei handeln lassen.

    Auf Druck der anderen Staaten hat man dies dann doch nicht mehr so durchhalten können und handelt die Währung nun. Aber man hat sich etwas einfallen lassen: Eine Zentralbank gibt vor, um wieviel der Wechselkurs der Währung von Staat D schwanken darf. Es sind 0,1%. Damit ist das Problem für Staat D erledigt, denn so kann man seine Währung prima unterbewertet halten. Da man bereits Devisenreserven von 1.000 Mrd. Dollar angehäuft hat, ist es auch nicht weiter schlimm, dass der Erwerb von Auslandswährung so immer teurer wird.

    Die Staaten A, B und C reiben sich verwundert die Augen über solche Taschenspielertricks, hoffen aber das ihre Bevölkerung nichts davon erfährt oder es wenigstens nicht versteht und hüllen den Mantel des Schweigens darüber. Viele Desinformanten versuchen als Experten verkleidet dem Volk die Vorteile dieser neuen Welt zu erklären, in der die drei Staaten A, B und C nach den Regeln spielend ihr Volk nicht mehr mit Arbeit aber mit billigen Kühlschränken versorgen können und Staat D viele Worte macht, wie er die Regeln vielleicht auch einmal einhalten könnte, aber ansonsten weiterhin macht was er gerade für angemessen hält.

    Man erkennt wohl leicht, dass Staat D natürlich ein großes asiatisches Land ist und die Staaten A, B und C sich mit beliebigen westlichen Ländern besetzen lassen...

    PM

  8. #127
    Benutzerbild von Tim45

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    Zitat Zitat von PostMortem Beitrag anzeigen
    Wenn Meister und Facharbeiter zu Kranführern und LKW-Fahrern werden, ist das als letztes die von Dir immer wieder geforderte Qualifizierung und Innovation.
    Ich fordere gar nichts, aber was machst du mit denen, die sich nicht zu Meistern und Facharbeitern qualifizieren lassen?

    Ausser das Dortmunder Informatiker von einem bestehenden Abreitsplatz nach Berlin ziehen und Berliner Informatiker umgekehrt nach Dortmund, erreicht man mit dieser Form der Mobilität doch erstmal gar nichts.
    Es werden z.B. auch Facharbeiter oder Handwerker gesucht, auch im Ausland.

    Also ist man dem aktuellen Status Quo immer machtlos ausgeliefert und muss auf seiner Basis in Aktionismus ausbrechen. Die Lösungen sind dann z. B. fünf Bundesländer platt zu machen oder das Ruhrgebiet von Bauern zu befreien um noch mehr Brachflächen zu schaffen?
    Wenn du das so sagst, wird's wohl stimmen. Aber sei's drum.

    "Nett" das auf eine Begriffsdefinition zu verkürzen. Es ging nur leider hauptsächlich darum, ob man eine politisch entstandene Marktverzerrung einfach so sich selbst überlassen und mit den Gesetzen des Marktes ausmerzen kann.
    Wie willst Du als einzelner denn eine "politisch entstandene Marktverzerrung" wieder gerade biegen, ob Du sie jetzt "Globalisierung" oder "Handel" nennst?

    Leute wie Du nennen es nüchtern "Branchenwandel" und wollen es eben geschehen lassen, wenn immer mehr Leute arbeitslos werden oder vom ehemals qualifizierten Facharbeiter mit gutem Einkommen zum Hilfs-Hafenarbeiter mit schlechtem Einkommen werden.
    Was tust DU denn konkret und mit welchem Erfolg gegen den "Branchenwandel"?

    Und das Länder mit Bachelor- und Masterausbildung "ebenfalls hervorragende Wissenschaftler heran bilden" steht auch nicht in Frage. Nur ist der Bachelor nach seinen 6 Semestern sicherlich eine ganze Menge, aber er ist nun mal gar kein Wissenschaftler. Was ich davon halte ist auch nicht so wichtig, wichtiger ist, dass jene die darüber urteilen können es so sehen. Siehe z. B. http://www.presse.uni-karlsruhe.de/6050.php
    Der Bachelor dient ja auch gar nicht der Qualifizierung für eine wissenschaftliche Karriere, er steht aber nicht alleine da, sondern wird in Kombination mit Masterstudiengängen angeboten.

    Klar, Du stellst die These auf das es eine Lösung ist wenn 16jährige durch ganz Deutschland tingeln, obwohl sich dadurch nur leider überhaupt nichts daran ändert, dass es zu wenig Ausbildungsstellen gibt und verlangst von anderen dann Lösungen wenn ihnen Deine gewagte These nicht gefällt.
    Wo habe ich "tingeln" geschrieben? Wenn Du aber unbedingt arbeiten willst, Dir eine Arbeit nur auswärts angeboten wird, kannst Du entweder wegziehen ("mobil sein") und wenigstens die Dir angebotene Arbeit annehmen, oder arbeitslos bleiben. Hast Du noch andere konkrete Lösungen für diese Situation, die mir als einzelnem Arbeitssuchenden direkt helfen würden?

  9. #128
    Benutzerbild von PostMortem

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    Zitat Zitat von Tim45 Beitrag anzeigen
    Ich fordere gar nichts, aber was machst du mit denen, die sich nicht zu Meistern und Facharbeitern qualifizieren lassen?
    Seit meinem ersten Posting in diesem Thread ist das mein Thema. Zum wiederholten Male wird mir nun entgegnet was ich Anfangs selbst einmal geschrieben oder gefragt habe. Was hat dieses Sich-im-Kreis-drehen denn bitte nur für einen erhellenden Sinn? Deine Fragen erscheinen mir öfters merkwürdig frei von Kenntnis und Verständnis meiner vorhergehenden Antworten. Was ist das nur für eine Diskussion und was bloß der Zweck dieser komischen Fragen?

    Es werden z.B. auch Facharbeiter oder Handwerker gesucht, auch im Ausland.
    Genau und da gehen auch sowieso schon immer mehr hin. Dieses Jahr so viele wie nie zuvor in der Geschichte der Bundesrepublik. Während also gut ausgebildete Leute ihre Freizügigkeit als EU-Bürger voll nutzen, unser Land verlassen und wegen ihrer anerkannt guten deutschen Ausbildung mit Handkuss eingestellt werden, wird hier über mehr und bessere Bildung als Lösung des Problems lamentiert. Wenn ich in einem Behälter ein Leck habe versuche ich normalerweise nicht immer mehr Wasser rein zu kippen, sondern ich dichte erstmal das Leck. Warum in diesem Fall nicht? Soll man Reisende eben nicht aufhalten oder soll eben gehen wer vom Zickenterror in diesem Land die Schnauze voll hat?

    Wie willst Du als einzelner denn eine "politisch entstandene Marktverzerrung" wieder gerade biegen, ob Du sie jetzt "Globalisierung" oder "Handel" nennst?
    Warum muss ich als Einzelner überhaupt etwas dagegen tun können? Können Probleme nicht gelöst werden, die nur gemeinsam oder von den politisch Handelnden/Herrschenden gestaltet werden können? Aber um Deine Frage zu beantworten: Wenn es irgendwie geht, kaufe ich sehr bewusst ein. D. h. nicht, dass ich zwingend "deutsch" kaufe, ich habe kein Problem mit globalem Handel. Aber die Herkunftsverhältnisse des Produkts müssen soweit stimmen, dass man damit kein totalitären Regimes, kein Lohndumping und keine Umweltsauereien unterstützt und damit nicht am eigenen Ast sägt. Mehr - außer selbst arbeiten gehen und mit dafür sorgen, dass mein Unternehmen mit "uns" als deutscher Belegschaft genug verdient - kann ich als Einzelner gar nicht tun. Nur leider sind sich die meisten anderen "Einzelnen" ihrer Macht als "Viele" gar nicht bewusst.

    Der Bachelor dient ja auch gar nicht der Qualifizierung für eine wissenschaftliche Karriere, er steht aber nicht alleine da, sondern wird in Kombination mit Masterstudiengängen angeboten.
    Und welche Relevanz hat das jetzt für meine Ursprungsaussage? Es gab in Deutschland bis vor kurzem den Bachelor nicht. Wer sich auf einen Beruf vorbereiten wollte, konnte die anderswo auf der Welt so oft nicht vorhandene duale Ausbildung als Weg einschlagen, u. a. auch als kombinierte Ausbildung mit Studium (Dipl. Betriebswirt / BA etc.). Nun wird die bisherige Ingenieursausbildung bald abgeschafft und durch den Bachelor und Master ersetzt. Dabei werden von den Ländern Quotenregelungen angestrebt, die nur einem Drittel der Bachelors am Ende den höherwertigen Abschluss als Master ermöglichen sollen. Vorher wären die Leute alle Dipl-Ingenieure geworden, die eine umfassendere Ausbildung genossen hätten als der Bachelor. Da 2/3 der Bachelor so gezwungenermaßen aber auf ihrem niedrigeren Niveau verharren werden oder es aus rein praktischen Gründen schon von sich aus bei dieser sechssemestrigen Ausbildung belassen werden (Zeit ist Geld und ein Bachelor ein akademischer Abschluss), ist es mir ein Rätsel wie man fundiert abstreiten will, dass diese Ausbildung am Ende weniger Qualifikation und Kompetenz vermittelt, als die bisherige Ingenieursausbildung. Um mehr, um Master und um Forschung ist es mir in meiner Ursprungsaussage dazu nichtmal gegangen. Ich halte es bei der ganzen Diskussion um die Verbesserung der Bildung für einen Fehler, die weltweit anerkannte deutsche Ingenieursausbildung abzuschaffen und zu einem sehr großen Teil durch den Akademiker-Turbo "Bachelor" zu ersetzen. Das ist Schnell- und Massenproduktion (und die hat in Deutschland bekanntlich nicht so eine rosige Zukunft) von Akademikern um sich für OECD-Vergleiche aufzuhübschen. Dabei wäre es der bessere Weg auf diese Art von Statistik zu pfeifen und sich seiner Stärken bewusst zu sein. Zu denen gehört nunmal, dass wir in Deutschland bereits eine sehr gute Berufsvorbereitung mit diversen qualifizierten und praxisnahen Abschlüssen haben. Hierbei ist für die Statistik mehr das Problem, dass diese zum Vergleich mit anderen Staaten, die dieses Ausbildungsmodell nicht kennen und nur zwischen Akademikern und Angelernten unterscheiden, nicht als akademisch zählen. Das Problem ist aber deshalb eher nicht, dass wir dringend ein Schnellstudium zur qualifizierten Berufsvorbereitung bräuchten.

    Wo habe ich "tingeln" geschrieben? Wenn Du aber unbedingt arbeiten willst, Dir eine Arbeit nur auswärts angeboten wird, kannst Du entweder wegziehen ("mobil sein") und wenigstens die Dir angebotene Arbeit annehmen, oder arbeitslos bleiben. Hast Du noch andere konkrete Lösungen für diese Situation, die mir als einzelnem Arbeitssuchenden direkt helfen würden?
    Du versuchst es geschickt selbst Antworten auf Fragen schuldig zu bleiben
    und einen durch beliebige Wechsel der Perspektive aufs Glatteis zu führen. Dieser Thread heisst aber nicht "Was kann ich für mein Land tun" und dieser Thread heisst auch nicht "Tipps für Arbeitssuchende". "Quo Vadis, Deutschland?" als Themenvorgabe heisst, dass man sich auf einer abstrakten Ebene bewegen kann ohne ständig Einzelschicksale zu wälzen. Es schadet also nicht nur, sondern es ist durchaus so gedacht mal bei der Gesamtsicht der Dinge zu bleiben.

    Du könntest mir nach Deinen zahlreichen Vorwürfen an die Deutschen und den zahlreichen Tipps für alle Arbeitssuchenden also mal endlich erklären, warum die von Dir so sehr als Lösung verfechtete Mobilität aus 500.000 als offen gemeldeten Stellen plötzlich für alle 4.300.000 Arbeitslosen einen Arbeitsplatz macht. Ansonsten nehme ich einfach mal an, dass Du es schon als "gefühlte Lösung" betrachtest, wenn 4.300.000 einzelne Arbeitssuchende mit 500.000 Stellen einfach Reise nach Jerusalem spielen und so jeder mal auf einer Stelle sitzen darf. Oder kurz gesagt, heisst Deine Meinung zum Problem der Arbeitslosigkeit unter Ausblendung der Gesamtlage doch gegenüber dem "Einzelnen" eigentlich einfach nur: "Selbst Schuld!". Oder nicht?

    PM

  10. #129
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    Zitat Zitat von PostMortem Beitrag anzeigen
    Während also gut ausgebildete Leute ihre Freizügigkeit als EU-Bürger voll nutzen, unser Land verlassen und wegen ihrer anerkannt guten deutschen Ausbildung mit Handkuss eingestellt werden, wird hier über mehr und bessere Bildung als Lösung des Problems lamentiert.
    Mit Handkuss, ja? Und nur innerhalb der EU? Ist es nicht so, daß selbst im Ausland nach Qualifikationen gefragt wird? Nach Referenzen?

    Soll man Reisende eben nicht aufhalten oder soll eben gehen wer vom Zickenterror in diesem Land die Schnauze voll hat?
    Die DDR hat ja versucht, Reisende aufzuhalten. Wir wissen, was daraus geworden ist. Wer woanders bessere Chancen sieht, der geht eben. Was ist so neu daran?

    Warum muss ich als Einzelner überhaupt etwas dagegen tun können?
    Wie willst Du denn sonst Deine Situation verbessern?

    Können Probleme nicht gelöst werden, die nur gemeinsam oder von den politisch Handelnden/Herrschenden gestaltet werden können?
    Angesichts der Herbstdepression: Nein, gemeinsam von politisch Handelnden zu lösende Probleme lassen sich nicht lösen. Wir sehen, was bei der Gesundheitsreform rauskommt: Mehr Bürokratie. In der Politik geht es selten darum, Probleme tatsächlich zu lösen, sondern "Themenfelder" zu besetzen und "Profil zu zeigen". Es geht darum, die Illusion von handeln zu erzeugen.
    Seit Anbeginn der BRD wurden stets Regierungen gewählt, die dem Bürger "Wohltaten" auf Staatsverschuldung versprechen, erst recht seit der Wiedervereinigung. Lafontaine hat im Wiedervereingungswahlkampf Steuererhöhungen nicht ausgeschlossen, Kohl hingegen das Blaue vom Himmel versprochen. Wir wissen, wer gewählt wurde, nicht nur deswegen, aber auch. Seit der Wiedervereinigung ist die Staatsverschuldung drastisch angewachsen (auch davor schon), der Staat hat kaum Reserven und Spielräume mehr.
    Eine Reform würde bedeuten, vermeintliche Sicherheit der gewohnten sozialen Absicherung und Arbeitsplatzsicherheit einzutauschen gegen Chancen und Eigeninitiative, aber auch Risiken. Sie würde bedeuten, die Bürokratie abzubauen und die öffentliche Verwaltung zu verschlanken mit dem Ziel der Kosteneinsparung und des Personalabbaus. Jobs in der Verwaltung sind ab einem gewissen Level keine produktive Tätigkeit mehr, sondern dienen nur der Selbstverwaltung der Verwaltung und der Erfindung neuer trickreicher Vorschriften. Geld, das dort ohne produktives Ergebnis versickert, sollte besser in produktive Tätigkeit investiert werden.
    Der öffentliche Dienst und Beamte sind im Bundestag überproportinal vertreten; sie haben eine zu starke Lobby.
    Zum Beispiel: Ich halte Zuzahlungen beim Arzt und bei Medikamenten für jeden normalbezahlten Arbeitnehmer für tragbar, man gibt in Kneipen an manchen Abenden mehr Geld aus als für seine Gesundheitszuzahlungen. Ich halte verträgliche nach Qualität der Lehre und Leistungsbereitschaft der Studenten abgestimmte Studiengebühren für tragbar; als Akademiker erhält man in der Regel besser bezahlte oder angenehmere Jobs als Geringqualifizierte, dafür darf man auch etwas investieren.
    Leider versickern derartig eingenommene Gelder wieder nur in der allgemeinen Bürokratie bzw. im Staatshaushalt, weswegen die Bereitschaft für derartige "Opfer" naturgemäß und berechtigterweise sehr gering ist.
    Es wäre denkbar, daß Universitäten über die eingenommen Studiengebühren frei verfügen können, um z.B. die Lehre zu verbesseren, mehr Assistenstellen schaffen, erstklassige Didaktiker anwerben, teure Praktikumsversuche finanzieren, etc., um auf diese Weise ihren Studenten eine bessere Ausbildung und ihren Absolventen bessere Berufschancen zu bieten - Wettbewerb. Es wäre denkbar, daß Krankenkassen eine gesunde Lebensweise (Verzicht aufs Rauchen, regelmäßige Gesundheitschecks, Ausgleichssport, etc.) durch geringere Beiträge honorieren, wie das z.B. bei Berufsunfähigkeitsversicherungen teilweise üblich ist. Durch Rahmenvertäge mit bestimmten Hausärzten und Krankenhäusern könnte ein Wettbewerb hinsichtlich Qualität und Kosten der medizinischen Behandlung entstehen; unterdurchschnittliche Mediziner oder Krankenhäuser fielen heraus.
    Es wäre denkbar, Sozialhilfe und Arbeitslosengeld in ein steuerfinanziertes "Bürgergeld" umzuwandeln: Jeder, dessen Einkommen unter dem Existenzminimum liegt, erhält die Differenz vom Finanzamt. Ersparnisse, Lebensversicherungen, etc. werden nicht angerechnet, lediglich die daraus erzielten Gewinne (z.B. Zinsen, Veräußerungsgewinne, ...) Man sparte dadurch die vielen Ämter und Einzelfallentscheidungen, Bedarfsnachweise und dergleichen ein, und die Empfänger des Bürgergeldes können frei über die Verwendung entscheiden. Der Erfolg wäre, daß ein ein "besser verdienender" Arbeitnehmer im Fall der Arbeitslosigkeit sich nur seines Existenzminimums sicher sein kann, möchte er einen höheren Lebensstandard sichern, muß er seine Ersparnisse aufbrauchen, oder aber vorher private Versicherungen abschließen. Der Erfolg wäre aber auch eine starke Senkung der Lohnnebenkosten, bezahlte und versteuerte Arbeit wäre preiswerter und häufiger. Mit Hartz IV muß man leider seine vernünftigerweise angesparten Notgroschen, Immobilien und Lebensversicherungen zwangsweise unter Verlust verkaufen, und bei erneuter Beschäftigung wieder bei Null anfangen - besser lebt, wer sein ganzes Einkommen mit Feiern und Frauen durchbringt, Vernunft wird bestraft.
    Eigenheimzulagen, Steuervergünstigungen, Kilometerpauschalen müsste man in einem deratigen System ebenfalls abschaffen. Wer z.B. lieber im Grünen weit weg vom Arbeitgeber wohnt, sollte sich diesen Luxus eben selber finanzieren oder über Tarifverhandlungen seiner Gewerkschaft vom Arbeitgeber bezahlen lassen. Die Eigenheimzulage z.B. kosten zwar viel Steuergeld in ihrer Breite, spielt aber bei der tatsächlichen Finanzierungsdurchrechnung eines Hausbaus keine Rollen, da es sich im Verhältnis nur um ein paar unbedeutende Kröten handelt.
    Eine Reform scheitert u.a. daran, daß die bisher in die Sozialsysteme Einzahlenden kurzfristig die Gelackmeierten sind, denen die Leistungen gekürzt werden.
    Ich glaube nicht, daß die politisch Handelnden die Probleme der Nichtfinanzierbarkeit der Sozial- und Rentenversicherungen lösen werden; es wird weitergewurschtelt werden, bis einfach kein Geld mehr da ist und die Katastrophe der komplett leeren Kassen und der erstickenden Zinslast der Staatsverschuldung da ist. Ich glaube, daß die politisch Verantwortlichen mitsamt dem Wahlvolk Katastrophen, aus denen es nur einen Ausweg gibt, meistern können. Ich glaube nicht, daß sich mit Deutschland Probleme lösen lassen können.

    Da 2/3 der Bachelor so gezwungenermaßen aber auf ihrem niedrigeren Niveau verharren werden oder es aus rein praktischen Gründen schon von sich aus bei dieser sechssemestrigen Ausbildung belassen werden (Zeit ist Geld und ein Bachelor ein akademischer Abschluss), ist es mir ein Rätsel wie man fundiert abstreiten will, dass diese Ausbildung am Ende weniger Qualifikation und Kompetenz vermittelt, als die bisherige Ingenieursausbildung.
    Weil die Noten der bisherigen Diplome nicht unbedingt stets und immer "hervorragend" waren.

    Ich halte es bei der ganzen Diskussion um die Verbesserung der Bildung für einen Fehler, die weltweit anerkannte deutsche Ingenieursausbildung abzuschaffen und zu einem sehr großen Teil durch den Akademiker-Turbo "Bachelor" zu ersetzen. Das ist Schnell- und Massenproduktion (und die hat in Deutschland bekanntlich nicht so eine rosige Zukunft) von Akademikern um sich für OECD-Vergleiche aufzuhübschen.
    Dafür haben wir jetzt Langsam- und Massenproduktion von mittelmäßigen Diplomen.

    Zu denen gehört nunmal, dass wir in Deutschland bereits eine sehr gute Berufsvorbereitung mit diversen qualifizierten und praxisnahen Abschlüssen haben.
    Nein, in dieser Allgemeinheit stimmt das nicht. Viele mittelmäßige Diplomer hätten möglicherweise besser einen schnellen Bachelor gemacht

    Ansonsten nehme ich einfach mal an, dass Du es schon als "gefühlte Lösung" betrachtest, wenn 4.300.000 einzelne Arbeitssuchende mit 500.000 Stellen einfach Reise nach Jerusalem spielen und so jeder mal auf einer Stelle sitzen darf.
    Wenn Du natürlich die Bemühungen um einen Arbeitsplatz ohnehin nur als "Reise nach Jerusalem" veralberst und lieber untätig wartest, bis jedem einzelnen Arbeitslosen die Stellen in reichlicher Auswahl quasi auf einem Silbertablett serviert werden, wirst Du jegliche Bemühungen und Eigeninitiative bei der Jobsuche, die immerhin eine Teillösung des Problems darstellen, als nutzlos abqualifizieren. 500.000 beschäftigte Arbeitnehmer in diesen ehemals freien Stellen schafften aber auch eine gewisse Konsumnachfrage und Dynamik im Arbeitsmarkt, sofern diese nicht durch die Bürokratie abgewürgt wird, sowie eine Entlastung der Sozialsysteme.

  11. #130
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    Zitat Zitat von Tim45 Beitrag anzeigen
    Die DDR hat ja versucht, Reisende aufzuhalten. Wir wissen, was daraus geworden ist. Wer woanders bessere Chancen sieht, der geht eben. Was ist so neu daran?
    Das ist nicht neu, so gut wie nichts von dem was in Deutschland an Missständen diskutiert wird ist neu. Das muss Deutschland aber auch nicht daran hindern bessere Chancen zu bieten, damit die hierzulande teuer ausgebildeten Leute hier bleiben und eine vernünftige Aufgabe und Chance bekommen. Beispiel: Wenn man das Gesundheitssystem endlich mal *wirklich* reformiert und mal vor allem bei den Dingen spart die im System viel kosten aber der Gesundheit kein bisschen dienen, braucht man deutsche Klinik-Ärzte nicht mehr über Gebühr strapazieren, sondern hat die Mittel ihnen die Arbeitsplatzqualität zu bieten, die sie in anderen Ländern suchen und finden - gut für die Patienten und gut für die Ärzte. Aber man kann natürlich zu allem sagen "das ist ja nicht neu" und einfach alles zu unseren eigenen Ungunsten und zu anderer Länder Gunsten so weiter laufen lassen. Vielleicht hältst Du das ja irgendwie für nobel, ich weiss es nicht.

    Wenn Du natürlich die Bemühungen um einen Arbeitsplatz ohnehin nur als "Reise nach Jerusalem" veralberst
    Moment mal! Ich veralbere niemanden für Bemühungen einen Arbeitsplatz zu finden. Ich habe Dir nur mehrfach versucht zu erklären, warum Deine Lösungsvorschläge und Schuldzuweisungen zahlenmäßig einfach nicht hinhauen. Es nutzt nichts den Leuten zu sagen, dass sie mal gefälligst leistungsfreudiger und mobiler sein müssen und die Jobs dann schon von den Bäumen wachsen. Meinst Du denn wirklich es ist einen Vorschlag wert, dass die 4,3 Mio Arbeitslosen sich mal um die 500T Stellen bemühen sollen? Das passiert doch, da gibts doch nun wirklich nichts drum zu diskutieren.

    und lieber untätig wartest, bis jedem einzelnen Arbeitslosen die Stellen in reichlicher Auswahl quasi auf einem Silbertablett serviert werden
    Wo habe ich das geschrieben? Ich hatte eigentlich noch mehr Themen als akademische Titel, Wortdefinitionen rund um die Globalisierung etc. Aber gerade als es noch darum ging, was man denn alles tun könnte, warens Dir ja zu viel Worte.

    500.000 beschäftigte Arbeitnehmer in diesen ehemals freien Stellen schafften aber auch eine gewisse Konsumnachfrage und Dynamik im Arbeitsmarkt, sofern diese nicht durch die Bürokratie abgewürgt wird, sowie eine Entlastung der Sozialsysteme.
    Wenn die 500.000 Stellen eine statische Masse wären... Sind sie aber nicht. Das ist doch, wie auch bei den Arbeitslosen (sonst hätten wir ja nur Langzeitarbeitslose), ständig im Fluss. In Konsumnachfrage und Arbeitsplatzdynamik ist dieser ständige fliegende Wechsel also schon enthalten. Wie gesagt, diese 500.000 freien Stellen machen sowieso nur 1,3% der insgesamt verfügbaren Arbeitsplätze aus. Wenn selbst diese mickrige Verschiebemasse wegfiele, wäre ja gar keine Dynamik mehr im Arbeitsmarkt, weil man dann quasi nur noch durch Arbeitsplatztausch zu einer Veränderungsmöglichkeit käme. Das ist es ja auch, woran die Verkürzung der Diskussion auf diesen Aspekt krankt. Es sollte darum gehen, zu mehr Arbeitsplätzen zu kommen und nicht darum die wenigen offenen Stellen immer wieder auf zu viele Leute zu verteilen oder Menschen selbst Schuld zu geben, obwohl es ein Arbeitsplatzangebots- und kein Nachfrageproblem gibt.

    PM

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