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Quo Vadis, Deutschland?

Erstellt von bubu, 22.12.2004, 18:20 Uhr · 293 Antworten · 19.103 Aufrufe

  1. #151
    Benutzerbild von frasier

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    Zitat Zitat von PostMortem Beitrag anzeigen
    Wenn es in 10 Jahren nur noch Arbeit im Westen Deutschlands gibt, machen wir die fünf neuen Bundesländer dann zu?
    Nochmal ne Frage dazu. Ist das hier deine Prognose, der schlimmste Fall oder nur ein konstruierter Fall?

    Falls es ersteres ist würde mich deine Einschätzung zu Polen und Tchechien interessieren. Gibts dort dann auch keine Arbeit mehr?

  2.  
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  3. #152
    Benutzerbild von PostMortem

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    Zitat Zitat von frasier Beitrag anzeigen
    Nochmal ne Frage dazu. Ist das hier deine Prognose, der schlimmste Fall oder nur ein konstruierter Fall?

    Falls es ersteres ist würde mich deine Einschätzung zu Polen und Tchechien interessieren. Gibts dort dann auch keine Arbeit mehr?
    Nein, um Gottes Willen! Diese Überspitzung aufs Extrem war lediglich ein Weg, um die Ernsthaftigkeit der - in meinen Augen - nicht nachvollziehbaren Ansicht zu hinterfragen, dass man ja die Bundesländer von 16 Mio. Menschen wegen ein paar Prozentpunkten höherer Arbeitslosigkeit (es wird ja selten dran gedacht, dass auch Arbeitslosenquoten von 20% bedeuten, dass für 80% der Erwerbsfähigen ein Arbeitsplatz da und besetzt ist) wirtschaftlich am besten ganz platt macht und nur noch zum Ackerbau nutzt.

    Was Polen und Tschechien angeht, ist es allerdings ja sehr lehrreich und interessant, dass z. B. polnische Möbelhersteller mittlerweile ihre Fertigung nach Russland verlagert haben, weil es dort billiger ist. Die Polen sind also noch nicht im entferntesten auf unserem Wohlstands-, Produktivitäts-, Pro-Kopf-BSP- und Beschäftigungs-Level angekommen und müssen ihrerseits bereits schonwieder Federn lassen.

    Allerdings ist das ja nur die offizielle Sicht, denn bekanntlich geben die Polen mehr Geld aus, als sie offiziell verdienen und steigern dabei noch ihr privates Geldvermögen. Vielleicht lehrt uns das also nur, dass die Zukunft der Arbeit in Europa "schwarz" ist...

    PM

  4. #153
    Benutzerbild von frasier

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    Zitat Zitat von PostMortem Beitrag anzeigen
    Nein, um Gottes Willen! Diese Überspitzung aufs Extrem war lediglich ein Weg, um die Ernsthaftigkeit der - in meinen Augen - nicht nachvollziehbaren Ansicht zu hinterfragen, dass man ja die Bundesländer von 16 Mio. Menschen wegen ein paar Prozentpunkten höherer Arbeitslosigkeit (es wird ja selten dran gedacht, dass auch Arbeitslosenquoten von 20% bedeuten, dass für 80% der Erwerbsfähigen ein Arbeitsplatz da und besetzt ist) wirtschaftlich am besten ganz platt macht und nur noch zum Ackerbau nutzt.
    Alles klar. Ich hatte Tim zwar nicht so verstanden aber sei es drum

    Was Polen und Tschechien angeht, ist es allerdings ja sehr lehrreich und interessant, dass z. B. polnische Möbelhersteller mittlerweile ihre Fertigung nach Russland verlagert haben, weil es dort billiger ist. Die Polen sind also noch nicht im entferntesten auf unserem Wohlstands-, Produktivitäts-, Pro-Kopf-BSP- und Beschäftigungs-Level angekommen und müssen ihrerseits bereits schonwieder Federn lassen.

    Allerdings ist das ja nur die offizielle Sicht, denn bekanntlich geben die Polen mehr Geld aus, als sie offiziell verdienen und steigern dabei noch ihr privates Geldvermögen. Vielleicht lehrt uns das also nur, dass die Zukunft der Arbeit in Europa "schwarz" ist...
    Solche Verlagerungen gibt es doch schon seit dem Fall des eisernen Vorhangs und trotzdem haben sich Wohlstand und Produktivität deutlich erhöht.

    Vorausgesetzt in Polen wird in Zukunft gute Wirtschaftspolitik gemacht werden die durch Verlagerungen enstehenden Verluste vom eigenen Wachstum und der damit verbundenen neu enstehenden Arbeitsplätze überkompensiert.

    Zahl der Arbeitsplätze und Einkommensniveau sind ja keine statische Größen sondern sie verlaufen analog zur Wirtschaftsentwicklung, oder besser gesagt zur Produktivitätsentwicklung.

  5. #154
    Benutzerbild von DeeTee

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    Pfeil

    Recht lesenswert ist der folgende Artikel aus der Telepolis

    Zitat Zitat von Telepolis-Auszug
    Dass das "Problem der Unterschichten" wächst, ist allerdings eine richtige Beobachtung des SPD-Vorsitzenden, seine Partei hat mit Hartz IV dazu beigetragen. Durch die Abschaffung der Arbeitslosenhilfe leben mittlerweile in Deutschland 6,8 Millionen Menschen auf dem Niveau der Sozialhilfe, darunter 1,7 Millionen Kinder. Selbst in wirtschaftlich prosperierenden Städten wie München ist jeder achte Einwohner arm. Armutsforscher stellen schon die Frage, ob sich in Deutschland eine neue Unterklasse herausbildet, wie die "urban poor" in den amerikanischen Städten. Am nähesten kommen einer derartigen Klassenbildung die Verhältnisse in den neuen Bundesländern. Dort bilden sich nach einer Studie des Sozialwissenschaftlers Berthold Vogel neue Soziallagen der "Überflüssigen" heraus, die sowohl das Kriterium der Armut wie auch das der sozialen Isolation auf sich vereinen, was so im Westen nicht der Fall ist. Denn anders als für westdeutsche Arbeitslose spielen bei den ostdeutschen Langzeitarbeitslosen soziale Netzwerke keine kompensatorische Rolle, der Verlust der Arbeit treibt diese Menschen in die soziale Isolation und die Einsamkeit. Zusammen mit Armut und Resignation bildet die soziale Isolation die Grundlage für das Bewusstsein, sozial am Rande zu stehen. Ein Bewusstsein, dem ein zweigeteiltes Gesellschaftsbild des "oben" und "unten" zugrunde liegt, das so bei westdeutschen Arbeitslosen nicht angetroffen wurde. Eine gemeinsame "Klassenidentität" entwickeln diese Menschen aber nicht.
    Es ist offensichtlich bei den Führungskraften der SPD noch nicht wirklich angekommen, dass es in der Mehrheit der Fälle nicht um den "Willen zur Arbeit" geht, sondern um das Fehlen von nichthochprekären Arbeitsplätzen.
    Möglicherweise liegt auch medienwirksame Methode darin, dass das arbeitsunwillige/-unfähige Fünftel der Arbeitslosen der Öffentlichkeit so offensichtlich als repräsentativ präsentiert wird. Es kaschiert das Versagen des Staates (und der Wirtschaft) bei der Modernisierung des Arbeitsmarktes.

    DeeTee

  6. #155
    Benutzerbild von Torsten

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    Zitat Zitat von DeeTee Beitrag anzeigen
    Es ist offensichtlich bei den Führungskraften der SPD noch nicht wirklich angekommen, dass es in der Mehrheit der Fälle nicht um den "Willen zur Arbeit" geht, sondern um das Fehlen von nichthochprekären Arbeitsplätzen.
    Möglicherweise liegt auch medienwirksame Methode darin, dass das arbeitsunwillige/-unfähige Fünftel der Arbeitslosen der Öffentlichkeit so offensichtlich als repräsentativ präsentiert wird. Es kaschiert das Versagen des Staates (und der Wirtschaft) bei der Modernisierung des Arbeitsmarktes.
    Ich beobachte in diesem Zusammenhang schon seit längerem eine zunehmende Spaltung der Gesellschaft, die man u.a. in vielen Internetforen nachlesen kann: Erwerbstätige, die Arbeitslosigkeit häufig mit Arbeitsunwilligkeit gleichsetzen und immer noch an der alten Stammtischparole "wer Arbeit sucht, findet sie auch" festhalten. Und die immer den gleichen Fehler machen: zu glauben, nur weil sie es geschafft haben, müssten andere es auch schaffen - als wenn sämtliche Bürger eine identische Vita hätten und ihre Lebensumstände vergleichbar wären.

    So kommt es dann, dass die Minderheit der Arbeitsunwilligen unter den Erwerbslosen für einen wachsenden Teil der Bevölkerung repräsentativen Charakter hat und diese Meinung bis zu den Volksvertretern (!) durchgereicht wird, die ungeachtet fehlender Arbeitsplätze die Daumenschrauben für Langzeitarbeitslose immer weiter anziehen. Was eine solche Entwicklung für den Zustand der Volksseele bedeutet, kann sich jeder vernunftbegabte Zeitgenosse ausmalen.

  7. #156
    Benutzerbild von PostMortem

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    Zitat Zitat von Torsten Beitrag anzeigen
    So kommt es dann, dass die Minderheit der Arbeitsunwilligen unter den Erwerbslosen für einen wachsenden Teil der Bevölkerung repräsentativen Charakter hat und diese Meinung bis zu den Volksvertretern (!) durchgereicht wird, die ungeachtet fehlender Arbeitsplätze die Daumenschrauben für Langzeitarbeitslose immer weiter anziehen. Was eine solche Entwicklung für den Zustand der Volksseele bedeutet, kann sich jeder vernunftbegabte Zeitgenosse ausmalen.
    Der Samen für diese Sozialhatz untereinander wurde vor langer Zeit gesetzt oder steckt den Menschen vielleicht sogar im Blut. Die Missgunst untereinander betrifft ja mittlerweile nicht mehr nur den früher lediglich von Promis und Reichen beklagte Sozialneid, sondern auch völlig normale kleine Angestellte. In zahlreichen Diskussionen ist mir aufgefallen, dass jene die einst unter Protest und unter viel Blut und Tränen ihr Weihnachtsgeld gestrichen bekamen, heute dazu übergegangen sind sich als fortschrittlich über solche Arbeitnehmer zu erheben, die diese ach so anachronistische Leistung von ihrem Arbeitgeber "noch" emfangen und ihn damit ja quasi im Alleingang zu Grunde richten.

    Die Denke ist doch heute ganz einfach: Wenn alle gleich wenig haben, dann ist es gerecht. Hat einer mehr, ist es ungerecht. Nimmt man ihm sein "mehr" weg, ist es wieder gerecht, obwohl sich an den eigenen Verhältnissen dadurch gar nichts geändert hat und es einem deshalb regelrecht schnuppe sein könnte was andere haben oder nicht haben.

    So findet heute ja auch Familienförderung statt bzw. gehen alle Vorschläge immer wieder in diese Richtung. Beispiel Familienförderung: Damit Familien mehr haben, wird anderen lediglich genommen... Und da wird von vielen Eltern dann noch applaudiert, obwohl sie selbst unterm Strich keinen Cent mehr bekommen. Hauptsache der Yuppie-Nachbar muss sich das nächste Cabrio ne' Nummer kleiner kaufen und man stinkt mit seinem betagten Minivan nicht mehr so sehr gegen ihn ab...

    Dazu immer wieder die Florida-Rolfs die durch die Gazetten gehetzt oder formatfüllend in Sat1-Reportagen vorgeführt werden... Klar, da giert die Volksseele nach Bestrafung, Gängelung, Ausmerzung... Scheissegal, dass man dort den Tropfen auf dem heissen Stein jagt.

    Die Politik schlägt so zwei Fliegen mit einer Klappe: Sie lenkt von ihrem Unvermögen oder Unwillen ab zielgerichtete moderne Reformpolitik zu machen, präsentiert dem Volk so einen Sündenbock und kann gleichzeitig durch entsprechende Einführung von Daumenschrauben das Zepter des Handelns für sich beanspruchen.

    Und weil das Volk so "dumm" ist, bekommt es auch die Politik, die es verdient. Im Gegensatz zu früher, bin ich so wenigstens froh, dass es in Deutschland kaum Möglichkeiten gibt, dass das Volk über Volksentscheide noch größeren Mist absegnet.

    PM

  8. #157
    Benutzerbild von PostMortem

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    Wenn ich sowat hier sehe


    (das ist kein Smart!)

    habe ich neben dem staatlich verordneten Zwang zur Lohnzurückhaltung auf niedrigstem Niveau einfach nicht das Gefühl, dass China sich in diesen(!) Dingen gegenüber seinen westlichen Handels- und Kooperationspartnern so viel anders verhält wie irgendein kriegstreibender nahöstlicher Diktator, der die UNO nach jeder Resulotion zum Narren hält. :-/ Da kann die Merkel da tausend Mal antanzen und Bitte Bitte zum Thema Patent-, Design- und Urheberschutz machen.

    Nein, ich glaube nicht das dieses Dingsbums speziell dem Original oder irgendetwas anderem aus unseren Landen gefährlich werden würde. Aber es zeigt wie wenig man mit marktwirtschaftlichen Maßnahmen zu jemandem Wettbewerbsfähigkeit herstellen kann, der immer wieder Foul spielt - es bleibt ja nicht bei dieser Selbstbedienung am Design anderer (und da bauen wir in Deutschland auf dem Gelände der im Eingangsartikel erwähnten Essen-Katernberger Zeche Zollverein eine Designschool von internationalem Rang, um unsere Zukunft, bei immer verwechselbarer werdenden Produkten, im Design zu suchen...). So sehr sich Politik aus der Wirtschaft heraushalten sollte (was derzeit diverse Politiker wieder für eine Show im Fall BenQ abziehen, ist zum Brechen...) und so sehr sich auch die Wirtschaft mal aus der Politik heraushalten sollte, so sehr ist es verdammt nochmal Aufgabe der Politik jeden noch so kleinen oder großen Teilnehmer am Weltmarkt vor sämtlichen verfügbaren Instanzen dazu zu verdonnern, sich endlich an die Spielregeln zu halten.

    PM

  9. #158
    Benutzerbild von DeeTee

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    Vielleicht legst Du noch einen Link zur Meldung über die angebliche Smartkopie aus gelben Landen ...

    Ich halte das eher für heiße Luft ... und übrigens: Daimler-Chrysler haben am Smart imho nicht nennenswert was verdient.

    DT

  10. #159
    Benutzerbild von PostMortem

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    Zitat Zitat von DeeTee Beitrag anzeigen
    Vielleicht legst Du noch einen Link zur Meldung über die angebliche Smartkopie aus gelben Landen ...

    Ich halte das eher für heiße Luft ...
    Inwiefern heisse Luft?

    Hier die Meldung im Nachgang des Berichts der Auto Bild:
    http://www.handelsblatt.com/news/Aut...art-kopie.html

    und übrigens: Daimler-Chrysler haben am Smart imho nicht nennenswert was verdient.
    Das mag sein, ist beim Start einer komplett neuen Marke in einem für DC neuen Fahrzeugsegment aber eigentlich auch kein so großes Wunder, wie immer getan wird. Das Problem ist eben, beim derzeitigen Shareholder-Value-Kurzfristdenken als Unternehmer oder unternehmerisch denkender Manager die Aktionäre und Banken bei der Stange zu halten. Allerdings kann die schwierige Situation von Smart doch wohl kein Argument sein, dass dann ja eh alles egal wäre....

    Die Smart-Fabrik in Lothringen hat viele Ex-Stahlarbeiter und Kohlekumpel aufgefangen und die Region nach vorne gebracht. Ich habe als "Volk" ja nicht nur die Aufgabe das rein nach Profit zu beurteilen und ich kann es deshalb nicht tolerieren, wenn irgendwelche Chinesen hier kackedreist ankommen und uns ein Elektroauto im Smart-Kleid in Europa einschleppen, das sie auch noch speziell für Europa entwickelt haben wollen. Hier gehts also nicht mehr darum, dass irgendwo am Ende der Welt irgendein Chinese, der sich das Original evtl. im Leben sowieso nicht leisten könnte (das ist ja das ungerechte an diesen Wirtschaftsbeziehungen.... die Leute können fast alle Produkte selbst gar nicht kaufen die sie für uns bauen müssen) ein Plagiat kaufen könnte, sondern es wird uns hier vor die Haustür gestellt. Natürlich wird deshalb kaum ein interessierter Smart-Diesel- oder Benziner-Käufer eine 55 km/h schnelle Elektro-Kopie kaufen. Aber kann man das deshalb tolerieren, nur weil die dem Ding einen Elektromotor einbauen?

    Die Probleme von Smart lagen ja uch nicht zuletzt daran, dass das Management zu schnell zu viele Nieschen abdecken wollte, bevor auch nur die schwarze Null erreicht war. Sowas dürfen heute eben nur hippe Youtubes & Co, die nie einen Cent verdient haben, aber trotzdem 1,3 Mrd. Euro bringen Es sind eben Phantasien die an der Börse gehandelt werden und man hat keinen Sinn mehr für ein solides Geschäft. Aus der DotCom-Blase wurde nichts gelernt. Aber muss man dem Unternehmen deshalb schlechtes wünschen und die Mitarbeiter am Ende wiedermal den Preis zahlen lassen?

    Egal! Mir gehts nicht darum anhand dieses einen Elektroflitzers im Smart-Design eine Rechnung aufzumachen. Aber es würde in Frankreich, Spanien, den USA oder Japan einfach sofort ein riesen Theater geben, wenn ein Auto im VW Golf V Design auf den Markt geschmissen und als "Electric City Golf" verkauft werden würde. Es gehört eben zu den Spielregeln, so etwas nicht zu tun. Eben so, wie auch ein Apple seinen iPod nicht kopiert sehen will usw.

    Vieles hängt heute eben am Design und dreht sich nur noch rund um "Lifestyle". Da kann man drüber jammern oder die Konsumgesellschaft kritisieren. Aber es ist nunmal Fakt, dass in vielen Bereichen, wo sich die Produkte nicht mehr so schnell ändern und verbessern, der Absatz nur noch übers Design gesichert wird. Das ist so bei den Mobiltelefonen, das ist so bei Apples iMac gewesen usw. Welcher iPod-Käufer hat schon dem iPod den Vorzug gegeben, weil er ihn für den technisch ausgefeiltesten MP3 Player gehalten hat? Das Ding war eben "stylisch" und dann wars auch noch egal das er teurer war als technisch bessere Geräte. Design spielt heute also eine wichtigere Rolle als jemals zuvor. Deshalb kann man nicht einfach zusehen, wenn andere sich ungeniert für lau unrechtmäßig eines erfolgreichen Designs bedienen. Es vermindert mindestens den Wert ausgezeichneter, teuer entwickelter Designs. Und das ist nicht zuletzt ein Feld, wo wir uns bisher noch sehr gut von den Billigheimern und ihren klobigen Entwürfen abheben konnten.

    PM

  11. #160
    Benutzerbild von Tim45

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    Zitat Zitat von PostMortem Beitrag anzeigen
    Was ich beleidigend finde, sind Deine Äußerungen über Arbeitslose, Deine Ideen zur Rückentwicklung der fünf östlichen Bundesländer zum Agrarstaat und die Pauschalverurteilung sämtlicher Kommunen als hirnlose Geldverschwender.
    Du versuchst mir Ausländerfeindlichkeit, wenn nicht gar Rassismus unterschieben, und das ist eine persönliche Beleidigung.
    Es geht nicht um Neufünfland, sondern um strukturschwache Gebiete in Zeiten des Bevölkerungsrückgangs und der Mobilität der Arbeitssuchenden. Die einzige Infrastruktur in manchen Dörfern ist der Zigarettenautomat und der Bus der 1-2mal täglich verkehrt. Langfristig wird es bei diesem Trend nicht ausbleiben, Dörfer aufzugeben. Beispiel Erfurt: Der Bahnhofsvorplatz wird erneut renoviert, der noch gute Asphalt abgetragen und durch Pflaster ersetzt, sieht zwar schön aus, aber man hört angesichts der Baustelle häufig Stimmen, die Gelder doch lieber für notwendige Sanierungen von Schulen oder Kindergärten zu verwenden. Erfurts Straßenbahn ist flächendeckend mit elektronischen Hinweistafeln ausgestattet, die die Zeit bis zum Eintreffen der Linien melden. Ein Papierfahrplan tut's genauso und sit mitsamt dem Streckenplan ohnehin vorhanden; Verspätungen werden ohnehin über Lautsprecher durchgesagt. Durch derartige Luxusausstattungen (z.B. auch Leuchten in den Bordsteinen) werden m.E.n nicht mehr Fahrgäste angelockt, der ÖPV arbeitet dadurch nicht effizienter oder wirtschaftlicher. Sinnvoller wären m.E. an Wochenenden oder bei Veranstaltungen wirklich späte Nachtlinien, um Trunkenheitsfahrten derjenigen, die das Taxigeld sparen wollen, überflüssig zu machen.

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