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Quo Vadis, Deutschland?

Erstellt von bubu, 22.12.2004, 18:20 Uhr · 293 Antworten · 19.140 Aufrufe

  1. #31
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    Ausrufezeichen Empfehlenswerte Artikel!

    Die taz hat heute ein lesenswertes Dossier zum Thema "Armut in Deutschland" zu bieten:

    Link1: http://www.taz.de/pt/2006/09/20/a0118.1/text

    Elf Millionen sind arm oder von Armut bedroht, sieben Millionen leben auf Sozialhilfeniveau, fünf Millionen haben keine Arbeit, drei Millionen Haushalte sind überschuldet. Das Zusammenleben in unserer Gesellschaft wird härter und unsolidarischer. Die Republik teilt sich wieder in "die da oben" und "die da unten", in Gewinner und Verlierer. Die alten Klassen- gegensätze kehren zurück.
    Warum gibt es angesichts dieses gesellschaftlichen Skandals eigentlich keinen lauten Aufschrei?
    Warum geht niemand auf die Straße und klagt an, wen auch immer, die Kapitalisten, die Globalisierer, den Staat, die Regierung?
    Warum brennen keine Vorstädte wie in Frankreich?
    ...
    Das liegt auch daran, dass die Debatten über die Unterschicht von denen geführt werden, die noch nie in ihrem Leben unten waren. Journalisten, die in Talkshows behaupten, das wahre Elend am Rande unserer Gesellschaft sei gar keine Armut im Portemonnaie, sondern eine Armut im Geiste, erhalten allein als Honorar für 45 Minuten im ARD-Presseclub 600 Euro - mehr Geld, als die Menschen, über die sie reden, für den ganzen Monat zur Verfügung haben.
    Aus der Perspektive von oben verschwimmen ganz schnell die feinen Unterschiede, die für viele Menschen im Alltag existenziell sind. In dieser Journalistenwelt sind 10 Euro Praxisgebühr im Quartal kein Problem, mit Verschärfung von Armut haben sie schon gar nichts zu tun. Dahinter verbirgt sich nicht nur eine Wahrnehmungsschwäche, sondern ein Grundproblem.
    Die meisten Journalisten in Deutschland reflektieren oft nur noch ihr eigenes Herkunftsmilieu. Mehr als zwei Drittel von ihnen stammen aus der Mittelschicht, stellte der Hamburger Journalistikprofessor Siegfried Weischenberg 2005 in einer repräsentativen Studie über deutsche Journalisten fest.
    Andere Lebenswelten als die eigenen werden nicht mehr richtig wahrgenommen. "Die große Mehrheit der Journalisten hat ausschließlich Freunde, die auch Journalisten sind", sagt Weischenberg.
    Link2: http://www.taz.de/pt/2006/09/20/a0129.1/text

    Daniela Lehmeier wird geboren. Geht zur Hauptschule. Wird entlassen. Kriegt ein Kind. Wird entlassen. Wird geschieden. Wird entlassen. Ein Leben in Deutschland
    DeeTee

  2.  
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  3. #32
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    @ DeeTee / PostMortem / bubu

    Respekt vor euren klugen Gedanken und Lösungsansätzen. Ich könnte davon vieles unterschreiben. Leider sehe ich nicht, dass in nennenswertem Umfang diese oder ähnliche Vorstellungen in reale Politik umgesetzt werden. Der Grund liegt m.E. in den Strukturen und Grundsätzen dieses Landes. Ich habe Zweifel, ob nicht die Klientelpolitik („und wenn Du keine Lobby hast, dann schaff’ Dir eine“) zum einen und die immer stärker geschwungene Keule der „Demokratie“ auf absehbare Zeit (und das sind für mich mindestens 10 Jahre) eine Veränderung in z.B. von euch beschriebener Sicht bewirken werden.

    Es ist in meinen Augen im Augenblick nur schwer vorstellbar, dass es eine vom Staat angeordnete (!) einheitliche und verbindliche Vorschule geben kann, ebenso eine wie auch immer ausgestaltete Ganztagsschule. Da sprechen nicht nur kleinkarierte Länderinteressen dagegen, sondern auch um ihre freie Persönlichkeitsentwicklung und den Schutz der Familie fürchtende (sozial gut gestellte) Eltern.

    Aus meinem unmittelbaren Umfeld kenne ich momentane Umsetzungen zum Thema Ganztagsschulen ebenso wie Bestrebungen von Kindergärten nach Vorschulangeboten. Torpediert werden derartige Anstrengungen zum einen von verantwortlichen Bildungsbeamten der Ministerien (man glaubt gar nicht, welche bürokratischen Steine man den Bemühungen eines ganztagsschulenaffinen Direktors in den Weg legen kann) und den besserwisserischen und eloquenten Eltern in (sozial-gemischten) Kindergärten.

    In meinen Augen ist das Interesse an Politik und der Glaube, Veränderungen beeinflussen und mit den Ergebnissen vernünftig leben zu können, in Deutschland sehr abgesunken. Äußeres Kennzeichen ist die allgemeine Politikverdrossenheit, die nicht nur in der sinkenden Wahlbeteiligung sichtbar wird. Es sind nicht nur Vertreter der „Unterschicht“, die sich zunehmend aus dem allgemeinen sozialen und gesellschaftlichen Leben zurückziehen, es sind insbesondere auch Vertreter der sogenannten Mittelschicht. Die hier schon beschriebene Jobangst, die Resignation oder auch Wut über die selbst bemerkten Widersprüche in dieser Gesellschaft führen auch dazu, dass man sich einigelt in kleinstmöglichen „Zellen“ (häufig die Familie oder der engste Freundeskreis) und eigentlich im Stillen nur hofft, dass einem der momentane gute und hohe Lebensstandard noch lange erhalten bleiben möge.

    Mit dieser Entwicklung hat es die Politik recht bequem und wird – abgesehen von der einzelfallbezogenen Korrektur – noch einige Jahre gut klar kommen.

    Interessant ist für mich, was passiert denn in ungefähr 10 Jahren? Es gibt Meinungen, die glauben, dass sich alles zum Guten wenden wird, wenn man die marktwirtschaftlichen Kräfte nur frei agieren lässt. Ich selber glaube (wissen kann ich es nicht), dass es eine rückwärts-orientierte Entwicklung geben wird und zwar auf allen Ebenen. Europäische Qualitäts- und Umweltstandards werden ebenso abgeschmolzen werden wie soziale Errungenschaften. Und es wird kaum Protest geben, denn es wird schleichend passieren (auch wenn es etwas weit hergeholt klingen mag, doch man denke an den Niedergang antiker Hochkulturen). Am Ende dieser Entwicklung kann dann die Frage stehen, ob die Erfindung der „Demokratie“ nach europäischer (und auch speziell deutscher) Prägung überdacht werden muss.

    Das von mir geschilderte Szenario mag man als Schwarzmalerei oder auch als fatalistisch geprägt betrachten. Vom Ende betrachtet entspricht es aber dem bislang vorgetragenen positiven und voller Ideen steckenden Ansatz – es sieht nicht gut aus, denn es ist keine positive Änderung in Sicht.

  4. #33
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    Zitat Zitat von bubu Beitrag anzeigen
    Du siehst das für meinen Geschmack alles etwas zu pessimistisch - natürlich gibt es in Deutschland Neugründungen jenseits von Jamba und alando. Bedenke die ganze Solartechnik, die hier ziemlich boomt, oder auch die Biotech-Branche, wo Deutschland nicht schlecht dasteht.
    In Deinem Posting, auf das ich geantwortet habe, ging es explizit um Nachwuchs-Unternehmertypen die nach Gates-Vorbild Unternehmen gründen und eine Menge Arbeitsplätze schaffen. Es ging nicht darum, welches Potenzial allgemein gewisse Zukunftsbranchen in unserem Land genießen. Klar, die Solartechnik boomt sozusagen vor meiner Haustür, ausgerechnet in Gelsenkirchen, im laut Ausgangsartikel ach so armen Ruhrgebiet. Das hat nur mit unserem Bildungsthema nur bedingt und dem Bildungsgewinner-Beispiel überhaupt nichts zu tun. Denn die Gebildeten betätigen sich dort allesamt als Angestellte, denn es sind die Solar-Töchter von BP und Shell, die da am Werke sind und die Transformation traditioneller Ölkonzerne vorantreiben.

    Es ist was anderes, wenn ein kluger neuer Herr oder eine neue Frau Grundig, Haniel oder Oetker käme, der/die einen Konzern von Grund auf aus dem Boden stampft. DAS war aber Dein Thema zu dem ich mich ausdrücklich mit dem von Dir ins Spiel gebrachten Vorbild "Gates" geäußert habe und diesbezüglich siehts in unserem Lande doch wohl nun ganz schlecht aus, weil es vergleichsweise extrem gründungsfeindlich ist. Und selbst wer hier ein innovatives Unternehmen gründet, wird damit eigentlich nie groß. So ist nunmal die Realität hier: Entweder wird gar nicht gegründet oder man sieht sich nach drei, vier Jahren Geacker mit der Aussicht auf ein paar Millionen Verkaufserlös bereits den Zenit seiner Unternehmung vor sich und verkauft an einen Riesen, den der innovative Zwerg ein bisschen piekst. Die Chancen für Überfliegerstories von der Garagenfirma zum Großkonzern sind hierzulande seit einigen Jahrzehnten eben gleich Null.

    Wir haben traditionell die niedrigsten Quoten an Selbstständigen und Freiberuflern in internationalen Vergleichen. Hat das keine Gründe? Liegt das etwa nicht an der übertriebenen Bürokratie, wie ich schrieb? Ist das etwa nicht wahr? Die Bürokratie beansprucht 45(!) Tage in diesem Land, wenn man ein ein Geschäft zu starten gedenkt und dauert insgesamt wegen Bearbeitungszeiten oft noch viel länger. Und dann kommt ja noch die eigentliche Aufbauarbeit dazu, sozusagen nebenbei. Nenn die Leute Pessimisten die sich das nicht zutrauen, aber sie lassen es eben und sehnen sich hierzulande im Gegensatz zu anderswo nach einem schön gemütlichen Angestelltenverhältnis.

    Man rennt als Gründer zu zig verschiedenen Ämtern und steht ständig vorm Platzen des Finanzrahmens. Man ahnt schon mit einem Bein im Knast zu stehen, weil man en Überblick zu verlieren dorht, welche Verordnungen, Gesetze und Vorschriften bis ins kleinste Detail alles regeln. Man liefert sich Experten aus und lebt erneut mit der Angst, dass sie ihr Handwerk nicht verstehen oder einen übers Ohr hauen könnten.

    Natürlich haben wir deshalb immer noch Selbstständige und Unternehmensgründer aber der ganz große Wurf, war in diesem Land nunmal nicht ganz zufällig schon lange nicht mehr dabei. Die letzten wirklich großen Gründer sind entweder schon tot oder wie Rudolf August Oetker genau heute 90 Jahre alt geworden.

    Warum musst Du wohl Amerikaner heranziehen, um modernere Gründer als Vorbilder zu benennen? Warum fällt Dir wohl kein Deutscher ein, nichtmal aus einer Zeit, als es noch kein Unterschichten- und Bildungs-Problem gab?

    Weils keine mehr gibt in diesem Lande, weil die Bürokratie nicht nur die Gründung, sondern auch das groß werden hemmt. Sie schützt allein die bestehenden Großkonzerne mit ihren dick gefüllten Kassen. So wird entweder gar nicht erst gegründet oder direkt an einen großen Aufkäufer verkauft, der seit 100 Jahren existiert. So sind fast sämtliche deutschen Startups bisher verschwunden: Gescheitert oder bei Erfolg aufgekauft und in einem Firmenimperium verschwunden, bevor neue Konkurrenz erwächst.

    Warum ist man Pessimist wenn man die real existierenden Missstände aufzeigt und anspricht, die seit Jahrzehnten in Zahlen belegt sind, von allen Parteien schonmal beklagt worden sind aber nie gelöst wurden?

    Mit dieser Form des Pessimismusvorwurfs kann ich nichts anfangen, er ist mir suspekt. Was bezweckt man damit? Insgesamt alles so lassen wie es ist, an einer halbwegs kostengünstigen Stelle ein wenig Aktionismus vortäuschen und Kosmetik betreiben und sich alles andere schönreden, weil man selbst seine Schäfchen ja absehbar im trockenen hat und nicht betroffen ist?

    Das Lösungskonzept "umfassende Bildung und Erziehung als Hauptaufgabe des Staates" ist auch eines, das nicht kurz- oder mittelfristig greift. Wir reden hier von den kommenden Generationen, denen man konsequent von Anfang an eine hohe Bildung zukommen lassen muss. Und das gilt für Migrantenkinder umso mehr. Natürlich löst das nicht das Problem heutiger Migranten oder heutiger "weißer" Unterschichtler in Ghettos, das ist schon klar. Aber versuch doch einfach mal langfristig und visionär zu denken.
    Du nennst mich pessimistisch, ich nenne diese nebulösen Hoffnungen auf das Aufgehen einer reinen oder fast hauptsächlichen Bildungslösung, die irgendwie irgendwann später mal schon durch irgendwelche erwarteten positiven Effekte alle Probleme löst, für traumtänzerisch und reichlich dünn.

    Jedenfalls, wenn man anscheinend ansonsten und ganz akut nichts ändern will und die heute und nach Deinem Denkmodell sogar noch "mittelfristig" weiter verrorhrende Unterschicht sich bis dahin bitteschön irgendwie durchwurschteln soll, in der Hoffnung, dass schon nichts schlimmeres passiert oder die Nachwirkungen so groß sein werden, dass sie überhaupt nicht mehr in den Griff zu kriegen sind.

    Es ist in meinen Augen in dieser Form eine 1:1 Kopie zusammenhängender Bundespolitikerschlagworte, die darauf fußen, dass sie ihre eigene Legislaturperiode schon noch irgendwie durchkommen werden und die große Problemlösung dann irgendwann in 20 Jahren mal kommt und greift. Diese Art dem Problem zu begegnen hetzt heute schon die Bürgermeister der Problembezirke gegen ihre eigenen Parteifürsten auf und sorgt für Zornesröte und Ratlosigkeit, wie man mit leeren Staatssäckeln dafür sorgen soll, den sich vor Ort langsam ankündigenden Flächenbrand zu verhindern.

    Diese Politik, bei der immer wieder in homöopathischen Dosen das gerade hippe Allheilmittel verabreicht wird, aber niemals etwas ganzheitlich angepackt wird, kennen wir in unserem Land seit rund 30 Jahren. Man sieht mit welchem Erfolg.

    Es konnte bisher keiner erklären, was sich mit einfach nur mehr Bildung durch mehr Ganztagsschule und vielleicht ein bisschen mehr Qualität bei der FH- und Universitätsausbildung und vielleicht auch eine Prise Elite-Uni, an den Problemen ändert, die heute bereits dafür sorgen,

    - dass der gut ausgebildete Nachwuchs in der Generation "Dauerpraktikant" festsitzt

    - der rechte Mob sich wieder breit macht und die andauernde Perspektivlosigkeit dazu nutzt, sich mancherorts fest ins Gesellschaftsleben zu integrieren

    - unsere Sozialsysteme uns um die Ohren fliegen und den Faktor Arbeit damit weiter verteuern statt ihn zu verbilligen

    - die Leute durch hohe Abgabenlasten trotz höchster Lohnkosten im Europavergleich mittlerweile mit am wenigsten haben und die Binnennachfrage dementsprechend seit ewigen Zeiten DAS große Problem und ein riesiger Jobkiller ist

    - wir unserem Rekordschuldenstand jährlich weitere Schulden hinzufügen,

    - unser Wirtschaftswachstum mies ist und wir uns selbst über miese 2% schon freuen als wären es 5 oder 10 (ich bräuchte das nicht, aber nach den Regeln des heute gültigen Systems, zählt nunmal nur Wachstum und nicht welch hohes Level man bereits hat)

    - für jene die gerne einfach einen Beruf ausüben würden oder die nicht studieren wollen oder können seit Jahren nicht genug Ausbildungsplätze da sind

    - die Verlagerung von Betrieben aus Deutschland nach Osteuropa von uns selbst noch mit irrsinnigen Summen durch Steuer- und EU-Subventionen gefördert werden, China für viele Produkte seinen Markt abschottet, selbst aber ungehindert die Weltmärkte mit Billigexporten kaputt macht

    - wir wegen übertriebener Anti-Nationalstaaterei keine Maßnahmen ergreifen um (wie u. a. die USA) unsere Industrie und unsere Arbeitsplätze vor den Auswirkungen zu schützen (siehe Artikel im Vorposting: Billigexporteure verhängen selbst Strafzölle, wir halten es für unredlich selbst welche zu verhängen. Wem nutzt diese Politik, dem Wähler?)

    - es hierzulande zu wenig Selbstständige gibt

    - die Bürokratie uns auffrisst und alle nur darüber reden sie zu stutzen

    - unsere Gründer schwerer an Kapital kommen als anderswo

    - die Anschaffung von Maschinen steuerlich begünstigt wird nicht aber die Beschäftigung von Menschen

    - wir lieber millionenfach Arbeitslosigkeit finanzieren als die Leute fürs ausüben einer geringbezahlten Tätigkeit mit einem kostengünstigeren Bonus fürs Arbeiten zu belohnen

    - wir uns aus Political Correctnes Gründen international und national viel zu wenig selbstbewusst handeln und immer alles als "nationalstaatlich nicht mehr zu lösen" nach Europa zur Entscheidung verschieben, wo es in Wahrheit nur vergammelt, weil die global agierenden Konzerne schon dafür sorgen

    - wir mehr Energie in die Verwaltung von Arbeitslosen und ins Aufspüren von ein paar Leistungsmissbrauchern stecken als in die Vermittlung und Förderung von Jobs und Ausbildungsplätzen

    - etc. etc. etc. etc. etc. etc.

    Tut mir leid, aber wenn mir bei dieser Latte an wirtschaftshemmenden, jobkillenden und -verhindernden Defiziten in unserem Land einer erzählen will, dass einfach nur "mehr Bildung in doofe Köppe tun" an alledem plötzlich etwas ändert ODER die o. g. Defizite im Handstreich einfach ausgleicht, dann halte ich das für verträumt, wenn nicht naiv.

    Und wer das nicht löst, der wird für immer eine degenerierende, sich selbst überlassene und sich zu Recht nutzlos fühlende Unterschicht behalten, deren Nachwuchs nicht für zehn Cent an der Bildung eines Systems interessiert ist, das ihm schon den Loser-Stempel aufgedrückt hat.

    Darum ist für mich "Bildung" zwar ein Teil der Lösung, aber eigentlich nicht das erste was einem dazu einfallen müsste und schon gar nicht das einzige was man vor allem anderen tun muss.

    Solange sich heute schon gebildete Leute beim Dauerparken im Praktikum stauen oder 45jährige Diplom-Ingenieure nicht mehr eingestellt werden, weil sie zu alt sind, müssen andere Probleme weitaus größere Auswirkungen haben und abgestellt werden.

    Für jedes davon weiss man längst wie man sie lösen kann, diskutiert wird seit langer Zeit. Nur müsste man sich dafür gegen Lobbies stellen und in manchen Bereichen ganze Systemwechsel vollziehen. Davor scheut man sich und trägt deshalb einfach zu vermittelnde und scheinbar einleuchtende Schlagworte vor sich her: "Wir sind in Deutschland einfach zu dumm, wir brauchen mehr schlaue Leute, deshalb ist die Lösung Bildung, Bildung, Bildung". Paff, fertig....

    Wer geht dem ernsthaft auf den Leim?

    PM

  5. #34
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    Zitat Zitat von PostMortem Beitrag anzeigen
    I
    Darum ist für mich "Bildung" zwar ein Teil der Lösung, aber eigentlich nicht das erste was einem dazu einfallen müsste und schon gar nicht das einzige was man vor allem anderen tun muss.
    ...
    Für jedes davon weiss man längst wie man sie lösen kann, diskutiert wird seit langer Zeit. Nur müsste man sich dafür gegen Lobbies stellen und in manchen Bereichen ganze Systemwechsel vollziehen. Davor scheut man sich und trägt deshalb einfach zu vermittelnde und scheinbar einleuchtende Schlagworte vor sich her: "Wir sind in Deutschland einfach zu dumm, wir brauchen mehr schlaue Leute, deshalb ist die Lösung Bildung, Bildung, Bildung".
    Hmmm,
    weder Bubu noch ich haben behauptet, dass Deutschland mit einem Bildungsprogramm auf Rezept quasi von jetzt auf gleich gesundet. Wir haben uns vielmehr infolge der vom Stern publizierten sog. Unterschichtstudie einige Gedanken gemacht, was zu tun wäre, um genau diesem Teil der Gesellschaft ein wenig auf die Sprünge zu helfen.
    Dass wir hier noch ganz andere Probleme haben, die zum Teil Ursache, zum Teil Folge einer himmelschreienden Verteilungsungerechtigkeit sind, ist uns sehr wohl klar.
    Insofern stelle zumindestens ich mich gegen den marktliberalen Staat, der Bildung zur Ware macht. Mein oben genanntes Konzept setzt eine Wertentscheidung des Staates voraus, nämlich dass Bildung eine staatliche Aufgabe ist und von der Solidargemeinschaft zu finanzieren ist. Wir werden zu diskutieren haben, inwieweit global agierende gewinnorientierte Unternehmen/AGs Bestandteil dieser Solidargemeinschaft sein wollen. Wenn sie es nicht wollen, müssen sie dafür gegenüber anderen Unternehmen sanktioniert werden. Auch das kann nur der Bürger als Verbraucher in Zusammenarbeit mit dem Staat leisten. Dazu muss er aber wiederum den Staat als Unterstützer mindestens akzeptieren.

    So, und irgendwo müssen wir in diesen Kreislauf einsteigen. Da Bildung durchaus auch subversiven Charakter haben kann, scheint mir dieser Einstieg sinnvoll zu sein.

    DeeTee

  6. #35
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    Zitat Zitat von DeeTee Beitrag anzeigen
    Hmmm,
    weder Bubu noch ich haben behauptet, dass Deutschland mit einem Bildungsprogramm auf Rezept quasi von jetzt auf gleich gesundet.
    Natürlich. Das blieb durch die (ich nenn das mal) Fixierung auf Bildung auch deutlich und entweder aussen vor oder wurden sogar ausdrücklich ausgeschlossen, richtig. Deswegen rede ich mir hier ja den Mund fusselig Es ist doch nicht so, dass heutzutage gar keine Bildung in Deutschland stattfindet. Gelegenheit das 1x1 zu erlernen hat hierzulande jeder aber selbst das wird bei vielen Ausbildungschefs von Bewerbern schon vermisst. Das liegt doch nicht an mangelndem Bildungsangebot oder mangelnder Schulpflicht, sondern an Verweigerung der Nachfrage und Aufnahme dieses Wissens. Das ändert sich nicht allein dadurch, ob die Schule nun einen halben oder einen ganzen Tag dauert. Soll man Bildung dann intravenös verabreichen und es jedem einprügeln, dass er gefälligst zuversichtlich in die Zukunft zu schauen und nach einer richtig toitschen Familie mit Baum pflanzen, Einfamilienhaus mit ausgebautem Dachboden bauen und 2,1 Kinder zeugen zu gieren hat?

    Hier:
    http://www.spiegel.de/kultur/gesells...438071,00.html

    auch sowas muss *heute* gelöst werden und liegt nicht an fehlender Bildung, sondern fehlender Arbeit und daran, dass der der gebildet ist wegzieht und wer weiblich ist wegheiratet. Die die übrig bleiben sind nicht unbedingt ungebildet und dumm, sondern einfach nur anfällig für ganz schlechte Enwticklungen. Man kann weder diese Probleme, noch diese Lösungen auf langfristig verschieben, denn bis dahin leben wir wahlweise eher im 4. Reich oder in Gangland, als das sich die Hoffnung erfüllt, dass durch mehr Bildung schon jeder prächtig geraten und gegen alle anderen zahlreichen in die Unterschicht befördernden Einflüsse immun würde.

    Klar, da kann man sich flüchten und sagen: Nein, nein, das mit der Bildung ist natürlich eher eine Lösung für die Kinder der Kinder der heutigen Problemschichten. Aber in was für einer Welt leben wir dann bereits in unserem Land? Lässt sich dann überhaupt noch ein Ruder rumreissen? Und woher das Recht zur Hoffnung, dass die Rechnung schon von allein aufgehen wird?

    Wir haben uns vielmehr infolge der vom Stern publizierten sog. Unterschichtstudie einige Gedanken gemacht, was zu tun wäre, um genau diesem Teil der Gesellschaft ein wenig auf die Sprünge zu helfen.
    Dass wir hier noch ganz andere Probleme haben, die zum Teil Ursache, zum Teil Folge einer himmelschreienden Verteilungsungerechtigkeit sind, ist uns sehr wohl klar.
    Das wurde mir beim Verkürzen auf die teilweise energisch wörtlich dreifach vorgetragene Allheilmittellösung ("Bildung, Bildung, Bildung") nur viel zu wenig deutlich und ziemlich stiefmütterlich behandelt. Ich halte das für falsch. Es ist selbstverständlich, das ein entwickeltes Industrieland Bildung auf hohem Niveau zu vermitteln hat. Das es heute immer weniger so ist, ist eins von vielen Defiziten, die abgestellt werden müssen. Aber es ist m. E. weder Ursache (das ist der Wegfall von Jobs für gering zu Qualifizierende, die es nunmal gibt, die Bildung niemals werden aufsaugen können wie einen Schwamm und die wir doch wohl nicht ausrotten oder pränatal ausselektieren werden), noch Lösung des im Artikel genannten Unterschichtenproblems. Aber ich denke, die Positionen zu diesem Aspekt sind nun auch ausgiebigst ausgetauscht.

    PM

  7. #36
    Benutzerbild von bubu

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    @PM

    Lass uns mal andersrum denken. Statt darüber zu argumentieren, warum deiner Meinung nach Bildung alleine alle Probleme nicht lösen kann (ich glaube nach wie vor, dass eine massive Bildungsoffensive aufgrund einer Kettenreaktion langfristig (!) so gut wie alle Probleme wenn nicht lösen, so doch wenigstens entschärfen und das Land wieder voran brächte), fang ich mal mit einer Art "Zehn-Punkte-Plan" an. Ergänze doch einfach die Punkte, von denen du glaubst, dass sie dringend notwendig wären, um Deutschland deiner Meinung nach wieder aus der Misere zu bringen. Mit der Bitte um eine kurze Antwort...

    1. Umfassende und verpflichtende Bildung / verpflichtende Ganztagsschulen für alle

    2. Föderalismusreform - vor allem Bildung muss Bundessache werden und ein einheitliches Niveau haben

    3. Bürokratieabbau

    4. Umfassendes Integrationsprogramm mit verpflichtenden Deutschkursen für Migranten und Bekenntnis zum Grundgesetz

    5. Abschaffung des Beamtentums mit Ausnahme von Richtern und Polizisten

    6. Politiker, Wissenschaftler, Ärzte und Journalisten sind verpflichtet, alle Nebenbeschäftigungen und -einkommen offen zu legen

    7. Die Private Krankenversicherung wird abgeschafft

    8. Einkünfte aus Kapitalvermögen sind genauso zu behandeln wie EInkünfte aus Arbeit. Es werden die gleichen Abgaben fällig (Krankenversicherung, Pflegeversicherung, etc...)

    9. Im Ausland lebende deutsche Staatsbürger bzw. im Ausland geparkter Kapitalvermögen deutscher Staatsbürger bzw. Firmen werden nach deutschem Steuerrecht behandelt

    10. Alle staatlichen Subventionen kommen auf den Prüfstand

    11. Alle Landtags- und die Bundestagswahlen finden an einem einzigen Termin statt.

    .
    .
    .

  8. #37
    Benutzerbild von MaxiMan

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    @ bubu

    Vielleicht ist mir beim Lesen Deiner bisherigen Gedanken etwas entgangen, deshalb sei die Frage gestattet: Worum geht es Dir? Um Deine Gedanken und Visionen zur Problemlösung oder um konkrete Lebenshilfe?

    Ich vermag Deinen Thesen einiges abzugewinnen, kann jedoch nicht erkennen, wer das wann umsetzen soll? Was veranlasst den von Dir unterstellten oder auch erhofften Sinneswandel? Diskutierst Du hier (Post 37) nicht ein Sandkastenszenario, von dem doch klar ist, dass es – im Augenblick – weltfremd ist?

  9. #38
    Benutzerbild von PostMortem

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    Zitat Zitat von bubu Beitrag anzeigen
    @PM

    Ergänze doch einfach die Punkte, von denen du glaubst, dass sie dringend notwendig wären, um Deutschland deiner Meinung nach wieder aus der Misere zu bringen.
    Ein guter Vorschlag! Ich mache jetzt mal mit Nr. 12 weiter, sehe das aber mal nicht als Rangfolge, sondern eher als unpriorisierte Vorschlagsnummer.

    12. Der Länderfinanzausgleich wird abgeschafft und die Mittel stattdessen einem zentralen Beihilfen- und Gründungsfördertopf zugeführt. Reine Werksverlagerungen von einem Bundesland ins andere (Brandt, Müller etc.) und sonstige Nullsummenspiele werden nicht mehr mit Steuergeldern gefördert und die Hilfe für Bundesländer zur Stopfung der immer gleichen Haushaltslöcher wird auf 10 Jahre begrenzt (genug Zeit um Haushaltsdisziplin zu lernen oder kluge Politik zu betreiben). Gleichzeitig werden Kriterien für "Sonderwirtschaftszonen" definiert, die gesamtdeutsch gelten und für sich ansiedelnde Unternehmen zeitlich begrenzte Steuervorteile bringen.

    13. Wer in Deutschland erhebliche Subventionen oder sonstige staatliche Vergünstigungen (Steuervorteile aus Punkt 12 etc.) erhalten hat und innerhalb einer Frist von 15 Jahren nach Auslaufen dieser Zuwendungen und Priviligien die betreffenden Werke sins Ausland verlagert, muss die empfangenen Leistungen zurückzahlen.

    14. Ein Steuersystem für alle Unternehmensformen

    15. Keine Verrechnung von Verlusten mit künftigen Gewinnen und drastische Vereinfachung des Steuerrechts, die zu einer real angemessenen Steuerlast führen.

    16. Schaffung eines Unternehmenssteuerrechts, dass es auch deutschen Unternehmen ermöglicht eine gesunde Finanzbasis ("Kriegskasse") in der Kasse zu halten und sich nicht für die Steuer arm zu rechnen

    17. Strafzölle auf Produkte, die in die Herkunftsländer umgekehrt nicht zollfrei exportiert werden dürfen und Schaffung europäischer, notfalls als "Pilot" deutsch-französischer Umwelt- und Arbeitsschutz-Standards, bei deren Unterschreitung Importgüter ebenfalls mit Strafzöllen versehen oder bei inakzeptablen Unterschreitungen auch gesperrt werden. Das eingemommene Geld geht in die Bildungsfinanzierung

    18. Abschaffung der teils abschreckenden, teils nur psychologisch abschreckend wirkenden (weil wegen deutscher Bürokratie angenommenen) Hürden für den Einstieg in eine nebenberufliche Selbstständigkeit zur Förderung späterer Vollselbstständigkeiten

    19. Ausstieg aus der rein arbeitnehmer-umlagefinanzierten Rente und Schwenk zu einer allgemeinen Altersmindestgrundversorgung zur Senkung von Pflichtbeiträgen bei gleichzeitiger Förderung der eigenverantwortlichen Altersvorsorge

    20. Privatisierung der Pflegeversicherung oder Deckelung der Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung zur Stabilisierung der Beiträge

    21. Umstellung des Krankenkassenwesens auf ein allgemeines Ersatzkassenmodell bei Abrechnung über und Erstattung an den Patienten bei hoher Kostentransparenz und hohem Anreiz zur Qualitäts- UND Kostensensibilität durch den Patienten

    22. Bildung eines Paktes oder Umsetzung entsprechender staatlicher und/oder gesetzlicher Maßnahmen zur Realisierung einer Ausbildungsplatzgarantie für jeden Ausbildungssuchenden (natürlich mit Abstrichen auf 100%ige Umsetzung von Berufswünschen)

    23. Einführung branchenabhängiger gesetzlicher Mindestlöhne oder Einführung eines Kombilohnmodells, dass jedem Arbeitnehmer auf einem Vollzeitarbeitsplatz eine normale Existenz (also keinen Luxus) aus seiner Erwerbstätigkeit ohne weitere Almosen ermöglicht

    24. Sämtliche Förderung von Frühverrentung wird abgeschafft, die Kosten von Arbeitsplatzabbau haben die Unternehmen komplett zu tragen. Abfindungen > zwei Monatsgehälter sind aufzuzehren, bevor der erste Cent ALG1 fließt

    25. Wer arbeitslos wird erhält 50% seiner letzten Bezüge nach bisherhiger Regelung oder 90% seiner letzten Bezüge bis zu 4.000€ brutto, ist aber verpflichtet sich täglich zu üblichen Arbeitszeiten in einer mit zeitgemäßen "Arbeitsplätzen" und Betreuern ausgestattete Einrichtung einzufinden, die es ihm a) ermöglich seinen Rythmus nicht zu verlieren und b) ihm dazu verhilft sich den ganzen Tag, 5 Tage die Woche mit professioneller Unterstützung um Jobangebote und möglichst optimale Bewerbungen und Vorstellungsgespräche zu kümmern

    26. Ein-Euro-Jobs werden abgeschafft

    27. 400-Euro-Jobs nur noch auf zwei Jahre befristet als Hinzuverdienstmöglichkeit für Langzeintarbeitslose (bei Anhebung der bisherhigen Hinzuverdienstmöglichkeit auf diesen Betrag), Studenten und erziehende Elternteile. Alle anderen Nebentätigkeiten und Teilzeitjobs werden regulär besteuert und mit SV-Abgaben belegt

    28. Grenzregionen zu den europäischen Nachbarn werden mit Sonderregeln unterstützt, die ihnen den Wettbewerb mit ihren Nachbarn ermöglichen und ein ausbluten der Regionen auf deutscher Seite verhindern (Tanktourismus, Öffnungszeiten, Steuern, Nachteile bei EU-weiten öffentlichen Ausschreibungen etc.).

    29. Förderung des Praxiseinsatzes von in Deutschland entwickelten Technologien

    30. Streichung von Subventionen bei negativen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt nur bei fallbezogen gleichzeitiger Förderung von zukunftsfähigen Ersatzarbeitsplätzen (Heisst: Die Leute die die Jobs verlieren sollten auch was davon haben und nicht einfach wie bisher mit Hoffnung auf irgendwoanders unterm Strich schon irgendwie neu entstehende Jobs abgeschrieben werden).

    31. Steuerliche Vorteile für Firmen die Jobs schaffen, statt Maschinen zu fördern (bei schlechten Arbeitsbedingungen sind Maschinen gut, aber anderswo verschwindet menschliche Arbeitskraft nur, wenn selbst die teure Maschine billiger ist als der Mensch).

    32. Einbeziehung von maschineller Wertschöpfung- und Produktivitätssteigerungen durch Rationalisierung in die Finanzierung der Folgekosten, d. h. sinkende Sozialversicherungseinnahmen durch Freisetzung von Mitarbeitern und Ersatz durch Maschinen müssen zukünftig kompensiert werden und dürfen nicht allein dem kleinen Steuerzahler zur Last fallen.

    33. Förderung von Selbstständigkeit von ehemals abhängig Beschäftigten durch zinslose Kredite mit gestreckter Rückzahlung (Vorbild Bafög), Serviceagenturen die als zentrale Stelle den gesamten Verwaltungsakt organisieren und völlige Steuerfreiheit im ersten Jahr.

    .... so, wer macht die nächsten Punkte?

    PM

  10. #39
    Benutzerbild von bubu

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    Zitat Zitat von MaxiMan Beitrag anzeigen
    @ bubu

    Vielleicht ist mir beim Lesen Deiner bisherigen Gedanken etwas entgangen, deshalb sei die Frage gestattet: Worum geht es Dir? Um Deine Gedanken und Visionen zur Problemlösung oder um konkrete Lebenshilfe?

    Ich vermag Deinen Thesen einiges abzugewinnen, kann jedoch nicht erkennen, wer das wann umsetzen soll? Was veranlasst den von Dir unterstellten oder auch erhofften Sinneswandel? Diskutierst Du hier (Post 37) nicht ein Sandkastenszenario, von dem doch klar ist, dass es – im Augenblick – weltfremd ist?
    Komische Frage - es geht einfach um Meinungsaustausch und Perspektiverweiterung. Das ist ein Diskussionsforum. Mir ist schon klar, dass wir uns hier in einem Internet-Forum befinden und nicht im Bundesrat - insofern erwarte ich von niemandem irgendwas. Wenn dir das zu weltfremd ist, dann musst du ja nicht mitmachen.

  11. #40
    Benutzerbild von bubu

    Registriert seit
    29.05.2002
    Beiträge
    1.632
    @MaxiMan

    Du hast sicherlich recht, leider. Ich denke, wir Deutschen sagen uns viel zu oft, was nicht geht. Lass uns einfach mal "Wünsch dir was" spielen und den Gedanken freien Lauf...

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