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Quo Vadis, Deutschland?

Erstellt von bubu, 22.12.2004, 18:20 Uhr · 293 Antworten · 19.123 Aufrufe

  1. #41
    Benutzerbild von bubu

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    34. Wirtschaftskriminalität, insbesondere, wenn sie Arbeitsplatzverlust zur Folge hat, wird viel härter bestraft - Höchststrafen bis zu 15 Jahren und mehr sind denkbar. Manager haften mit ihrem persönlichen Vermögen für entstandenen Schaden. Missmanagement kann ebenso strafrechtlich geahndet werden. Es wird außerdem eine "Schwarze Liste" bzw. eine Art Punktekonto wie in Flensburg eingerichtet für die unfähigsten Manager dieses Landes. Diese Leute sollen bei Überschreiten einer bestimmten Punktezahl nie wieder in Posten mit hoher Verantwortung kommen dürfen.

    35. McKinsey, Boston Consulting, u.a. "Wirtschaftsberater"-Firmen sollten verboten werden. Da das wahrscheinlich nicht geht, bekommen sie zumindest strengste Auflagen hinsichtlich Transparenz und der Wahl der Methoden. Es wird diesen Firmen untersagt, öffentliche Einrichtungen wie Schulen, Behörden oder gar Ministerien (oder die Bundesagentur für Arbeit) zu beraten. Es wird diesen Firmen außerdem untersagt an den Unis die besten Hochschulabsolventen abzuwerben, sodass diese nicht mehr dafür eingesetzt werden, Arbeitsplätze zu vernichten, sondern vielmehr dafür, dass sie welche schaffen.. Es wird diesen Firmen zur Auflage gemacht, Betriebsräte einzurichten und die deutschen Arbeitsgesetze zu achten, insbesondere die hinsichtlich Überwachung von Mitarbeitern.

    36. Diäten von Politikern werden nicht mehr von den Politikern selbst beschlossen, sondern von einer unabhängigen gemeinnützigen Stiftung, die sich aus Steuergeldern finanziert und regelmäßig alle Politiker-Bezüge veröffentlichen muss. Diese Stiftung wird ähnlich wie ein Schöffengericht mit Freiwilligen besetzt, die regelmäßig gewählt werden und maximal 8 Jahre diese Tätigkeit ausüben können. Die Rentenbezüge von Politikern bemessen sich außerdem nicht automatisch an einmal innegehabten Ämtern, selbst wenn sie nur für kurze Zeit erworben wurden.

    37. Bevor Eltern Kinder bekommen, müssen sie eine Art "Eltern-Führerschein" machen. Das sind verpflichtende Kurse in Sachen Erziehung, Pädagogik, Gesundheitserziehung, etc.
    .
    .

  2.  
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  3. #42
    Benutzerbild von DeeTee

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    Pfeil

    Um den Ansatz von Bubu, P.M. und mir mal zusammenzubringen, zitiere ich nachfolgend aus der berichterstattung über die jüngst vorgestellte Shell-Jugendstudie.

    Die Studie kreist die problembeladenen Jugendlichen von verschiedenen Seiten ein: Acht Prozent haben ein düsteres Bild ihrer eigenen Zukunft, und die Sorgen hängen vor allem mit den eigenen Bildungsperspektiven zusammen: »So blicken Jugendliche an den Hauptschulen mit deutlich geringerem persönlichen Optimismus in die Zukunft (38 Prozent) als ihre Altersgenossen an den Gymnasien (57 Prozent).« Gut zehn Prozent der Jugendlichen verlassen die Hauptschule gar ganz ohne Abschluss, neun Prozent haben ein schlechtes Verhältnis zu ihren Eltern; Fehlernährung, Nikotinkonsum, mangelnde körperliche Bewegung und eine extrem schädliche Mediennutzung kumulieren in dieser Gruppe. Hurrelmann schätzt, dass es etwa 15 Prozent definitiv überforderte Elternhäuser gibt. Und diese Überforderung steht in einem engen Zusammenhang mit mangelnder Bildung und materieller Armut: »Armut macht die Menschen unsouverän, Väter verlieren ihre Rolle, Mütter ihre Gelassenheit, es entsteht eine Atmosphäre der Haltlosigkeit, oft kommen Alkoholprobleme hinzu, und die Kinder wachsen an der Grenze der Verwahrlosung auf.«
    ...
    »Eine große Volkswirtschaft wie Deutschland muss einsehen, dass die Dinge auch wirtschaftlich riskant werden, wenn eine derart nennenswerte Gruppe von Kindern sozial und leistungsmäßig absackt«, warnt Hurrelmann. »Wir wissen, dass ökonomisch schwache Eltern mitunter problematische Erzieher sind. Aber wir alle, auch und gerade die Vertreter der Wirtschaft, müssen begreifen, dass schlecht erzogene Kinder einen gewaltigen ökonomischen Nachteil für das Land bedeuten.« Um den Eltern die Mischung aus liebevoller Zuwendung und notwendiger Distanz, aus Klarheit und Zuverlässigkeit beizubringen, die für eine gelingende Erziehung unerlässlich ist, fordert Hurrelmann Trainingskurse für Väter und Mütter, die verpflichtend an die Anmeldung eines Kindes im Kindergarten oder in der Grundschule geknüpft werden könnten. »Auch über finanzielle Bonusregelungen für kooperative Eltern kann man nachdenken.« ...
    Link: http://www.zeit.de/2006/39/Shell_Studie

    Die Studie selbst liegt mir noch nicht vor. Die Vorabmeldungen bestätigen aber, was ich angenommen habe. Im übrigen heißt das aber auch, dass rund 80-85% der Jugendlichen ihr Leben mindestens einigermaßen im Griff haben und dann eher unter den derzeitigen, von P.M. eindringlich beschriebenen ökonomischen Verhältnissen leiden.

    (Wem die 15-20%-Quote der problematischen Jugendlichen zu niedrig erscheint, möge bitte bedenken, dass sie a) geographisch sehr unterschiedlich verteilt und b) deutlich stärker auf männliche Jugendliche akzentuiert ist.)

    DeeTee

  4. #43
    Benutzerbild von frasier

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    Zitat Zitat von PostMortem Beitrag anzeigen
    .... so, wer macht die nächsten Punkte?
    Bedingungsloses Grundeinkommen + freie Marktwirtschaft.

  5. #44
    Benutzerbild von PostMortem

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    Zitat Zitat von DeeTee Beitrag anzeigen
    (Wem die 15-20%-Quote der problematischen Jugendlichen zu niedrig erscheint, möge bitte bedenken, dass sie a) geographisch sehr unterschiedlich verteilt und b) deutlich stärker auf männliche Jugendliche akzentuiert ist.)

    DeeTee
    Jawoll, dass ist dann Punkt 39!

    39) Neuauflage von Gleichstellungsaktivitäten, dieses Mal zur Kurskorrektur unter umgekehrten Vorzeichen. Es wird sich gefreut, weil Mädchen heute in der Schule im Schnitt immer besser und besser abschneiden, als die gleichzeitig abfallenden Jungs. Das liegt u. a. daran, dass Jungs heute schon früh eher "technikaffin" sind und reines Bücher lesen langweilig finden. Statt dieses Interesse und Potenzial zu nutzen, wird ihnen Schuld gegeben und Mädchen werden gelobt. Man sollte die Lehrmethoden und -pläne so modernisieren, dass mit den Interessen und Neigungen der Geschlechter angemessenen Werkzeugen Bildung vermittelt wird. Darüber hinaus muss der Lehrerberuf für Männer wieder attraktiver werden. 80% der Lehrkräfte der Klassen 5-10 sind heute weiblich. Das hinterlässt in einem Bereich, der Jungen wie Mädchen gleichermaßen aufs ganze Leben vorbereitet, wahrscheinlich durchaus Spuren.

    PM

  6. #45
    Benutzerbild von bubu

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    Zitat Zitat von DeeTee Beitrag anzeigen
    Um den Ansatz von Bubu, P.M. und mir mal zusammenzubringen, zitiere ich nachfolgend aus der berichterstattung über die jüngst vorgestellte Shell-Jugendstudie.


    Link: http://www.zeit.de/2006/39/Shell_Studie

    Die Studie selbst liegt mir noch nicht vor. Die Vorabmeldungen bestätigen aber, was ich angenommen habe. Im übrigen heißt das aber auch, dass rund 80-85% der Jugendlichen ihr Leben mindestens einigermaßen im Griff haben und dann eher unter den derzeitigen, von P.M. eindringlich beschriebenen ökonomischen Verhältnissen leiden.

    (Wem die 15-20%-Quote der problematischen Jugendlichen zu niedrig erscheint, möge bitte bedenken, dass sie a) geographisch sehr unterschiedlich verteilt und b) deutlich stärker auf männliche Jugendliche akzentuiert ist.)

    DeeTee
    In dem Zusammenhang - Filmtipp: Do, 00.00 Uhr, ZDF "Wir sind Zukunft - Jugend 2006" (in zwei TEILEN, bis 3.00 Uhr).

    Sicher interessant und bringt uns in dieser Diskussion bestimmt weiter.


    Als Konsumenten werden sie umworben, ihren Trends folgen auch Erwachsene. Als künftige Rentenzahler finden sie das Interesse der Politik, und vorwiegend als soziale Zeitbombe werden sie von den Medien wahrgenommen: Jugendliche in Deutschland 2006. Doch wie sehen sich Jugendliche selbst, ihre Rolle? Wie beurteilen sie ihre Zukunftschancen, das Zusammenleben in einer älter werdenden Gesellschaft? Nach welchen Werten leben sie oder wollen sie leben in einer zunehmend unüberschaubaren Welt?


    In einem dreistündigen Programm zum Auftakt des Schulschwerpunktes im ZDF wird man junge Aufsteiger und Aussteiger begleiten, der Frage nachgehen, inwieweit noch heute die soziale Herkunft den Lebensweg prägt. In Diskussionen mit Jugendlichen sowie Wissenschaftlern und Experten wird man sich dem Alltag und den Träumen von Heranwachsenden in einer multikulturellen Lebenswirklichkeit und einer globalisierten Welt nähern. Dabei geht es vor allem um die Sicht der Jugendlichen selbst, um das Verstehen neuer Entwicklungen.

    "Die Jugend ist so wie die Gesellschaft, in der sie aufwächst", so Professor Dr. Klaus Hurrelmann, Sozialwissenschaftler und Leiter der 15. Shell-Jugendstudie. "Es zeigt sich, dass die Jugend eine Art Seismograf ist,sie zeigt in ihrer Unbefangenheit und noch nicht fest strukturierten Grundhaltung früh Trends auf, die einige Zeit später auch die Richtung der Gesellschaft bestimmen." Die Ergebnisse der neuen, der 15. Shell-Jugendstudie werden am 21. September vorgestellt. Es ist die weltweit umfassendste Jugendstudie.

  7. #46
    Benutzerbild von compagnies

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    # elternunabhängiges Bafög

    # Aktien dürfen nur von Mitarbeitern des Unternehmens erworben werden

    # Streckung der steuerbelasteten Veräusserungsfrist von Aktien auf mindestens drei Jahre

    # eine Krankenkasse, mit regionalen Anbietern in den Bundesländern, die untereinander konkurrieren könn(t)en

    # eine staatliche Sozialversicherungsanstalt, in die alle einzahlen mit personifizierter monatlicher Abrechnung und Saldenführung und Verzinsung

    # Auflösung des "Arbeitnehmer"status zu Gunsten einer staatlichen Grundversorgung - alle sind "selbstständig"

    # Anteilhabe des Auftraggebers an der Verzinsung bei älteren Auftragsnehmern (>50 J.)

    # anstreben globaler Nivellierung von Steuern und Abgaben

    # Vergünstigungen von Tätigkeiten mit/für Menschen, besonders im Kranken- und Pflegebereich

    # Aufhebung der Gebührenordnung von Anwälten

    # Zusammenlegung der Kommunal- mit den Landtagswahlen

    # landwirtschaftliche Praxis- und Regionaltage in den Schulen

    # feste Steuerrabatte für ehrenamtlich Tätige

    # Verbot kostenlosen Empfanges nicht-öffentlicher Fernsehsender

  8. #47
    Benutzerbild von PostMortem

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    ich hab auch noch mehr

    # Abschaffung der Steuerfreiheit von Veräußerungsgewinnen

    # Verbot der Übertragung von Schulden auf erworbene Unternehmen (zur Verhinderung, dass diese Unternehmen ihre eigene Übernahme finanzieren und ausbluten müssen)

    # Meldepflicht für sämtliche Aktienaufkäufe von Konkurrenten

    # Verbot von Abfindungen für gescheiterte Vorstände oder solche, die nach Fusionen ausscheiden

    # Haftung von Vorständen mit dem Privatvermögen, auch wenn der entstandene Schäden nur fahrlässig herbeigeführt wurden

    # Begrenzung der ausländischen Besitzanteile an Energie-Versorgern, Telekommunikationsunternehmen und Medienunternehmen mit Marktanteilen >25% auf 50%

    # Steuerung der Zuwanderung anhand der Qualifikation und der Fähigkeit für den eigenen Unterhalt zu sorgen

    PM

  9. #48
    Benutzerbild von frasier

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    Wie wärs mit einer Mithaftung von Politikern in geringem Umfang für Fehlinvestitionen wie Brücken ins Nichts oder leere Hallenbäder.

    Volksabstimmungen wären auch gut.

    Private Monopole sind grundsätzlich verboten.

  10. #49
    Benutzerbild von compagnies

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    Wobei ich ja nach wie vor der Meinung bin, Versorgungsgrundleistungen seien eine staatliche Aufgabe (Gas, Strom, Telefon und Brief)!

    "Zuwanderung" nach wirtschaftlicher Potenz zu regeln finde ich furchtbar!
    Auf diesem Planeten hat nach meinem dafürhalten ein Jede/r das Recht, dort zu leben, wo sie möchte!
    Allein: Es ist mir bewusst, dass "ungesteuerte" Wohnortwahl ein hohes Konfliktpotential birgt; allein an die wirtschaftliche Verwertbarkeit des Individuum würde ich es trotzdem nicht gebunden wissen!

    Deine Idee der Privatvermögenshaftung finde ich ganz interessant!
    Gerade deswegen, weil es ja hin und wieder erfolgreiche Menschen gibt, die viele Vermögenswerte dem Partner übertragen, was im Zweifelsfalle nicht antastbar ist.
    Hier ist doch die Frage, wie gehen wir eigentlich mit dieser Sozialinstitution weiter um?
    Ganztagsschule, Pflegeversicherung ...

    Zitat Zitat von frasier
    Private Monopole sind grundsätzlich verboten.
    Ich bestehe auf den alleinigen Verkehr mit meiner Frau!

    Und lass´diesen Steuerzahlerbund bitte wo er hingehört!

  11. #50
    Benutzerbild von PostMortem

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    Zitat Zitat von compagnies Beitrag anzeigen
    Wobei ich ja nach wie vor der Meinung bin, Versorgungsgrundleistungen seien eine staatliche Aufgabe (Gas, Strom, Telefon und Brief)!
    Kann man drüber reden incl. Bahn. Finde auch nicht, dass sich seit der Privatisierung von Post und Bahn dort viel verbessert und vergünstigt hat.

    "Zuwanderung" nach wirtschaftlicher Potenz zu regeln finde ich furchtbar!
    Auf diesem Planeten hat nach meinem dafürhalten ein Jede/r das Recht, dort zu leben, wo sie möchte!
    Wann kann ich denn bei Dir einziehen? Was kannst Du denn so für mich ausgeben, bekomme ich ne' eigene Kreditkarte?

    Allein: Es ist mir bewusst, dass "ungesteuerte" Wohnortwahl ein hohes Konfliktpotential birgt; allein an die wirtschaftliche Verwertbarkeit des Individuum würde ich es trotzdem nicht gebunden wissen!
    Mir gehts nicht um Verwertbarkeit oder Festlegung von Quoten ("Wir brauchen noch 30.000 Informatiker, dann ist Schluss"). Aber Zuzug in unsere Sozialsysteme hilft doch wohl keinem!? Ich will im Gegensatz zu anderen doch gar keine Quoten oder große Hürden. Ich will lediglich, dass jeder, der nie einen Cent in unser soziales Netz eingezahlt hat, nicht in die Auszahlung aus diesem Netz zuzieht, sondern erstmal einfach nur nachweist, dass er hier irgendeinen Job bekommt, von dem er/sie den Lebensunterhalt bestreiten kann.

    Ansonsten gibts natürlich weiterhin die Möglichkeit Asyl bei Verfolgung zu beantragen. Das würde ich natürlich niemals von wirtschaftlicher Eignung abhängig machen.

    Jeder kann leben wo er will klingt ja nobel und ehrbar. Aber wie lange würdest Du denn einen Fremden zu Hause auf Deiner persönlichen Tasche dulden, der/die keine Anstalten macht für sich selbst zu sorgen?

    PM

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