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Raucher / Nichtraucher

Erstellt von waschbaer, 03.05.2004, 17:33 Uhr · 437 Antworten · 37.979 Aufrufe

  1. #1
    Benutzerbild von waschbaer

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    Nachdem mir durch meinen Beruf aufgefallen ist, dass das Rauchverhalten der Jugendlichen heutzutage sich schon etwas geändert hat seit den 80ern, dachte ich mir mal, dass wir das mal hier im Forum durchkauen können. Allen Ernstes hat es zu diesem Thema noch keinen Thread gegeben.

    Also meine Beobachtung ist, dass

    - das Einsteigsalter für Raucher immer weiter nach unten geht (rauchende 6.-Klässler sind definitiv keine Seltenheit mehr)
    - bei den Jungs schon fast wieder ein geringer Trend zum Nichtrauchen hingeht
    - hingegen immer mehr Mädchen zur Zigarette greifen


    Also wie war das bei anderen Forumsmitgliedern in den 80ern bzw. ist es heute?

    Ich oute mich mal. Zu Tanzkurszeiten Mitte der 80er war es einfach cool, mal einen Glimmstengel in der Hand zu halten und da habe ich auch gelegentlich geraucht. Ich habe mir auch die ein oder andere Schachtel gekauft, aber so richtig geraucht habe ich meistens nur in Gesellschaft und nicht unbedingt alleine. In der Schule beispielsweise, weil man dann auf den Raucherhof durfte und sich als 12.-Klässler nicht mit dem ganzen Kroppelzeug rumschlagen musste. Im Ferienjob, weil man dann eine zusätzliche Raucherpause hatte und einfach 10 Minuten weniger arbeiten musste.

    Auf Parties habe ich sowieso geraucht, weil dies meistens alle anderen auch taten. Ich gehörte allerdings zu den Geizkrägen, die dann meistens "Schnurratti" oder "Van anderen" geraucht haben, weil ich meistens nicht unbedingt sonderlich viel Geld für Zigaretten ausgeben wollte. Oder ich habe die Kippen einfach bei meinem Vater gemopst. Er rauchte zu meiner Schulzeit zwischen drei und vier Schachteln pro Tag (kam aber dann Ende 89 / Anfang 90 über Neujahr auf Entwöhnungskur) und da fiel es nicht weiter auf, wenn mal ein paar Kippen gefehlt haben.

    Heute bin ich Nichtraucher und eigentlich auch ganz froh drüber. Zum einen wegen der derzeitigen Zigarettenpreise (man könnte glatt das Gefühl bekommen, das Rentenloch soll über zukünftige Raucherbeine finanziert werden) und zum anderen doch eher wegen des Geruchs. Vor knapp dreieinhalb Jahren hätte ich fast wegen eines persönlichen Schicksalsschlages wieder angefangen zu rauchen, habe aber dann doch nach ca. acht Wochen sehr schnell wieder aufgehört.

    Es stört mich nicht sonderlich, wenn jemand in meinem Bekanntenkreis raucht, aber in meinem Wohnzimmer müsste ich es beispielsweise nicht haben (auf meinem Balkon ist das kein Problem).

    So, ihr seid dran .....

  2.  
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  3. #2
    Benutzerbild von Babooshka

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    Gelegenheitspaffer der italienischen Marke (Schnorretti) und der holländischen Marke (Van der Andern). Leute, passt auf eure Kippen auf, wenn ich in Hamburg in eure Nähe komme! In Extremsituationen kann es schon mal vorkommen, dass ich eine Schachtel "Van die Meinen" habe. Das ist aber sehr selten der Fall. Ich bin ein typischer Gesellschaftspaffer, wenn mindestens 2 Leute in meiner Umgebung qualmen, dann muss ich auch.

    Als Kind und Teenager war ich vehemente Radikalverfechterin des Nichtrauchens. Meine Mutter raucht, seit ich denken kann (hat so mit 22 angefangen) und der habe ich immer mächtig Zunder gegeben, vor allem, wenn sie mal wieder irgendwo so saß, dass der ganze stinkende Qualm mir ins Gesicht wehte - und das war meistens so. Murphys Law halt. Ich also pikierten Blick aufgesetzt und mit Serviette, Bierdeckel und allen anderen mir zur Verfügung stehenden Gegenständen durch die Gegend gefuchtelt...
    In Berlin geht die Grundschule in der Regel ja bis einschließlich 6. Schuljahr, aber es gab damals in den 70-ern schon vereinzelt Kinder im Grundschul-Endalter, die rauchten. Meistens waren das sozial Schwächere. Mitunter gab es auch Banden und Gruppierungen von Kindern, zu deren Mutprobe es gehörte, eine Zigarette zu rauchen und viele blieben dann dabei. Klar, Rauchen war cool, erwachsen. Es waren die 70-er und Rauchen war absolut gesellschaftsfähig; selbst in der Bravo rauchten alle Jugendlichen und es gab sogar Werbung für Tabak zum Selberdrehen.

    Ende der 70-er kam ich aufs Gymnasium und musste hilflos mitansehen, wie spätestens gegen Ende der 7. Klasse eine(r) nach dem anderen mit dem Rauchen anfing. Ich fand das zum Kotzen! "Krankhaften Geltungsdrang" nannte ich das; die Leute wollten was darstellen, erwachsen wirken. Vor allem die Mädchen waren so drauf. In dem Alter durfte man natürlich noch nicht in die Raucherecke, also ging man in Richtung Schulhof der Hauptschule, die sich im selben Gebäude befand, und lungerte da an der Eingangstür zum Gymnasium rum. Es gab noch einige andere Rauchverstecke rund um die Schule. Ich habe mal im Alter von 14 Jahren mit einem Jungen Schluss gemacht, weil der in allen Pausen auf den Hauptschulhof zum Rauchen ging und ich mitkommen sollte. Ich fühlte mich unter all diesem Gestank aber absolut nicht wohl und eine Rauchfahne zu küssen, dazu hatte ich auch keine Lust. Meine erste große Liebe jener Zeit (ein anderer Junge) rauchte mit 13/14 schon echte Lungentorpedos Marke Roth Händle! Wenigstens zwang er mich aber nicht mit in die inoffizielle Raucherecke, daher war das für mich gerade noch tolerierbar. Mich würde echt mal interessieren, wie der wohl heute aussieht...

    Nee, ich fand's einfach grauenhaft, dass die plötzlich alle rauchen mussten; ich selber hatte es mit 13 mal probiert, es schmeckte mir nicht, ich war frei von Geltungsdrang (zumindest dieser Art; die meisten Raucher waren eh nicht auf meiner Wllenlänge, drum wollte ich auch nicht zu ihnen gehören) und darum sah ich keinen Sinn darin.
    Nach dem Schulwechsel auf die Gesamtschule genau das gleiche Bild, nur wurde hier auch noch sehr gerne im Mädchenklo geraucht, sodass man sich mit normalen Absichten nur im absoluten Notfall dorthin begab. Man fühlte sich jedesmal fast wie ein Eindringling in die Raucherclique. Ich war aber inzwischen etwas älter und ärgerte mich deshalb nicht mehr so darüber.

    Mein Gelegenheitspaffen fing so mit 20 an. Ich behandle Fluppen wie Süßigkeiten, wobei ich aber weitaus schokoladensüchtiger bin als kippensüchtig. Zu Hause alleine habe ich absolut kein Bedürfnis zu rauchen. Es sei denn, es sind noch Notfallkippen übrig, die sind dann auch innerhalb einer Woche vernichtet

  4. #3
    Benutzerbild von Closelobster

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    Mit 16 angefangen (war damals halt noch cool, mit ner Fluppe in der Hand in der Raucherecke zu stehen... da fühlte man sich irre erwachsen). 1981 habe ich mir aber eher selten ne Schachtel gekauft... das ging erst 1983, mit dem Beginn meiner Lehre und entsprechend mehr Geld, los.

    Ich kann nicht sagen, daß ich extrem viel geraucht habe... selbst in Spitzenzeiten (während des Studiums z.B.) habe ich nie mehr als 10 Ziggies pro Tag geraucht. Auf Feten war das was anderes, da ging dann schon mal ne Schachtel drauf.

    1993 meine heutige Frau kennengelernt, passionierte Nichtraucherin. Daraufhin beschränkte sich mein Konsum auf Rauchen während der Arbeitszeit oder in Gesellschaft anderer Raucher. 1999 war von heute auf morgen Schluß mit dem Rauchen. Das hat immerhin fast 4 Jahre gehalten. Heutzutage rauche ich nur in größerer Gesellschaft, solange es andere Raucher gibt. Mir macht es überhaupt nichts aus, monatelang auf Nikotin zu verzichten und dann an einem Abend ein ganze Packung zu quarzen. Ich würde mich als Genußraucher bezeichnen. Hin und wieder gerne, aber süchtig ? Nö, das hab ich hinter mir.

  5. #4
    Benutzerbild von ihkawimsns

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    Nichtraucher aus Prinzip. Und zwar schon immer. Und hoffentlich auch für immer.

  6. #5
    Benutzerbild von Torsten

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    Ich habe in den mehr als 32 Jahren meines Lebens noch nicht ein einziges Mal an einer Zigarette oder vergleichbaren Suchtmitteln gezogen und will dies auch beibehalten. Der Gruppendynamik damals in der Schule habe ich mich nie gebeugt, muss aber auch dazusagen, dass es den damaligen Rauchern unter uns ziemlich wurscht war, wenn einer nicht zum Glimmstengel greifen wollte.

    Der Witz an der Sache mit dem Rauchen aber war, dass mir bereits im 10. Schuljahr, wo die Leute gerade mal so um die 16 oder 17 waren, einige von den starken Rauchern bereits erklärten: "Torsten, sei froh, dass du mit der Scheiße nicht angefangen hast - ich könnte mir jetzt schon in den Hintern kneifen!" Das klang dann tatsächlich wie die Weisheit eines alten Mannes, der die jungen Hüpfer vor selbst gemachten Fehlern bewahren will. Und in der Tat konnte man in kürzester Zeit mit ansehen, wie einige Jungs, die ehemals echte Sport-Asse mit erstklassiger Kondition waren, zu keuchenden Schlaffis mutierten. Allein das war mir Anlass genug, niemals selbst zum Lungentorpedo zu greifen...

    Ironie des Schicksals: Trotz meiner rigorosen Nikotin-Enthaltsamkeit werde ich im Laufe meines Lebens so einiges mit-geraucht haben, denn ich war stets von starken Rauchern umgeben - im Elternhaus, in der Schule, im Freundeskreis, bei der Bundeswehr usw. usf. Und obwohl ich aufgrund meiner hochempfindlichen Nase (könnte glatt als Trüffelschwein anfangen) unter dem Qualm besonders leide, gehöre ich nicht zu den militanten Nichtrauchern, die anderen den Zigarettengenuss madig machen wollen - mit ein bisschen Toleranz lässt's sich da auch ganz gut leben. Denn selbst als Nichtraucher finde ich z. B. die Entscheidung in Irland, dass in Kneipen nicht mehr geraucht werden darf, absolut lächerlich...

  7. #6
    raabi2000
    Benutzerbild von raabi2000
    Ich gebe Waschbaer recht, das Einstiegsalter sinkt immer mehr.

    Ich selber habe mit 14 Jahren angefangen zu rauchen. Ein Schulkollege hatte Kippen dabei und da hat man halt mal probiert. Aus probieren wurde Sucht, und diese habe ich heute auch noch.
    Seit 2 Jahren allerdings leisten Raucher eine nicht unwesentliche Finanzhilfe an a) den Kampf gegen den Terror und b) die Bekämpfung des Rentenlochs.

    Spaß bei Seite, die Preise steigen immer weiter, und bald werden wir die ersten Artikel von vermehrt auftretendem Zigarettendiebstahl lesen. Denn eine Lösung ist die derzeitig massiv betriebene Steuererhöhungskampagne der Bundesregierung jedenfalls nicht. Mir bekannte Zahlen sagen, dass 1997 35 Mrd. DM an Steuereinnahmen alleine mit der Tabacksteuer erzielt wurden.

    Wie dem auch sei, Zigaretten sind schädlich, und sie sollten unter keinen Umständen an Kinder verkauft werden. Anstatt die Tabacksteuer zu erhöhen, sollten Betriebe, die Zigaretten und auch Alkohol an Kinder verkaufen, wesentlich härter bestraft werden.

    Was mich allerdings rasend macht, sind militante Vertreter beider Seiten. Seit Bis vor wenigen Jahren war es kein Problem, Seite an Seite zu leben und zu arbeiten. Heute gibt es die ersten Firmen, wo die Raucherpause von der Arbeitszeit abgezogen wird. Auf der Gegenseite, das tägliche Kaffeekränzchen sehr wohl zur Arbeitszeit gerechnet wird. Ich persönlich nehme mir die Freiheit, wenn möglich mehrmals am Tag 10 Minuten Pause zu machen und eine Zigarette zu rauchen, und das ohne dafür länger zu arbeiten. Wir hatten diese Diskussion mal, aber laut Gesetzt steht jedem zu 100 % an einem Bildschirm arbeitendem Mitarbeiter stündlich eine 5 minütige Pause zu. Damit waren die Raucher aus dem Schneider. Oder Ideen, die an anderen Ländern schon Gesetz sind (Irland, USA teilweise), wonach in Kneipen nicht mehr geraucht werden darf. In New York ist der Umsatz innerhalb der ersten 2 Monate nach Einführung dieses Gesetztes um bis zu 50 % eingebrochen. Die Folge waren Entlassungen und Geschäftsaufgaben. Und ich bin mir sicher, in 2 - 3 Jahren haben wir das auch in der BRD. Sprich, wenn ich nach dem Essen bei einem Glas Wein, Bier oder auch Wasser gerne eine Zigarette rauchen möchte, ist mir das per Gesetz untersagt. Zumindest solange ich mich in einer Gaststätte befinde.

    Ich hoffe, dass diese Bewegung endlich gestoppt wird, und beide Seiten wieder vernünftig miteinander umgehen können. Ein wenig Rücksichtnahme auf beiden Seiten, schon wären viele Probleme keine mehr.

  8. #7
    Benutzerbild von ihkawimsns

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    Torsten postete
    Der Witz an der Sache mit dem Rauchen aber war, dass mir bereits im 10. Schuljahr, wo die Leute gerade mal so um die 16 oder 17 waren, einige von den starken Rauchern bereits erklärten: "Torsten, sei froh, dass du mit der Scheiße nicht angefangen hast - ich könnte mir jetzt schon in den Hintern kneifen!" Das klang dann tatsächlich wie die Weisheit eines alten Mannes, der die jungen Hüpfer vor selbst gemachten Fehlern bewahren will.
    Das kenn' ich aber auch und höre es auf Feiern auch heute noch desöfteren.
    Um meinen Beitrag oben auszubauen:

    Wie schädlich es für jeden einzelnen nun ist, ist ja umstritten, gesundheitsfördernd wird es aber kaum sein. Und die Genussfrage stellt sich für mich auch nicht, ich finde schon den Geruch ekelhaft. Abgesehen davon wäre ich auch zu geizig, permanent Geld dafür auszugeben...

  9. #8
    Benutzerbild von Babooshka

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    Joh, ich denke mal auch, bei dem einen sind die gesundheitlichen Schäden mehr, beim anderen weniger. Meine Mutter ist 66 und strotzt vor Gesundheit, zumindest, was die Organe angeht, die durchs Rauchen mit Mitleidenschaft gezogen werden können, und die typische fahle, faltige Gesichtshaut einer Jahrzehnte lang rauchenden Frau hat sie auch nicht. Ab und zu fragt sie mal der Arzt "haben Sie schon mal in Betracht gezogen, mit dem Rauchen aufzuhören?" - "Nö..." Daraufhin insistiert er dann auch nicht weiter. Andererseits habe ich gerade einen belgischen Reiterkameraden verloren, der im Alter von 49 Jahren an Lungenkrebs gestorben ist... er rauchte mittelmäßig stark. Also schon einige Zigaretten pro Tag, aber nun nicht Kette.

    Was aber sehr lecker ist, das ist Wasserpfeife! Dafür lasse ich jede Fluppe liegen!

  10. #9
    Benutzerbild von DeeTee

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    Nichtraucher, schon immer.

    DeeTee

  11. #10
    Benutzerbild von musicola

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    Babooshka postete
    Was aber sehr lecker ist, das ist Wasserpfeife! Dafür lasse ich jede Fluppe liegen!
    *zustimm*

    Ein Kumpel hat mal zu nem Besuch bei mir ne Wasserpfeife (deren Genuss er in Ägypten, in den Flitterwochen zu schätzen lernte) mitgebracht.

    Schmeckte sehr angenehm, und hat auch nicht die Bude vollgestunken.
    Ich fand es klasse und spiele mit dem Gedanken mir so ein Teil zuzulegen!

    Zum Thema an sich:

    Ich rauche, seit meinem 21. Lebensjahr. Wie bei den meisten war es auch bei mir das "gestärkte Zugehörigkeitsgefühl" weil alle anderen in der Clique (gibt's sowas überhaupt noch mit der Bezeichnung?) ebenfalls rauchten.

    Am 15. November 2000 am Tag einer Abteilungsweihnachtsfeier (ja ich weiss, sehr früh für ne Xmasfeier, ging aber nicht anders, wegen der Ladenöffnungszeiten) hab ich Knall auf Fall mit dem Rauchen aufgehört, keinerlei Entzug verspürt, und bis April 2002 keine einzige Fluppe geraucht! Dann kam bei einem gemütlichen Beisammensein mit Freunden die Rauchlust plötzlich wieder.

    *genüsslichziiieh*

    musicola

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