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Raus aus der Schuldenfalle!

Erstellt von Mumie, 11.09.2007, 07:33 Uhr · 1 Antwort · 881 Aufrufe

  1. #1
    Mumie
    Benutzerbild von Mumie

    Raus aus der Schuldenfalle!

    Wenn man es genau betrachtet ist es schon Wahnsinn wie der Staat sich nach der goldenen Zeit der Vollbeschätigung in den 60er Jahren verschuldet hat.
    Die Frage heutzutage(besonders jetzt,wo Einnahmen da sind) ist:
    Alles wieder investieren oder (zumindest)einen Teilschuldenabbau.
    Ich denke es wird aber wieder(wie so oft)so kommen das die Chance vertan wird.
    http://www.hamster-der-film.de/

  2.  
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  3. #2
    Benutzerbild von PostMortem

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    AW: Raus aus der Schuldenfalle!

    Zitat Zitat von Mumie Beitrag anzeigen
    Wenn man es genau betrachtet ist es schon Wahnsinn wie der Staat sich nach der goldenen Zeit der Vollbeschätigung in den 60er Jahren verschuldet hat.
    Die Frage heutzutage(besonders jetzt,wo Einnahmen da sind) ist:
    Alles wieder investieren oder (zumindest)einen Teilschuldenabbau.
    Ich denke es wird aber wieder(wie so oft)so kommen das die Chance vertan wird.
    http://www.hamster-der-film.de/
    Ich bin der Meinung, dass das Thema überschätzt und teilweise dramatisiert dargestellt wird ("Wir essen unseren Kindern die Haare vom Kopf"). Es steht ausser Zweifel, dass man gewisse Schulden nicht hätte machen dürfen, jedenfalls nicht um Wohltaten zu verteilen für die gar kein Geld da war (Wahlversprechen aus den 60er, 70er und 80er Jahren) oder um an sich mögliche Einsparungen zu verschleppen.

    Doch die Schuldenhöhe ist gemessen an den unheimlich großen Transfers für die Wiedervereinigung eigentlich nicht besonders hoch. Es wurden hierfür in etwa so viele Mittel aufgebracht, wie unser Staat heute Schulden hat. Gleichzeitig liegt unsere Verschuldung im Vergleich zu vergleichbaren Staaten gar nichtmal so aussergewöhnlich hoch. Man könnte also flapsig fast sagen die Wiedervereinigung war gratis. Ohne Wiedervereinigung hätten wir die Kohle schon anders durchgebracht und wären trotzdem auf dem gleichen Level verschuldet wie die anderen auch.

    Gleichzeitig gehen wir alle davon aus, dass es so wie es jetzt ist gar nicht mehr lange weiter gehen kann. Der Kapitalismus hat eben auch seine Probleme und die treten immer deutlicher zu Tage (Geplatzte Immobilienblase usw.). D. h. die Wahrscheinlichkeit ist relativ groß, dass wir nicht auf ewig derart stabile Verhältnisse haben werden wie jetzt. Es gab in Deutschland eine Zeit, da haben eine Menge Leute ihre Häuser innerhalb kürzester Zeit abbezahlt. Inflation und Tarifabschlüsse waren relativ hoch, die Schulden wurden immer weniger wert und konnten immer schneller abbezahlt werden. Während und nach dieser Phase ging es den Leuten relativ gut. Nicht ohne Grund wenden viele Staaten dieses Mittel immer wieder an um ihre Exporte gegenüber der lästigen Konkurrenz zu verbilligen und sich ihrer Schulden zu entledigen. Ich habe den Tanz um die stabile Mark deshalb sowieso nie verstanden, genauso wenig wie den Tanz um einen möglichst stabilen Euro. Wäre der Euro zwischendurch mal (gesteuert) weicher, gäbs manche Probleme nicht.

    Da wir uns heute immer wieder der Gefahr aussetzen uns für relativ wenig Schuldenabtrag die Konjunktur kaputt zu sparen. Da gehts immer um ein paar Milliarden die richtig weh tun und den Schuldenstand kaum beeindrucken. Man denke mal an Eichels Riesen-"Coup" um den Batzen Geld aus der UMTS-Versteigerung. Auf einen Schlag wurde ein ganz schöner Batzen der Staatsschulden abgetragen. Allerdings nur um einen ähnlich hohen Betrag im nächsten Haushalt wieder als Neuverschuldung aufzunehmen... zwischenzeitlich dürfte der Effekt dieser ausserordentlichen Einzahlung vollends verpufft sein. Das man schuldenfreie Haushalte haben kann wenn die Konjunktur brummt sieht man momentan. Das ist erstmal das wichtigste: Keine neuen Schulden.

    Die bestehenden Schulden erledigen sich dann m. E. durch den immer wieder schwindenden Geldwert / die Inflation mit der Zeit von selbst. Die heute mit 1,5 Billionen relativ horrend wirkenden Schulden werden immer weniger wert und lassen sich immer leichter abzahlen, wenn man es schafft keine neuen Schulden nach aktuellen Geldwerten anzuhäufen. Die Euros die man dann nicht in übertriebenen Schuldenabbau steckt kann man klug investieren und bekommt sie ggf. mehrfach zurück. Ich bin da also auf jeden Fall für invstieren und gegen kaputtsparen.

    PM

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