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Redewendungen / Sprüche der Neuzeit

Erstellt von musicola, 21.10.2007, 14:46 Uhr · 244 Antworten · 22.361 Aufrufe

  1. #141
    Benutzerbild von waschbaer

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    AW: Redewendungen / Sprüche der Neuzeit

    Als eine Kollegin einem Schüler heute ein Schmuddelheft abnahm und ihn zur Rede stellte, quittierte dieser dies mit: Ich kann nix dafür, ich bin eben noch Heranwichsender.

  2.  
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  3. #142
    Benutzerbild von musicola

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    AW: Redewendungen / Sprüche der Neuzeit

    Zitat Zitat von musicola Beitrag anzeigen


    Nachhaltig


    Nicht wirklich(!) ein neues Wort, doch nach meinem Empfinden erst seit wenigen Monaten unglaublich stark im deutschen Sprachgebrauch unterwegs und begegnet mir seitdem fast täglich. Ob in den Nachrichten, auf der Arbeit oder wo auch immer!
    Und inzwischen gibt es dazu sogar ein Buch:



    Nachhaltig ist heutzutage alles, von der Diät bis zum Ausbau der Kapitalkraft. Nachhaltigkeit ist aber unser ursprünglichstes Weltkulturerbe, ein Begriff, der tief in unserer Kultur verwurzelt ist und den es vor seinem inflationären Gebrauch zu retten gilt.

  4. #143
    Benutzerbild von musicola

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    AW: Redewendungen / Sprüche der Neuzeit

    Zitat Zitat von musicola Beitrag anzeigen
    "eine ganz neue/andere Qualität"

    zum Beispiel in:

    "Mobbing im Internet hat aber eine ganz neue Qualität"

    "Der Terrorismus hat eine ganz andere Qualität."
    Gerade eben gelesen:

    Wolfgang Denzer von der Polizei Kaiserslautern hat alle bisherigen vier Bundesliga-Duelle zwischen dem FCK und den Nullfünfern am Betzenberg miterlebt, auch die beiden dazwischen in der Zweiten Liga und das Achtelfinale im DFB-Pokal 2005. Im Laufe der Jahre sei zwar eine gewisse Veränderung im Verhalten der Mainzer Gästefans zu beobachten gewesen, sagt er. „Aber der Auftritt am Samstag hatte schon eine besondere Qualität.“

  5. #144
    Benutzerbild von musicola

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    AW: Redewendungen / Sprüche der Neuzeit

    Auch extrem überstrapaziert in letzter Zeit: Der "moralische Kompass" als Ersatzbegrifflichkeit für "Gewissen"...

  6. #145
    Benutzerbild von bubu

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    AW: Redewendungen / Sprüche der Neuzeit

    "Man muss den (Schüler/Leser/Wähler/Zuschauer) da abholen, wo er steht."

    Hat auch so einen hässlich-pädagogischen Nachhall, finde ich. Ja, da werden heute alle da abgeholt, wo sie stehen, nur einer nicht: der Fahrgast. Der soll noch bitteschön selbst zum Abholpunkt kommen.


    "Entschuldigung?! Wie ... ist das denn bitte?"

    Die Entfremdung des Wortes "Entschuldigung". Hat in letzter Zeit wieder nachgelassen. Aber vor ein paar Jahren sagte das gefühlt jede zweite Tussi, wenn sie sich über irgendwas in schön zickigem Ton mächtig echauffiert hat.

    Weiß nicht wie es euch geht, aber für mich ist das an einer Frau ein unglaublich starker Abtörner.

    Dabei fällt mir grade auf - auch dieses "gefühlt" ist neu, oder?


    Migrationshintergrund

    auch ein hässliches, neues Wort. Aber leider gibt's dazu keine wirkliche Alternative

  7. #146
    Benutzerbild von musicola

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    AW: Redewendungen / Sprüche der Neuzeit

    Zitat Zitat von Dr. Peter Venkman Beitrag anzeigen
    Migrationshintergrund

    auch ein hässliches, neues Wort. Aber leider gibt's dazu keine wirkliche Alternative
    Ganz ehrlich und die P.C. mal zur Seite geschoben?

    Früher hieß das noch ganz selbstverständlich "Hawack", Kanac.ke", "Itaker" usw...

    Dennoch, ich bin da ganz bei dir, eine Alternative dazu gibt es gefühlt nicht wirklich. Vielleicht muss man erstmal nachhaltig seinen moralischen Kompass neu einnorden. Das hat echt eine ganz neue Qualität und wir sind da gar nicht so weit auseinander! Geht gar nicht, aber macht Sinn!

  8. #147
    Benutzerbild von bubu

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    AW: Redewendungen / Sprüche der Neuzeit

    Zitat Zitat von musicola Beitrag anzeigen
    Ganz ehrlich und die P.C. mal zur Seite geschoben?

    Früher hieß das noch ganz selbstverständlich "Hawack", Kanac.ke", "Itaker" usw...

    Dennoch, ich bin da ganz bei dir, eine Alternative dazu gibt es gefühlt nicht wirklich. Vielleicht muss man erstmal nachhaltig seinen moralischen Kompass neu einnorden. Das hat echt eine ganz neue Qualität und wir sind da gar nicht so weit auseinander! Geht gar nicht, aber macht Sinn!
    Entschuldigung, musi, aber K a n a c k e, Itaker, oder schlicht Ausländer etc ist doch suboptimal, weil total undifferenziert! Denn wie nennst Du Menschen, deren Vorfahren Ausländer sind, selbst aber hier geboren sind? Auslandsdeutsche? Deutsch-Ausländer? Kraut-Türke?

    Und noch eine Frage: Wenn Du da bei mir bist, wollen wir uns asap genau da abholen lassen, wo wir gerade stehen?

  9. #148
    Benutzerbild von Elek.-maxe

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    AW: Redewendungen / Sprüche der Neuzeit

    Zitat Zitat von Dr. Peter Venkman Beitrag anzeigen
    wie nennst Du Menschen, deren Vorfahren Ausländer sind, selbst aber hier geboren sind?
    Auslandsdeutsche? Deutsch-Ausländer? Kraut-Türke?
    Bülent Ceylan nennt sich selbst
    de Tärke-Bu (der Türken-Bub)

  10. #149
    Benutzerbild von PostMortem

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    AW: Redewendungen / Sprüche der Neuzeit

    Zitat Zitat von Dr. Peter Venkman Beitrag anzeigen
    Entschuldigung, musi, aber K a n a c k e, Itaker, oder schlicht Ausländer etc ist doch suboptimal, weil total undifferenziert! Denn wie nennst Du Menschen, deren Vorfahren Ausländer sind, selbst aber hier geboren sind? Auslandsdeutsche? Deutsch-Ausländer? Kraut-Türke?

    Und noch eine Frage: Wenn Du da bei mir bist, wollen wir uns asap genau da abholen lassen, wo wir gerade stehen?
    Ich sehe da auch einen Pain Point! Es scheint sowieso eine gewisse Unfähigkeit eingetreten zu sein, im Deutschen neue Worte zu "erfinden". Wenn in den letzten paar tausend Jahren auch so wenig Anpassung an neue Dinge stattgefunden hätte, müssten wir uns immer noch mit Lauten verständigen. Ein Glück(?) wurde kurz vor dem Versiegen der Kreativität zur Weiterentwicklung der deutschen Sprache noch der Anglizismus erfunden!

    Ein Problem in Wortungetümen wie "Menschen mit Migrationshintergrund" sehe ich darin dass es Krücken sind. Für das Wort "Migrationshintergrund" oder Migrant trifft es allerdings auch zu, dass es unifferenziert ist. Es gilt für Ausländer genauso wie für ihre Nachfahren mit deutschem Pass. Es ist also letztendlich doch nur ein - zu Unrecht - politisch weniger unkorrektes Synonym für die o. g., älteren Begriffe.

    Andererseits scheint es einem Griechen mit deutschem Pass wenig auszumachen als Grieche bezeichnet zu werden. Viele Türken geben an, sich trotz eines deutschen Passes immer noch als Türke zu fühlen. Besonders deutlich kann man das zur Fußball-WM oder EM sehen. Da kann die ursprüngliche Heimtflagge gar nicht genug geschwenkt und der Autokorso beim Sieg der "eigenen" Mannschaft gar nicht laut genug sein. Erst wenn die "eigene" Mannschaft ausgeschieden ist, wechselt man den "Verein" und ist für die deutsche Nationalmannschaft. Warum machen wir uns also einen Kopf darum? In den USA spielt es heute noch eine Rolle ob die Vorfahren Iren, Briten oder Italiener waren.

  11. #150
    Benutzerbild von Veja

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    AW: Redewendungen / Sprüche der Neuzeit

    Nachdem ich gerade einen Artikel gelesen habe, in dem es darum ging, wo die Piratenparteil denn politisch zu verorten sei, fiel mir auf, daß die Verwendung des eigentlich gar nicht so neuen Begriffes verorten in letzter Zeit auch inflationär zugenommen hat.

    Zitat Zitat von musicola Beitrag anzeigen
    Wenn jemand für wasauchimmer "Danke" sagt, kommt als Antwort kaum noch ein "Bitte" sondern immer öfter ein "Gerne"!
    In den letzten Jahren vermehrt zu hören war anstelle von bitte aber auch die Formulierung keine Ursache.

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