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Rtl-promiboxen...

Erstellt von Heinzi, 27.10.2002, 14:48 Uhr · 13 Antworten · 5.222 Aufrufe

  1. #1
    Benutzerbild von Heinzi

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    Samstag Abend, RTL...

    Promi gegen Promi im Ring, drei Kämpfe über drei bis fünf Runden, das übliche Spektakel, wenn die Fäuste fliegen, drumrum, einschliesslich der Präsentation durch "Rotlicht-Tenor" Michael Buffer...
    Auch am Ringrad die üblichen Verdächtigen, darunter, wie immer nervend, "Die Feldbusch", leider eben nicht im Ring und fürchterlich unterliegend, sondern als Interviewerin des prominenten Pöbels... ihr Outfit an dem Abend, rotes Lederteil mit sehr kurzem Höschen und
    ein wie immer aufwändiges Make Up, war diesmal, gewohnt opportunistisch der
    Umgebung angepasst,
    noch 'ne Spur billiger als sonst...

    Die Idee einer solchen Veranstaltung fand ich ja im Sinne eines harmlosen, aber gut unterhaltenden
    Spektakels ganz nett, hatte jedoch im Vorfeld gehofft, dass die Promis es auch wirklich "krachen" lassen..!







    Der erste Kampf, "Leichtgewicht", "Hippie-Killer" gegen "Hippie" oder so ähnlich... Schauspieler und "Berufs-Bösewicht" Ralf Richter, tätowiert und ausgezehrt, gegen Joey
    Kelly (Family)
    , der angesichts seiner angeblichen
    Extrem-Triathlon-Erfahrungen erstaunlich käsig-schwabbelig wirkte und 'ne
    lächerliche, offensichtlich aus der sippeneigenen Krabbelkiste entnommene
    rockähnliche Boxerhose trug...
    Die Fliegenfängerei auf dem athletischen Niveau der Insassen einer Alterssiedlung war entsprechend öde, was schon aus der Tatsache ersichtlich
    wird, dass der Sänger nach Punkten gewann...





    Der "Hauptkampf" im "Schwergewicht", "Bad Boy" Claude-Oliver Rudolph, Schauspieler mit Rotlichtbezug, Gedichterezensent und selbst ernannter Kinski-Nachfolger gegen "Brown Sugar" Pierre Geisensetter, ehemaliger "Herzblatt"-Moderator und...... sicherlich noch irgendwas...
    Der Kampfsport erprobte Rudolph, der angeblich schon mehrere deutsche "Meistertitel" gewonnen und van Damme mal vergeblich zu 'nem Showkampf herausgefordert haben soll, war gegen seinen unerfahrenen, aber immerhin gut trainierten Gegner natürlich favorisiert... und legte im Vorfeld auch die ihm eigene himmelschreiend offensichtlich Defizite kompensierende Arroganz an den Tag, indem er etwa kurz vor dem Einmarsch noch in der Kabine Karten spielte, als ginge ihn das Geschehen in der Halle überhaupt nix an...
    Tja, und dann wurde er von seinem physisch überlegenen Gegner doch tatsächlich und netterweise vorzeitig auf die Bretter geschickt und sah hinterher nochmals 'ne ganze Spur hässlicher aus, was meinen Verdacht, das Ganze sei 'ne abgekarterte Sache gewesen, doch zu mindern imstande ist...!
    Der Kampf hat wirklich Spass gemacht, nicht nur wegen des K.o.'s, sondern auch aufgrund der anfangs sehr aggressiven und überheblichen Vorgehensweise des "Bad Boy"s...



    Na ja... und zum abschliessenden Nicht-Angriffs-Pakt zwischen
    Ex-Porno-Sternchen "Gina Wild", pardon, Michaela Schaffrath, und der
    alternden "Rock-Göre" Doro Pesch
    (die kurzfristig für die angeblich
    verletzte Samantha Fox einsprang und mit offenen, ihr dafür ständig im
    Gesicht klebenden Haaren durch den Ring zappelte, weil sie das so "gewohnt"
    sei...) auf dem kämpferischen Niveau einer Kissenschlacht im Kindergarten, brauch' ich wohl keine Worte zu verlieren....




  2.  
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  3. #2
    Benutzerbild von Christoph

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    Logo! Wer hätte auch wirklich gedacht, dass sich Michaela von Doro ihre Produktionsmittel zertrümmern läßt...
    Ich habe es abgeschaltet!

    Christoph

  4. #3
    Benutzerbild von Gosef

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    Heinzelmaennchen postete
    [i]Samstag Abend, RTL...

    Promi gegen Promi im Ring...

    Der "Hauptkampf" im "Schwergewicht", "Bad Boy" Claude-Oliver Rudolph, Schauspieler mit Rotlichtbezug, Gedichterezensent und selbst ernannter Kinski-Nachfolger gegen "Brown Sugar" Pierre Geisensetter, ehemaliger "Herzblatt"-Moderator und...... sicherlich noch irgendwas...
    Der Kampfsport erprobte Rudolph, der angeblich schon mehrere deutsche "Meistertitel" gewonnen und van Damme mal vergeblich zu 'nem Showkampf herausgefordert haben soll, war gegen seinen unerfahrenen, aber immerhin gut trainierten Gegner natürlich favorisiert... und legte im Vorfeld auch die ihm eigene himmelschreiend offensichtlich Defizite kompensierende Arroganz an den Tag, indem er etwa kurz vor dem Einmarsch noch in der Kabine Karten spielte, als ginge ihn das Geschehen in der Halle überhaupt nix an...
    Tja, und dann wurde er von seinem physisch überlegenen Gegner doch tatsächlich und netterweise vorzeitig auf die Bretter geschickt und sah hinterher nochmals 'ne ganze Spur hässlicher aus, was meinen Verdacht, das Ganze sei 'ne abgekartete Sache gewesen, doch zu mindern imstande ist...!
    Ehrlich gesagt, sieht GENAU DAS für mich nach "Drehbuch" aus... der eine, körperlich und von der "Papierform" her überlegen, macht auf arrogant und verscherzt sich so seine Sympathien beim Publikum. Klar dass es dann den vermeintlichen Underdog siegen sehen will. Und das Publikum kriegt immer, was es will...
    Ich habs mir gar nicht erst angeguckt und habe offenbar nix verpasst.
    Gruß
    Gosef

  5. #4
    Benutzerbild von Heinzi

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    Gosef postete
    Ehrlich gesagt, sieht GENAU DAS für mich nach "Drehbuch" aus... der eine, körperlich und von der "Papierform" her überlegen, macht auf arrogant und verscherzt sich so seine Sympathien beim Publikum. Klar dass es dann den vermeintlichen Underdog siegen sehen will. Und das Publikum kriegt immer, was es will...[/quote]Das macht durchaus Sinn...

    Wenn ich's mir richtig überlege, wirkten seine anfänglichen, sehr aggressiven Angriffe, die ihm auch gleich 'ne blutige Nase einbrachten, angesichts seiner Erfahrung doch erstaunlich stümperhaft...

    Und 'ne etwas ramponierte Visage macht einem, bei dem eh nicht mehr viel zu zerstören ist und der sich seine Wunden angeblich "selbst zunäht", doch auch nix aus, wenn nur die Kohle stimmt...

  6. #5
    Benutzerbild von Heinzi

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    Ich weiss auch nicht, weshalb mein Statement "Das macht durchaus Sinn..." immer wieder oben am zitierten Text klebt...

  7. #6
    Benutzerbild von
    @ Gosef

    Also nach Drehbuch ging beim "Promi-Boxen" m. E. wirklich nichts. Bevor man das unterstellt, sollte man es dann vielleicht doch mal wenigstens auszugsweise auf Video gesehen haben ;-)

    @ all

    Ich fand ehrlich gesagt Kampf 2 + 3 recht erstaunlich. Zwar hatte das mit Boxen nicht unbedingt wahnsinnig viel zu tun, aber die haben sich richtig gekloppt. Vor allem unsere beiden Schwergewichtler, haben sich Dinger verpasst, als hätte der eine dem anderen die Frau ausgespannt. Zum Totlachen fand ich hier nur die wieder einmal gewohnt dämlichen Kommentare von Axel Schulz. Während meine Freundin und ich uns einen ablachten, weil der "Badboy" da schon in Runde 1 ständig rumtorkelte und wir mutmaßten, ob der sich vorm Kampf evtl. noch schnell einen Angesoffen hat, sülzten die Kommentatoren was von Überlegenheit durch Routine wg. Kampfsporterfahrung usw., Runde 2 soll er dann sogar klar gewonnen haben, obwohl er da 1-2 Mal auf dem Boden rumkroch, im Seil hing und dort bearbeitet wurde usw....

    "Wild Thing" vs. "Metal Queen" hatte für mich was von ner' Zickenklopperei in nem' Jugendhaus *g* Aber geschohnt haben die sich auch nicht, haben schon beide nach ihren Möglichkeiten geschlagen.

    Auf jeden Fall hätten sich *ALLE* in den drei Kämpfen bleibende Narben o. ä. zuziehen können, denn so zimperlich ging es nicht zu. Das hat mich schon ein wenig überrascht, vor allem wenn man bedenkt, dass Pierre Geisensetter und Michaela Schaffrath ihr Geld durchaus auch mit ihrer Optik verdienen.

    Ich fand die ganze Veranstaltung jedenfalls alles in allem ganz witzig und warte auf eine Fortsetzung mit

    -Zlatko ("Dem Survivor") vs. Alex Johlig ("Big Daddy")

    - Moses Pelham ("Rödelheim Hardcore Chabo") vs. Stefan Raab ("Mr. Teeth")

    - und last but not least Alice Schwarzer ("Dried Thing") vs. Verona Feldbusch ("Blub Queen").

    Vielleicht könnte man dann aber mal auf Michael Buffer verzichten. Bei einer rein deutschen Veranstaltung kommt er doch etwas albern... Aber is schon klar, Boxen haben ja - wie alles andere auch - die Amis erfunden. Also muss alles auf Ami-Style gemacht werden...

    QBert

  8. #7
    Benutzerbild von
    Hier mal noch zwei Bilder (c) SPIEGEL

    http://www.spiegel.de/img/0,1020,219372,00.jpg
    http://www.spiegel.de/img/0,1020,219362,00.jpg

    (geht wohl leider nur per Copy & Paste wegen den "," in den URL's...)

    Finde schon, dass es da ganz schön zur Sache ging und von Absprachen, Show und Drehbuch usw. eigentlich nicht die Rede sein kann (ausser es war nur Filmblut ;-)

    QBert

  9. #8
    Benutzerbild von Heinzi

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    Noch ein Wort zum Schwergewichtskampf...

    Zwar ging es dabei wirklich ordentlich zur Sache, doch erscheint der überraschende Ausgang, 'ne Niederlage des stümperhaft agierenden Rudolph und erst noch durch K.o., schon verdächtig, immerhin hat man durch diese "Favorisierter-Kotzbrocken-unterliegt-sympathischem-Aussenseiter"-Tour der Meute tatsächlich genau das verpasst, wonach ihr dürstet - den urzeitlichen "David-killt-Goliath"-Thrill...

    "Für Geld macht der Rudolph alles", hat mal wer geschrieben...

  10. #9
    Benutzerbild von
    @ Heinzelmännchen

    Ach nee, ick weiß nich, ick weiß nich. Für mich hat der Rudolph noch bevor der Kampf losging im Ring schon ausgesehen wie ne' ganz arme schwabbelige Wurst, während der Geisensetter doch ne' recht beeindruckende Figur machte.
    Geisensetter kommt mehr nach Tyson, während Rudolph sehr an Frans Botha erinnert. Wenn überhaupt, machte das auf mich einen umgekehrten David vs. Goliath Eindruck und ich bin dann jetzt sehr enttäuscht worden *g*

    QBert

  11. #10
    Benutzerbild von Heinzi

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    Wie bereits erwähnt war David Geisensetter physisch natürlich überlegen, grösser und eindeutig durchtrainierter, doch war Goliath Rudolph aufgrund der sicherlich auch beim Boxen hilfreichen Kampfsporterfahrung und seiner wahrscheinlich mehr noch abhärtenden Türsteher-im-Rotlichtmilieu-Vergangenheit halt doch bei den meisten der Favorit...

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