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Schei.. "T"Euro!

Erstellt von Parallax M5, 15.03.2004, 09:53 Uhr · 107 Antworten · 6.247 Aufrufe

  1. #21
    Benutzerbild von The Mad Hatter

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    Bei mir bleibt es leider auch bei einem Spaten! Wo ist den der jeweilige Treffpunkt für die örtlichen Rebellen?

    Das der Euro ein Teuro wird, war von Anfang an klar. Ich kenne einen kleinen Geschäftsbesitzer, der mir unter der Hand schon lange vor dem 1. 1. 2002 gesagt hat, daß die Preise expoldieren werden (damahls wurde ja noch von einer "Aufrundung" der Preise gesprochen ). Die ganze Geschichte ist relativ einfach. Die großen Unternehmen sind vorangegangen und die kleinen Unternehmen haben dann nachgezogen (gezwungenermaßen, da die Lieferanten die Preise auch nach oben geschraubt haben).
    Das soetwas kommen musste, war wohl relativ klar. Allein im Lebensmittelbereich, waren die Preise vor dem Euro im absoluten Tief, so das es zu einer Steigerung so oder so kommen musste.

    Das sich die Leute aber auf gut deutsch verarscht fühlen, darf aber keinen wundern.

  2.  
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  3. #22
    Benutzerbild von
    The Mad Hatter postete
    Das soetwas kommen musste, war wohl relativ klar. Allein im Lebensmittelbereich, waren die Preise vor dem Euro im absoluten Tief, so das es zu einer Steigerung so
    oder so kommen musste.
    ...
    Das sich die Leute aber auf gut deutsch verarscht fühlen, darf aber keinen wundern.
    Wollten Sie es denn anders? War denn "Geiz ist geil" wirklich eine Erfindung von Saturn oder haben sie einfach nur die deutsche Billigheimer-Geilheit aufgegriffen und in ihrer Kampagne verwurstet? Gab es die "Aldisierung" der Gesellschaft nicht schon vorher?

    Deutschland hat nach wie vor die niedrigsten Lebensmittelpreise unter den reicheren Ländern Europas. Wir mögen gerne woanders billig Kaffee (ach ja, wer redet eigentlich drüber, wie unverschämt billig Kaffee zwischenzeitlich geworden ist?) und Zigaretten kaufen, teilweise ist vielleicht in einem Nachbarland auch der Sprit etwas billiger. Aber zum normalen Einkauf, kommen wohl weitaus mehr Nachbarn zu uns, als wir zu ihnen. Ob es ein popeliges Snickers ist, ein Liter Milch, der Big Mac bei Mc Donalds oder eine Packung Käse aus dem Kühlregal: Das ist hier alles vergleichsweise billig und das schon seit Jahren. Da ist kein Raum mehr nach unten. Und wir werden uns noch wundern, wenn die traditionell unterbewerteten deutschen Konzerne von ausländischen Handelskonzernen übernommen werden sollten. Die werden sich mit den derzeit erzielbaren Margen nicht abgeben und entweder die Qualität drastisch nach unten treiben um Kosten zu sparen oder aber weiter an der Preisschraube drehen. Die Erzeuger abseits von Mega-Konzernen wie Danone und Nestlè kommen jedenfalls zumeist heute schon auf keinen Grünen Zweig mehr.

    Unser Handel erwirtschaftet größtenteils katastrophale Ergebnisse und wird in den nächsten Jahren eine Menge Personal vor die Tür setzen. Der vollautomatischen Metro-Testsupermarkt ist keine Illusion sondern nicht weit von mir entfernt. Sicherlich ist hier falsches Mitleid unangebracht, aber man kann auch nicht alles nur immer aus Verbrauchersicht sehen und darauf pochen, dass ja alles viel zu teuer sei. Irgendwo sägen wir am eigenen Ast, wenn wir alles immer billiger und billiger haben wollen, obwohl wir in einem Hochlohnland leben.

    Teuro-Debatten hin oder her. Der Euro war teilweise vielleicht ein Anlass gewisse Preise zu heben (andere sind gefallen, darauf achten nur weniger Leute => kaffee), aber die Ursache war er wohl meistens nicht. Wäre es um reine Raffgier gegangen, müssten die Herren bei Edeka und Rewe nun Blattgold auflegen. Das tun sie aber nicht, ganz im Gegenteil. Die einzigen die immer reicher werden, sind ausgerechnet die Aldi-Brüder...

    Persönlich habe ich übrigens sehr gute Erfahrungen damit gemacht, nicht mehr nach Quantität, sondern nach Qualität zu kaufen. Ich sehe so viele Leute, die lieber 200 Gramm Billigheimer XY für 1,99 kaufen ("guck mal, dass ist doch viel günstiger, da ist doch mehr drin!"), statt 100 Gramm "Marke" für 1,39 (weil sie dann ja so dermaßen viel sparen!!!), obwohl von den 200g die Hälfte sowieso hinterher jedes Mal im Müll landet. Wer hat dann wirklich günstiger eingekauft? Auch so ein Phänomen: Es gibt offenbar eine ganze Menge Leute die über Teuro und Öko-Steuer schimpfen, die aber auf einmal Shell V-Power tanken, weil das 3PS mehr bringen soll ("clever-tanken.de" hat Ende letzten Jahres mal eine Umfrage gemacht, wonach von 2000 Befragten 30% schonmal diesen Sprit getankt haben und 43% dies auch weiter tun wollten). Bei solchen Erlebnissen packe ich mir noch mehr an den Kopf als beim in die TV-Kamera zig Marlboro qualmenden Sozialhilfeempfänger, der sich ausheult, dass er seinen Kindern nichtmal ein Weihnachtsgeschenk kaufen kann...

    Die Beispiele die hier schon gebracht wurden, sind sicherlich alle richtig. Und jeder der vom Teuro spricht, wird auch ehrlich davon überzeugt sein. Aber ich glaube einfach, dass unter "Teuro" viele Effekte zusammengefasst worden sind, die sich eigentlich nicht auf die Einführung des Euro schieben lassen und die auch eigentlich nicht mehr rückgängig zu machen sind. Persönlich stelle ich keinen nennenswerten negativen Effekt fest. Es mag sein, dass ich automatisch gewisse Produkte ausgetauscht habe. Ich rechne auch nicht mehr in DM und ich finde dieses ewige "haste mal überlegt, dass das 280 Mark sind!!!???" auch nicht so praktisch. Nein, ich rechne nicht mehr in Mark, denn ich finde mich ganz gut mit dem Euro zurecht. Ich muss dann immer nur an den Typen denken, der mit mir am 1.1.2002 vorm Bankautomaten stand und noch vor dem ersten Euro in der Hand in den Raum seufzte "Ey mit dem Euro komm ich ja gar nich klar, ne!". So gesehen würde ich es wahrscheinlich bis heute auch nicht...

    Dave

  4. #23
    Benutzerbild von French80

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    Also... ich finde den Euro ganz gut! Seit der Einführung dieser einheitlichen Währung ist es viel einfacher geworden, für Leute, die, wie ich, sehr oft im Ausland unterwegs sind...

    Jedesmal, wenn ich nach Frankreich fahre, brauche ich mich nicht mehr wieder umzustellen... Ich kann die Preise besser vergleichen... Dabei ist mir zum Beispiel stark aufgefallen, wie teuer das Leben in Frankreich ist, wenn man von den alltäglichen Bedürfnissen (Lebensmittel, Sprit, usw...) spricht! Das hatte ich vor der Euro Einführung nicht so gesehen!

    Es mag wohl sein, dass einige Sachen durch den Euro teurer geworden sind (es fiel mir zum Beispiel bei einem Strassenfest auf, dass bei einem Crêpes-Verkäufer das DM-Zeichen einfach durch Euro ersetzt worden war, ohne den Betrag zu ändern...)... Aber das bin ich bereit zu opfern, damit es dann international viel einfacher wird...

    Ich denke auch nicht über die DM-Preise oder eher über die Francs-Preise nach, wenn ich etwas kaufe... Für mich ist der Euro ganz normal... Ich rege mich sogar ziemlich schnell auf, wenn jemand sagt, dass irgendwas 200 DM kostet, wenn 100 Euro angezeigt wird... Ich will ja niemandem auf die Füße treten, aber für mich ist es irgendwie ein Zeichen, dass man eine gewisse Entwicklung nicht akzeptieren kann oder will...

    Ich denke, wenn niemand mehr in DM, FF, Lira, Pesetas, und was weiss ich, umrechnen würde, dann wäre der Euro gar nicht mehr so schlimm... Aber... da weiss ich, dass es nie passieren wird...

    (Beispiel in Frankreich, vor dem Euro, mit den "alten" Francs und den "neuen": 1 mio "alte" Francs = 10000 "neue" Francs... so rechnen noch ganz viele Leute in Frankreich... das konnte ich nie leiden...)

    Alles in allem: so teuer ist das Leben in Deutschland nicht... geht doch mal zB nach Frankreich... und kauft was anderes als ein Baguette... Da werdet ihr sehen, dass wir es in Deutschland gar nicht sooo schlecht haben!

  5. #24
    Benutzerbild von compagnies

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    Dave & French

    Musstet ihr das Thema denn so entpersonifizieren?

  6. #25
    Benutzerbild von Mr.Music68

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    @Dave

    absolut meine Meinung dein Statement.
    Ich gehe sogar noch weiter: Der Euro bringt uns im globalen Wettbewerb erheblich mehr Vorteile als die meisten wahr haben wollen. Nur muss man da über seinen eigenen Tellerrand hinausblicken! Ich sage einfach nur mal China und Indien!

  7. #26
    Benutzerbild von Castor Troy

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    Was ist eine Euro
    Haben hier nicht in Dänemark
    Will es aber bald gerne haben

    Ein stress ist das nach Flensburg zu kommen!

  8. #27
    Benutzerbild von compagnies

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    @ Mr.M68: Hinter jedem Teller steht ein Glas Wein ...

  9. #28
    Benutzerbild von The Mad Hatter

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    @Dave: Komm mal runter, das der Teuro nötig war und ist wissen glaube ich alle die bis 3 zählen können. Aber Preiststeigerungen im Lebensmittelbereich sind nunmal schmerzhaft. Insbesondere in einer Zeit wo sich die Leute in Sachen Rente, Arbeit und Steuern sowieso schon nur noch in die Hose machen. In Zeiten wo es allen gut geht, wäre der Teuro-Aufschrei nach spätestens einem halben Jahr vergessen gewesen, aber unter den derzeitigen Bediengungen kann ich die Schwarzseher sehr gut verstehen.

  10. #29
    Benutzerbild von Mr.Music68

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    compagnies postete
    @ Mr.M68: Hinter jedem Teller steht ein Glas Wein ...
    lass dir den Wein schmecken, ich bleib' beim Pils...

  11. #30
    Benutzerbild von
    The Mad Hatter postete
    @Dave: Komm mal runter, das der Teuro nötig war und ist wissen glaube ich alle die bis 3 zählen können. Aber Preiststeigerungen im Lebensmittelbereich sind nunmal schmerzhaft. Insbesondere in einer Zeit wo sich die Leute in Sachen Rente, Arbeit und Steuern sowieso schon nur noch in die Hose machen. In Zeiten wo es allen gut geht, wäre der Teuro-Aufschrei nach spätestens einem halben Jahr vergessen gewesen, aber unter den derzeitigen Bediengungen kann ich die Schwarzseher sehr gut verstehen.
    Genau das ist aber der Teufelskreis: Sehen die Leute alle zu schwarz und machen die Brieftasche dicht (wir leben seit Jahren in einem Angstsparkreislauf, viele privaten Investitionen werden verschoben und wieder verschoben), gibts keinen Aufschwung und ohne Aufschwung gibts keine Verbesserung am Arbeitsmarkt und damit gehts weiter abwärts bei Rente, Arbeit und Steuern. Gehts weiter abwärts bei Rente, Arbeit und Steuern machen die Leute weiter die Brieftasche dicht...... Das ist eine Spirale nach unten, die in letzter Konsequenz nunmal leider nur von der Nachfrageseite her durchbrochen werden kann. Exportweltmeister sind wir ja nunmal schon. D. h. mehr Nachfrage und Arbeit kann nur innerhalb Deutschlands entstehen.

    Allerdings sind wir Deutschen nunmal die absolut weltweit führenden Schwarzseher überhaupt

    Dave

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