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Schulerinnerungen

Erstellt von SonnyB., 12.04.2004, 10:27 Uhr · 77 Antworten · 8.739 Aufrufe

  1. #1
    Benutzerbild von SonnyB.

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    Hi,

    mir ist doch da neulich was durch den Kopf gegangen.....könnt ihr euch eigendlich noch an eure Schulzeit erinnern?

    Bei einigen ist das ja schon ne Weile her

    Was mir aufgefallen ist:

    Ich kann mich kaum noch an den Unterricht bei unseren Lieblingslehrern erinnern, aber dafür sind bei mir (mehr oder weniger wichtige) Sachen/Sprüche hängengeblieben, die uns von den Lehrern eingebleut wurden, die wir gehasst haben.

    Beispiel Hauswirtschaft:

    Ich glaube, ich werde den Satz: "Wir spülen in folgender Reihenfolge: Glas, Porzellan, Plastik, Bestecke, Töpfe und Pfannen" mit ins Grab nehmen.
    Wir haben darüber sogar eine Arbeit schreiben müssen


    Oder sonstige Erlebnisse:

    Wir hatten, je nach Klassenstufen, immer "Pausenpflichten".
    Von der 5 bis zur 7 Klasse wurden wir in "Hofdienstgruppen" eingeteilt, die dann mit ner Zange und nem Eimer über den Hof getapert sind und Müll eingesammelt haben.
    Die 8 und 9 Klassen hatten "Materialdienst". Das hieß dann: Jede Klasse hatte reihum dafür zu sorgen, daß Landkarten, ausgestopfte Tiere und Sportgeräte wieder da hinkamen, wo sie hingehörten und in Ordnung waren. Jedes Entliehene Gerät/ Karte musste, sogar von den Lehrern, quittiert werden.
    Die 10 Klassen hatten dann Hof und Gangaufsicht und dafür zu sorgen, daß z.B. in den Gängen und der Toilette nicht geraucht wurde. (Aber, man war bestechlich )

    Im Nachhinein finde ich diese Einteilungen eine gute Sache. Damals mochte ich das gar nicht.


    Was fällt euch so ein?
    Was habt ihr gehasst oder geliebt?

    Ich bin gespannt

  2.  
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  3. #2
    Benutzerbild von McFly

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    Da dieser Thread im 80sLaberforum steht, hab ich ja eigentlich keine Berechtigung mich hier zu äußern, da ich erst 90 eingeschult wurde. ich möchte allerdings dennoch was beisteuern, was ich aus meinem Hauswirtschaftsunterricht wohl nie vergessen werde:

    "Nahrungsmittel und Ernährungsmittel sind zwei völlig verschiedene Dinge!"

    Diese Lehrerin hat außerdem zu Beginn des Unterrichts stets DAS Hasswort schlechthin verwendet: "Rückerinnerung" (quasi in Bezug auf das wo man letzte Stunde stehengeblieben ist.)

    to be continued...

    McFly

  4. #3
    Benutzerbild von SonnyB.

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    @McFly

    na für dich machen wir doch eine Ausnahme

    Und dieses "Rückerinnerung".....UAHHHHHHH das kenn ich auch noch.....das hiess bei uns: "Aufarbeitung"

    Am Anfang JEDER Stunde kam der Satz: "Wer übernimmt heute die Aufarbeitung der letzten Stunde?"

    Ich hab nie wieder so viele Schüler gesehen, die urplötzlich muxmäuschenstill waren, und zwar alle man konnte dann eine Nadel fallen hören.


    *EDIT* mir ist da noch was eingefallen:

    Kann es sein, daß Englisch/Sportlehrer IMMER diese ekeligen braunen Cordhosen trugen, lange Haare hatten und leicht Öko angehaucht waren ?
    Und falls es Lehrerinnen waren, immer ein bischen wie Angela Merkel rumliefen?

    Ich stelle da bei Erzählungen immer Parralelen fest oder war das ein Phänomen der 80er ?

  5. #4
    Benutzerbild von hoodle

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    Einer unserer Sportlehrer sah aus wie Reinhold Messner. Während wir von der Schule zum Sportplatz gejoggt sind, ist er mit dem VW-Bulli hingefahren.

    Hach, was hat uns das damals gefreut.

  6. #5
    Benutzerbild von SonnyB.

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    siehe mein EDIT so unrecht hatte ich also nicht

  7. #6
    raabi2000
    Benutzerbild von raabi2000
    Meint ihr etwa solche Lehrer??????



    Das ist Michael Frank, mein ehemaliger Englisch Lehrer. Damals hatte er noch einen Bart und trug eine unverwechselbare Kette - eine Apfelkitsche - um den Hals.
    Und ich muss heute noch sagen, der war klasse. Zum einen traf er meinen Musikgeschmack, und zum anderen hat er uns Künstler wie U2, Suzanne Vega oder Metallica näher gebracht. Damals hat er auch noch nebenbei für den WDR gearbeitet.

    Mache mich jetzt mal auf die Suche nach weiteren Bildern und natürlich Erinnerungen.

  8. #7
    raabi2000
    Benutzerbild von raabi2000
    Eine Geschichte wird mir wohl immer unvergessen bleiben. Die genauen Zusammenhänge weiß ich nicht mehr, aber damals war es der Brüller:
    Ein Lehrer baute sich gerade ein Haus,
    und im Unterricht meine eine Schülerin auf den Stoff bezogen:
    "Der Bieber baut sein Haus mit dem Schwanz" - was auf den Unterricht bezogen absolut richtig war.
    Der unterrichtende Bauherr/Lehrer: Helmut Bieber - Den Rest könnt ihr euch denken



    Da meine ehemalige Schule einige Bilder Online hat,
    hier ein Sammlung meiner ehemaligen Lehrer:


    Ulrich Behrens



    Der Mann hat mich zur Weißglut getrieben. Der hat mir Informatik in den Schädel gehämmert. Ich habe ihn dafür gehasst.
    - Heute bin ich ihm dankbar, denn ohne seine Hartnäckigkeit wäre ich heute nicht da wo ich bin.

    Magdalene Graf-Ugarte



    Diese Frau ... nein also wirklich.

    In ihrem ersten Jahr an unserer Schule, ich war in der 9. klasse, hat sie versucht,
    uns Biologie beizubringen. Und das mit einem Durchsetzungsvermögungen von 0,00.
    Unser Sport bei ihr: Wer fliegt als erstes aus dem Unterricht. Nach 45 Minuten hatte sich immer eine stattliche Anzahl Schülern auf dem Gang versammelt.

    In der Oberstufe hat sie dann versucht, Englisch zu unterrichten. Und sie war ja so toll darin, war/ist (ich weiß es nicht) mit einem Ami verheiratet. Da ich vorher einen echt coolen Theacher hatte (siehe vorheriger Post), war um jede Stunde froh, die sie nicht da war.

    Brunhilde Hüwe

    kein Bild vorhanden

    Deutsch: Sie hat es tatsächlich geschafft, dieses trockene Fach mit Spaß und Leben zu füllen.
    Es gab allerdings ein Wort, dass hat sie zur Weißglut getrieben: Scheiße
    Sie sagte immer "Asche", das aber mit wunderbarer Regelmäßigkeit

    Iris Klein



    Eine gute Lehrerin, aber sie hatte die Ansicht, das Oberstufenschüler etwas besseres sind, daher auch bessere Leistungen bringen müssen. Ich glaube, bei nur einem Fehler im einem Diktat (zum Glück gab es das nicht mehr in ab der 11.) hätte sie eine 6 gegeben.

    Klaus-Dieter Kohls



    Mathematik!!! Aber bei Herrn Kohls hat das absolut Spaß gemacht.
    Wie erkläre ich meinen Schülern Pythagoras? Erstmal die Tische zur Seite, eine Runde Bilden, mehrere Kartenständer in die Mitte und dann mit Seiten eine Pyramide bauen. Besser geht es nicht.
    Ab und zu hat er seinen Kindern Lego-Steine entwendet um uns diverse Mathematische Problem zu erklären.

    Renate Robie



    Französisch - Ich mochte sie und ganz besonders diese Sprache nicht. Nach 6 Monaten habe ich es aufgegeben, oder hatte sie aufgegeben???
    Na immerhin hab ich mich in der Oberstufe dazu aufgerafft, diese Sprache notdürftig zu lernen - aber nicht bei ihr.


    Btw., hat man euch zu Beginn der 11. Klasse auch versucht einzuhämmern, dass ihr jetzt einen erweiterten Wortschatz erhaltet, dass euer Wissen in den nächsten 3 Jahren explosiv zunehmen wird und das ihr euch exorbitant von den Abgängern der 10. Klasse unterscheiden werdet?

  9. #8
    Benutzerbild von McFly

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    @ SonnyB

    Ausnahme? ochje, Dankefein!

    Bei der Sache "Sportlehrerinnen die rumliefen wie Merkel" kann ich dir nur volle Zustimmung geben!
    Mein Sportlehrer über 6 Jahre, sah immer aus wie der Weihnachtsmann: ein langer, schneeweißer Bart und im Winter trug er passend dazu eine rote Mütze! Der Mann war voll in Ordnung.

    Und nochmal wegen "Rückerinnerung": Mich hat dieses Wort ja nur wegen dieser Doppelbeduetung auf die Palme getrieben. Ich weiß nicht wie oft ich innerhalb von zwei Jahren versucht habe, der guten Frau die unsinnigkeit dieses Wortes zu erklären. Irgentwann habe ich aufgegeben.

    @ raabi:

    In folgenden Fächern hatten WIR einen heiden Spaß daran, uns rauswerfen zu lassen: Physik, Biologie, Wirtschaft/Technik und gelegentlkich auch mal Chemie.

    McFly

  10. #9
    Benutzerbild von Die Luftgitarre

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    SonnyB. postete

    Kann es sein, daß Englisch/Sportlehrer IMMER diese ekeligen braunen Cordhosen trugen, lange Haare hatten und leicht Öko angehaucht waren ?
    Und falls es Lehrerinnen waren, immer ein bischen wie Angela Merkel rumliefen?
    Daran speziell (in dieser Kombination) kann ich mich zwar nicht erinnern, aber ich denke, auf einer etwas allgemeineren Ebene ließe sich durchaus eine "Typologie der Lehrer(innen) der 80er Jahre" hinkriegen, denn eines fällt ja gleich auf: Es waren nie langweilige Durchschnittsbürger, sondern immer in der einen oder anderen Weise skurrile Typen!

    Ich würde sagen, es gab folgende Grundtypen:

    - Den 68er-Öko-Lehrer. Typische Fächer: Erdkunde, Bio, Englisch, Mathe; Sympathiewerte: hoch (Kumpeltyp), Autorität: null; Fachkompetenz: ging so; besondere Anmerkungen: Gerüchteweise hatte er immer Probleme im Privatleben.

    - Den Schöngeist. Typische Fächer: Latein, Geschichte, Deutsch, Philosophie; Sympathiewerte: mittel (zwar mitunter zickig,wurde aber von den meisten als harmloser Trottel und Langweiler empfunden); Autorität: mittel; Fachkompetenz: hoch; besondere Anmerkungen: Konnte stundenlang zu seiner Athen-Urlaubs-Dias-Show erzählen.

    (- irgendwo zwischem dem 68er und dem Schöngeist gab´s auch immer den "Lasst uns doch mal ganz offen dadrüber sprechen"-Typ, der auf anstößige Zeichnungen an der Tafel und auf zotige Sprüche immer reagierte wie der peinliche Vater aus "American Pie" ("Weißt Du, das ist eine ganz natürliche Sache ..."))

    - Das verkannte Genie. Typische Fächer: Kunst, Musik (u. U. auch in Physik); Sympathiewerte: niedrig (er rächte sich sozusagen an den Schülern, dafür, daß aus ihm "nur ein Lehrer" geworden war, galt als hochgreadig verschroben und verzickt und als "merkwürdig gebrochene Gestalt"); Autorität: mittel (konnte zwar laut werden, aber nur c-Fach-Lehrer); Fachkompetenz: hoch.

    - Der Chemiebaukasten-Typ. Typische Fächer: Physik, Chemie (äußerlich zu erkennen an der Kombination: V-Ausschnitt-Pullover + Topfschnitt + unmögliche Brille + grauer Teint); Sympathiewerte: mittel (galt als verklemmter Langweiler); Autorität: Mittel (zwar versetzungsrelevante Fächer, aber viel zu schüchtern, um sich durchzusetzen); Fachkompetenz: hoch; besondere Anmerkungen: Schien bisweilen zu vergessen, daß er vor der Klasse stand. Es klang oft so, als würde er mit sich selbst reden (gemurmelte Halbsätze). / Weibliches Pendent: das "Mauerblümchen" (gleiche Fächer).

    - Der autoritäre Pädagoge alten Stils. Typische Fächer: Geschichte, Erdkunde; Äußeres Erscheinungsbild: Edmund Stoiber; Sympathiewerte: null; Autorität: hoch, Fachkompetenz:hoch; besondere Anmerkungen: in der Oberstufe (als unser Vokabular langsam intellektueller wurde) kursierten die wildesten Theorien über die Gründe für seine "autoritäre Fixierung", seine "Verbitterung gegen das Leben" und seinen "protofaschistischen Charakter". / Das weibliche Pendent: Der "alte Drache", typischer Weise in den Fächern Latein und Religion.

    - Dann gab´s noch einen Typus, für den ich keine Bezeichnung kenne: Jener Typ, der weder aus pädagogischer Berufung, noch aus Fachkompetenz, noch aus Verbitterung Lehrer geworden war, sondern einfach nur wegen dem Beamtenstatus, den guten Arbeitszeiten und der Nähe zu den vielen Teenager-Mädchen. Typische Fächer: Erdkunde und v. a. Sport; Sympathiewerte: teilweise hoch (war ein Kumpeltyp und trinkfest!), teilweise mittel (galt bei vielen als peinliche, aber irgendwie schon wieder ganz witzige Erscheinung), teilweise niedrig (wenn er einen schlechten Tag hatte, neigte er dazu, unattraktivere Mädchen oder schüchterne Jungs vor der Klasse in Verlegenheit zu bringen); Autorität: mittel (konnte zwar auch laut werden, aber im Grunde war ihm der Unterricht ja selbst egal; Fachkompetenz: niedrig; besondere Anmerkungen: zeigte gerne im Unterricht Videoaufnahmen von der letzten Kursfahrten oder Schulfesten, und grinste schmierig, wenn mal wieder nur die (gutaussehenden) Mädchen im Bild waren.

  11. #10
    raabi2000
    Benutzerbild von raabi2000
    Ich habe da noch einen Typen: Seiteneinsteiger

    Sie haben das Abi an der Abendschule nachgeholt, dann studiert, evtl. noch an einer Fern-Uni und sind dann Lehrer geworden. Typische Fächer: Wirtschaft, Technig, Politik.
    Ebenfalls ein kumpeltyp, meist sogar auf du und du mit den Schülern, ließ keine Fete auzs und wurde meist sogar von Schülerseite eingeladen. Seine Kompetenz und sein Wissen war das reale Leben, daher war er auch meist Vertrauenslehrer.

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