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Schulerinnerungen

Erstellt von SonnyB., 12.04.2004, 10:27 Uhr · 77 Antworten · 8.749 Aufrufe

  1. #41
    Benutzerbild von Muggi

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    Mir ist heute auch was eingefallen, nämlich wie ich unserer unbeliebten Musiklehrerin einen kleinen Streich spielte. Zweimal im Jahr gab es eine Unterrichtsstunde, wo jeder aus der Klasse Musik, die er so privat gern hörte, mitbringen konnte. Kassettenrecorder besaß ja praktisch jeder und mangels Originaltonträger saß man in der DDR stundenlang vor dem Radio und bannte Musik aufs Band. Die Musiktante war ziemlich nervig und so beschloß ich, etwas Neues für ihre klassikgeschulten Ohren anzuschleppen. In der Stunde dudelte von "Joe le Taxi" bis zu diversen Songs aus "Dirty Dancing" alles, was unsere Mädels so angebracht hatten. Tja, und endlich war ich an der Reihe. Kassettenfach plopp, Starttaste klick, atemlose Stille und dann dröhnte in bester Lautstärke "Full Metal Jacket" durch den Raum. "One, Two, Three, Four, I Love The Marine Corps..." Dazu natürlich die schrägen Klänge, die ganzen Stilwechsel und Breaks, die in dem Lied enthalten sind. Natürlich kam sofort die Frage "Ähhh...Sven, hast Du noch etwas anderes?" Aber sicher! Kurzer Griff zur Spultaste und schön gabs frisch und fröhlich "Galleons Of Stone" und "Dragnet" von Art of Noise zu hören. Den entgeisterten Gesichtsausdruck vergesse ich mein Leben nicht...

  2.  
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  3. #42
    Benutzerbild von Arcadia

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    Babooshka hat da auch kurz in dem Post über ihre Schulzeit etwas erwähnt, was mich doch sehr interessieren würde.
    Meine Gymnasialzeit begann ja erst 1990, und da ist mir klamottentechnisch aufgefallen, dass man an der Aufmachung der jungen Leute immer ganz gut erkennen konnte, von welcher Schule sie stammten, also, ob Gymnasium, Realschule, Gesamt- oder Hauptschule. Konnte man das optisch in den 80ern auch so differenzieren? Wenn ja, welcher Klamottenstil war denn typisch für welche Schulform?

  4. #43
    Benutzerbild von musicola

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    Also in unserer Hauptschule, als ich dort war (84-86) wurde das Übliche getragen:

    Sweatshirts, Karottenjeans, Röhrenjeans, die hohen Adidas Turnstiefel (wie hiessen die nochmal?), Die Adidas Marathon Turnschuhe in diesem geilen leuchtenden Blau (die hatte ich auch), sonst fällt mir gerade nix ein, später vielleicht mehr!

  5. #44
    Benutzerbild von Mixi

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    Auf meinem Klassenfoto aus der 8.ten Klasse RS (1980) hatten von 24 Schülern ungefähr die Hälfte diese Sweatshirts mit einem University-Aufdruck an.

    @musicola
    Waren das nicht die "Allround" von Adidas?

    Gruß, Mixi

  6. #45
    Benutzerbild von Closelobster

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    Puuuh..... Schulzeit. Ich lass die 70er Jahre mal weg, obwohl die sehr prägend gewesen waren, auch mein letztes Jahr auf dem Gymnasium (1980/81) soll nur kurz erwähnt werden. Babooshka, wir scheinen ähnliches durchgemacht zu haben, bei mir lag das Scheitern aufm Gym an:

    1. meinem Aussehen (als Mod und später Waver gabes sehr schräge Blicke)
    2. meinem chronischen Null-Bock (es gab Fächer, die mich einfach nicht interessierten... Mathe, Physik, Kunst... schnarch)
    3. dem komplett verkackten Lehrerkollegium (nach meiner Ehrenrunde in der 8. Klasse wurde am Ende der 9. Klasse KOLLEKTIV beschlossen, mich rauszuschmeißen)

    Von teilweise völlig unfähigen Lehrern ml ganz zu schweigen...

    Dass Schule Spaß machen kann, habe ich während der folgenden zwei Jahre Realschule gemerkt. Da waren auf einmal Lehrer, die Spaß daran hatten, Lernstoff zu vermitteln und die NICHT auf ihre persönlichen Eitelkeiten achteten. Grundsätzlich kann ich sagen: keine andere Zeit hat mich derart stark geprägt wie meine Realschulzeit.

    Die Klasse 9 bzw. 10 f war auch bekannt als die "Sitzenbleiber-Klasse"... in dem Jahr gab es derart viele, die klebengeblieben waren bzw. vom Gym abgehen mußten, daß die alle in eine Klasse gesteckt wurden. Selbstverständlich gab es anfangs große Diskrepanzen zwischen den "Strebern" (das waren wir 5 vom Gym) und den "Deppen" (der Rest der Klasse). Aber die waren schnell vorbei, nachdem die anderen gemerkt hatten, daß wir dch umgänglich, unarrogant und hilfsbereit waren... die Klassenparties, Ausflüge und unser Benehmen innerhalb und außerhalb des Unterrichts sind legendär... angefangen bei kollektivem Tiefschlaf im Erdkundeunterricht (stumme Karten sind ja auch sowas von..), über: Sportlehrer stellt uns vor die Wahl: entweder Zirkeltraining oder Volleyball. Wir: FRISBEE !!!!

  7. #46
    Benutzerbild von Closelobster

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    ...weiter im Text:

    Bis hin zu Gasalarm im Klassenzimmer (unser Deutschlehrer, Herr Hahne RIP, hatte ein Alkoholproblem und zusätzlich noch eine sehr feuchte Aussprache... worauf den zwei Kollegen, die direkt vorm Lehrerpult saßen, eines morgens mit Gasmaske und Regenschirm erschienen und wir den Rest des Tages aus dem Lachen nicht mhr rauskamen).

    Ich war eher traurig, als die Zeit 1983 zu Ende ging und wir uns dann mehr oder weniger aus den Augen verloren. Manche habe ich seit dem 07.06.1983 nie wieder gesehen, und auch die Freundschaften, die sich während der zwei Jahre gebildet hatten, waren nicht von Dauer. 1988 fand ein Klassentreffen statt, an dem mal grad die Hälfte teilgenommen hat. Und danach war Sense.

    Ich hab dann an der FOS mein Fachabi gemacht, aber das zählt für mich nicht mehr richtig als Schule, da der Unterricht nur Samstags stattfand.

  8. #47
    Benutzerbild von Babooshka

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    Der klamottentechnische Unterschied zwischen Schultypen:
    Nun ja, er war zumindest zum Teil sichtbar. Am Gymnasium waren durch die Bank weg alle Jugendbewegungen vertreten, Popper, Punks, Teds, aber die größte Gruppe dürften wohl die Normalos und die Alternativen gewesen sein. Gymnasiasten hatten bisweilen Eltern mit etwas mehr Geld und so fiel auch ihr Taschengeld und Klamottenbudget höher aus. Die Handvoll Popperinnen waren dann auch vom Feinsten gekleidet. Und zumindest die Jeans und Turnschuhe der Normalos waren auch irgendeine Marke, manchmal auch das Sweatshirt. Aber damals durfte es ja durchaus das günstige Fruit of the Loom sein.

    Im selben Gebäude wie das Gymnasium befand sich auch eine Hauptschule. Dort herrschten die Jeans-Turnschuh-Sweatshirt-Träger vor. Ich kann nicht sagen warum, aber man sah meistens genau, wer Hauptschüler und wer Gymnasiast war. War es die Art der Mädchen, sich zu schminken? Die Haare von Jungen und Mädchen? Der Gesichtsausdruck? Die Körperhaltung? Ich weiß es nicht.

    An der Gesamtschule folgte man dem gängigen Mainstream-Modetrend, wobei die Klamotten aber zumeist aus ebenso gängigen wie preiswerten Läden wie Jean Pascale und Wit Boy stammten. Die Mädchen und Jungen waren fast alle einheitlich nach diesem Mainstream gekleidet. Ich kann mich gerade an zwei Punkerinnen erinnern und ich war weit und breit die einzige echte Alternative dort. Jeans-und-Turnschuh-Träger, also Normalos, waren auch dort sehr verbreitet; gerne trugen die Jungs dies in Verbindung mit einer Satin-Bomberjacke in Bordeauxrot oder Olivgrün - erstere Farbe wäre heute der Gipfel des Schwulenlooks

    Ja und der Sportunterricht hatte für mich immer was von Wehrsportübungen. Die meisten Sportlehrerinnen sahen aus wie Mannweiber - es gab ein paar wenige Ausnahmen - und triezten einen erbarmungslos. Sie konnten überhaupt nicht verstehen, dass es Schüler gab, die keinen Spaß daran hatten oder es ganz einfach nicht konnten. Auf mich traf Beides zu: Seit meinen zartesten Kindergartentagen war ich eine Sporthasserin, was jenen Sport betraf, der halt so allgemein in Kindergarten und Schule geboten war. Wir hatten an der Schule keine Sportanlage, also mussten wir entweder in eine der beiden nahe gelegenen Hallen fahren oder aber zum Sportplatz. Ich war das unsportlichste Wesen unter der Sonne und war froh, wenn ich aus biologischen Gründen mal wieder nicht mitzumachen brauchte; meine Mutter schrieb mir nur allzu bereitwillig Entschuldigungen, die dann mit einem missbilligen Blick aus Lehrerinnenaugen gestreift wurden. Dann kam jedesmal die Frage "Ja, und warum?" Meine Mutter pflegte nämlich, keine Begründung draufzuschreiben, wenn diese "biologisch verhindert" hieß. Frau Lehrerin hatte dies zu akzeptieren, machte aber jeden Monat aufs Neue deutlich, dass dies für sie kein plausibler Grund war.

    Geräteturnen - so niedrig einstellbare Böcke gab's gar nicht, die ich gebraucht hätte, um drüberzukommen Ballspiele - war ich zu doof dafür. Dieses ewige Volleyballgespiele, ich weiß bis heute nicht, wann und warum man alle paar Minuten die Position wechseln muss. Und dann dieses asoziale Völkerball, wobei es darum ging, andere Schüler mit dem Ball abzuknallen (!).

    Am schlimmsten aber war der Sportplatz. Leichtathletik, grau-en-voll! Damals schon atemwegskrankheitsgeplagt, schaffte ich den 1000 Meter Rundlauf nie. Ich kam immer im Schritt wieder an. Manches Mal denke ich, ich hätte mal einen richtig üblen Anfall simulieren sollen, so mit Schaum vorm Mund, vielleicht hätten diese Sportdragoner mich dann mal in Ruhe gelassen. Aber ich war ja so ein artiges, ehrliches Kind...
    Kurz und gut, ich habe niemals in meiner gesamten Schulzeit auch nur eine einzige Urkunde bei den Bundesjugendspielen davongetragen und auch das Sportabzeichen habe ich selbstverständlich nicht bestanden. Ihr glaubt gar nicht, wie mir das am Arm vorbeigegangen ist.
    Noch so etwas überaus Beliebtes war der Waldlauf, denn der Wald war sozusagen gleich um die Ecke. Dort gab's dann noch einen richtigen Trimm-Dich-Pfad und da fühlte ich mich dann endgültig wie ein Wehrsportgruppen-Mitglied - ein unfreiwilliges allerdings.

    Aufgrund der fehlenden Sportanlage hatten wir "Anrecht auf eine dritte Sportstunde" pro Woche. Was da hieß, alle 14 Tage musste man nachmittags für 2 Stunden zum Sport seiner Wahl, "Neigungsgruppe" genannt. Nur war die Auswahl sehr beschränkt, zumindest für meinen Geschmack. Das war alles nichts für meine Abneigung gegen Ballspiele und meine kaputten Atemwege (und nein, ich gehörte nicht zu den heimlich-auf-dem-Klo-Rauchern! Hab ich schon erwähnt, dass ich ein braves Mdädchen war?). Also schwänzte ich den Nachmittagssport, wo ich nur konnte, denn ich verzichtete liebend gerne auf mein Recht einer dritten Sportstunde. Meinetwegen brauchte es die nicht zu geben. Bis das natürlich eines Tages rauskam und ich doch zum Volleyball gezwungen wurde. Argh...

    An der Gesamtschule war's nicht besser, aber zumindest hatte ich da einen ganz netten Sportlehrer, der mich immer mal vom Ballspielen verschonte (sprich, aus der Mannschaft nahm, weil ich nur Mist baute) und mich auf meinen Fingern pfeifen ließ, wenn er sein Trillerding vergessen hatte - das konnte ich nämlich. In der Oberstufe musste man ja soundsoviele Mannschafts- und soundsoviele Individualsportarten wählen und das auch noch bis zum bitteren Ende. Es war eine Qual, aber wenigstens: kein Leichtathletik mehr. Wenigstens konnte ich mich bei Sportfesten als Hiwi melden und durfte nach Hause fahren, wenn ich nicht gebraucht wurde

    Ich bin in Sport immer ganz knapp an der 5 vorbeigeschrammt. Lediglich meiner sehr engagierten Mutter ist es zu verdanken, dass ich die nicht bekam, denn die machte sämtlichen Sportdragonern immer aufs Neue klar, dass ich den Schulsport einfach nicht packen würde, ich nichts dafür könnte und dass sie deshalb nicht berechtigt seien, mir eine 5 zu geben, wenn ich immer anwesend sei.

  9. #48
    Benutzerbild von Die Luftgitarre

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    Zu den Schüler(innen)-Grundtypen:

    Ich kann da nur für mein Vorstadt-Gymnasien in den späten 80er (und frühen 90er) sprechen, aber mit ausgeprägten jugendkulturellen Stilrichtungen war da nicht viel los, es gab eher unterschiedliche Arten von Normalos, abgestuft nach Coolness-Graden und Flirtmarktpositionen:

    Bei den Mädchen gab es:

    - sehr stark vertreten der Typus "Mauerblümchen" (unter den Jungs kursierten natürlich eher weniger freundliche Ausdrücke): Wenig attraktiv (zumindest auf den ersten Blick), entsprechend unsicher im Auftreten, v. a. furchtbar bieder angezogen und zurechtgemacht (so Zeugen-Jehovas-mäßig). I. d. R. waren diese Mädchen ausgeprägte Streberinnen (damit sie wenigstens von den Lehrern anerkannt wurden) und hatten sich ihre Kleines-Mädchen-Hobbys bewahrt (Flöte spielen, reiten, töpfern o. ä.) - Von dieser Sorte gab es wirklich ziemlich viele; heute scheint dieser Typus eher ausgestorben zu sein.

    - Dann gab es vereinzelt den Typus "Die Alternative/Intellektuelle": mit Greenpeace-Aufnäher; pädagogisch wertvoll, politisch korrekt und betroffener Blick, aufsässiger als die Streberin, aber trotzdem gute Noten, u. U. hübsch, aber kein Interesse an den "unreifen" gleichaltrigen Jungs; ist mittlerweile wohl ebenfalls ausgestorben.

    - Schließlich die gut aussehenden und beliebten Party-Girls: Sie entsprachen wohl am ehestem dem was man Anfang der 80er "Popper(innen)" genannt hätte, aber der "Popper"-Ausdruck wurde in den späten 80ern nicht mehr verwendet, und diese Mädchen bildeten auch keine Clique, sondern zerfielen noch mal in kleiner Gruppchen (nicht so sehr nach Musik und Mode, nach Freundschaften). Musikmäßig hörten sie teils SAW und Eurodance, teils aber auch Bon Jovi und Guns´n´Roses.


    Bei den Jungs war es schwieriger Grenzen auszumachen, wahrscheinlich, weil die Zahl der Jungs wesentlich kleiner war als die der Mädchen (etwa 2/3 Mädchen auf dem Gymnasium!). Es gab zwar schon die coolen und die uncoolen, die mit Flirterfolg und die Flirtlooser, aber das waren keine getrennten Cliquen; es gab gemeinsame Hobbys und gemeinsame Feten.

    Gegensätze bei den Jungs entwickelten sich erst in der Oberstufe (Anfang der 90er), als die einen in die "Yuppie"-Richtung gingen, und die anderen so ein bißchen in die alternative Richtung (so ein Anfang-90er-Stil-Mix: 33,3% Öko, 33,3% Punk, 33,3% GenerationX; mittlerweile ebenfalls ausgestorben). Aber beides gab es nur in Andeutungen und die meisten sozusagen in der Mitte als Normalos.

  10. #49
    Benutzerbild von waschbaer

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    SonnyB. postete

    sag mal waschbaer...gibts von dir auch ein Foto online? war`n Spaß
    Nein, gibt es nicht. Genau aus dem Grund wie im Schulthread in Posting 006 beispielsweise erwähnt zu sehen ist.

    Ich wäre auch mit Formulierungen wie
    In der Oberstufe hat sie dann versucht, Englisch zu unterrichten
    wäre ich auch vorsichtig. Denn sie HAT Englisch unterrichtet. Ich kenne die Dame nicht und erlaube mir auch kein Urteil über ihr Fachwissen im Bereich Englisch abzugeben, aber ich wäre vorsichtig, solche Formulierungen in einem öffentlich zugänglichen Forum zu machen. Ich weiß von einigen Lehrern bereits, dass sie Klagen geführt haben gegen Äußerungen, die gegen ihre Berufsehre gingen. Und da sind die Strafen durchaus happig.

    Die Sache ist halt, dass jeder mit Lehrern irgendwie in Berührung kommt. Es ist ein Berufsstand, den man in unserem System einfach nicht vermeiden kann und daher jeder sich denkt, dass er / sie weiß, wie man darüber zu urteilen hat und dass er / sie es vielleicht viel besser gemacht hätte.

    Sicherlich, in jedem Beruf gibt es fähige und unfähige Personen (auch bei den Lehrern - ich denke mir das oft, wenn ich bei Wer wird Millionär mal wieder einen Lehrer / eine Lehrerin sehe, den / die ich einfach nur noch peinlich finde), aber über keine wird so viel gelästert wie über die Lehrer.

    Kurz und gut: Aus diesem Grund möchte ich mich in diesem Thread nicht mit einem Bild verewigen und auch nicht negativ auslassen. Ich kann lediglich sagen, dass es einen Lehrer gab, dessen Unterricht ich wirklich klasse fand und von dem ich auch sagen würde, dass er mich in meiner Berufswahl sicherlich unbewusst beeinflusst hat.

    Ach so: Zu meiner eigenen Schulzeit:

    - Im Großen und Ganzen bin ich recht gerne zur Schule gegangen. Vor allem die Montage mochte ich sehr gerne, weil da hat man alle möglichen Freunde wiedergetroffen und konnte sich über Bundesliga, Wetten dass ..., die Top 10 des vergangenen Freitags auf Bayern 3 und was weiß ich nicht alles unterhalten.

    - Sitzengeblieben bin ich nie (auch wenn ich in der 10. Klasse mit fünf Fünfern ein furchtbares Zwischenzeugnis hatte).

    - Einen Verweis habe ich auch bekommen (Skilager 8. Klasse).

    - Ein sonderlich braver Schüler bin ich wohl nicht gewesen (wenn ich mir meine Zeugnisbemerkungen so im Nachhinein anschaue).

    - Im Vergleich zu meiner eigenen Schulzeit hat sich die Schülergeneration heute sehr stark geändert (nicht alles zum Negativen), aber es wird sicherlich deutlich schwieriger werden für Lehrer in den kommenden Jahren.

    so, und jetzt gehe ich wieder zu einem andern Thread.

  11. #50
    Benutzerbild von Babooshka

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    Echt, fünf Fünfen im Zwischenzeugnis und trotzdem die Versetzung geschafft? Donnerwetter, reife Leistung, meine Versetzung war immer "gefährdet" (die weiteren Stufen waren "stark gefährdet" und "ausgeschlossen"), aber geschafft hab ich's trotzdem immer nicht *zähneknirsch*

    Ich habe im meiner Schulzeit so viele wirklich gute und noch mehr wirklich schlechte Lehrer kennen gelernt, dass ich selber gerne Lehrerin geworden wäre. Ich glaube, solche Lehrer, die selber eine schwere Schulzeit hinter sich haben, sind die besten, denn die erwarten von den Schülern nicht so viel wie sie selber als Streber früher erbracht haben. Waschbär, von dir glaube ich, dass du ein beliebter Lehrer sein musst, denn du hast eine Menge Humor, nach dem zu schließen, was du hier oft für lustige Sachen erzählst. Und Humor ist eines der wichtigsten Dinge überhaupt, die ein Lehrer mitbringen muss.

    Ein wahres Juwel unter den Lehrern ist leider mit Anfang 30 tödlich verunglückt. Ein schrecklicher Verlust, denn er war wirklich brillant. Er unterrichtete Englisch und Biologie an meiner Schule, ich hatte ihn in Bio und er brachte es fertig, dass niemand in der Klasse eine schlechtere Note als 3 hatte. Selbst ich, die naturwisenschaftlich nie besonders toll war, schaffte dies ohne großes Pauken. Dabei verlangte dieser Lehrer wirklich viel, er ließ uns regelmäßig Referate und Ausarbeitungen zu den verschiedensten Themen schreiben und seine Tests waren auch nicht einfach - aber ich weiß heute, nach über 20 Jahren immer noch, was wir in dem halben Jahr bei ihm durchgenommen haben! Ein Thema war die Atmung und was dabei im Körper passiert. Er scheute sich nicht davor, seinen Oberkörper vor der Klasse freizumachen und uns Brust- und Bauchatmung zu demonstrieren. Seine Todesnachricht traf die ganze Schule wie ein Hammerschlag. Ich habe danach noch einige ganz gute Lehrer gehabt (allerdings fast nie in Bio), aber Herr B. war der Beste von allen.