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Schulerinnerungen

Erstellt von SonnyB., 12.04.2004, 10:27 Uhr · 77 Antworten · 8.740 Aufrufe

  1. #51
    Benutzerbild von waschbaer

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    Babooshka postete
    Echt, fünf Fünfen im Zwischenzeugnis und trotzdem die Versetzung geschafft? Donnerwetter, reife Leistung, meine Versetzung war immer "gefährdet" (die weiteren Stufen waren "stark gefährdet" und "ausgeschlossen"), aber geschafft hab ich's trotzdem immer nicht *zähneknirsch*
    Ja, ich habe kürzlich selber darüber lachen müssen, als ich meine alte Zeugnismappe umzugsbedingt wieder einmal in Händen hielt. Auch über meinen Verweis (den ich ebenfalls abgeheftet habe) musste ich sehr lachen, aber das ist wieder ein völlig anderes Thema.

    Einer meiner liebsten Lehrer starb auch während meiner Schulzeit. Er hat sich leider selber das Leben genommen, als er die Diagnose einer schweren Krankheit erfuhr. Das war auch für die meisten ein großer Schock.

  2.  
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  3. #52
    Benutzerbild von Babooshka

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    Verweise, sowas gab's bei uns damals gar nicht. Bei uns hieß das "Tadel", wurde zuerst ins Klassenbuch und später dann ins Zeugnis eingetragen. Bei soundsoviel Tadeln flog man angeblich von der Schule. Sehr häufig waren "Rauchertadel", wenn mal wieder jemand beim illegalen Paffen erwischt worden war. Und einmal erteilte unsere Klassenlehrerin bei einem Wandertag einen Kollektiv-Tadel an eine Gruppe von Schülern, die zu weit hinten geblieben oder zu weit voraus gegangen waren oder irgend sowas. Der Witz war, dass in der Gruppe auch zwei der übelsten Streber der Klasse waren, hähähä

  4. #53
    Benutzerbild von tommunich

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    Ach ja - die Schulzeit. Eingeschult 1982 - daran kann ich mich noch erinnern.... Da ich von meinem damaligen Kindergarten ne recht liberale Grunderziehung mitbekommen habe, war das auch eher lustig.
    So richtig aktiv erinner ich mich noch an die 3. Klasse: Grundsätzlich waren die Gesprächsthemen Formel Eins und Live aus dem Alabama. Wir hatten zwar bei manchen Themen keinen Plan aber die Musik war gut
    in der 4. dann gabs die ersten "Rügen", als 2 Kumpels von mir im Sommer dabei erwischt worden sind, als sie unter der Schultreppe die "Lage" unter den Röcken der Mädelz gepeilt haben... Im Nachhinein eigentlich ne Lachnummer, aber es gab klassenweit Unruhe deswegen. Übrigens - der eine ist jetzt Wirtschaftsprüfer und der andere Musiker... Wird also was aus solchen kleinen Strolchen
    Die witzigsten Verweise meiner Karriere:
    1. 5.Klasse Gym. wg. Füller aus dem Fenster werfen... Daß mich besagter Wirtschaftsprüfer jedoch im Schwitzkasten hatte, fiel der Le(e)(h)rkraft nicht auf. Nur weil er wg. seinem blauen Lieblings-Pelikan zu flennen begann (hatte ja noch 2 rote dabei) war ich wieder der A.v.D.
    2. 6. Klasse - wieder mal ein Gruppen-Verweis. In einer Freistunde kam ein Kumpel auf die Idee man könnte doch nen "Weit-Spuck-Wettbewerb" Richtung Parkplatz machen... Dummerweise hatte der ekelhafteste Lehrer damals in der Klasse drunter (eine 5.) Unterricht und einen von uns gesehen (den Initiator), der leider nix besseres zu tun hatte als uns auch dran zu hängen...
    Ab der 7. war es dann beliebtes Mittel der Lehrkörper meinen Eltern mittels "Hinweisen" meine fehlende Einsatzbereitschaft in Sachen Hausaufgaben zu informieren. Davon hab ich noch einige / mehrere....
    3 Hinweise in einem Fach von einem Lehrer innerhalb 1 Halbjahres brachte einen Verweis mit sich. Mann - in Englisch, Deutsch und Französisch hatte ich einige....
    Ende der 9. wollte mein Mathe-Lehrer mich mittels schlechter mündlicher Noten zu ner Ehrenrunde bringen (war so nicht schlecht - ein gutes 3er-Niveau in Schulaufgaben), weil ich ihn anfangs des Jahres mal ein wenig geärgert habe, er daraufhin meinte, daß ich das Jahr eh nicht überstehen würde.... Naja - auch 4,516 machen nen 5er - zu der latenten Schwäche in Französisch gerechnet hieß das "Ehrenrunde"...
    Nun - mittels "Nachprüfung" habe ich den Jahresstoff mit ner guten 3 abgeschlossen - der Lehrer wurde nachher wirklich ein guter Gesprächspartner...
    Ach ja - seit 9 Jahren bin ich nun raus - man meint gar nicht wie einem die Schule mal abgehen kann....

  5. #54
    Benutzerbild von newbeetle

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    Och, da könnte ich jetzt stundenlang drüber philosophieren:

    Da war der Mathelehrer, mit 'ner Stimme wie Kermit, seinem Lieblingssatz "Wir haben jetzt hier" und den beiden Typen in der ersten Reihe, die sich immer so verhielten, wie die beiden Opa's aus der Muppet-Show.

    Die Bio-Lehrerin kam seinerzeit mit 'nem alten, roten VW Hochdachkastenbus mit dem "AFG"-Aufkleber an der Heckscheibe, wo sich dann später rausstellte, dass sie mitsamt Bus und Freunden schon mal in Afghanistan war ...

    Der Geschichts- und Sowi Lehrer, der immer 'ne Show abzog, wie Bruno Jonas.

    Der Schulleiter, dem man auch 'nen Fisch als Krawatte hätte umbinden können.

    Das Käsefreulein und die Sekretariatsdame, die zwar Sonst hieß, aber meist nur Umsonst genannt wurde.

    Der Erdkundelehrer mit seinem gelben Hass-Pulli aus der C&A Newfast Collection.

    Der Physiklehrer, der selbst in der Oberstufe noch gnadenlos ausrasten konnte.

    Die Englischlehrerin, die eine eingefleischte 68erin war und einmal im Jahr mit uns zu Weihnachten Plätzchen backen ging (wir waren da schon in der Oberstufe )

    Der Lateinlehrer, mit dem wir ständig auf Kriegsfuss standen.

    Die Bio- und Erdkundelehrerin, der nachgesagt wurde, die habe Kleidergröße SE

    Und noch 'nen Lateinlehrer, der nur "Hacki" genannt wurde.

    Der Deutschlehrer, der nicht nur ein Klassenbuch auf dem Gewissen hatte...

    Und noch ein Deutschlehrer, der am liebsten eine seiner literarischen Frauenfiguren geehlicht hätte, nämlich afair Emila Galotti (könnte aber auch Hedda Gabler gewesen sein).

    Der Englischlehrer in der Mittelstufe, der uns die Grammatik bis zum Erbrechen beigebracht hat (was auch in der Tat genutzt hat).

    Der Sportlehrer, der immer den Fussball in die Halle warf, und sagte, ihr könnt jetzt kicken, ihr wisst, wo ihr mich findet.

    Der Politiklehrer, der eigentlich Berufssoldat war und seine Schüler oftmals damit verwechselt hatte.

    Der Chemielehrer, der ohne sein Buch sprachlos war.

    Der Informatiklehrer, der mit uns den ersten und einzigen Kurs hatte, der bis zum Abi durchhielt.

    Der promovierte Mathelehrer, der mit 71 noch unterrichtete, und uns in einer Vertretungsstunde mehr beigebracht hat, als unser Mathelehrer in 3 Monaten.

    Und last but noch least, der letzte Schultag mit Buffet, Aquarium, und Grabstein als Denkmal (der steht sogar heute noch da, wie vor 15 Jahren).

    War 'ne schöne Zeit mit vielen guten Erinnerungen!
    Wer jetzt immer noch nicht weiß, wovon ich rede, schaue mal hier nach: http://www.dbg89.de !

  6. #55
    Benutzerbild von Babooshka

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    newbeetle postete
    Da war der Mathelehrer, mit 'ner Stimme wie Kermit, seinem Lieblingssatz "Wir haben jetzt hier" und den beiden Typen in der ersten Reihe, die sich immer so verhielten, wie die beiden Opa's aus der Muppet-Show.
    Kann ich mir richtig gut bildlich vorstellen! Allerdings kann ich das noch toppen: Bei mir an der Schule gab's eine Kunstlehrerin, deren Stimme die von Kermit war; eine Bio/Chemielehrerin, deren Gesicht eine verblüffende Ähnlichkeit mit Miss Piggy aufwies und einen Mathe/Chemielehrer, der original aussah wie Jerry Lewis, vor allem, wenn er seine Chemiebrille trug! An der Gesamtschule wiederum gab es einen Mathe/Physiklehrer, der Otto Waalkes wie aus dem Gesicht geschnitten war.

    Der Geschichts- und Sowi Lehrer, der immer 'ne Show abzog, wie Bruno Jonas.
    Stark! So jemanden hätte ich dringend gebraucht, vielleicht hätte der meine unheilbare Geschichtsblockade aufgeweicht.

    Die Bio- und Erdkundelehrerin, der nachgesagt wurde, die habe Kleidergröße SE
    Was bitte entspricht denn Kleidergröße SE?

  7. #56
    Benutzerbild von newbeetle

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    Babooshka postete
    Die Bio- und Erdkundelehrerin, der nachgesagt wurde, die habe Kleidergröße SE
    Was bitte entspricht denn Kleidergröße SE?
    SE = Small Elephants; (c) by o.g. Informatiklehrer

  8. #57
    Benutzerbild von Pallas

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    Meine Schulzeit hat sich zum größten Teil in den 70ern, aber auch noch ein Stückchen weit in den 80ern zugetragen, und was soll ich sagen - zum Teil war's traumatisch. Aber ich hatte auch viel Spaß!

    Es war so Mitte der 70er, da hatte ich auch noch Lehrer "vom alten Schlag". Einer hat mal lauf "Deutschland! Deutschland!" im Biologieunterricht der Mittelschule gerufen, aber den rechten Arm hat er unten gelassen...

    Meine Religionslehrerin war, wie man sich eine Religionslehrerin damals vorstellte: in Strick-Twinset, ondulierte Haare, ältlich und ohne Mann und Kind. Jede Stunde begann mit dem gleichen Spruch: "Federhalter, Bleistift, Buntstifte, Lineal und das Heft - wer etwas nicht hat, bekommt einen Strich - bei drei Strichen gibt es einen Eintrag ins Klassenbuch!" Alles mußte akkurat und ordentlich auf dem Tisch vor dem Schüler liegen, und sie kontrollierte. Das ist bei mir so wie bei SonnyB. zu Anfang dieses Threads: Den Spruch werde ich noch auf dem Totenbett auswendig herleiern können!

    Das war aber noch zu verkraften. Später war ich auf der Wirtschaftsschule (das war in den 80ern), und was da an Lehrern herumlief... kaum zu glauben.

    Unsere Stenographielehrerin war Alkoholikerin, wie noch einige andere Lehrer. Wenn sie zu betrunken zum Unterrichtmachen war, kam sie mit einem Taschentuch, das sie sich vor Mund und Nase drückte, ging zur Tafel und schrieb (natürlich stenographisch): "Ich bin erkältet" und dazu die Stillaufgabe, mit der sie uns dann beschäftigte. Jeder wußte, was los war - schon allein deshalb, weil sie manchmal auch nicht mehr dazu in der Lage war, ihr Gleichgewicht zu halten. Sie kam herein - die Klassentür war hinter all den Bänken - und mußte sich auf dem Weg zum Lehrerpult links und rechts immer an den Schülerbänken abstützen, so hat sie geschwankt. Ich fand das schon damals sehr traurig, denn eigentlich war diese Lehrerin sehr nett. Aber es hat auch keiner von uns etwas dagegen unternommen.

    Auch unser Klassenlehrer trank ab und an mal ein Gläschen zuviel während der Unterrichtszeit. Das kam zwar seltener vor - aber wenn, dann ließ er die Sau raus, wurde sogar ordinär, daß es echt peinlich war - weil wir das von diesem ansonsten sehr korrekten Lehrer gar nicht kannten. Man muß nämlich wissen, daß er, wenn er nüchtern war, mit Aktenköfferchen und Benettonpullover sehr korrekt und auch autoritär war, aber immer freundlich. Doch unter Alkoholeinfluß sank seine Hemmschwelle maßlos. Von mir verlangte er mal in einer solchen Situation, daß ich die "Marseillaise" singen sollte. Ich weigerte mich. Statist in seiner peinlichen Show wollte ich nicht sein.
    Derselbe Lehrer hatte allerdings auch die vermessene Einstellung, das menschliche Gehirn sei wie ein Lastwagen: wenn die Ladefläche voll ist, geht eben nicht mehr drauf, und wenn man sich noch so viel Mühe gibt.

    Das waren die "Hammer-Lehrer" in meiner Schulzeit, alle anderen waren ganz normal, hatten aber auch ihre Macken, allerdings waren die noch im Rahmen, wenn man so will. Aber alkoholisierte Lehrer im Schuldienst, das fand ich schockierend, und ich habe mich immer geschämt, diese Schule besucht zu haben.

    Am allerschönsten aber war die Grundschule (das ist jetzt tiefste 70er, aber egal, zu den 80ern habe ich ja auch was geschrieben), denn ich hatte das große Glück, noch auf Dorfschulen mit ein oder höchstens zwei Klassen gehen zu dürfen.
    Unsere Lehrer dort standen alle kurz vor der Pensionierung, und mit ihrem Ruhestand starben auch die kleinen Dorfschulen. Aber ach, das war herrlich! Es gab noch Heimatkunde (welches Kind kennt heute noch die geologischen Bedingungen und die Flora und Fauna seiner unmittelbaren Umgebung?), und manchmal fand der Unterricht draußen statt - Wanderung in der Natur mit Naturkundeunterricht. Toll war das. Die Pausen waren so lang, wie sie lang waren. Wenn sie endeten, hob unser Lehrer immer jemand anderen hoch, der dann die Glocke zum Pausenende läuten durfte. Aber bevor eine Pause begann, sah unser Lehrer auch schon mal unsere Fingernägel nach, ob sie auch sauber waren! Manchmal fragte er uns, ob wir einen Apfel wollen, und wer wollte, bekam dann einen von seinen Äpfeln aus eigener Ernte. Es war eine wunderschöne Zeit!

  9. #58
    Benutzerbild von Robbie Yen

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    Wenn ich mir eure Schulerinnerungen so durchlese, dann klingt das Fazit eher positiv. So ähnlich kenn ich das auch von den meisten meiner Freunde und Bekannten. Dem kann ich mich leider nicht anschließen. Meine Schulzeit empfand ich fast durchweg negativ. Und das empfinde ich im Rückblick immer noch genauso. Das mit der rosaroten Nostalgie-Brille funktioniert in dem Fall einfach nicht. O.K., es gab auch ein paar positive Aspekte (die Schulband, die Basketball-Mannschaft, gute Kumpels etc.), der Großteil war aber, zumindest von der achten Klasse aufwärts, einfach nur beschissen. Es gibt ja normalerweise unbegabte Schüler und einfach nur faule Schüler. Ich war eine fatale Mischung aus beidem. Und demzufolge auch auf breiter Front schlecht (außer in Sport und Musik, toll!). Sozusagen ein Allround-Versager. Daß ich niemals sitzen geblieben bin, grenzt an ein Wunder und daß sie mir am Ende sogar noch das Abi gegeben haben, ist ein schlechter Witz.
    Ich denke öfters drüber nach, was der Grund für dieses jahrelange Trauerspiel war. Das „System“, eine unglückliche Kombination besonders schlechter Lehrer, oder doch nur ich selbst. Je älter ich werde, desto mehr setzt sich die unangenehme Erkenntnis durch, daß es zum größten Teil an mir lag. Ich hab einfach nicht richtig geblickt, was man eigentlich von mir will, was erwartet wird...und somit war alles nur noch nervig. Zudem gepaart mit den üblichen Pubertäts-Problemen.
    Anscheinend war ich wohl ein extremer Spätzünder. so ab zwanzig gings dann nämlich doch irgendwie. Ein Mathe-Genie bin ich sicher auch heute nicht, aber zum Maschinenbau-Studium hats dann doch gereicht. Auch Englisch und Französisch, wo ich in der Schule überhaupt kein Land gesehen hab, habe ich berufsbedingt noch ganz gut gelernt. Aber wenn ich mir vorstelle, was ich in den dreizehn Jahren Schule alles hätte lernen können und was dann am Ende tatsächlich hängen geblieben ist, könnte ich mir in den A... beißen. Naja, jetzt ist’s eh zu spät...

  10. #59
    Benutzerbild von Babooshka

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    Eine fatale Mischung aus unbegabt und faul - ja, das war auch ich. Wenn du meine Geschichte gelesen hast, dann weißt du, dass es mir ganz ähnlich wie dir erging. Ich habe nicht allzu viele gute Erinnerungen an meine Schulzeit - ich meine die reine Schule, den Unterricht, nicht das ganze Drumrum - nach der Grundschulzeit. Heute denke ich auch, dass ich das eine oder andere jetzt vielleicht besser aufnehmen würde, so Fächer wie Geschichte und Erdkunde zum Beispiel. In den Naturwissenschaften jedoch wäre ich auch heute hoffnungslos verratzt. Ja, es lag zum einen Teil ganz bestimmt an mir und den, wie du auch sagtest, Pubertätsproblemen, die man damals mehr oder minder schwer hatte. In gewisser Weise hatte ich wohl auch auf die Kulanz der Lehrer gesetzt, denn schließlich war ich immer nett und friedlich und ich wollte nur, dass man mich in Ruhe schlafen ließ, mich in meiner Welt beließ... ich war kein Störenfried. War nicht unbequem, nicht laut, nicht renitent - ich war eine Träumerin. Zum anderen Teil lag es aber auch an den zahlreichen schlechten Lehrern, die ich hatte, denn meine Leistungen waren immer sehr vom Lehrer abhängig, wie er so war, wie er unterrichtete und ob ich mit ihm "konnte". Ich bin so fair zu sagen, dass es einige Lehrer gab, die nichts für mein Scheitern konnten. Es waren objektiv gesehen sehr fähige und auch nette Lehrer, aber mit ihrem Fach konnte ich einfach nichts anfangen, so dermaßen überhaupt nichts, dass sie es nicht vermochten, mich zu motivieren.

  11. #60
    Benutzerbild von Petra67

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    Oh, da schliess ich mich an. Ich war auch faul, grösstenteils unbegabt (vor allem Naturwissenschaften, Biologie musste ich bis zum Abi durchziehen und hab mit 5+ (!) abgeschlossen) und ich war viel zu ruhig und verträumt und daher beliebtes Opfer für schlechte mündliche Noten.
    Mein Abidurchschnitt ist absolut gruselig, aber nach bald 20 Jahren interessiert das eh keinen mehr... Komischerweise aber war ich nie sitzengeblieben, hab mich immer so durchgemogelt. Dafür hab ich heute noch manchmal Albträume von den Abiprüfungen...

    Fremdsprachen hab ich immer geliebt, selbst Latein, aber unser Lehrer im Englisch Leistungskurs hatte mir auch daran die Freude genommen. Und mein Lehrer aus dem Deutsch Leistungskurs war ein absoluter Max Frisch und Nathan der Weise Fan, "kein Mensch muss müssen", Identifikationsprobleme, da packt mich heute noch das Grauen. Laberfächer wie Sozialwissenschaften oder Pädagogik fand ich auch ätzend...

    Ein Chemie- und Biolehrer hatte 6 oder 7 Kinder, alle wie die Orgelpfeifen. An seinem uralten Auto klebte der Spruch "Atomkraft JA BITTE". Und wenn er mit so einem Demoskelett durch die Flure lief, sah er noch attraktiver aus.
    Und einer unserer Religionslehrer war so sterbenslangweilig, dass in einer Abizeitung ein Fernseher um sein Foto gemalt worden war und drunter stand "Gott ist nicht tot, er ist nur bei meinem Wort zum Sonntag eingeschlafen".

    Zum Schluss hab ich sie regelrecht gehasst, einer (Biolehrer) kam mal mit dem Spruch "ich bin Beamter, ich bin unkündbar". Toll. Jetzt ist mein Schwiegervater ein ehemaliger Studienrat und da hab ich gemerkt, es gibt auch nette. Aber dozieren tut er auch heute noch, obwohl er längst pensioniert ist.

    Gruss,
    Petra

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