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Schulsport - geliebt oder gehasst?

Erstellt von Babooshka, 26.11.2004, 13:41 Uhr · 39 Antworten · 3.710 Aufrufe

  1. #1
    Benutzerbild von Babooshka

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    In meinem "Sehnsuchts"-Thread kamen wir drauf zu sprechen: Sportunterricht in der Schule, und es fanden sich auch gleich drei bekennende Schulsporthasser, darunter meine Wenigkeit

    Ich hatte eine Schulsport-Abneigung, seit ich denken kann, nämlich schon seit meinen ersten Grundschuljahren. Damals hatte meine gerade aus dem Boden gestampfte Grundschule noch keine Turnhalle, so wurde in der Wintersaison auf den quadratischen Fluren vor den Klassenräumen "geturnt". Im Klartext bedeutete dies Spiele wie "der Plumpsack geht um" - ihr wisst schon, dieses Spiel, wo man ein anderes Kind um einen Kreis von sitzenden Kindern herum rennend jagen muss. Ich glaube, es gab kein anderes Kind, das eine ganze Schulstunde lang außen rumrannte, weil es entweder niemanden fangen konnte oder ständig selber gefangen wurde, bevor es den rettenden Platz des Fängers erreicht hatte...

    Ja, so fing es an. Irgendwann stand dann die Turnhalle, in die alsbald der Geruch von Fußkäse und Schweiß Einzug hielt und in der es galt, wöchentlich ein rücksichtsloses Gladiatoren-Ballspiel zu spielen: Völkerball! Nie werde ich es vergessen, wie ich immer als Letzte in die Mannschaft gewählt wurde und die Mitschülerinnen im Umkleideraum mit ihren Schimpfkanonaden über mich herfielen, wenn ich mal wieder Mist gebaut hatte. Unter diesen Umständen zog ich es vor, mich so oft es ging in den Geräteraum zu verziehen, mich auf eines der Pferde zu setzen und zu träumen, ich würde mit einem echten Pferd über eine grüne Wiese reiten...

    Am Gymnasium ging es dann weiter, dort zog man im Sommer selbstverständlich zum Leichtathletik-Training auf den Sportplatz. Ich war klein, ich war schmächtig, ich war kraftlos, ich war eine Null. Wahrscheinlich war kein Hinternabdruck so oft in einem Weitsprung-Sandkasten vertreten wie meiner. Gleich beim Sportplatz war auch der Wald und da ging's dann endgültig wehrsportmäßig zur Sache: Waldlauf war angesagt, Trimmtrab, eins-zwei hinterm Sportdragoner her. Nein, ich rauchte damals nicht. Aber meine geschädigten Bronchien ließen mich auf dem letzten Loch pfeifen und letztendlich der Gruppe zu Fuß hinterherzotteln... Ja, und dann die Trimm-Dich-Strecken! Mit den Händen an einem Gerüst langhangeln, auf einem Stamm balancieren, über einen Graben springen und sowas. Gibt's das heute eigentlich noch?

    Zirkeltraining, Geräteturnen, Völkerball, Volleyball, Bundesjugendspiele (unnötig zu sagen: niemals auch nur eine einzige Urkunde bekommen), Sportabzeichen, 1000-Meterlauf - wem verursachen diese Stichworte auch heute noch Übelkeit? Oder wart ihr gar Sportskanonen und umschwärmte Mannschaftskapitäne mit Ehrenurkunden, Topnoten und Sport-Abitur - sprich, der sportliche Stolz eurer Schule?

    Erzählt...

  2.  
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  3. #2
    Benutzerbild von Petra67

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    *gröhl*

    Für einen 100-Meter Lauf brauchte ich über 20 Sekunden. Selbst bei den Paraolympics mit einer Prothese laufen die schneller als ich!

    Im Völkerball wurde ich auch immer als letzte ins Team gewählt.

    Geräteturnen fand ich so ätzend. Ich hatte wirklich Angst davor und ich finde es auch unverantwortlich, die Kinder dazu zu zwingen. Am Schwebebalken mussten wir eine Kür vorführen, wochenlang hab ich im Garten auf einem Holzbalken dafür geübt, aber als es dann soweit war, bin ich voll auf meine 4 Buchstaben geflogen, und das tat so lausig weh. Unsere werte Sportlehrerin hingegen stand immer nur in der Ecke und hat uns rumkommandiert, ihren faulen Hintern hat sie selbst nicht bewegt.
    Meine Cousine hat wegen Leistungsverweigerung beim Geräteturnen sogar eine 6 bekommen, da sollten die auch so eine akrobatische Kür aufführen. Mein Cousin hatte einen Aufkleber auf seinem Motorradhelm "Sport ist Mord". Wir waren der Schrecken aller Sportlehrer.

    Nur Zirkeltraining konnte ich ganz gut, denn damals hatte ich tatsächlich eine gute Kondition. Sogar 1000-Meter hab ich gut geschafft. Davon bin ich heute meilenweit entfernt. Mein Traum ist es, irgendwann mal den 20 Kilometer Lauf bei uns mitzumachen (und zu beenden!). Bis dahin muss ich aber noch viel üben...

    Bei den Bundesjugendspielen hab ich sogar mal eine Urkunde abgestaubt, aber ich weiss bis heute nicht, wie ich das geschafft hab. Wahrscheinlich lag ich so einen Punkt über dem Muss...

    Über's Wochenende fällt mir bestimmt noch mehr ein, ich geh nun heim (kurzer Freitag heute, jippieh).

    Tschüss,
    Petra

  4. #3
    LastNinja
    Benutzerbild von LastNinja
    @Babooshka

    hmm...wenn man deine "Tales from the Crypt" aus deiner Vergangenheit so liest, dann bekommt man ja mehr als Mitleid.
    Warst du echt so .. ...entschuldige den Ausdruck...... eine Niete?

    Das kann ich ja gar nicht glauben...

    Warst du eigentlich mal auf einem Klassentreffen, oder habe ich das hier überlesen, dass du diese aus selbigen Grund wie die Pest meidest?
    Mhh...wie auch immer..

    Also der sportliche Überflieger war ich damals auch nicht..
    Ich war ebenfalls schmächtig...
    Gerade was Geräteturnen betraf:
    andere Mitschüler turnten mit Muskelkraft, ich musste versuchen, die Muskeldefizite mit Technik auszugleichen.
    Wie lächerlich das ausgesehen haben muss, brauch ich hier ja wohl nicht erwähnen.
    Geräteturnen fand ich auch behämmert...
    obwohl ich es mir im TV gerne anschaue......


    Laufen:
    Habe ich in der Schule gehasst.
    Die 2000m Ringbahn (oder alternativ, weil wir ja noch keine Ringbahn hatten: Der Wendehammer der Schulbusse) waren einfach nicht mein Ding. Ich hasste Langläufe...
    Ey, ich war Torwart ......als Torwart läuft man max. 16 Meter und zurück schlendert man zur Torlinie.
    Ich musste also nie laufen....nur aus dem Tor rennen...

    Außer beim Eignungstest und während meiner Ausbildung.
    Mittlerweile macht es sogar Spaß, obwohl ich mich nicht als großen Läufer bezeichnen möchte....einfach nur just for fun.
    und es macht sogar Spaß.....

    Zirkeltraining:
    Fand ich schon eher interessant..
    da ich da eher mal div. Defizite (Muskeln) durch Geschick bzw. Körperbau (unter der Bank durchklettern) ausgleichen konnte.
    Und eigentlich war ich auf Kurzstrecken immer schon sprintschnell..

    Schwimmen:
    habe ich auch gehasst.
    Ich kann nur kraulen.
    sicher auch Brust und Rücken, aber da ist jeder Rentner schneller und versucht mir zu Hilfe zu eilen, um mich vor dem sicheren Ertrinken zu retten..
    Ganz bekloppt fand ich immer:
    Schwimmen/Retten,
    mit Klamotten rein ins Wasser, 25 Schwimmen...........bis hier fand ich das ja auch noch lustig....
    aber dann auf der Rücktour seinen Kumpel (ebenfalls mit Klamotten) zurückschleppen...
    Hatte ich schon erwähnt, dass ich verdammt schmächtig war???

    Der arme Kumpel...
    Ich habe ja schon verdammt viel Wasser geschluckt......aber er noch mehr...weil er bei mir im Schwitzkasten hing...
    Nach endlosen Minuten (ich hätte den Schwimmlehrer wegen Unterlassener Hilfeleistung anzeigen sollen) erreicht ich wieder die andere Seite.
    Völlig ausgepowert und nach Luft japsend. Der eigene Kumpel selbst fast ertrunken (von meiner Person mal ganz abgesehen).
    Ich musste mich dann noch aus dem Wasser quälen.......den Kumpel rausziehen, in die sichere Seitenlage bringen und dann begann der theoretische Teil...

    Ey, wie soll man bei einem Puls von knapp 190 überhaupt noch sprechen können?
    Ich sprach also so wie Piet Klocke......was dennoch überzeugte..

    Zensurtechnisch war dann Schwimmen/Retten eine glatte SECHS..
    während die Theorie mit EINS honoriert wurde....womit wir wieder bei einer Drei waren....

    Schwimmen......wer braucht das schon...
    lach...ich wohne in Berlin.....wir waren mal eine "Insel"...
    jetzt muss hier keiner mehr schwimmen können
    Aber als Rettungsboje gebe ich ne gute Figur ab....

    Was gab´s noch:
    Ballsportarten
    Mhh...die fand ich immer ganz gut..
    und Völkerball fand ich richtig GEIL *diablolischgrins*..
    Alle, aber auch alle die man in der Klasse nicht leiden konnte......
    tja.....die konnte man gnadenlos den Ball in die FR....äh.........(darf ich??)....egal.......gnadenlos den Ball in die FRESSE donnern....
    Das war immer eine Genugtuung.......wenn mich der eine oder andere beim Geräteturnen auslachte.....
    Wie gesagt, ich war Torwart.....konnte verdammt gut fangen...und sehr präzise werfen......

    Bundesjugendspiele:
    1 Ehrenurkunde
    2 Siegerurkunden
    die hier auch noch rumliegen (soll ich mal einscannen?)
    Mehr war nicht drin......bzw. habe ich irgendwann aufgehört dran teilzunehmen.

  5. #4
    Otto
    Benutzerbild von Otto
    Ich gehöre auch zu den Schulsport-Hassern. War immer extrem unsportlich. Auf dem Zeugnis hatte ich niemals eine bessere Note als 4, immer stand ich zwischen 4 und 5. Natürlich habe ich auch nie eine Urkunde bekommen.

    Wie habe ich Ballsport gehasst! Ich wurde bei Völkerball auch immer als letzter gewählt - und flog als erster immer raus. Leider tat das extrem weh, denn zum einen war der Ball immer aus hartem Material, und zum anderen waren viele kräftige Jungs in der Klasse.
    Wir haben auch mal ein ganzes Jahr lang in JEDER Sportstunde NUR Fußball gespielt, damals waren die Jungen und Mädchen im Sportunterricht getrennt. Das war auch das Schuljahr, in dem ich die 5 als Endnote in Sport hatte.

    Geräteturnen war auch so eine Sache, manchmal hatte ich auch Angst vor bestimmten Übungen. Bei Rolle vor- oder rückwärts hatte ich mir mehrmals einen Wirbel ausgerenkt, so dass ich anschließend zum Orthopäden musste.

    Leichtathletik war noch akzeptabel vom Gefallen her, aber ich brachte da natürlich auch ungenügende Leistungen (100m Lauf in über 20 Sekunden, Weitsprung unter 2m). Zirkeltraining fand ich zum Teil auch noch akzeptabel. Bei einer bestimmten Lehrerin wurde das auch noch etwas "interessanter" gestaltet: a) waren die 2 Personen an einer Station immer männlich/weiblich gemischt, und b) hörten wir dabei aktuelle Singles von einem uralten Plattenspieler "Dual HS sowieso" mit 2 Boxen, eine der frühen Kompaktanlagen (ich erinnere mich an Maria Vidal - Body Rock, Pat Benatar - We Belong, Bronski Beat - It Ain't Necessarily So, Dazz Band - Let It All Blow, dementsprechend war das Anfang 1985).

    Am schlimmsten war es, dass ich auch in der Berufsschule noch am Sportunterricht teilnehmen musste, dabei war ich schon ein erwachsener Mann von über 20, und ich interessierte mich auch für die Mitschülerinnen in meiner Klasse. Ein Gegeninteresse auch nur von einer einzigen war quasi nicht mehr vorhanden, nachdem ich meinen ersten Auftritt als "Kasper" hatte. Das war mir in diesem Alter so etwas von peinlich, und im letzten Jahr spielten wir in fast jeder Unterrichtsstunde Volleyball. Es war äußerst umständlich (und auch fraglich), ein Attest zu bekommen. Mein Hausarzt hätte mir ohne Probleme eins gegeben, aber das genügte der Schule nicht, so beließ ich es dabei.

    Schwimmen tat ich aber immer schon ganz gern. Leider wurde es in der 5. Klasse schon abgeschafft. Kurz darauf war ich mal für ein Jahr in einem Schwimmverein, aber dieser "Hochleistungssport" sagte mir auch nicht zu. So ging ich aus dem Verein wieder raus. Noch heute gehe ich dann (allein) ins Hallenbad, wenn ich gerade Lust dazu habe. Das macht mir viel mehr Spaß als irgendwelcher Leistungszwang im Verein.

  6. #5
    Benutzerbild von Babooshka

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    LastNinja postete
    @Babooshka

    hmm...wenn man deine "Tales from the Crypt" aus deiner Vergangenheit so liest, dann bekommt man ja mehr als Mitleid.
    Warst du echt so .. ...entschuldige den Ausdruck...... eine Niete?

    Das kann ich ja gar nicht glauben...
    Doch, ich war in der Schule eine Niete! Kannst du detailliert im Schulthread nachlesen, dort habe ich mein Trauma vor einiger Zeit schon einmal aufzuarbeiten versucht Ich war Schulbeste in Französisch, ich war auch in Englisch immer gut, in Latein hatte ich meine ups and downs, packte es aber im Großen und Ganzen auch, Gleiches galt für Kunst. Den Rest packte ich bisweilen mit viel Pauken... oder aber eben nicht. Ich war halt eine sehr desinteressierte Schülerin, die lieber schlief oder träumend aus dem Fenster sah als aufzupassen. Erst auf der Gesamtschule, in der Oberstufe ging's wieder aufwärts. Ich habe dann auch noch ein ganz gutes Abi gemacht. Also letztendlich doch noch ein erfolgreiches Ende einer sehr turbulenten Schulzeit!

    Warst du eigentlich mal auf einem Klassentreffen, oder habe ich das hier überlesen, dass du diese aus selbigen Grund wie die Pest meidest?
    Mhh...wie auch immer..
    Neinnein, ich meide Klassentreffen keinesfalls Gerade aufgrund meines Schultraumas habe ich mir ein Elefantengedächtnis bewahrt, was Ereignisse aus meiner Schulzeit angeht. Einmal konnte ich das schon unter Beweis stellen. Und nächstes Jahr ist 20 Jahre Abi

    Aber was dich und deine Sportlichkeit anging, so warst du ja gar nicht mal sooo schlecht dran. Geräteturnen lag dir nicht, Brust- und Rückenschwimmen auch nicht, aber ansonsten warst du doch ganz gut dabei, habe ich den Eindruck. Der Schulsport schien zumindest Sparten gehabt zu haben, für die du dich interessieren konntest. War bei mir nie der Fall.

    Naja, doch, einmal ein Oberstufen-Semester lang. Da gab es den Kurs "Gymnastik". Keulen, Bänder, kleine Bälle und dazu Musik - so richtig was für Mädchen. DAS hat mir gefallen, denn das war recht kreativ. Leider, danach gab's die Lehrerin dafür nicht mehr und somit auch nicht mehr den Kurs. Ich musste Geräteturnen machen (hach, dieser Stufenbarren, was habe ich Angst vor dem gehabt), Volleyball (einmal hat mich der Lehrer aus der Mannschaft geholt, weil ich mich gar zu deppert anstellte) und Badminton (bis zum Benotungstermin klappte das noch ganz gut, aber am Tag der Notenvergabe ging überhaupt nichts mehr).

    Am Gymnasium (für dich Berliner: in Spandau-Hakenfelde) damals gab's keine hauseigene Turnhalle. Wir mussten dann immer in eine gehen, die irgendwo in der Nähe lag, deshalb hatten wir nur 2 Wochenstunden Sport. Nun hieß es aber, wir hätten ein Anrecht auf eine 3. Sportstunde (was war aber, wenn man von diesem Recht gar keinen Gebrauch machen wollte?), was bedeutete: alle 2 Wochen nachmittags einmal 2 Stunden Sport. Hierfür konnten wir uns eine so genannte Neigungsgruppe wählen. Ein Schuljahr lang war Jazzgymnastik im Angebot, wo sich natürlich auch sämtliche Mädchen einschließlich mir draufstürzten. Danach war jedoch leider Schluss damit und es gab nur noch die üblichen Ballspiele und Schwimmen und Rudern, lauter so Sachen, die viel Kraft und Puste forderten, die ich bekanntlich nicht hatte. Also landete ich wieder bei diesem dämlichen Volleyball! Unnötig zu sagen, ich schwänzte den Nachmittagssport, wo ich nur konnte, schließlich gab's keine Noten darauf. Man sollte eben nur anwesend sein. Vielleicht rühren meine Albträume ja daher

    Jaja, das Sportangebot damals war schon armselig. Hätte es wenigstens Judo gegeben! In meinem letzten Schuljahr am Gymnasium wurde dann Rock 'n Roll angeboten. Eigentlich cool, war aber auch nicht die reine Freude, denn ich hatte einen Tanzpartner, der nur unwesentlich größer und genauso dünn war wie ich.

  7. #6
    Benutzerbild von Torsten

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    Schulsport habe ich in weiten Teilen geliebt - bis auf so öde Sachen wie Zirkeltraining oder Turnen (wobei ich professionelle Turner zu den beeindruckendsten Sportlern zähle).

    Außer Squash, diesem schwachsinnigen Wettlauf zwischen Herzinfarkt und Kreuzbandriss, liebe ich quasi jede Ballsportart. Schön, dass sich im Laufe der Schulkarriere dazu reichlich Gelegenheiten boten: Für Fußball, Handball, Volleyball, Basketball, Hockey, Tischtennis war ich immer zu haben. Wobei Volleyball nur dann wirklich Spaß macht, wenn man's mit Leuten betreibt, die es zumindest einigermaßen drauf haben - ansonsten ist ja jeder Ballwechsel ratzfatz beendet...

    Bei der Leichtathletik war ich ein durchaus talentierter Mittel-/Langstreckenläufer (damaliger Spitzname: "D-Zug"), die Sprintdistanzen waren nicht so sehr mein Fall (100 m niemals unter 13 Sekunden). Weitsprung fand ich ganz gut (5,65 m), dafür war ich dann bei diesem gruseligen Schlagballwurf 'ne völlige Niete - ebenso beim Kugelstoßen, obwohl ich das von der Technik her immer sehr interessant fand.

    Schwimmen finde ich bis heute stinkend langweilig - habe das nur gelernt, um im Notfall nicht abzusaufen. Und für 200 m knapp sieben Minuten zu benötigen , ist nun auch kein Ruhmesblatt...

    Hinsichtlich der Zensuren lag ich meist bei einer 2, und in den für manchen so frustrierenden Auswahl-Spielchen (wer bleibt als Letzter auf der Bank hocken) war ich recht gut dabei. Das war ein schöner Ausgleich zum sonstigen Streber-Image, das mir bis zur achten Klasse zu schaffen machte - zumal ich mich hinsichtlich des Einsatzwillens selbst als "Kampfschwein" bezeichnen würde, dem diesbezüglich ein gewisser Respekt entgegengebracht wurde und ich somit glücklicherweise nicht alle gängigen Klischees typischer Streber bediente...

  8. #7
    LastNinja
    Benutzerbild von LastNinja
    @Babooshka

    Was heißt schon GUT DABEI?
    Ich bin ein Junge und Jungs haben halt immer Bock auf Sport (Ausnahmen gibt es ja immer).
    Bei uns waren die Mädels auch nicht immer begeistert vom Sportunterricht..

    Hinzufügen muss ich noch:
    Dass ich verdammt klein war. Ich bin erst nach der Schule gewachsen.
    Meine Mitschüler (auch die Mädels) überragten mich locker um einen Kopf, manchmal sogar zwei.
    Sah natürlich auch lächerlich aus, wenn wir dann Basketball spielten...

    Tja...schmächtig und klein...
    aber dafür gemein, fies und verdammt flink (leider nur auf Kurzstrecken )
    So gab´s öfter mal eins auf die Omme...
    Aber eigentlich habe ich ganz gute Erinnerungen an den Schulsport...

    Fußball:
    Ab der B-Jugend war es dann auch blöd im Tor zu stehen...
    ich war immer noch klein.....und bei Freistößen unter die Latte ohne Leiter einfach machtlos...
    Das führte zu frust......nicht nur bei mir, sondern auch bei den Vereinskameraden.... Hinzu kam Stress mit dem Trainer, worauf ich Fußball den Rücken kehrte...

    Volleyball war auch immer so ´ne Sache:
    Am Netz war ich nicht zu gebrauchen (zu klein zum Blocken)..
    Weiter hinten konnte ich die Kohlen aus dem Feuer holen...
    Aber leider routiert man ja bei diesem Spiel immer....

    Je nach Sportart wurde ich mal zuerst gewählt, mal in der Mitte und mal zum Schluß...
    auch je nach dem, wer wählen durfte....

    Ein Kampfschwein war ich auf keinen Fall...
    eher ein kleines mieses Schwein (beim Völkerball......*diabolischgrins*)

  9. #8
    Benutzerbild von DeeTee

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    Ich bin ebenfalls ein Schulsport-Hasser! Das lag und liegt vor allem daran, dass ich nicht auf Kommando "Sitz!", "Spring!" oder "Lauf!" machen wollte und will. Für meine Sportlehrer war ich wohl eher ein unangenehmer Schüler. Notenmäßig hat's dann eben meistens nur für eine drei gereicht. Bei den Ausdauersportarten war ich auch nicht besonders gut (zu geringes Lungenvolumen).
    Da aber das Verhältnis von Körpergewicht und Muskelmasse ganz gut war ("war" ), konnte ich bei den Kraftsportanteilen einigermaßen punkten (Zirkeltraining usw.). Außerdem habe ich in der Schultischtennismannschaft gespielt - Das dürfte mir schlechtere Noten wegen Renitenz erspart haben.

    Schulsport in der von mir erlebten Weise gehört abgeschafft! Freude und Fähigkeit an der Bewegung ist eines, Leistungszwang etwas anderes. Mir hat es sportliche Betätigung seit meiner Schulzeit jedenfalls ziemlich verhagelt (Solche eher spaßorientierten Dinge wie Tischtennis, Frisbee, Federball mal ausgenommen).

    Grüße!
    DeeTee

  10. #9
    Benutzerbild von waschbaer

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    Ich unterscheide jetzt einfach mal zwischen Schulsport heute und Schulsport damals.

    Ich fange mit meiner eigenen Schulzeit in den 80ern an. Ich habe früher den Schulsport in weiten Teilen einfach gehasst. Das lag sicherlich daran, dass wir uns meistens für Sportarten begeistern sollten, die mir halt überhaupt nicht lagen. Ich war (und bin es auch heute noch) eine absolute Niete in den Bereichen Basketball und Geräteturnen. An einem Reck hing ich meistens wie ein nasser Sack und habe ständig nach irgendwelchen Ausreden gesucht, um mich vor dieser Aufgabe zu drücken. Darüber hinaus konnte ich Turnen (egal ob am Barren, Pferd, Reck oder am Boden) noch nie ausstehen und es gehört auch heute noch zu den Sportarten, die ich selbst bei Olympischen Spielen nur weit am Rande verfolge.

    Nachdem wir in Bayern das erste Schulhalbjahr (von September bis Februar) eigentlich nur in der Halle verbracht haben, war das immer die Hölle für mich. Hinzu kommt noch, dass ich eigentlich in meiner ganzen Gymnasialzeit erst in der Kollegstufe (Jahrgang 12/13) Sportlehrer hatte, die mich wirklich begeistern konnten. Die einzige Hallensportart für die ich mich erwärmen konnte, war Volleyball. Das mochte ich schon immer und spiele es auch heute noch.

    Das Sommerhalbjahr war mir dann immer noch deutlich lieber. Ich habe gerne Leichtatlethik betrieben und war dort in den meisten Disziplinen auch nicht schlecht. Die 100 m schaffte ich in unter 12 Sekunden und auch beim Weitsprung war ich nah an der Grenze zu den 6 Metern. Was ich noch lieber mochte war der Hochsprung. Das war ja absolut meine Disziplin. Hingegen waren alle Wurf- und Stoßdisziplinen mir ein Graus. Ich erinnere mich an die ersten Übungen mit dem Schleuderball, bei denen ich einmal meinen Sportrefereandar k.o. "geschleudert" habe. Das war mir mehr als peinlich und meine Mutter musste zum ersten und einzigen Mal in ihrem Leben zur Sprechstunde bei einem Sportlehrer gehen. Bei den berühmt-berüchtigten Bundesjugendspielen war ich oft im Bereich der Ehrenurkunden dabei.

    Ganz besonders gerne mochte ich Schwimmen. Wir hatten das Glück, dass wir und mit der Realschule vis-a-vis eine eigene Schwimmhalle teilen konnten. Das mochte ich gerne und habe dann auch meine Schule auf mehreren Wettkämpfen vertreten. Wir hatten mal eine Lagenstaffel, die es bis zu den Bayerischen Schülermeisterschaften gebracht hatte. Nachdem ich einer der wenigen war, der die Delfin-Strecke ganz gut drauf hatte, bin ich immer als Delfin-Schwimmer eingesetzt worden, obgleich ich Brust und Kraul viel lieber hatte. Wir hatten dann auch Montags (immer am Nachmittag) einen eigenen Trainingstermin für den Schwimmkader und das hat echt immer viel Spaß gemacht. Die Lehrerin, die wir dort hatten, war irgendwie völlig anders als alle anderen Sportlehrer, die ich hatte. Nicht so der Kasernenhofton, sondern einfach anspornend, aber trotzdem fordernd. Notenmäßig war ich meistens im Sport bei einer zwei.

    Heute sehe ich den Schulsport als recht wichtig an. Ich unterstelle mal, dass die meisten von euch hier im Forum seit ihrer eigenen Schulzeit nur noch selten eine Schule von innen gesehen haben (allenfalls wenn sie bereits Nachwuchs haben und dann die entsprechenden Kontakte zur Schule wieder geknüpft haben).

    Mittlerweile ist ein großer Teil der Schüler unbeweglich und auch übergewichtig geworden. Ich merke es an jedem Wandertag oder auch an sonstigen Veranstaltungen, dass ich bis zur 10./11. Klasse locker mit der Kondition der Schüler mithalten kann (in vielen Fällen Ihnen sogar überlegen bin). Als ich vor wenigen Wochen mit meinem Abiturkurs Englisch auf Studienfahrt in Wales war, habe ich gemerkt, wie anstrengend es für die meisten Schüler doch ist, den Mount Snowdon (und das auf einem Wanderweg) zu erklimmen. Ich weiß nicht, weshalb diese Entwicklung so gekommen ist (wahrscheinlich Mangel an Bewegung, Zuviel Computer, Gameboy, Süßigkeiten, Fast Food, etc.), aber ich sehe sie mit Entsetzen.

    So gesehen ist der Schulsport für viele Kinder mittlerweile wirklich die einzige Zeit in der Woche, in der sie sich mal ordentlich bewegen und etwas für ihren Körper / ihre Kondition tun.

    Für mich als Lehrer ist es immer ganz nett, wenn wir beispielsweise auf Besinnungstage oder ins Schullandheim fahren, wenn ich in der Früh vor der Frühstück mit einigen Jungs (Mädels machen da meistens nie mit) zum Joggen gehen und wir dann nach 3 bis 5 km uns gemeinsam das Frühstück schmecken lassen. Als ich vor zwei Jahren mit einer 5. Klasse (die sind 10 bis 11 Jahre alt) im Schullandheim in Dinkelsbühl waren, sind wir in der Früh um 6:30 Uhr aufgestanden und haben eine etwas ausgedehnte Runde um die historische Altstadt gejoggt. Das hat so ca. 30 Minuten gedauert. Als ich den Eltern dann bei einem Elternabend die Bilder ihrer joggenden Kinder gezeigt habe, konnten sie es fast nicht glauben, denn sie waren der Meinung, dass man ihre Söhne (und in diesem Fall auch ihre Töchter) definitiv nicht vor 7 Uhr aus dem Bett bringen kann. Nachdem wir das mehrere Tage hintereinander praktiziert hatten, waren wir bei einer Bäckerei, die "auf der Strecke" lag so bekannt, dass wir allen Ernstes von denen das Frühstück "geschenkt bekommen haben":

  11. #10
    Benutzerbild von Expo2000

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    Igitt, wenn ich mich daran zurückerinnere. Schulsporthasser.

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