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Schulsport - geliebt oder gehasst?

Erstellt von Babooshka, 26.11.2004, 13:41 Uhr · 39 Antworten · 3.712 Aufrufe

  1. #21
    Benutzerbild von Babooshka

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    Hihi, das stelle ich mir richtig bildlich vor, wie du die Sportstunde zum Kabarett umfunktioniert hast In einem anderen Forum, in dem es vor Sportmuffeln nur so wimmelt, hatten wir ja schon mal die Anti-Bundesjugendspiele ausgerufen; derjenige würde die meisten Punkte bekommen, der eine Disziplin am lustigsten absolviert, gemessen an Lautstärke und Anzahl der Lacher.

    Aber das eine oder andere Spontanleiden simulieren... rückblickend gesehen hätte ich das wirklich tun sollen, vielleicht wäre ich ja dann ein für allemal von diesem Scheiß-Laufen befreit worden. Nach dem 1000-Meterlauf (für mich war's ca. ein 800-Metergang und 200-Meterlauf) auf dem letzten Loch pfeifend eintreffen, sich hinschmeißen und sich wie einst Regan im Exorzisten winden, Schaum spucken, schreien bis zum Blauwerden, die Lehrerin mit Unflätigem beschmeißen und dann ohnmächtig zusammensacken. DAS wäre doch cool gewesen! Aber nein, ich war ein viel zu artiges, ehrliches Schaf, als dass ich mir eine derart gelungene schauspielerische Leistung erlaubt hätte...

    Schwimmen habe ich in der Grundschule gelernt, ich glaube, 4. Klasse, und damit war ich genauso spät dran wie Otto. Otto, hast du eigentlich noch Frei-Fahrtenschwimmer gemacht? Ich nämlich nicht. Auf meinem Halbjahreszeugnis steht "Nichtschwimmer" und auf meinem Jahreszeugnis dann "Halbschwimmer". Welch Schmach! Aber hab ich euch schon erzählt, dass ich keinerlei Puste hatte? Das war's aber nicht allein. Denn in den 70-ern herrschte - genau: Badekappenpflicht! So wurschtelte ich meine damals ziemlich dicke Mähne also unter ein gar leichtes Bademützchen und schickte mich an, nach unendlich vielen Übungen mit dem Styroporbrett nun mal den Freischwimmer zu probieren. 15 Minuten schwimmen, das musste doch wohl zu schaffen sein. Meine Lehrerin war begeistert über so viel Willensstärke, hatte sie mich doch zuvor wochenlang ängstlich meine Bahnen mithilfe eben jenes Styroporbretts paddeln sehen. Jedoch, nach 5 Minuten machte es flapp, meine Wallemähne rieselte mir die Ohren entlang ins Wasser und das flotte Badekäppchen schwamm auf der Wasseroberfläche. Ende! Ja, und beim zweiten Versuch gab ich nach ebenfalls ca. 5 Minuten erschöpft auf...

    Im Grunde kann ich auch heute noch nicht richtig schwimmen, weil ich es absolut nicht bringe, bei jedem Schwimmzug meinen Kopf unter Wasser zu tauchen. Das war schon damals so und alle Übungen, mir meine Unterwasser-Klaustrophobie zu nehmen, schlugen fehl. Ich bekam jedesmal Wasser in die Nase, das tat sauweh, und meine Augen sahen aus wie die eines Albinos. Also schwimme ich mit emporgerecktem Kopf, einem Blesshuhn nicht unähnlich, wodurch die ganze therapeutische, gesunde Wirkung des Schwimmens auf den Rücken nach hinten losgeht. Dementsprechend schwimme ich auch recht selten, eigentlich nur im Sommer in der Havel, mit deren Wasser ich bekannterweise "jetooft" bin. Ich mag auch kaltes Schwimmbadwasser nicht, vor allem nicht im Winter. Allenfalls Warmbadetag ginge noch. Vom Brett springen, das musste ich auch erstmal wagen - jedoch, denkt mal, ich habe es als ca. Elfjährige sogar ein einziges Mal vom Dreier geschafft! Aber jetzt springe ich gar nicht mehr, denn es sieht dann doch allzu uncool aus, wie ich als nicht mehr junges, gertenschlankes Mädel mit einer Bombe ins Wasser fliege, eine Hand die Nase zuhaltend.

    Nee, ich gehe lieber ins Thermalbad oder, wenn nicht vorhanden, in so ein "Spaßbad" (ich mag das Wort nicht), das ein bisschen Urlaubsfeeling vermittelt, da kann ich ein bisschen im warmen Wasser rumpaddeln, wenn mir danach ist, aber ansonsten ist Relaxen angesagt!

    Ski bin ich in meinem Leben 3x gefahren, in Frankreich in den Pyrenäen. War sehr lustig! Ich verstand aber auch plötzlich, wie all diese Knochenbrüche zustande kommen können... Einmal gab's in der Oberstufe auch eine Skifahrt, die sogar als Sportkurs gelten und somit benotet werden sollte. Es fuhren auch fast alle mit, nur ich hatte keine Lust dazu. Ich trieb mich lieber mit meinen französischen Boys in Paris rum. Das war ja sozusagen auch Sport. Das Rumlaufen in Paris meine ich!

    Tanzen mochte ich schon immer, aber ich bin kein Paartänzer. Allenfalls Salsa und Merengue, wenn ich mit meinem Tanzpartner gut harmoniere. Ansonsten bin ich die volle "Improvisationskünstlerin", selbst das Tanzen in einer Formation fällt mir schon schwer.
    Ja, und in Kunst war ich meistens gut, manchmal lieferte ich auch Mist ab, es kam auf das Thema an. Ich war und bin sehr wohl feinmotorisch begabt. Nur Bälle konnte ich nie fangen, ich hatte immer viel zu sehr Angst, sie würden auf mein zartes Näschen deppern und diess zertrümmern, oder aber volles Brot in die Magengrube, denn daraufhin wurde mir sofort schwarz vor Augen.

  2.  
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  3. #22
    Otto
    Benutzerbild von Otto
    Tatsächlich habe ich Frei- und Fahrtenschwimmer gemacht (das hieß bei uns glaube ich schon Bronze und Silber). Das war im Frühsommer 1983, beides innerhalb einer Woche, als ich noch diesen Schwimmverein besuchte. Ich war da knapp 13 Jahre alt.
    Und das war definitiv das letzte Mal, dass ich getaucht habe! Und den letzten Sprung vom 1m-Block machte ich ein knappes Jahr später, kurz bevor ich die Mitgliedschaft kündigte. Im übrigen hatte ich auch diese Chlorprobleme mit einem Kratzen in Nase und Hals und brennenden Augen nach dem Springen.

    Aber bei uns gab es mindestens bis Mitte, wenn nicht sogar noch in die zweite Hälfte der 80er Jahre hinein, Badekappenpflicht. Ab 1984 ging ich nur noch privat schwimmen, freitags abends war in unserem altmodischen 50er-Jahre-Hallenbad (mittlerweile dem Erdboden gleích gemacht) Warmwassertag, da verabredete ich mich jede Woche mit ein paar Kumpels zum Schwimmen. Das Ganze machten wir ca. ein Jahr lang. Und ich erinnere mich, auch damals noch diese hässliche Badekappe auf gehabt zu haben (und der eine Kollege sah damit richtig lustig aus).

    In den folgenden Jahren verlor ich das Interesse am Schwimmen. Mag auch an der recht weiten Entfernung und dem damals noch nicht vorhandenen Führerschein liegen (fand es nicht so toll, im Winter mit noch halbnassen Haaren ca. 7 km Rad zu fahren). Anfang der 90er kam ich erneut auf den Geschmack, mittlerweile gab es auch schon einige Thermal- und Spaßbäder. Und das habe ich bis heute beibehalten! Ich schwimme auch nur noch gern in warmem Wasser, mag keine kalten Hallen- oder Freibäder. Ich ziehe auch heute noch gern meine Bahnen, sofern das Bad über ein brauchbares Schwimmerbecken verfügt, aber ansonsten sind auch mal Whirlpool, Thermalbecken & Co. zum Entspannen angesagt.

    Tanzen tue ich, wie gesagt, nur mal auf Partys allein (so wie jeder dort) zu Pop- oder Discomusik, und daran habe ich Gefallen gefunden. Habe diese Gelegenheit aber auch erst wieder seit ca. 2 Jahren, seit ich mich im "höheren Alter" noch mal fürs Studieren entschieden habe und somit auch das Partyangebot dort wahrnehme. Die 90er Jahre, also meine ersten beiden Berufsabschnitte, waren eine relativ "partylose" Zeit, und der Kontakt zu jungen Leuten blieb aufgrund der Umstände auch ziemlich auf der Strecke. In den 80ern und frühen 90ern hatten wir meistens nur Partykellerfeten im Rahmen der Schulklasse bzw. Grund- und Leistungskurse. Da wurde eigentlich nicht oder nur kaum getanzt.

    Auch ich konnte nie Bälle fangen. Auch aus der Angst, den Ball vor die Nase zu bekommen. Hinzu kam auch noch, dass ich damals auch noch Brille tragen musste (auch beim Sport), so dass ich dann gleich doppelte Angst hatte. Vor Völkerball hatte ich auch Angst, denn einige liebten es, andere Spieler im wahrsten Sinne des Wortes mit voller Wucht abzuwerfen.

  4. #23
    Benutzerbild von Grisham

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    Sport war eines der wenigen Fächer das ich in der Schule geliebt habe. Ich war auch in den meisten Sportarten ganz gut. Lieber in der Sporthalle rumlaufen als bei Latein oder Mathe schwitzen. Oder noch schlimmer Französisch. Was habe ich dieses Fach gehasst.

  5. #24
    Benutzerbild von Pallas

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    Hier kommt die nächste bekennende Schulsporthasserin!

    Dabei war ich teilweise gar nicht so schlecht. Rennen konnte ich wie ein Hase und war immer eine der Schnellsten in der Klasse. Angespornt dazu hat mich meine beste Freundin, die die schnellste Läuferin war. Sie war groß und kräftig, ich war klein und sehr dünn.
    Bei den Bundesjugendspielen gab's dann trotzdem nie die damals ersehnte Ehrenurkunde - weil ich - damals wie heute - eine grottenschlechte Werferin bin. Ich warf überall hin, nur nicht unbedingt dahin, wo es sein sollte. Und weit schon gar nicht. Neee, dann lieber die Weitsprunggrube, da war ich dann wieder besser.

    Die Bundesjugendspiele haben mir gefallen - aber nicht die Sportschulstunden.
    Vor allem Schwimmen habe ich gehaßt!!! Ich tauche extrem ungern mit dem Kopf unter Wasser, und dies und andere Sperenzien mußte man im Scchwimmunterricht machen. Gott sei dank hatte meine Schule ein eigenes Schwimmbad, so daß man für diesen Blödsinn nicht auch noch lange Wanderungen bzw. Fahrten in Kauf nehmen mußte.
    Mir geht es sehr ähnlich wie Babooshka: ich kann heute noch nicht gut schwimmen, schaffe gerade mal 50 bis 75 Meter, ohne daß ich nicht irgendwo anlanden muß. Und ich liebe Spaßbäder! Aber am allermeisten liebe ich Seen, die sind nicht gechlort. Diesen Chlordreck habe ich noch lebhaft aus dem Schulsport in Erinnerung... 3 Meter gegen den Wind stank man danach! Eine blonde Mitschülerin hatte nach dem Schwimmen immer grünliches Haar (aufgrund eines chemischen Prozesses, den ich jetzt nicht mehr nachvollziehen kann). Aus dieser Zeit verfestigte sich bei mir die Eigenart, sich nach dem Baden im Chlorwasser dreckig und unwohl zu fühlen - so geht es mir noch heute.

    Im Sportunterricht mochte ich am liebsten die Spiele, und davon am liebsten Völkerball und Brennball.
    Gehaßt habe ich Bodenturnen und Zirkeltraining, und am allermeisten haßte ich das Turnen am Reck und mit dem Bock!!!
    Bis heute ist mir noch kein erfolgreicher Bocksprung gelungen - jedenfalls noch keiner über das lederbezogene Monster, was man uns in der Schule in den Weg gestellt hat. Bockspringen über Menschen ist kein Problem für mich. Aber vor dem Schulbock hatte ich Respekt. Der war hart und wäre unerbittlich gewesen.
    Ein Aufschwung rückwärts (oder wie das heißt) ist mir am Reck auch noch nie gelungen. Ich hatte immer wenig Vertrauen in diese Stange und die mit ihr verbundenen Tücken. Ich habe da des öfteren Schüler stürzen sehen - also, warum sollte ich mich in Gefahr begeben?

    Noch so ein Folterinstrument war der Stufenbarren.
    Grauenhaft - wie kann eine Lehrerin verlangen, auf dem unteren Holm zu stehen und sich dann über den oberen zu schwingen???? Ist mir noch heute ein Rätsel. Ich verweigerte stets diese Übung, ich bin doch nicht vom Wahnsinn umjubelt!

    Die meisten SportlehrerInnen waren nett, es gab aber auch ein paar Drachen dabei - einmal eine, die zugleich auch Französisch lehrte und mich auf dem Kieker hatte. Selbstredend, daß auch meine Sportnote rutschte. Ich hatte immer Dreien, manchmal auch Vieren. Ich galt als "steif", dabei war ich immer zapplig und höchst beweglich. Ich verweigerte zuweilen nur die Mitarbeit...

    Erst in meinem letzten Schulbesuchsjahr - ich war schon über 20 und ging zur FOS, und witzigerweise gab es da auch Schulsport - hat es richtig Spaß gemacht. Alle waren schon älter, keiner lachte mehr blöde, wenn man was nicht schaffte, und das Allerwichtigste: Teamgeist und Zusammenarbeit im Spiel wurde offensichtlich schwerwiegender benotet. Zum ersten Mal im Leben bekam ich eine 2 im Sport! Und hatte richtig Spaß!

  6. #25
    Benutzerbild von Babooshka

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    Pallas postete
    Mir geht es sehr ähnlich wie Babooshka: ich kann heute noch nicht gut schwimmen, schaffe gerade mal 50 bis 75 Meter, ohne daß ich nicht irgendwo anlanden muß.
    Wie lang ist so eine typische Bahn im Schwimmbad? Ist das 100 Meter? Ich war erstaunt zu erfahren, dass es Leute gibt, die noch schlechter schwimmen als ich. Denn so eine Bahn einmal hin und zurück, manchmal sogar 3 oder 4 Bahnen (mit kurzer Pause dazwischen), das schaffe ich heute. Mein früherer Mitbewohner war auch so ein Kandidat, der gerade mal eine halbe Bahn schaffte. Aber in Kanada geht man halt im Allgemeinen nicht ins Schwimmbad, da ist man auf Schneesportarten spezialisiert.

    Diesen Chlordreck habe ich noch lebhaft aus dem Schulsport in Erinnerung... 3 Meter gegen den Wind stank man danach! Eine blonde Mitschülerin hatte nach dem Schwimmen immer grünliches Haar (aufgrund eines chemischen Prozesses, den ich jetzt nicht mehr nachvollziehen kann). Aus dieser Zeit verfestigte sich bei mir die Eigenart, sich nach dem Baden im Chlorwasser dreckig und unwohl zu fühlen - so geht es mir noch heute.
    Hihi, ich bin da ein bisschen pervers, denn ich mag den Geruch von Chlor. War damals schon so, ist heute auch noch so.

    Im Sportunterricht mochte ich am liebsten die Spiele, und davon am liebsten Völkerball und Brennball.
    Stimmt, Brennball war von allen Ballspielen das kleinste Übel für mich, denn da hatte irgendwie jeder eine Chance, durchzukommen. Wenn man außen lief, wartete man auf jemanden, der super werfen konnte und schon konnte man gleich ans übernächste Mal weiterlaufen. Konnte man selber nicht werfen, ja dann rannten die Läufer eben nur ein Mal weiter - und ich warf nicht, sondern ließ den Ball vor mir fallen
    Ab und zu wurde auch Hockey gespielt, das fand ich auch nicht so schlimm, denn da musste man weder werfen noch fangen.

    Gehaßt habe ich Bodenturnen und Zirkeltraining, und am allermeisten haßte ich das Turnen am Reck und mit dem Bock!!!
    Bis heute ist mir noch kein erfolgreicher Bocksprung gelungen - jedenfalls noch keiner über das lederbezogene Monster, was man uns in der Schule in den Weg gestellt hat.
    Jaaaa, kennst du das auch? So eine niedrige Einstellmöglichkeit gab's an dem Bock gar nicht, wie ich gebraucht hätte, um drüberzukommen! Bei uns standen immer zwei, einer für die großen und einer für die kleinen Mädchen. Ich kam auch über den kleineren nie drüber, sondern landete immer obendrauf. Wobei Bockspringen auch eine der Disziplinen ist, die für mich absolut keinen Sinn machen.

    Ein Aufschwung rückwärts (oder wie das heißt) ist mir am Reck auch noch nie gelungen. Ich hatte immer wenig Vertrauen in diese Stange und die mit ihr verbundenen Tücken. Ich habe da des öfteren Schüler stürzen sehen - also, warum sollte ich mich in Gefahr begeben?
    Ich glaube, ich habe nie am Schul-Reck geturnt, das war wohl den Jungen vorbehalten. Aber mit meiner Freundin an der Teppichklopfstange! Frustrierend war nur, dass die wirklich gut in Sport war, kein Wunder, sie war ja auch im Turnverein. Und sie konnte immer alles, ich dagegen mühte mich redlich ab und schaffte meistens nicht viel.

    Noch so ein Folterinstrument war der Stufenbarren.
    Grauenhaft - wie kann eine Lehrerin verlangen, auf dem unteren Holm zu stehen und sich dann über den oberen zu schwingen???? Ist mir noch heute ein Rätsel. Ich verweigerte stets diese Übung, ich bin doch nicht vom Wahnsinn umjubelt!
    Uah, Hilfe, das gibt wieder Sportalbträume in der nächsten Nacht
    Die von dir beschriebene Übung machte mir keine Probleme, das kannte ich mehr oder weniger von der Teppichklopfstange (als kleine Babooshka am Klettergerüst turnen, das tat ich nämlich ausgesprochen gerne!). Aber diese Übung, wo man bäuchlings über der oberen Stange liegt, mit der rechten die untere ergreift, um sich dann abzudrücken, nach unten zu fliegen und neben dem Barren stehend auf der Matte zu landen, natürlich nach Möglichkeit, ohne volles Rohr auf die untere Stange zu deppern und sich eine Querschnittslähmung oder im günstigeren Fall Rippenbrüche zuzuziehen - also das war zu viel für mich. Nein, bei dieser Übung weigerte mich, ich hatte viel zu sehr Angst, da konnte mir die Sportlehrerin tausendmal einreden, dass nichts passieren würde. Bei Geräte- und Bodenturnen gab es so eine Punktverteilung nach Schwierigkeitsgrad. Rolle vorwärts war einen Punkt wert, Handstand drei punkte usw. Dummerweise war diese Barrenübung noch nicht mal besonders hoch bepunktet, dafür, dass ich meine körperliche Unversehrtheit dafür geben sollte.

    Erst in meinem letzten Schulbesuchsjahr - ich war schon über 20 und ging zur FOS, und witzigerweise gab es da auch Schulsport - hat es richtig Spaß gemacht. Alle waren schon älter, keiner lachte mehr blöde, wenn man was nicht schaffte, und das Allerwichtigste: Teamgeist und Zusammenarbeit im Spiel wurde offensichtlich schwerwiegender benotet. Zum ersten Mal im Leben bekam ich eine 2 im Sport! Und hatte richtig Spaß!
    Ich bin so froh, dass sich der Sportunterricht nach dem Abitur ein für allemal erledigt hatte! Ich muss aber auch sagen, ganz so schlimm wie am Gymnasium war der Unterricht auf der Gesamtschule auch nicht. Es gab nicht so tolle Leichtathletik-Einrichtungen, nur einen Rundlauf, der unter 1000 Meter war und ich kann mich auch nicht an Bundesjugendspiele in jener Schule erinnern. Mein Sportlehrer in der 10. Klasse war wirklich supernett und machte mit uns auch mal so Modesachen wie Aerobic. Ich kann mich noch erinnern, einmal hatte er seine Trillerpfeife vergessen, es sollte aber Volleyball oder sowas gespielt werden. Dazu hatte ich natürlich keinen Bock. also zeigte ich ihm, wie toll ich doch auf Kommando auf den Fingern pfeifen konnte. Er war beeindruckt. Und schwupp, schon war ich die Pfeife vom Dienst! Ich meine, die war ich ja immer, diesmal aber im wahrsten Sinne des Wortes.

    Einmal zum Sportfest ließ ich mich freiwillig als HiWi einteilen, so brauchte ich nicht aktiv mitzumachen. Mann, war das ein tolles Sportfest! Ich kam hin, blieb eine Weile, bekam dann gesagt, dass man mich nicht weiter brauchen würde, fuhr nach Hause und machte einen Laumann. Herrlich, SO schön konnte Sport sein!

  7. #26
    Benutzerbild von Babooshka

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    Huhu, Frehench! Liest du hier manchmal mit? Ich habe eine Frage an dich. Wurde dem Sportunterricht in Frankreich auch immer so viel Wert beigemessen wie bei uns? Ich habe den Eindruck: Nein. Ich war nämlich früher, wenn ich im Schüleraustausch bei französischen Familien war, auch ganz oft mit in der Schule, aber ich kann mich nicht erinnern, auch nur ein einziges Mal Sportunterricht erlebt zu haben. Das CES (die Mittelschule), in das die Kinder meiner ersten Familie gingen, verfügte zwar wohl über eine Turnhalle, ich war da aber nie drin. Meine zweite "Corres" lebte in Bordeaux und ging in eine Privatschule, die in einem ehemaligen Hotelgebäude mitten in der Stadt untergebracht war. Weit und breit kein Sportplatz in Sicht. In Deutschland undenkbar, da ist Sport Pflicht bis zum verdammten letzten Schultag vorm Abitur.

    Wie war das also bei euch in Frankreich? Hattet ihr auch sowas wie Bundesjugendspiele? Wurde der Sport auch so gehyped wie in Deutschland?

  8. #27
    Kinderfresser
    Benutzerbild von Kinderfresser
    Babooshka postete
    Wie lang ist so eine typische Bahn im Schwimmbad? Ist das 100 Meter?
    Also eine Bahn sind normalerweise 25 Meter. Allerdings sind die Wettkampfbahnen in den sogenannten Sportbecken 50 Meter lang!

  9. #28
    Benutzerbild von Babooshka

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    OK, danke Kinderfresser. Dann schaffe ich also ähnlich "viel" wie Pallas.

  10. #29
    Benutzerbild von Petra67

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    Babooshka postete
    In Deutschland undenkbar, da ist Sport Pflicht bis zum verdammten letzten Schultag vorm Abitur.
    ???
    Wenn sich meine Gehirnzelle recht erinnert, konnte ich Sport nach Ende der 12 abwählen... War aber trotzdem lang genug.

    Jedenfalls muss ich betonen, dass ich den gleichen Horror vor Schulschwimmen, Tauchen, Stufenbarren und Reck hatte wie oben beschrieben. Bockspringen ging bei mir erstaunlicherweise, über die niedrigsten kam ich sogar hinweg.
    Ich kann nur Brust- und Rückenschwimmen, weil da die Rübe über Wasser bleiben kann. Chlorgeruch find ich auch fies und noch ätzender fand ich es, in der Umkleidekabine die Haare zu fönen, meine Zottelmähne stand dann in alle Richtungen ab (allein schon der Kampf um diese blöden Föne...).

    Brennball weiss ich aber nicht mehr so recht, was das ist. Ich kann mich dunkel erinnern, dass mir das gefallen hat. Rollt man da nicht so einen Ball über den Boden?

    Gruss,
    Petra

  11. #30
    Benutzerbild von Rosalie

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    @ Pallas....eine grottenschlechte Werferin -jaaa das erinnert mich an meine "Glanzleistung" die ich bei den Bundesjugendspielen dargeboten habe!
    Seltsamerweise hab ich ab da nie wieder bei Bundesjugendspielen mitgemacht irgendwie war ich immer zu diesen Zeiten unpässlich bis krank!
    Also ich sollte trotz negativ gestimmter Mine (und aktiven Händeringen! das kommt noch erschwerend hinzu!) also trotz allen Vorsichtsmaßnahmen so eine kleine unhandliche nicht einmal leichte metallige Kugel (ohne Grund) auf die armen kleinen grünen Grashalme werfen (das mir einem leidenschaftlichen Hobbybotaniker) tja.. das ganze dann auch noch- so weit es geht! Es gab einen Kreis in dessen Mitte natürlich kein Gras mehr wuchs ( wundert mich nich ) dann gab es noch einen weiteren Kreis(Mitschüler) das waren miese Krähen die sich an meiner Leidenschaftslosigkeit zum Sport ergötzten tz tz...
    Behende wie eine Dampframme nahm ich die erste Hürde und stellte mich in den Mittelpunkt die schwere Kugel in der linken Hand ( meine einzige Chance mir die Kugel nicht auf den kleinen Zeh zu werfen...) nahm unglaublich viel Schwung und drehte mich immer und immer wieder bis ja da wollte ich in echt die Kugel werfen, aaaber der Sportlehrer stoppte meine Aktion und bestand darauf das die Kugel mit der rechten Hand geworfen wird! Obwohl mir bereits jetzt schon arg schwindelig war und die Menge laut tobte vor Lachen- es gab kein zurück mehr- da musste ich nun durch.Aaalso Kugel in rechter Hand kreisen bis zu HalluZitrone und : Kugel loslassen! Mit einem dumpfen blobb pochte das Ding einen halben Zentimeter neben meinen großen Zeh! Oh wie ich Sport "nichmag"
    wenn er doch nur erniedrigend wirkt!
    Das war das Ende einer Sportlerkarriere ...und der Anfang einer großen Aversion!

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