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Sollen ehemalige -RAF- Mitglieder vorzeitig wieder in die Freiheit entlassen werden?

Erstellt von Mumie, 23.01.2007, 21:17 Uhr · 42 Antworten · 3.734 Aufrufe

  1. #21
    Mumie
    Benutzerbild von Mumie
    Zitat Zitat von Torsten Beitrag anzeigen
    Die Lebenszeit, die den Ermordeten genommen wurde, dürfte noch wesentlich höher sein.
    Wann wäre nach deiner Meinung die Tat gesünt?Ein Leben lang(Zahn um Zahn)?Wenn sollte dann geholfen sein?Gibt es für dich keine Möglichkeit für Vergebung(besonders bei Reue)?
    --------------------------------------------------------------
    Auch sehr interresant:
    http://www.dradio.de/dlf/sendungen/i...ew_dlf/586022/

  2.  
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  3. #22
    Benutzerbild von murmel

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    musi: der link ist geil

    Ich persönlich vertrete nicht die Meinung, dass ein Täter immer ein Täter bleibt, wie es mir hier als quintessenz einiger Poster präsentiert wird. Das wäre ein Vorurteil wie alle Ausländer zocken den Staat ab oder jeder mit Glatze ist ein Skinhead...

  4. #23
    Benutzerbild von schubser

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    also ich meine: man kann sie rauslassen....sie sollen selbst für ihren Lebensunterhalt sorgen (und nicht mehr dem Staat auf der Tasche liegen) und das was über den Mindestsatz verdient wird, sollen sie zum Begleichen der Rechnungen für Polizeieinsatz/Widergutmachung etc. abführen....
    obs rechtlich machbar und richtig ist, kann ich natürlich nicht beurteilen und will ich ehrlich gesagt auch nicht

  5. #24
    Benutzerbild von MaxiMan

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    Zu möglichen öffentlichen Auftritten der ehemaligen Terroristen schrieb Torsten:
    Zitat Zitat von Torsten Beitrag anzeigen
    Herr Kerner und seine Redaktion sitzen garantiert schon in den Startlöchern.
    Und genau das ist das Perverse an dieser Mediengesellschaft! Da fabuliert heute früh der DLF darüber, ob man mittels gerichtlicher Auflagen verhindern könnte, dass Monhaupt und Klar (für den Fall der Freilassung) ihre Geschichte zu Geld machen könnten. Aber hallo! Wird da nicht der Bock zum Gärtner gemacht? In die Medienöffentlichkeit wird man doch geholt und kann sich nur schwer selbst einladen.

    Aber es wird wohl so kommen: Heute zerreissen sich die Meinungsmacher das Maul darüber, dass die beiden die dicke Kohle abfassen könnten und morgen präsentieren sie ihren Zuschauern und Lesern die beiden unter der Überschrift "Die ganze Wahrheit". Leider ist das keine Verwerfung, die sich auf den Boulevardjournalismus begrenzen lässt.

  6. #25
    Benutzerbild von SonnyB.

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    Witwe von RAF-Opfer will Bedingungen für Begnadigung: http://www.waz.de/waz/waz.politik.vo...=/brennpunkte/

  7. #26
    Benutzerbild von Minne

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    und so denkt Bettina Röhl (Tochter von RAF Mitbegründerin Ulrike Meinhof) darüber:



    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...461807,00.html

    http://www.pr-inside.com/de/roehl-kl...uer-r43617.htm

  8. #27
    Benutzerbild von PostMortem

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    Irgendwie fehlen mir in der Berichterstattung malwieder Informationen. Ist es denn so schwer einem Leser und Bürger mal Informationen rund ums Thema zu kredenzen... stattdessen nur Blablabla von jedem der dazu eine Meinung haben könnte. Die Frage die sich mir stellt ist: Wenn Klar begnadigt wird, dann wäre er doch besser gestellt als Monhaupt oder? Baut Monhaupt Mist sitzt sie ihre Reststrafe ab. Baut Klar Mist, kommt er als freier Mann vor Gericht. Oder wie oder was? Wenn dem so wäre, verstehe ich gar nicht warum man die beiden Fälle überhaupt so "quasi gleich" behandelt, wie das momentan in der Berichterstattung geschieht...

    Kann das jemand aufklären hier? Wir haben doch Juristen und Polizisten unter uns :-)

    PM

  9. #28
    Benutzerbild von Torsten

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    Und ich frage mich derweil genauso wie Michel Friedman soeben in seiner Sendung, welche Existenzberechtigung der Begriff "lebenslänglich" noch hat, wenn aus fünfmal lebenslänglich plus 15 Jahre auf einmal 24 Jahre werden. Das ist glatte Volksverarsche, die das Gerechtigkeitsempfinden vieler Bürger mit Füßen tritt und an Schwerverbrecher das Signal aussendet, selbst bei höchstem Strafmaß am Ende noch vergleichsweise glimpflich davonzukommen.

    Zitat Zitat von MaxiMan Beitrag anzeigen
    Aber es wird wohl so kommen: Heute zerreissen sich die Meinungsmacher das Maul darüber, dass die beiden die dicke Kohle abfassen könnten und morgen präsentieren sie ihren Zuschauern und Lesern die beiden unter der Überschrift "Die ganze Wahrheit". Leider ist das keine Verwerfung, die sich auf den Boulevardjournalismus begrenzen lässt.
    Die Verlogenheit der Medienbranche ist sowieso kaum in Worte zu fassen. Kritische Selbstreflexion erfolgt allenfalls nach Katastrophen wie dem Gladbecker Geiseldrama; ansonsten ist dieser ganze Zirkus eine einzige Leberwurst, die selbst die berechtigsten Vorwürfe beleidigt mit der Jammerfloskel "jetzt sind wieder mal die Medien schuld" abkanzelt.

    Ach ja, Investigativheld Kerner ist bei dem Thema natürlich auch wieder direkt an der Front und interviewte in seiner heutigen Sendung flux mal Michael Buback, dessen Vater damals von der RAF ermordet wurde...

  10. #29
    Benutzerbild von F.G.T.H.

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    Zitat Zitat von PostMortem Beitrag anzeigen
    ...verstehe ich gar nicht warum man die beiden Fälle überhaupt so "quasi gleich" behandelt, wie das momentan in der Berichterstattung geschieht...
    Kann das jemand aufklären hier? Wir haben doch Juristen und Polizisten unter uns :-)
    PM
    Beide wurden zu mehrmaliger lebenslanger Haft verurteilt, aber es darf nur einmal abgesessen werden § 54 StGB, Bildung der Gesamtstrafe. Seit 1977 darf die lebenslange Freiheitsstrafe nicht zur absoluten Strafe umgesetzt werden, man könnte sie jetzt in Sicherheitsverwahrung nehmen welche zeitlich unbestimmt ist, dies bedeutet sie könnten bis zu ihrem Tode hinter Schloss und Riegel sitzen.
    Die Sicherheitsverwahrung greift erst nach der Haftstrafe. Sollten beide jemals auf freien Fuß kommen werden sie mit extremen Bewährungsauflagen leben müssen.

    Ich schließe mich hier auch der Meinung von Torsten an.
    Das höchste Gut und Streben eines Menschen ist "das Leben", wird dies durch Mord beendet, so soll der Mörder die volle Härte bekommen ohne Gnade.

  11. #30
    Benutzerbild von compagnies

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    Zitat Zitat von schubser Beitrag anzeigen
    ....sie sollen selbst für ihren Lebensunterhalt sorgen (und nicht mehr dem Staat auf der Tasche liegen) und das was über den Mindestsatz verdient wird, sollen sie zum Begleichen der Rechnungen für Polizeieinsatz/Widergutmachung etc. abführen....
    Was für den oder die Entlassene/n sicher ein guter Ausgangspunkt ist, um wenigstens in die Schwarzarbeit getrieben zu werden oder?
    Du siehst doch selber, was Perspektivlosigkeit anrichtet - bei jedem Dynamo-Spiel!


    Zitat Zitat von F.G.T.H. Beitrag anzeigen
    Das höchste Gut und Streben eines Menschen ist "das Leben", wird dies durch Mord beendet, so soll der Mörder die volle Härte bekommen ohne Gnade.
    Wobei weder bei Herrn Klar noch bei Frau Mohnhaupt bewiesen ist, ob sie denn „Mörder“ sind ...
    Und mir im Übrigen bei allen der Opfer auch nicht so klar zu sein scheint, wenn ein "Mord" auch zu verurteilen wäre, wenn es durch Taten dieser Personen zum Tod von Menschen führte.

    Zitat Zitat von Torsten Beitrag anzeigen
    Und ich frage mich derweil genauso wie Michel Friedman soeben in seiner Sendung, welche Existenzberechtigung der Begriff "lebenslänglich" noch hat, wenn aus fünfmal lebenslänglich plus 15 Jahre auf einmal 24 Jahre werden. Das ist glatte Volksverarsche, die das Gerechtigkeitsempfinden vieler Bürger mit Füßen tritt und an Schwerverbrecher das Signal aussendet, selbst bei höchstem Strafmaß am Ende noch vergleichsweise glimpflich davonzukommen.

    Und ich frage mich, warum der Friedmann wieder moderieren darf!
    Weil es schon genügend Dumme und ausreichend Flittchen gibt, mit denen die Abendprogramme vollgestopft sind?
    Strafmaße in der Justiz stehen momentan vor einer sinnvollen Veränderung, die vor dreissig Jahren undenkbar war. Eine grosse Akzeptanz scheint mittlerweile die wirklich lebenslange Wegsperrung von (unheilbaren?) 5exualtätern zu haben.
    Das „Gerechtigkeitsempfinden“ in dieser Republik ist doch vielmehr von Verdruss geprägt, weil in diesem System die Ungleichgewichtung von Erwerbsaussicht und Reichtum mittlerweile von Staats wegen zementiert wird und nicht zuletzt „Manager-Urteile a la Ackermann und Hartz (berechtigtes?) Unverständnis herbeiführen.

    Das waren nunmal auch Umstände, auf die die Rote-Armee-Fraktion mit ihren Taten hinweisen wollte. Sie haben zu spät verstanden, das diese gewalttätige Form der „Opposition“ - zumindest zu dem damaligen Zeitpunkt - NICHT angetan war, Sympathisanten zu gewinnen.
    Das Medienspektakel über die RAF war seinerzeit schon immens und das bei lediglich drei (!) zu empfangenden Fernsehsendern. Ich erinnere auch noch der Fahndungsplakate, die zumindest in jeder Bank und Sparkasse aushingen und ich war da noch ein Bub!

    Nicht zuletzt durch die Absorbation durch Protestbewegungen wie Anti-AKW und gegen Nato-Doppelbeschluss war die Mobilisierung von Menschen durch die RAF nur eingeschränkt möglich. Sollte sich ein solche Gruppe heuer bilden, wähnte ich ihr eine deutlich breitere - zumindest - Anhängerschaft, was sich bei einer Verurteilung auch auf das Strafmaß auswirken würde!

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