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Spiegel und Springer kehren zu alter Rechtschreibung zurück

Erstellt von bubu, 06.08.2004, 11:53 Uhr · 40 Antworten · 2.267 Aufrufe

  1. #1
    Benutzerbild von bubu

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    Schlechte Nachricht für Lehrer und Schüler:
    http://www.spiegel.de/kultur/gesells...311777,00.html

    Toll! Jetzt dürfte das Chaos perfekt sein.

  2.  
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  3. #2
    Benutzerbild von Petra67

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    Hab's auch grad gelesen und ich stimme Dir zu, das Chaos dürfte nun perfekt sein. Ich gehöre leider zu der Sorte, die alte und neue Rechtschreibung vermischt bzw. sich aus beiden das einfachste und logischste zusammensucht.
    Meine Rechtschreibkenntnisse waren früher so gut und sind dermassen den Bach runtergegangen...!

  4. #3
    Benutzerbild von Pallas

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    Spiegel und Springer!

    Ich lehne die neue Rechtschreibung ab und ignoriere sie beflissen.
    Denn ich habe diese Rechtschreibreform nur für eine Neuerung dahingehend gehalten, daß man sich den allgemein sich verschlechternden Rechtschreibkenntnissen anpaßt.

    Daher - gut so.

  5. #4
    Benutzerbild von ihkawimsns

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    Ich bin kein Freund der neuen Rechtschreibung, aber jetzt, wo wir sie haben, finde ich es irrsinnig, sie wieder zurückzunehmen - nicht zuletzt mit Hinsicht auf die Schüler, die nur die neue Rechtschreibung kennen gelernt haben oder bei denen die Umstellung auf die neue Rechtschreibung noch mitten in die Grundschulzeit gefallen ist! Solch eine (einseitige) Umstellung macht das Rechtschreib-Chaos perfekt - demnächst schreibt wohl wirklich wieder jeder so, wie es ihm gerade beliebt...

    Ähnlich geht es mir bei irgendwelchen Stimmen, die die Mark wieder einführen wollen. So etwas bringt uns keinen Deut weiter.

  6. #5
    Benutzerbild von bubu

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    Ich seh' das ähnlich. Viele Sachen der neuen Rechtschreibung finde ich gut, viele andere einfach nicht konsequent zu Ende gedacht, widersprüchlich oder einfach unlogisch. Die Reform ist unvollständig und tw. mangelhaft, keine Frage. Allerdings vergessen die Hauptgegner der Reform immer gerne anzumerken, dass unheimlich viele Bereiche, Regelungen (und Ausnahmen von Regelungen sowie Ausnahmen von den Ausnahmen der Regelungen) der alten Rechtschreibung ebenso unlogisch, inkonsequent bzw. schlichtweg hirnverbrannnt waren.

    Was mich aber am meisten aufregt ist die Ignoranz der Reform-Gegner, die sich von einigen Literaten, über die FAZ bis hin zu den jüngsten Umschwenkern bei den Großverlagen zieht.

    Wem gehört die Sprache? Günther Grass? Der FAZ? Dem Spiegel? Oder dem Volk, das nach den Regeln der Demokratie Volksvertreter mit der Reform beauftragt hat. Es ist jetzt, nach Jahren, wo Tausende von Schülern bereits darin unterrichtet wurden, wo für teure Steuergelder neue Unterrichtsmaterialien angeschafft wurden, Lehrer umgeschult wurden, nicht mehr die Zeit, ein Regelwerk im Alleingang abzuschaffen, das die Mehrheit der Medien, Schriftsteller und Künstler bereits praktiziert, das schlicht und ergreifend Realität ist.

    Wenn einem die Reform nicht gefällt, wofür ich absolutes Verständnis habe, denn ich bin auch unzufrieden mit ihr, dann hätte man damals vor oder kurz ihrer Einführung Sturm laufen müssen und nicht jetzt!

    Aber dass jetzt Vertreter der Presse ihre öffentliche Macht für meine Begriffe schamlos ausnutzen und meinen, im Alleingang seit Jahren beschlossene Regelwerke einfach auszublenden, ist ignorant und unverantwortlich gegenüber der jungen Generation, dem Steuerzahler und der Demokratie. Das führt zu Chaos, Verunsicherung und fehlerhaftem Schreiben, nicht die Reform selbst.

    Im Übrigen: dass sich ausgerechnet der Springer-Verlag als Hüter der deutschen Sprache kapriziert, ist für mich der größte Witz überhaupt! Springer könnte einen entscheidenden Beitrag zur Wahrung der deutschen Sprache leisten: sie bräuchten nur die Bild-Zeitung einzustampfen.

  7. #6
    Benutzerbild von J.B.

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    @ bubu

    Ich für meinen Teil habe niemanden damit beauftragt so eine Reform zu basteln!

    Für mich wäre das ein Fall für einen Volksentscheid gewesen, den wir ja leider nicht haben. Wäre es zu einem solchen gekommen bin ich mir ziemlich sicher, dass es nie eine Reform, wie sie derzeit vorliegt, gegeben hätte!

    Übrigens gehört die Sprache auch nicht den Kultusministern.

    Jetzt ist eben die Frage, was schwerer wiegt. Die Menschen die mit der alten Rechtschreibung aufgewachsen sind, Tag täglich damit zu tun hatten, oder die Generationen, die mit der neuen Rechtschreibung in der Schule aufgewachsen sind/aufwachsen?

    Ich würde mir keine Beantwortung der Frage zutrauen, aber fest steht, dass diese Reform von Anfang an mit Chaos, Verwirrung und reichlich Delitantismus verknüpft war.

    Manche der Reformer haben schlicht und ergreifend gnadenlos übertrieben und sind weit über das Ziel hinausgeschossen mit ihren Umstrukturierungen.

    Damit das hier nicht falsch rüberkommt: Manche Dinge der Reform finde ich absolut sinnvoll und sie waren längst überfällig, aber was neue Schreibweisen der meisten Wörtern angeht, dreht sich mir schier der Magen um!

    Ich hätte es sinnvoller gefunden, diese ganze Reform länger und vor allem besser zu durchdenken und vorzubereiten, verbunden mit einem Volksentschied. Das wäre wenigstens demokratisch gewesen.

    Das jetzige Hin und Her finde ich auch absolut ätzend. Die einen so, die anderen so, ein paar Verlage und Schriftsteller wieder anders. Nicht schlecht! Aber das zeigt mir doch, wie wichtig es gewesen wäre, diese Reform auf eine andere Art und Weise zu starten und sie momentan vielleicht noch einmal zu durchdenken, um sie ggf. sinnvoll zu korrigieren. Verschlimmbesserung kann augenblicklich wohl niemand gebrauchen.

    Gruß

    J.B.

    P.S.: Wer Rechtschreibfehler findet, kann sich einen Duden daraus basteln und ihn den Kultusministern schicken.

  8. #7
    Benutzerbild von amarok90

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    Pallas postete
    Spiegel und Springer!

    Ich lehne die neue Rechtschreibung ab und ignoriere sie beflissen.
    Denn ich habe diese Rechtschreibreform nur für eine Neuerung dahingehend gehalten, daß man sich den allgemein sich verschlechternden Rechtschreibkenntnissen anpaßt.

    Daher - gut so.
    Dem kann ich nur zu 100% zustimmen. Ich hoffe, daß sich weitere Verlage der Rückkehr zur alten Rechtschreibung zügig anschließen, nachdem ja bereits die FAZ eine Vorreiterrolle übernommen hatte.

  9. #8
    Benutzerbild von bubu

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    Hi J.B.,

    J.B. postete
    Ich für meinen Teil habe niemanden damit beauftragt so eine Reform zu basteln!
    Genau so wenig, wie du wahrscheinlich niemanden direkt damit beauftragt hast, das Prinzip der Verkehrsampeln einzuführen. Dennoch nehme ich mal an, dass du an roten Ampeln hälst - zumindest, wenn du mit dem Auto unterwegs bist So funktioniert eine Republik nun mal - indirekte Demokratie. Es gibt zum Glück genügend Mittel, seine Unzufriedenheit gegen beschlossene Gesetze und Missstände zum Ausdruck zu bringen: Demonstrieren, Publizieren, Streiken, politisch aktiv werden, etc. Nur Ignorieren halte ich für den falschen Weg - schließlich würdest du doch auch kaum auf die Idee kommen, einfach konsequent jedesmal bei Rot über die Ampel zu fahren, wenn du der Ansicht wärst, dass rote Ampeln Quatsch sind, oder?

    Für mich wäre das ein Fall für einen Volksentscheid gewesen, den wir ja leider nicht haben. Wäre es zu einem solchen gekommen bin ich mir ziemlich sicher, dass es nie eine Reform, wie sie derzeit vorliegt, gegeben hätte!
    Wär' 'ne Idee gewesen, aber es ist vielleicht manchmal auch besser, wenn das Volk nicht direkt entscheidet. Denke nur an die Maastricht-Abstimmung - beinahe hätten wir heute nicht das europäische Gefüge, wie wir es jetzt haben und sicher auch nicht den Euro (obwohl das bestimmt auch viele gerne so hätten).

    Übrigens gehört die Sprache auch nicht den Kultusministern.
    Wie gesagt - sie gehört dem Volk. Dies wählt seine Vertreter. Die Vertreter ernennen ihre Minister. So funktioniert eine Republik. Ansonsten siehe oben.

    Jetzt ist eben die Frage, was schwerer wiegt. Die Menschen die mit der alten Rechtschreibung aufgewachsen sind, Tag täglich damit zu tun hatten, oder die Generationen, die mit der neuen Rechtschreibung in der Schule aufgewachsen sind/aufwachsen?
    Ich hätte einen ganz einfachen Kompromiss anzubieten: Die neue Rechtschreibung wird an den Schulen ausschließlich gelehrt und ist verbindlich für Medien, Publikationen und sonstige sprachliche Erzeugnisse. Alte Rechtschreibung wird weiterhin nicht als Fehler angerechnet. Lass zwei, drei Generationen ins Land ziehen und das Problem hat sich ganz von selbst erledigt.

    Ich hätte es sinnvoller gefunden, diese ganze Reform länger und vor allem besser zu durchdenken und vorzubereiten
    *unterschreib*

    ...verbunden mit einem Volksentschied. Das wäre wenigstens demokratisch gewesen.
    *nicht unterschreib*

    Wenn wir Volksentscheide über Reformen entscheiden lassen, werden wir wahrscheinlich niemals (irgend) eine Reform bekommen...

    Gruß
    bubu

  10. #9
    Benutzerbild von J.B.

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    Ich habe rote Ampeln schon immer als störend empfunden

    Spaß beiseite. Ich finde Ampeln mit dieser Reform zu vergleichen hinkt wie ein besoffener Pirat nach 2 Fässern Rum bei Windstärke 10 und nur jeder zweiten Planke auf dem Oberdeck.

    Aber ich verstehe was Du meinst.

    Mir wäre etwas mehr Einfluß bei so der Reform eben lieber gewesen. Daher mein Wunsch nach dem Volksentscheid. In dem Fall hätte ich ihn sinnvoll gefunden. Ganz im Gegensatz zum Maastricht-Beispiel. Da stimme ich Dir zu.

    Dein Kompromiss hat was für sich, aber ich wäre dennoch für einige Nachbesserungen.

    Gruß

    J.B.

  11. #10
    Benutzerbild von musicola

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    bubu postete
    Ich hätte einen ganz einfachen Kompromiss anzubieten: Die neue Rechtschreibung wird an den Schulen ausschließlich gelehrt und ist verbindlich für Medien, Publikationen und sonstige sprachliche Erzeugnisse. Alte Rechtschreibung wird weiterhin nicht als Fehler angerechnet. Lass zwei, drei Generationen ins Land ziehen und das Problem hat sich ganz von selbst erledigt.
    So sieht's uhse, Beate!

    Den Vorschlag unterschreibe ich sofort!

    musicola

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