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Steve Irvin's Fehltritt

Erstellt von hoodle, 14.01.2004, 18:41 Uhr · 25 Antworten · 1.989 Aufrufe

  1. #11
    Benutzerbild von hoodle

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    J.B. postete
    @ hoodle

    Und ich glaube Du hast da einen ganz wesentlichen Punkt übersehen! Steve mag für sich ja Erfahrung ohne Ende gesammelt haben in all den Jahren, aber er war in solchen Situationen bisher immer alleine! Er hat eben nie einen Säugling bei seinen ganzen Expeditionen dabei gehabt und zusammen mit sich selbst den Gefahren ausgesetzt. Wie soll er da bitte Erfahrung im Umgang mit einer solchen Situation haben?
    Ich denke nicht, dass die Erfahrung dahin ist, weil noch jemand anderes dabei ist. Sicherlich ist die Situation anders, aber deshalb Steve jegliche Erfahrung (und die hat er zweifellos) abzusprechen halte ich für sehr übertrieben.

    J.B. postete Du führst an Dich im Auto anzuschnallen, auch wenn Du mit Deinem Vater fährst. Du bist 32 Jahre alt, selbst Autofahrer, den Gefahren des Straßenverkehrs täglich ausgesetzt verfügst über angelernte unter Umständen lebensrettende Reflexe, hast selbst jahrelange Erfahrung im Straßenverkehr und kannst plötzlich auftretende Situationen einschätzen und beurteilen. Würdest Du Dein paar Wochen altes Kind auf Grund all dieser Faktoren bei Dir im Auto mitfahren lassen, obwohl kein Grund dazu besteht??? Deiner Argumentation nach müßtest Du jetzt JA sagen und das glaube ich nicht.
    Weshalb soll ich einen Säugling im Auto mitnehmen wenn kein Grund dazu besteht? Und ich habe auch schon oben erwähnt dass ich weder mich noch meine Kinder in das Tiergehege setzen würde. Ich kapiere jetzt ehrlich gesagt nicht, was du mir damit sagen willst.


    J.B. postete Nebenbei bemerkt ist es völlig egal, ob es sich hier um einen Einzelfall handelt der von den Medien in Ermangelung von anderen sensationellen Nachrichten hochgepusht wurde oder ob es hier um die vielen unangeschnallten Kinder in deutschen Autos geht. Um die ging es in der Diskussion nämlich nicht! Und so wie ich schrieb, ist uns wohl allen bewußt, wie dumm, unverantwortlich, leichtsinnig und lebensbedrohlich dieses Verhalten von Eltern ist.

    Ebenso empfinde ich hier das Verhalten von Steve, der sein Kind vollkommen unnötig in Lebensgefahr gebracht hat.
    Ich empfinde Vergleiche in Diskussionen als unerlässlich, um die Relationen aufzuweisen. Aus diesem Grund werde ich auch in Zukunft nicht darauf verzichten. Dass ich Steve's Verhalten gut finde, habe ich allerdings nirgends geschrieben.


    J.B. postete Ich habe die Gesamtaufnahme seiner Show gesehen und in der hat er zunächst das Kind knapp über Bodenhöhe dem Krokodil hingehalten! Bis zur ersten Reaktion des Krokodils. Danach hat er es höher gehalten. Das Ganze fand noch dazu etwa 3 Meter vom Gehegezaun entfernt und vor Publikum statt!
    Hast du ein Bild von der ersten Szene? Die kenne ich in der Tat noch nicht, obwohl das Video bis zum Erbrechen im TV lief.

    J.B. postete Man sollte auch erwähnen, dass dies Steves erste Erfahrungen mit Kindern sind! Er ist zum ersten Mal Vater und ich finde er hat keine Ahnung davon, was er einem Kind in dem Alter da zumutet.
    Er hat übrigens eine vierjährige Tochter die, zumindest im Gehege, ab und an dabei ist.

    J.B. postete Ich glaube kein Raubtierdompteur der Welt würde sein Baby mit ins Gehege nehmen, kein Stuntman würde sein Baby umgeschnallt mit vom Dach springen lassen und kein Haiforscher würde sein Baby mit in den Unterwasserkäfig nehmen. Warum? Weil man normalerweise versucht potentielle Gefahren von seinem Kind fernzuhalten, egal wieviel Erfahrung man selbst mit Gefahrensituationen hat.
    Oh doch, da habe ich schon diverse Sachen gesehen. Züchter von Schlangen und Alligatoren lassen ihre Säuglinge und Kleinkinder mit den Tieren alleine. Einmal waren zwei Kinder vor lauter Würgeschlangen fast nicht mehr zu sehen. Irgendwo in Asien lebt eine Familie mit lauter Skorpionen im Haus. Und mit einen Stuntman habe ich auch noch was im Hinterkopf. Gut, zu einem Haiforscher fällt mir jetzt kein Beispiel ein.

    J.B. postete In der Diskussion ging es nur um diese Situation und nicht um Raucher, Autofahren oder Hundehalter. Es gibt in allen Bereichen des Lebens unverantwortliche Menschen die andere in Gefahr bringen und über die wir uns zu Recht aufregen. Hier jedoch ging es um einen konkreten und bewußt provozierten und herbeigeführten Einzelfall, bei dem das Leben des eigenen, wenige Wochen alten Kindes in Gefahr gebracht wurde.
    Doch, ich brauche Vergleiche um aufzuweisen, dass 5 Minuten Gefahr weniger sind als jahrelange Gefahr z.B. durch rauchende Eltern. Von Spätfolgeschäden der Kindeskinder mal ganz abgesehen.

    J.B. postete
    hoodle postete

    Ich denke jedes Kind, das unangeschnallt im Auto rumturnt ist wesentlich gefährdeter als das Kleinkind bei Steve im Kroko-Gehege............. Ich bin mir sicher, dass Steve soviel Erfahrung hat, dass er die Gefahr auf jeden Fall kalkulieren kann.
    Die unterstrichenen Stellen sind es, die ich nicht begreifen kann. Hier geht es nicht darum einen Vergleich mit anderen Gefahrensituationen zu ziehen sondern nur um dieses Szenario. Wie kann man sich da bitte sicher sein, dass Steve die Gefahr auf jeden Fall kalkulieren konnte? Und anscheinend ja so, dass er es verantworten konnte sein Kind in diese Situation zu bringen. Das würde doch eigentlich bedeuten, dass er zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für das Kind gesehen hat!
    Wie du schon richtig erwähnst habe ich geschrieben, dass er die Gefahr kalkulieren kann. Dass er sie ausschliessen kann habe ich nicht geschrieben.

    J.B. postete Willst Du mir jetzt wirklich allen Ernstes weismachen, dass Du da nicht auch nur einen Hauch einer Gefahr für das Leben des Kindes gesehen hast? Wenn doch, dann ist Deine Aussage die ich zitiert habe falsch!
    Auf welcher Aussage meinerseits diese Schlussfolgerung basiert kann ich auch nach mehrmaligem Lesen meiner Postings nicht nachvollziehen. *kopfschüttel*

    J.B. postete Zur Vedeutlichung:

    hoodle postete

    Ich denke jedes Kind, das unangeschnallt im Auto rumturnt ist wesentlich gefährdeter als das Kleinkind bei Steve im Kroko-Gehege....
    raabi2000 postete

    Erst mal stimme ich Hoodle vollkommen zu. Wer sich jahrelang mit diesen Tieren beschäftigt ist bestimmt verantwortungsvoller als Mami, die ihren Säugling mal eben im Auto lässt wenn sie einkaufen ist.
    Ich denke, wenn man die Eltern befragen würde, hätten die nie geglaubt, dass da zu irgendeinem Zeitpunkt Gefahr, genauer gesagt Lebensgefahr für die Kinder bestanden hätte! Viellecht haben ja diese Autofahrenden Eltern auch schon jahrelange Erfahrung im Straßenverkehr oder im Umgang mit Hitze, aber sie haben eben meist keine Erfahrung mit Kindern an sich und in diesen Situationen. Darüber regt ihr Euch, vollkommen zu Recht, auf! Steve hat jahrelange Erfahrung mit Krokodilen, nur eben nicht mit Kindern an sich und in der Situation um die es mir ging. Und darüber rege ich mich auf!
    Oh doch, diesen Eltern ist das ganz bestimmt bewusst. Seit wieviel Jahren haben wir die Anschnallpflicht auf Rückbänken? So aus dem Augenwinkel würde ich auf 20 Jahre tippen, mindestens. Willst jetzt du mir weismachen, dass es Leute gibt, die denken ohne Gurt fahren sie sicher Auto? Okay, wahrscheinlich gibt es solche Idioten. Aber zurück zum Thema, Steve hat Erfahrung mit Krokodilen und mit Kindern. Über was ich mich aufrege ist diese Doppelmoral einiger Leute im allgemeinen und die Aussagen der selbsternannten Experten im besonderen, die fordern man sollte Steve das Sorgerecht entziehen. Da frage ich mich ernsthaft ob die einen im Tee haben? Und aus diesem Grund habe ich die Beispiele angeführt mit den Rauchern und den unangeschnallten Kindern. Wenn mir noch ein Vergleich erlaubt sei, dann würde ich gerne noch Katie Price anführen. Weil sie offensichtlich gedacht hat sie müsste während der Schwangerschaft auf Parties rumspringen und Alkohol und Zigaretten konsumieren ist ihr Sohn jetzt schwerstbehindert. Ein Pflegefall für den Rest seines Lebens. In meinen Augen müsste man sich in diesem Fall Gedanken um das Sorgerecht machen.


    J.B. postete Für mich ist jede dieser Situationen vollkommen unverantwortlich und ich verurteile es aufs Schärfste, wenn man Kinder, und dazu noch die eigenen, willkürlich und absolut unnötig in Gefahr bringt! Und genau von diesem Vorwurf habt ihr Steve in Eurer Argumentation befreit. Das ist es was ich nicht verstehe!
    Ich habe Steve von gar keinem Vorwurf freigesprochen. *wunder* Ich wiederhole mich aber gerne und ich bleibe bei meiner Meinung, dass Steve Erfahrung hat und die Situation gut einschätzen kann. Was mich aufregt ist die Negativpresse, die Doppelmoral und die selbsternannten Experten die natürlich alles besser wissen. Und wenn Steve nach deiner Aussage die Gefahr (trotz jahrelanger Wildtiererfahrung) doch nicht einschätzen kann, wie kann es dann so ein Sesselpupser von selbsternanntem Experten?

    Ich denke unsere Meinungen über die Steve's Aktion an sich gehen gar nicht so weit auseinander. Bloss sehe ich das ganze in Relation zum Verhalten anderer Leute. Und das ergibt eine völlig neue Sicht der Dinge.

  2.  
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  3. #12
    Benutzerbild von Level 42

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    Da guck ich mir lieber den Crocodile Hunter "Steve Irwin" an, der erklärt wenigstens noch etwas zu so genannten "Ekel"-Tieren.
    @hoodle
    OOOOh je da hab ich ja mit Posting 008 im "Da gehört er hin!" Thread ganz schön was losgetreten, das Du gleich einen eigenen Thread dazu eröffnest.

    Gruß Level 42

  4. #13
    Benutzerbild von hoodle

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    Wenn ich ehrlich bin, dann ist mir das gar nicht aufgefallen. Du kannst heute also ganz unbesorgt und ohne Schuldgefühle in's Bett gehen! *g*

  5. #14
    Benutzerbild von Level 42

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    @Hoodle
    Freispruch, Danke .

    @ALL
    Die Monster der Tiefe läuft gerade auf Pro7, ist gar nicht übel.

    Gruß Level 42

  6. #15
    Benutzerbild von J.B.

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    @ hoodle

    Jüp ich denke wir haben da schon die gleiche Meinung .

    Ich habe eben nur völlig wertfrei diesen konkreten Einzelfall betrachtet und Du den Kernpunkt Verantwortunglosigkeit sonder gleichen sehr allgemein .

    Mit wertfrei meine ich übrigens, dass jeder der sein Kind bzw. Kinder allgemein durch Fahrlässigkeit in Gefahr bringt sich bei mir in höchstem Maße unbeliebt macht, völlig unabhängig davon, welches Kind da größerer Gefahr ausgesetzt ist.

    Daher habe ich auch keine Vergleiche hinzugezogen. Für sind in einer Diskussion über einen konkreten Einzelfall in einem definierten Millieu, Rück- oder Querverweise auf etwas Allgemeines aus einem anderen Millieu, selbst wenn der Hauptpunkt der gleiche ist, unzulässig.

    Und was ich eigentlich (ganz allgemein und am Beispiel dieser Diskussion) auch nicht mag ist Folgendes. Warum ist es so schlimm (oder wie Du es nennst doppelmoralisch), wenn man sich über einen Einzelfall aufregt, dass sofort jemand kommt der schreit: "Das ist doch völlig doof/idiotisch/unrealistisch/sinnlos/unnötig/usw. sich sooo über den Fall, über den da diskutiert wird aufzuregen, wo es doch noch so viel anderes Schlechtes/Schlimmeres/etc. auf der Welt gibt. Wenn ich eine Diskussion zum Thema vorsätzliche Verantwortunglosigkeit von Eltern ihren Kindern gegenüber will, dann mache ich dazu einen eigenen Thread auf! Ich habe lediglich begründet warum Steve für [u]mich[/b] unten durch ist. Genau so wie es jeder Autofahrer ist der sein Kind nicht anschnallt oder sonstwer der sein Kind, ob bewußt oder unbewußt, in Lebensgefahr bringt.

    Wir beide haben in denen von uns gewählten Fällen den Leuten (ich Irwin und Du z.B. den Eltern die ihre Kinder nicht anschnallen) vorsätzliche Fahrlässigkeit vorgeworfen und sehen diese im Fall des jeweils anderen eher nicht gegeben. Wir meinen also im Grunde das Gleiche .

    Ich denke damit sollte die Sache erledigt sein .

    Das er noch eine Tochter hat wußte ich nicht. Da habe ich mich schlecht vorher informiert. Ich habe die Gesamtaufnahem bei einem Bekannten via Australisches TV im Netz gesehen. Das waren Aufnahmen, die hier nur geschnitten zu sehen waren.

    Gruß

    J.B.

  7. #16
    Benutzerbild von hoodle

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    So, bin zurück von meinem Seminar. Deshalb gerade noch eine kurze Stellungnahme meinerseits:

    Dass man immer etwas findet, dass schlimmer ist ist logisch. Darauf wollte ich auch gar nicht hinaus. Da hast du mich völlig falsch verstanden (der unterstrichene Teil deines Beitrags). Mir ging es um den Vergleich um die Relation der Vorkommnisse dazustellen, weil plötzlich ein Aufschrei durch die Republik ging und das ganze, wie man hier im Board auch gesehen hat, von Leuten verurteilt wurde die weder Steve kennen, noch den Vorfall registriert hatten. Soviel zum Thema, ich bin dagegen, auch wenn ich gar nicht weiss um was es geht. Und eben dieser Aufschrei war es, der mich genervt hat, das sage ich jetzt bestimmt zum vierten oder fünften Mal. Diese scheinheiligen Journalisten spielen wieder Moralapostel und recherchieren und dokumentieren auf untersten Niveau. Und alle sagen: "Pfui, wie kann man nur. Wie unverantwortlich, nehmt dem Mann das Kind weg."

  8. #17
    Benutzerbild von bubu

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    Und nu isser tot
    http://www.stern.de/wissenschaft/nat...er/569209.html

  9. #18
    Benutzerbild von J.B.

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    Heftige Neuigkeit, aber war irgendwie absehbar. Nichtsdestotrotz sehr tragisch! RIP, Steve.

    Mir tut es vor allem um die Kleinen leid.

    Gruß

    J.B.

  10. #19
    Benutzerbild von stoni

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    Wir haben Ihn immer als ein wenig verrückt angesehen.
    Trotzdem schade ......besonders traurig für 2 Kleinen Kinder.

  11. #20
    Benutzerbild von frasier

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    Ich finde diese Mein-Kind-soll-mal-in-meine-Fußstapfen-treten-und-deswegen-gewöhne-ich-es-schon-mal-an-seine-zukünftigen-Herausforderungen einfach nur primitiv.

    Aber dieser Irvin hatte sowieso nicht alle Latten am Zaun, so wie er auf Krokodile gesprungen ist. Er schien wohl an krankhafter Selbsterüberschätzung zu leiden.

    Sein Tod die logische Konsequenz seines Verhaltens.

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