Seite 55 von 82 ErsteErste ... 54551525354555657585965 ... LetzteLetzte
Zeige Ergebnis 541 bis 550 von 816

Sympathien / Antipathien

Erstellt von bamalama, 15.01.2005, 20:35 Uhr · 815 Antworten · 103.011 Aufrufe

  1. #541
    Benutzerbild von musicola

    Registriert seit
    07.02.2002
    Beiträge
    13.850

    AW: Sympathien / Antipathien

    Zitat Zitat von Elek.-maxe Beitrag anzeigen

    Mal' nicht den Teuf..., äh, ... den Friedmann an die Wand.
    Ist nach meinem Dafürhalten 'eh ein und derselbe!

    Achja, ausnahmsweise mal nicht im Bildblog-Thread:

    Die schönsten Nazi-Vergleiche der "Bild"-Leser


  2.  
    Anzeige
  3. #542
    Benutzerbild von PostMortem

    Registriert seit
    28.12.2004
    Beiträge
    1.997

    AW: Sympathien / Antipathien

    Zitat Zitat von musicola Beitrag anzeigen
    Ist nach meinem Dafürhalten 'eh ein und derselbe!

    Achja, ausnahmsweise mal nicht im Bildblog-Thread:

    Die schönsten Nazi-Vergleiche der "Bild"-Leser

    Jau, da waren ein paar richtige Knaller bei..... "Wir hatten Respekt vor unseren Eltern und vor alten Leuten". Klaro, viele alte Leute hat man damals sogar zu Hause abgeholt und mit einem gratis Zugticket in die ewigen Ferien gefahren...

    Der hier war auch gut "Die Mütter als Garantie für heile Familien, genau so wie auch der Bauernstand. Und heute? Scheidungskinder, Schulversager und Gammelfleisch. Damals unmöglich!" Unheimlich heile die Welt damals, da konnte ja keiner dem anderen ein Haar krümmen zur Nazi-Zeit und alle hatten glücklich verheiratete Eltern

    Aber ok... solche Äußerungen lassen einen zumindest wieder zweifeln, ob die Leute damals vielleicht doch nicht so viel davon mitbekommen haben, was eigentlich abging.

    PM

  4. #543
    Benutzerbild von sturzflug69

    Registriert seit
    03.02.2003
    Beiträge
    2.276

    AW: Sympathien / Antipathien

    Klischeedrescher anwerf:
    Eva Braun-Hermann Göring.Da konnte ja nix gutes bei rumkommen.
    Apropos Aussehen:Bestimmt trinkt Eva auch "nur"deutsches Wasser und schläft viiieeel.Wie soviele andere Kolleginnen(z.B.Iris Berben.)
    Ich schlafe auch nicht wenig,aber wo gibts denn dieses Wasser?

  5. #544
    Benutzerbild von Torsten

    Registriert seit
    05.10.2001
    Beiträge
    6.613

    AW: Sympathien / Antipathien

    Neuigkeiten im Fall Herman:

    http://www.dwdl.de/article/news_12544,00.html

    Besonders interessant dieser Abschnitt:
    Der Umgang des Senders mit dem Fall Herman in den vergangenen Tagen erscheint allerdings fragwürdig. Nicht nur bei "Extra 3". So wurde Herman in dieser Woche kurzfristig auch als Gast bei der ZDF-Talkshow "Johannes B. Kerner" ausgeladen. Sie sollte dort am Dienstag über ihr neues Buch sprechen. Stattdessen wurde sie ausgeladen - vom ZDF in Mainz. Für Kerner und sein Team wäre es eine Traumbesetzung mit eben solcher Quote gewesen. Man kann annehmen, dass das ZDF auf Wunsch des NDR oder aus öffentlich-rechtlicher Solidarität die Ausladung angewiesen hat.

    Ohne jede Verharmlosung der Worte von Eva Herman muss man feststellen, dass NDR und im Falle der Ausladung bei Kerner auch das ZDF ausgerechnet in der Woche des Gebührenurteils in Karlsruhe keine besonders konsequente Haltung einnehmen, wurde doch stets betont, wie wichtig eine angemessene Gebührenerhöhung für die Sicherung der journalistischen Qualität der Öffentlich-Rechtlichten sei. Vielleicht hätte der NDR über seinen eigenen Schatten springen sollen: Eva Herman wäre als Gast der ersten Sendung von Anne Will am Sonntag ein Quotengarant gewesen. Die Chance, Herman mit Argumenten zu stellen, wurde so vertan.

  6. #545
    Benutzerbild von PostMortem

    Registriert seit
    28.12.2004
    Beiträge
    1.997

    AW: Sympathien / Antipathien

    The next big nazi thing...

    Meisner verteidigt seine Wortwahl

    Für seine Äußerungen zu "entarteter Kultur" wird der Kölner Erzbischof Joachim Meisner massiv kritisiert. Den Kardinal ficht das aber nicht an. Im Domradio verteidigte er seine Wortwahl.

    http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,505906,00.html


    Ich habe noch nie viel für die Kirche über gehabt (ich halte es da eher mit den teilweise radikal anmutenden anti-kirchlichen Ansichten, die Richard Dawkins zuletzt äußerte). Ich schicke das nur voraus, damit nicht wieder verwechselt wird, dass man jemanden verteidigen kann ohne ihn/sie toll oder attraktiv zu finden.

    Also: Kardinal Meissner gehört eigentlich in Klammern hinter den Antipathie-Part dieses Thread-Titels.

    Was mir in diesem Fall aber wiedermal auffällt ist ein großer Fehler den man im Kampf gegen Rechts begeht. Statt sich sämtliche Formulierungen, Worte und Symbolik für den Alltagsgebrauch zurückzuerobern, brandmarkt man gewisse Ausdrücke lieber seit Jahrzehnten als nationalsozialistisch. Im Grunde ist das ja auch der Punkt, den Eva Herman angeprangert hatte: Nur weil die Nazis gewisse Werte hoch hielten, haben die 68er gemeint sie gründlich ausmerzen zu müssen. Doch waren diese Werte deshalb nationalsozialistisch? "Entartete Kultur" mag kein akzeptabler Begriff sein, aber er kommt uns nur nationalsozialistisch vor, weil uns das ins Hirn gebrannt worden ist. Ähnliches kennen wir von Runenschriften, die heute albernerweise auch oft sofort mit dem Nationalsozialismus assoziiert wird.

    Würde man nicht so handeln und diese Albernheiten lassen, hätten viele Rechte überhaupt keine Möglichkeit mehr Ausdrucksweisen und Symbolik zu vereinnahmen um damit rechte Positionen zu besetzen. Aber man unterstützt sie im Gegenteil noch dabei... Das ist in meinen Augen absoluter Schwachsinn.

    PM

  7. #546
    Benutzerbild von SonnyB.

    Registriert seit
    14.07.2002
    Beiträge
    8.765

    AW: Sympathien / Antipathien

    Da gehe ich mal zu 100% mit PM überein. Lässt man den Schwachsinn mit den Wortassoziationen sein und schubbst die Begriffe wieder dahin, wo sie ursprünglich herkamen (bevor sie von einem kleinen, machtbesessenen und hässlichen Österreicher "geliehen" wurden), nimmt man den Neonazis ein gutes Stück Substanz. Dann müssen die nämlich tatsächlich mal am Text feilen, ohne mit Schlagworten, bei denen sich jeder gleich erschreckt, um sich werfen zu können.

  8. #547
    Benutzerbild von Torsten

    Registriert seit
    05.10.2001
    Beiträge
    6.613

    AW: Sympathien / Antipathien

    Angesichts italomasters letzter Äußerung in diesem Thread vermute ich übrigens, dass er kürzlich dieses Buch gelesen hat.


  9. #548
    Engel_07
    Benutzerbild von Engel_07

    AW: Sympathien / Antipathien

    Zitat Zitat von ihkawimsns Beitrag anzeigen
    Wenn sie (Eva Herman) gesagt hätte "vor hundert Jahren war das so und so und ich fand das besser" wäre das wohl niemandem sauer aufgestoßen. Bei jemandem, der aber explizit zum Dritten Reich Stellung nimmt, schaut man halt nach wie vor genauer hin.
    Genau das ist der Punkt. Denn was Frau Herman da gemacht hat, ist die gleiche Masche, mit der auch die Neue Rechte versucht wieder Fuß zu fassen und nach und nach wieder Zustimmung in der Bevölkerung bekommt.
    Es werden die Punkte aus dem Dritten Reich hochgehalten, die von der Mehrheit der Bevölkerung eigentlich erstmal als gut befunden werden: die Familie wurde unterstützt, alle hatten Arbeit, es wurde noch etwas für die Jugend getan, es gab mehr Zusammenhalt. Das sind alles Punkte, die auch hier im Forum sicherlich keiner als schlecht ansieht.

    Das sich Hittler dieser guten Dinge aber nur bedient hat, um seinen Krieg vorzubereiten, wird erstmal weggelassen oder sogar total verdreht wiedergegeben. Dann sind letztendlich die Deutschen die Opfer der Alliierten (z.B. Luftangriff auf Dresden 13.02.1945).

    Deshalb kann ich Sätze wie "Das mit den Juden war zwar schlimm, aber immerhin hatten alle Arbeit" oder Äußerungen wie jüngst von Eva Herman getätigt nicht mehr hören und kann nur sagen:

    Nein! Am Dritten Reich war definitiv NICHTS gut!

  10. #549
    Benutzerbild von PostMortem

    Registriert seit
    28.12.2004
    Beiträge
    1.997

    AW: Sympathien / Antipathien

    Zitat Zitat von Engel_07 Beitrag anzeigen
    Genau das ist der Punkt. Denn was Frau Herman da gemacht hat, ist die gleiche Masche, mit der auch die Neue Rechte versucht wieder Fuß zu fassen und nach und nach wieder Zustimmung in der Bevölkerung bekommt.
    Es werden die Punkte aus dem Dritten Reich hochgehalten, die von der Mehrheit der Bevölkerung eigentlich erstmal als gut befunden werden: die Familie wurde unterstützt, alle hatten Arbeit, es wurde noch etwas für die Jugend getan, es gab mehr Zusammenhalt. Das sind alles Punkte, die auch hier im Forum sicherlich keiner als schlecht ansieht.

    Das sich Hittler dieser guten Dinge aber nur bedient hat, um seinen Krieg vorzubereiten, wird erstmal weggelassen oder sogar total verdreht wiedergegeben.
    Selbst wenn Du recht hättest und es keinen Unterschied macht ob man das dritte Reich schönreden will und deshalb seine angeblichen Vorzüge preist oder ob man heutige Missstände anprangert und Anleihen für andere Vorgehensweisen aus der Historie nimmt. Was will man mit dieser Sicht der Dinge eigentlich erklären? Im Grunde heisst diese Antwort ja: "Ohne Nationalsozialismus im Rücken kann man die Arbeit von Müttern nicht genügend wertschätzen. Das ist nicht schön, aber heute leider in Stein gemeisselt!".

    Den Rechten entzieht man durch solche Erklärungen den Nährboden bestimmt nicht. Wenn die Rechten in vielen ländlichen Gebieten mittlerweile die Einzigen sind, die für die Jugend ein Freizeitangebot auf die Beine stellen, braucht sich kein Politiker wundern, dass den Leuten völlig egal ist warum die das machen. Da bräuchte keiner kommen und erklären: "Schon beim Hitler durften die Jungs nur Segelfliegen, damit sie später mal Kampfpiloten werden!", sondern da müsste mal jemand mit den ewigen Streichkonzerten bei der Jugendarbeit aufhören. Oder kurz gesagt: Die sollen nicht labern, sondern machen!

    PM

  11. #550
    Benutzerbild von compagnies

    Registriert seit
    05.08.2003
    Beiträge
    2.055

    AW: Sympathien / Antipathien

    Zitat Zitat von Engel_07 Beitrag anzeigen
    Nein! Am Dritten Reich war definitiv NICHTS gut!
    Ich finde Deine Aussage etwas "hektisch über den Ecktisch"!

    Das ist ja auch so nicht wahr, denn bspw. waren die Parteitage der NSDAP - besonders in Nürnberg - hervorragend organisiert!

    OK, die Vergleichsmöglichkeiten fehlen etwas, schliesslich konnten andere Parteien sich zu dieser Zeit nicht derart öffentlich darstellen, aber mal ernsthaft: Wer wäre da noch hingegangen? Hätte doch eh niemand Zeit gehabt, weil alle bei der Vorbereitung der Choreographien waren!


    Und das mit der Arbeit, das ist doch ein entscheidender Punkt!
    Da gab es kein Rumgelottere und keine Alkis vor der Agentur für Arbeit!
    zum Glück sind wir in dieser Republik auch in der absehbaren Nähe der wiedereintreffenden Vollbeschäftigung!

    Wichtige Komponenten bei diesem Ideal sind halt die Bedingungen: Du kannst dir Deine Tätigkeit nicht aussuchen und Du kannst keinen Lohn verlangen, der dir Dein sorgloses Überleben sichert!

    A pro pos "sicher": Heuer ist ja noch nicht einmal ein Parteibuch ein Garant für solche Auswahlmöglichkeiten - das war seinerzeit viel zuverlässiger!

    Nicht zu vergessen: Sauber! Vor allem war es auch sauber!
    Hast Du bspw. in Filmaufnahmen aus dieser Zeit mal irgendwo Dosenbier rumliegen sehen? Njente! gab es nicht: Es war halt sauber!

    Und Bauwirtschaft: Autobahnen wurden da gebaut: Es war die reine Pracht!
    Heuer musst Du ja erstmal ein Studium in angewandter Kenntnis aussterbender Sing- oder Sittvögel bestanden haben, bevor Du eine Karte zur Hand nehmen kannst, um eine Trasse in Teile dieser Republik schlagen zu können ... Sicher: Heute ist der Plan, Leute von A (Platz bezahlbaren Lebens) nach B (Ort der individuellen Wertschöpfung) zu schaffen - im besten Falle geht es sogar zurück! Aber da ist wieder so viel Ich-Bezogenheit drin, da war der alte Master-Plan viel besser, denn da ging es einfach von A-Land nach B-Land und ZACK: Eine Gasse tat sich auf! Wunderbar! Findest Du heute nur noch ganz selten!

    Nicht vergessen darfste, das "wir" uns mittlerweile über Jahrzehnte durch Geburtenverzicht so gesundschrumpfen, wie der Staat es nötig hat, das wurde aber seinerzeit mal ganz flott in sechs Jahren Krieg erledigt! und Zeit ist bekanntlich Geld oder?

    Ich denke, diese Aufzählung lässt sich sicher noch addieren ...
    Du solltest dieses unsäglich absolute an Deiner Aussage nochmal überdenken