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Tag der deutschen Einheit soll wegfallen...

Erstellt von 666meng666, 03.11.2004, 20:49 Uhr · 85 Antworten · 4.372 Aufrufe

  1. #51
    Benutzerbild von bubu

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    Hans Eichel braucht mehr Geld? Das könnte er sich ganz einfach holen, indem er nämlich endlich mal aufhört, den Unternehmen die großzügigsten Steuergeschenke zu machen.



    (Quelle: Spiegel)

    Wir brauchen keine Abschaffung von Freizeit, was wir brauchen ist die Abschaffung unfähiger und feiger Politiker.

    Nochmal: Ein Wirtschaftswachstum wird uns allen überhaupt nichts bringen, weil die Gewinne weder dem Staat und somit auch nicht dem Sozialstaat zugute kommen und eventuelle Neuinvestitionen, sprich Arbeitsplätze, nicht in Deutschland stattfinden werden. Die Wirtschaftseliten haben sich seit vielen Jahren aus dem Sozialstaat und ihrer Verantwortung verabschiedet. Das Fordern nach Mehrarbeit bei gleichem Lohn wird uns bei diesen Vorraussetzungen alle nicht weiterbringen, im Gegenteil: arbeitsrechtlich betrachtet sind das alles Rückschritte.

    Bitte lesen:

    http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,326697,00.html

    (Spiegel-Links werden leider vom Forum nicht geschluckt, daher bitte in die Adresszeile des Browsers kopieren )

    Die effektive Besteuerung von Kapitalerträgen liegt in Deutschland seit Jahren weit unter dem EU-Durchschnitt.
    Auch aus anderen Gründen ist Deutschland für den Wiesbadener Wirtschaftsprofessor Lorenz Jarass "eigentlich ein Steuerparadies". Denn das deutsche Recht erlaubt es den Unternehmen, Arbeitsplätze ins Ausland zu verlegen - und viele Ausgaben dafür auch noch steuerlich abzusetzen. Von den Gewinnen, die abtrünnige Firmen dagegen aus ihren teils nagelneuen Auslandstöchtern nach Deutschland transferieren, verlangt der Fiskus lediglich zwei Prozent. "Die Arbeitnehmer finanzieren damit ihren eigenen Stellenabbau über die Steuer mit", so Jarass.
    Aber es ist schon klar, man nimmt sich immer da das Geld, wo am wenigsten Widerstand zu erwarten ist: beim kleinen Mann und bei den noch gar nicht Geborenen, auf deren Kosten man Jahr für Jahr weiter Schulden anhäuft.

  2.  
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  3. #52
    Benutzerbild von SonnyB.

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    Nach bubus Edit ist mein Post hinfällig

  4. #53
    Benutzerbild von waschbaer

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    Ui, hier überschlagen sich aber die Postings. Ich gehe mal noch auf einige ein.

    @Frasier

    Ein Feiertag reicht da nicht, aber 2-3 Feirtage, ein paar Urlaubstage und 2 Stunden pro Woche schon.
    Zustimmung. Aber da werden sicherlich die Gewerkschaften nicht mitmachen. Allerhöchstens bei weniger Arbeit aber gleicher Lohnfortzahlung und das halte ich für nicht sinnvoll. In keiner Art und Weise.

    @stoni

    Er war und ist kein Feiertag mit dem sich die Deutschen identifizieren und wir brauchen ihn auch nicht. .......... Jedes Land braucht einen Nationalfeiertag.Aber da wir in Deutschland eh alles negativ runtermachen ist diese letzte Stück von Nationalstolz doch auch abkömmlich ( Achtung Satire!)
    Ebenfalls vollste Zustimmung. Dass sich gewisse Bevölkerungsschichten mit dem 3.10. nicht identiziert haben, stimmt sicherlich, aber dies ist bei allen Feiertagen so, dass ein großer Prozentsatz der Deutschen diese einfach nur als "Fun-Tag" nutzen wird.

    @Bubu

    Verabschiedet euch mal langsam von dem allseits eingeimpften Irrglauben, dass Wirtschaftswachstum automatisch mehr Arbeitsplätze und allgemeine Besserung bedeuten.

    Wenn die Wirtschaft wächst, bedeutet das erst einmal, dass es der Wirtschaft selbst - oder besser gesagt: den Vorstandsetagen - besser geht. Aber es heißt noch längst nicht, dass dadurch Arbeitsplätze entstehen oder die Löhne steigen.
    100%-ige Zustimmung. Nur wollen das auch viele Politiker nicht sehen. Vieles ist hier für mich einfach nur eine Milmädchenrechnung.

    @Pallas

    Unsere Wirtschaft wächst seit Jahrzehnten, vielleicht nicht mehr so schnell, aber sie wächst. Und dennoch steigt die Arbeitslosigkeit. Diese ganze Diskussion um Mehrarbeit oder gar Streichung von Feiertagen ist absolut lächerlich und es ist einfach beschämend mit anzusehen, wie sich die Politiker von der Wirtschaft instrumentalisieren lassen. Interessant auch: es wird gar nicht mehr über das OB diskutiert, sondern nur noch über das WIE.
    Nicht umsonst wird in der letzten Zeit sicherlich immer mehr von der sog. "Ökonomokratur" gesprochen. Das Handeln vieler Politiker in Deutschland hat mittlerweile nur noch wirtschaftliche Motive. Ich habe manchmal den Verdacht, dass man mit dem Hinweise auf die Erhaltung oder Schaffung von Arbeitsplätzen alles rechtfertigen kann, egal wie gut oder schlecht, wie moralisch oder unmoralisch es sein möge.

    Und schon allein deshalb ist der 1. Mai als Feiertag wichtig und darf nicht gestrichen werden.
    Dieser Tag ist ein Symbol für die Errungenschaften der Gewerkschaften (und damit der Arbeitnehmer), auch wenn diese schon so einige Jahrzehnte zurückliegen.
    Hier stimme ich dir nicht zu. Für mich wäre auch der 1. Mai der Tag auf den ich in unserem ganzen Feiertagskalender am ehesten verzichten könnte. Ich hätte überhaupt keine Probleme, an diesem Tag in die Arbeit zu gehen. Da es sich um einen staatlichen Feiertag handelt, kann man diesen auch ganz einfach durch einen leichten Gesetzesentwurf rein von staatlicher Seite zum reinen Werktag erklären oder von mir aus - auf den ersten Sonntag im Mai schieben.

    Ich mochte diese ganzen Maiparaden und Gewerkschaftsveranstaltungen schon in den 80ern als ich klein war nicht und da hat sich bis heute nichts dran geändert.

    Aber genauso gut könnte ich mir vorstellen, dass beispielsweise der Ostermontag oder der Pfingstmontag zur Disposition gestellt werden. Allerdings wäre mir da der 1. Mai als "Streichtag" wirklich noch lieber.

    @stoni (Posting 045)

    Für mich hat der 1.Mai,bedingt durch meine DDR Vergangenheit,einen unglaublich schlechten Touch und selbst die heutigen Aufmärsche der Gewerkschaften bewirken bei mir zwiespältige Gefühle.
    Kann ich voll und ganz unterschreiben, auch wenn ich keine DDR Vergangenheit habe. Ich mochte ihn selbst als Feiertag noch nie sonderlich.

    Apropos Gewerkschaften.
    Die Diskussion bei VW hat gezeigt,wie realitätsfern und zurückgeblieben deren Führung mittlerweile geworden ist.
    VW verkauft nicht mehr so viele Autos (aus vielen bekannten Gründen ) und die Jobs sind mehr als gefährdet.
    Und die Gewerkschaft ging doch tatsächlich mit der Forderung nach Lohnerhöhungen in die Verhandlungen !!!!!!!!!!!!!
    Ich saß nur noch kopfschüttelnd vor der Glotze.
    Immer kürzere Arbeitszeiten inclusive vollem Lohnausgleich + Lohnerhöhungen im Jahresrhythmus ........irgendwann ist Schluß .....und weit sind wir nicht mehr davon entfernt .
    Als ich das gehört dachte ich mir auch, dass das wohl eher ein Fall für einen Satirebeitrag im Fernsehen sei, aber die meinen das wirklich ernst. Ich glaube, wenn die Gewerkschaften mal moderater mit ihren Forderungen sind, dann könnte man ebenfalls zu dem Schluss kommen, dass die wirtschaftliche Lage besser sein könnte. Wir haben in Deutschland eh schon mit die höchsten Lohnkosten und sind somit für Investoren aus dem In- und Ausland einfach derzeit recht unlukrativ.

    @Dave Bowman

    Es war auch im Rahmen der Berichterstattung nur ganz kurz zu sehen, dass auch ein Edmund Stoiber in seiner bayrischen Staatskanzlei schon Einspar-Konzepte ausgearbeitet hat, die ausdrücklich die Streichung des 3.10. als Möglichkeit vorschlagen. Heute stellt er sich hin und nennt andere, die so etwas vorhaben "Vaterlandsverräter". Das Volk fällt drauf rein...
    Das ist leider nicht das Einzige, was der bayerische Ministerpräsident in den letzten Wochen, Monaten und Jahren "vergessen" zu haben scheint. Wäre heute in Bayern Wahl bin ich mir sicher, dass er nicht mehr die absolute Mehrheit schaffen würde.

    @SonnyB.

    Ich denke, es geht gar nicht um den 3.Oktober an sich, sondern um einen freien Tag der wegfallen sollte. Deshalb meckern die Leute. Das hätte jeder andere Feiertag sein können.
    "Die können mir doch nicht einfach einen freien Tag streichen. "
    Also mir geht es wirklich um den 3.10. als ein Tag, den ich als "Geschichte live" miterlebt habe. Von mir aus kann man gerne an anderen Tagen den Rotstift ansetzen. Als Beispiele habe ich ja bereits den 1. Mai sowie als kirchliche Feiertage den Ostermontag bzw. den Pfingstmontag genannt. Aber den Nationalfeiertag abzuschaffen halte ich für ein falsches Signal. Dass ich ihn lieber an einem anderen Tag als dem 3.10. gesehen hätte, steht auf einem anderen Blatt Papier.

    @Bristol

    Die Gewerkschaften (allen voran immer die Metaller) stellen nur immer Forderungen, Forderungen, Forderungen auf. Mehrere Bekannte von mir sind mittlerweile aus Gewerkschaften ausgetreten weil sie einfach den Sinn nicht mehr erkennen können und sich über deren weltfremdes Auftreten nur noch ärgern. Sicherlich mögen sie früher ihre Berechtigung gehabt haben, aber Schutz am Arbeitsplatz und Mutterschutz und so weiter ist mittlerweile alles Gang und Gäbe. Heute haben die Gewerkschaften für mich nur noch hinderliche Funktion.
    Dass die IG Metall meistens ganz voran geht, wenn es um Forderungen jeglicher Art geht, das ist mir auch klar. Auch stimme ich dir zu, dass Gewerkschaften früher in meinen Augen eine größere Daseinsberechtigung haben, als heute.

    Heute bekomme ich oft den Eindruck, dass viele Gewerkschaftler nach dem Motto handeln: "Gewerkschaft = gut, Arbeitgeber = böse". Dieses Schwarz-Weiß-Denken nervt mich auch, denn man könnte genauso folgendermaßen denken: "Arbeitgeber = gut, denn er gibt uns die Möglichkeit zu arbeiten und dadurch auch zu einem gewissen Grad auch, uns selbst zu verwirklich, Gewerkschaft = oft (ich schreibe bewusst nicht immer) erst einmal die Anti-Position einnehmen, weil man darf ja nicht mit den Arbeitgebern eine gemeinsame Lösung sofort parat haben. Aber warum eigentlich nicht???"

    Ich weiß nicht, ob jemand noch das Lied "Part of the union" aus den 70er Jahren kennt. Die Gruppe hieß damals "The Strawbs" (bin mir aber nicht 100%-ig sicher). Auf jeden Fall kommt da eine Textzeile vor, die da lautet: "Get up, get me a part of the union. ..... for the rise of the factory´s fall". Diese Einstellung haben meines Erachtens leider auch heute noch einige Gewerkschaftler und wollen nicht einsehen, dass wenn sie nicht einlenken (z.B. keine Lohnerhöhung) dies einfach nur noch kontraproduktiv ist. Nur mal so ein positives Beispiel: Kaum eine andere Berufsgruppe hat in den letzten Jahren mehr Nullrunden hinnehmen müssen als die Beamten. Aber von denen hört man nie Proteste. Wenn die Metaller hingegen nur 1, was weiß ich wieviel Prozent bekommen, dann hagelt es Streikdrohungen, verbale Attacken und sonstige Drohgebärden.



    @Dave Bowman (posting 049)

    Die meisten Leute wissen sowieso nicht, was die einzelnen Feiertage bedeuten. Da hast Du ganz Recht: Es ist auch egal! Ich bin nichtmal mehr in der Kirche, ich bin nicht religiös. Ich nutze keinen Feiertag der Bestimmung entsprechend - und das teile ich mit der erdrückenden Mehrheit der Deutschen.
    Und ob du es glaubst oder nicht. Bei mir haben letztes Jahr in meiner Klasse im Rahmen eines Unterrichtsprojektes zum Thema "Umgang mit der Zeit" alle Schüler meiner Klasse ein Referat gehalten zu einem Feiertag (entweder kirchlich oder staatlich), so dass man einfach mal wweiß, um was es bei den einzelnen Feiertagen eigentlich geht. Ich war zum Teil echt erstaunt, welche qualitativen Beiträge die Schüler geleistet haben.

    Seltsamerweise ist zumindest bei mir in meiner örtlichen Kirchengemeinde an einem Feiertag der Gottesdienstbesuch deutlich höher als an einem normalen Sonntag.

    Du bezeichnest dich als nicht religiös. Darfst du gerne machen. Die meisten Deutschen (zumindest die aus dem ehemaligen Westteil der Republik) dürften mittlerweile eher das sein, was man "distanziert kirchlich" nennt. Das bedeutet, sie sind Mitglied einer der beiden Großkirchen und halten sich bei bestimmten Familienfeiern (Taufe, Kommunion, Firmung, Eheschließung, Beerdigung) einfach an die kirchlichen Traditionen und zelebrieren das mit einer kirchlichen Veranstaltung. Darüber hinaus kann es durchaus auch mal vorkommen, dass man Ostern und / oder Weihnachten oder vielleicht auch mal an einem Feiertag in die Kirche geht. Generell gesagt: Die Mehrheit der Deutschen rennt nicht in die Kirche (in diesem Fall als Gebäude), hat aber auch nichts großartig gegen die Kirche (nun als Institution), sondern nimmt sie wie einen Dienstleistungsbetrieb in verschiedenen Lebenssituationen in Anspruch.

    Ach so: Und ich hoffe, ich muss ich mich dir gegenüber jetzt schlecht fühlen, weil ich an manchen Feiertagen oder vielleicht auch an manchen "normalen Sonntagen" ganz gerne mal in die Kirche gehe? Ich habe einfach einen Ortspfarrer, der sehr bodenständig ist und auch in der Gemeinde recht beliebt ist, weil er einfach ein Ohr für die Sorgen der Menschen hat.

    Nicht anders verhält es sich auch mit dem 1. Mai! Er steht nicht für die Errungenschaften, sondern für die Schande der Arbeiterbewegung. Denn am 1. Mai 1933 marschierten die Gewerkschaften erstmals los: Unter der Hakenkreuzflagge. Kein Wunder, dass man 2003 kein großes 70jähriges Jubiläum des Tags der Arbeit feierte, sonst wären unanagenehme Fragen aufgekommen.

    Tolle Errungenschaft der alten Sozialdemokratie und der Gewerkschaften, dass sie jedes Jahr aufs neue einen Tag feiern, an dem sie 1933 den Nazis nicht ihre Gefolgschaft verweigerten - eine Frage, dass lernte zu meiner Schulzeit jedes Kind in der Schule, die man gefälligst mal seinen Großeltern zu stellen hatte "Sag mal, warum habt ihr denn damals nicht...?", scheint außer Kraft gesetzt zu sein wenn es ums Ausschlafen am 1. Mai geht.

    Das es den 1. Mai immer noch gibt, ist ein Symbol. Aber nun wirklich kein gutes...
    Hier hast du meine vollste Zustimmung.


    Das kann die Regierung aber nicht entscheiden, dafür gibts die Tarifautonomie, die von den unbeweglichen Gewerkschaften mitbestimmt wird, die weder Feiertage wie den 1. Mai, noch die 35 Stunden Woche hergeben wollen. Da sie den 1. Mai und den 3. Oktober nicht zu bestimmen haben, ist es der einzige Weg diese Verkrustung aufzubrechen.
    Auch hier stimme ich dir zu. Und ich glaube, dass irgendwann die Diskussion, die wir hier führen, auch von den Politikern geführt werden wird. Die 35 Stunden Woche - und da gebe ich Kinderfresser recht - existiert doch sowieso nur noch für ganz wenige Sparten. Ich kenne jedenfalls kaum jemand. Schon in den 80ern, als für die 35-Stunden Woche Demos veranstaltet wurden, dachte ich mir immer wieder: "35 Stunden - können sie gerne haben, aber dann bitte nicht bei vollem Lohnausgleich." Dies ist zu einfach. Ehrlich: Wer von uns würde nicht lieber mehr Geld verdienen bei weniger Arbeitszeit? Aber ist das sinnvoll? In meinen Augen NEIN.

  5. #54
    Benutzerbild von Torsten

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    Dave Bowman postete
    @ Torsten

    *gähn* Sonst haste immer 1000 Sätze zu jedem Popelthema zu sagen. Und da wo es um die Wurst geht, fällt Dir nix besseres ein? Schade...
    Nu' mach dich ma' locker, war ja nur'n lauer Scherz.

    Meine Meinung zum eigentlichen Thema habe ich kurz und knackig bekannt gegeben, mehr ist dazu nicht zu sagen.

    Im Übrigen halte ich derlei Umverteilungsdebatten für ungefähr so nützlich wie einen doppelten Kropf. Das deutsche Volk beispielsweise besitzt nicht nur über 13.000 Euro durchschnittliche Schulden, sondern auf der anderen Seite auch über ein angespartes Kapitalvolumen, mit dem man unseren Staat dreimal (!!!) sanieren könnte. Allerdings darf davon ausgegangen werden, dass sich 90% dieser Summe bei maximal 10% der Kapitalhalter befinden und irgendwo auf den Cayman Islands und anderen Steueroasen vor sich hin vermehren. Geld, das unserem Wirtschaftkreislauf entzogen wird - und die Herren Politiker, Gewerkschafter, Arbeitnehmer, Erwerbslose usw. dürfen sich um die kümmerlichen Brosamen streiten, die ihnen übrig bleiben. Wie armselig mutet daher das Herumdoktern an den Symptomen an, anstatt mal endlich das eigentliche Übel zu erkennen...

  6. #55
    Benutzerbild von
    bubu postete
    Hans Eichel braucht mehr Geld? Das könnte er sich ganz einfach holen, indem er nämlich endlich mal aufhört, den Unternehmen die großzügigsten Steuergeschenke zu machen.

    Wir brauchen keine Abschaffung von Freizeit, was wir brauchen ist die Abschaffung unfähiger und feiger Politiker.
    Gut gebrüllt.... gilt nur nicht für den Klein- und Mittelunternehmer, der hierzulande mittlerweile die meisten Arbeitsplätze schafft, weil die Großen trotzdessen (und teilweise mit Hilfe der 1999 von Rot/Grün vermurksten überarbeiteter Unternehmensbesteuerung) alle in Billiglohnländer abhauen. Der Kleine kann das nicht. Er geht einfach den Bach runter und mit ihm die Arbeitsplätze... ohne je ein Steuergeschenk erhalten zu haben. Ihm hätte es gereicht, wenn seine Maschinen einfach mal so lange laufen, wie die anderswo auf der Welt. Aber das geht ja nicht, weil uns Deutschen immer irgendwelche Sonderwege einfallen (nur nie da, wo man wirklich mal was anders machen sollte als andere) und wir immer ganz genau wissen, warum Dinge die anderswo gehen, bei uns ein Ding der Unmöglichkeit sind. Wir diskutieren sowieso bei allem immer gerade so, als wären wir die Ersten die sowas machen. Was ja nicht stimmt... und wenns so weiter geht, brauchen auch wir erst eine Thatcher, damit es uns 20 Jahre später, wenn wir uns davon erholt haben, wieder besser geht als dem Land, dass so reformunfähig war wie wir heute.

    Dave

  7. #56
    Benutzerbild von röschmich

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    Also ich weiss manchmal nicht, wovon eigentlich gesprochen wird.
    Ich kenne genug Leute die keine Arbeit haben, in Vorruhestand müssen oder zur Kurzarbeit verdammt sind und da redet man solchen gequirlten Quatsch.
    Soll doch der eine Teil der Geselschaft 36 Stunden am Tag, 380 Tage im Jahr arbeiten und den anderen Teil möge man doch ganz diskret und schmerzarm beseitigen.

  8. #57
    Benutzerbild von
    röschmich postete
    Also ich weiss manchmal nicht, wovon eigentlich gesprochen wird.
    Ich kenne genug Leute die keine Arbeit haben, in Vorruhestand müssen oder zur Kurzarbeit verdammt sind und da redet man solchen gequirlten Quatsch.
    Soll doch der eine Teil der Geselschaft 36 Stunden am Tag, 380 Tage im Jahr arbeiten und den anderen Teil möge man doch ganz diskret und schmerzarm beseitigen.
    Welche Vorschläge hast Du denn, um die Leute wieder in Abreit zu bringen? Sich über die Argumente anderer nur abfällig zu äußern bringt ja nichts...

    Die einen wollen alles so lassen wie es ist und auf ein Wunder warten. Die anderen sind sich einig das etwas geändert werden muss, streiten aber darum was. Eins ist auch klar: Wenn man jetzt etwas ändert, hat nicht plötzlich morgen jeder Arbeit, auch die Leute nicht die Du kennst. Dafür hätte man vor 10 Jahren anfangen müssen.

    Dave

  9. #58
    Benutzerbild von röschmich

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    vielleicht hätte man da schon vor 20 Jahren was ändern müssen.
    Aber mich kotzt diese zur Zeit in der Öffentlichkeit kursierenden Argumentationen einfach an. Möge da auch eine gewisse Wahrheit dahinterstehen. Das ist etwa so, wenn Du Leuten erzählen willst, sie sollen nicht so ein teures Auto fahren, wenn sie es sich nicht leisten können - und sie sagen Dir: Ich kann mir noch nicht einmal eine Monatskarte für die Straßenbahn leisten.
    Ich bin ja auch studierter Ökonom, weiß wo man hinwill, aber gewisse Dinge kann man nur grundsätzlich lösen. Im einzelnen mag man Recht haben. Aber miese Stimmungen zu erzeugen, dafür sind unsere Politiker und "Wirtschaft5experten" einfach Spitze. Aber diese Spitzenkräfte lassen sich ihre Arbeit wirklich gut bezahlen. Der dumme kleine kann sehen, wo er bleibt. Das Risiko wird immer mehr nach unten abgegeben und der Lohn dafür ist einfach kläglich mit der Option zum totalen Scheitern. Jetzt bin ich wohl Schuld an der wirtschaftlichen Miseere durch das was ich tue oder sage?
    Engagement wird nicht so richtig belohnt und irgendwann hat man auch keine Lust mehr zu kämpfen.
    Ach, ich habe auch keine Ideen wie man alles richtig lösen könnte.
    Wenn ich sie hätte, würde man mich Nobelpreisträger nennen, oder mich erst recht auslachen.
    Mich kotzt einfach die Botschaft an: IHR MÜSST MEHR ARBEITEN.
    "Wo und wann?" fragt sich der kleine, sich verarscht fühlende arbeitslose Mann.

    Ich bin dafür, politische Diskussionen hier zu verbieten

  10. #59
    Benutzerbild von Pallas

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    937
    röschmich postete
    vielleicht hätte man da schon vor 20 Jahren was ändern müssen.
    So sieht es aus, denn das hat unsere Bundesbirne schließlich auch "ausgesessen".

  11. #60
    Benutzerbild von stoni

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    803
    @röschmich

    Klingst ja ziemlich resigniert

    Meiner Meinung nach muß man zur Arbeit gehen und nicht warten bis diese zu einem kommt.Hab ich selbst seit 90' praktiziert....ist also kein leeres Gerede.
    Immer nach dem Staat zu schreien ist bringt einen definitiv nicht weiter.

    Ich bin dafür, politische Diskussionen hier zu verbieten
    So was gab's doch schon mal ......gerade Du als Mitteldeutscher solltest froh sein ....das wir hier so locker miteinander politisch diskutieren können

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