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Trinken & Rauchen damals

Erstellt von nihilius, 26.07.2005, 00:58 Uhr · 5 Antworten · 3.026 Aufrufe

  1. #1
    Benutzerbild von nihilius

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    Mein erster mindestens Dreiviertelrausch:
    16jährig, im Sommer '85, auf einem Campingplatz an der Nordsee. Ein etwas älterer Bekannter lud mich in seinen Wohnwagen zu einer kleinen Party ein. Das konsumierte Gesöff hieß Springer Urvater - wohl eher etwas aus den unteren Supermarktregalen - und wurde natürlich mit Cola gemixt. Ein wirklicher schöner Abend, erst war Grillen angesagt, später dann abhängen im Wohnwagen und Kompaktkassetten aus dem Radio-Recorder anhören. Dank Urvater Springer legte ich nach ein paar Mischungen meine große Schüchternheit ab, meine Hand fuhr unter den Pullover einer reizenden jungen Dame. So etwas hatte es vorher für mich noch nie gegeben.
    Wenn ich so mitbekomme, wann und wie manche Jugendliche heute mit dem Trinken loslegen, finde ich das alles ziemlich harmlos.
    Der Kater am nächsten Morgen war nicht ohne. Mein lädierter Magen, das Frühstück...

    Geraucht hatte ich damals noch nicht, erst so ab '87. Los ging's, glaube ich, mit Marlboro, immer nur ein Zug mit anschließendem Hustenanfall. Einige Wochen waren Rothmans ganz angesagt, später dann gefiel mir die Marke Prince und so ab '88 selbstgedrehte Javaanse Jongens. In der Zeit entdeckte ich auch die leckeren Stanwell Filterzigaretten. Ich glaube Stanwell ist eine dänische Firma für Pfeifentabak, die damals mal kurz auf dem Zigarettenmarkt vertreten war.
    Ich kann mich erinnern, als Jugendlicher noch auf den ganzen Imagequatsch der Marken angesprungen zu sein, stolz mit einer Dunhill-Schachtel auf der Party zu erscheinen oder anderen mit besonders starken Kippen etwas vorzuqualmen, um das eigene Ansehen zu steigern.

  2.  
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  3. #2
    Benutzerbild von JoseyWales

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    177
    .
    Double Q Aldi-Whisky mit Cola
    oder
    Pernot mit Cola.
    und manchmal
    Muttermilch =Batida de Coco

    Manchmal haben wir uns nur mit Batida den Kopp vollgehau'n,
    und am nächsten Morgen Makronen gekotzt...

    Heute genehmige ich mir gelegentlich eine schönen (und teuren) Single Malt.

    Geraucht habe ich übrigens nie, und werde ich auch nicht mehr!
    .

  4. #3
    Benutzerbild von Peter

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    Die Lieblings- Partgetränke mit Alk der 80er unserer damaligen Clique:

    Pils (meist Krombacher)
    Batida de Coco (mit Coke, O- Saft oder pur)
    Escorial grün
    Friesengeist
    Baccardi (meist mit Cola)

    Meine Zigarettenmarken der 80er:
    1. hauptsächlich Marlboro
    2. selbstgedrehte mit Drum
    3. gelegentlich selbstgedrehte mit Samson sware shag
    4. gelegentlich Reval o. Filter
    5. sehr selten Eckstein
    6. sehr selten Zigarren oder Rillos

  5. #4
    Benutzerbild von Pallas

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    nihilius postete
    Wenn ich so mitbekomme, wann und wie manche Jugendliche heute mit dem Trinken loslegen, finde ich das alles ziemlich harmlos.
    Ja, das denke ich manchmal auch, das haben unsere Eltern damals über die "Jugend von heute" bestimmt auch gedacht.
    Dennoch kann ich nicht verstehen, wie man sich mit so einer Chemiekacke wie Alkopops berauschen kann, und das auch noch freiwillig. Die schmecken eklig und sind voller Zucker und undefinierbarer Stoffe.

    Nee, nee, dann lieber das gute alte, nach uraltem Reinheitsgebot gebraute Bier...
    So war es damals bei mir in den 80ern.
    So mit 16, 17 ging das los, daß zum Feiern dann alkoholische Getränke dazukamen, vornehmlich Bier.
    Allerdings kam das selten vor, jedenfalls bei mir.
    Mit 20, 25 sah das dann schon anders aus. Da wurde viel gefeiert und Räusche kamen dann schon öfters vor. Allerdings, so einen richtigen Vollrausch mit Filmriß hatte ich noch nie - nicht mal bei dem einen Mal, bei dem ich doppelt gesehen habe und nicht mehr geradeaus sprechen konnte.

    Sehr beliebt war - auch bei uns - in den 80ern die Altbierbowle.
    Etwas, was man heute auf keiner Kneipenkarte mehr findet, damals aber von keiner Getränkekarte wegzudenken gewesen wäre.

    Schnäpse & Co. in den 80ern - das war bei mir vornehmlich Batida de Coco (zum Mischen mit Kirschsaft) und Southern Comfort (zum Nippen und Langedranschlunzen). Immer nur mal so einen oder zwei.
    Sehr beliebt war in meinem Freundeskreis damals auch Küstennebel.

    Was das Rauchen betrifft - ich habe niemals geraucht und werde mit Sicherheit auch nicht mehr damit anfangen.

  6. #5
    Benutzerbild von 80sgirl

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    Mit 16 oder so das erste Mal geraucht. Marlboro Methol sogar eine Zeitlang. Beim Alkohol war mir Whisky-Cola lieber als Bier. Aber nicht der Chemiealk, der heute bei den Kids in ist. Bleibt mir davon bitte vom Leib.

  7. #6
    Benutzerbild von Sammy-Jooo

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    Von den heutigen Alkopops gibt es doch doppelt so starke Kopfschmerzen als bei den Getränken die wir, also meine Bekannten und ich, uns damals in den Schädel gekippt haben.

    Es war ja wohl irgendwie "normal" das so ab dem 16ten Lebensjahr auf Geburtstagen und anderen Feiern eben das eine oder andere Bier gezischt wurden. Es handelte sich dabei auch oft um "Alsterwasser", das ja auch unter "Radler" bekannt ist oder es wurde Bier mit "Roter Brause" (Himbeerlimo) gemischt, denn dabei konnte man wirklich nicht sehen das Bier im Glas war. Die "Berliner Weiße mit Schuß" war ja auch angesagt und davon lief auch die rote Version wesentlich besser als die grüne Waldmeisterversion. Dann irgendwann kam es dazu das eben zum Bier auch die ersten "Kurzen" gekippt wurden. Hier gab es dann meistens Berentzen Appelkorn, Kümmerling, Küstennebel oder Jägermeister. Beim Kümmerling war es ja auch noch die Version "Kreis legen" beliebt, denn durch die Form der Flaschen ergab sich bei einer bestimmten Zahl (ich glaube 53 oder 56) ein Kreis. Zur Erklärung: Es handelte sich um die kleinen Fläschen. (Beim Versuch die olympischen Ringe zu legen wurde nach dem Ring Nummer 3 abgebrochen, denn wir waren ja nur 4 Leute)

    Später kamen dann die Mischungen, denn immer nur Bier und Kurze wurde ja doch langweilig. Auch war es platzsparender wenn man auf dem Weg zur Disco eine Flasche Cola und dazu eben den Schnaps mitnahm. Meistens sollte es so sein das man für relativ wenig Kohle doch recht viel Wirkung verspürte. Und daher wurde meistens Korn mit Cola oder diversen anderen Limonaden gemischt. Manch einer stand dann auch noch auf Weinbrand mit Cola (Springer Urvater war schon sehr günstig und gab einen dicken Schädel, aber Grafenthaler von Aldi war noch billiger und am nächsten Tag dachte man das es Industriealkohol gewesen sein muss), aber mein Fall war das absolut nicht. Wenn schon brauner Schnaps dann hielt ich mich eher an Rum oder Whisky. Wobei schon damals der Whisky von mir bevorzugt wurde. Allerdings gab es von Laden zu Laden Unterschiede welche Sorte nun verwendet wurde. Meistens gab es Ballantines, Double Q oder Johnny Walker. Solche "Modedrinks" wie Pernod/Cola, Batida/Kirschsaft, Gin/Tonic, Wodka/Lemon oder Jägermeister/Cola gab es ja auch noch zur Genüge, aber das waren dann ja eher die Ausnahmen und konnten die Klassiker nicht dauerhaft verdrängen. Daneben gab und gibt es ja auch noch diese "lustigen, bunten" Cocktailsund besonders "Grüne Wiese" ist mir noch in Erinnerung. Das Zeug war süßer als süß und bestand aus "Bols Blau" und Orangensaft. In den Discos und Kneipen waren die Korn-Mischungen eh die günstigste Variante der Hirnzellenabtötung und die besseren Drinks wurden, und werden auch heute noch, dann eher auf privaten Feiern gekippt.

    Mit der Qualmerei verhielt es sich dann auch so ähnlich, nur das es bei mir persönlich schon wesentlich früher begann. Im Barfach stand immer so ein Becher mit Zigaretten, denn wenn mal Besuch kam, dann musste "man" ja etwas anbieten können. Und so habe ich wohl so mit 10 Jahren die erste Zigarette "gepafft". Es war dann entweder HB, Krone, Ernte23 oder Lux. Jedenfalls etwas mit Filter und mir wurde doch irgendwie übel. Aber irgendwie hatte mich der "Virus" infiziert, denn trotz der schlechten Erfahrung kalute ich mir immer mal wieder "einen Schmöker" aus dem Barfach und ab dem 12ten Lebensjahr habe ich doch schon mehr gequalmt, auch wenn eine Schachtel dann noch eine ganze Woche reichte. Da kostete die Schachtel noch so knapp 2,50 oder 3 DM, aber das Taschengeld war doch recht knapp. Damit es doch etwas länger reichte stellte ich mich dann irgendwann auf Drehtabak (Bison, Samson, Drum, Schwarzer Krauser, Van Nelle Halbschwarz, Van Nelle Schwarz, Schwarze Hand um nur ein paar Sorten zu nennen) um, denn das kostete nur halb so viel und reichte wesentlich länger. Später dann kamen wieder fertige Zigaretten dazu, denn beim Autofahren kann man so schlecht selber drehen. Das startete dann mir Gauloises, Roth Händle, Eckstein Nr5, Camel, Marlboro, HB bis zu Prince Denmark. Teilweise lag mein Verbrauch dann bei 5 Schachteln pro Tag und irgendwann spielte die Gesundheit nicht mehr so mit und auch der Geldbeutel beschwerte sich immer mehr. Jedenfalls ging der Verbrauch dann doch wieder zurück und es wurden dann auch wieder mehr selbstgedrehte Kippen geraucht.

    Aber weil der ganze Kram in den letzten Jahren so verdammt teuer wurde und ich auch keine Lust habe meine Kohle dem Staat in den Rachen zu werfen und in die Luft zu blasen kam doch der Entschluß aufzuhalten. Und das ging auch alles ohne Pflaster, Kaugummis, Hypnose oder Thearapiegelaber, denn wenn man es will, dann klappt es auch. Und nun bin ich seit 2 Jahren Rauchfrei.

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