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Tschernobyl 26. April 1986

Erstellt von hoodle, 26.04.2005, 21:53 Uhr · 51 Antworten · 9.144 Aufrufe

  1. #11
    Benutzerbild von ihkawimsns

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    Und ich esse (und sammle, wenngleich ich letztes Jahr nicht dazu gekommen bin) leidenschaftlich gern Pilze! Wenn man alle "klugen" Gesundheitsratschläge beachten würde, müsste man mangels Alternativen eigentlich gleich Selbstmord begehen...

  2.  
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  3. #12
    Benutzerbild von Pallas

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    @ihka: Mit einem feinen Wildragout und einem guten Glas Milch?

    Frische Milch - so erinnere ich mich - sollten die Mütter ihren Kindern kurz danach auch nicht zu trinken geben, da auch sie mit radioaktivem Material angereichert sein sollte. Auch einer dieser Ratschläge von damals.

  4. #13
    Benutzerbild von whitewhite

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    Wir haben in der Schulklasse (Montessorischule München) kurz nachdem das mit der Tschernobyl Katastrophe passiert ist darüber ein Theaterstück auf eigeniniziative gemacht. Das Stück nannte sich "Strahlende Zeiten" und kam nicht nur auf sämtlichen Schulaufführungen sehr gut an sondern wurden auch gleich von öffentlichen Theatern eingeladen das Stück zu spielen.

    Der Hammer kam zur Abschlussfahrt 1988, also 2 Jahre nach dem Geschehen wurden wir nach Russland eingeladen und durften unser Stück dort aufführen. Zuerst ging es nach Moskau und dann weiter nach Kiew (nicht sehr weit von Tschenobyl entfernt). War zwar schön eine Fahrt so weit weg zu machen aber das mit der Strahlung war uns nicht sehr geheuer. Aber wir leben immer noch.

  5. #14
    Benutzerbild von new-waver

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    Moin Leute!

    Also ich habe auch via Tagesschau von dem Unglück erfahren.
    Meine Mutter hatte damals ziemlich Terror gemacht wegen des Regens, der ja die radioaktiven Substanzen aus der Luft wusch.
    Das gab 2 Tage schulfrei!
    Da ich mich für Physik und so interessierte, habe ich noch Wasser auf die Mühlen getragen....

    Gelöst war das Problem allerdings damit nicht, denn wie gesagt, das Zeugs hat ne ewige Halbwertzeit und es ist egal, ob ich es via Regen, Straßenstaub oder über die Nahrungskette abbekomme.
    Halbwertzeit bedeutet, dass in diesem Zeitraum die Hälfte der Kerne bestimmter Radionuklide zerfällt.
    Kurz gesagt, das Mistzeug ist nach so und so vielen Jahren nur noch halb so radioaktiv wie zum Zeitpunkt X!

    Hier mal ein paar Halbwertzeiten (Bezeichnung, Halbwertzeit und Strahlungsart) um die Zeiträume zu verdeutlichen:
    Tritium 3 / 12 Jahre / Beta
    Strontium 90 / 28 Jahre / Beta
    Plutonium 240 / 6.600 Jahre / Alpha, Gamma
    Plutonium 238 / 24.400 Jahre / Alpha, Gamma
    Jod 129 / 17.000.000 Jahre / Beta, Gamma
    Uran 236 / 24.000.000 Jahre / Alpha, Gamma

    Ich frage mich, was ist mit diesen Bestandteilen der radioaktiven Wolke von 1986 geschehen??
    Dass sich nach den 19 Jahren alles in Wohlgefallen aufgelöst hat wage ich zu bezweifeln; es wird wohl immer noch über die Nahrungskette aufgenommen, nur redet keiner mehr darüber.
    Sind Pilze und besonders Wild immer noch stark belastet??

    Die Kinder der 50er und 60er Jahre haben zudem noch ein weiteres radioaktives Problem.
    Cäsium!
    Dieses Cäsium wurde munter durch überirdische Atomtests der Supermächte über den gesamten Erdball verteilt und hat sich in den Knochen der Neugeborenen dieser Zeit eingelagert.
    Man ist sich nicht einig, ob dies ein Gesundheitsrisiko darstellt.

    Hat dies etwas damit zu tun, dass viele Leute Anfang, Mitte 30 an den verschiedensten Karzinomen erkranken???

    Hier ist noch ein kleiner link zu diesem Thema:
    http://www.umweltinstitut.org/frames/all/m335.htm

    Ciao und strahlende Grüße!
    Frank

  6. #15
    Benutzerbild von BTTFMarty

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    Ich spielte auf unserem Balkon mit Matchbox, war ja noch im Kindergarten, als meine Mutter meinte, ich solle doch lieber mal reinkommen und drinnen weiterspielen.

  7. #16
    Benutzerbild von ihkawimsns

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    @ new-waver

    Bei den Halbwertszeiten muss man noch bedenken, dass die Zerfallsgeschwindigkeit mit zunehmendem Zerfall immer mehr abnimmt, bis das Zeug endgültig aus der Atmosphäre verschwunden oder zumindest unter kritische Grenzen gesunken ist, dauert's also noch wesentlich länger. Vor diesem Hintergrund ist es bedauerlich, dass Kernkraft nach wie vor die beste Möglichkeit der Energiegewinnung ist (Stichwort Effizienz). Da ist mal die Forschung gefragt...

  8. #17
    Benutzerbild von Okonjima

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    Also ich bin durch Tschernobyl mit Sicherheit bis in alle Ewigkeit "konserviert"
    worden! 1986 war ich in der 10.Klasse und unsere Abschlußfahrt war
    lange geplant - Kiew!! Nach dem "Supergau" im April stand das zwar kurz-
    zeitig in Frage. Aber in der DDR war ja Tschernobyl kein Thema, zumindest
    kein öffentliches. Also waren wir im Juni 1986 knapp 2 Wochen in Kiew
    und Umgebung. Als Teenies war uns natürlich nicht klar was da abging.
    Hauptsache Klassenfahrt. Aber im Nachhinein - Tschernobyl war nur
    ca. 250 - 300 km entfernt. Natürlich war im öffentlichen Leben nix davon
    zu spüren, aber wenn man heute so drüber nachdenkt.... lieber nich
    Bis heute hat es mir zumindestens noch nicht geschadet u. ich brauche
    im Dunkeln keine Lampe...

    Ciao Okonjima

  9. #18
    Benutzerbild von stoni

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    @Okonjima

    Na ja...muß ja nicht Dich betreffen.......denk mal an den EAV Song Burli !

  10. #19
    Benutzerbild von Rolls_Rave

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    Kinderfresser postete
    Pallas postete
    All diese Regeln, die es da gab, galten für einige Zeit. Das konnte ich nie so recht begreifen, denn wenn die Teilchen erst mal da sind, sind sie da, und nicht wenige haben eine Riesen-Halbwertzeit.
    Bei den Halbwertzeiten, die bei sowas vorliegen, dürfte man heute weder Wild noch Pilze noch sonst irgendwas essen, weil die Halbwertzeiten so hoch sind, daß immer noch alles verstrahlt ist.
    Also ich weiss nur der schlimmste Stoff der frei wird ist Zyrkonium mit einer Halbwertszeit von 16 Millionen Jahren aber das Cäsium was sich in Deutschland abgelagert hat, hat eine Halbwertszeit von ca. 30 Jahren.

  11. #20
    Benutzerbild von Rolls_Rave

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    138
    Also übermorgen ist es genau 20 Jahre her, dass dieser Super-GAU passierte. Ich war damals fünf Jahre und war mit meinen Eltern in Italien, und den Geburtstag meines Vaters feiern - er hat am 26.April Geburtstag. Ich habe damals immer bei den Spaziergängen so gern Beeren gepflückt und ich war dann sehr traurig, weil ich das nicht mehr durfte, weil alles radioaktiv verstrahlt war.

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