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Tschernobyl 26. April 1986

Erstellt von hoodle, 26.04.2005, 21:53 Uhr · 51 Antworten · 9.139 Aufrufe

  1. #41
    Benutzerbild von chris74

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    AW: Tschernobyl 26. April 1986

    Also um es leicht zynisch mit dem Herzen eines Umweltbewussten zu sagen: wie schön, daß alte Teile nicht einfach so ungenutzt weggeworfen werden und stattdessen lieber knapp drei Jahrzehnte endlich doch noch eine sinnvolle Verwendung finden. Vielleicht mag noch jemand einen ausgedienten Commodore64 zur Steuerung des AKWs spenden???

  2.  
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  3. #42
    Benutzerbild von Lutz

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    AW: Tschernobyl 26. April 1986

    Zitat Zitat von Lutz Beitrag anzeigen
    Ich finde erstaunlich, dass auf einmal alle gegen AKWs sind. Nachdem es in den booring 90s und 00er schon komplett out war, vor den Gefahren nicht die Augen zu verschliessen, und z.B. im Hamburger Abendblatt vor ca einem Jahr noch ne fette einseitige (!, *g*) Anzeige "warum wir für die Laufzeitverlängerung sind" geschaltet wurde.

    IMO sollte jedem in unserem Alter, der schon Harrisburg mitbekommen hat und halbwegs klar denken kann, seit den späten 70s eigentlich bewusst sein welche Gefahr von den Dingern inkl Müll ausgeht...

    Ganz interessant: Daaaamals (TM), kurz vor Tschernobyl, hatten wir in der Schule einen Politiker von der CDU im GMK-Leistungskurs, der jede nur minimale Äußerung der Kritik in puncto AKWs gleich in die Ecke "grüne Spinner" tat. Den hätte ich gerne nochmal zwei Wochen später getroffen...

    Jetzt auf einmal merkt selbst Merkel was - irgendwie habe ich gerade ein Déjà-vu. Mich wunderte daaamals (TM) wie heute die Kernschmelze nicht.
    Hab gerade zwei heftige Beiträge zu dem Thema gesehen:

    https://www.youtube.com/watch?v=sjcopF5FmSM

    TSCHERNOBYL-GAU - Strahlendes Erbe der Geisterstadt - YouTube

    Abstimmung vom Bundestag 30.06.2011-Grundgesetzliche Verankerung des Ausstiegs aus der Atomenergie
    Abgestimmt wurde über den Gesetzentwurf der Abgeordneten Jan Korte, Dorothee Menzner, Barbara Höll, Harald Koch + der Fraktion DIE LINKE. zur Änderung des Grundgesetzes (Gesetz zur grundgesetzlichen Verankerung des Ausstiegs aus der Atomenergie); Drs. 17/5474 und 17/6349.

    Fraktion Ja Nein Enthaltung

    CDU/CSU 0 230 0
    SPD 0 141 0
    FDP 0 90 0
    DIE LINKE 71 0 0
    DIE GRÜNEN 0 0 67

  4. #43
    Benutzerbild von musicola

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    AW: Tschernobyl 26. April 1986

    Morgen ist die Katastrophe auf den Tag 30 Jahre her...

  5. #44
    Benutzerbild von Lexi

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    AW: Tschernobyl 26. April 1986

    Zitat Zitat von musicola Beitrag anzeigen
    Morgen ist die Katastrophe auf den Tag 30 Jahre her...
    Ich habe es damals nur am Rande mitbekommen, da es genau zur Zeit der Abiturprüfungen stand fand. Aber ich war auch schon vorher nicht für Kernkraft. Infolgedessen hat es auch nicht meine Berufswahl beeinflußt: Man konnte doch damals Atomphysik und Reaktorbau oder so ähnlich studieren.

  6. #45
    Benutzerbild von lesscities

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    AW: Tschernobyl 26. April 1986

    ....und in Jülich ist man jetzt immer noch am grübeln...
    Ein Schulkollege studierte Atomphysik und war dort...
    Tja, Uentrop wurde ja relativ fix nach dem Super-Gau in Tschernobyl
    auf Eis gelegt. Wurde bei uns hier in gerade mal knapp 50 km Nähe
    zu Münster kontrovers in fast allen Schulfächern diskutiert grade.
    Heute laufen in Gedenken an die Opfer und an diesen schwarzen Tag der
    Geschichte regelmäßig Wolf Maahns Maxi "Tschernobyl (Das letzte Signal)
    mit der sehr interessanten B-Seite mit Kinderstimmen zu dem Unglück und
    die LP von Kraftwerk "Radioaktivität".. Beides geht mir enorm unter die Haut
    und mit Fukushima hat es noch ordentlich mehr Gesprächsstoff rund um
    die Atomenergie gegeben, zum Glück (im Unglück)... Hoffentlich ist das
    auch bei anderen bald nur noch Vergangenheit (WUNSCHDENKEN...) :-(

  7. #46
    Benutzerbild von lesscities

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    AW: Tschernobyl 26. April 1986

    nicht zu Vergessen das Endlager in Gronau und in Ahaus..:-( was immer wieder für Kopfzerbrechen sorgt..

  8. #47
    Benutzerbild von chris74

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    AW: Tschernobyl 26. April 1986

    Zum Glück für die Energiebetreiber möchte die CDU gerne den AKW-Betreibern die Brennelemente-Steuer erlassen. Passt auch ganz schön zum heutigen Tag.

  9. #48
    Benutzerbild von Yadgar

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    AW: Tschernobyl 26. April 1986

    Hi(gh)!

    Also, als Tschernobyl passierte, ging ich in die 10. Klasse (Gymnasium) und hatte mir gerade im Sportunterricht den kleinen Finger an der linken Hand gebrochen (ich hasse Basketball!!!) und folglich die nächsten vier Wochen die Hand in Gips, war nicht so lustig... andererseits hatte das den Vorteil, dass dadurch ein Bruch desselben Fingers fünf Jahre zuvor (ebenfalls bei Basketball-Vorübungen...), der seinerzeit unbehandelt geblieben war, endlich korrekt ausheilen konnte - fünf Jahre lang war ich mit einem krummen Finger herumgelaufen, hatte so sogar Orgelspielen gelernt...

    Ansonsten hatte ich mir damals nicht allzuviele Sorgen gemacht, was auch daran lag, dass ich trotz meiner Sympathie für die Alternativbewegung und die Grünen nicht unbedingt ein Kernkraftgegner war... und ich bin es heute weniger denn je! Kernenergie, das geht nämlich durchaus wesentlich sicherer als mit Uranspaltung, nämlich mit (flüssigsalzmoderierten) Thoriumreaktoren! Die Vorteile: es fällt fast nur hochradioaktiver Abfall an, der wegen seiner kurzen Halbwertszeiten (wir erinnern uns: je kürzer die Halbwertszeit, desto mehr Kernzerfälle pro Zeitraum, desto stärker die Strahlung - das Geschwätz von z. B. Afghanistan, das durch den Einsatz von Munition aus abgereichertem Uran "für Milliarden Jahre unbewohnbar!!!einself!!!" sein soll, ist pure Panikmache und Volksverdummung! Strahlung aus derart langsam zerfallenden Isotopen geht im Hintergrundrauschen der natürlichen Radioaktivität unter!) nach 300 und nicht erst nach mehreren zehntausend Jahren abgeklungen ist; in der Zerfallsreihe kommt (zum Verdruss aller, die gerne Atombomben bauen würden) kein Plutonium vor, und weil das zur Kühlung dienende Flüssigsalz auch gleichzeitig den Brennstoff transportiert, fährt der Reaktor herunter, so dass eine Kernschmelze ausgeschlossen ist. Mehr zu Thoriumreaktoren gibt es hier: Final Frontier » Mit Thorium in die nukleare Zukunft

    Als Computer- und Elektronikmusikfreak stehe ich einfach auf billigen Strom... und wenn wir (aus vielerlei guten Gründen!) von Kohle, Öl und Gas wegkommen wollen, geht es gar nicht ohne Kernenergie (ideal wäre natürlich Kernfusion, aber das ist wohl noch eine Weile hin...)! Mit Solarzellen und Windrädern allein bekommt man jedenfalls keine Massen von Elektroautos auf die Straßen...

    Bis bald im Khyberspace!

    Yadgar

  10. #49
    Benutzerbild von Lexi

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    AW: Tschernobyl 26. April 1986

    Zitat Zitat von Yadgar Beitrag anzeigen
    Mit Solarzellen und Windrädern allein bekommt man jedenfalls keine Massen von Elektroautos auf die Straßen...
    Die regenerative Energie von heute reicht bereits aus, um den Straßenverkehr komplett elektrisch zu betreiben.

  11. #50
    Benutzerbild von PostMortem

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    AW: Tschernobyl 26. April 1986

    Zitat Zitat von Lexi Beitrag anzeigen
    Die regenerative Energie von heute reicht bereits aus, um den Straßenverkehr komplett elektrisch zu betreiben.
    Das mag daran liegen, dass im Straßenverkehr hptsl. Scheibenwischermotoren und eine sinkende Zahl von Strassenbahnen elektrisch betrieben werden... Ansonsten reicht selbst die im Vergleich zu unseren Nachbarn sehr fortgeschrittene installierte Basis der EE in Deutschland nicht aus, wenn die Sonne nicht scheint oder der Wind nicht weht. Dann kommen 0-5GW Strom aus Wasserkraft und Biomasse. Schon ohne E-Mobilität brauchen wir allerdings so um die 80GW Strom in Deutschland.

    Ohne viele gigantische Pumpstromspeicher (die einzige mittelfristig marktreif verfügbare Stromspeicher-Technologie die in der Lage ist große Strommengen für viele Tage zu speichern) können EE selbst in Deutschland in den nächsten 20 Jahren zuverlässig gar nichts betreiben. Die Lücke der Kernenergie wird die gescholtene Braunkohle füllen - sonst Atomstrom-Importe. Das war allen politischen Akteuren als Preis für den ideologisch damals wichtigeren Atomausstieg klar, auch besonders den Grünen, für die Ministerin Höhn persönlich Garzweiler II usw. genehmigte. Das man nun meint beides gleichzeitig haben zu können, obwohl sich an den Rahmenbedingungen nichts geändert hat, ist eine Luftnummer zwecks politischer Rattenfängerei.

    Und wenn man über die konzept- und planlose Subventionspumpe "Energiewende" (wie kannman sowas ohne ein tragfähiges Gesamtkonzept einfach so laufen lassen?)100GW Wind und Sonne hinstellt: Solange der Trassenbau behindert wird und Stromspeicher nicht mal irgendwo im Land ernsthaft projektiert werden, wird die sog. Energiewende eine Blase bleiben, die irgendwann an den realen Erfordernissen zerplatzen wird. Niemand folgt dem deutschen Beispiel. Wir gelten in der Auslandspresse als Modell dafür wie man es besser nicht macht. Trotzdem sind wir wieder überheblich und glauben es besser zu wissen als der Rest der Welt, während wir die typisch deutschen, ideologisch aufgeladenen und verkniffenen Grabenkämpfe führen. Das wird böse enden und in der Zwischenzeit zahlen wir noch zwei oder drei Mal so viel für den Strom wie ein Franzose. Auch wir werden bald merken, dass viele EE-Träume reines Wunschdenken sind und müssen akzeptieren, dass es ganz ohne saure Äpfel eben nie geht. Man darf ja nicht vergessen, dass wir bald auch noch ohne fossile Energien heizen wollen.

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