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Tücken des Alltags...

Erstellt von Vonkeil, 07.08.2005, 13:11 Uhr · 181 Antworten · 54.368 Aufrufe

  1. #161
    Benutzerbild von Babooshka

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    AW: Tücken des Alltags...

    Mich hat neulich ein männlicher Panzer-, äh, Kinderwagenfahrer fast zu Fall gebracht. Ich auf dem Markt, mein Blick nach rechts in Richtung nächste Gasse gerichtet, als ich plötzlich gegen was dotze, ins Straucheln komme und mich fast auf die Schnauze lege. Eine Kinderkarre von hinten-seitlich war's, geschoben von einem Mann, der nicht etwa "Entschuldigung" sagte, sondern "Aufpassen! Aufpassen!" Jetzt sind nicht nur die Jungmütter so panne, nein, die Jungväter sind auch schon so!

  2.  
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  3. #162
    Benutzerbild von waschbaer

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    AW: Tücken des Alltags...

    Muss ich es verstehen, ...

    ... dass ich im Cinemaxx in Augsburg immer neben einem jugendlichen Dauerhandynutzer sitze, der permanent SMS schreibst oder seinen Facebookstatus updatet?

    ... dass Mütter im örtlichen Supermarkt ihre Kinder in der Gemüseabteilung "spielen" lassen und anschließen mehrere Dutzend Kartoffeln auf dem Boden verteilt liegen?

    ... warum die Versicherung meines Vaters bald drei Jahre nach seinem Tod ihm immer noch schreibt, ob er einen Tarifwechsel möchte oder dass sich die Anschrift der örtlichen Agentur geändert hat?

  4. #163
    Benutzerbild von SonnyB.

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    AW: Tücken des Alltags...

    Zitat Zitat von waschbaer Beitrag anzeigen
    Muss ich es verstehen, ...

    ... dass ich im Cinemaxx in Augsburg immer neben einem jugendlichen Dauerhandynutzer sitze, der permanent SMS schreibst oder seinen Facebookstatus updatet?
    Die Wahrscheinlichkeit nicht neben so einem zu sitzen ist wesentlich geringer.

    ... dass Mütter im örtlichen Supermarkt ihre Kinder in der Gemüseabteilung "spielen" lassen und anschließen mehrere Dutzend Kartoffeln auf dem Boden verteilt liegen?
    Die lieben Kleinen müssen sich doch entfalten und außerdem hat Mami dann mal zwei Minuten Ruhe vor lästigen Fragen der Blagen. Und dann schafft es eine Daseinsberechtigung für die Verkäufer. Die stehen doch eh nur rum. Da haben die dann mal was zu tun.

    ... warum die Versicherung meines Vaters bald drei Jahre nach seinem Tod ihm immer noch schreibt, ob er einen Tarifwechsel möchte oder dass sich die Anschrift der örtlichen Agentur geändert hat?
    Ja nu... immerhin sind sie konsequent.


  5. #164
    Benutzerbild von Lutz

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    AW: Tücken des Alltags...

    Muss ich es verstehen, ...

    ... dass man auf die Idee kommen kann eine dieser von mir so geliebten Fußhupen mit *IN* den Supermarkt zu bringen? XL-Hundi bellte also *IM* Supermarkt lautstark vor sich hin. Die junge Blondine ("Frauchen") hatte aber immerhin daran gedacht den Zeckenteppich anzuleinen. Man darf nicht immer nur meckern.

  6. #165
    Benutzerbild von Lutz

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    AW: Tücken des Alltags...

    Da mein fahrbarer Untersatz momentan etwas unpässlich ist, erlebe ich (wie gesagt) gerade die Freuden des ÖPNV in äh - vollen Zügen ;->

    Und was passiert wenn man als relativer Bahn-Rookie im Großbereich Hamburg eine längere Tour machen will/muss?

    Loaction 7:20, morgens HH-Hauptbahnhof

    Ich: Entschuldigung?

    Blondie Bahnzicke (spielt gerade mit ihrem iDingsbums) in einem abweisenden Ton als hätte ich ihr gerade gegen das Schienbein getreten: "Ja was ist denn?"

    Ich: Bin ich hier richtig für den Zug Richtung XY?

    (...)

    Es folgen diverse barsche extrem unfreundliche und großspurige Belehrungen der Oberzicke (hab gerade nicht die Zeit alles auszuführen) a la "nein der heißt nicht Regionalexpress" blabla, die aber für mein eigentliches Anliegen komplett irrelevant sind...

    Habt ihr mal ähnliche Erfahrungen gemacht? Ist das normal bei der Bahn?

  7. #166
    Benutzerbild von Babooshka

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    AW: Tücken des Alltags...

    Da würde ich mich ruckzuck beim Vorgesetzten beschweren. Unhöflichkeit und Patzigkeit in diesem Job geht überhaupt nicht. Ich kann nichts Ähnliches berichten, ich fahre selten Zug, und wenn, brauche ich meistens keine Auskunft.

    Ich war ja vor kurzem in Frankreich, in der Bretagne, und habe da so einige Missgeschicke erlebt - vor allem rund ums Bahnfahren.

    Diesmal reiste ja Charlot mit, mein neuer Laptop, mit der Absicht, vor Urlaubsort ein bisschen zu arbeiten und jene totale Mobilität auszuprobieren, die meinem Berufsstand möglich ist. Und dann stellte ich schon am Flughafen in Berlin fest: Sämtliche Ladegeräte für alles Mögliche habe ich mitgenommen - nur nicht das Netzteil für Charlot. Na super! Wo bekomme ich wohl ein Ersatzteil her? Und was wird das kosten? Doch wohl nicht die Welt, oder? Abends am Zielart angekommen, werde ich von meiner Gastgeberin abgeholt - ich durfte kostenlos ihre Ferienwohnung benutzen, ist das nicht reizend! - und erzähle ihr gleich von meinem Missgeschick. "OK, dann fahren wir erst zum Hypermarkt, die haben auch eine Elektroabteilung, und gucken mal, ob die sowas haben." Hatten sie dann auch... aber leider gerade nichts Passendes für Charlot. Gut, dann fahre ich eben am nächsten Tag in die nächste größere Stadt, in diesem Fall Brest, da wollte ich ja sowieso hin, und gucke mal bei FNAC, ob die so ein Teil haben. Hatten sie auch, nämlich einen Mehrfachadapter mit zahlreichen kleinen Steckern, von denen einer dann auch in Charlot passte. Uff. ABER DER PREIS! 75, FÜNFUNDSIEBZIG verdammte Euro habe ich für das Drecksding bezahlt! Ich habe mir gleich mehrmals kräftig in den rsch gebissen - so viel Kohle für so ein bisschen Vergesslichkeit!

    Ja, und dann die Bahnfahrten, haha. Vom Flughafen Paris den Zug nach Le Mans genommen, dort musste ich dann umsteigen in den Zug in Richtung Brest und vor Brest dann aussteigen. Um 15 Uhr sollte ich dort sein. Waggon 10 steht auf meinem Ticket, der Wagenstandsanzeiter zeigt an: Es handelt sich um einen zweiteiligen Zug und Waggon 10 befindet sich ganz vorne. Oder ganz hinten, wie man's nimmt. Zug fährt ein, ich frage einen Mitarbeiter: "Ist die 10 dort (nach hinten zeigend) oder dort (nach vorne zeigend)?" - "Dort (nach vorne zeigend)." Ich also eingestiegen, nicht weiter geguckt... und plötzlich festgestellt: Ich fahre in die südliche Bretagne, nicht in die nördliche, wo ich eigentlich hinwollte. ABER BIS MIR DAS DÄMMERTE! war ich bereits fast am Endbahnhof angekommen! Also meine Gastgeberin angerufen - nein, man kann nicht einmal quer rüberfahren, ich muss zurück nach Rennes und dort dann den richtigen Zug nehmen. Um 15 Uhr sollte ich ankommen, um 19:20 Uhr war ich dann endlich da, total fertig (seit 4 Uhr morgens auf den Beinen) und verschwitzt.

    Nächste Posse, ich will aus der Bretagne abreisen und zu meiner Freundin nach Le Mans fahren. Bearbeite den Ticketautomaten, und der will plötzlich meine EC-Karte nicht mehr annehmen. Dazu muss man wissen, ohne Karte, und die bitte mit Chip drauf, ist man in Frankreich verratzt. Es gibt keine Automaten mit Geldeinwurfschlitz oder Geldscheineinsauger. Man muss dann an den Schalter, und dort kann es mitunter voll sein. Nach mehreren erfolglosen Versuchen an verschiedenen Automaten und immer wieder der Meldung "paiement refusé" versuchte ich es dann am Schalter, merkte aber: Wenn ich meinen Zug noch kriegen will, wird das hier nichts. Also so in den Zug gesprungen, schließlich kann man ja auch direkt an Bord bezahlen, und zwar ohne Aufpreis. Aber, und das war das Schöne an der Sache: Es kam gar kein Kontroletti. In Rennes stieg ich aus, um mich mit einer anderen Freundin zu treffen und mit ihr zusammen zu essen, danach unternahm ich einen erneuten Versuch, ein Ticket bis nach Le Mans zu ziehen. Erfolglos. Also diesmal wirklich an den Schalter (es war noch ausreichend Zeit bis zum Zug) und der Dame dort von meinem Problem mit der EC-Karte berichtet. "OK, wir versuchen es mal.... non madame, tut mir Leid, Ihre Karte wird nicht angenommen." Also bar bezahlt und mit einem sehr mulmigen Gefühl nach Le Mans gefahren... mein Gott, meine EC-Karte ist kaputt! Entmagnetisiert oder irgend sowas, sie geht nicht mehr und ich bin hier mitten in Frankreich! Aber immerhin, ich fuhr ja gottseidank zu meiner Freundin, die würde mir sicher notfalls etwas Geld.... Ein paar Tage später, downtown Le Mans, ich bin im Einkaufszentrum und steuere den Geldautomaten an. Wollen doch mal sehen... mit Herzklopfen Karte eingeschoben. Aha, sie wird nicht gleich wieder angewidert ausgespuckt, schon mal gut. Code eingegeben, Geld bekommen - Gebirge vom Herzen gefallen. Uff!!! Sie geht! Sie ist nicht kaputt! Die SNCF hatte wohl bloß einen schlechten Tag mit mir.

    Wieder ein paar Tage später, meine Freundin und ich fahren nach Angers, wo deren Sohn studiert, um bei ihm was abzuholen. Ich würde mir gerne noch die Stadt angucken, die Freundin sagt, OK, mach das, ich fahre nach Hause, du nimmst den Zug zurück und hole dich dann abends von Le Mans ab. Soweit alles bestens, ich komme abends zum Bahnhof, ziehe mein Ticket (ja, MIT EC-Karte), steige in den Zug, der Zug fährt nicht ab. Ich denke noch so, was soll denn das, der verdammte Zug sollte doch längst fahren. Und dann kommt die Durchsage: "Wegen eines Personenschadens auf der Strecke wird der Zug über Tours umgeleitet. Passagiere nach Le Mans, bitte aussteigen und auf dem Bahnsteig warten, die Strecke ist gesperrt." AAAAAAAAH! Tausende Kilometer Streckennetz hat die französische Bahn, und dieser Selbstmörder musste sich ausgerechnet jene aussuchen, auf der ich gedachte zu fahren! Naja, ich hab die Nacht in Angers verbracht, beim Sohn meiner Freundin, und nahm am nächsten Morgen gleich den ersten Zug. Wenigstens gestaltete sich die Rückfahrt nach Paris dann ohne Zwischenfälle.

  8. #167
    Benutzerbild von Lutz

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    AW: Tücken des Alltags...

    Zitat Zitat von Babooshka Beitrag anzeigen
    Da würde ich mich ruckzuck beim Vorgesetzten beschweren. Unhöflichkeit und Patzigkeit in diesem Job geht überhaupt nicht.
    Werde ich tun. Weiß jemand zufällig auf welchem Wege (Mailadresse, Website-Formular) man das am besten macht?

    Es ging bei mir ja noch weiter. Also ich stand danach etwas perplex und noch sehr müde in Sichtweite von Blondie rum, und wunderte mich wo denn der angekündigte Zug bleibt (da stand ein völlig anderer). Dass das Teil auf demselben (!) Gleis 50 Meter hinter mir hielt, erklärte mir dann gerade noch rechtzeitig eine andere Mitarbeiterin. Blondie-Zicke kam nicht auf die Idee mich darauf hinzuweisen - sie tratschte lieber ausgelassen mit einer Kollegin...

    Ok - kann nur besser werden, dachte ich mir als ich endlich im Zug saß. Pustekuchen - kurz vor dem Ziel nach 50 Kilometern riss mich dann folgende Durchsage aus dem Halbschlaf: "Aufgrund einer Weichenstörung (?) endet die Fahrt hier (in einem Kaff) - bitte steigen sie aus". Willkommen bei der Bahn! ;->

    Du hast ja in Fraaankreisch einiges erlebt, Antje. Aber toll, dass bei Dir letztendlich alles geklappt hat...

    Ich konnte meine Fahrt dann schon nach einer Stunde fortsetzen. Ich unterhielt mich derweil nett mit einer alten Dame und ihrer Katze (nonverbal *g*). Sie (also die Dame ) meinte nur "ja, das passiert öfters - neulich standen hier plötzlich 100 Leute im Dorf. Meine Katze ist so einen Trubel aber trotzdem nicht gewöhnt..."

  9. #168
    Benutzerbild von Babooshka

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    AW: Tücken des Alltags...

    Ach du lieber Jott, da hast du ja auch was Abenteuerliches mit der Bahn erlebt. Aber wie man sieht - die DB ist auch nicht besser als die SNCF. Für den Selbstmörder konnte die ja nichts. Und vor ein paar Tagen ist in einem Zug in Nordfrankreich die Kimaanlage ausgefallen und der Zug auf offener Strecke stehen geblieben - sowas passiert also nicht nur hierzulande. Ich war allerdings froh, dass mir DAS ausnahmsweise erspart geblieben war

    Ich würde einen ganz klassischen Brief an die DB schreiben, auf Papier, in einem Kuvert, mit Briefmarke drauf, das ganze Programm

  10. #169
    Benutzerbild von Laschek

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    AW: Tücken des Alltags...

    Da sieht man mal wieder, reisen ist voll gefährlich und so!
    Deshalb bleib ich lieber daheim

  11. #170
    Benutzerbild von Lexi

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    AW: Tücken des Alltags...

    Zitat Zitat von Babooshka Beitrag anzeigen
    Für den Selbstmörder konnte die ja nichts.
    In D wird die Strecke gewöhnlich nach 2h freigegeben - ich bin schon einmal live dabei gewesen.


    P. S.: Was ich noch nicht erlebt habe, ist, dass sich ein Zug verfahren hat. Ob es das hier in D wohl auch gibt?!