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Tücken des Alltags...

Erstellt von Vonkeil, 07.08.2005, 13:11 Uhr · 181 Antworten · 54.340 Aufrufe

  1. #11
    Benutzerbild von Vonkeil

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    ...und ich gleichzeitig noch mit meinem Arm auf einer Länge von ca. einem halben Meter den Rauhputz streifte.
    ...AUA!!


    auch angenehm ist es, wenn man sich versehentlich etwas DIREKT HINTER DEN FINGERNAGEL haut, in die fingerkuppe!!! das ist mir schon ganz oft an der arbeit passiert: wir müssen unsere ware sichern, und so eine sicherung hat als gegenstück eine spitze kleine metallnadel...

  2.  
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  3. #12
    Benutzerbild von Muggi

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    @McFly

    Nette Bahnstory! Da hätte ich auch zwei zu bieten. Numero uno:

    Ich habe meine Bundeswehrzeit in Regensburg abgedient. Damals hatte ich eine Freundin in Dresden, bei der ich auch die meisten Wocheneden verbracht habe. Nach der Grundausbildung mußten wir ja nicht mehr Sonntagabend in der Kaserne sein, sondern es genügte, zum Dienstbeginn am Montag pünktlich da zu sein. Ich fuhr also immer sonntags gegen 23 Uhr ab DD mit dem Nachtzug in Richtung München und war so gegen 4.30 Uhr in Regensburg. Damals fuhren zwei Züge innerhalb einer halben Stunde diese Strecke, die beide immer gut gefüllt waren (Bundeswehr, Studenten, Pendler etc.). Ich nahm immer den Späteren der beiden. Das Ritual war immer das Gleiche. Schuhe aus, Wecker gestellt und dann abgeschnarcht.

    Einmal mußte ich wegen eines Wachdienstes schon am Samstag in die Oberpfalz. An diesem Tag fuhr nur einer der beiden Züge und zwar der, den ich sonst nicht benutzte. Ich also rein in den Zug und überall: Platzreservierung, Platzreservierung, Platzreservierung...Ich wanderte so durch den halben Zug, bis ich endlich ein freies Abteil erwischte. Dann das übliche Vorgehen, noch kurz hinter Dresden meinen BW-Freifahrtsschein vorgezeigt und dann war ich auch schon eingeschlafen.

    Ich wache durch meinen Wecker auf, ziehe mir die Schuhe an und schaue aus dem Fenster. Wenn man die Strecke wöchentlich zweimal fährt, kennt man ja praktisch jeden Strauch an der Strecke und was soll ich sagen: Die Ecke kam mir verdammt unbekannt vor! Wir rollen in dem Moment in einen größeren Bahnhof ein und ich lese auf den Schildern nur noch: Nürnberg Hbf. NÜRNBERG????

    Ich sofort raus aus dem Zug und über den menschenleeren Bahnhof gewatschelt, voller Panik: Wachvergehen, Disziplinarverfahren, Arrest!

    Glücklicherweise gab es eine recht gute Verbindung von Nürnberg nach Regensburg und gerade rechtzeitig bekam ich noch einen Zug dorthin. Etwa 15 Minuten vor Wachbeginn tauchte ich völlig außer Puste in meiner Kaserne auf.

    Was war nun eigentlich passiert? Des Rätsels Lösung: Mein Zug wurde in Hof geteilt und die Wagen umgekoppelt. Die eine Hälfte fuhr tatsächlich nach München, die andere rollte munter in Richtung Karlsruhe. Durch meine "Zugwanderei" in Dresden war ich prompt in die falschen Waggons geraten. Hätte mein Wecker nur 10 Minuten später geklingelt, hätte ich Nürnberg und somit meine letzte Chance nach Regensburg zu kommen, verpasst. Sowas nennt man wohl Glück...

  4. #13
    Benutzerbild von ihkawimsns

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    Meine heutige Episode unter dieser Rubrik fällt unter das Motto "Deutschland, deine Bürokraten". Da ich im kommenden Wintersemester eine Hilfstätigkeit an der Uni übernehmen werde, fülle ich gerade einen fünfzehnseitigen Antrag aus. Unglaublich, was die alles wissen wollen, ich teile dem Land Nordrhein-Westfalen allein dreimal meine Anschrift mit.

  5. #14
    Benutzerbild von Arcadia

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    @ihka

    Aaaaaaaaua! Dein Sturz nach oben klingt ja auch ganz schön fies!

    Und so einen blöden Antrag habe ich hier auch gerade liegen. Wirklich schlimm, was die einen alles fragen. Bei mir geht es um meine berufl. Reha und erst letzte Woche durfte ich schon mal dazu einen ellenlangen Wisch ausfüllen. Und jetzt schon wieder 9 Seiten, in denen sich sämtliche Fragen zig mal wiederholen, die ich sowieso schon in dem anderen Antrag beantwortet habe.

    Dämliche Bürokratie... da warte ich nun schon seit Wochen, dass die Reha endlich losgeht und stattdessen krieg ich hier einen Wisch nach dem anderen zugeschickt und werde wieder auf die Wartebank geschoben.

  6. #15
    Benutzerbild von Petra67

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    Wir hatten auch mal eine Autobahnabfahrt verpasst, weil wir nicht richtig aufgepasst hatten. Da wir so gerne während der langweiligen Fahrerei Hörbücher hören, hatten wir uns voll auf die Story konzentriert und mussten dann leider feststellen... "ääääääähm...das wäre unsere Abfahrt gewesen"...

    Die nächste Abfahrt kam aber erst nach 20 km oder so, dann wieder 20 km zurück, um dann eeeendlich auf die andere Autobahn zu kommen, da haben wir ganz schön viel Zeit verloren.

    Mit fast leerem Benzintank im Stau zu stehen, ist mir gottseidank noch nicht passiert, aber einmal musste ich gaaaaaaaaanz dringend auf's Klo!!!!!!!!! Hiiilfeeeee!!!
    Ich hatte natürlich den Verkehrsfunk erst angehört, als ich schon im Stau stand, sonst hätte ich rechtzeitig erfahren, dass die A4 Richtung Köln wegen Unfall komplett gesperrt war. Der Stau war mittlerweile 20 km lang oder noch länger, weiss ich nicht mehr. Gottseidank war aber in der Nähe eine Ausfahrt und so bin ich den anderen Autos auf dem Standstreifen hinterhergefahren und dann die Ausfahrt raus. Bei der erstbesten Gelegenheit hab ich rechts angehalten und bin in die Büsche gesprungen. Zu allem Überfluss regnete es in Strömen und meine Schuhe waren durch den Matsch völlig versifft, aber das war mir egal, es war bei mir 2 Sekunden vor 12, sonst hätte ich in die Hose gemacht.
    Ich bin dann wieder auf die Autobahn drauf, aber in Gegenrichtung nach Aachen zurück und dort auf die Autobahn Richtung Düsseldorf. Kilometerlanger Umweg, aber wenigstens kein Stau!

  7. #16
    Benutzerbild von frasier

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    Ich hab mich mal ins Auto gesetzt, am Radio rumgespielt, als es auf einmal rumpelt!

    Was war passiert? Ich bin an das vor mir parkende Auto angerempelt (an die Stoßstange). Ich hatte in Gedanken den Gang schon rausgenommen und rollte langsam aber unmerklich nach vorne. Die Erschütterung war ordentlich und der Schreck auch, aber mir war klar dass nichts passiert war, denn ein Knacken hätte man jedenfalls gehört und die Strasse ist fast eben, aber nur fast. Ich fuhr zurück, sah dass beim Vordermann alles ok war und machte mich aus dem Staub.

    Dumm bloss, dass der Vorfall beobachtet wurde, und zwar vom Besitzer selbst, der in diesem kurzen Moment aus dem Fenster gekuckt haben muss. So bekam ich noch ne schöne Beschwerde von ihm, die er bei nächster Gelegenheit an mein Auto machte. Naja gut, er hatte schon recht, ich hätte aussteigen sollen um mich zu vergewissern, dass alles ok ist.

  8. #17
    Benutzerbild von Babooshka

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    Ach, der soll sich nicht so haben. Wozu sind denn sonst Stoßstangen da! Na eben, sonst würden sie ja nicht Stoßstangen, sondern Schmuckstangen heißen!

    Auf meinen Fahrten von München nach Berlin sind mir auch so einige Abenteuer widerfahren. Einmal musste ich tanken und beim Aufschließen des Tankdeckels brach mir der Schlüssel ab. Gottseidank war es nicht der Zündschlüssel und ich konnte jemanden von der Tankstelle bitten, den Tankdeckel sozusagen zu knacken.

    Dann war's einmal stockfinster und obendrein neblig, dass man die Hand vor Augen nicht mehr sah. Ich fuhr gerade durch eines der nicht-mehr-ganz-so-neuen Bundesländer, wo natürlich eine fette Baustelle auf der Autobahn stand. Vor mir fuhr ein dicker Laster, also dachte ich, prima, der hat wenigstens ordentliches Licht hinten, fährste dem mal schön langsam hinterher, immer auf der rechten Spur, da kannste nichts falsch machen. Was Anderes konnte ich ohnehin nicht mehr sehen. Tja, und dann war da zwischen all dem Baustellengeraffel eine Ausfahrt, die ich nicht sah, der Laster fäht raus, Babooshka natürlich hinterher.

    Hilfe! Wo war ich?

    Als nächstes landete ich auf einem völlig menschenleeren, unbeleuchteten Parkplatz, der überaus gruselig war. Also machte ich erstmal die Hebel der Türen runter und guckte auf die Karte, wo ich wohl war. Aha, bei Halle. Zurück zur Autobahn fand ich nicht mehr. Ich sah echt nichts im Nebel. Dafür machte ich eine Extratour durch Halle (winkewinke, Röschmich) und dahinter war's dann gottseidank nicht mehr ganz so neblig, sodass ich die Autobahn doch noch fand.

    Ein andermal, es war ca. im Jahre 4 der Wiedervereinigung, fuhr ich mit meinem nicht mehr ganz so fitten Ford Fiesta nach Berlin. Meine Mutter hatte mir erklärt, wie ich fahren musste, um gleich bei Berlin-Spandau rauszukommen. "...und dann guckst du rechts auf die kleinen Nummern neben der Autobahn und wenn du bei Null bist, musst du soundso fahren..." usw. Die Beschilderung war damals noch ziemlich inexistent, es gab wirklich nur diese "Meilensteine" neben der Autobahn. Also fuhr ich durch die Dunkelheit, ich fuhr und fuhr und die Meilensteine waren lange noch nicht bei Null. Und als sie dann endlich bei Null waren, befand ich mich auf der baustellenbestückten Autobahn, die östlich um Berlin rumging, also in der absolut verkehrten Richtung. Natürlich kam ich wieder mitten in einen dicken Stau, meine Kiste röchelte, das Benzin wurde knapp, ich musste ganz dringend aufs Klo - und heulte. Als ich endlich die Autobahn verlassen konnte, fand ich mich in Pankow wieder, im Nordosten der Stadt. Wohlbemerkt, ich musste ganz weit in den Westen. Meine Mutter und ihre Erklärungen... ich habe mich in der Anfangszeit aber auch ohne die Erklärungen noch recht oft kurz vor oder nach Berlin (bei der Rückfahrt) verfahren. Die Beschilderung war - naja, ich sagte es schon.

    Ja und dann gab's da jene Berlinfahrt kurz vor Weihnachten, wo ich auf der Autobahn eingeschneit war. Jawoll, ich habe mitten im Katastrophengebiet A9 vom Dezember 2001 gesteckt. "Dec. 22nd, 2001 on A9 - did it - survived it". Aber das ist eine andere Geschichte. Nur habe ich seitdem ein typisch weibliches kalte-Füße-Problem.

  9. #18
    Benutzerbild von frasier

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    Babooshka postete

    Ja und dann gab's da jene Berlinfahrt kurz vor Weihnachten, wo ich auf der Autobahn eingeschneit war. Jawoll, ich habe mitten im Katastrophengebiet A9 vom Dezember 2001 gesteckt. "Dec. 22nd, 2001 on A9 - did it - survived it". Aber das ist eine andere Geschichte. Nur habe ich seitdem ein typisch weibliches kalte-Füße-Problem.
    Wobei das auch keine Tücke des Alltages war sondern eher des Jahrzehnts. Das war schon fast ne Naturkatastrophe.

    Übrigens Respekt, den Schlüssel am Tankdeckel abzubrechen muss man auch erstmal schaffen.

  10. #19
    Benutzerbild von Vonkeil

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    eine autofahr-geschichte hab ich auch noch..

    ich habe meinen zivildienst im behindertenfahrdienst gemacht. eines tages war ich mit einer demenzkranken frau im rollstuhl und ihrer pflegerin unterwegs - die pflegerin neben mir und die alte frau sass hinten in ihrem rollstuhl festgeschnallt.
    die alte frau erzählte voller freude unzusammenhängige dinge, sang vor sich hin..nur plötzlich wurde sie stiller....hustete -
    und auf einmal KOTZTE sie mir von hinten in den nacken!!!!!!!!!
    ich hab eine vollbremsung hingelegt - gott sei dank passierte das mitten auf dem platten land auf einer kaum befahrenen landstrasse - sprang aus dem auto und versuchte verzweifelt, mich halbwegs zu säubern (es gab übrigens reis mit paprika....) die pflegerin der alten frau kümmerte sich derweil um das wageninnere.
    aber die fahrt war ja noch nicht vorbei... ich muss euch wohl kaum sagen, dass das für mich als altem emophobiker die absolute hölle war! ich fuhr bestimmt nur 30 km/h und starrte ständig panikerfüllt in den rückspiegel. dann, mitten auf einer kreuzung im ort, erbrach die arme frau sich ein zweites mal ohne vorwarnung. ich fuhr wieder an den fahrbandrand, völlig fertig mit den nerven, zitternd und rief meine zentrale an, dass sie doch bitte jemand anderen schicken sollen, ich könne und werde keinen meter mehr weiterfahren... das taten sie dann auch und ich durfte glücklicherweise nach hause für den rest des tages und mir den rest reis aus den haaren duschen....
    DAS war wirklich schrecklich!
    seither fahre ich auch keine betrunkenen mehr nach hause!

  11. #20
    Benutzerbild von waschbaer

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    Samstag nachmittag. Das Telefon klingelt. Einer meiner besten Kumpels dran und er fragt, was wir heute abend unternehmen könnten. Waschbär schaut ins Internet und sieht dass in einem der Clubs in Augsburg "Back to the 80s" ist. Kurzerhand ausgemacht, dass wir dorthin gehen und jeder noch zwei, drei andere Leute benachrichtigt.

    Also gut, acht Leute treffen sich um 23:00 Uhr und gehen voller Erwartung um 80s Mucke zu hören und abzutanzen. Aber was ist das? Das erste Lied Ibiza von Ibo. Nun ja 80s Mucke ist das ja, aber nicht gerade das, auf was ich mich gefreut habe. Schlimmer wurde es sogleich: Nicki: Wenn I mit dir tanz. Tja, ebenfalls 80er, aber zwei mal deutscher Schlager hintereinander. Und überhaupt, das Publikum ist heute äußerst anders, kaum ein bekanntes Gesicht. Stattdessen habe ich das Gefühl zwischen Krankenschwestern, Sekretärinnen und Friseusen zu sein (Nichts gegen diese Berufsgruppen, aber irgendwie war der Frauenanteil um ein Mehrfaches höher als sonst und vor allem der "Billigaufdonnerfaktor" um ein x-Faches höher als sonst bei einer normalen 80s-Nacht).

    Dann der Super-GAU. Es wird allen Ernstes Der Anton aus Tirol. Meine Kumpels und Kumpelinnen verlieren schon den Geduldsfaden und mir geht es unwesentlich anders. Waschbär rennt zum DJ und beschwert sich lautstark, dass das mit 80s ja wirklich nichts zu tun hat und er auch lieber mal Depeche Mode, Nik Kershaw oder Sisters of Mercy spielen sollte, weil das schließlich astreine 80er Mucke sei im Gegensatz zu Ibo und Nicki.

    Der DJ meinte nur: "Ey, Back to the 80s ist nächste Woche. Diesen Samstag ist NDW und Schlagernacht."

    Aua, das tat weh. So sah man den Waschbären recht selten auf der Tanzfläche - eigentlich nur bei Ideal: Blaue Augen, Grauzone: Ich lieb sie, Bernd Schütz: Komm geh mit mir nach Kanada (peinlich, ich weiß), Prinzen: Deutschland und Kraftwerk: Das Model.

    Anonsten habe ich mich eher im Bereich der Bar aufgehalten und in einem empirisch nachweisbaren Selbstversuch festgestellt, dass es - genauso wenig wie es funktioniert Frauen schön zu trinken, keinen Sinn hat, zu versuchen, Musik gut zu trinken.

    Fazit: Der Abend war so ziemlich fürn Arsch. Lediglich Carina (und die ist wirklich Sekretärin) hat sich königlich amüsiert und fand die ganze Schlagermucke richtig schön.

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