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TV Duell Schröder-Merkel

Erstellt von musicola, 04.09.2005, 20:40 Uhr · 56 Antworten · 3.621 Aufrufe

  1. #11
    Benutzerbild von Torsten

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    Im "IOFF"-Forum hat's ein User für meinen Eindruck treffend auf den Punkt gebracht:
    Merkel hat dieses Duell mit Pauken und Trompeten verloren. Unangenehmen Fragen wich sie aus, des Öfteren zeigte ihre Mimik deutlich, dass Schröder sie auf dem falschen Fuß erwischt hatte.

    Schröder hatte die Diskussion so in der Hand, dass Merkel sogar sagte, was er wollte. Denn erst, nachdem Schröder sie darauf hingewiesen hatte, dass dieses Land stark und anerkannt ist und beileibe nicht die magenverstimmte Miesepeterei der ältlichen Jungfer verdient, bequemte sie sich, in ihr düsteres Deutschlandbild auch ein paar schlecht gelaunte Komplimente à la "Dieses Land kann besser sein, es ist nur unter Wert regiert" einzubauen.

    Wie sagt Merkel? "Die Menschen können mehr leisten." Das ist falsch, wer noch Arbeit hat, arbeitet bereits an der Schmerzgrenze. (Dass sich neben der Arbeitslosigkeit eine weitere Katastrophe der Überforderung einstellt, wird nicht gesehen, weil es immer gleich heißt, "was beschwerst du dich, sei froh, dass du noch Arbeit hast").

    Merkel hat auch inhaltlich nichts entgegenzusetzen, sie will ihre Maßnahmen gegen Arbeitslosigkeit durch "Wachstum" finanzieren, also erst mal durch Geld, das nicht da ist, von dem sie nur hofft, dass es da ist. Wie sie dieses Wachstum aber erreichen will, sagt sie nicht.

    Schröder hat deutlich gemacht, dass es in den letzten sieben Jahren vorangegangen ist, und er hat sehr geschickt Merkel immer wieder dazu gebracht, zu bestätigen, dass viele Reformen gemeinsam mit der Opposition auf den Weg gebracht wurden. Wenn Merkel dann sagt, sieben Jahre Rot-Grün seien eine verlorene Zeit gewesen und nun ein schweres Erbe, wirkt das unglaubwürdig und hohl.

    Ich frage mich jedenfalls, wie grottig die Erwartungen der Journalisten an Merkel waren, wenn sie sagen, Merkel habe sie positiv überrascht. Wer behauptet da, sie sei "locker" gewesen? Die Frau war verkrampft wie Fräulein Rottenmeier aus "Heidi". Die Frau schaute ständig drein, als müsse sie Rizinusöl schlucken.

    Nein, die Journalisten, die so etwas sagten, wollten wohl das Bild ihrer gewünschten neuen Kanzlerin stärken. Ich habe Merkel selbst im Bundestag schon besser gesehen. Ansonsten möchte ich von diesem personifizierten Magengeschwür nicht regiert werden. Die aufgehübschten Plakate mit der imagegewandelten, Apricot tragenden Merkel können nicht verdecken, dass sie dieselbe graue Maus - persönlich wie politisch - geblieben ist.

    Mit Merkel beginnt eine neue Ära Kohl der Stagnation. Ich habe mich in der Vergangenheit viel über Rot-Grün geärgert, aber es gibt derzeit nichts Besseres. Schade, dass die Wähler nun wohl einen Arbeiter abwählen, weil er kein Zauberer ist, und stattdessen eine Quacksalberin an die Macht bringen.

    Wir werden alle noch Schröder nachweinen.

  2.  
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  3. #12
    Benutzerbild von musicola

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    Ich weiß wo ich mein Kreuzchen machen muss:

    Beim kleineren Übel. Welches das ist, dürfte klar sein!

  4. #13
    Benutzerbild von sturzflug69

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    Ich frage mich,warum die Christiansen dort saß.Sie ist für mich einfach eine Ex-Flugbegleiterin,die sich ihr Journalismusstudium wahrscheinlich mit der Botoxspritze injezieren ließ.
    Am besten gefiel mir der SAT 1 Mann,denn seit Kloeppel Chefredakteur ist,kommt er mir sein Charme ein wenig zu pastoral rüber,sorry.

  5. #14
    Benutzerbild von bubu

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    Meiner Meinung nach hat Schröder Merkel sowas von in die Tasche gesteckt. Nicht nur in der Form, sondern auch inhaltlich. Er war einfach glänzend vorbereitet, ließ sie oft total hilflos wirken und nicht selten konnte sie sich gar nicht richtig abgrenzen, weil wir de facto das letzte Jahr schon von einer großen Koalition regiert wurden.

    Den meisten inhaltlichen Nutzen habe ich aus der Diskussion um die Steuer- und Rentenpolitik gezogen. Ziemlich deutlich wurde, dass offenbar noch längst kein Konsens in der Union zu den Visionen von Herrn Kirchhoff vorherrscht, bzw. das Wahlprogramm der Union gar nicht wirklich deckungsgleich mit seinen Vorstellungen ist. Mal ganz davon abgesehen, dass ich dieses Steuer- und Rentenkonzept für nicht finanzierbar halte, finde ich's auch einfach undurchdacht und nicht gut. Ich glaube, Kirchhoff wurde einfach engagiert, um Kompetenz zu suggerieren - aber die theoretischen Vorstellungen eines Professors sind eine Sache. Die politische Praxis und die Durchführbarkeit was völlig anderes.

    Ziemlich deutlich wurde auch, dass die Union großspurig mit Geldern plant, die noch gar nicht real sind. Für mich ist das unseriös.

    Für meinen Eindruck sind die Moderatoren Merkel allerdings wesentlich härter angegangen als Schröder. Ihm wurde viel mehr Raum gelassen, sich zu präsentieren. Insofern fand' ich das Duell unfair. Täusche ich mich, oder hattet ihr auch diesen Eindruck?

    Ich kann ich den Post des von Torsten zitierten Users nur unterschreiben - Merkel wird einfach Schröders Politik weiterführen, nur härter und kälter. Zudem mag ich mir gar nicht vorstellen, was uns außenpolitisch noch blüht in so schwierigen Zeiten, die bestimmt werden von Leuten wie George W. Bush, Al Kaida und Co. und mit massenhaft Krisenherden wie z.B. Irak, Iran, Israel und Nordkorea. Stellt euch nur mal eine Millisekunde einen Außenminister Westerwelle vor, der diese Herausforderungen meistern soll. DAS ist mein allergrößter Alptraum.

  6. #15
    raabi2000
    Benutzerbild von raabi2000
    Und nun noch das:

    Falsche Fakten?
    Merkels "Gedächtnislücke"

    Die SPD hat Unionskanzlerkandidatin Angela Merkel vorgeworfen, mit falschen Fakten im TV-Duell punkten zu wollen. Sie widersprach Merkels Aussage, sie habe in ihrer Zeit als Jugendministerin der Regierung Helmut Kohl den Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz durchgesetzt.

    Merkel habe sich vielmehr ausweislich des Bundestagsprotokolls bei der Schlussabstimmung im Parlament am 25. Juni 1992 zusammen mit 16 anderen Abgeordneten enthalten. Das erklärten Familienministerin Renate Schmidt (SPD) und die damals zuständige SPD-Frauenpolitikerin Inge Wettig-Danielmeier am Montag in Berlin. Schmidt sagte: "Merkel hat die Frauen 1992 im Stich gelassen, und sie wird es wieder tun." Wettig-Danielmeier warf Merkel eine "Gedächtnislücke" vor.

    Merkel hatte zwar als Ministerin den Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz für über Dreijährige befürwortet, dieser war damals jedoch Teil des parteiübergreifenden Kompromisses zur Neuregelung des Schwangerschaftsabbruchs-Paragrafen 218. Dabei war nach langem Streit die frühere liberalere DDR-Regelung mit dem strengen Abbruchrecht in den alten Bundesländern zusammengeführt worden. Ein Abbruch blieb fortan straffrei, wenn zuvor eine Beratung stattgefunden hatte. Zugleich verpflichtete sich der Staat zum Ausbau der Kinderbetreuung. Weil Merkel damals zwar für den Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz, aber gegen die Neuregelung des Paragraphen 218 war, enthielt sie sich der Stimme. Ein Fakt, der damals von Seiten der CDU-Fraktion mit viel Respekt bedacht worden war.

    Wettig-Danielmeier, die damals zusammen mit der FDP-Politikerin Uta Würfel den parteiübergreifenden Kompromiss vorbereitet hatte, sagte, Merkel habe als zuständige Ministerin den Gesetzentwurf "mit großem Einsatz und zur Verbitterung der ostdeutschen Frauen bekämpft". Familienministerin Schmidt sagte, Merkel habe bei der Schlussabstimmung dem Gesetz "ihre Stimme verweigert". Jetzt wolle sie ihre "beschämende Rolle kaschieren und schmückt sich mit fremden Federn."

    Im TV-Duell mit Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) am Sonntagabend hatte Merkel die Einführung des Rechtsanspruchs auf einen Kindergartenplatz als eine ihrer "wirklichen Leistungen" als Jugendministerin zwischen 1990 und 1994 bezeichnet.

    Quelle: http://www.n-tv.de/575924.html
    Ob das so stimmt, weiß ich nicht aber interessant ist es schon. Wenn es aber stimmt, könnte das erheblich Folgen nicht nur für Frau Merkel haben.

  7. #16
    Benutzerbild von SportGoofy

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    Hatte eigentlich schon per Briefwahl gewählt,
    aber in Do sind ja die falschen Tippscheine ääh Wahlzettel verteilt worden
    (Auf so was achtet man doch net bei Ausfüllen ,
    soll ich mich um alles kümmern )
    Bin mal gespannt was da kommt.

    Naja, das Duell war nicht der Brüller inhaltlich zumindestens.
    Aber hat ja wohl auch keiner ernsthaft erwartet.
    Ist eh nur Wahlgerede.

    Unterwürfig auf dem Boden rumrutschen und bitte bitte machen,
    damit der Wähler das Kreuz an der richtigen Stelle macht.
    Wir sind die Besten und machen alles besser

    Schröder war sicherlich TV-tauglicher.
    Aber es zählen ja wohl die 8 Jahre vorher.

    Man wird ja auch nicht an einem Spieltag Meister.
    Es zählt die ganze Saison

    Und wenn sich einer hinstellt und sagt,
    er weiß nicht wie es weitergehen soll ?????????
    und Neuwahlen veranstaltet.

    Also bitte das ist ja ein Armutszeugnis.
    Konsequent wäre Rücktritt gewesen.
    Dann hätte man noch (wirklich) was retten können.


    Finde es viel spannender was dann in ca. 2 Wochen kommt.
    Wenn der verfrühte Weihnachtsmann ähh Herr Kirchhoff seinen Sack mit den Überraschungen aufmacht.
    Was Herr Schröder dann macht.
    Vielleicht macht Kirchhoff auch den Sack auf und und man hört schon
    das vertraute ääähhh ich ääähhhh und Edmund springt daraus.
    Was passiert mit Steinbrück usw. usw.

    Dann wird es eigentlich schon sehr interessant.

    Und natürlich was passiert mit 5 Mio? 7 Mio? 8 Mio? Arbeitslosen?
    Führen wir dann das halbe Gehalt ein
    Gibt es eine Arbeitsplatzlotterie???
    Wird Hartz 4 noch mehr gekürzt (was ich nicht unterstützen kann)??

    Mal gespannt.

  8. #17
    Benutzerbild von amarok90

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    Ich halte diese TV-Duelle für vollkommen überflüssig. Wer seine Entscheidung am Wahltag von diesem hochgeputschten "Medienereignis" abhängig macht, dem sollte man ohnehin das Wahlrecht vorsichtshalber aberkennen.

  9. #18
    Benutzerbild von PostMortem

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    amarok90 postete
    Ich halte diese TV-Duelle für vollkommen überflüssig. Wer seine Entscheidung am Wahltag von diesem hochgeputschten "Medienereignis" abhängig macht, dem sollte man ohnehin das Wahlrecht vorsichtshalber aberkennen.
    Sorry, aber das wäre schon eine gewaltige qualitative Steigerung der Basis, auf der ein Großteil der Wähler seine Wahl trifft. Ob nun 1998 oder 2002 und heute. Gerade jene die voll auf Wechsel aus waren, trafen diese Entscheidung aus purem Trotz, dumpfer Enttäuschung und oft kein bisschen auf Basis der Wahlprogramme und Inhalte.

    Es ist doch ein Witz: Kohl wurde nach acht (ich sehe es nicht so platt gleich seine ganzen 16 Regierungsjahre zu verunglimpfen) leistungsmäßig zu Unrecht errungenen Regierungsjahren ausgerechnet abgewählt, als die CDU (natürlich zu spät) langsam einen Reformweg einschlug. Karenztage und ähnliches haben den Menschen nicht geschmeckt. Also wurde die SPD gewählt, die damals die Rücknahme dieser Regelungen versprach.

    Heute ist es Hartz IV, wofür viele Langzeitarbeitslose und andere sozial Schwache Schröder die Quittung geben wollen. Soweit, dass sie lt. allgemeiner neoliberaler Sichtweise, der nun stabil bei 42-44% rangierenden Konservativen, sowieso nicht mehr gebraucht werden (es ist doch kein Geheimnis, dass manche Wirtschaftsgrößen und -weisen sowieso mit dauerhaften 20% Sockelarbeitslosigkeit bei den nicht Qualifizierbaren rechnen) und nach dieser Wahl in 4 oder 8 Jahren letztendlich nur genauso dumpf Merkel wieder die Quittung verpassen werden, denken sie heute nicht. Warum auch? In ihrer Lebensrealität ist oft sowieso ein Tag wie der andere.

    Schlimm dabei: Die Unterschiede zwischen den beiden großen Volksparteien sind sehr wohl da, erst Recht incl. ihrer beiden natürlichen kleinen Koalitionspartner. Dies wird von den Medien und den aus Frustgründen wechselwählenden nur leider immer wieder sehr klein geredet. Natürlich war 1998 eine Richtungswahl. Was sich seitdem in diesem Land verändert hat (und damit meine ich nicht den Stillstand bei der Arbeitslosigkeit) und wieviel selbstbewusster und selbstbestimmter wir heute in der Welt dastehen muss man doch gemerkt haben. Und so wird 2005 auch wieder eine Richtungswahl sein. Wird das Pendel vom linksliberalen wieder zurück zum konservativ-leoliberalen schwingen? Kann man das mit einer unbegründeten Hoffnung darauf rechtfertigen, dass die Merkel mal eben durch mehr Mehrwertsteuer und Einheitssteuersätze mehr Arbeitsplätze schafft (was sie sowieso nicht kann)? Und was ist in zwei, drei Jahren, wenn im eigenen Bundesland wieder Landtagswahlen anstehen? Dann wird dort wieder der Frust abgelassen und die Bundesratsmehrheit kippt wieder in die Gegenrichtung zur SPD. Ruckzuck haben wir wieder Blockade und Stillstand. Das alles, weil die Menschen es nicht schaffen mal auf Basis von Inhalten zu entscheiden und eine solche Entscheidung dann auch mal über einige Jahre bei zu behalten. Den Politikern wirft man solch kurzsichtiges Denken gerne vor... warum handeln die Wähler denn dann selbst nicht anders?

    Wenn mancher der o. g. Leute mal für die 90 Minuten sein eigenes, inhaltlich oft völlig der präferierten Frustwahlentscheidung entgegenstehendes Frustrepertoire abstellen könnte und die Zeit für ein TV-Duell aufwenden würde, wäre schon eine Menge für eine inhaltlich motivierte Wahlentscheidung gewonnen.

    Und übrigens, aufgrund schlechter Erfahrungen, die o. g. Zeilen scheren nicht alle Arbeitslosen über einen Kamm, richten sich nicht speziell gegen Ost oder West oder unterstellen irgendjemandem, der eine bestimmte Wahlentscheidung getroffen hat per se, dass diese Entscheidung nicht fundiert gewesen wäre.

    Persönlich wurmt mich der Gedanke, dass innerhalb der nächsten zwei Jahre vielleicht wirklich die Erfolge rot-grüner Reformen greifen (ja, ich gebs ja zu, mein Glaube an die arbeitsplatzsschaffende Wirkung der vielen Geschenke an die Unternehmen ist nach den Ergebnissen der letzten Jahre begrenzt - aber das ist ja das schlimme: Mit Merkel gehts so ja zu Lasten der einfachen Bürger erst Recht weiter!), für die viele Menschen schmerzhafte Einschnitte ertragen mussten, und dann, obwohl das realistisch betrachtet noch gar nicht sein kann, beansprucht die Merkel das als Erfolg für ihre ersten beiden Regierungsjahre... Aber ehrlich gesagt rechne ich genau damit und hoffe lediglich drauf, dass dieses Bild durch eine Regierung mit SPD-Regierungsbeteiligung (sprich wenigstens große Koalition) gerade gerückt werden kann. Mein Alptraum wäre schwarz-gelb. Wenn momentan noch 50% der Menschen glauben, dass diese Verbindung optimal wäre, dann haben sie nicht kapiert dass sich diese Regierungskonstellation eigentlich nur 5% der Reichsten in diesem Lande leisten können. Denn das was heute an Einschnitten da ist und weshalb die Wechselstimmung überhaupt existiert, sind genau die Dinge, die den beiden Parteien noch nicht weit genug gingen. Das wird in den nächsten vier Jahren seine Spuren hinterlassen und zur Frustwahl 2009 oder 2013 führen (bisher hat noch jede Regierungspartei ihre zweite Chance bekommen, ob berechtigt oder nicht).

    PM

  10. #19
    Benutzerbild von SonnyB.

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    Zum Duell hier die Auslandspresse:

    Auslandspresse: Schröder gewinnt Duell, Merkel besser als erwartet

    Hamburg (dpa) - Für eine Reihe europäischer Zeitungen hat Bundeskanzler Gerhard Schröder am Montag das TV-Duell mit Unionskandidatin Angela Merkel wie erwartet gewonnen. Diese habe sich aber besser als erwartet geschlagen. Einige Kommentatoren sind aber auch vom Merkel-Auftritt enttäuscht:

    «LA REPUBBLICA» (Italien): «Er war besser, aber damit hatten auch alle gerechnet. Sie hat es verstanden, sich schneidender, präziser, kämpferischer als erwartet zu zeigen.»

    «BERNER ZEITUNG» (Schweiz): «Merkel hat insgesamt besser abgeschnitten als erwartet, aber Schröder hat ebenfalls gepunktet. Die deutsche Bundestagswahl wurde wohl doch nicht in einem Fernsehstudio entschieden.»

    «BASLER ZEITUNG» (Schweiz): «Sie werde das Medium Fernsehen nutzen, um ihre Argumente und Vorstellungen darzulegen, hatte Merkel vor dem Duell gesagt. Das tat sie - mit einem Selbstbewusstsein, das wohl nicht jeder erwartet hatte.»

    «LE SOIR» (Belgien): «Gegenüber der nervösen und manchmal eingeschüchterten konservativen Kandidatin, die sich in den Zahlen verhedderte, trat der Kanzler auf wie jemand, der eine Lektion erteilt... Locker gegenüber einer wenig überzeugenden Angela Merkel hat Schröder auf deren Attacken nicht reagiert.»

    «LIBÉRATION» (Paris): «Anfangs mit bleichem Gesicht und verkrampften Zügen, hat Angela Merkel von der zweiten Frage an begonnen, sich zu entspannen. Der Kanzler hat es vermieden, den Macho zu spielen, doch er konnte sich einige gezwungene Lacher und herablassende Bemerkungen nicht verkneifen.»

    «NEUE ZÜRCHER ZEITUNG» (Schweiz): « Am Sonntag vermochte... keiner der Kontrahenten einen eindeutigen Vorteil verbuchen.»

    «IL MESSAGGERO» (Italien): «Das Streitgespräch war sehr zivil, fast freundschaftlich und... sogar etwas langweilig.»

    «SALZBURGER NACHRICHTEN» (Österreich): «Vor die Wahl gestellt zwischen einer erfolglosen Regierung und einer Opposition, der nicht viel zuzutrauen ist, müssen einem die Deutschen Leid tun.»
    Quelle: http://de.news.yahoo.com/050905/3/4obgk.html

  11. #20
    Benutzerbild von Muggi

    Registriert seit
    08.02.2004
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    2.559
    Gut geklaut ist halb gewonnen...

    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...373269,00.html


    Mein Kurzfazit:

    Merkel besser als erwartet, man konnte allerdings den Mediencoach förmlich spüren. Lächeln wie auf Knopfdruck, einfach zu durchschaubar.

    Schröder anfänglich zu zurückhaltend, anschließend doch klarer Sieger.

    Einige Themen fand ich zu stiefmütterlich behandelt, z.B. die Außenpolitik, da kam bis auf die Türkei praktisch nichts.

    Meine Wahlentscheidung stand ohnehin fest, von daher...

    Die ARD schaltete nach dem Duell in meine Stadt und fragte 4 Leute nach ihrerm Urteil, da stand es dann auch 3:1 für den Gerd.

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