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TV Duell Schröder-Merkel

Erstellt von musicola, 04.09.2005, 20:40 Uhr · 56 Antworten · 3.616 Aufrufe

  1. #41
    Benutzerbild von SportGoofy

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    An dieser Stelle möchte ich mal den ultimativen Tipp an alle Frustrierten loswerden.

    In eine Partei eintreten bzw. selber gründen und besser machen.
    Nur das Kreuz machen und damit denken es hat sich ist zu wenig.
    Wenn alle die, die unzufrieden sind sich aufmachen, könnte es schon
    bald besser werden.

    Meines Wissens ist jegliche größere Veränderung in den letzten 200 Jahren
    bezüglich Freiheit und Menschenrechte bzw. Unterdrückung nur durch Revolution und Menschen
    die sich da hinter geklemmt haben entstanden.
    Da oben gibt doch niemand freiwillig was ab (würd ich auch nicht ).
    Womit ich nicht gemeint habe, dass es keine Leistungsunterschiede geben soll.

    Drum reden halt alle Politiker so wie im "Duell" und anderswo.

    Was würden wir nicht für einen Politiker/Partei geben die ehrlich ist und die Probleme ohne Gesülze anpackt. Dazu braucht man eben die passende Redekultur und die passenden Leute.

    Und wenn einer ehrlich ist nun ja dann geht es halt ein paar Prozentpunkte runter. (zur Zeit - aber es liegt an uns selbst)

  2.  
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  3. #42
    Benutzerbild von frasier

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    PostMortem postete

    Die Leute beginnen zu begreifen, dass eine Wechselwahl allein um des Wechsels willen nichts bringt, wenn die Alternative mehr Mehrwerststeuer, weniger Schichtzulagen, höhere Kosten für Mobilität etc. bedeutet.
    Der Unterschied zwischen Schichtzulage und Steuerfreiheit für Schichtzulagen ist dir aber schon klar? Warum muss ein Schichtarbeiter besser gestellt sein, als jemand, der zu einer anderen Tageszeit arbeitet oder gar als Selbständiger auch nachts arbeitet?

    Die Mehrwertsteuererhöhung bewirkt einen Vorzieheffekt, danach ein genauso grosses Loch und danach pendeln sich die Umsätze wieder auf dem alten Niveau ein, wobei sich die zur Zeit sehr hohe Sparquote etwas absenkt.

    So war es bisher immer, sowohl bei uns als auch im Ausland.

    Zu höhere Kosten für Mobilität fällt mir als erstes die Öko-Steuer ein.

    [/quote]

  4. #43
    Benutzerbild von Mikesch1

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    brandbrief postete
    Muggi postete
    Auch wenn es nicht mein Wahlkreis ist - wir Sachsen werden wohl das Zünglein an der Waage sein...
    Tja, Herr Stoiber....das hat man davon, wenn man lauthals kundgibt: "Ich kann nicht akzeptieren, dass die Wahl wieder im Osten entschieden wird."
    Wie sagen doch die Esoteriker: Das was ich denke wird passieren:

    Und dem Grossmaul Stoiber gönne ich das aus vollem Herzen :-)
    Das kleinere Übel ist eindeutig der Schröder..
    Und ich bin beim auszählen mit dabei :-)

    LG
    Mikesch

  5. #44
    Benutzerbild von PostMortem

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    frasier postete
    PostMortem postete

    Die Leute beginnen zu begreifen, dass eine Wechselwahl allein um des Wechsels willen nichts bringt, wenn die Alternative mehr Mehrwerststeuer, weniger Schichtzulagen, höhere Kosten für Mobilität etc. bedeutet.
    Der Unterschied zwischen Schichtzulage und Steuerfreiheit für Schichtzulagen ist dir aber schon klar? Warum muss ein Schichtarbeiter besser gestellt sein, als jemand, der zu einer anderen Tageszeit arbeitet oder gar als Selbständiger auch nachts arbeitet?
    Jetzt um meine Wortwahl zu diskutieren ist doch die übliche merkelsche Wortklauberei. Beim Schichtarbeiter kommt netto weniger Schichtzulage an, das ist es was es für einen Menschen in Schicht bedeutet und was ihn in seinem realen Leben interessiert, wenn er nun diesbezüglich besteuert wird UND Sozialversicherungsbeiträge zahlen muss.

    Wenn Du meinst, dass ein Schichtarbeiter besser gestellt ist, weil er dafür, dass er sich im Gegensatz zum Normalarbeitnehmer zu unmenschlichen Zeiten und Rythmuswechseln auch gesundheitlichen Belastungen aussetzt, steuerlich begünstigt wird, hast Du vermutlich nie in Schicht gearbeitet. Wenn der Raubbau am eigenen Körper keine steuerliche Begünstigung rechtfertigt, warum dann ein Arbeitszimmer oder andere Werbungskosten? Warum beharren eigentlich auch CDU-Abgeordnete bei ihren Abgeordneten- und Aufwandsentschädigungen so auf ihre Steuerpriviliegien, wenn sie bei anderen Berufsgruppen so schnell beim Streichen sind und den Sinn mal eben ganz leicht in Frage stellen?

    Ich werde Dir erklären, warum ein Selbstständiger keine steuerfreien Nachtschichten abreissen kann, wenn Du mir erklärt hast, warum dieser selbstständige seiner halben Verwandschaft mit Hilfe fingierter geringfügiger Beschäftigungsverhältnisse kostengünstige Leasingfahrzeuge unter den Hintern setzen kann die dann seinen zu versteuerenden Gewinn mindern (den muss er natürlich haben, der kleine Freiberufler kann das auch nicht unbedingt) oder warum ein Selbstständiger auch dann privat versichert sein darf, wenn er unter der Versicherungspflichtgrenze verdient, die für Angestellte gilt.
    Wenn man mal ein Blatt Papier nimmt und zwei Spalten aufmalt, in denen man Rechts die Vorteile des halbwegs verdienenden Selbstständigen (also keine Ich AG etc.) und Links die Vorteile des Schichtarbeiters einträgt, glaube ich kaum, dass die linke Spalte besonders ausufern wird. Ausgerechnet an diesem Punkt jetzt also eine Ungerechtigkeit zwischen Selbstständigen und Schichtarbeitern zu konstruieren und an den Neid der Menschen zu appellieren, geht für mich an der Realität vorbei.

    Momentan haben wir es bei den CDU-Vorschlägen m. E. jedenfalls mit einer Steuerreform zu tun, die unter dem Strich keine Entlastung bringen soll. Dies ist unter dem Strich sicherlich richtig. Wenn dann unten Belastungen rauskommen und oben Entlastungen läuft das auch genau auf die angekündigte Neutralität der Steuerreform raus. Allerdings kann dann der kleine Mann dann dafür blechen, dass sein Chef nicht mehr so viel Zeit mit seinem Steuerberater verbringen muss, um seine Steuerlast auf 25% zu bringen. Er selbst wird durch die Besteuerung seiner Schichtzuschlage, den Wegfall der Pendlerpauschale und die Erhöhung der MwSt. doch auf jeden Fall belastet.

    Das schadet dem Konsum! Und eins ist doch auch eine Lüge: Die Lohnnebenkosten werden durch diese Maßnahmen mitnichten gesenkt. Wenn die Steuerfreiheit der Schichtzulage fällt, werden sie sozialversicherungspflichtig und erhöhen(!!!) damit die Lohnnebenkosten.

    Deutschland ist Exportweltmeister, unser Problem ist die Binnenkonjunktur. Den Konsumenten durch diese Maßnahmen weitere Millarden an Kaufkraft zu entziehen ist deshalb doch wohl nicht der richtige Weg. Über Einkommensneutrale Maßnahmen zur Abschaffung von Schichtzulage & Co., hätte die CDU - wenn überhaupt - nachdenken sollen, als der Wirtschaftsmotor noch brummte. Solche Maßnahmen zieht man nicht durch, wenn die Binnenkonjunktur am Boden liegt. Gleiches gilt für die Erhöhung der MwSt., die man schon viel früher an die Werte der EU-Nachbarn hätte angleichen können, um die restlichen Werte, die immer wieder international verglichen werden, ebenfalls anpassen zu könne. Bis 1998 hätte die CDU das tun können, z. B. ganz locker in den Sonderkonjunkturjahren des Wiedervereingungsbooms. Niemand hätte dann besondere Härten erfahren. Aber heute ist dafür nicht die Zeit und es ist nicht der Weg unseren Binnenkonjunkturmotor zu strarten. Und daran müssen sich m. E. alle Maßnahmen für die nächsten 4-8 Regierungsjahre messen lassen.

    PM

  6. #45
    Benutzerbild von frasier

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    PostMortem postete

    Wenn Du meinst, dass ein Schichtarbeiter besser gestellt ist, weil er dafür, dass er sich im Gegensatz zum Normalarbeitnehmer zu unmenschlichen Zeiten und Rythmuswechseln auch gesundheitlichen Belastungen aussetzt, steuerlich begünstigt wird, hast Du vermutlich nie in Schicht gearbeitet. Wenn der Raubbau am eigenen Körper keine steuerliche Begünstigung rechtfertigt, warum dann ein Arbeitszimmer oder andere Werbungskosten? Warum beharren eigentlich auch CDU-Abgeordnete bei ihren Abgeordneten- und Aufwandsentschädigungen so auf ihre Steuerpriviliegien, wenn sie bei anderen Berufsgruppen so schnell beim Streichen sind und den Sinn mal eben ganz leicht in Frage stellen?
    Es nicht Sache der Allgemeinheit, besonders schwere Tätigkeiten zu subventionieren. Wer eine schwere Arbeit macht muss vom Arbeitgeber dafür bezahlt werden. Es gibt auch Jobs, die zu nomalen Arbeitszeiten ablaufen und auch schwer sind.

    Sollen die auch Steuervergünstigungen bekommen? Nein.

    Nebenbei lädt dieses Instrument zum Missbrauch ein, denn man könnte ja einfach die Zuschläge erhöhen und den normalen Lohn absenken, um Steuern zu sparen.

    Das hätte niemals eingeführt werden dürfen und jetzt beharren alle nur auf ihre Besitzstände.


    Ich werde Dir erklären, warum ein Selbstständiger keine steuerfreien Nachtschichten abreissen kann, wenn Du mir erklärt hast, warum dieser selbstständige seiner halben Verwandschaft mit Hilfe fingierter geringfügiger Beschäftigungsverhältnisse kostengünstige Leasingfahrzeuge unter den Hintern setzen kann die dann seinen zu versteuerenden Gewinn mindern (den muss er natürlich haben, der kleine Freiberufler kann das auch nicht unbedingt) oder warum ein Selbstständiger auch dann privat versichert sein darf, wenn er unter der Versicherungspflichtgrenze verdient, die für Angestellte gilt.
    Wenn man mal ein Blatt Papier nimmt und zwei Spalten aufmalt, in denen man Rechts die Vorteile des halbwegs verdienenden Selbstständigen (also keine Ich AG etc.) und Links die Vorteile des Schichtarbeiters einträgt, glaube ich kaum, dass die linke Spalte besonders ausufern wird. Ausgerechnet an diesem Punkt jetzt also eine Ungerechtigkeit zwischen Selbstständigen und Schichtarbeitern zu konstruieren und an den Neid der Menschen zu appellieren, geht für mich an der Realität vorbei.

    Du willst also fragwürdige Möglichkeiten von Selbständigen als Argument für die Steuerfreiheit der Zuschläge anführen? Willst du dann für schwerarbeitende die nicht nachts arbeiten auch noch Subventionen einführen? Das wäre doch dann gerecht.

    Solches Denken führt in die Irre, weil es erstens vom Staat nicht bezahlbar ist, Missbrauchsmöglichkeiten schafft und Bürokratie mit sich bringt. Das ist Sozialdemokratie.


    Momentan haben wir es bei den CDU-Vorschlägen m. E. jedenfalls mit einer Steuerreform zu tun, die unter dem Strich keine Entlastung bringen soll. Dies ist unter dem Strich sicherlich richtig. Wenn dann unten Belastungen rauskommen und oben Entlastungen läuft das auch genau auf die angekündigte Neutralität der Steuerreform raus. Allerdings kann dann der kleine Mann dann dafür blechen, dass sein Chef nicht mehr so viel Zeit mit seinem Steuerberater verbringen muss, um seine Steuerlast auf 25% zu bringen. Er selbst wird durch die Besteuerung seiner Schichtzuschlage, den Wegfall der Pendlerpauschale und die Erhöhung der MwSt. doch auf jeden Fall belastet.
    Wenn der Chef soviel Zeit bei seinem Steuerberater verbracht hat, hat er auch keine 42 Prozent Steuern gezahlt. Er hat wesentlich weniger gezahlt. Gerade die vermögenderen werden bei den 25 % mehr Steuern zahlen.

    Es gibt dann keine Medienfonds und Schiffsfonds oder Schrottimmobilien mehr, mit denen sich die Oberschicht auf null runtersparen kann. Es wird dann kein Geld mehr verschwendet um dem Staat ja nichts zu schenken. Die Leute mit wirklich hohen Einkommen werden sich nicht über die Flat-Tax freuen.

    Die Kleinen Leute dagegen bekommen hohe Freibeträge. Ausserdem finde ich es besser, wenn der Chef seine Zeit in der Firma verbringt als beim Steuerberater. Ausserdem wird dann Mehrleistung nicht mehr bestraft.

    Es ist das gerechteste und einfachste Steuersystem das es geben kann und es würde im Grunde sehr gut zur SPD passen, natürlich nicht im Wahlkampf.

    Die Mehrwertsteuer trifft die stärker, die wenig für Miete und Lebensmittel ausgeben sondern mehr für teuere Produkte ausgeben. Deswegen ist die MWST eine gerechte Steuer, wohl die gerechteste Steuer überhaupt.

    Das ganze Gerede der SPD, dass Leute mit kleinen Einkommen die Hauptbetroffenen wären ist purer Wahlkampf. Klar wird auch ein Rentner mehr bezahlen, das sind aber überschaubare Beträge und wenn damit die Arbeit billiger werden kann und sich der Arbeitsmarkt verbessert ist das auch in seinem Interesse, denn die Renten hängen von den Löhnen und der Anzahl der sozialversicherungspflichtigen Jobs ab.
    Das schadet dem Konsum!
    Falsch. Der Konsum hängt von der Psychologie der Bürger ab, Geld für Nachfrage ist genug da (hohe Sparquote). Solange kein Vertrauen in die Zukunft da ist wird auch nicht konsumiert. Erst wenn sich der Arbeitsmarkt wieder verbessert, verbessert sich auch die Stimmung der Konsumenten. Vorausetzung für einen besseren Arbeitsmarkt ist höhere Wettbewerbsfähigkeit.

    Und eins ist doch auch eine Lüge: Die Lohnnebenkosten werden durch diese Maßnahmen mitnichten gesenkt. Wenn die Steuerfreiheit der Schichtzulage fällt, werden sie sozialversicherungspflichtig und erhöhen(!!!) damit die Lohnnebenkosten.
    Besteht jetzt die Gesellschaft nur aus Schichtarbeitern, oder ist das eine Minderheit? Stimmt schon, dass durch die Steuerpflicht auch Sozialversicherungspflicht entsteht. Die Belastung muss in den nächsten Jahren durch Tarifverhandlungen ausgeglichen werden, aber es ist auch gerecht, dass diese Leute in die Sozialsysteme einzahlen und daraus auch Ansprüche ableiten können.

    Für alle anderen Angestellten fallen die Lohnnebenkosten.

    [/quote]

  7. #46
    Benutzerbild von Darkmere

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    Günther Beckstein (CSU) unterstrich: "Es ist ja gar nicht möglich, das Ergebnis geheim zu halten." Er trat aber für eine Änderung der gesetzlichen Vorgaben ein. In Bayern wird beim Tod eines Direktkandidaten dennoch gewählt Nach der Wahl rückt dann der nächste auf der Liste nach.
    http://n-tv.de/577449.html

    Wenn das stimmt, warum dann nicht auch in Sachsen?

  8. #47
    Kinderfresser
    Benutzerbild von Kinderfresser
    frasier postete
    Nebenbei lädt dieses Instrument zum Missbrauch ein, denn man könnte ja einfach die Zuschläge erhöhen und den normalen Lohn absenken, um Steuern zu sparen.
    Da brauch ich ja wohl nur mal auf Borussia Dortmund zu verweisen, wo die sicherlich nicht verdienenden Kicker vor ein paar Jahren tatsächlich steuerfreie Wochenendzuschläge erhalten haben, weil sie ja am Wochenende kicken mußten.

  9. #48
    Benutzerbild von frasier

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    Kinderfresser postete
    frasier postete
    Nebenbei lädt dieses Instrument zum Missbrauch ein, denn man könnte ja einfach die Zuschläge erhöhen und den normalen Lohn absenken, um Steuern zu sparen.
    Da brauch ich ja wohl nur mal auf Borussia Dortmund zu verweisen, wo die sicherlich nicht verdienenden Kicker vor ein paar Jahren tatsächlich steuerfreie Wochenendzuschläge erhalten haben, weil sie ja am Wochenende kicken mußten.
    Wenn es ihnen wenigstens was genützt hätte, ihre Finanzen wieder in den Griff zu kriegen.

    Ich möchte garnicht wissen, wieviel Steuern dem Bund dadurch entgangen sind.

  10. #49
    Benutzerbild von PostMortem

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    frasier postete
    Besteht jetzt die Gesellschaft nur aus Schichtarbeitern, oder ist das eine Minderheit?
    Bei 35 Mio. sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten sind 10 Mio. Schichtarbeiter schon eine Größe...

    Stimmt schon, dass durch die Steuerpflicht auch Sozialversicherungspflicht entsteht. Die Belastung muss in den nächsten Jahren durch Tarifverhandlungen ausgeglichen werden
    aber es ist auch gerecht, dass diese Leute in die Sozialsysteme einzahlen und daraus auch Ansprüche ableiten können.
    Jepp, wir haben ja auch alle so rosige Aussichten auf eine dicke staatliche Rente, dass sich jeder eingezahlte Euro für den Schichtarbeiter dann sicher doppelt lohnt. Aber mal Schluss mit den Märchen: Weil das eben nicht so ist, nutze auch ich (als Nicht-Schichtarbeiter) jede sich bietende Möglichkeit mein zu versteuerndes Brutto-Einkommen durch umgewandelte Gehaltskomponenten und Sachleistungen zu mindern. Die so gesparte Kohle stecke ich in Riester-Rente und eine weitere gewöhnliche private Zusatzrente (bei denen im Endeffekt mehr raus kommt, als mir die BfA nach heutigem Stand mal zahlen will - was traumhaft wäre, wenns denn dabei bliebe). Ich halte das für sinniger und aussichtsreicher als irgendwelche Experimente von CDU und FDP, die erst Kirchhofs bejubeln und dann in die Wüste schicken. Du weisst ja anscheinend selbst auch nicht mehr, ob Du nun Kirchhofs 25% Modell verteidigst oder Merkels Verharren auf dem 3-Stufen-Tarif (und sie hat Kirchhofs 25% Modell, dass Du als gerechtestes Steuermodell bezeichnest, mittlerweile ja ganz ausdrücklich kassiert, nix mehr mit "Visionen sind doch was tolles" - dieses Modell bekommst also auch Du nicht von der CDU und schon gar nicht von der FDP, die letztens auch noch großer Kirchhof-Fan war).

    Für alle anderen Angestellten fallen die Lohnnebenkosten.
    Ach so! Es ist ja leider nur so, dass es gerade die Schichtarbeiter sind, die es überhaupt noch möglich machen, in Deutschland konkurrenzfähig Produktion zu betreiben. Unsere hochrationalisierten Fertigungen laufen in 3-Schicht 7x24 Tage und konkurrieren zumeist konzernintern schon jetzt am Randes des machbaren mit anderen Standorten. Somit sind es ganz vorne dran die Schichtarbeiter, die hierzulande dafür sorgen, dass in Deutschland im produzierenden Gewerbe überhaupt noch Wertschöpfung stattfindet. Wenn man es sich da so einfach macht und sagt: "Pah, da dürfen die Lohnnebenkosten ruhig mal steigen, ist ja nur eine Minderheit und wenn die Steuerschmarotzer was zu kacken haben, dann sollen die eben ihre Gewerkschaft mal anheizen oredentliche Tarifabschlüsse zu erkämpfen", kann man einiges erreichen, aber m. E. wohl nicht ernsthaft eine Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit. Denn dann wirds durch die steigenden Lohnnebenkosten UND die steigenden Tarifgehälter noch viel teurer in Deutschland zu produzieren. Und dann fallen nicht für alle anderen Angestellten die Lohnkosten, sondern dann fallen für alle anderen Angestellten produzierender Mittelständler die letzten Existenzgrundlagen ihrer Betriebe in Deutschland weg.

    Natürlich führt das nicht in die Zuversicht in die Zukunft, die für mehr Konsum im Inland notwendig wäre.

    PM

  11. #50
    Benutzerbild von bubu

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    Hahaha! SPD jetzt bei 35 Prozent. Ich glaube, nun dürfte langsam klar sein, wer der Sieger des TV-Duells war.

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