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TV-Tip ABBA

Erstellt von F.G.T.H., 07.04.2005, 06:03 Uhr · 31 Antworten · 2.904 Aufrufe

  1. #21
    Benutzerbild von amarok90

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    Babooshka postete
    Habe ich es richtig verstanden: Under Attack wurde VOR The Day before you came aufgenommen, The Day before you came kam bei uns aber VOR Under Attack raus?
    Die Aufnahmen zu "Under Attack" und "Cassandra" begannen zwischen dem 2. und 4. August 1982, "The Day Before You Came" wurde im August 1982 eingespielt (die Schlagzeug-Overdubs am 20. August) und "You Owe Me One" ebenso wie das unveröffentlichte "Just Like That" im Mai 1982.

    So steht es jedenfalls im Booklet der "Thank You For The Music"-Box.

  2.  
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  3. #22
    Benutzerbild von Torsten

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    Interessant sind auch die Ausführungen von Carl Magnus Palm in seiner Referenz-Biographie "Licht und Schatten" zu "The Day Before You Came":
    Am 2. August waren Björn und Benny wieder zurück im Studio, um zwei neue Titel aufs Band zu bringen. Sowohl "Cassandra" als auch "Under Attack" waren zwei wirklich gute Songs, doch die Komponisten zweifelten daran, ob sich beide Titel auch als A-Seite einer Single eigneten. Sie brauchten unbedingt einen dritten Song, der sich seinen Platz auf einer Single erobern würde. Nur ganz wenige ABBA-Songs wurden im Studio komponiert, doch aufgrund des Termindrucks waren Björn und Benny nun doch ein wenig verzweifelt. Sie hatten gerade "Under Attack" fertig, als sie die Entscheidung trafen, sich ausnahmsweise einmal den Luxus zu gönnen, kostbare Studiozeit für das Komponieren eines neuen Songs zu "verschwenden".

    Benny hatte gerade einmal die Grundidee eines Songs, die er auf seinem Yamaha GX-1-Synthesizer anspielte. Michael Tretow saß am Mischpult und nahm alles auf Band auf, was Benny "aus dem Nichts heraus" spielte. Die Aufnahme verriet eine Menge über den Entwicklungsprozess einer ABBA-Komposition. Weniger als eine Stunde später hatte die Melodie schon Form angenommen. Der neue Song bekam den Arbeitstitel "Den lidande fageln" (Der leidende Vogel), wurde aber später veröffentlicht als "The Day Before You Came".

    An diesem Punkt trafen Björn und Benny eine weitere ungewöhnliche Entscheidung. Sie riefen keine anderen Musiker ins Studio, sondern ließen Benny das gesamte Stück auf seinem GX-1 mit der integrierten Schlagzeug-Maschine als Begleitung spielen. Es war eine Aufnahmemethode, die perfekt der Zeit entsprach.

    In Anlehnung an die Gruppe Kraftwerk oder David Bowie hatten sich in der vergangenen Zeit neue Künstler wie Gary Numan, The Human League, Soft Cell und Depeche Mode in der musikalischen Landschaft etablieren können. Punk, New Wave und Disco verblassten immer mehr, als diese neuen Gruppen mit ihren elektronischen Sounds das Interesse der jugendlichen Schallplattenkäufer wecken konnten. Es waren nicht mehr die kräftigen Akkorde und massigen Klangteppiche, die Benny für gewöhnlich spielte, die diese neue britische Musikrichtung prägten, sondern vielmehr treibende Sequenzer-Rhythmen mit knackigen und scharfen Sounds. Michael Tretow, der stets seine Ohren für neue musikalische Trends offen hielt, schlug vor, das Arrangement mehr in diese neue Richtung zu lenken.

    Indem er Bennys lang gehaltene Akkorde begrenzte, erreichte er einen Sequenzer-Effekt, bei dem die Snare-Drum bzw. die Hi-Hat vorgaben, an welchen Stellen der Synthesizer zu hören war und an welchen nicht. Das Ergebnis war einfach großartig; treibend und pulsierend lief der Rhythmus durch, als Kontrast zur besinnlichen Stimmung des Songs selbst. Die einzigen weiteren Instrumente auf dieser Aufnahme waren eine später vom Percussionisten Ake Sundqvist eingespielte Snare-Drum, um den Schlagzeugsound stärker zu akzentuieren, sowie Björns akustische Gitarre.

    Den Text für diesen Song zu schreiben bedeutete für Björn eine neue Herausforderung. Seine Idee war, über eine Frau zu schreiben, die vor ihrer lebensverändernden Begegnung mit einem Mann in ihrem Kopf noch einmal sämtliche glanzlosen und gewöhnlichen Dinge ablaufen ließ, die sie in ihrem Leben unbedingt tun zu müssen glaubte. "Mir war bereits klar, dass die Melodie, vom technischen Standpunkt aus betrachtet, so gesetzt war, dass der Text genau auf den entscheidenden Satz "the day before you came" zugeschnitten sein musste", erinnerte er sich. "Als sich dann die Idee endlich festgesetzt hatte, schrieb ich die alltäglichen Ereignisse und Begebenheiten nieder, die jemand in seinem normalen Leben verarbeiten muss. Von der grammatikalischen Seite aus betrachtet war es unglaublich schwierig, die Sätze so zu bearbeiten, dass sie am Ende auch sprachkorrekt in die Melodie passten, denn es sollte schließlich alles logisch und nachvollziehbar sein. Es gab keinen Platz für Durchhänger."

    Den Leadgesang sollte Agnetha übernehmen. Björn und Benny baten sie, trotz ihres wachsenden "theatralischen" Interesses so wenig Kunst wie nur irgend möglich in ihre Stimme zu legen, um mehr die gewöhnliche Frau darzustellen und nicht die professionelle Pop-Sängerin. Später jedoch bereuten die Komponisten ihre Entscheidung. "Heute glaube ich, es wäre besser gewesen, Agnetha ihre gewohnte Rolle als Sängerin ausfüllen zu lassen, anstatt sie dazu aufzufordern, sich in die Frau hineinzuversetzen, über die sie gesungen hat", erklärte Benny später.

    Während der Gesangsaufnahmen gegen Ende August kam im Studio eine Art Endzeitstimmung auf. Michael Tretow empfand die damalige Situation als "sehr emotional. Man hatte das Gefühl, das ist jetzt das Ende. Agnetha nahm ihren Gesang bei ausgeschalteter Beleuchtung auf. Der Song treibt mir immer noch Tränen in die Augen." Niemand wusste es zwar zu dieser Zeit, doch "The Day Before You Came" war tatsächlich ABBAs letzte gemeinsame Aufnahme.

  4. #23
    Benutzerbild von Muggi

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    Torsten postete
    Während der Gesangsaufnahmen gegen Ende August kam im Studio eine Art Endzeitstimmung auf. Michael Tretow empfand die damalige Situation als "sehr emotional. Man hatte das Gefühl, das ist jetzt das Ende. Agnetha nahm ihren Gesang bei ausgeschalteter Beleuchtung auf. Der Song treibt mir immer noch Tränen in die Augen." Niemand wusste es zwar zu dieser Zeit, doch "The Day Before You Came" war tatsächlich ABBAs letzte gemeinsame Aufnahme.
    [/quote]Mir auch...

  5. #24
    Benutzerbild von Muggi

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    Ach ja, ich hab scheinbar nichts verpasst...

    http://www.spiegel.de/kultur/musik/0...388448,00.html

  6. #25
    Benutzerbild von Torsten

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    Die Sendung war gräuslich, aber Babsis Auftritt gemeinsam mit Sydney Youngblood ("I Have A Dream") war nicht schlecht...

  7. #26
    Benutzerbild von brandbrief

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    ...Barbarellas Outfit war aber auch scheußlich (Tote Katze auf 70er-Jahre-Übergardine)

  8. #27
    Benutzerbild von waschbaer

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    Mann, war diese ABBA-Show grottig. Der Spiegel bringt es echt auf den Punkt.

    Ich habe mir die Sendung mit drei Bekannten angesehen und wir kamen aus dem Lästern einfach nicht mehr raus.

    Das Outfit von Frau Schöneberger war einfach unterirdisch schlecht. Über Dirk Bach breite ich einfach den Mantel des Schweigens.

    Die Moderation der beiden war so etwas von schlecht, dass der Begriff "Unterschichtenfernsehen" schon gewaltig geschön-eberger-t ist. Die Gags waren mies, die Überleitungen schlecht und wenn man schon erklären muss, wer die singenden B- oder C-Promis überhaupt sind ("Sind das nicht die von "Unter uns") dann ist das Ganze nur noch lächerlich.

    Ganz toll fand ich auch, dass einige Songs, in der Zuschauergunst offensichtlich weit oben waren, aber dann einfach "übergangen" wurden und eben "nur erwähnt" wurden.

    Zwei Höhepunkte hatte die Sendung für mich. Die beiden Versionen, die Max Raabe und das Palastorchester sowie Right said Fred zu bieten hatten fand ich das Beste, was dieser Abend zu bieten hatte.

    Ansonsten kann ich Torsten nur bitten, mir zu erklären, was er an Frau Schöneberger findet. Ich kapiere es nicht. Als ich sie während der 90er Jahre während meines Studiums an der Uni Augsburg kennenlernte, fand ich sie ja noch ganz witzig, aber davon ist einfach nichts mehr geblieben. Einfach RTL-langweilig-weichgepült.

  9. #28
    Benutzerbild von brandbrief

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    waschbaer postete
    Über Dirk Bach breite ich einfach den Mantel des Schweigens.
    Ich glaube, Dirk Bach trägt öfter mal den Mantel des Schweigens.

  10. #29
    Benutzerbild von Torsten

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    waschbaer schrieb
    Ansonsten kann ich Torsten nur bitten, mir zu erklären, was er an Frau Schöneberger findet.
    Abgesehen von ihrer überbordenden Vollweib-Erotik finde ich sie witzig, schlagfertig, clever, selbstironisch und wohltuend unprätentiös.

    Es gibt eine Handvoll talentierter Frauen im deutschen TV, die mit den von ihnen präsentierten Formaten regelmäßig ins Klo greifen oder aber erst gar kein gescheites Konzept angeboten bekommen. Neben der Schöneberger zählen für mich z. B. Isabel Varell (vom renommierten Allround-Talent mit erstklassigem Kabarett-Bühnenprogramm übers Dschungelcamp zur abgestürzten 9live-Trulla) oder Caroline Beil dazu. Wer solche Frauen nach den grottigen Sendungen beurteilt, durch die sie sich - teils sogar deutlich sichtbar - quälen, wird ihren Qualitäten nicht gerecht.

    Ich erkläre mir diese Diskrepanz damit, dass die Job-Situation in der deutschen TV-Landschaft mittlerweile so knüppelhart ist, dass fast alle nach dem kleinsten Strohhalm greifen, um sich noch irgendwie präsent zu halten. Zudem gibt es einfach viel zu wenig gescheite Formate, in der diese Leute ihre Stärken ausspielen könnten.

  11. #30
    Benutzerbild von amarok90

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    Torsten postete
    waschbaer schrieb
    Ansonsten kann ich Torsten nur bitten, mir zu erklären, was er an Frau Schöneberger findet.
    Abgesehen von ihrer überbordenden Vollweib-Erotik finde ich sie witzig, schlagfertig, clever, selbstironisch und wohltuend unprätentiös.
    All diese unbestrittenen Vorzüge kann sie leider immer nur als Gast irgendwelcher Sendungen ausspielen. Mit eigenen Formaten geht sie regelmäßig baden; dafür reicht es einfach nicht.

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