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Tv-tipp: "die Jahrzehnteshow" im Zdf

Erstellt von Torsten, 28.11.2002, 17:29 Uhr · 15 Antworten · 1.348 Aufrufe

  1. #11
    Benutzerbild von Michi

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    Gut, dass die 90er vorbei sind. Es war ein grauenvolles Jahrzehnt und an dessen Auswirkungen haben wir noch heute zu nagen.

  2.  
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  3. #12
    Benutzerbild von MW1976

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    Ich muß Q-Bert zustimmen, ich denke es war eine gute idee Helmut Kohl einzuladen, immerhin hat er schon Geschichte geschrieben und hat die 80er politisch in Deutschland nunmal geprägt.Ok, ich muß zugeben (auch wenn ich mich hier unbeliebt mache)dass ich ohnehin immer ein Anhänger (bis heute) schwarzer Politik war und bin und Kohl für mich einer der besten Politiker aller Zeiten ist.Ich höre auch lieber altgedienten Politikern zu, als mir von Verona die Ohren bis zum Taubheitsgefühl zudröhnen zu lassen.Ich muß aber auch sagen, dass man das Thema Mauerfall etwas kürzer hätte abhandeln können.
    Und warum hat das ZDF keine Ausschnitte aus "ihren" Musiksendungen wie Peters Pop Show, P.I.T. o.ä. gezeigt. Auch von Formel Eins keine einzige Sekunde!

    Zusammengefaßt fand ich auch die 70er Show am Besten, dicht gefolgt von den 80's.
    Auf jeden Fall 10000000mal besser als Nerv-Geissen!!!


  4. #13
    Benutzerbild von stoni

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    Hallo !

    Ich fand,das man diese 80´er " Show " wohl besser am 9.November hätte bringen sollen.Klar war´s amüsant Dr.Kohl aus dem Nähkästchen (wer wird Ihr Nachfolger Herr Honecker ? )plaudern zu hören.Ich empfinde auch größten Respekt vor Ihm und dem was er geleistet hat.Aber das wurde schon oft in anderen Sendungen abgehandelt.Die wenigen gezeigten 80´er Ereignisse wurden in Sekundenbruchteilen über die Mattscheibe gejagt.
    Also Infomäßig war´s für mich ein Flop.........aber durchaus unterhaltend.

    @Michi
    Wir " intelligenten " Säugetiere sind für das "grauenvolle Jahrzehnt" zuständig.Und da keine Hoffnung darauf besteht,das die Bestie Mensch sich jemals zum besseren wandelt,werden wohl die 2000 er (?)nicht besser.
    Die haben ja mit dem 11.November 2001 auch schon wieder gut vorgelegt!!!

    Gruß Stoni

  5. #14
    Benutzerbild von Michi

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    @stoni
    Stimmt!

  6. #15
    Benutzerbild von hoodle

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    Das Lied von Manueeeeeeeeeeeel!!!!! *GRÖHL*

    Und unsere Anke hat da schon mitgemacht!!! Isch lasch misch kaputt!!!

  7. #16
    Benutzerbild von Torsten

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    Meine Meinung nach Ausstrahlung der fünf Folgen:

    Die Sendung hätte nicht "Jahrzehnte-Show" heißen sollen, sondern "Jahrzehnte-Talk-Show". Die lachhaft kurzen Einspieler zu Musik, Fernsehen oder Zeitgeschehen waren nur als Themengeber für die ausgiebigen Gespräche gedacht und ließen nicht mal ansatzweise ein gewisses Nostalgie-Gefühl aufkommen.

    Natürlich war die Sendezeit viel zu kurz, zumal sie stellenweise mit unnötig in die Länge gezogenen Gesprächen verschwendet wurde. Aber ganz offensichtlich war das Ganze auch nur als eine Sonderausgabe der Kerner-Show gedacht, sozusagen als Motto-Talk.

    Ärgerlich, dass ausgerechnet die 80er-Sendung fast ausschließlich vom Thema "Deutsche Einheit" beherrscht wurde – als wenn man die Geschichten rund um dieses historische Ereignis nicht schon hunderfach gehört hätte...

    Und wie, bitteschön, schafft man es allen Ernstes, in einer 90er-Sendung das Thema Golfkrieg nicht mit einem einzigen Wort zu erwähnen? Als wenn dies nicht eines der entscheidenden weltpolitischen Ereignisse während dieses Jahrzehnts gewesen wäre... *kopfschüttel*

    Kurz zu einigen Gästen aus den Folgen für die 70er, 80er und 90er:

    Angela Merkel, deren Anblick ich ansonsten eigentlich kaum ertrage, war diesmal auffallend sympathisch. Gottschalk und Beckenbauer waren ergiebig und kurzweilig, da habe ich ganz gerne zugehört.

    Heike Drechseler war zwar nett wie immer, ist aber für Talk-Shows nicht besonders gut geeignet, weil sie eben kein rhetorisch ergiebiges Talent hat. Ganz im Gegensatz zu Kai Pflaume, der immer mit klarer Betonung die Dinge auf den Punkt zu bringen weiß und bei seinen Erzählungen nicht ewig weit abschweift. Im Übrigen wäre er mit Sicherheit ein wesentlich erquickender Moderator als der Weichspüler Kerner – mehr zu diesem Thema aber weiter unten...

    Helmut Kohl war nicht ganz so selbstverliebt wie befürchtet, hatte aber aufgrund des dominierenden Themas "Deutsche Einheit" für mein Empfinden zu viel Redezeit. Wenigstens hielt er sich vor allem mit parteipolitisch gefärbten Aussagen deutlich zurück, was das Gespräch auf eine halbwegs sachliche Ebene brachte.

    Die personifizierte Langeweile Frank Elstner, der bis heute einen Gottschalk-Komplex mit sich herumträgt, hatte dieses Mal wenigstens ein paar halbwegs interessante Details zu erzählen. Ansonsten kann ich nur hoffen, dass uns dieser Mann in Zukunft nicht mehr allzu oft mit seiner TV-Präsenz belästigen wird...

    Die Besetzung der 90er-Show war besser als erwartet: Hatte ich zunächst gedacht, die Labertaschen Feldbusch und Matthäus würden die ganze Zeit nerven, so hielt sich wenigstens der ehemalige Weltfußballer angenehm zurück. Das Blubb-Mäuschen produzierte sich derweil mit naiven Fragen und konnte natürlich auch dieses Mal nicht umhin, mindestens einmal "Veronas Dreams" zu erwähnen.

    Gregor Gysi und Ingolf Lück hätte ich noch stundenlang zuhören können, die haben einfach eine locker-informative Art zu erzählen. Insbesondere der ehemalige "Wochenshow"-Moderator hätte ruhig häufiger zu Wort kommen dürfen...


    Thema TV-Moderatoren:

    Was Johnny B. Kerner angeht, kann ich mich nur den Worten von QBert aus Posting 004 anschließen. Seine fast schon anbiedernde Art der Moderation ist auf Dauer nervtötend waschlappig – Sympathie ja, Charisma nein. Unerträglich auch sein inflationärer Gebrauch des Wortes "interessant", das man gerade deshalb nicht mehr ernst nehmen kann...

    Aber über diese Generation der Moderatoren habe ich mich ja schon häufiger ausgelassen. Völlig egal, ob nun ein Kerner, Geissen, Pilawa, Clerici, Franklin oder Türck: Sie sind allesamt mit der Ausstrahlung eines Steuerformulars ausgestattet. So wundert es auch nicht, dass das Triumvirat des deutschen TV-Entertainments (Gottschalk, Jauch und Schmidt) immer wieder mal sarkastische Spitzen in Richtung dieser chronischen Langweiler abschießt...

    Fatal übrigens auch, wenn das Produkt vererbter Trostlosigkeit ebenfalls direkt auf das TV-Publikum losgelassen wird: Wer einen Thomas Elstner ernsthaft für eine Abendshow engagiert, muss schon sehr verzweifelt sein. Sind in Deutschland tatsächlich keine [b]echten[/b[ Talente in Sicht? Exaltierte Rampensäue, die wirklich vor eine Kamera gehören und mit ihrer Ausstrahlung die Massen begeistern, können doch nicht einfach ausgestorben sein! Wo steht eigentlich geschrieben, dass der moderne TV-Moderator das Aussehen eines Katalog-Models und die Persönlichkeit eines mittleren Finanzbeamten haben muss?

    So kann man wenigstens froh sein, dass es noch Leute wie Hape Kerkeling, Ingolf Lück, Jürgen von der Lippe oder durchaus auch einen Kai Pflaume gibt, die wesentlich mehr auf dem Kasten haben als Freundlichkeitsterror und Kinderhumor. Außerdem sind auch Frauen wie Anke Engelke oder Barbara Schöneberger ein Glücksfall für die deutsche TV-Landschaft, die ansonsten wahrscheinlich bald in heimeligem Gutmenschentum versinken würde... *brech*


    @ QBert:

    "Auch die Zeit von Willi Brandt finde ich unglaublich interessant und bedaure es sehr, das er leider schon tot ist (auch für die heutige Sendung wäre er als Gast sicherlich nicht uninteressant gewesen)."

    Kleiner Tipp von mir: Für die Zeit von Willy Brandt gibt es jemanden, der wie kein Zweiter aus dieser politischen Ära zu berichten weiß: Egon Bahr. Ich habe in den letzten Jahren häufiger ausgiebige Interviews mit ihm im TV verfolgt und noch nie einen (Ex-)Politiker erlebt, der so spannend und intelligent zu erzählen weiß (höchstens noch Helmut Schmidt). Bei Interviews mit ihm habe ich stellenweise regelrecht an der Mattscheibe geklebt, so interessant sind seine Einsichten. Hätte ich in der Schule einen Geschichtslehrer mit einer solchen Ausstrahlung gehabt, wäre das sicher mein Lieblingsfach gewesen...

    Wenn solche Persönlichkeiten von früher erzählen, gibt es für junge Menschen nur eine Devise: Schnauze halten, zuhören und lernen!
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